Zum tänzelnden Pony > Sonstiges
Geschichtsthread
Saruman der Bunte:
Dann hat dieses "Glück" für die Europäer durch die Entdeckung Amerikas aber dennoch einen Grund;
Die Entfernung und der teilweise schlechte Zugang zu bestimmten Luxusgütern. Genau das gleiche habe ich oben auch schon geschrieben:
--- Zitat ---Durch diesen Blick nach außen werden Entdeckungen und Kolonien möglich
--- Ende Zitat ---
(Palland)Raschi:
Tja, dumm nur, dass auch die Nordmänner bereits in Amerika waren, und die haben höchstwahrscheinlich keine Luxusgüter gesucht.
Edit: Ich sehe im übrigen keinen Unterschied zwischen den hunnischen und mongolischen Eroberungsfeldzügen über dem Landweg getrieben von Reichtum und Macht und der Suche der Europäer nach einem sicheren Seeweg nach Indien nach dem Verlust der kleinasiatischen Ebene und dem Bosporus an die Muslime.
Letzteres dient vielleicht sogar nur der Herstellung des Status Quo ante und nichts darüber hinaus.
Saruman der Bunte:
Also der Vergleich zwischen asiatischen Reiterhorden und den kolinialisierenden Europäern ist auf jedenfall sehr interessant, ebenso der vorher genannte des maurischen Al-Andalus.
Also war es deiner Meinung nach vorallem Glück und weniger die von mir genannten Faktoren wie z.B. die Entdeckermentalität und die Lage Europas die den Zugang zu bestimmten Waren erschwert?
Gruß, Saruman.
(Palland)Raschi:
--- Zitat ---Also war es deiner Meinung nach vorallem Glück und weniger die von mir genannten Faktoren wie z.B. die Entdeckermentalität und die Lage Europas die den Zugang zu bestimmten Waren erschwert?
--- Ende Zitat ---
Also ich glaube das muss man runterbrechen. Gerade die Wikinger als fähige Schiffbauer, Seefahrer und Navigatoren dürften tatsächlich eine ausgeprägte Entdeckermentalität gehabt haben. Aber auch bei vielen anderen Völkern, den Chinesen beispielsweise, gab es ja durchaus auch Expeditionen in die Ferne.
Ich glaube allerdings eher, dass Not erfinderisch macht. Man war sich in Europa ja bewusst, dass die Erde eine Kugel war, und für das frisch zurückgewonnene und erstarkende spanische Königreich eine einmalige Gelegenheit die eigene Stellung zu verbessern. Denn ein direkter Handel mit Indien würde das Königreich steinreich machen. Da man 3 eigentlich völlig seeuntüchtige Schiffe losschickte, und Kolumbus sich beim Erdumfang verechnet hatte, kann man es durchaus als Zufall ansehen, dass er über den amerikanischen Kontinent gestolpert ist (da war auf den europäischen Globen bis dato nämlich noch ein blauer Fleck). Nach Indien hätte er es allerdings niemals geschafft. Aber was hatten die Spanier schon zu verlieren; es war das kleine finanzielle Risiko jedenfalls wert.
Es sind eben oft diese Momente, die die Geschichte verändern.
Was wäre wohl passiert, wenn ein Chinese Amerika vorher entdeckt hätte; die Geschichte wäre jedenfalls wohl anders verlaufen.
Saruman der Bunte:
Jetzt wo ich darüber nachdenke hat die Entdeckung dann auch weitere Entdeckungen in gang gesetzt;
Aus der Rivalität Spanien-Portugal gingen die Entdeckungsfahrten von Personen wie Vasco da Gama oder Magellan hervor, der Wetllauf der Iberier um Überseegebiete.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln