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Geschichtsthread

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Yoruba:
Vielleicht kommt ihr wieder zur Geschichte zurück, wenn ihr darüber redet, dass Geschichte (wie jede andere Geisteswissenschaft, auch Philosophie) heute niemals den Anspruch stellt, eine vollständig festgelegte Wahrheit gefunden zu haben. Da die Frage nach Moral eine ethische -und damit philosophische- ist, könnte das eine elegante Überleitung sein.

Whale Sharku:
So könnten wir es tatsächlich machen, Yoruba, aber ich habe eine bessere Überleitung entdeckt^^

CynasFan, deine Meta-Argumentation geht augenblicklich so:

Menschen vergangener Zeitalter waren moralisch irrational, also kann es keine moralische Rationalität geben.

Was erlaubt dir diesen Schluss?
Vielleicht haben wir etwas (größtenteils!) überwunden, das uns die gesamte Menschheitsgeschichte über begleitet hat, das sich von der Altsteinzeit bis hin zum 17. Jahrhundert (grötenteils!) kein bisschen verändert hat und heute noch viele Erdteile dominiert anstatt rationaler, objektiver Moral?

Und tatsächlich ist die Geschichte der Menschheit im wesentlichen die Geschichte irrationaler, pseudo-moralischer Bewertungen. Denn genau das ist Kultur: Sachen bewerten. Es ist genau das, was menschliche Gesellschaften zusammen hält. Aber in der Geschichte Europas...

...seufz... ich wiederhole mich jetzt nicht nochmal, den Rest denkt ihr euch bitte einfach dazu.
Thx

CynasFan:
Wo ist die Überleitung? :o

Außerdem nicht "Menschen vergangener Zeitalter", sondern "Menschen aller Zeitalter"!
Auch wenn wir gerne von Rationalität reden, wir sind doch Wesen mit Gefühlen und diese dominieren unser handeln, selbst wenn wir es nicht merken und uns ihrer frei sprechen.

Ich verstehe dein Argumentation in diesem Falle kein bisschen, da sie meiner Ansicht nach nur teilweise und bruchstückhaft Antwort auf meine Frage zu geben bereit ist.
Gruß, CynasFan

Whale Sharku:

--- Zitat ---Auch wenn wir gerne von Rationalität reden, wir sind doch Wesen mit Gefühlen und diese dominieren unser handeln, selbst wenn wir es nicht merken und uns ihrer frei sprechen.

--- Ende Zitat ---

Jetzt lautet deine Meta-Argumentation gerade:
"Wir machen Fehler, also macht es keinen Sinn, unsere Fehler zu beheben."

Bitte denk eine einzige Sekunde über dein Meta-Argument nach, bevor du deine Antwort schreibst. Das sind einfach Dinge, die dir selber auffallen müssen, du bist alt genug.

Ich bin für heute raus. Ich komme an mein Limit.

CynasFan:
OK, Whale und ich sprechen eindeutig und hiermit ganz offiziell zwei völlig verschiedene Sprachen.

Meine Argumentation hieß nämlich nicht, "Wir sind imperfekt, also müssen wir Perfektion nicht anstreben", sondern "Wir sind unseren Gefühlen immer unterworfen und müssen mit ihnen und ihrer Chimäre uns gegenüber immer rechnen" auch bei Entscheidungen in denen wir versuchen sie herauszuhalten.
Gruß, CynasFan

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