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Autor Thema: K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)  (Gelesen 7174 mal)

Olmgrond

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K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« am: 1. Jun 2012, 20:20 »
Hey Diddeli-Ho Unionrhinos!
SO ich schreib schon seit längerem an einem Buch, ich stell hier jetzt mal das Manuskript rein. Tipps oder Verbesserungen erwünscht ;)
Ich such grade die Docs zusammen, warscheinlich so inner stunde oder morgen seht ihr dann die ersten paar Kapitel.
« Letzte Änderung: 1. Jun 2012, 22:29 von Chu'unthor »
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Re:U-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #1 am: 1. Jun 2012, 20:33 »
Feine Sache!
Sollen die Testleser sich auf etwas Bestimmtes konzentrieren, oder erstmal das allgemeine Urteil?

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Whale


Shagrat

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Re:U-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #2 am: 1. Jun 2012, 20:43 »
für solche Eigenen Geschichten gibt es eigentlich ein eigenes Board:
http://forum.modding-union.com/index.php/board,169.0.html

könnte man den Thread dahin bewegen?

It was at the Survivor Series that the dark path of the Undertaker was born. It seems like an eternity ago that the demons of hell passed judgement on the mortal world and unleashed a creature of the night so powerful that the mention of it's very name sends shivers down to the spines of who oppose him
You look into the eyes of the Reaper and you'll see that your fate is sealed!

Sollten Banner und Avatar nicht Synchron sein, einfach mal mit Strg + F5 aktualisiern

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #3 am: 1. Jun 2012, 20:53 »
Ja rechtschreibfehler wären jetzt nicht wirklich mein Ziel :D , eher Logikfehler, Unstimmigkeiten etc.

Bitte keine Doppelposts machen!


Und schon hab ich meinen ersten eigene Fehler -.- ES sollte eigentlich K-43 heissen :D das is jetzt peinlich. Gibt es noch eine möglichkeit den Namen des threads zu ändern?

Naja hier kommt jetzt das erste Kapitel. Die Geschichte spielt am Höhepunkt des Kalten Krieges. (Ich stell jetz immer kleine Parts rein.)



                     
Prolog

Das U-Boot knackte scharf unter der Last des arktischen Meeres, als würde es jedem Moment unter dem Druck der Fluten bersten. Doch sein Kapitän, Yuri Orenski, zweiter Kommandant der Russische Nordflotte, vertraute auf sein Schiff. Als Leiter einer ganzen Abteilung von Schiffen dieses Typs war er eigentlich zu prominent für einen Geheimeinsatz wie diesen, doch seine Erfahrungen mit U-booten mit Nuklear-Antrieb und die Tatsache, dass er sich freiwillig gemeldet hatte, machten ihn unentbehrlich für diesen Einsatz. Er stand von seiner Liege auf, einem einfachen Feldbett in einer winzigen Kajüte. Im Gegensatz zu den Kojen der Matrosen war die aber immer noch riesig. Wieder ein Knacken, dieses Mal lauter. Eine blecherne Stimme ertönte und meldete, dass das U-Boot nun seine Tauchgrenze erreicht hatte. „Langsam höher gehen,  Geschwindigkeit verringern.“ rief Orenski in ein Sprachrohr, dann zündete er sich eine selbst gedrehte Zigarette an..

Er stand seufzend auf und warf sich seinen alten Armeemantel über den er, wie ein Erinnerungstück an alte Zeiten, stets bei sich trug. Auf seine schwarzen, soldatisch kurz geschnittenen Haare setzte er sich eine Bärenfellmütze, an die er sich senie Kriegsabzeichen geheftet hatte, auf. Kapitän Orenski stapfte durch die Gänge und begegnete Vortschek, dem jungen Mechaniker vorbei. Seine Eltern waren Polen, die vor den Deutschen nach Russland geflohen waren. Als er seinen Kapitän bemerkte sprang er auf und salutierte.

„ Ist hier alles in Ordnung, Genosse? “
„ Jawohl, Genosse Kapitän! Alles ist in bester Ordnung! “
„ Und warum sitzen sie dann da mit dem Werkzeugkasten, Vortschek? “
„Ich ähh... nun ja, wissen sie, meine Kameraden habe sich etwas Unterhaltung gewünscht, und einer hatte einen Radio mitgebracht, der es aber nicht lange gemacht hat. Ich versuche nur es zu reparieren, Herr Kommandant! Gegen etwas  Musik wenn wir wieder oben sind hätten sie doch sicher auch nichts. “
„ So lange mit dem Boot alles korrekt ist...  Aber vergessen sie nicht, dass sie    nachher noch in den Maschinenraum müssen.“
„Jawohl Genosse Kapitän!“
,,Genosse.“

Orenski fertigte ihn mit einem Nicken ab, dann setzte er seinen Marsch durch den Rumpf dieses Riesen aus Stahl fort. Er hatte nichts gegen Vortschek, von den Männern an Bord gehörte er sogar zu denen die er halbwegs mochte. Wenn man das so nennen konnte. Vortschek hatte Nuklearphysik studiert und war einer der wenigen, die den Reaktor bis ins kleinste Detail verstanden und ausserdem war er auch zum Mechaniker ausgebildet, und war dann zur Marine gegangen. Eine zwar ungewöhnliche Kombination, für ein Atom-U-Boot aber wie geschaffen.  Der Kapitän setzte seinen Weg fort. Er stapfte durch die Küche, nickte dem Smutje wortlos zu, ohne in dessen Richtung zu schauen, und ging weiter, bis er auf der Brücke angekommen war. „ Zeigt der Sonar etwas an?“ fragte er einen der Männner, die an den Geräten zur Echoortung saßen. „Nur ein paar Wale, 2 Kilometer östlich von uns, Genosse Kapitän. Nichts besonderes.“ ,antwortete ein Matrose, während er wie gebannt auf den Bildschirm starrte. „ Gut. Wenn die Amis oder die Engländer uns entdeckt hätten, würden wir schon lange einen von ihnen am Hintern kleben.“ Orenski wusste, dass die Amerikaner, oder sonst irgendeine Nation, von ihrer Mission nichts erfahren durften. Würde dies der Fall sein, war ihr Befehl, sofort in die Basis nach Murmansk zurückzukehren und das ganze der Öffentlichkeit als normale Übungspatrouille zu präsentieren.
„ Wir müssen unser Fahrwasser abhören. Fahren sie einen schnellen Wechselkurs.“
 
U-Boote sind zwar in der Lage, über mehrere hundert Kilometer das Meer abzuhören, aber durch das Geräusch der Schiffsschraube sind sie für Geräusche hinter ihnen taub. Deshalb fährt man einen schnellen Wechselkurs, eine Art Schlangenlinie, um mögliche Verfolger zu entdecken.

„Hören sie irgendwas?“ „Nein, nichts Genosse Kommandant, wir sind alleine hier   draussen.“
„Machen sie weiter so. Dann kann es also beginnen. Sehr gut.“



Sie fuhren tagelang weiter durch die eisige See und die Tage glichen sich so sehr, das es vielen schwer fiel, sie auseinander zu halten. Nur der Kalender sagten ihnen welcher Tag gerade war.
Am 9.Mai, dem Nationalfeiertag der Russen, wegen des Sieges über die Deutschen, lud Orenski alle wichtigen Offiziere zum Essen ein. Sie versammelten sich in einem kleinen Raum, der gerade genug Platz für sie alle zusammen bot, und machten sich es so bequem wie möglich. Sie saßen alle auf Bänken um einen blank polierten Stahltisch herum, auf dem viele Gläser und einige Falschen standen. Orenski erhob sich und fing an zu sprechen:


" Meine Herren Genossen, ich heiße sie hier alle herzlichst willkommen. Ich habe sie heute hier eingeladen um den Sieg unser glorreichen Sowietunion über die Nazis zu feiern! Und das mit reichlich gutem Essen! " , Orenski hob sein Glas, "Auf unser Vaterland! Nastrovje!" er leerte sein Glas mit einem Zug, obwohl nur Wasser darin war. Er konnte sich als Kapitän eines U-Bootes nicht einfach betrinken. Er war das Oberhaupt.
"Nastrovje!" stimmten fünf Männer gleichzeitig mit ein mit ein und hoben ihre Gläser.
Alexej Swinja, ein etwas dickerer Mann, hatte anscheinend Mühe mit seinem
Vodka, er hustete mehrmals, dann fragte den Kapitän: " Was gibt es denn zu essen?" Er sah Orenski mit einem hoffnungsvollem Lächeln an. Das erstarb jedoch blitzartig, denn sein Nachbar trat ihm, unter dem Tisch, hörbar gegen das Schienbein. Swinja zuckte zusammen und rieb sich das Bein. "Keine Angst, Genosse.",sagte Orenski lachend, " Ich hab den Koch dazu gebracht heute ausnahmsweise mal etwas anständiges zu kochen! "
Swinja lächelte. Sein Tischnachbar, von dem Orenski glaubte, das er es war, der getreten hatte, warf dem Offizier einen finsteren Blick zu.
"Das Essen dürfte gleich kommen!", fuhr der Kapitän lachend fort,"Lasst uns zusammen feiern!"

Als Vorspeise gab es Kartoffelsalat, dazu Heringe im Pelzmantel. Die Offiziere langten ordentlich zu, und tranken reichlich Kwas, eine Art russisches Leichtbier, und natürlich viel Vodka.
Die Männer unterhielten sich und mit der Zeit kamen die, die etwas davon wussten, dazu, sich alte Kriegsgeschichten zu erzählen.
"Wo waren sie eingeteilt?", fragte Offizier Kolesnikow den Kapitän, der gerade ein Glas zu Mund führen wollte. " Bei der Marine." antwortete er in einem gefassten Tonfall, "Auf einem U-Boot."
Der Koch trug die Hauptspeise herein: Drei gebratene Hähnchen,dazu kross angebratene Kartoffeln serviert in cremiger Sahnesoße. Swinja sah mit einem begierigen auf die dampfenden Schenkel des Geflügels, an denen Das Fett in kleinen Tropfen herunter lief. "Ich habe ihnen doch gesagt, dass es etwas besonderes gibt!" sagte Orenski und stand lächelnd auf. er nahm ein langes Fleischmesser und schnitt Scheiben von dem Hühnern ab. "Ich habe übrigens dafür gesorgt, dass heute die gesamte Mannschaft wieder etwas ordentliches bekommt!"
Die Offiziere hoben ihre Gläser. "Auf unseren Kapitän!" sagten sie und hoben erneut ihre Gläser. 

Die Offiziere schlangen das Essen hinunter, denn Fleisch war eine Ausnahme, und oft bekamen sie (Wenn sie Glück hatten) nur Suppen oder sehr einfaches Essen.
Nachdem alle Teller geleert waren, verfielen die Männer wieder in einzelne Gespräche. Und mit der Zeit begannen sie, sich alte Kriegsgeschichten zu erzählen. Rund die Hälfte der Männer, die in der stickigen Kajüte saßen, waren beim Krieg gegen die Deutschen im Einsatz gewesen.

"Ich habe damals auf einem Zerstörer gedient..." sagte Kolesnikow, ein etwas älterer Offizier. Er fuhr sich mit der Hand durch sein schmieriges,  graues Haar. "Das war eins von der Leningrad-Klasse. Das waren schwimmende Türme. Die sind leichter gekentert als ein Kajak in einem Sturm im Dezember. Trotzdem haben wir den Nazis ordentlich eins ausgewischt!" Orenski roch den Alkohol, den Kolesnikows Mund ausdünstete. Der Offizier hatte den Schnaps getrunken, der eigentlich für den Kapitän vorhergesehen war.
"Drei von diesen widerwärtigen, deutschen U-Boote haben wir versenkt. Diese Ratten sind in ihren eigenen Metallsärgen ersoffen." Die Älteren Offiziere tauschten beeindruckte Blicke aus, die jüngeren wirkten eher verängstigt. Als wären sie die Ratten im sinkenden U-Boot. Eine erwartungsvolle Stille entstand, und alle warteten darauf, dass der alte Mann weitererzählen würde. Doch Kolesnikow blieb still. Dann begann der Kapitän zu erzählen.

" Ihr jungen Burschen habt Glück auf einem modernen U-Boot wie deisem hier zu sein. Als ich so alt war wie ihr, hatte ich  nicht so viel Glück. Ich war auch auf einem U-Boot, auf der S-2.  Wir waren gerade auf Feindfahrt, da passierte es."  " Ein verfluchter deutscher Torpedo traf unser Boot. Ihr habt nicht die geringste Ahnung, was es heißt , auf einem sinkenden U-Boot zu sein. So bald der Torpedo  einschlägt, hört man als erstes einen lauten Knall. Das ist die Detonation. Darauf folgt eine Druckwelle, die einen normalerweise zu Boden reißt. Ich hatte das Glück,  mich in einem verschlossenen Raum zu befinden. Doch dann saß ich im Dunkeln. "  Orenski spürte, wie gebannt die Offiziere seinen Worten lauschten.  " Um mich herum war nichts als schwarzer Schatten, nur Geräusche drangen durch die verschlossene Stahlwand zu mir.: das schreckliche Geräusch berstenden Metalls, das Kreischen des Stahls, den die Wassermassen sprichwörtlich zerreisen. Die Schreie meiner glücklosen Kameraden, die nicht sofort dahin schieden. Ich spürte wie das Boot sich neigte. Mein Teil des Bootes brach ab und löste sich vom Wrack: Ich wusste, wenn es tiefer sinken würde, würde mich der Druck zusammendrücken, wie eine Blechdose. Ich saß da und betete. Ich blieb im Ungewissen: mir kam es vor als wären es Stunden. dann blieb es auf einmal stehen, vollkommen schräg. Dann war Stille um mich, nichts als Dunkelheit und Stille.
Ich wusste nicht, wie lange ich dort hockte, ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren.
Ich weiß nur noch, das meine kleine Zelle anfing, sich zu bewegen. Ich muss mit dem Kopf aufgeschlagen sein, denn ich erinnere mich an nichts weiteres. Ich wurde an Land gespült, wo mich ein Fischer fand. Er brachte mich zu ihm nach hause,und ich wurde von seiner Frau und wieder gesund gepflegt. Sie glaubten, mein Schicksal wäre ein "Wunder Gottes". Ich hatte als einziger überlebt."

Während er sprach, hatte niemand ein Wort gesagt: alle sahen ihn beeindruckt an. Nur Kolesnikow, der neben Orenski saß, wirkte ein bisschen verwirrt.

Kolesnikows Kopf knallte auf die Tischplatte. Er war tot.

Plötzlich ein Knall, eine Explosion. Eine Alarmsirene. Notbeleuchtung.

Und dann das ohrenbetäubend laute Geräusch von zerreißendem Stahl.


 


 

« Letzte Änderung: 22. Jun 2012, 16:12 von Olmgrond »
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Re:U-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #4 am: 1. Jun 2012, 22:07 »
Das U-Boot knackte scharf unter der Last des arktischen Meeres, als würde es jedem Moment unter dem Druck der Fluten bersten

Das ist in aller Kürze sowjetisches Feeling, soweit ich das einschätzen kann :o Respekt! Du baust eine hervorragende Atmosphäre auf.


"Als er noch nicht einmal 20 Jahre alt gewesen war", oder eine andere Vergangenheitsform muss da hin... die Rechtschreibfehler sind erstmal unwichtig, aber die Grammatik hat hier eine etwas tiefere Bedeutung, das würd ich also beheben wollen.
Logikbrüche kann ich schonmal keine entdecken. Vielleicht ist da jemand spitzfindiger als ich, aber keine Bange ^^

Mein Hauptkritikpunkt: Die nötige Information (vor allem über die Vergangenheit von Personen) kommt einer geballten Kanonenladung gleich. Es ist völlig normal dass man es erstmal so konstruiert, aber wenn du den Text einmal überarbeiten möchtest, wird es dir ins Auge springen.
Versuch also, die Handlung mehr durch Dialog (oder Gedanken, tust du ja bereits bei der Meinung des Captains über diesen Mechaniker Vortschek) zu tragen als durch direkte Erzählung, das liest sich grundsätzlich spritziger.
Nimm dir mehr Zeit, die Umgebung etc. zu beschreiben. Was vorhanden ist, ist sehr gut, aber du kannst das ganze ruhig noch anschaulicher machen ;)
Wenn du dich in den Stil, den die Geschichte haben wird, mehr einarbeitest was ja automatisch mit der Zeit passiert, wirst du es eigentlich "instinktiv" gründlicher beschreiben.
Erst einmal die Handlung niederschreiben und nicht zu langatmig, das ist schon ein guter Grundsatz so. Aber typisch sind dann Nachbearbeitungen, mit denen die Kapitel auch deutlich länger werden.

Hoffentlich war das eine ausgewogene Kritik xD
Das Wichtigste ist bis jetzt, dass du die Atmosphäre bereits sehr schön rüberbringst. Ich bin also gespannt auf mehr!

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Whale


Chu'unthor

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Re:U-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #5 am: 1. Jun 2012, 22:33 »
Und schon hab ich meinen ersten eigene Fehler -.- ES sollte eigentlich K-43 heissen :D das is jetzt peinlich. Gibt es noch eine möglichkeit den Namen des threads zu ändern?

Ja, in dem du den Mod deines Vertrauens freundlich bittest - ooder einfach den ersten Beitrag selbst editierst und die Betreffzeile änderst :D
Das hab ich aber jetzt grade schonmal für dich erledigt.


\\Hab den Text jetzt auch mal gelesen, fand ihn wirklich gut :)
Grade in der Eingangsszene find ich so eine hohe Informationsdichte auch eher äußerst angenehm statt hinderlich, weil man so leichter in die Situation hineinkommt und schneller ne Vorstellung davon hat, was vor sich geht und wer die Personen sind.
Für spätere Szenen hat Whale allerdings recht, da sollte das in anderer Form eingebracht werden.
« Letzte Änderung: 1. Jun 2012, 22:47 von Chu'unthor »
Erst denken, dann posten.



Olmgrond

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #6 am: 1. Jun 2012, 23:50 »
danke für die kritik :D
Ich kümmer mich drum ;)
@Mod meines Vertrauens: Dankeschöön!
« Letzte Änderung: 2. Jun 2012, 00:05 von Olmgrond »
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Vexor

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #7 am: 2. Jun 2012, 10:33 »
Ich bin noch nicht wirklich zum lesen gekommen, aber mich würde eine Sache interessieren.

Wieviel Hintergrundwissen besitzt du über diese (gerade von russischer Seite) doch noch sehr mangelhaft enthüllten Epoche, bezeihungsweise woher nimmst du deine Informationen?
Ich beschäftige mich in meinem Geschichtsstudium sehr ausführlich mit der russischen Geschichte vom Zarenreich bis zur heutigen Gegenwart, weil es mich einfach wahnsinnig interessiert und ich auch persönliche Verstrickungen mit diesem Landstrich habe.
Da fände ich es natürlich sehr interessant zu erfahren, woher du dein Wissen nimmst und wie du auf die Idee kamst über so ein Thema zu schreiben. :)


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Olmgrond

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #8 am: 2. Jun 2012, 11:10 »
Ich bin noch ziemlich jung, die meisten meiner Informationen stammen aus dem Internet oder aus Büchern,
wie:
http://www.amazon.de/grosse-U-Boot-Buch-Geschichte-heute/dp/3893656456/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1338627906&sr=8-8
und:
http://www.amazon.de/Weltherrschaft-Entwicklung-Ru%C3%9Flands-Gro%C3%9Fmacht-Sowjet-Kommunismus/dp/B003MSJENQ/ref=sr_1_21?s=books&ie=UTF8&qid=1338628096&sr=1-21
das zweite ist aber ziemlich schwer zu lesen ;) für die Ränge und Abzeichen hab ich lange im Internet gesucht, bis ich endlich etwas gefunden hatte. Wenn du das aber studierst kennst du dich ja warscheinlich deutlich besser aus als ich, also würd ich mich freuen,wenn du michauf Logikfehler etc. hinweist.
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #9 am: 3. Jun 2012, 20:17 »
Eine interressante Idee, mal etwas anderes, aus der Sicht des Ostblocks, auch wenn ich den Sowjets so persöhnlich nichts abgewinnen kann.

Eine Sache zur Namensgebung: In Russland war und ist es heute auch noch üblich Vaternamen zu trage, ich glaube sogar Pflicht. Also sollte Yuri Orenski mit vollständigem Namen Yuri (Name des Vaters im Genitiv einfügen)ewitsch/owitsch/witsch Orenski heißen.

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #10 am: 3. Jun 2012, 22:15 »
1. Wenn ich es richtig im Kopf habe, brüstet sich die russische Armee bis heute, die tödlichsten Scharfschützen der Welt zu haben. Im 2. WK waren diese Scharfschützen weitgehend weiblich, zumindest im Kampf gegen die Deutschen.

2. Wenn ich auch richtig weiß, sind Wechsel vom Heer zur Marine doch eher unüblich.

Folge aus 1. und 2: Ich, jetzt aus persönlicher Sicht heraus, würde den Helden eher bei der russischen Marineinfanterie beginnen lassen, nicht als Scharfschütze.

3. Ich meine, im kalten Krieg hieß es immer "Genosse Kapitän", nicht "Herr Kapitän", aber hier bin ich mir selber nicht ganz sicher. Wenn lezteres auch bei den Russen so war, dann ist 3. natürlich hinfällig.

ansonsten liest sich dein Text hervorragend, auch wenn ich von U-Boot Romanen (mit einer einzigen Ausnahme) überhaupt nichts halte. :) Schreib weiter.


Im übrigen bin ich der Ansicht, Karthago müsse zerstört werden.
Tröller!! XD

[spoiler2=DEIN TEXT]SPOILERINHALT[/spoiler2]

Das Leben präsentiert unsl drei Möglichkeiten:

1. Gut sein
2. Gut werden
3. Aufgeben und Aussteigen

Ich bin für einen Adult-Bereich in der MU...mit Scotch und Zigarren xD

Olmgrond

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #11 am: 13. Jun 2012, 20:55 »
okay, danke für die hilfreichen Antworten ;) Ich kam übrigens während einer Langweiligen Lateinstunde auf die Idee eine Geschichte zu schreiben. Erst awrs nur so eine scherz-idee, als dann aber ein paar leute den anfang gelesen hatten, fanden sie ihn richtig gut, und deshalb mach ich jetzt weiter. Nur so nebenbei: Die haupthandlung wird nicht auf dem U-Boot spielen!

 @Wisser ich glaub den Teil überarbeite ich nochmal komplett.
« Letzte Änderung: 22. Jun 2012, 15:58 von Olmgrond »
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #12 am: 15. Jun 2012, 15:24 »
Ich kam übrigens während einer Langweiligen Lateinstunde auf die Idee eine Geschichte zu schreiben.

Endlich ist ein Lateinstunde mal sinvoll genutzt worden :)

Ansonsten Gut geschrieben , bloß sagen die auf einem U-Boot Zick-Zack-Kurs , gibt es da nichts fachmännischeres; mir würd aber auch nichts anderes einfallen.

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #13 am: 15. Jun 2012, 19:05 »
Jaa, das mit dem Zick-Zack ist ein wenig ungeschickt formuliert :/ Warscheinlich gibt es dafür noch einen Fachausdruck (Oder einen Geheimbefehl  ), der dann aber wieder keinem geläufig ist. Um den dann zu erklären würde mi auch nur Zick-Zack einfallen.
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #14 am: 15. Jun 2012, 20:13 »
"Unstetiger, schnell wechselnder Kurs"?

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #15 am: 22. Jun 2012, 16:15 »
Ach ja: Wenn ein Mod das lessen sollte, und einen Rechtschreibfehler entdecken sollte, (Zeichenstzung is meine Achillesferse :D) dann bitte ich ihn darum, den Fehler auszumerzen. Ohne Gnade.
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #16 am: 22. Jun 2012, 17:46 »
Dann markiert, oder?
Es gibt solche Fehler, bei denen das ganz leicht ist wenn man sie entdeckt... aber auch solche, wo man mit dem Autor diskutieren muss, weil mehreres möglich ist, vielleicht sogar mit verschiedener Bedeutung.
Zudem: Ich würd gerne mehr lesen ;)

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #17 am: 23. Jun 2012, 00:19 »
Ja wenn es jetzt so Sachen sind wie:
Nachdem er seine Hände um den Griff geschlossenen hatte marschierte er stur gerade aus.
(Da Dann das Komma einfach einsetzen.)
Was mir leider auch oft passiert, is folgendes:
DAs passiert mir häufiger, wenn ich GRoß oder klein schreibe.
(Da dann halt klein machen.)
WEnn ihr einen Grammatikfehler habt, dann schreibt einfach mit Rot reinschreiben, ich kümmer mich dann darum. ;)
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #18 am: 26. Jul 2012, 15:37 »
Kapitel 1

Als der Kapitän der K-43 die Augen aufschlug, sah er, wie sich von dem Gitter über seinem Kopf ein Tropfen löste. Er fiel auf seine Stirn. Als er ihn wegwischen wollte, durchfuhr ihn auf einmal ein heftiger Schmerz, der von seiner Hand durch den Arm und in seinen Kopf schoss. Die Hand war verschorft und übersät mit rot geäderten Brandblasen. Der schlimmste Teil war von einem Verband umgeben,  doch der war von Blut durchtränkt, und hatte bereits eine bräunliche Färbung angenommen.
Orenski roch an der Verletzung, ein leicht säuerlich fauliger Geruch ging vom Verband aus. er hob eine der Binden an doch noch fast im selben Moment musste er sich vor Ekel übergeben. Eine Art Gemisch aus geronnenem Blut und Eiter quoll unter den Binden hervor. Er unterdrückte die Übelkeit und setzte sich auf.

Wie eine große Welle stürmten auf einmal die Erinnerungen auf ihn ein:
Die geheime Mission, K-43. Der Neunte Mai. Eine Feier. Und dann die Explosion. Wie war er hierher gelangt? War er noch auf der K-43? Denn er hörte die vertrauten Geräusche, und roch die warme, leicht stickige Luft. Was war geschehen?
Plötzlich tönte eine Ansage durch blecherne Lautsprecher.

"Wir werden jetzt die Eisdecke durchstoßen! In vier Minuten wird die Kollision stattfinden, bereiten sie sich vor." Es war die Stimme von Vortschek, dem dritten Offizier. Das verwirrte ihn, denn er dachte, dass die Explosion das U-Boot versenkt haben müsste.
Er setzte sich auf, wobei er jedoch behutsam darauf achtete, dass er seine verletzte Hand nicht belastete.

Das Boot fing, zur Überraschung des Kapitäns an, seinen Bug zu heben, und alles stand auf einmal in einer Schräge. Die schwere Stahltür der Kajüte schwang auf, als die Schwerkraft ihren Tribut forderte, und schlug donnernd gegen die ebenfalls stählerene Wand, und das Dröhnen erfüllte Orenskis Schädel. Er bekam Kopfschmerzen.

Auf dem Flur rannten hektisch Mãnner vorbei, doch niemand schien ihn zu beachten. Alle riefen laut umher, von den lauten Geräuschen bekam Orenski Kopfschmerzen. Er legte seinen Kopf auf die linke Hand und betastete seine Stirn.
 Schweißperlen glitten von ihr ab, der Kapitän wischte sie mit der Hand weg.
"Kapitän?" ein junger Matrose, dessen Namen Orenski vergessen hatte, stand in der Tür. Die Notbeleuchtung schien rot auf sein Gesicht. "Sind sie wach? geht es ihnen gut? Haben Sie-""Was ist passiert?"- Unterbrach ihn Orenski. "Vortschek hat das Schiff übernommen, seien sie froh das noch am-"

Mitten im Satz erfüllte ein lautes Geräusch, als würde jemand mit einer Harke über Granit kratzen, erfüllte ihre Ohren. Der Stahlboden vibrierte unter ihren Füßen. Verängstig klammerte sich der Matrose an ein Rohr, das aus der Wand herausragte, und er erbleichte. "Halten sie sich fest, Wir brechen durch!", schrie er. Das Boot wackelte wie bei einem Erdbeben, und Orenski fiel auf den Rücken. Sein Kopf schlug auf dem Stahlboden auf, und er verzog das Gesicht vor Schmerzen. Mühsam zog sich der Kapitän mit den Händen zur Wand der Kajüte, in Richtung des Matrosen. Zentimeter für Zentimeter. Das Boot rumpelte erneut. "Was passiert hier?!" Schrie Orenski dem jungen Mann entgegen. "Wir-wir brechen durch die Eisdecke!" ,antwortete der. Orenski war noch verwirrter: Was zur Hölle ging hier gerade vor?  
Das Rumpeln wurde lauter, und das Boot wackelte noch heftiger hin und her.
Der Kapitän war an der Wand angekommen, und hielt sich an einem Rohr fest. "Verfluchte Scheisse!..." sagte der Matrose mehr zu sich selbst, während das Rumpeln unaufhörlich schlimmer und lauter wurde. Dann wurde es unterstützt von  einem metallenes Kreischen, und einem Geräusch, als würde ein Riese eine Konservendose mit den Zähnen öffnen. Dann, für wenige Augenblicke, eine kalte Stille. Plötzlich ein Ruck, Orenskis fiel auf den Boden, direkt auf seine verbundene Hand. Er hörte es Knirschen, merkte das die Knochen gebrochen waren. Vielleicht war es auch nur einer, vielleicht auch das ganze Handgelenk. Er wusste es nicht. Er wusste überhaupt nichts. Wieso war er nur am Arm verletzt. Wieso versucht der Befehlshaber des Schiffes hörte er es durch die Lautsprecher:

"Alarmstufe Rot! Der Reaktor wurde beschädigt! Alarmstufe Rot! Breit machen für Evakuation. Bleiben sie ruhig und bereiten sie sich vor. Ich wiederhole: Bleiben sie ruhig." Vortschek legte einen Schalter um um das Mikrofon war wieder aus. Er seufzte. Als er als Ingenieur eingezogen wurde, hatte er sich nicht gedacht, das er jemals den Befehl über die Brücke eines Atom-U-Boots der russischen Marine innehaben würde. Eigentlich war er dazu in der Befehlskette nicht vorgesehen, aber zu Zeit hatten sie deutlich wichtigere Probleme als die Befehlskette.  Wie eine Feuerwerk leuchteten die farbigen Lämpchen der Alarmanzeigen. Doch der Mechaniker bleib ruhig, und dachte nach: Er wusste wie schlimm es um das Boot stand, und acuh der Reaktor war schon beschädigt. Warscheinlich hatte das Auftauchen ihm nun den Rest gegeben.  Trotz all der Menschen, die um ihn herumhasteten, und der en angsterfüllte Gesichter sich gegenseitig Meldungen zuriefen, blieb er stehen und stützte sich auf die Schaltfläche. Vortschek dachte weiter nach. WEnn sie hierbleiben würden, müssten sie sterben, die Strahlung würde sie einem nach dem anderen zerfressen. Aber was erwartete sie denn ausserhalb des U-Boots? Eine kalte Wüste aus Eis und Schnee, in der immer eisiger Winter herrschte. Sie waren auf jedenfall verloren. Vortschek dachte an seine Familie. An die kleine Wohnung in Smolensk, in der seine Mutter und seine Schwester wohnten. Und er dachte an Irka, ein Mädchen das er geliebt hatte, bevor er zur Marine ging. Warscheinlich hat sie schon einen anderen, vielleicht ja schon geheiratet. Aber Hoffnung gibt es immer. Vielleicht auch hier... Nein, er würde hier nicht sterben, ganz sicher nicht. Plötzlich fasste ihn eine Hand an der Schulter, wenn auch nur sehr zaghaft. " Entschuldigen sie, Genosse..." Vortschek drehte sich um. Vor ihm stand ein junger etwas kleiner Matrose mit einem verwirrten Gesichtsausdruck, in dem der Mechaniker Angst sehen konnte. " Der Kapitän , nun ja... er ist aufgewacht." ,sagte dieser zögernd."Und? Konnte er sich an etwas erinnern? Weiß er was genau passiert ist?" "Das bezweifle ich - er hat mich gefragt was passiert sei, also...". Ein Navigator rief etwas durch den Raum:"Wir sind jetzt ganz oben! Wir sind jetzt an der Luft!"

"Sie kommen mit mir!", forderte Vortschek den Matrosen auf. " Und erzählen sie mir was genau in der Kajüte des Kapitäns vorgefallen ist." Vortschek begann, auf eine rot lackierte Stahlleiter zuzuschreiten. Im Vorbeigehen griff er sich einen Mantel, der an einem Haken an der Wand hing. "Sie sollten sich besser auch einen nehmen! Da draussen könnte es frisch werden..." Der Matrose schien erst nicht recht zu begreifen, doch nach einem Kurzen Augenblick, in dem er wie paralysiert dagestanden hatte, riss er sich einen Mantel von der Wand, und zog ihn sich umständlich an, während er Vortschek hinterherhastete.

Der Mechaniker stieg gerade die Stufen der Leiter hinauf, während während der Matrose ihm von unten zusah. Vortscheks nassgeschwitzten und mit Schmieröl befleckten Hände drehten an den Griffen einer Luke, die über ihm von der Decke hing. " Na dann erzählen sie mal..." sagte er, während er sich mit den Füßen in der Leiter festklemmte, da mit er besser stehen konnte. " Wie geht es unserem Genossen Kapitän? Was zur Hölle ist da überhaupt passiert?" Der junge Matrose erzählte ihm die Geschichte, wie er den Kapitän aufgefunden hatte, und von ihrem  kurzen Wortwechsel, der von  der heftigen Durchfahrt durchs Packeis schnell durchbrochen wurde. Danach hatte der Matrose den Kapitän auf sein Bett gehievt   und ihn dort halbwegs gut positioniert, damit er sich wieder erholen konnte und dann den Schiffsarzt verständigt..." Was haben sie da überhaupt gemacht?", fragte Vortschek, während er den quietschenden Griff weiter drehte. " Es sollten doch alle in ihren Kojen sein, während wir durchbrechen." " Dazu hatte ich nicht wirklich Zeit, ich hatte nun ja ... sagen wir getrödelt." Der Matrose wusste das er für dieses Geständnis Probleme kriegen konnte, aber irgendwie vertraute er dem Mechaniker. " Und als es dann soweit war, wollte ich in eine der leeren Offizierskabinen ausharren. Und dabei bin ich dem Kapitän begegnet..."

Vortschek schmunzelte. Nicht wissend, ob er das Lächeln erwidern sollte, stand das junge Besatzungsmitglied da und sah dem Mechaniker beim Öffnen des Austiegs zu. "Bereit für ein bisschen frische Luft?" fragte der nun, aber ohne auf eine Antwort zu warten riss er die Luke auf, und ein schneidend kalter Wind und helles Tageslicht strömten in den dunklen warmfeuchten U-Boot Schacht und kleine Schneeflocken fielen langsam hinterher. "Endlich raus aus diesem Loch..." sagte Vortschek mehr zu sich selbst. Er stieg weiter hinauf und der Matrose folgte ihm. Hinter ihnen stieg wie aus einem geöffneten Kochtopf Dampf in die eiskalte Arktische Luft."Wie heissen sie eigentlich?", fragte der Mechaniker, während er eine Sprosse nachder andern erklomm. "Bobrow..." antwortete der Matrose. " Lew Bobrow."

"Von ihrer Geschichte werd ich mich noch überzeugen müssen. Und sie," ,Vortschek drückte ihm ein Fernglas gegen die Brust, "bleiben hier oben und halten Wache."



Der Kapitän lag wieder in seiner Kajüte, doch diesmal nicht allein. Im Raum verteil waren, so gut es ging, noch zwei weitere Feldbetten aufgestellt worden. Auf ihnen lagen zwei Matrosen, der eine mit einer hässlichen Platzwunde am Wangenknochen. Seinen Nachbar hatte es schlimmer erwischt: Sein Arm hing in einer Schlaufe, und sein Gesicht hatte eine große Schramme.
In Abständen von etwa Fünf Minuten kam immer wieder der Schiffsarzt vorbei, Ein hagerer Mann mit glattem, Nachtdunklem Haar und einer Kondition, bei der man sich fragte, wie er es überhaupt durch die Ausbildung geschafft hat.
Er war sehr gestresst, und der Schweiss bildete kleine Perlen auf seiner Stirn. Die Schwarzen Harre klebten ihm am Schädel, und mit zitternden Händen nahm er eine Spritze.
Plötzlich vernahm der Arzt eine Art kratziges Räuspern, dass sich auf einmal zu einer Stimme formte:
"Was ist los? Sind wir sicher durchgebrochen?" Die Stimme holte Rasselnd Luft. "Ich- Ich konnte mich nicht rechtzeitig festhalten und ich-" Der Arzt sah ihm in die verschwollenen Augen. "Ja sie sind umgefallen! Was glauben sie denn, woher sie diese Verletzungen haben?"
"Aber- Aber was ist passiert? Wieso liege ich beim Kapitän?"
Der Arzt sah ihn entnervt an. Inzwischen hatte er dem ersten Patienten ein Injektion verabreicht. Der stöhnte und drehte sich auf die andere Seite.
"Wenn sie's unbedingt wissen wollen, Gennosse: Wir sind," Der Arzt holte eine neue Spritze heraus." ,beim Durchbruch,"er klopfte mit dem Fingernagel gegen die Nadel. "beschädigt worden." Er drückte seinem Kameraden die Nadel ins Fleisch. Der verzog das Gesicht. "Haben sie sich nicht so! Sie wollen doch keine Infektion, ist das richtig?" Er zog die Spritze heraus und verstaute sie in einer kleinen Tasche. " Der Reaktor ist beschädigt worden, und hier ist die Strahlendosis geringer." Der Arzt sah kurz zum Kapitän hinüber und verzog die Mine.Schläft wie ein Stein. "Und nehmen sie gefälligst diese Tabletten..." Er kramte eines Metalldose heraus, und stellte sie auf einen Abstelltisch. "Das ist Jod."


Vortschek schritt durch einen lagen Gang am Rand des Schiffes. Die Schritte auf den Gittern hallten durch das Boot. Hektisch eilte er in Richtung Brücke. Dort angekommen, wurde er bereits erwartet. " Wie lauten die Befehle, Herr Offizier?"
"Packen sie ihre Sachen zusammen, Genosse. Wir müssen auf alles vorbereitet sein."
"Jawohl Herr Offizier!" sagte er laut.
Wenigstens ein bisschen Diziplin war noch übrig geblieben...  "Das gilt für alle hier!"
Er ging weiter, marschierte direkt in Richtung der Kapitänskajüte, aus der gerade der Schiffsarzt trat. "Wie geht es ihm?"
"Soweit ganz gut." ,antwortete ihm der Mediziner.
"Was soll das heissen, "soweit ganz gut?" ist er nun wach oder nicht?!"
"Nein, er ist nicht wach! Er ist hingefallen, als wir durch gestoßen sind... Und jetzt ist er bewusstlos. Herr Offizier."
"Na toll."

« Letzte Änderung: 19. Mär 2013, 16:05 von Olmgrond »
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #19 am: 24. Aug 2012, 10:16 »
Ich finds gut , zwar nicht so gut wie der Prolog aber gut. Was ich aber komisch finde ist das keine höher gestellte Persönlichkeit wie ein Mechaniker an der Brücke ist , und das der Matrose seinem Kapitän nicht geholfen hat

Olmgrond

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #20 am: 24. Aug 2012, 14:42 »
Meinst du mir nicht geholfen den Teil während sie durchbrechen, oder danach, als der Kapitän bewusstlos ist?
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #21 am: 24. Aug 2012, 21:32 »
Als er wider wach ist wird er vom Matrosen kurz informiert und dann einfach stehen gelassen anstatt auf dir Brücke gebracht zu werden oder mit dem Mechaniker der gerade das Kommando hat in verbindung gesetzt wird

Olmgrond

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #22 am: 24. Aug 2012, 21:34 »
aber wenn er bewusstlos ist wäre es dann nicht besser ihn erstmal im Bett zu lassen?
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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #23 am: 25. Aug 2012, 09:11 »
Als er wider wach ist
bei bewusstlos seh ichs genauso da die ja wahrscheinlich keine Krankenstation habe.

Olmgrond

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Re:K-43 - Frost (Buchmanuskript zum Einlesen)
« Antwort #24 am: 19. Mär 2013, 15:48 »
Hab mir den zweiten Teil noch einmal durchgelesen und gesehen das da noch ziemlich viel dran zu machen ist. Das ist ja Teilweise mehr als grauenhaft, was Sprache und Grammatik angeht. Vielleicht sollte man doch nicht nachts um Halb 2 schreiben.
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