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Der Hobbit - Smaugs Einöde

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Whale Sharku:
Vexor, möchtest du diese negativen Dinge aus dem zweiten Trailer vielleicht nennen bzw. in Zusammenhang stellen? Ich wäre sehr interessiert. :)

Vexor:
@ Radagast der Musikalische

Versteh mich nicht falsch. Es gibt genau zwei Arten von schlechten Buchverfilmungen:
a) Welche die sich akribisch an die Vorlage halten und damit der Misere erlegen, dass Film und Buch zwei unterschiedliche Medien sind
b) Welche, die allerdings es nicht schaffen ein "Gefühl" (neudeutsch: Feeling) zu transportieren.

Für mich (und ich möchte an dieser Stelle sagen, dass da jedem seine eigene Meinung zu steht) gehört die bisherige(!) Hobbit-Verfilmung eindeutig in Kategorie b).

Jeder, der den Herr der Ringe gelesen hat, wird mir wohl zustimmen, dass die Filmvorlage und die Buchvorlage an vielen und entscheidenden Punkten auseinander geht.

Die Trennung von Film und Buch finde ich auch wichtig, aber wie ich in meinen ersten Beitrag dazu auch schon angedeutet habe, hat der Film auch für mich als einzeln betrachtetes Medium nicht glänzen können.
Er war mir zu wenig ernst, zu sehr animiert, hatte zu starke Längen, die einzelnen Protagonisten haben es kaum geschafft an Farbe und Eigenleben, die musikalische Inszenierung ließ für mich zu Wünschen übrig, etc. (Das alles natürlich Punkte, die für mich vor allem im Vergleich zum Herr der Ringe gewertet werden müssen).
Ich sagte ja auch damals bei meiner sehr ausführlichen und detaillierten Kritik zum Hobbit, dass mir der Film nicht nur als Buchverfilmung, sondern auch als isoliert betrachteter Film nicht gefallen hat.

@Dunkle's Maw

Für mich ist es die viel zu starke und in meinen Augen unpassende Inszenierung der Düsterwaldelben (Rüstungen, Atmosphäre, Bewegungen, etc.)
Ebenso spricht mich wieder einmal die stark CGI-lastige Machart des Filmes nicht an.
Die teilweise gravierenden Unterschiede zur Buchvorlage (das ergibt sich jetzt zwar nicht nur aus dem Trailer, spielt aber dennoch mit hinein, wenn ich die Beorn- oder Fässerszene sehe).
Die anscheinend (zumindest, wenn es nach Trailerzeit geht) wichtige Rolle einer Tauriel und eines Legolas' (die im Buch gar nicht vorkommen, aber mehr Platz einnehmen als die vergleichsweise blassen Zwerge).
Das wärs so auf die Schnelle mal zusammengefasst.
----
Bevor dann alle wieder auf mich losgehen. Kann auch sein, dass der Film mich dann eines bessere belehrt, aber diese optimistische Haltung hatte ich auch schon beim ersten Film und sie wurde leider enttäuscht.

Es ist ja auch nicht so, dass es eine unumgängliche Anforderung eines Forenmitgliedes hier wäre eine Hobbitverfilmung zu mögen, oder?

Eandril:
Ich kann mich Vexor da in ziemlich vielen Punkten anschließen, z.B. gefällt mir der Fokus auf die Elben in diesem Trailer überhaupt nicht. Man weiß zwar noch nicht, wie es im Film dann letzten Endes sein wird, und Änderungen zur Buchvorlage stören mich, wenn sie gut gemacht und logisch sind, auch nicht, aber manches geht echt zu weit. Der Hobbit gefällt mir als Film (bislang) übrigens deutlich besser als als Bucht, weil ich dieses einfach langweilig, albern und teilweise (sorry J.R.R) schlecht geschrieben finde. Man merkt dem Buch einfach an, dass Tolkien kein Kinderbuchschreiber war, da hätte er sich eher auf die weitere Ausgestaltung seiner Mythologie konzentrieren sollen. Aber ich schweife ab.

Zum Punkt CGI: Nimmt für mich auch ein bisschen sehr überhand, und irgendwie wirken die Trailer bislang wie eine gewaltige Technik-Demo, mit der man mal zeigen will, was man am Computer so alles machen kann. Das schlimme daran: Es sieht nicht wirklich echt aus. Ich habe neulich den Anfang des ersten Teils nochmal gesehen, und schon da fand ich die Zwerge (auch Thorin, Thrór und Balin) sehr künstlich aussehend. Da sah der HdR irgendwie realistischer aus...

Achja, es gibt aber gewisse Storyänderungen, die kann ich im Augenblick nicht gutheißen, will sich der Sinn mir nicht erschließt: Das wären zum Beispiel Beorns Angriff auf die Zwerge (gut, so wie im Buch möchte ich es auch nicht, aber muss man die Szene denn komplett umkrempeln, um ein bisschen Spannung zu erzeugen?), und das erneute Auftauchen Azogs. Den fand ich schon im ersten Teil komplett überflüssig, und man merkte ihm richtig an, dass er nur dabei ist, um einen direkten Gegenspieler zu haben, da Smaug und Sauron (noch) nur am Rande vorkommen, und auch nicht direkt gegen die Protagonisten vorgehen. Da sich dass im zweiten Teil ändern wird, hoffe ich ganz stark, dass Azog spätestens im Düsterwald endlich mal den Löffel abgibt. (Ich schweife übrigens schon wieder ab)

Legolas' Auftauchen ist für mich übrigens keine Storyänderung im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Ergänzung, und stört mich auch soweit noch nicht. Das gleiche gilt für Tauriel, auch wenn sich bei ihr wieder die Frage nach dem Sinn ihres Auftauchens stellt. Aber stören werden die beiden mich erst, wenn der Fokus des Films (und sei es nur zeitweise) eher auf den Elben als auf den Zwergen, Bilbo und Gandalf sind.

Letzten Endes ist das bei mir aber alles Kritik auf hohem Niveau, denn der erste Teil hat mich trotz aller Schwächen bestens unterhalten (auch wenn er kein Meisterwerk wie der HdR ist, aber das hatte ich ehrlich gesagt auch nie erwartet), und bislang sehe ich keinen Grund, warum der zweite Teil das nicht ebenso tun sollte.

Elendils Cousin 3. Grades:

--- Zitat ---Es ist ja auch nicht so, dass es eine unumgängliche Anforderung eines Forenmitgliedes hier wäre eine Hobbitverfilmung zu mögen, oder?
--- Ende Zitat ---
Sicherlich nicht, sonst hätten wir vermutlich einige Mitglieder weniger unter uns^^

Für mich ist der größte Kritikpunkt die schon angesprochene übermäßige Nutzung von CGI. Schon im ersten Film hat es mich gestört, im zweiten wird das, nach den bisherigen Trailern zu urteilen, nicht anders sein. Star Wars (weiter oben erwähnt) ist für mich ein ziemlich passender Vergleich; den alten Filmen sieht man ihr Alter auch an, trotzdem sind sie mMn um Welten besser als die neuen, die hauptsächlich durch Lichtschwertduelle glänzen - und mehr nicht. In den alten Filmen gab es immer mal wieder absolute Gänsehautmomente, die ich von Episode I-III nicht hatte, da mir alles zu künstlich vorkam.
 
Um den Bogen zu PJ und HdR - Hobbit zu schlagen, wo es mir ähnlich geht: Auch die alten HdR-Filme haben nicht durch wahnsinnig abgespacte Spezialeffekte geglänzt (obwohl die fliegenden Nazgul schon ganz cool sind), aber eine wesentlich dichtere Atmosphäre vermittelt. Die hat man aber durch tolle Masken und Settings erreicht. Das Filmen draußen auf dem Feld zahlt sich dann eben im Vergleich zu einem Greenscreen aus, wie man beim Hobbit sieht. Wenn schon bei der Darstellung der Landschaft klar wird, dass hier Computer am Werk sind, geht für mich auch der Rest erstmal den Bach runter.


Zum ganzen anderen Kram, z.B. Tauriel: Bislang kann sie sowohl eine Quotenfrau als auch eine Hauptrolle sein, wir können also nur spekulieren. Wartet den Film erstmal ab, dann können wir sie immer noch in Grund und Boden schimpfen^^
Und was Legolas betrifft, denke ich auch, dass er aufgrund seiner hohen Bekannheit beim Publikum diese hohe Präsenz in den Trailern erhält. Man will ja so viele Zuschauer ins Kino locken wie irgend möglich.

Eandril:

--- Zitat von: Elendils Cousin 3. Grades am  2. Okt 2013, 21:01 ---Und was Legolas betrifft, denke ich auch, dass er aufgrund seiner hohen Bekannheit beim Publikum diese hohe Präsenz in den Trailern erhält. Man will ja so viele Zuschauer ins Kino locken wie irgend möglich.

--- Ende Zitat ---

Das vermute ich auch, und es wird wohl auch ein (Mit-)Grund für das Auftauchen von Frodo, dem alten Bilbo, Saruman und Galadriel im ersten Teil gewesen sein.

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