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Autor Thema: Nordgrenze Lóriens / Furt der Nimrodel  (Gelesen 4289 mal)

Eandril

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Nordgrenze Lóriens / Furt der Nimrodel
« am: 17. Feb 2013, 10:09 »
Oronêl und Celebithiel aus Caras Galadhon


Als Oronêl und Celebithiel die nördliche Grenze des Waldes erreichten, war die Sonne bereits aufgegangen.
An der Furt der Nimrodel herrschte rege, nahezu hektische Betriebsamkeit. Überall waren Elben damit beschäftigt, Barrikaden an der Furt zu errichten, oder behelfsmäßige Flets in den Bäumen zu befestigen, auf denen sich Bogenschützen postieren konnten. Trotz der Betriebsamkeit war Oronêl ein wenig überrascht, denn er hatte fast erwartet, mitten in eine Schlacht zu geraten.

"Oronêl, Celebithiel!", hörte er eine ihm bekannt vorkommende Stimme rufen, und tatsächlich kam ihnen Orophin mit einigen Grenzwächtern entgegen. "Es ist gut, dass ihr hier seid. Faendir und Antien werden ebenfalls bald eintreffen, aber was ist mit Amrûn? Wo ist er?"
"Amrûn... wird nach Westen fahren. Er wird nicht kommen.", brachte Oronêl mühsam heraus. Auf Orophins Gesicht zeichnete sich Betroffenheit ab. "Nun, dann wird unsere Aufgabe noch schwerer, als sie eigentlich schon ist. Auch von König Thranduil und der Herrin Galadriel haben wir noch nichts gehört, seit wir die Vorhut von Sarumans Heer entdeckt und die Hörner geblasen haben. Ich fürchte, viele werden nicht kommen, und wir werden nicht standhalten können."
"Es gibt noch immer Hoffnung", meinte Celebithiel, "doch sie wird immer schwächer."
"Oh, seht nur.", sagte Orophin plötzlich, "da kommt deine Tochter, Oronêl."

Oronêl fuhr herum und tatsächlich: Unter den Bäumen kam eine Schar Elben heran, mit Mithrellas an der Spitze und Ladion neben ihr. Er lief ihr entgegen, fasste sie an der Hand und fragte: "Was tust du hier? Es ist nicht sicher, hier zu sein!"
Sie schüttelte seine Hand ab und erwiderte: "Ich tue das selbe wie du. Ich werde um meine Heimat kämpfen und notfalls für sie sterben."
"Nein, ich bitte dich, tu mir das nicht an. Wenn ich heute hier fallen sollte, werde ich mit dem Gedanken sterben, dass du in Sicherheit bist. Ich möchte dich schützen!"
"Aber auch ich möchte meinen Teil zur Verteidigung dieses Landes leiste, Vater. Ich kann gut genug mit dem Bogen umgehen, um in der Schlacht von Nutzen zu sein!"
"Daran zweifle ich nicht, aber...", meinte Oronêl, wurde aber von Radagast, der plötzlich hinter einem Baum hervortrat, unterbrochen.
"Dein Vater hat Recht, Mithrellas. Es gibt einen Ort, an dem du mehr bewirken kannst. Geh nach Caras Galadhon, und überzeuge alle, die noch dort sind und keine Krieger sind, ihre Stadt zu verlassen und nach Süden zu fliehen, fort von Sarumans Horden, denn ich fürchte, wir werden ihn hier nicht aufhalten können."
Er hob die Stimme und fuhr fort: "Doch verzweifelt nicht, Elben des Goldenen Waldes, obwohl Saruman übermächtig erscheint. Noch mehr werden hierher kommen, und dann können wir Sarumans Horden aufhalten."
« Letzte Änderung: 22. Feb 2018, 18:04 von Fine »

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Re:Nordgrenze Lóriens/ Furt des Nimrodel
« Antwort #1 am: 3. Mär 2013, 11:24 »
Celebithiels zierliche Hände tauchten tief in das klärende Wasser Nimrodels. Als die Tropfen ihr Gesicht benetzten fuhr eine starke Woge der Wehmut durch ihren Körper.

So ist er gekommen…der Tag an dem uns der Mut verlässt? An dem alles Schöne in Mittelerde zu Grunde geht und wir uns vor lauter Schmach und Schande in die hintersten Winkel dieser Welt zurückziehen müssen?

Der Wald lag in vollkommener Stille. Die Reinheit des Waldes schmerzte sie. Wie würde es sein, wenn Saruman und seine Schergen hier einfallen würden? Wenn die Frühjahrsblumen verwelken und die Bäume verdorren und die faulige Hand des Todes nach dem Herz des goldenen Waldes greifen wird.
Sie seufzte, während sie sich auf einem Stein niederließ und anfing ihr rotblondes Haar zu flechten. Die Abendsonne fiel wie ein Wasserfall durch die hohen Wipfel und tauchte den Quellfluss in schimmerndes Gold. Etwas blendete ihre smaragdenen Augen und sie erkannte Narya, leuchtend rot um ihren Hals. Ein schweres Lächeln huschte über ihre Lippen als sie an Gandalf dachte, der in Sicherheit bei Tom und Goldbeere im Alten Wald verweilte.

„Oh Celebithiel…silbergekrönte Elbenmaid…so nennt man dich jetzt nicht wahr?“, vernahm die Elbe den grausamen Hauch einer vertrauten Stimme. „Es war Gandalf Graurock, der dir diesen Namen gab, oder irre ich mich da?“
Das Mark gefror ihr in den Knochen ehe sie erkannte, wer da zu ihr sprach. Von einem eisigen Wind aus dem Westen wurden seine Worte getragen. Voller Hohn und Verachtung, wie an dem Tag in Isengart, als er Gandalf überfiel und zu alter Macht fand.
„Saru-man…?“, hauchte sie atemlos. Ein bellendes Lachen durchzog den frühen Abend und es schien fast so, als würde sich die Sonne vor Angst zurückziehen, denn Celebithiel saß nun in Dunkelheit.
„Flieh du wunderschöne Elbe! Flieh und rette dein bedauernswertes Leben…wen hast du denn noch? Mithrandir ist nur noch ein kriechender Schatten seiner selbst, der edle Heerführer Glorfindel wird bald das Schicksal aller Lebewesen Mittelerdes teilen…ebenso die vermaledeite Herrin des goldenes Waldes…sie wird mit ihren geliebten Wäldern brennen!“
Wieder dieses Bellen, welches Celebithiels Ohren quälte. Dennoch verließ sie nicht der Mut und instinktiv umklammerte sie Narya.
„Was willst du Saruman? Rache? Rache für deinen Verrat an deinem Auftrag? Verrat an der Welt, die zu beschützen geschworen hattest? Wirst du in diesem Leben nicht mehr für deine Taten zur Rechenschaft gezogen, so werden es die großen Herren in Valinor am Ende aller Zeiten für uns tun! Schon einmal wurdest du besiegt…es wird uns wieder gelingen! Wer von der Vergangenheit nicht lernt, muss verdammt sein sie zu wiederholen.“
Einen Moment schwieg der Wind und kein Lüftchen regte sich. Celebithiel war allein mit ihrem Herzschlag. Allein mit sich und dem Schall der Worte, der noch durch ihren Kopf geisterte.
„Dann sollst du verdammt sein, wie die anderen!“



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Eandril

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Die Stimme
« Antwort #2 am: 17. Mär 2013, 15:21 »
Der Abend brach an, und die letzten goldenen Sonnenstrahlen berührten die Baumwipfel des Goldenen Waldes, als Oronêl eine Bewegung auf einer entfernten Hügelkuppe in Richtung des Tors von Moria zu sehen glaubte.
Und tatsächlich: Auf der Kuppe stand plötzlich, wie aus dem Boden gewachsen, eine weiße Gestalt, die auf einen Stab gestützt auf die Verteidiger Lothlóriens hinunter blickte.
"Saruman...", flüsterte Oronêl. Niemand außer ihm schien die Gestalt bemerkt zu haben, denn niemand blickte in ihre Richtung.
"Oronêl Galion...", flüsterte eine Stimme. Er fuhr herum, doch da war niemand. "Ich habe schon einiges von dir gehört... Einen Nazgûl zu vernichten ist eine große Tat. Deine Familie muss stolz auf dich sein... wir wollen doch hoffen das ihnen nichts zustößt!"
"Du kannst mir nicht drohen, Saruman! Sie alle sind außerhalb deiner Richweite.", stieß er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
"Bist du dir da so sicher?" Ein höhnisches Lachen. Die Sonne verschwand endgültig hinter den kalten, gleichgültigen Gipfel des Nebelgebirges. "Mein Arm reicht weiter, als du dir vorstellen kannst, kleiner Elb."

Und plötzlich waren die Hänge im Nordwesten schwarz von Gestalten, an ihrer Spitze der weiße Zauberer. Nun hatten auch die anderen Verteidiger die Ankunft ihres Feindes bemerkt, und doch rührten sich die wenigsten.
"Sieh meine Macht, Oronêl Galion von Lórien! Was könnt ihr dagegen aufbieten?"
Oronêl wollte antworten, wollte widersprechen, doch die Worte kamen nicht über seine Lippen.
"Warum müssen wir gegeneinander kämpfen, wenn ihr doch nicht siegen könnt? Wir haben einen gemeinsamen Feind: Sauron ist der wahre Feind, den wir zusammen bekämpfen sollten. Und das ist noch immer möglich, denn ich bin gnädig, auch jenen gegenüber, die sich mir widersetzen wollen.
Komm zu mir, Oronêl, dann werde ich das Leben deiner Tochter verschonen, und wir können gemeinsam kämpfen."
Die Worte erschienen Oronêl so klug und weise... er musste darauf hören, es war das richtige. Er machte einen Schritt vorwärts, und noch einen, und noch einen... Orophin blickte ihn verwundert an, als er an ihm vorbeikam... und dann fasste ihn jemand am Arm.
Er fuhr herum und wollte die Hand abschütteln, und er blickte Celebithiel kurz ins Gesicht.

Sie sollte mit mir kommen, dann wird auch sie überleben... Sie müssen alle mit mir kommen.

Er wollte etwas sagen, doch sie berührte seine Hand mit dem Ring den sie an einer Kette um den Hals trug, und plötzlich lichtete sich der Nebel in seinem Geist.
"Besser?", fragte sie nur, und er konnte nur nicken.

So leicht lässt man sich verführen... niemals hätte er Lórien verschont!

Oronêl wandte sich der feindlichen Armee zu. "Nun, Freund Oronêl? Was ist nun?", fragte die samtweiche Stimme wieder, doch plötzlich erschien sie ihm widerlich, wie Gift das zäh von der Spitze eines Dolches troff.
"Ich werde nicht kommen.", sagte er leise, "Und wenn ich dafür sterben muss: Ich werde mich dir niemals beugen!"
"Dann muss es wohl so sein, Oronêl Galion. Sei verdammt, und alles, was du liebst mit dir!"
Die weiße Gestalt hob ihren Stab, und die Armee der schwarzen Gestalten begann sich zu bewegen. Langsam, aber unaufhaltsam marschierte Sarumans Armee dem Saum des Goldenen Waldes entgegen.

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Wie eine schwarze Flut
« Antwort #3 am: 28. Mär 2013, 09:54 »
Als der weiße Zauberer das Zeichen zum Vorrücken gab, kam plötzlich wieder Bewegung in die an der Furt versammelten Elben. Die Bogenschützen namen ihre Plätze auf den Flets auf den Bäumen am Flussufer ein, und die Nahkämpfer, von denen es nach Oronêls Meinung viel zu wenige gab, bildeten eine Reihe entlang der Furt.
Sarumans Horden verschwanden hinter einer Kuppe, nur um sofort wieder an ihrer Spitze zu erscheinen.
Oronêl packte Hatholdôr, die immer noch an seinem Gürtel befestigt war, und musste einen leichten Schwindel bekämpfen.
Es geschieht tatsächlich... Saruman greift den Goldenen Wald an.
Er spürte seine Hände feucht werden, und wandte sich noch einmal an Celebithiel, die neben ihm stand. "Ich bin froh, dass du hier bist.", sagte er. "Ich wünschte nur... ich wünschte nur Amrûn wäre auch noch bei uns." Sie lächelte ihn traurig an und erwiderte: "Ich ebenso, aber Amrûn hat seinen Weg gewählt. Eines Tages werden wir ihn wiedersehen, spätestens in Valinor."
"Und das tröstet mich. Dort werde ich sie eines Tages alle wiedersehen. Amdír, Amroth, meine Eltern, Calenwen, Amrûn... Deshalb habe ich keine Angst mehr, in dieser Schlacht zu fallen, zumindest nicht um mich selbst, denn ich fürchte eher um Lórinand... Lórien."
Sarumans Horde war nun nicht mehr weit entfernt, und inzwischen konnte man die Laute, die die Orks von sich gaben, hören.
Oronêl sah sich um, und stellte fest, dass sich inzwischen auch der blaue Zauberer Pallando zu der Schar der Verteidiger gesellt hatte. Dafür war Radagast verschwunden, und Oronêl glaubte auch zu wissen, warum: Radagast war nicht für eine Schlacht geschaffen, er war eher ein weiser Ratgeber und Freund der Natur, kein Krieger. Doch als er wieder auf die andere Seite der Furt blickte, sah er, dass Radagast ihnen doch noch einen Schutz hinterlassen hatte: Dort war der Boden von verschlungenen Ranken, die mit langen Spitzen Dornen besetzt waren, bedeckt.
Das würde Sarumans Orks zwar nicht lange aufhalten, aber es würde ihren Vormarsch verlangsamen, und so den Bogenschützen mehr Zeit zum schießen geben.
"Danke, Radagast.", flüsterte er leise.
Dann erreichte der Feind den letzten Hügel vor dem Rand das Waldes, und schon strömten die Orks wie eine unaufhaltsame schwarze Flut den letzten Abhang hinunter.

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Re:Nordgrenze Lóriens/ Furt des Nimrodel
« Antwort #4 am: 29. Mär 2013, 14:07 »
Celebithiels blaue Augen huschten durch die Reihen der Elben, welche zitternd ihr hölzernen Bögen mit den filigranen Verzierungen hielten. Sie sah, wie die weichen Lippen ihrer Landsmänner bebten im Angesicht der schwarzen Woge, die auf sie nieder preschte wie ein verheerendes Gewitter.
Sie haben den Mut verloren. Die Angst lähmt sie. Die Angst lähmt uns alle. Die Angst lähmt mich!

Um ihren Hals baumelte das Schmuckstück, in welchem das Licht Telperions gefangen war! Dem Licht des heiligen Baumes Valinors und schmerzhaft stach es ihr in die Brust, dass das Gegenstück - Laurelin - nicht da war. Es zierte Amrûns Hals, welcher ihnen nicht in die Schlacht gefolgt war.
Oronêl hatte sein Schwert bereits gezogen und erwartungsvoll blickte er sie an. Jeder suchte ihren Blick. Den Blick nach der Hoffnungsträgern. Der Hüterin eines der drei Elbenringe.
Doch wer bin ich? Ich bin niemand anderes als ihr! Nicht mehr oder weniger wert...

Die knorrige Hand des blauen Zauberers bohrte sich um ihre Schulter und sie blickte in die emotionslosen Augen Pallandos.
"Saruman, dieser Teufel..", murmelte er, während er Stab und Schwert zückte und Celebithiel wortlos aufforderte es ihr gleich zu tun.
Noch immer zitterte ihre Hand. Zitterte vor dem Schwert, welches ihr von Glorfindel ihrem Verlobten gegeben worden war.
Doch dann war auf einmal alles ganz klar, so als hätte man einen Schleier von ihrem Gesicht genommen und das Leuchten Naryas an ihrem Finger, erfüllte sie selbst mit Mut.

"So kommt meine Brüder und Schwestern! Verteidigen wir erneut dies goldene Land! Lassen wir Sarumans verpestete Stimme nie wieder in unseren heiligen Stätten erklingen!"
Voller Zorn zückte sie das rubinbesetzte Schwert und fast von selbst suchte es sich sein Ziel und spaltete den Kopf des erstbesten Orks, welcher mit gelbstichigen, scharfen Zähnen auf sie zu gerannt gekommen war.

Die Schlacht um das Schicksal Lóriens hatte begonnen.


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Eandril

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Alte Freunde (oder Feinde)
« Antwort #5 am: 30. Mär 2013, 11:53 »
Sarumans Armee brach über die Verteidiger Lóriens herein. Die Wucht des Angriffs war trotz des Dornengestrüpps vor der Furt und des Pfeilhagels, der von den Bäumen auf die Orks niederging und viele tötete, gewaltig. Trotzdem wankte die Schlachtreihe der Elben noch nicht.

Oronêls Axt fuhr hoch und grub sich in die Kehle eines heranstürmenden Orks. Er befreite die Waffe mit einem Ruck und sah sich sofort dem nächsten Gegner gegenüber, dem er das hässliche Schwert aus der Hand prellte und dann den Schädel spaltete. Er kämpfte ruhig und entschlossen, denn er wusste, wenn sein Zorn und sein Hass auf die Orks ihn überwältigten, würde er unvorsichtig werden.
Immer mehr Orks fielen den Klingen und Pfeilen der Verteidiger zum Opfer, doch für jeden der fiel, schienen zwei nachzukommen, und auch die ersten der leicht gerüsteten Elben wurden überwältigt und getötet.

Die Bogenschützen in den Bäumen schossen mit unverminderter Schnelligkeit und Genauigkeit, und hielten so viele Orks von der Verteidigungslinie fern. Aber ein wenig entfernt, gerade außerhalb der Reichweite er Elben, begannen sich viele Orkbogenschützen zu sammeln. Oronêl hätte die Bogenschützen gerne gewarnt, doch er war vollauf damit beschäftigt, am Leben zu bleiben.



Oronêl schickte einen weiteren Orks zu Boden, als ihn plötzlich ein Orkschwert von der Seite nur um Millimeter verfehlte. Verwirrt fuhr er herum, und stellte entsetzt fest, dass sich die Linie der Verteidiger auf der linken Seite aufgelöst hatte, und die Orks nun teilweise durch das heillose Getümmel brachen.
Oronêl zog dem Ork, der ihn von der Seite attackiert hatte, die Klinge seiner Axt durch das Gesicht, und sprang dann über den Fallenden, um so schnell wie möglich die Durchbruchstelle zu erreichen.

Doch auf einmal stand ihm eine Gestalt im Weg, gebeugt wie ein Ork, aber doch eindeutig nicht von orkischer Gestalt. Erstaunt ließ Oronêl die Axt für einen Moment sinken, und sein Gegenüber hob den Kopf und sah ihm in die Augen. Er kannte dieses Gesicht...

Es war noch früh am Morgen, Amdír wurde zum Fürsten von Lórinand ernannt, seine bester Freund und Vetter Oronêl an seiner Seite, auf der anderen... Laedor, Stolz aber auch Neid im Blick...

"Laedor...", entfuhr es Oronêl kaum hörbar. "Was tust du hier?"
"Ich kehre heim, Oronêl Galion.", erwiderte Laedor mit einer Stimme, die nichts mehr mit der des Elben von einst zu tun hatte. Die Schlacht um sie herum schien vergessen, und die Orks schienen einen Bogen um Laedor zu machen. "Und ich nehme Rache."
"Rache? Aber wofür, Laedor? Und an wem?", fragte Oronêl.
"An dir, Oronêl. Und an dieser Noldor-Schlampe Galadriel. Und an deiner Tochter. Und an diesem Land. Und wofür? Für die ungezählten Demütigungen, die ihr alle mir zugefügt habt."
Ein Ork stürmte schreiend und mit erhobener Waffe auf Oronêl zu. Seine Arm hing nutzlos herab, und er wusste, er würde es nicht rechtzeitig schaffen, als Laedors  Schwert plötzlich hochzuckte und dem Ork das Bein abtrennte. Beinahe achtlos stieß er die Waffe dem stürzenden Ork in den Rücken und wandte währenddessen seinen Blick nicht von Oronêl ab.

"Aber wie du siehst, ist nicht die Zeit dir alles zu erklären. Ich werde mein Werk fortsetzen, und dir nachher alles erklären... und mich an deiner Trauer weiden. Und dann Oronêl... dann werde ich dich töten."
Das Schwert fuhr nach vorne, doch diesmal war Oronêl wachsam. Es gelang ihm, den Stoß abzulenken, indem er seine Axt mit nahe der Klinge und am Ende des Stiels packte und Laedors Schwert mit dem Stiel nach oben ablenkte. Dabei machten sie beide einen Schritt vorwärts, und plötzlich standen sie praktisch Nase an Nase. Nun war Laedor wieder im Vorteil, denn er hatte im Gegensatz zu Oronêl eine Hand frei, und mit dieser versetzte er Oronêl einen so harten Schlag gegen die Brust, dass diesem der Atem wegblieb und er nach hinten geschleudert wurde. Seine Axt entglitt seinen Fingern, und als Laedor mit dem Schwert in der Hand über ihm stand, war er völlig schutzlos.

"Und nun nehme ich dich mit, Freund Oronêl!"

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Thorondor the Eagle

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Re:Nordgrenze Lóriens/ Furt des Nimrodel
« Antwort #6 am: 6. Apr 2013, 15:35 »
Amrûn aus Caras Galadhon


Amrûn fühlte nicht dasselbe wie beim letzten Mal. Als er in die Schlacht um Dol Amroth zog, war er mutig und furchtlos. Doch jetzt fühlte sich jeder Schritt schwer an, als würde ihm ein Block aus Stein davon abhalten an die Front zu ziehen.

Was wenn es wie in Edoras ist, wenn wir siegen, aber Lothlorien dafür für immer vernichtet wird? Dann bleibt uns allen nur noch der Westen.


Bei dem Gedanken an Valinor erinnerte er sich plötzlich an die Kette an seinem Hals. Behutsam zog er sie unter dem Harnisch hervor. Plötzlich hörte der Elb in der Ferne das Kampfgeschrei der Orks und die Hörner der Elben. Und in diesem Moment versuchte Amrûn all seine Besorgnis abzuschütteln. Seine Augen fixierten das schwache Licht Laurelins und es ließ ihn das Gewicht der Welt vergessen. Amrûn hatte nicht viel Zeit.



Von Norden her näherte er sich der Kampflinie der Elben. Tapfer sah er sie für das Reich kämpfen. Es waren viel mehr als Amrûn erwartet hatte. Die Bogenschützen schossen aus den blickdichten Kronen der Bäume und die Grenzwächter verteidigten die Bodenlinie. Und da, inmitten der kämpfenden Elben war Celebithiel. Vehement schlug sie mit ihrer Klinge auf die verhassten Feinde ein. Sie hatte schon einmal einen wertvollen Schatz aus Lothlorien verloren und nun verlor sie auch noch dessen und auch ihre Heimat – Celebrian war ihre Ziehmutter.

Es war für den Elben selbstverständlich, dass er zu ihr rannte um sie zu unterstützen und just, als würde sie spüren das Amrûn da war, trat sie hinter die sichere Linie um sich einen Moment zu regenerieren. Die Elbe schnaufte heftig und stützte sich mit den Händen auf ihre Knie.
„Brauchst du hilfe?“, fragte Amrûn hektisch aber ein wenig veschmitzt.
Noch ehe sie ihn richtig gesehen hatte, fiel sie ihm um den Hals: „Gut das du da bist“, keuchte sie.
„Wie sieht die Lage aus?“
„Südlich von hier haben sie die Verteidigunglinie durchbrochen. Ich muss dort hin. Hier halten wir stand.“
„Nein! Bleib du hier, ich gehe dahin.“
Sie nickte nur: „Stets kämpfen wir Seite an Seite. Wann soll das Enden?“
„Wenn alle Kriege geschlagen sind“, antwortete Amrûn, strich mit seiner Hand über Celebithiels Wange und lief los Richtung Süden.

Als er wenige duzent Meter hinter sich und Celebithiel gebracht hatte, traf er auf den ersten, vereinzelten Ork. Das Schwert hielt er bereits fest in der Hand und stach ohne skrupel auf den Feind ein. Je weiter er lief umso öfter kam dies vor, doch hatte er im Vergleich zu seinen Gegner noch ausreichend Energie. Abrupt stoppte der Elb als er vor einem Trümmerhaufen der Verteidigungslinie stand. Ein Bogenschütze fiel von einem Flet herab, seine Brust war von einem Bolzen durchbohrt.

Unzählig Orks liefen zwischen den eng beisammenstehnden Stämmen hindurch in Richtung Landesinnere. Die Elben ließen sich immer weiter zurückdrängen. Sein Brustkorb hob und senkte sich rasant. Amrûn schrie laut auf und rannte in das feindliche Getümmel. Zwei Orks nahmen die Herausforderung gleich an und stürmten auf ihn los. Er hielt sich links, stach die Klinge seines Schwertes in die Hüfte des Gegners, wich dem Gegenschlag aus und mit einem zweiten Hieb hackte er auf den zweiten Ork ein. Er stand nun inmitten der feindlichen Linie und konnte nur nach hinten, über die Leichen der Erlegten zurück weichen.

Amrûn sprintete ein Stück in Richtung Nimrodel und da, plötzlich erkannte er im Augenwinkel unweit des Ufers entfernt einen Elben der auf einen seiner eigenen Leute losging.
„Nein“, hauchte Amrûn und stürzte auf ihn hin.
Die Überraschung war ihm ins Gesicht geschrieben, als Amrûn mit voller Wucht auf die drohende Klinge des Fremden einschlug. Funken sprangen in alle Richtungen.

Der unbekannte Elb trat einen Schritt zurück, brauchte einen kurzen Moment um sich zu fangen. In dem Atemzug erkannte Amrûn die Axt seines Freundes im Gras. Er sah, dass es Oronel war der beinahe ermordet worden wäre. Kaum hatte sich der Fremde wieder gefangen, erwiderte er die Schwerthiebe. Sein Klinge preschte auf den Elben ein, doch dieser konnte gut parieren. Immer wieder musste Amrûn ausweichen indem er sich duckte oder zur Seite sprang, denn ein Schild konnte er nicht halten. Er spürte die schleichende Erschöpfung im Kampf gegen diesen ebenbürtigen Gegner.

Doch plötzlich und ohne Grund hörten seine Schläge auf. Er zog sich zurück. Amrûn folgte ihm nicht, da er diesen Zweikampf nicht gewinnen konnte. Erst als er sich umdrehte und Oronel sah, wie er kampfbereit mit der Axt in der Hand da stand, wusste er warum der Fremde geflohen war. Einen Kampf gegen zwei Verbündete hätter er nicht gewinnen können.


Celebithiel nach Caras Galadhon
« Letzte Änderung: 15. Feb 2016, 10:37 von Fine »
2. Char Elea ist bei der Ratsversammlung von Aldburg


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Überraschungsangriff
« Antwort #7 am: 26. Apr 2013, 15:23 »
Als Oronêl wieder auf die Füße kam, plötzlich von seinem Feind befreit, war er für einen Augenblick orientierungslos. Doch dann sah er, nur wenige Meter entfernt, wie Amrûn gegen Laedor kämpfte, und er packte seine Axt fester, und wollte Amrûn zu Hilfe kommen, als der Verräter Laedor plötzlich zurückwich, und in den Reihen der Feinde verschwand.
Als Amrûn sich umwandte, nickte Oronêl ihm lediglich dankbar zu, denn er hatte keine Zeit, seiner Freude, Dankbarkeit und Überraschung ob des plötzlichen Escheinen seines Freundes besser Ausdruck zu verleihen, denn schon waren die nächsten Orks heran, und der Kampf umschloss ihn erneut.



Er trieb die Axt tief in den Schädel des letzten Orks, dann ließ der die Waffe für einen Augenblick sinken und atmete tief durch. Der Geruch des Waldes wurde allmählich vom Gestank der Schlacht überwältig, doch er war noch immer spürbar. Die Elben hatten es geschafft, ihre linke Flanke erneut zu schließen, und auch die letzten Orks, die noch hinter ihren Linien gewesen waren, lagen nun tot am Boden. Gerade als Oronêl sich wieder in die Schlachtreihe einreihen wollte, rief jemand seinen Namen.
Er wandte sich um, und sah Rúmil, der aus östlicher Richtung auf das Schlachtfeld zu rannte. Als Rúmil ihn erreicht hatte, blieb er stehe und rang kurz nach Atem.

"Oronêl... Orks im Wald! Ein großer Trupp Orks ist aus dem Anduin-Tal in Lórien einmarschiert, wir waren dort zu wenige um sie aufzuhalten!"

"Sie werden uns in den Rücken fallen!", meinte Oronêl entsetzt. "Nein," erwiderte Rúmil, "sie kommen nicht hierher. Sie marschieren nach Süden."

"... nach Caras Galadhon.", meinte Oronêl leise. Ihm schwante Böses.

"Ja. Die Stadt ist so gut wie nicht verteidigt. Oronêl, Caras Galadhon ist das Herz Lóriens, wenn es fällt, wird jeder Sieg, der hier errungen werden kann, nutzlos sein. Und alle Führer der freien Völker, die Macht im Anduintal haben, sind dort: Galadril, Thranduil, Grimbeorn, und der Zwergenkönig Thorin! Sarumans Orks werden sie gefangen nehmen oder sogar töten."

"Und das darf nicht geschehen. Wir müssen diese Orks irgendwie aufhalten."

"Wir müssen alle Elben Lóriens in Caras Galadhon versammeln! Du musst mir helfen, alle müssen sich aus dieser Schlacht zurück ziehen!"

"Nein!" Oronêl packte Rúmil am Arm. "Das geht nicht, die Orks würden uns niedermetzeln, wenn wir uns jetzt zurückziehen. Wir halten nur aus, weil wir eine gute Verteidigungsposition haben. Ich werde versuchen, einige zu sammeln, und dann nach Caras Galadhon aufbrechen. Geh du wieder so schnell wie möglich nach Norden und versammle alle, die die Grenze dort bewachen. Schicke die Hälfte von ihnen hier her, und den Rest nach Caras Galadhon. Aber sei schnell, denn wir müssen die Orks überholen."
Rúmil nickte kurz, wandte sich ab, und eilte wieder davon.

Dort werde ich wenigstens Laedor nicht wieder begegnen... und wenn ich Glück habe, fällt er in dieser Schlacht.

Oronêl nach Caras Galadhon...
« Letzte Änderung: 28. Mai 2013, 23:57 von Eandril »

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Ein Ende
« Antwort #8 am: 28. Mai 2013, 21:13 »
So schnell wie dieser Kampf geschlagen war, begann auch schon der nächste. Immer wieder preschten Orks auf den Elben ein und versuchten ihn zu Fall zu bringen. Armûns Kräfte waren am Schwinden, schneller als jemals zuvor. Die Macht die Lothlorien ausstrahlte – die Beständigkeit – sie wich langsam dem Grauen der Welt.

Nach nur kurzer Zeit war Amrûn umringt von seinen Feinden. Er setzte einen Hieb mit dem Schwert und traf einen Orks auf der Brust. Der Nächste rückte nach und fiel ebenfalls dem Elbenschwert zum Opfer.
Auf einmal kam aus der Düsternis des Schattenbachtales etwas, mit dem Amrûn nicht gerechnet hatte. Es waren Menschen, die einen dunklen Umhang trugen. Er hatte schon einmal von den abtrünigen Dunedain gehört. Von jenen, die sich dem nördlichen Schatten angeschlossen hatten, aber diese waren es nicht. Einheitlich trug diese Hand voll Menschen ein Abbild des Sterns der Dunedain. Ein deutliches Zeichen der Erben Arnors.

Sie kämpfen auf seiner Seite? Wie ist das möglich? Saruman – Verräter – zeifellos sind sie Opfer deiner verdorbenen Magie. Was sollen wir nur tun?


Zweifelnd hob Amrûn seine Klinge. Er kannte viele der Waldläufer die um den Abendrotsee ihre Heimat hatten.

Was wenn ich jemanden erkenne? Kann ich einem Freund ins Gesicht sehen und ihn töten?


Mit diesem Gedanken senkte er das Schwert wieder aus seiner bedrohlichen Haltung. Es war der Augenblick, in dem Amrûn wieder hoffte. Ein Moment indem alles hätte sein können, indem das Beste und zugleich das Schlechteste passieren konnte. Mit Feuer in den Augen stürmten sie auf ihn zu, ihre Schwerter leuchteten im rötlichen Sonnenlicht. Plötzlich, aus einer Richtung auf die er nicht geachtet hatte, traf ihn ein Bolzen direkt in die Brust. Er sah die schwarzen Federn des Geschosses aus seiner Brust ragen. Ein zweiter folgte sogleich.
Das Schwert fiel dem Elben aus der Hand und landete lautlos im feuchten Gras. Erst jetzt breitete sich der Schmerz in seinem Körper aus und er presste die Augen zusammen. Kraftlos sackte der Körper zu Boden und rollte sich auf dem Moos zusammen. Er fühlte wie die Erde vibrierte, hörte die Schritte und das Klirren der Schwerter, doch dann verstummte alles.

Der Elb fühlte eine Wärme auf seiner Wange. Es war wie damals, als ihn die wunderschöne Celebithiel zurück ins Leben holte und er sich dem weißen Reiter und seinen Gefährten anschloss. Doch auch dieses Mal war es anders, es war nicht seine Weggefährtin, sondern jemand der ihn mehr vermisste und brauchte: Aratinnuíre. Ein zaghaftes Lächeln legte sich auf seine Lippen.

Amrûns Körper begann zu zittern.
„Fürchte dich nicht mein Liebling“, hörte er die Stimme Aratinnuíres.
„Ich gebe mein besten.“
Verschwommen erinnerte er sich an die Abende, an denen er mit seiner Geliebten auf ihrem Gut in der untergehenden Sonne lag. Sein Kopf war in ihren Schoß gebettet und er sah ihr von unten in die Augen. Ihre Hand ruhte auf seiner Wange.
„Am Ende konnten wir uns gar nicht von Mittelerde verabschieden“, sagte er sodann.
„Das Ende? Amrûn, das ist nicht das Ende“, hörte er und begann zu zweifeln.
„Der Tod ist der Höhepunkt eines ganzen Lebens. Dein Geist wandert zurück zu seinen Vorfahren, zurück in meine Arme.“
Ihre Lippen formten ein beruhigendes Lächeln.
„So haben wir es doch noch geschafft zusammen zu sein.“
„Anders hätten wir es niemals sein können.“
Im Augenwinkel sah er die im Wind wehenden weißen Fäden des Baumes der Seelen.
„Und wer wird unsere Seelen verabschieden und zum Gruße ein Band auf den Ästen befestigen?“
„Darum ging es nie. Es war wichtig, dass du dich verabschiedest. Von deinen Freunden, von deinem Volk, von Mittelerde.“
„Das tat ich an dem Tag als ich dich verlassen habe. Ein Ereignis das ich nicht wiederholen möchte. Jetzt endlich… jetzt können wir zusammen sein.“
Sie nickte.
„Und Celebithiel? Wird sie es schaffen?“, sagte Amrûn zweifelnd.
„Ich weiß es nicht, aber zweifellos wird sie ihr bestes geben… wie du.“
„Gut, dass ich sie nochmal getroffen habe. Es war keine…“, er verstummte und schloss seine Augen.
„Keine was?“
„Zeit“, er zuckte mit den Schultern und hatte große Mühe seine Augen offen zu halten „Zeit um ihr zu sagen, wieviel Geborgenheit und Sicherheit sie mir über die Jahre gegeben hat. Wieviel Inspiration sie den Menschen und mir gespendet hat.“ Wieder setzte er ab und blinzelte mehrmals.
„Mithrandir hat eine weise Entscheidung getroffen ihr den Ring zu geben. Niemand anderer hätte die Kraft ihn zu tragen. Und ich bin froh Oronel gerettet zu haben, denn er wird ihr eine Stütze sein. Er hat sovieles verloren und nun auch noch seine Heimat. Gegenseitig werden sie einander brauchen und glücklicherweise auch haben.“
„Es steckt mehr dahinter als nur Glück.“
Dem Elben fielen die Augen zu: „Ich bin so müde.“ Aratinnuíres Hand strich über seinen Kopf.
„Es wird Zeit aufzubrechen. Komm mit mir Amrûn.“
Zaghaft nickte er und schlief dabei ein.
2. Char Elea ist bei der Ratsversammlung von Aldburg


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Eandril

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Treffen der Magier
« Antwort #9 am: 21. Okt 2013, 00:46 »
Aus der Sicht Pallandos:
by Adamin

Kraftvolles Aufsteigen, gefolgt von sachtem Absenken.
Auf, und wieder ab.
Keine Gedanken, keine Sorgen, keine Gefühle, nur die stetige Bewegung im Nichts.
Auf, und wieder ab.

Dann, ganz langsam, bahnt sich ein Licht seinen Weg durch die Dunkelheit. Zuerst ist es nur ein kleiner Punkt, doch die Grenze des Erkennbaren weitet sich immer mehr. Ein waberndes graues Feld, um einen hellen Kreis. Der Wolkenverhangene Himmel.
Ein neues Empfinden formt sich zu einer Erkenntnis, aus einem dumpfen tonlosen Rauschen erhebt sich das Pfeifen von Wind, begleitet vom gelegentlichen Dröhnen aufsteigender Flügel.
Allmählich erlangte Pallando der Blaue sein Bewusstsein zurück.

Ein säuerlicher Geschmack breitete sich im Mund des Istari aus, während der Rest seiner Sinne sich langsam ordnete. Sein Körper ließ sich nur schwerfällig bewegen. In seiner linken Schulter pochte ein heißer Schmerz, der bei einer Bewegung stechend aufflammte. Ein ausgekugeltes Gelenk vielleicht? Er konnte sich nicht aufrichten, zwei riesige Klauen hielten seinen Körper fest umklammert. In seinem Gesicht spürte er ein kaltes Rinnsal von seiner Schläfe über die Wange. Der Geschmack in seinem Mund wurde metallisch. Unter ihm rauschten dichte Baumwipfel dahin.
Er war noch am Leben, der Schmerz war ein Beweis dafür. Irgendwie beruhigte ihn dieser Gedanke. Er hatte so viel Zeit wie möglich erkämpft und war nun auf dem Weg zu einem sicheren Hafen. Bis dahin würde er durchhalten müssen. Vielleicht könne er dann jemandem vom Ende der Nimrodel Furt erzählen...

~~~

Die Verteidigungslinie hatte nicht lang gehalten, nachdem Oronêl mit seiner kleinen Schar nach Caras Galadhon geeilt ist. Die Orks haben ihren Ansturm verstärkt und immer mehr sind über die Barrikaden gekommen. Die unheilverkündende Stimme Sarumans erklang über das Schlachtfeld, befehligte die Orks, und spottete über die Galadhrim. Die Furt war nicht mehr zu halten. Jedenfalls nicht mehr mit Soldaten.

"Nan Taur!" rief Pallando so laut er konnte " A Eruchîn, nan Caras Galadhon!" Zaudernd zogen sich die Elbenkrieger zurück. Pallando lief der Furt entgegen so schnell er konnte, sprang mitten in das Flussbett und schlug seinen Stab auf den Grund. Eine Dampfsäule stieg zischend auf, und vom Istari verbreiteten sich Wellen von brodelnden, schäumenden Wasser aus. Orks die in der Furt standen schrieen schrill auf, als das plötzlich kochende Wasser ihre groben Stiefel durchdrang. Immer mehr Dampf zog auf und hüllte die komplette Furt in einen undurchsichtigen Nebel. Pallando half den letzten Elben dabei der heißen Flut zu entkommen und schickte auch sie zurück in die Wälder. Danach stellte er sich in der Mitte der Furt auf und wartete.

Einige Pfeile fielen um Pallando herum in das Wasser. Der Nebel nahm den Schützen ihre Sicht. Keiner der Orks schien sich mehr in das siedende Wasser zu wagen. Klagensschreie hallten über das plötzlich stille Schlachtfeld. Er hatte etwas Zeit gewonnen, doch Pallando wusste dass Saruman ihm diese Ruhe nicht lange gönnen würde.

Wie um seine Gedanken zu bestätigen waren mit einem Mal Schritte im Wasser zu hören. Eine große dunkle Gestalt näherte sich durch den Nebel, höher als jeder Krieger. Ein Rappe löste sich aus den Nebelschwaden, mit Saruman im Sattel. Langsam aber gezielt kam das Tier näher, deutlich vor Pein zitternd. Als das Pferd anhielt, blitzten Sarumans Augen wütend auf. Sein Gewand war grau und fleckig, nur hier und da schien noch etwas weißer Stoff hindurch. In seiner Hand ruhte ein weißer Stab, an dessen Spitze grob ein schwarzes Kristall eingefasst war.
Plötzlich begann er zu lächeln und als er zu sprechen begann waren seine Worte voll Freude.

"Rómestámo, mein alter Freund! Wie ich sehe hast du deinen Weg in den Westen Mittelerdes gefunden. Es tut gut dich wiederzusehen, vor allem nachdem du und Morinehtar so - plötzlich aufbrechen musstet bei unserem letzten Zusammentreffen."
"Nun, deine neue Dienerschaft und dein Angebot haben uns sehr zu denken gegeben."
"Dann muss ich annehmen, dass ihr euch leider entschlossen habt mein großzügiges Angebot abzulehnen?"
"Ich denke du weißt schon sehr gut wie wir zu deinen Plänen stehen. Allein dass du diesem armen Tier deinen Willen auferzwungen hast sagt schon alles." Mit einer Drehung seines Stabes ließ Pallando das Wasser um ihn und das Pferd zurückweichen, sodass eine kleine Insel in der Furt entstand.

Saruman lachte amüsiert. Seine Stimme wandelte sich, und nun war nur noch unverhohlener Spott zu hören. "Das muss wohl eine schlechte Angewohnheit von euch Narren sein. Wer nicht mit Macht zu führen weiß, hält sich an geheuchelter Liebe für schwache Kreaturen fest. Radagast mit seinem Federvieh, Gandalf mit seinen Halblingen, und nun auch noch du.", Saruman stieg ab. Als er den Boden berührte, warf der Rappe seine Vorderläufe in die Luft, wieherte laut, und stürmte davon. Sarumans Stimme wallte bedrohlich auf, "Nun Rómestámo, du sprichst wie ein Narr und du stellst dich mir in den Weg wie ein Narr. Damit lässt du mir keine andere Wahl." Er hob seinen Stab. Eine tiefe Kraft zerrte an Pallando, wie eine Sturmböe. Er stemmte sich dagegen, aber wurde dennoch mehrere Schritte zurückgedrängt.

"So erleuchte mich, Curumo.", presste Pallando hervor, "Was weiß der Gelehrte, dass die Narren nicht sehen? Wieso hast du deinen Auftrag verraten und greifst uns nun an?"
Ein tiefes zufriedenes Lachen rollte über die stille Furt. "Ich habe meinen Auftrag weder verraten noch vergessen. Nein, ich habe nie ein anderes Ziel verfolgt, in all meinem Streben. Ich diene dem einen Zweck wie wir alle, doch ich werde es als Einziger erreichen! Ich werde Mittelerde von Sauron befreien! Um jeden Preis!!"

Listen to the wind blow, watch the sun rise
Running in the shadows, damn your love, damn your lies

--Cirdan--

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Duell der Magier
« Antwort #10 am: 15. Jun 2014, 01:14 »
Aus der Sicht Pallandos:
by Cirdan

Einen weiteren Schritt trat Saruman vor und drängte Pallando so weiter zurück. Er entriss Pallando die Gewalt über das Wasser des Nimrodel und staute es an. Eine unsichtbare Mauer schien die Fluten vor den beiden Istari zu halten, unentdeckt im Nebel  um die Furt.

Nur eine einzelne, verloren wirkende Bachforelle schien das Kräftemessen der Beiden mitzubekommen und zappelte nun verwundert über das plötzliche Ausbleiben des Wassers auf dem Trocknen. Pallando trat einen weiteren Schritt zurück und stieß den Fisch mit seinem Stab in das letzte Rinnsal.
„Du Tierfreund! Sei einer der Großen und kein Verlorener wie Radagast der Braune. Narr!“, schrie Saruman und formte das Wasser weiter und höher vor Pallando auf.
Der blaue Zauerer wusste was kommen würde, er ging in die Hocke und hielt seinen Stab mit der linken Hand über sich wie ein Schild.
Nach einem Machtwort Sarumans stürzten die Fluten über den Istari herein. Ein Tosen und Donnern der Wassermassen, die Pallando komplett umschlossen. Doch als sich die Fluten legten, erhob sich der Blaue wieder, geschwächt zwar, doch keineswegs gebrochen, und ein blaugrüner Schimmer wich langsam wieder zurück in die Spitze seines Stabes.

„Thala Rómestámo. Wir beide können viel erreichen im Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind.“
„Niemals, Verräter!“, entgegnete Pallando leise und erschöpft, dennoch mit Nachdruck.
„Wie du willst“, zischte Saruman und trieb mit einer fordernden Handbewegung eine dunkle Welle aus dem oberen Nimrodel heran. Schneller als erwartet hatte die Welle Pallando erreicht. Sie traf auf ihn mit einer Macht, die den blauen Zauberer überraschte. Wie Tausend Peitschen traf sie ihn, warf ihn um, überspülte ihn und schlug ihm seinen Stab aus dem Arm.

Nach Luft schnappend kam Pallando auf allen Vieren wieder hoch. Sein Arm, der bis zu Letzt versuchte den Stab zuhalten schmerzte unfassbar, genauso wie der Verlust des Stabes selbst, der die Fluten des Nimrodel heruntertrieb.

„Ich bin Saruman, auf der Höhe meiner Macht.“ Bei diesen Worten wurde Sarumans Mantel erst strahlend weiß, änderte sich dann aber doch in schimmerndes schwarz. „Nur der eine Ring kann mich jetzt noch stärken und mit der Erfüllung meines Auftrages werde ich ihn an mich nehmen, als Belohnung. Spürst du meine Macht nicht?“ Und jetzt spürte Pallando ein sich immer wiederholendes Pochen, wie der Herzschlag Sarumans selbst, der das Gefühl von neuen, dunklen Zeiten unter Sarumans Knechtschaft ankündigte.
„Schließe dich mir an, Rómestámo, oder verlasse die Furt! Meine Helfer haben viel zu tun.“
Langsam richtete sich Pallando wieder zu vollen Körpergröße auf: „Ich bin bereit hier zu warten, bis jeder die Gelegenheit hat, sich sicher nach Caras Galadhon zurückzuziehen oder auf den Weg zu anderen Zufluchten.“

„Deine Macht ist versiegt, dein Stab versunken und nur dein Willen muss ich noch brechen“,  rief Saruman triumphierend aus, „ich werde es dir zeigen: Dúath bo le, ego!“ Er führte Gandalfs Stab in beiden Händen und ließ einen Strom aus Dunkelheit gegen Pallando ziehen. Wehrlos stand dieser seinem früheren Ordensoberen gegenüber und wurde durch die dunkle Woge weit über den Boden fort getragen. Pallando wurde durch Sarumans Willen durch die Luft auf die Uferböschung zu geschleudert. Doch bevor er hart aufschlagen konnte, wuchs dort in Windeseile Moos in die Höhe und fing den Sturz größtenteils ab
-ein Zauber, der nur von Einem stammen konnte.

Nur an der Stirn erhielt Pallando beim Aufschlag eine kleine Wunde. Viel schlimmer war die Dunkelheit, die sich weiter um den Blauen Zauberer sammelte und seine Kraft und sein Lebenswillen aus ihm heraus zu ziehen schien. Noch kurz hörte Pallando die Orks, die nun die Furt durchquerten und in die Tiefen der Wälder Lothlóriens eindrangen, dann hörte er nichts mehr und seine Augen waren blind vor Dunkelheit.
War dies das Ende? Sollte der Kampf gegen Sauron für ihn für immer vorbei sein?

Nicht lange lang er dort, am Eingang zu Lórien, von Saruman geschlagen, als ein Wind von Süden auf kam. Der Nebel vor Lorien lichtete sich und auch das Dunkel zerstreute sich langsam. Pallando hörte Worte aus weiter Ferne und seine Augen wandten sich, erhellten und sahen voller Freude einen alten Bekannten: „Aiwendil nîn mellon“
Radagast der Braune erhob sich von einem Felsvorsprung weit im Süden am Nimrodel. Voller Kraft streckte Radagast seine Arme nach oben und schien Worte zu flüstern, die Pallando nicht erreichten.

Mit einmal war er da, wie aus dem Nichts. Ein Adler des stolzen und großen Volkes des Nebelgebirges rauschte über den braunen Zauberer hinweg, im tiefen Gleitflug den Fluss entlang direkt auf Saruman zu. Die Orks auf der Furt kreischten, ergriffen die Flucht und suchten Schutz unter den Bäumen. Saruman selbst blieb stehen und richtete seinen Stab direkt auf den prachtvollen Adler. Mit Wucht wurde dieser beiseite geworfen und vollführte eine seitliche Luftrolle, schoss dann, immer noch wie ein junger Sturm, an Saruman vorbei und sammelte in letzter Sekunde Pallando mit seinen großen Klauen vom Boden auf. Dann stieß er wieder hinauf in den Himmel und verschwand in den Wolken.

„Fliege hoch, mein alter Freund“, sprach Radagast während er wieder in den Wäldern Lothlóriens verschwand, „bald werde ich dir folgen, doch einiges gibt es noch zu tun!“



Pallando nach Nordwesten
Radagast vorerst zurück in die Wälder Loriens
Saruman weiter nach Caras Galadhon


« Letzte Änderung: 21. Mai 2015, 17:44 von --Cirdan-- »

--Cirdan--

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Nordgrenze Lóriens/ Furt des Nimrodel
« Antwort #11 am: 13. Aug 2015, 22:11 »
Eddys Start:

„Fahnenflüchtig, was?“, rief eine Stimme hinter Eddy. Der junge Breeländer stand an einem sprudelnden Flüsschen in einem Land, das Lothlorien genannt wurde. Starr blickte Eddy ins Wasser und suchte Antworten wo es keine gab.
„Was ist mit dir? Zurück zu deiner Arbeit!“, sprach ein stämmig gebauter Mann mit azurblauen Augen, die noch weitaus strahlender als Eddys waren.
„Ich habe Schreckliches gesehen in den Tiefen der Stollen. In der Dunkelheit, nur versetzt durch flackernde Lichter und den Schein der Schmieden. Den riesigen Schmieden, in denen die wilden Kreaturen umgehen, wie auch hier“, sprach Ed zu dem Fremden und deutete in Richtung des Gebirges.

„Und hier sind sie“, spottete der Mann, „unsere Wunderwaffe im Krieg, unsere furchtlosen Soldaten, unsere Hoffnung: Die Orks!“
Ed sagte dazu nichts und bereute sogleich dem Fremden seine Ängste mitgeteilt zu haben.
„Du wirst die Orks noch schätzen lernen, denn alles was sie tun, müsst du nicht tun“, erklärte der Mann weiter, „es sind Tausende. Sie schmieden und bauen, graben und vor allem kämpften für uns. Meinem Meister ist es gelungen sie zu kontrollieren. Jetzt haben wir endlich die Mittel unsere Feinde anzugreifen und das sogar ohne Jungen wie dich in den sicheren Tod zu schicken. Du hast dich zu bedanken und zu freuen!“
Zum Freuen war Eddy nicht zu Mute. Eher weinen würde er, als ein Lächeln hervorzubringen. Vor allem in Gegenwart dieses unfreundlichen Mannes, der anscheinend tatsächlich die Anwesenheit der Orks zu rechtfertigen versuchte.
In Archet hat man keine genauen Erklärungen erhalten, wie der Krieg im Osten ablief. Jeder leistet seine Abgaben und freut sich darüber, dass der Krieg noch fern ist. Die Orks versorgen sie mit Vorräten. Wenn das einer wüsste! Dann würden die Lieferungen aber sofort aufhören. Oder? Vielleicht wissen es sogar einige Anführer im Breeland, die bereit sind ihr Essen den Orks zu liefern, damit der Krieg sie nicht betrifft. Wo wären wir denn ohne die Orks? Wären wir besser oder schlechter dran? Verteidigen sie uns wirklich?
Eddy hatte auf alle diese Fragen keine Antworten und Niemanden, den er um Rat fragen könnte.

„Zugehörigkeit und Dienstnummer“, forderte der fremde Mann Eddy nun auf, während seine Hand langsam zum Griff seines Schwertes wanderte. Kurz überlege Ed, doch dann war ihm klar, dass der Mann es ernst meinte: „Baumeister, Dienstnummer 1-7-3.“
Eddys Gegenüber kramte in seinem Mantel umher und holte letztendlich eine lange auf Pergament geschriebene Liste hervor. „Du kommst aus Archet?“, fragte der Mann um einiges freundlicher nachdem er Eddy auf der Liste gefunden hatte, „ich war früher selbst viele Male dort, wie im ganzen Breeland. Eure Grenzen habe ich geschützt.  Ich bin Helluin, Hauptmann der Dunedain.“
Ed war überrascht und noch erstaunter, als der Dunedain darum bat von Bree und seinen Landen zu erzählen.

„Danke, Eddy“, sprach Helluin nachdenklich mit Blick auf seine Liste, nachdem Ed mit erzählen geendet hatte, „von einem Eintrag sehe ich dieses Mal ab, wenn du schnell zurück zu deiner Arbeit kehrst. Die Boote müssen endlich fertig werden!“
„Ich arbeite an den Belagerungsmaschinen“, korrigierte Eddy. Das stimmte und er fand es ziemlich interessant. Sie bauten Katapulte unterschiedlicher Durchschlagskraft und Reichweite um die nächste Festung des Feindes einnehmen zu können.
Helluin hieß den Bau der Belagerungsmaschinen sogar noch wichtiger, als die der Boote und schickte ihn augenblicklich zurück.

Ed verließ den Hauptmann, froh ohne einen Eintrag davon gekommen zu sein. Auf seinem Rückweg sah er verstärkt Orks beim Fällen der großen Bäume. Einiges an Holz wurde als Baumaterial für die Boote, Katapulte und Rammböcke gleich zu seinen Werkstätten im Zentrum des einstigen Waldes gebracht, aber die meisten Baumstämme wurden als Brennholz für die großen Schmieden in Moria gebraucht.


Eddy zu seinen Werkstätten in Caras Galadhon.


« Letzte Änderung: 13. Sep 2015, 22:48 von --Cirdan-- »