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Autor Thema: Das Heerlager Dol Amroths  (Gelesen 5148 mal)

Offline Rabi

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Re:Das Heerlager Dol Amroths
« Antwort #15 am: 13. Jan 2014, 17:19 »
Wogrin und sein alter Freund Belgor waren mit den Kriegern nach Linhir gezogen. Sie mussten lange dort warten bis das Heer eingetroffen war. Meist hielten sie Abstand von den anderen Kriegern und blieben lieber unter sich. Der alte Zwerg erzählte seinem Kameraden viele Geschichten über die Folter die er erleiden musste und wie groß sein Hass auf die Orks nun war. Auch zeigte er ihm die Narben, die an Symbole erinnerten, jedoch Wogrin als auch der andere Zwerg nicht deuten konnten.
Eines Nachts saßen die beiden an ihrem Lagerfeuer. Belgor wie so oft mit einem Humpen Bier in der einen und seiner Pfeife in der anderen Hand. Wogrin beschäftige sich eher damit eine Kleinigkeit zu essen und wieder in Gedanken zu versinken. Oft konnte man gut erkennen dass er sehr tief versunken war, seine Augen starrten in das lodernde Feuer und man konnte ihn nicht so leicht herausreißen. Einige Male musste ihn Belgor einen kräftigen Schlag ins Gesicht geben um ihn zurück in die Realität zu holen. Und genau so ein Tag war auch dieses Mal…


…ein ätzender Schwefelgeruch stieg Wogrin in die Nase, er musste sich beinahe ergeben so stechend war der Geruch. Er schüttelte und bemerkte dass seine Arme und Beine festgebunden waren. Die Kälte auf seinem Rücken ließ ihn daraus schließen dass er auf einer eisernen Tafel lag. Langsam öffnete er seine Augen, es schmerzte, jeder Windhauch brannte in seinen Augen, doch er musste sich zwingen sie zu öffnen. Als er sich langsam wieder erinnern konnte, wo er sich eigentlich befand und seine Sinne langsam wieder zurückkehrten, hörte er plötzlich ein krächzen, wie es nur von einer Orkmade kommen konnte. Ein deformierter Schädel beugte sich plötzlich über ihn und begann zu sprechen: „Endlich ist er wieder wach!“, brüllte er ihm ins Gesicht und spuckte ihm dabei in die ohnehin schon sehr empfindlichen Augen. „Ein zäher Bursche bist du!“, der Ork wandte sich von ihm ab und ging von dem Tisch weg. Erst jetzt blickte der alte Zwerg über seinen Körper um das bösartige Wesen nicht aus den Augen zu verlieren. Doch von seinem mit Schnittwunden übersäten Oberkörper konnte er den Blick nicht mehr wenden. Es waren noch relativ frische Wunden, mit einer nahezu stumpfen Klinge aufgeschnitten und anschließend wieder zusammengelötet. „Ich werde dich töten…“, seine Stimme war schwach und man konnte kaum verstehen was er von sich gab, doch das leichte Gemurmel wurde von dem Ork wahrgenommen. „Was sagst du da, du willst noch ein paar Wunden mehr bekommen.“, er schrie auf und Wogrin konnte es nur als Gelächter interpretieren, obwohl es eher einem kotzenden Gaul glich. „Ich werde dir den Kopf mit meinen bloßen Händen abreißen…“, begann er, dieses Mal versuchte er etwas lauter zu sprechen. „Ich hoffe du genießt es…“, spie der Ork hervor und nahm von der Wand eine Peitsche mit drei Seilen.

Ein lauter Knall ertönte und Blut spritze Wogrin ins Gesicht. Er kniff die Zähne zusammen auch wenn seine Haut im Gesicht und auf der Schulter aufgeplatzt war und der warme rote Saft seinen Rücken wärmte. Er versuchte sich in seinem Zorn von den Seilen zu reißen, jedoch war er zu gut an die Tafel gebunden und sein Körper war kraftlos. Er wusste nicht wie lange er schon hier war, doch seinen Wunden nach zu urteilen bereits mehrere Tage wenn nicht bereits Wochen. Aus irgendeinem Grund wollten sie ihn unbedingt am Leben halten, vielleicht um zu erkennen wie viel ein Zwergenkörper aushalten konnte. „Sobald ich hier rauskomme…“, langsam erhielt er seine Stimme wieder zurück. „Werde ich deine gesamte Sippe zu einem Eintopf verarbeiten!“, der Ork brüllte abermals und konnte sich vor Lachen gar nicht mehr halten. „Du wirst niemals mehr aus unserem Bau kommen, dein Leben liegt in unseren Händen. „ Es knallte noch einmal, dieses Mal waren die Beine des Zwerges Opfer des Peitschenhiebes. Anschließend legte der Ork seine Waffe wieder weg und ging zu einer Art kleinem Altar. „Du hast sicher Hunger… hier ist dein Eintopf.“, ein bösartiges Grinsen formte sich in dem verunstalteten Gesicht und er kam mit einem Krug langsam auf Wogrin zu. Mit der noch freien Hand winkte er den Gang entlang und plötzlich sprangen mehrere Orks hinter dem Zwerg hervor. Es wunderte ihn sehr dass er sie noch nicht bemerkte hatte und dass sie sehr ruhig waren im Gegensatz zu denen die er in seinem Leben bereits niedergemetzelt hatte. „Lass es dir schmecken.“, ein leichtes Kichern trat hervor und plötzlich griffen vier Orks nach dem Mund des Zwerges und rissen ihm das Ober und Unterkiefer auseinander. Kurzzeitig kam es Wogrin so vor als wollten sie ihm den Mund in Stücke reißen. Der Geschmack der dreckigen Finger der Orks setzte sich sofort in seiner ganzen Mundhöhle fest und er versuchte vergebens die Finger der Kreaturen abzubeißen.

Der Krug befand sich nun über seinem Mund und kippte langsam, er konnte seine blutrote Flüssigkeit sehen die in seinen Mund rann. Es war eindeutig Blut… wahrscheinlich sogar Orkblut. Als er versuchte sich zu wehren ran ihm auch noch etwas davon in die Augen und es brennte ihm fürchterlich. Doch schon kurz darauf ließen die Orks seine Kiefer los, doch noch bevor er ihnen Schimpfwörter und Flüche entgegenschmettern konnte, machte es einen lauten Knall und Wogrin war bewusstlos…



„Wogrin…“, ganz dumpf konnte der Zwerg seinen Namen wahrnehmen. „Was ist mir dir?“, die Stimme wurde immer lauter und langsam konnte er erkennen wer zu ihm sprach: „Wach endlich wieder auf!“, es schmerzte in seiner linken Gesichtshälfte und plötzlich konnte er seine Umgebung wieder wahrnehmen. Neben ihm saß sein Freund Belgor mit rot angelaufenen Gesicht und einem etwas verzogenen Grinsen. „Lass mi…Lass mich hier nicht alleine sitzen.“, lallte Belgor seinen Kameraden an. „Erzähl mir deine Geschichte, du hast doch schon wieder irgendetwas durchlebt.“, er nahm noch einen Schluck von seinem Bier lehnte sich nach vorne um Wogrin in die Augen zu sehen, was durch sein Schielen nicht gerade gut funktionierte.

„Also gut…“, begann Wogrin. Doch schon nach einigen Minuten war Belgor eingeschlafen und sein Schnarchen weckte so manch andere Krieger in den Zelten neben ihnen. Doch Wogrin erzählte einfach weiter, es tat gut seine Erlebnisse zu erzählen.

 ...Wogrin und Belgor nach Linhir - Der Marktplatz
« Letzte Änderung: 4. Apr 2016, 16:22 von Rabi »
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Offline --Cirdan--

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Ausrückende Truppen
« Antwort #16 am: 28. Sep 2014, 00:06 »
Ausrückende Truppen

Merian, Turin und begleitende Männer vom Treffen mit Qúsay.

Im Heerlager herrschte ein furchtbares Getümmel. Noch war das Heer nicht zur Schlucht aufgebrochen, doch es war unübersehbar, dass Elphir und Hilgorn den Befehl zum Aufbruch gegeben hatten. Überall liefen hastig Soldaten umher und sammelten ihre Ausrüstung. Bereits bereite Kompanien marschierten in Reihe durch das Lager zum Südrand. Merian erinnerte sich zurück an sein eintreffen in Minas Tirith, wo es ähnlich chaotisch zuging.

Die Ankömmlinge zogen weiter durch das Heerlager auf der Suche nach einem der Kommandohabenden. Zuerst erstaunte es Merian, dass die Männer nur sehr wenige Fackeln mit sich trugen, doch dann vermutete er, dass sie wahrscheinlich davon ausgingen noch immer beobachtet zu werden.

Merian sah sich um und erkannte Angespanntheit und einige Zweifel in den Augen der Männer. Er wusste nicht, was Elphir ihnen erzählt hatte, doch war Merian klar, dass Elphir ihre Lage gut geschildert haben musste. Merian erfragte sich ohne auf ein Ergebnis zu kommen, wie die Männer Dol Amroths es wohl finden würden einem Haradrim zu vertrauen und sich mit einem Volksstamm, mit denen sie seit Angedenken im Krieg lagen, zu verbünden.

Merian, Turin und ihre Begleiter trafen auf der Straße auf Duinhir, der sie zu einem Versorgungszelt schickte.
„Ein gutes Mahl vor der Schlacht ist fast so wichtig, wie ein Schwert in Griffweite“, mit diesen Worten setzte sich Turin zu Merian und überreichte ihm eine kleine Schale warmer Suppe. „Du wirst es brauchen“, fügte Turin noch hinzu und ließ daraufhin ein Schwert in dessen Scheide auf Merians Fuß kippen.

Nachdem Merian und Turin aufgegessen hatten, schlossen sie sich einem der letzen Truppen an, die das Heerlager verließen und zur Schlucht marschierten.


Merian, Turin und ihr Trupp zur Schlucht.
« Letzte Änderung: 29. Okt 2014, 19:26 von --Cirdan-- »