Zum tänzelnden Pony > Herr der Ringe

Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere

<< < (101/206) > >>

(Palland)Raschi:

--- Zitat ---Edel und anmutig? *hust Schildsurfen* *hust Olifant* *hust etc.*
--- Ende Zitat ---

Ausnahme *hust*, nicht die Regel *hust*, lediglich ein Gag (vllt. sogar Selbstironie) *hust* :P


--- Zitat ---Und Spoiler sind beim Hobbit sowieso nicht schlimm, da die schöne Geschichte komplett bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurde!
--- Ende Zitat ---

Der Fluch der Romanverfilmung  ;)

CMG:
Also ich habe den Film zwar auch schon gesehen, aber ich verzichte erst mal auf eine ausführlichere Darlegung meiner Meinung. Das spare ich mir auf, bis ich den Film ein zweites Mal gesehen habe. Bisher kann ich nur sagen, dass der Gesamteindruck bisher überwiegend positiv ist, obwohl natürlich wieder ein paar Wehrmutstropfen und absolut lächerliche Szenen dabei waren...

Valarauko_IV:
Also, hab den film im triple gesehen, den anfang, so bis zur schlacht fand ich sehr gelungen, also Dol Guldur, die Drachenkrankheit etc.
(Zusatz: Der Angriff auf Seestad war auch gut, wenn auch vor allem wegen Smaug)

Dann kam die Schlacht: Anfang: fand ich ganz lustig mit Dain und seinem Kampfschwein und den Elben die über die Zwergenphalanx springen.
Und dann kamen die tausend unterschiedlichen aber alle lächerlchen trolle: Ohne beine, mit kopf ne wand einrennen, fette Haipanzerung etc. das war ziemlich lächerlich genauso wie die Fetten- Baby Orks. Ga meinermeinung nach keine wirklich epischen stelen in der Schlacht und auch keine wirklich lustigen abgesehen von Dain der alle Orks mit Kopfnüssen weghaut.
(insgeheim hatte ich ja gehofft Dain würde Azog killen, und damit wieder etwas auf die Tolkien- Handlung zurück führen, aber das war wohl sehr illusionistisch.)
Die tode von Kili und Fili waren irgenwie sehr kurz abgehandelt, und Beorn kam so gut wie garnicht vor.

Resumee: 1. drittel ziemlich gut, ich fand auch Dol Guldur wie gesagt ziemlich nice, danach nur noch gemetztel mit erbärmlichen Einlagen.

Am ende wurde meiner Meinung nach nochmal der Schnitt hochgezogen, mit der Verbindung zu LotR und der Versteigerung, mit der auch die Vorlage noch ein einziges mal verwendet wurde.

P. S. Smaug war aber wieder episch, auch als er schon tot war (Drachenkrankheit und so),

P. P. S.: (auch wenn ich nun wirklich nicht glaube das das nötig ist hier trotzdem noch einmal) Bitte keine Trolle ohne Beine oder sonstige Jackson- Monster in der Edain Mod :D

Estel:
Nur mal kurz ein Einwurf...

Wenn die Filme doch so scheiße sind, warum tun sich manche Leute das überhaupt erst an und "belohnen" die schlechten Filme Macher auch noch für deren Pfuscherei!!  :P

Ist ja skandalös! Ihr schiebt den geldgierigen, allein auf Profit ausgerichteten Haien das Geld noch in den Schlund!!!
Schämt euch!

[Ironie off!!]

Für eine umfassende Beurteilung fehlt mir grad die Zeit...muss mein Makro zum Laufen bringen!  xD

Nur kurz:

Ich fand den Film generell gut, der positive Teil überwiegt!
Dennoch steht er wie die komplette Hobbit-Trilogie im Schatten des HdR und hat auch seine Schattenseiten. Es fehlt bei einigen Figuren der Tiefgang, Legolas bekommt dafür, dass er eigentlich gar nicht vorgesehen ist, viel zu viel Screentime, welche absolut überzeichnet und übertrieben ist.

Die Trolle sind teilweise echt grenzwertig von der Gestaltung her, da musste ich mir nen paar Mal an den Kopf fassen.

Am Ende hat P.J. falsch gespart, das geht mir dann zu schnell von Erebor - Abschied - Epilog Auenland /Übergang HdR. Schade, vielleicht bringt die E.E. da noch was!

Allgemein kann ich nur sagen, dass der "absolute Wow-Effekt" gefehlt hat - ein paar Mal war da was vorhanden:

- Smaug
- Zwergenheer
- paar Schlachtausschnitte
- Weiße Rat
Aber das epochale, diese extreme Bedeutung dieser Schlacht für Mittelerde kam nicht so ganz rüber!

Ausführlicheres iwann mal...

Dr. Lecter:
Ich sah mir den ebenfalls vor Kurzem an und werde hier nun, nachdem die Eindrücke des Kinoerlebnisses sich gesetzt haben und ich Zeit hatte ausführlich über das Gesehene nachzudenken, meine Kritik des Filmes anbringen.

Vorausschickend sollte ich wohl an dieser Stelle sagen, dass ich, entgegen einiger anderer Forenmitglieder wohl einer der wenigen Verfechter der Hobbitfilme bin. Mir gefallen sie tatsäclich außerordentlich gut. Sie mögen nicht die Handlungskomplexität, Charaktertiefe und Spannung, nennen wir es meinetwegen das ominöse und viel beschriebene "Herr der Ringe-Feeling" besitzen, welches die alte Trilogie auszeichnete. Doch empfinde ich das nicht als Problem. Im Gegenteil, langweilen würde es mich, wiederholte Peter Jackson sein vergangenes Werk mit der Intention einen zweiten Herrn der Ringe zu schaffen, womit er nur hätte verlieren können. Stattdessen erschuf er für mich persönlich doch einen neuen und frischen Zugang zu Mittelerde, welcher genügend Parallelen zum Bekannten aufweißt, um für mich als legitimer Bestandteil seiner Tolkieninterpretation zu gelten und gleichzeitig frisch genung wirkte um mich zu überraschen und zum Nachdenken über das Gesehene zu bringen. Ein zweiter Herr der Ringe, welche stilistisch identisch wäre, würde mich maßlos langweilen, denn das hatten wir schon. Stattdessen konfrontierte er uns hier mit vielen äußerst gewagten Aspekten, um zu experimentieren und zu erweitern, was er aufgebaut hat, anstatt es nachzuäffen. Natürlich kann man sich erstmals mit einem großen humoristischen Anteil, einer fantastischen statt geerdeten Action und überzeichneteren Charakteren schwer anfreunden, ist es doch letztlich ein krasser Stilbruch. Doch genau das macht dieses Werk für mich interessant, weil er es versucht. Weil er weiter auf der Suche war. Ich hasse Stillstand im Filmgewerbe und schaue mir beispielsweise einen Craigbond, der im krassen Wiederspruch zum Connerybond steht weit lieber an als eine Kopie des Connerybonds. Das ist etwas neues und ambitioniertes. Nattürlich existieren nun Stellen in den Filmen, in welchem einen mancher Einfall missfällt, man Dinge als übertrieben empfindet oder Handlungsänderungen als grotesken Unfug. Kann man in unserem geliebten Bild von Mittelerde tatsächlich schlagzeugspielende Orks einbringen, einen modernen Bilbo, welcher durch Gesichtsakrobatik brilliert oder Zwerge, welche dem klassischen Bild der Rasse wiedersprechen? Das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Jedoch ich für meinen Teil finde Filme, die etwas wagen interessant. Darüberhinaus sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass der Hobbit auch als Buch nunmal einen völlig anderen Ton aufweist als der Herr der Ringe. Sicherlich kann man sagen, dass Jackson sich Zwischenbuchverfilmung und Filmprequel hätte entscheiden sollen und der Spagat weder Fisch noch Fleisch ergibt... Nun ja, mir ist eigendlich egal, was es ist, solange es mi schmeckt. Ich zwar auch nicht mit allen Kreativentscheidungen, die getroffen wurden zufrieden, wie diesen für mich völlig überflüssigen Steinriesen oder den Auschweifungen des Elben, der von einer radioaktiven Düsterwaldspinne gebissen wurde, jedoch war und ist das beim Herrn der Ringe auch nicht alles sooo glänzend und brilliant, wie es hier teils dargestellt wird. Natürlich hat der Herr der Ringe eine weit tiefgreifendere Handlung und besser ausgearbeitete Protagonisten. Doch hatte Jackson dort Buchmaterial, mit welchem er arbeiten konnte, während man beim Hobbitbuch in diesem Kontext jedoch völlig verlassen war. Wenn man da nun einmal 13 Zwerge hat, von denen die meisten gleichzeitig und ohne nennenswerte Persönlichkeit in die Handlung geworfen werden und sichbeinahe alle Handlungstränge rein um Bilbo drehen, während die Zwerge als Statisten fungieren, muss man bei einer Verfilmung, welche die Haupthandlung nicht völlig überbord werfen will Abstriche machen und im Kontext des Gegebenen das Möglichste Herausholen, sei es durch Zwergendesign, Typisierungen oder kurze Dialoge mit Bilbo, anhand denen man aufdie Persönlichkeit des Zwerges schließen kann. Das hat Jackson für mich getan und weit besser als ich es erwartet hätte. Er selbst sträubte sich ja lange Zeit gegen den Hobbit, eben aufgrund des Bewusstseins über diese relativ banale Beschaffenheit des Buches.
Und ich bin immens froh, dass er drei Filme daraus gestrickt hat, welche die den Einbezug der Zusatzhandlungen wenigstens ansatzweise an Profil gewannen. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Feind des Buches, aber eine buchgetreue Verfilmung des Hobbits, welche nicht gestreckt wäre, würde für mich eher in die Kategorie Märchenfilm für Kleinkinder ala Disneyanimationsfilm gehen. Da verschmerze ich liebend gerne die Integration eines lebenden Azog als Hauptgegner, den es eben brauchte (und welchen ich sogar sehr mag) oder dem bescheidenen Kampf im Erebor gegen den Drachen. Ich meine, natürlich war er scheiße und sinnlos, aber ein Finale brauchte der Film eben. Das ist für mich auch eher ein Manko der Vorlage, welche eine Konfrontation mit de Zwerge aufbaute, aber nie stattfinden ließ. Wie auch, die gesamte Ausgangssituation mit 13 Zwergen, die einen Drachen töten wollen, ist nun mal völliger Irrsinn, eine Verzweiflungstat eines alternden Zwergenfürsten, der Angst hat, vergessen zu werden und offensichtlich selbst nicht weiß, wie er den Drachen, sollte er tatsächlich dort sein, besiegen könnte. Auch die gravierende Änderung, dass die Nazgul in Gräbern bestattet sind, scheinen grotesk. Doch für den Film baute das für mich eine tolle Atmosphäre des sich anbahnenden Übels auf. Offenbar sind die Nazgul im Film zu Zeiten Angmars noch Menschen gewesen, deren Geist durch die Ringe korrumpiert wurde aber ohne ihren Tod noch nicht körperlos war. In diesem Kontext finde ich die Idee, dass sie wohl im Krieg um Angmars körperlich getötet und bestattet wurden anstatt zu fliehen interessant und lässt die Profezeihung Glorfindels in einem einem bedrohlichen Licht erscheinen. Doch genug Nerdgeschwätz für die Einleitung, die bereits viel zu lang ist (Ich liebe derartige Diskussionen einfach).

Kommen wir zum dritten Film:
Grundsätzlich kann ich hier wiederholen, was ich oben durchblicken ließ. Er hat mit stilistisch gut gefallen. Man sollte kein epochales Werk erwarten, sondern einen routinierten Sprint zur Komplettierung der Hexalogie, der hobbittypische Elemente enthält. Seid Ihr also leidenschaftlicher Hassprediger gegen die unmenschlichen Verbrechen einen Peter Jackson, der eure Welt mit den ersten beiden Teilen zerstört hat, dann spart eure Nerven und tut es euch nicht an. Ihr denkt, ihr seid hart genug für diesen Film, immerhin habt ihr Bomburs Fassrolle ohne Schlaganfall überlebt? Weit gefehlt, dass war noch gar nichts. Jackson wird euch das Fürchten lehren, dass euch Hören und Sehen vergeht. Also lasst es lieber.(Ich sollte an dieser Stelle mein wohlwollendes und ironisches Sarkasmusschild hochhalten, bevor die Mistgabeln gezückt werden ;) ). Die Atmosphäre des Hobbits kommt auch hier souverän zum Tragen und die Handlung verläuft, wie es zu erwarten war. Gerade im ersten Drittel, sprich bis zur Schlacht war ich sogar von der sehr großen Buchnähe äußerst angetan. Ich denke, diese hier nun im Detail wiederzukäujen wäre Zeitverschwendung. Stattdessen möchte ich eher auf für mich prägnante Aspekte, welche mich als Betrachter und Tolkienfan herausfordern eingehen.

1. Das Bard-Problem

Dass man hierbei in einer gewissen Zwickmühle war, schien klar zu sein. Einen Drachen derGröße des Filmsmaugs mit einem Bogenpfeil zu erlegen schien absurd. Eine Windlanze mit einem großen Stahlpfeil dagegen fand ich elegant gelößt. Dass Bard als Bogenschütze diese jedoch einsetzt, um Smaug letztlich zu töten schien wiederum ... uncool und irgendwie lahm. Jedoch konnte er ebenfalls wohl kaum den zwei Meter Gussstahlpfeil auf seinen Bogen packen. Wo ist nur ein Legolas, wenn man ihn tatsächlich mal braucht... Die Lösung des Problems fand ich klassische, die goldene Mitte, wie man so schön sagt. Ungewohnt, überraschend und natürlich Peter, wie wir ihn lieben... oder hassen, sind wir Fanboy oder Hater. Nein wirklich, ich fand das recht interessant. Natürlich kann man Bard hier gravierende Fahrlässigkeit gegenüber seinem Spross vorwerfen, doch gebot die Situation nun einmal  extremer Maßnahmen und potenzieller Opfer, auch wenn es der eigene Sohn ist. Entweder er oder alle. Entweder Bain oder die Seestadt. Entweder Zod oder Metropolis. Für mich war das völlig in Ordnung.

2. Die Elbenhexe

Die Schleifung Dol Guldurs gehört wohl zu einer der am Meisten diskutierten Anhangthemen in Nerdforen. Und somit waren wir natürlich sehr gespannt, wie dies umgesetzt würde. Der Trailer schien vielversprechend, die Vorarbeit durch Film 1 und 2 geleistet. Sauron und die Nazgul wie auch der Rat eingeführt. Showdown für ein Magieduell, dass die Potters dieser Welt problemlos demütigen sollte...Tut es für mich leider nur bedingt. Dabei war dort viel Gutes dabei, wie die Befreihung des grauen Pilgers durch die wundervolle Kate Blanchett, Christopher Lee nochmals in seiner Paraderolle und Hugo Weaving, der sebst den schlechtesten noch Film aufwertete, selbst wenn er den Türstock spielte. Gerade die Darstellung der Nazgul fand ich phänomenal. Denn jetzt kann ich Jackson endlich die nichtgeschehene Enthüllung derselben im Herrn der Ringe verzeihen. Ihre Rüsungen sind innovation und unterschiedlich, bedrohlich und sehr faszinierend. Dass sie ohne sich ohne Kutten physisch manifestieren können, schreibe ich der Präsenz Saurons zu, so würde die Bezeichnung Nekromant auch einmal eine Legitimation erfahren. Doch das "Duell" zwischen ihm und der Elbenhexe, während sie ihre Macht offenbart, empfand ich leider als schlechten Scherz. Tut mir Leid, aber was war das? Gerade Jackson hätte ich hier alles zu getraut, von einem komplett implodierenden Dol Guldur, über einen toten Radagast bis hin zu einem Aufsaugen eines Teils von Saurons Seele durch Galadriel, um zu erklären, weshalb sie sich in den Gefährten zur Moorleiche verwandeln kann. Aber dieses völlig langweilige Wechseln der Zelebrierung des kreativen Einfalls der Darstellung Saurons aus dem zweiten Teil, einer Galadriel ach so böse schaut und nichts außer dem einfachen Verschwinden Saurons empfand ich als Pulikumsverarsche. Ging ihnen an der Stelle das Budget aus?

3. Kreative Designs

Ich habe schon aus Berufswegen sehr viel übrig für kreative und innovative Designs. Darüber hinaus bin ich natürlich, wie jeder gestandene Edainnerd "geimpft. Will heißen, ich kann mich, wenn ich Tolkienfilme schaue, Tolkienbücher lese und Tolkienspiele spiele den Drang, das Gesehene im Sinne einer Zwangsstörung zu hypothetischen, neuen Einheiten umzubauen kaum erwehren. Somit lachte mein Herz regelrecht, all diese tollen Designs bewundern zu dürfen. von Zwergen, Zwergenhelden mit neuen Mithrilpanzerskins, völliger Funktionsneugestaltung Dains hin zum Gebäudevernichter mit Vorschlaghammer, der gleichermaßen die Reitfähigkeit und eine Antiführerschaft gegen Feinde durch systematische Beleidigung erhält (was könnte dann aus Gloin werden?) und natürlich den den Trollen. Viele scheinen diese ja offenbar zu hassen. Ich muss sagen, dass ich sie großartig finde. Sie sind eben etwas neues. Trolle, die Katapulte schieben hatten wir schon, genauso wie Trolle, die Keulen schwingen. Seien es riesenhafte Olog-Hai, eher missgestaltete und schwächliche Krüppel, abgerichtete Rammböcke oder verstümmelte Berserker. Hier hat sich der WETA-Workshop mächtig ins Zeig gelegt. Eine Differenzierung der Trolleinheiten der Nebelberge je nach gewähltem Untervolk wäre mit dieser Inspirationsquelle durchaus interessant...
Jackson hatte mich im Design nie enttäuscht und tat dies auch hier nicht.

4. Der Rabenberg alias Über-Endboss-Battle des Nextgen-Gaming

Wie es die Überschrift andeutet, nervt mich das Finale. Es nervt mich sogar tierisch, muss ich gestehen. War die Schlacht selbst für mein Dafürhalten ein herrliches Spektakel, wird hier alles vorig aufgebaute mit Füßen getreten. Tut mit Leid, aber wenn erst eine aussichtslose Schlachtsituation kreiert wird, die sich durch das Erscheinen von 13 Zwergen, die größtenteils nicht einmal Krieger sind, dreht, nervt das einfach. Es nervt genauso wie wie drei unbesiegbaren Über-Jäger im Herrn der Ringe genervt haben. Doch anstatt sich hier zurückzunehmen und deren Finalkämpfe in der Schlacht einzubetten und diese rund zum Abschluss zu bringen, schwenkt man mitten im Geschehen davon weg, um sie nie wieder zu Gesicht zu bekommen, und das an einer Stelle, an der das das fünfte Heer (meiner Ansicht nach Bolgs) noch nicht einmal das Schlachtfeld betreten hat. Dieses dramaturgische Versagen versucht man zu rechtfertigen durch einen endlosen Superheldenshowdown. Wie oben geschrieben, störe ich mich nicht an diesem überfrachteteren Fantasiestil. Hier jedoch hört der Spaß auf. Dabei war die Auseinandersetzung zwischen Thorin und Azog gelungen. Wenn da nicht diese unsäglichen gefühlt 10 Zwischenbossfights parallel ablaufen würden. Ich will hier nicht groß ins Detail gehen, jedoch hätte Jackson, der für mich an nahezu allen anderen Stellen dieses und der vorherigen Tolkienfilme das richtige Gespür für eine passende Adaption hatte, hier das Sprichwort "Weniger ist mehr" beachten sollen.

Insegsamt hat mich der Film hervorragend unterhalten. Oft genannte Kritikpunkte, wie die störende Anwesenheit Alfrids oder Tauriels Romanze finde ich absolut passend und im Kontext des zweiten Teils konsequent weitergeführt. Gerade Tauriel als Figur finde ich hervorragend und gar nicht deplaziert. Im Gegenteil verbessert für mich die Einbindung der Düsterwaldelben sehr, da sie durch diese Protagonistin und ihren Konflikt stark an Profil gewinnen. Darüberhinaus stellt Tauriel für mich ebenfalls eine willkommene Ausnahme gegenüber der zugespachtelten Botoxschlampen, die heutzutage leider den Großteil der Kinoproduktionen dominieren und durch vieles, jedoch sicher nicht ihr Schauspiel überzeugen, dar. Evangeline Lillie (Richtig geschrieben?) dagegen überzeugt durch absolut grundsympatisches Schauspiel und natürliche Attraktivit , was auch einmal neben der Kili-Kontoverse beachtet und gewürdigt werden sollte.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln