Zum tänzelnden Pony > Herr der Ringe
Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere
(Palland)Raschi:
--- Zitat ---Es stimmt also sehr wohl, dass der Erebor strategisch für beide Seiten sehr wertvoll ist [...] Ohne die Zwerge vom Erebor gäbe es keine Königin [sic !] in Gondor
--- Ende Zitat ---
Öhm, strategisch wichtig ist auch die Furt über den Isen, oder Khazad-Dum.
Der Erebor ist tatsächlich kaum mit diesen Orten zu vergleichen, befindet er sich doch vergleichsweise weit vom Zentrum Mittelerdes entfernt.
Warum Sauron sich gerade für den Erebor interessieren sollte, verstehe ich immernoch nicht.
Ohne die Zwerge vom Erebor. Es geht allerdings um den Standort selber, und nicht um die Personen, die dort wohnen.
Und übrigens hätte es ohne Rohan, Frodo, etc auch keinen König mehr in Gondor gegeben.
Hätte er doch dann damit anfangen sollen ;)
Allerdings dürfte Sauron kaum so weit gedacht, und das alles vorhergesehen haben können, sonst wäre es so wie es geschehen ist, niemals passiert.
Ihm ging es nach seiner Niederlage auch erstmal darum wieder auf die Beine zu kommen, und das möglichst unbehellig.
Und mal ganz ehrlich. Was soll Sauron denn bitte mit dem Erebor. Ea hat schon geschrieben, dass er sehr schwach ist und gerade mal so in Dol Guldur Fuß fassen konnte. Das liegt auch noch sehr optimal, um möglichst viel Einfluss zu nehmen.
--- Zitat ---Ich habe mir das auch mal ausgemalt gehabt, ohne den Erebor wären die Orks in den Norden eingefallen und Bruchtal belager, vielleicht sogar von dort nach Rohan. Es gäbe genug Ostlinge um den Goldenen Wald zu belagern und dann wäre Rohan zwischen drei Fronten gefangen gewesen und ohne Rohan wäre Minas Tirith gefallen. Also das der Erebor wichtig für die Freien Völker war, und unbeding wieder von Zwergen besetzt werden sollte stimmt,
--- Ende Zitat ---
Warum ? Bruchtal liegt doch direkt am Fuße des Nebelgebirges. Und vorallem an der vom Erebor abgewandten Seite. Gundabad oder Dol Guldur ist insbesondere auch viel näher, als der Erebor. Die Zwerge wären Sauron wohl kaum in den Rücken gefallen, wenn er gegen Elben in den Krieg ziehen würde. Tatsächlich wäre Khazad-Dum auch dann viel gefährlicher für Sauron gewesen, als der Erebor, und könnte auch bei einem potentiellen Feldzug stören.
Den Rest, den Du schreibst kann ich nicht nachvollziehen.
Whale Sharku:
Warum stellen wir uns die Frage, was für die Film-Interpretation spricht, aber nicht was gegen die Buchvorlage gesprochen hätte?
Und da kann ich nicht viel erkennen. Ich war bei der Verbindung von Azog und Sauron schon im zweiten Film extrem (negativ) überrascht. Klar stehen ranghohe Orks unter der Fuchtel des Nekromanten, aber das sind dann doch keine plündernden, ihren lächerlichen Fehden nachrennenden Häuptlinge... oder...?
Vergleichen wir Azog tatsächlich mal mit Gothmogs Diziplin und Ergebenheit. Okay, letzterer spielte den General aus Mordor zu einer Zeit, als sich Sauron schon sehr viel mehr gesund gestoßen hatte. "In der Not frisst der Teufel Fliegen", warum also nicht auch Sauron.
Aber was zum Geier hat er davon, den Erebor anzugreifen? Dass seine Orks ihm die Schätze tonnenweise unterschlagen würden, muss ihm doch klar sein. Sauron ist doch kein Depp. Und die Zukunft kann er auch nicht sehen, soll er nun wirklich den Märchen eines kleinen narbigen Häuptlings trauen, über Thorins Gemeinde, und dann auch noch davon ausgehen, dass Smaug dagegen untergehen wird? Was!? (Stimme da meinen Vorpostern voll und ganz zu)
Hingegen macht es absolut Sinn, dass die erzürnten Scharen von Orkstadt vom toten Drachen hören, eins kommt zum anderen, und der große Plündermarsch beginnt. Es ist nicht nur plausibel, sondern es passt auch zehn Mal besser zu den Dimensionen der Schlacht, die mit dem Ringkrieg nicht verglichen werden können und dürfen. Auch in ihrer Bedeutungsschwere ist und bleibt sie im Buch trotz aller Ernstigkeit sehr lokal. Wir hören kein Wort von Gondor, obwohl Gondor die Weltmacht Nr. 1 ist und "lediglich" ein paar hundert Kilometer südlich gelegen.
Nein, wenn man Tolkiens Bücher denn auf einer Linie sehen will, dann ist die Schlacht der Fünf Heere ganz sicher nicht mehr als ein Signal, ein Startschuss für die Freien Völker, ihre tiefen Abneigungen zu vergessen. Und der neue Erebor, ja, der neue Erebor. Ist doch kein Wunder, dass man im Ringkrieg nichts anderes davon hört als "wurde von Ostlingen überrannt" - Zwerge reproduzieren sich nunmal nicht wie die Hasen, wie viele Zwerge können das später schon gewesen sein? Zweihundert?
Ich kann all dem zum Trotz verstehen, dass man Dol Guldur und die Schlacht irgendwie miteinander verbinden wollte, aber warum denn so plump?
Saruman der Bunte:
Auch wenn die Schlacht der fünf Heere kein Ringkrieg war, war es immerhin der großteil der Orks der Nebelberge zu der Zeit. Ich sehe die Ereignisse des Hobbits als mindestens so wichtig (eher wichtiger) wie die Angmar Kriege (Tod von Smaug, Dezimierung der Orkbestände, Vertreibung des Nekromanten, Errichtung stabiler Zwergen- und Menschenreiche im Norden, Ringfund).
Ps:Ich habe übrigens eine Erklärung für die ganzen Unstimmigkeiten im Hobbit Film gefunden; Bilbo erzählt ja die ganze Geschichte, wer sagt denn, dass er sie nicht ein bisschen ausgeschmückt hat? ;)
Gruß, Saruman.
Whale Sharku:
Nunja, eigentlich kannst du Angmar als den Vorgänger von Mordor betrachten.
Nur dass Angmar wesentlich länger gelebt hat und sein Ziel erreicht hat: Die eine Hälfte von Mittelerde in den totalen Ruin stürzen. Das heißt, Angmar vs. Arnor war viel epischer und folgenschwerer als Mordor vs. Gondor.
Dementsprechend sagst du aus, dass die Hobbit-Handlung für dich mindestens noch einige Male wichtiger sei als die des Herrn der Ringe (der sich nunmal im Kern um Mordor und Gondor dreht). ;) Darfst du ja auch. Aber wenn ich mir dich so anhöre, weiß ich nicht, ob du es so schon betrachtet hast.
(Palland)Raschi:
Die Schlacht der 5 Heere hatte global lediglich langfristig die Auswirkung, dass die Zahl der Orks des Nebelgebirges dramatisch geschrumpft war.
Die Ereignisse des Hobbits sind wirklich weniger global bedeutsam, als der Film es uns weismachen will.
Und genau hier zeigt sich auch wieder, dass man die Kirche nicht im Dorf lassen konnte. Geschichten müssen eben nicht immer Linear auf eine Sache hinauslaufen, sondern können wie eine Baumkrone in viele Richtungen verlaufen. Der Erebor war schlicht und einfach ein Nebenschauplatz.
Wie Whale es schon treffend formuliert hat, ging es darum, dass jeder seinen Anteil am Reichtum haben wollte. Welche Bedeutung die Bergfestung strategisch hat, wird wohl zu der Zeit niemanden interessiert haben.
Angmar jedoch war weit bedeutsamer, da es unmittelbar die Elbenreiche bedrohte, sowie die Vernichtung des Königreichs Arnor einleutete.
--- Zitat ---Ich habe übrigens eine Erklärung für die ganzen Unstimmigkeiten im Hobbit Film gefunden; Bilbo erzählt ja die ganze Geschichte, wer sagt denn, dass er sie nicht ein bisschen ausgeschmückt hat?
--- Ende Zitat ---
Also das wäre arg plump. In der Feuerzangenbowle kann ich das ja noch glauben, aber wie sollte denn gerade Bilbo an die ganzen Erkenntnisse gelangen ? Außerdem wird er wohl eher das was er persönlich erlebt hat beschreiben (wie man das bei Abenteuern auch so macht), als irgendwelche globalen Zusammenhänge ergründen.
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