Zum tänzelnden Pony > Herr der Ringe

Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere

<< < (110/206) > >>

Gwanw:
Ich habe nun gestern auch den Film gesehen und muss sagen, dass es ein Meisterwerk ist. Peter Jackson hat meiner Meinung nach sogar Herr der Ringe weit übertroffen. Der dritte Teil vom Hobbit hat einfach alles, was ein Film braucht, epische Schlachten, eine durchdachte Story, coole Monster und Waffen, starke Charaktere, usw.
Zunächst mal beim Start angefangen. Dass Smaugs Tod so schnell kommt, dürfte klar gewesen sein, ist ja auch so ähnlich im Buch. Dass dieser Teil allerdings in den dritten Teil gepackt wurde, ist einfach nur sinnvoll, da man sich danach sehnt, was passiert jetzt, wie wird Bard ihn töten, wer wird sterben, etc. Sehr gelungen, muss ich an der Stelle sagen, genauso wie die Szene selbst, als man meint, alles sei verloren. Doch Jackson meistert die Situation, indem er noch mehr Dramatik verleiht und schließlich der schwere schwarze Pfeil auf der Schulter seines Sohnes doch noch das rettende Geschütz ist. Zusätzlich immer wieder die kleinen Gags, die auch zum Glück später im Film nicht zu kurz kommen, runden alles perfekt ab.
Schließlich geht es einige Zeit sehr buchgetreu weiter, die Leute fliegen zum Berg hin nach Thal. Dort kommen dann auch die Elben dazu, und das erste Schlachtfeeling entsteht. Wie zwischendurch auch noch Thorin als absolut Wahnsinnig dargestellt wird, zeigt die Macht des Schatzes im Berg und deren gesamten Einfluss auf alle kommenden Geschehnisse.

Auch der Kampf in Dol Guldur ist atemberaubend, die Ringgeister waren ja im Herr der Ringe etwas merkwürdig dargestellt, hier erscheinen sie wesentlich machtvoller und entsprechen absolut dem Bild vom Buch. Wie sie sich die ganze Zeit rumteleportieren, wie echte Geister eben, da sie ja nicht an einen Körper gebunden sind, etc, offenbart einfach, wie mächtig Sauron ist. Umso schöner ist das Schmackerl, als Galadriel dann mit ihrer Macht, die ja weitaus mächtiger ist, Sauron vertreiben kann. Dabei meinen vllt viele, sie wäre übertrieben dargestellt, aber man darf nicht vergessen, aus welchem Geschlecht sie ist und v.A. wie mächtig, sie ist eine der Elben aus Valinor.
Letztlich schaffen sie es dann, Gandalf zu befreien, wodurch sich auch die Story in Thal weiter entwickeln kann.

Hier versucht dann Gandalf alle wegen der Anrückenden Orkarmee zu warnen, jedoch hat sich bereits die Gier nach dem Schatz viel zu stark in die Herzen der Elben, Menschen und Zwerge eingebrannt, weshalb eben keiner hören will. So kommt es zur Aufstellung am Tor, bei der die ersten heroischen Sätze fallen. Schließlich erscheint am Hügelkamm auch noch völlig überraschend Dain mit seinem Gefolge, bereit, Thorin gegen die Elben beizustehen. Kurz bevor die Situation dann eskaliert, kommen jedoch die Orks aus dem Nichts, denn die Erdfresser haben geheime Gänge gegraben. Völlig unvorbereitet verbünden sich also die Elben und Zwerge, ebenso, wie es auch im Buche war, gegen die Orks. Dabei kommen Monster auch noch zum Einsatz, die wirklich eine düstere Atmosphäre vermitteln. Schließlich wird Thal vom Berg getrennt und bereits hier erscheint die Lage aussichtslos. Auch noch will sich nun Thranduil zurückziehen, was alles verschärft. Doch Thorin schafft es, sich zu sammeln, und stürmt mit seinen Mannen aus dem Tor, schlägt sich durch die Orks, und reitet schließlich zu Azog, um "der Schlage den Kopf abzutrennen".

Wer es bisher nicht erkannt hat, ich fand den Film eine Katastrophe, das bisher gesagte war ironisch und sarkastisch gemeint.
Wer kommt auf so eine bescheuerte Idee, dass so ein 10kg schwerer Pfeil einfach mal von Bogenresten auf der Schulter eines Menschen zielgenau abgeschossen werden kann.
Da ich jetzt gar nicht erst anfangen werde, jede Minute im Film zu kommentieren, was daran bescheuert war, ein Urteil über den gesamten Film:
Sie haben jeden Fehler gemacht, den man machen kann, der Film bestehlt eig nur als Story- und Logikfehlern, allem hat man versucht, einen eigenen Charakter zu geben und sogar beim CGI haben sie im großen und ganzen versagt. Und als wäre es nicht genug, wurden krampfhaft Elemente von HdR übernommen, wodurch sie sogar noch dieses Meisterwerk mit runterziehen. Ich musste wirklich öfter im Kino überlegen, ob ich mir den bis zum Schluss antue.
Um alles nochmal in dem Satz zusammenzufassen, der mir als ersten nach dem Film eingefallen ist:
Der Film ist die schlechteste Verfilmung seit Eragon.

(Palland)Raschi:
Hat ja auch keiner was dagegen, wenn ihr den Film gut findet. Es kommt eben darauf an, welches Maß man anlegt. Und ich messe halt mit dem Maß, welches sich der Film selber gibt, und das ist die Filmadaption vom HDR. Der Hobbitverfilmung ist nämlich offenbar mehr als Prequel produziert worden, denn als eigenständige Filmreihe, wofür die massiven Anspielungen, und Bezüge zum HDR sprechen. Meiner Ansicht war das einer der größten Fehler, die man machen konnte und die vermeindlich einfachere Variante, den relativ einfach Film aufzupeppen.
Damit hat man sich aber am Ende keinen Gefallen getan, zeigten sie doch damit einen gewissen Grad an Unvollkommenheit und Abhängigkeit. Hätte man die Bezüge weniger stark in den Vordergrund gerückt, vielleicht sogar gar nicht bewusst benannt, so hätte ich eine unabhängige Bewertung vorgenommen. (Diese wäre allerdings aufgrund der grundsätzlich schwachen filmischen Umsetzung (Kritik siehe oben) auch nicht erheblich besser ausgefalllen)

Wer allerdings einen anderen Maßstab anlegt, der sich mehr an dem orientiert, was so heutzutage im Kino läuft, wird natürlich eine deutlich positivere Bewertung vornehmen können.

Edit:

Ich war von deinen ersten Sätzen geschockt, Gwanw  :D Aber dann stellte sich doch Erleichterung ein. In der Tat kann ich deinen Ausführungen voll zustimmen. Man merkt den Filmen an, dass sie vielfach sinnlos und logikfrei sind. Das ist mitunter das Todesurteil für jeden Film.

Beorn Pelzwechsler:
Ich kann gar nicht nachvollziehen, wie stark über den Film hergezogen wird.
Er kommt natürlich nicht an den HdR ran, aber da habe ich damals beim Buch schon erhebliche Unterschiede festgestellt. Den HdR habe ich 4 oder 5 mal gelesen, den Hobbit bisher einmal.
Es gibt große Abweichungen, aber die sind auch absolut notwendig. Eine reine Buchverfilmung wäre ja keinesfalls wünschenswert gewesen.
Szenen wie der Sprung durch das Eis stören mich natürlich schon und sind einfach nur nervig, aber doch notwendig um den normalen Kinogänger zu unterhalten.
Die Kritik gegenüber Legolas stunts kann ich nur schwer nachvollziehen. Ich fande die jetzt auch nicht schlimmer als den Olifant der mich im HdR unglaublich gestört hat.
Die Schlacht selber fande ich auch ganz in Ordnung. Die Tunnelgräber (oder wie die Würmer heißen) mussten nicht unbedingt sein, aber die Trolle fand ich ganz in Ordnung. Irgendwelche Monster mussten da ja schließlich hinzuerfunden werden...
Ich hätte den Film selber definitiv in einer anderen Form gewünscht (inklusiv Teil 1 und 2), aber so schlecht wie er hier oft dargestellt wird war er für mich nicht.

(Palland)Raschi:

--- Zitat ---Es gibt große Abweichungen, aber die sind auch absolut notwendig. Eine reine Buchverfilmung wäre ja keinesfalls wünschenswert gewesen.
--- Ende Zitat ---

Dass es Abweichungen gab, war eigentlich kaum ein Punkt, der stark kritisiert wurde, jedenfalls hier nicht. Mitunter gefallen mir Abweichungen sogar besser. Dass in Helms Klamm beispielsweise Elben auftauchen und ein letztes Mal das Bündnis zum Kampf gegen Sauron besiegeln, war eine sehr gelunge Eigenkreation.
Kritik kam eher bezüglich der wenig durchdachten Abweichungen.
Der Film war nicht nur eine schlechte Literaturverfilmung, sondern unabhängig davon auch nur ein höchstens durchschnittlicher Film.
Mitverschuldet hat man das mitunter auch durch die Wahl das Buch als 3-Teiler zu drehen. So riss man Lücken auf, die man nicht in der Lage war, angemessen zu füllen.


--- Zitat ---Szenen wie der Sprung durch das Eis stören mich natürlich schon und sind einfach nur nervig, aber doch notwendig um den normalen Kinogänger zu unterhalten.
Die Kritik gegenüber Legolas stunts kann ich nur schwer nachvollziehen. Ich fande die jetzt auch nicht schlimmer als den Olifant der mich im HdR unglaublich gestört hat.
--- Ende Zitat ---

Es stimmt, dass man im HDR solche Szenen hatte, allerdings waren sie doch recht übersichtlich verteilt. Im Hobbit gibt es kaum Szenen, wo Legolas mal "normal" drauf ist. Was ursprünglich ein netter Gag war, mit dem man den kritischen HDR Zuschauer nicht vergraulte, aber den gemeinen Publikumsgänger erfreute, hat sich zu einer Art Dauerzustand bei Legolas und anderen Elben entwickelt.
Allerdings ist das Abstoßen von fallenden Steinen schon extrem, es ist physikalisch unmöglich, und damit unglaubwürdig ist; es ist praktisch die Spitze der Übertreibung.
Ich hätte das allerdings noch verkraftet, wenn der Rest des Films überzeugend gewesen wäre. Nur da der Hobbit grundsätzlich ein Glaubwürdigkeitsproblem in vielerlei Hinsicht erzeugte, hätte man hier kürzer treten müssen.

Tar-Minyatur:
Ich will nicht sagen das er ein gutwr film in meinen augen ist, aber wer urteilt über gut und schlecht es ist ja von jedem einzelnen die persönliche meinung.
und ich finde so lange der film das publikum unterhaltet und spass beim schauen machz ist er nicht allzu schlecht. Und eigentlich fand ich ihn auch relativ gut zum schaun....und ja vl sind viele scenen unglaubwürdig...aba ja....leider hat es pj so gemacht....er hätte es sicher auch besser machen können, aber ich finde die hobbit triologie jetzt auch nicht einen reinfall.
im großen und ganzen hat sie mir eigentlich gefallen :)

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln