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Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere

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Eomer der Verbannte:
Als Kinoversion(gekürzt) fand ich den Film gut, man hätte zwar ein paar Stellen besser machen können bzw realtischer/ Buch getreuer. Natürlich wird die Extended Version besser sein und darauf werde ich auch warten. Meiner Meinung nach könnte die Extended Version des 3 Teils eventuell sogar die Rückkehr des Königs Extended schlagen, aber ob dies auch so sein wird, wird man noch sehen.

Wie bei allen "Herr der Ringe" Teilen , meiner Meinung nach, werden diese erst durch die Extended vollständig sein. Dasselbe gilt auch für die "Hobbit" Teile.

Mornen:
Ich mische mich ja nur äußerst ungern ein, aber hättet ihr die Freundlichkeit
Zu erläutern, was genau ihr am Hobbit 3 nicht mögt?
Ihr habt Recht, es gibt (erstaunlich) viele, denen der Film "nicht ganz zusagt". Aber es gibt auch viele (die sich leider nicht an Chats/Threaden/Foren beteiligten) die genauso denken wie ich.                           
Mir tut es bloß für diejenigen leid, die keine Freunde an den Film(en) haben. Ich habe den Film nochmal durchgesehen, aber ich kann kaum! irgendwelche Ungereimtheiten erkennen. Sind es die Schauspieler, Kostüme, Handlung, Regie, Drehorte, ... die euch nicht gefallen?  :( Ich hoffe aufgrund dieser Meinung werde ich jetzt nicht als "Ignorant" angesehen und gleich entfernt. [uglybunti]

Whale Sharku:
Du wirst auf keinen Fall "entfernt"... das mit dem ignorant allerdings... mal schauen :P
Peter Jackson hat halt gegenüber dem HdR alle Regeln der Kunst des "emotionalen Kinos" über Bord geschmissen um nicht zu sagen, vergewaltigt.
Die Ankündigung, dass der dritte Film ein "sehr emotionaler Film" werden würde, zeigt halt irgendwie die totale Vermessenheit und Fehleinschätzung. Guck dir an, wie in Game of Thrones mit den Charakteren und mit der Angst, Zuneigung, oder Abscheu des Zuschauers umgegangen wird. Und dann guck dir an, was im Hobbit passiert. Ist einfach super amateurisch in gewissen Hinsichten, über die es die einen halt damit hinweg tröstet dass es in anderen Sachen klasse ist, und die anderen nicht. Daher kommt denke ich der Clinch^^

Azaril:
Gnomi hat ein paar Seiten vorher einen meiner Meinung nach ziemlich guten Kommentar geschrieben, dem ich nur zustimmen kann. Der sollte dir deine Frage beantworten, Mornen. ;)
Aufgrund der Größe des Zitats habe ich es in einen Spoiler gepackt:


--- Zitat von: Gnomi am 14. Feb 2015, 15:50 ---Also auch nach einigen Wochen bzw. Monaten hat sich meine Meinung nicht sonderlich verändert.

Ich finde die Filme alle maximal okay. Sowohl als Actionfilme, als auch als Buchverfilmungen finde ich sie nicht gut. Manche Veränderungen finde ich sehr gut und ich kann durchaus verstehen, dass man Dinge ändern muss. Einen Kinderfilm hätte ich mir hier auch nicht gewünscht, jedoch lebt für mich Mittelerde durch Realismus. Ich finde Mittelerde so viel besser als andere Geschichten, weil ich das Gefühl habe, dass es theoretisch tatsächlich so existieren könnte. Das hat der Herr der Ringe finde ich sehr gut rübergebracht. Es gibt viele realistische Szenen, wo man eben denkt: "Ja, wenn es Elben geben würde, dann würde das tatsächlich auch so passieren können."

Beim Hobbit hat mir dieses Gefühl komplett gefehlt. Es waren zu viele kleinere und größere Unstimmigkeiten drinnen und zu viele "perfekte Zufälle". (z.B. wie das Schiff vom Bürgermeister getroffen wird - sowas passiert vor allem im dritten Teil andauernd)

Ich kann Teile davon mit  Dead Space und Left for Dead 2 vergleichen.
Dead Space ist ein richtig gutes Zombiespiel. (bzw. Horrorspiel) Es gibt einem das Gefühl, dass es tatsächlich so passieren könnte. In Left for Dead hatte ich eher das Gefühl, dass da eine Gruppe sagt "Let's kill some Zombies and have fun". Das ist so ähnlich wie der Kampf von den Gefährten in Moria/Amon Hen. Sie sind zu neunt und haben gegen 50 Orks/Uruks schon massive Probleme und können da nicht bestehen.
Genauso wurden die Zwerge ja in der Orkstadt von einer handvoll Orks überfallen und gefangen genommen (klar Überraschungsvorteil und so^^).
Im dritten Teil kommt Dwalin dann an und sagt, dass er mehr oder weniger alleine mit 200 Orks fertig wird. Das klingt für mich nach dem Buch "Die Zwerge", aber nicht mehr nach Herr der Ringe.^^


Man kann es mögen und gerne spielen, jedoch sagt es mir nicht zu. Wenn ich ein Spiel oder einen Film ernst nehmen soll, dann braucht er zumindest einen Funken Realismus. Für mich ist speziell der dritte Teil gute Commedy.

Und eigentlich sollte es ja gerade das nicht werden, sondern ernsthaft werden.

Ich persönlich finde den ersten Teil weiterhin ziemlich gut, den zweiten Teil Murks und den dritten Teil okay.
Jedoch wäre durch das weglassen vieler Szenen meiner Meinung nach viel gewonnen worden.
Z.B. verstehe ich folgende Dinge einfach nicht:
Warum gibt es diese Trollkopfnussramme aka Yolotroll? Die hat rein garnichts gebracht außer einen zum Lachen zu bringen, weil es so sinnlos ist.
Warum hat Legolas so viel Zeit bekommen? Die Grundidee, dass Legolas vorkommt finde ich gut. Ich denke damit hätte sich viel machen lassen, jedoch bekommen er und Tauriel so viel Zeit, dass man leider die Zwerge kaum kennen lernt. Bei den Gefährten hatte man das Gefühl, dass jeder wirklich einen eigenen Charakter hat. Klar war das von Tolkien auch schon besser vorgegeben, jedoch bleiben im Film die Zwerge meiner Meinung nach viel zu blass. Ich denke die Hälfte der Zeit für Legolas hätte dem Film gut getan. Damit hätte man andere Sachen besser beleuchten können und evtl. auch Dinge wie die Beerdigung von Thorin reinbringen können.

Warum zum Henker wurde ein toter Charakter wiederbelebt? [ugly]
Ich kann ja verstehen, dass es spannender ist, wenn es quasi einen Lurtzverschnitt mit einer Hintergrundgeschichte gibt, der die Zwerge jagt. Die Idee gefällt mir durchaus und ich mag sie, jedoch versteh ich nicht wieso sie nicht einfach gesagt haben, dass Bolg auf einem Rachefeldzug ist, weil Thorin seinen Vater getötet hat.

Wie kamen Legolas und Tauriel in so kurzer Zeit bis zum Gundabadberg und wieder zurück? Allein um die Strecke zu reiten vergehen schon mehrere Tage/Wochen. Wie kam Gandalf so schnell von Radagast zum Erebor, wie kamen die Zwerge, die in der Seestadt geblieben sind so schnell zum Erebor, wie... Allgemein einfach die Zeiten: Man hat das Gefühl, dass sie sich teleportieren und keinerlei Zeit vergeht und sie dabei Mal schnell halb Mittelerde abklappern.

Wieso schickt Thranduil Legolas nicht in den Westen, sondern in den Norden? Würden wir, wenn wir in Norwegen sind sagen "Geh nach Norden nach England"? Nein, weil es zwar im Norden von Europa liegt, der andere jedoch eindeutig nach Westen laufen soll.

Wieso haben sie das Design von Smaug nach dem ersten Kinoteil nochmal geändert? Also dass man bei den normalen Kinoeditionen im Grunde zwei verschiedene Designs hat. Das find ich sehr schade... klar kann es bei Schauspielern (z.B. Dumbledore oder Gandalfs Synchronsprecher) passieren, dass einer stirbt und ersetzt werden muss, jedoch könnte man sich doch bei solchen Computergemachten Dingen schon vorher genug Gedanken machen...^^

Es gibt noch viele weitere Fragen, das sind so ein paar, die mir den Film ziemlich versaut haben. Das letzte eher nicht, aber die vorherigen.

Man merkt, dass Leute dran gearbeitet haben, die sich gut mit Tolkien auskennen und auch ein fähiger und sehr guter Ressigeur dabei war - jedoch hat man sich meiner Meinung nach zu weit vom Buch entfernt und von dem Stil, der meiner Meinung nach Mittelerde ausmacht.


Ich kann verstehen, dass anderen Leuten die Filme gefallen, jedoch gefällt er mir nicht und auch meinen Freunden nicht, sowohl denen die das Buch gelesen haben, als auch die, die das Buch nicht gelesen haben. Ein Kommentar, der mir da sehr gut gefallen hat war, dass auf einen der Film so gewirkt hat, als wäre eine coole Geschichte hinten dran, aber der Film schmeißt einem ständig irgendwelche Spezialeffekte hin und sagt: "MAG MICH! MAG MICH! SCHAU WIE TOLL ICH BIN!", anstelle dass er seine Geschichte gut erzählt.

--- Ende Zitat ---

Radagast der Musikalische:
Das ist allerdings auch alles relativ. Man kann nicht sagen, dass der "Hobbit" ein schlechter Film ist, da es auch im Auge des Betrachters liegt.
Was erwarte ich von einem Film? Was gefällt mir an einem Film? Was ist mir wichtig? Wie wichtig ist mir emotionale Tiefe? Wie wichtig ist mir Design? Wie wichtig ist mir eine hohe Actiondichte? usw... Das ist eine Liste, die sich unendlich fortführen lässt und nicht einheitlich beantwortet werden kann. Eben das ist das Problem an der Bewertung von Film. Ich kann technische Gegebenheiten relativ objektiv beurteilen, sodass alle damit übereinstimmen, aber darüber hinaus ist es alles vom Schauenden selbst abhängig, was diesem wichtig ist und wie er Dinge wahrnimmt. Ich zum Beispiel habe auch bei HdR keine großartige emotionale Tiefe entdeckt. Man kann also nicht von Vermessenheit oder Fehleinschätzung sprechen, zumindest nicht pauschal...
Nur, damit das nicht falsch verstanden wird... Das soll kein Loblied auf die Hobbit-Trilogie sein, weil auch mich ein paar Dinge stören.

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