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Autor Thema: Cyneric, erster Charakter von Fine  (Gelesen 7117 mal)

Fine

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  • Ritter Gondors
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  • Beiträge: 1.848
  • Ich hab da ein ganz mieses Gefühl bei der Sache...
Cyneric, erster Charakter von Fine
« am: 31. Mär 2015, 22:00 »
Name: CYNERIC (Rohirrisch: "Königsstärke")
(sowie sein zweites Ross RYNESCEAD ("Geschwinder Schatten"))

Geschlecht: Männlich

Rasse: Rohír (Mensch aus Rohan)

Alter: ca. 36

Geburtsort:
Hochborn im Hargtal

Start: Aldburg

Aussehen: Cyneric hat dunkle, recht kurz geschnittene Haare und einen ebenso dunklen, Stoppelbart. Er hat graue Augen und ist kräftig gebaut. Über seinen linken Unterarm verläuft eine alte Narbe.

Charakter: (Hier gibt es sozusagen eine Vorher-Nachher-Situation, die durch einige Ereignisse im und nach dem Ringkrieg ausgelöst wurde.) Cyneric war vor dem Krieg oft zu Scherzen aufgelegt und war im Allgemeinen freundlich und umgänglich. Als Mitglied der Königlichen Garde fühlt er sich jedoch teilweise für den Tod der Könige Théoden und Éomer verantwortlich, da es seine Aufgabe gewesen wäre, diese mit seinem Leben zu verteidigen. Während der Besetzung Rohans durch Sauron wurde seine Frau Feorthryth getötet und seine Tochter Déorwyn verschwand. Außerdem verlor er sein erstes Ross Scùrwíne ("Sturmfreund") während der Befreiung Rohans von der Besetzung durch Saurons Mund. Diese Ereignisse führten dazu, dass Cyneric nun meist sehr düster gestimmt ist und manchmal sarkastisch sein kann. Er neigt dazu, angesichts der Situation in Mittelerde, die Hoffnung auf ein Ende der Herrschaft Saurons aufzugeben. Er kann gut Befehle befolgen und in einer Gruppe arbeiten bzw. kämpfen, fühlt sich jedoch alleine schnell überfordert, besonders wenn er eigene Entscheidungen treffen oder improvisieren muss.

Fertigkeiten: Als ehemaliges Mitglied der königlichen Wache ist Cyneric sowohl im berittenen Kampf als auch im Gefecht zu Fuß gut ausgebildet. Zu Pferd benutzt er eine Lanze, zu Fuß kämpft er mit Schwert und Schild. Er hegt eine Abneigung gegen Bögen und würde sich nicht besonders geschickt anstellen, wenn er einen benutzen müsste. Vor dem Krieg spielte er oft die Laute und sang dazu, doch nach dem Verlust seiner Familie und seines ersten Pferds nicht mehr. Er spricht Rohirrisch und Westron.

Ausrüstung: Cyneric besitzt Rüstung, Umhang, Schwert, Schild und Lanze der königlichen Wache, denen man einen längeren Gebrauch ansieht (also kein Top-Zustand mehr); außerdem einen Sattel mit großen Taschen und eine Bürste zum Striegeln seines Rosses. Zudem besitzt er eine Karte von Rohan und ein Messer zum Haareschneiden und Rasieren. Sein wichtigster Besitz ist ein altes Stück Stoff, auf dem der Abdruck einer Kinderhand in grüner Farbe zu sehen ist (stammt von seiner Tochter, als sie noch klein war).

Eigenschaften:
+ Ausgebildeter Soldat: Hat bereits einige Schlachten geschlagen und weiß sich zu verteidigen
+ Exzellenter Reiter: Wie die meisten Rohirrim beherrscht er die Reitkunst vorzüglich
+ Mutig: Hat nichts mehr zu verlieren seitdem er seine Familie verlor
+ Musikalisch: Kann Laute spielen und hat eine gute Stimme
+ Teamplayer: Arbeitet gut mit anderen zusammen

o Begrenztes Wissen: Kennt sich nur in der Welt der Menschen aus, hauptsächlich in Rohan, weniger in Gondor. Elben und Zwerge sind ihm (noch) fremd.
o Gehorsam: Befolgt Befehle von Kommandanten ohne sie infrage zu stellen

- Hoffnungslos: Sieht zuweilen den Krieg gegen Sauron als bereits verloren an
- Schwach im Fernkampf: Kommt mit Bögen nicht zurecht
- Kein Einzelgänger: Fühlt sich überfordert wenn er zuviele eigene Entscheidungen treffen muss
- Nicht spontan: Bekommt Probleme, wenn er improvisieren muss


Nun zur Geschichte!


CYNERIC - RINGKRIEG
I - DER GARDIST


"Alles stirbt," flüstert die Stimme. Sie klingt rau, aber ehrlich. Und doch hast du nie richtig zugehört.
"Selbst Berge werden zu Staub. Flüsse trocken aus. Wälder verdorren."
Du bist dir nicht sicher, woher die Stimme kommt. Du kannst nichts sehen, aber der Klang gefällt dir nicht. Du stellst dir einen Drachen vor, der die Worte spricht. "Alles stirbt," wispert der Drache.

Doch du denkst an deine Familie, und der Drache muss schweigen. Es herrscht wieder Ruhe in deinem Herzen.

Fürs Erste...



Hochborn im Hargtal, Königreich Rohan
5. Juli 3007, Drittes Zeitalter von Mittelerde

"Mutter, sieh doch! Er ist wieder da!"

Das vierjährige Mädchen zerrte an der Hand ihrer Mutter, zog sie ungeduldig zum Tor des kleinen Dorfs, wo sich ein Reiter gegen die tief stehende Sonne abhob.
"Ich sehe ihn, Déorwyn. Beruhige dich wieder," antwortete Feorthyth, während sich ein breites Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete. Sie folgte ihrer Tochter über die Hauptstraße Hochborns, doch der Reiter kam ihr bereits entgegen. Er trug die eindrucksvolle Rüstung eines königlichen Gardisten, den dazu passenden grünen Umhang mit Goldrand und den Schild mit der stilisierten Sonne, dem Abzeichen von Edoras. Der Reiter brachte sein Ross Scùrwíne zum Stehen und saß gewandt ab.

Feorthryth fiel ihm in die Arme. "Cwén, sie haben mich aufgenommen," sagte Cyneric leise, und erwiderte die innige Begrüßung seiner Frau. Denn es war wahr: Von diesem Tag an war er ein Mitglied der königlichen Garde von Rohan, hatte geschworen, König Théoden mit seinem Leben zu verteidigen. Er konnte sich kaum vorstellen, wie stolz seine Eltern wären, wenn sie diesen Tag noch erlebt hätten.
 
Cyneric nahm seine fröhlich umherlaufende Tochter auf den Arm, und Feorthryth ergriff seine freie Hand. Gemeinsam gingen sie die Straße hinunter, zu ihrem gemeinsamen Haus. Die ganze Familie strahlte vor Freude, was auch den restlichen Bewohnern von Hochborn nicht lange verborgen blieb. Vielen konnte man ansehen, wie erfreut sie waren, dass nun einer der Gardisten des Königs aus ihrem Dorf kam.

Einige Zeit später war die Sonne bereits beinahe untergegangen. Cyneric saß auf der Treppe vor dem Eingang seines Hauses, die Laute in der Hand, und sah seiner Tochter dabei zu, wie sie ihre kleine Hand in einen Eimer mit grüner Farbe gleiten ließ, um kurz darauf mehrere grüne Handabdrücke auf der Hauswand zu verteilen.
"Ich hoffe, diese Abdrücke werden den neuen Besitzer nicht stören," sagte Feorthryth hinter ihm.
"Es verleiht dem Haus einen ganz besonderen Anblick," erwiderte Cyneric grinsend. Natürlich würde er nun in Edoras wohnen, und er war erfreut gewesen, als man ihm mitgeteilt hatte, dass seine Familie ebenfalls mit ihm umziehen dürfe.

Déorwyn hatte inzwischen genug davon, die Wand zu verschönern, und kam herüber.
"Für dich!" sagte sie fröhlich, und ließ ein ungefähr einen Fuß langes und breites Stück Stoff in Cynerics Schoß fallen. Er drehte es um und fand einen weiteren grünen Abdruck der Hand seiner Tochter vor.
"Ich werde es immer bei mir tragen," versprach er, und steckte das Tuch ein. "Kommt. Ich kann es bis hier riechen - das Essen ist bald fertig." Seine Frau nickte lächelnd, und die Familie begab sich ins Haus.

Erst am nächsten Morgen, als er bereits wieder auf dem Weg nach Edoras war, entdeckte Cyneric den letzten grünen Handabdruck - auf der Vorderseite seines Gardistenschilds.



II - DER RITT DER ROHIRRIM


Beinahe hast du ihren Klang vergessen. Doch nun die Stimme wieder da.
"Alles stirbt, Cyneric. Selbst Berge werden zu Staub."

Du stellst dir vor, wie ein Speer die Brust des Drachen durchbohrt, und ihn zum Schweigen bringt. Der Schweif schlägt wie wild auf den Boden, zuckt schon bald aber nur noch schwach hin und her.

Leise hörst du ihn röcheln. "Alles stirbt....", und die Tür deines Herzens fällt diesmal nicht schnell genug zu....



Dunharg, Königreich Rohan
5. März 3019, Drittes Zeitalter von Mittelerde

Der Bote kam im Morgengrauen, und brachte die Nachricht vom Sieg in der Schlacht um die Hornburg. Doch auch weitere Neuigkeiten führte er mit sich: die große Heerschau Rohans sollte beginnen. Er war nur einer von vielen Meldereitern, die durch die Riddermark eilten, um den Befehl des Königs zu seinem Volk zu tragen.

Cyneric hatte den König nicht bei seinem Ritt nach Westen begleitet, sondern war bei der Herrin Éowyn geblieben, wie man es ihm befohlen hatte. Lange Stunden hatten sie im Hargtal auf Neuigkeiten aus dem Westen gewartet. Umso freudiger wurde die Kunde vom Sieg über Saruman und Isengard nun aufgenommen.
Doch einige sprachen davon, dass der Krieg noch nicht vorbei sein, und das Heer Rohans nun ostwärts, und in die Schatten reiten müsse. Cyneric dachte sich nicht viel dabei. Nun, da die unmittelbare Gefahr für Rohan abgewandt war, würde er freudig für seinen König kämpfen und dorthin gehen, wohin dieser es ihm befahl.

Seine Familie war in Sicherheit. Sie hatten mit ihm in Dunharg gewartet, doch wenn Théoden gen Osten ritt, würden sie für einige Zeit Abschied nehmen müssen. Déorwyn war zu einem hübschen sechzehnjährigen Mädchen herangewachsen, das dieselben blonden Haare wie ihre Mutter hatte. Cyneric war es ganz recht, dass die meisten jungen Männer entweder dem König zur Hornburg gefolgt waren oder so wie er selbst schon bald mit ihm ostwärts reiten würden. Dem ersten, der das Herz seiner Tochter brach, würde er die Beine brechen.
"Eines Tages wirst du sie hergeben müssen, " sagte Feorthryth schmunzelnd. Wieder einmal hatte sie seine Gedanken an seinem Gesicht abgelesen - eine Kunst, die sie meisterhaft beherrschte.
"Eines Tages, ja. Aber das dauert noch," erwiderte er, nun auch lächelnd. "Ich habe deine Hand rechtmäßig von deinem Vater erworben, " sagte er zu seiner Frau, die sich neben ihn vor sein Zelt gesetzt hatte.
"Das denkst du, " gab sie fröhlich zurück. "Vater sagte mir, du wärst nur der am wenigsten unbrauchbare Bursche aus einem Haufen nutzloser Grünschnäbel, die seine Tochter in ihren Bann gezogen hatte."
"Wie immer verdreht dein Vater die Tatsachen zu meinen Ungunsten," sagte er, gespielt beleidigt  drein blickend. "Ich war eindeutig die beste Wahl im ganzen Hargtal - ach was, in der ganzen Riddermark!"
So ging es noch eine Weile hin- und her, denn sie beide waren oft zu Scherzen aufgelegt und genossen ihren kleinen "Streitereien" sehr, vor allem, da sie sich jedes Mal darauf einigen konnten, jemand völlig anderem die Schuld zu geben.

Der Tag verstrich, ohne dass ein weiterer Bote eintraf. Eilig wurden Vorbereitungen für die Ankuft der Reiter Rohans getroffen. Zusätzliche Zelte wurden aufgebaut, und Platz für viele tausend Pferde wurde geschaffen. Herrin Éowyn schien der Aufgabe jedoch gewachsen zu sein, wie es Cyneric erschien der sie begleitete.

Vier Tage später, am neunten März, kam der Tag der großen Heerschau. Cyneric blieben nur noch einige Minuten, um sich von seiner Familie zu verabschieden, denn die königliche Garde trat in voller Stärke an, um mit ihrem König zu reiten. Er umamte seine Frau und Tochter lange und innig.
"Versprich, dass du heil zurückkehrst!", bat ihn Déorwyn, die ein einfaches grünes Kleid trug.
"Ich verspreche es," antwortete Cyneric sanft, und zeigte ihr das Tuch mit ihrem Handabdruck, das er stets bei sich trug. "Ihr beide werdet bei mir sein, und wenn alles vorbei ist, kehre ich zu euch zurück." Dann gab er seiner Frau einen innigen Abschiedskuss, bevor er sich auf Scùrwínes Rücken schwang, seiner Familie noch einmal zum Abschied winkte und sich dem Heereszug anschloss.

"Auf!  Auf!  ihr Reiter Théodens! Zu grimmen Taten:  Feuer und Schlachten! Speer wird zerschellen, Schild zersplittern,  Schwert-Tag, Blut-Tag, ehe die Sonne steigt! Nun reitet! Reitet!  Reitet nach Gondor!"

Nie hatte des Königs Stimme machtvoller und gebieterischer geklungen. Cyneric war, als ob er an jenem Tag zu neuer Jugend gefunden hatte.
"Reitet nach Gondor! Reitet in den Krieg!" erklang es um ihn herum, als sich das große éohere in Bewegung setzte. Sechstausend Speere nach Sunlending, hatte König Théoden gesagt. Blieben weitere sechstausend, um die Mark zu schützen, sollte der Feind einen Angriff in Abwesenheit des Königs wagen. Cyneric war zuversichtlich, dass Rohan nichts zustoßen würde, während er fort war, und so folgte er seinen Gardistengefährten das Hargtal hinab, an Edoras vorbei, und weiter auf den Schatten im Osten zu.


III DER PELENNOR


Dein Mut ist ungebrochen. Du hast den Drachen sterben sehen. "So bist du nun selbst gestorben, Bestie", sagst du dir; doch dabei erinnerst du dich an den Klang seiner Stimme.
"Alles stirbt, Cyneric," scheint sie aus dem Grab zu wispern. "Selbst Flüsse trocknen aus."

Du wehrst dich gegen den Einfluss, den der Drache auf dich nehmen will. Du bist ein Gardist, der geschworen hat, den Tod seines Königs zu verhindern. Und für eine Weile wird es wieder ruhig in deinem Herzen. Doch ein kleiner Funken verbleibt, und lässt sich nicht auslöschen.

Alles stirbt...



Pelennor-Felder, Königreich Gondor
15. März 3019, Drittes Zeitalter von Mittelerde

Cyneric hatte die Trommeln der Wása noch immer in den Ohren. "Komm, Pferdemenschen-Vater," hatte Ghân-buri-Ghân zu Théoden gesagt, und sie auf dem alten Pfad durchs Gebirge um die feindliche Streitmacht herum geführt. Und nun eilte das große Heer der Rohirrim gen Süden, auf die äußere Mauer Rammas Echor zu. Das Trommeln in Cynerics Ohren schwoll an, als die Rösser schneller wurden, und war schon bald ohrenbetäubend.
Wie rasend preschten sie über den Pelennor und passierten die Mauer, die an vielen Stellen zerstört worden war. Cyneric und seine Gefährten bemühten sich, ihrem König zu folgen, doch niemand konnte an diesem Tag mit Théoden mithalten. Sein Ross Schneemähne flog dahin wie ein weißer Blitz, und das ganze große Heer brach in Gesang aus, als sie wie Donner aus den Bergen durch die Reihen ihrer Feinde fuhren und sie zerschmetterten.

Seine Lanze färbte sich schwarz vom Orkblut, doch Cyneric hielt sie stur geradeaus, unter seinem Arm eingelegt. Er wusste schon lange nicht mehr, wieviele Feinde er gefällt, wieviele Leben er genommen hatte. Wie von Sinnen preschte er weiter südwärts, auf das Reiterheer der Südländer zu, die sich ihnen nun entgegenstellten. Die königliche Garde formte einen Keil hinter Théoden, der den Häuptling der Haradrim entdeckt hatte, und auf die Standarte, auf der die schwarze Schlange prangte, zuraste.
Die Südländer waren den Rohirrim zahlenmäßig überlegen, doch es half ihnen wenig. Angespornt durch ihren König machten sie die Haradrim auf der ganzen Linie nieder. Auch Cyneric gelang es, einige Feinde aus dem Sattel zu stoßen. Dann sah er, wie Théoden den Häuptling der Haradrim besiegte, und die schwarze Schlange in den Staub hieb. Wie er sich erhofft hatte, schien die Ankunft der Rohirrim den Sieg zu bringen.

Doch nur wenige Pferde hielten vor den Mûmakîl stand, die nun von Süden herankamen. Inmitten der großen Verwirrung verlor Cyneric Théoden aus den Augen. Er sah nicht, wie ein schwarzer Schatten auf den König herabstieß, sah nicht, wie Schneemähne stürzte. Auch das Ende des Schattens sah er nicht. Er fand sich nachdem er eine Staubwolke, die ein gefallener Mûmak aufgewirbelt hatte, zur Linken von Éomer, dem Erben des Königs wieder. Und gemeinsam mit ihm entdeckte er kurz darauf, dass Théoden ruhmreich gefallen war.

"Auf zu Zorn!" Cyneric schien es schwarz vor Augen zu werden.
"Auf zu Verderben! Und blutig Morgen!"

Éomers Kampfschrei brachte ihn wieder zurück, und gemeinsam mit den übrigen Rohirrim schloss er sich dem Ruf an, der über dem Pelennor erschallte:

"TOD!"


IV FINSTRE WOGEN


"Tod!" hallt es durch dein Herz, und der Klang scheint dich schier zu betäuben. Doch noch gibst du nicht auf. Die große Schlacht wurde gewonnen, und Rohan ist in Sicherheit. Aber dennoch...

"Alles stirbt, Cyneric," flüstert der Drache. "Könige. Fürsten. Selbst Wälder verdorren."

Und tief in deinem Herzen beginnst du, ihm zu glauben...



Anórien, Königreich Gondor
16. März 3019, Drittes Zeitalter von Mittelerde

Dreitausend Speere nach Sunlending.

Sie kehrten zurück, um jene zu beseitigen, die sie zuvor umgangen hatten. Marschall Elfhelm führte das überlebende Reiterheer der Rohirrim wieder gen Norden, nach Anórien, wo das Heer aus Ostlingen und Orks stand, dem sie zuvor mithilfe der Drúedain aus dem Weg gegangen waren.
Schwer lastete die Schuld auf Cynerics Schultern. Hier war er, ein Gardist der Königlichen Wache Rohans; doch der alte König war gefallen, und er hatte es nicht verhindern können. Und der neue König, Éomer, zog nun mit den Heerführern des Westens zum Schattenland Mordor selbst, um den dunklen Herrscher herauszufordern. Cyneric hatte seinen Befehl erhalten, mit Elfhelm zu gehen, und er würde ihn befolgen. Aber er gefiel ihm nicht, und bereitete ihm Kummer.

Das Heer der Ostlinge und Orks war bereits in Unordnung, als das éohere eintraf. Unter schweren Verlusten wurden sie ostwärts getrieben, bis ihnen der große Strom in die Quere kam. Einige wenige entkamen entweder über den Fluss, oder nach Norden, doch der Großteil des Feindheeres wurde vernichtet.  Marschall Elfhelm ließ ein vorläufiges Lager aufschlagen, bis weitere Nachrichten von den Heerführern des Westens eintrafen.
Und als sie eintrafen, schlug die Stimmung im Heer blitzschnell um. All ihre Pläne waren gescheitert, der Angriff auf Mordor zerschmettert, und der dunkle Herrscher hatte den Sieg.  Und schon kurz darauf hörte man aus Gondor, dass Sauron den König Elessar als Geisel hielt. Nun verließ selbst die Tapfersten der Mut, und das Heer begann, sich aufzulösen.

Elfhelm ritt schon bald nach Mundburg, um den Rat der dort verbliebenen Fürsten einzuholen, doch Cyneric blieb noch einige Tage mit seinen Gefährten im Lager. Sie hofften darauf, dass wenigsten ein paar der Rohirrim dem Gemetzel am Schwarzen Tor entkommen und es geschafft hatten, nach Westen zu fliehen; darauf dass sich vielleicht sogar die Meldung vom Tod ihres Königs als falsch erweisen würde. Doch als sie hörten, dass eine Streitmacht Mordors nach Rohan zog, traten auch die Letzten den bangen Ritt zurück in die Heimat an.

Doch der Schatten war schneller. In Edoras fanden sie nur verlassene Straßen vor, sowie Spuren eines hastigen Aufbruchs der Bevölkerung. Cyneric, dessen Herz vor Furcht um seine Familie brannte, eilte das Hargtal hinauf. Sein Atem schien ihm zu stocken, als er von Hochborn Rauch aufsteigen sah.

Auf den Stufen seines ehemaligen Hauses fand er sie, mit einem Messer in der Hand und einem Speer im Herzen. Feorthryth, die Frau, die er geliebt hatte. Von seiner Tochter gab es keine Spur.

Und wie finstre Wogen schlug die Verzweiflung über ihm zusammen, und Cyneric ertrank im Meer der Hoffnungslosigkeit.


"Alles stirbt," sagt der Drache, doch seine Stimme ist kein Flüstern mehr, sondern hat den schmerzlichen Klang der Wahrheit angenommen, die in deinem Herzen pulsiert.
"Selbst Berge fallen zu Staub. Flüsse trocken aus. Wälder verdorren. Alles stirbt, Cyneric."

Und dann wird dir klar, dass es gar keinen Drachen gibt. Es gibt nur dich. Du hast zugelassen, dass sie starben. Du bist verantwortlich für den Tod zweier Könige und den deiner Familie. Du warst nicht gut genug, um sie zu retten. Du hast versagt!

Alles stirbt, hallt es in deinem Herzen wider.

Alles stirbt....






Doch die Hoffnung ist wie ein Leuchtfeuer: Ein einzelner Funken kann reichen, um sie zu entzünden.

Und als du an deine Tochter denkst, spürst du, wie ein Funken inmitten deines Herzen schwach zu glimmen beginnt....






CYNERIC - RÜCKFORDERUNG
V – ROHAN UNTER DEM SCHATTEN


Dein Herz ist eine Festung.

Umgeben von hohen Mauern, beschützt durch starke Türme und bemannt von tapferen Kriegern. Erbaut aus soliden Felsen und befestigt durch Wehrgänge.

Doch selbst die stärksten Festungen fallen, wenn die Verteidiger verzagen.



Westfold, ehemaliges Königreich Rohan
4.Oktober 3019, 3. Zeitalter von Mittelerde

Eine leichte Berührung an der Schulter weckte ihn.

„Die Orks sind unterwegs,“ sagte Hereweard leise, und blickte zur Straße hinunter. Cyneric folgte seinem Blick. Tatsächlich: Entlang des Weges konnte er durch die Dunkelheit eine Ansammlung von Schatten erkennen, die sich westwärts bewegten. Am Ende des Zuges kamen zwei große Uruks, die Fackeln trugen.

„Seht, wie sicher sie sich fühlen,“ murmelte Léofsige grimmig, der sich ebenfalls von seiner Schlafstätte erhoben hatte. „Sie marschieren durch die Riddermark, als gehörte sie schon immer ihrem dreimal verfluchten Meister.“
„Oh, wir werden sie schon lehren, Fackeln zu tragen,“ sagte Dunstan, der bereits ihre Pferde herbeiführte. „Es können nicht mehr als zwei Dutzend sein. Macht euch bereit, aber seid leise!“

Gewandt schwang sich Cyneric in Scùrwínes Sattel und ergriff seine Lanze, die an einem Baum gelehnt hatte. Über ein halbes Jahr ritt er nun schon mit seinen drei Gefährten, und es war ein blutiger Sommer gewesen. Dunstan hatte ihn in Hochborn getroffen, als er dort nach Überlebenden gesucht hatte. Wie auch Cyneric war Dunstan ein Gardist der Königswache, der mit Elfhelm geritten und aufgrund der Nachricht von der Niederlage in der Schlacht am Schwarzen Tor nach Rohan zurückgekehrt war. Er hatte Cyneric angeboten, gemeinsam nach ihren Angehörigen zu suchen, und nahe Edoras hatten sich ihnen die Brüder Léofsige und Hereweard angeschlossen.

So leise es ihnen möglich war, ließen sie die Pferde im Schritt den leicht bewaldeten Hang zur Straße hinunter gehen. Dort angekommen, bildeten sie nebeneinander eine Reihe. Als Dunstan das Zeichen gab, machte Hereweard, der die schärfsten Augen hatte, seinen Bogen bereit. Er richtete sich im Sattel auf, zielte, und ließ die Sehne los.
Der hintere der beiden Uruks stürzte. Doch bevor zweite noch recht begriffen hatte, was vor sich ging, waren die vier Reiter bereits heran, und preschten über ihn und die Orks am Ende der Horde hinweg. Dann brachen sie zu beiden Seiten aus und waren wieder außer Schussreichweite, als die ersten Orks ihren Schrecken überwunden und ihre Pfeile angelegt hatten.

Dunstan ließ die Reiter die nächste Stunde über rasten. Die Orks waren zu Fuß unterwegs, und ihr nächstes Lager lag bei den Furten des Isen, welche noch weit entfernt waren. Als die ersten Anzeichen der Morgendämmerung erschienen, setzten sie sich wieder in Bewegung.

Die Spur der Orks war nicht zu übersehen. Sie hatten kurz nach dem Angriff die Straße verlassen und sich durch das hoch stehende Gras Rohans geschlagen, um den Weg zu den Furten abzukürzen.

Als die Sonne hinter dem Horizont aufging, holten sie die Orks ein. Ein gutes Dutzend war übrig geblieben, die Beute aus Plünderungen in den Dörfern der Riddermark mit sich führten. Cyneric erkannte, dass sie keine Gefangenen mit sich führten. Eine weitere Spur, die kalt wurde.
Diesmal versuchten die Orks nicht, ihre Pfeile abzuschießen – ob das Sonnenlicht sie blendete oder ob sie bereits alle verschossen hatten, konnte Cyneric nicht sagen. Sie drängten sich eng zusammen, doch die großen Rösser Rohans fegten sie mit Leichtigkeit auseinander. Einzeln fliehend wurden sie einer nach dem anderen niedergemacht.

Cyneric wusste, dass sich viele Bewohner der Riddermark nach Norden oder Nordwesten geflüchtet hatten. Dennoch konnte er sich nicht vorstellen, dass seine Tochter mit ihnen gegangen war. Sie hatte das Land ihrer Heimat geliebt und wäre um jeden Preis geblieben. Er wusste, dass sie noch in Rohan sein musste. Es ergab Sinn.

Denn nichts anderes schien in seinem von Schatten verfinsterten Verstand mehr Sinn zu ergeben….




VI – DIE KÖNIGIN UND DER TRUCHSESS


Ein Feuer braucht Nahrung, um am Leben zu bleiben. Geht ihm diese aus, verlischt es, es stirbt.

Einst hast du gehofft. Der Funke der Hoffnung sollte zu einem Flächenbrand werden, und deinen Schmerz verbrennen.

Aber die langen Jahre haben ihn verhungern lassen…




Entfurt, ehemaliges Königreich Rohan
16. Juni 3021, 3. Zeitalter von Mittelerde

Wasser spritzte um Scùrwínes Beine, als die sechs Reiter die Entfurt durchquerten. Die Sonne spiegelte sich im klaren Strom der Entwasser, von keiner Wolke verdeckt.

Es könnte wunderbar warmer, sonniger Sommer sein, stünden die Dinge nur anders, dachte Cyneric verbittert. Beinahe drei Jahre war er nun mit seinen Gefährten durch die Riddermark gereist, und dabei hatten sie den Orks einige Male einen Strich durch die Rechnung machen können. Doch keiner von ihnen hatte jene gefunden, nach denen er suchte.

Von zwei Kundschaftern, die sie in West-Emnet getroffen hatten, hatten sie erfahren, dass sich ein Heer der Rohirrim in der Wold sammelte – angeblich unter der Führung der Herrin Éowyn, die viele nun als Königin Rohans bezeichneten. Die vier Gefährten hatten sich den Kundschaftern auf deren Rückweg ins Heerlager angeschlossen, da sie kaum noch Hoffnung hegten, ihre Familien wiederzufinden und nun mithelfen wollten, für die Freiheit Rohans zu kämpfen.

Cyneric hatte seine Hoffnung bereits vollständig begraben, und war mit der Zeit düster und schweigsam geworden. Als Gardist war er es gewohnt gewesen, Befehle zu befolgen, und so folgte er seinem Anführer Dunstan in die Wold, um in den Dienst der Königin zu treten. Vielleicht würde er diesmal Erfolg beim Beschützen seines Regenten haben.

Sie ließen die Furt hinter sich und ritten auf die Felder der Ost-Emnet. Am Vorabend hatte es geregnet, und der Schauer hatte viele kleine Pfützen hinterlassen, die sich zwischen Büscheln von hohem Gras sammelten. Ihre Rösser suchten sich trittsicher einen Weg durch die sumpfartige Landschaft, als sie weiter nach Nordosten ritten. Die Gruppe war bereits mehrfach in der Ost-Emnet gewesen, jedoch lag ihr letzter Ausritt dorthin bereits einige Monate zurück. Dank der Entfernung zu Isengard war es hier bisher zu weniger Plünderungen als im westlichen Teil Rohans gekommen; dennoch war der Großteil der Bevölkerung geflohen – nordwärts in Richtung der Elbenreiche oder gen Süden zum weißen Gebirge.

Zwei Tage ritten sie, ohne auf andere Reisende zu treffen. Am dritten kamen ihnen entlang des Flusses Limklar, dessen Verlauf sie inzwischen in östlicher Richtung folgten, zwei hochgewachsene Gestalten auf anmutigen Pferden entgegen, die graue Umhänge trugen. Staunend erkannte Cyneric, dass es sich um Elben handelt – um einen dunkelhaarigen Elbenkrieger sowie eine Elbin mit langen braunen Haaren, die ihn begleitete.

Dank ihrer scharfen Augen hatten die Elben rasch erkannt, dass es sich bei zwei der sechs Reiter, die dem Flußverlauf folgten, um Kundschafter des rohirrischen Heeres handelte, und so griffen sie nicht etwa zu den Bögen, die an ihrem Sattel hingen, sondern zügelten ihrer Rösser, als die Menschen näher kamen.

Sich gegenüber stehend kamen beide Gruppen zum Stehen. Der Elbenkrieger hob die Hand zu einem kurzen Gruß, und sprach dann die beiden Kundschafter an, die seine Begrüßung erwiderten.
„Mae govannen! Ihr Reiter Rohans, welche Nachrichten bringt ihr aus dem Westen?“ sprach er mit klangvoller Stimme.
„Ich grüße dich, Freund Elb,“ erwiderte einer der Kundschafter – Cyneric wusste nicht, wie er hieß. „Nicht viele Orks haben wir gesehen, doch bringen wir mit uns vier mutige Männer, die sich dem Heer anschließen wollen. Sie sind wackere Streiter – seit mehr als zwei Jahren machen sie den Orks in der Mark das Leben schwer."

Die beiden tauschten noch eine Weile Neuigkeiten aus, dann verabschiedeten sie sich voneinander, und Elben wie Menschen ritten in entgegensetzte Richtungen davon. Das Heerlager kam nun in Sicht, ein Wald aus Zelten, der aus dem Gras hervorwuchs.
Gelegen in einer Senke nahe der Mündung des Limklar in den Großen Strom war das Heerlager gut gegen Überfälle geschützt. Elben und Menschen aus den Reichen Rohan, Lothlórien und sogar einige aus Imladris waren dort anzutreffen, und bereiteten sich auf den Kampf vor. Die Gefährten saßen ab und führten ihre Rösser durch das Lager, wobei die Kundschafter ihnen den Weg wiesen und sie dem Quartiermeister vorstellten.

Kurze Zeit später begannen sie, ihr Zelt aufzubauen, welches sie glücklicherweise schon zu Beginn ihrer gemeinsamen Reise aus Dunharg geborgen hatten. Die Pferde waren versorgt, und Cyneric wollte gerade damit beginnen, die Pflöcke für das Zelt in den Boden zu hämmern, als hinter ihm eine Stimme erklang, die ihm sonderbar vertraut vorkam.

„Ihr da, Gardist, dreht euch einmal um! Ich willl Euer Gesicht sehen.“
Er ließ den Hammer liegen und drehte sich um. Und da stand sie, inmitten einer Gruppe von Soldaten: Éowyn, die Weiße Herrin von Rohan. An ihrer Seite war ein ernst aussehender Mann, der wohl der Herr Faramir von Gondor sein musste. Cyneric schlug den Arm vor die Brust als Geste der Ehrerbietung, und neigte sein Haupt. „Grüße, Herrin. Wie kann ich Euch dienen?“
„Ihr wart damals mit mir in Dunharg, richtig?“ wollte die Königin wissen. Cyneric nickte, unsicher, was als Nächstes passieren würde. „Meine Kundschafter sagen, Ihr und Eure Gefährten habt in den Jahren seit der Einnahme Isengards viele Orks zur Strecke gebracht. Ich bin froh, dass Ihr euch entschlossen habt, hierher zu kommen; doch sagt mir: Warum kommt Ihr so spät?“
„Verzeiht, Herrin, doch wir waren auf der Suche nach unseren Familien,“ antwortete Cyneric. Dunstan, der an seine Seite getreten war, nickte zustimmend.
Ein mitfühlender Ausdruck trat auf Éowyns Gesicht. „Ich verstehe. Dennoch ist es gut, dass ihr nun hier seid“, sprach sie nun beide an. „Einige weitere Königsgardisten haben sich ebenfalls hier eingefunden. Ich möchte, dass ihr euch ihnen wieder anschließt.“

So fand Cyneric zu seiner Aufgabe zurück und ritt wieder mit der königlichen Garde. Doch als Frau Éowyn sich schon abwandte, um sich anderen Aufgaben zu widmen, blickte er zu Herrn Faramir hinüber, der ihn noch einmal eindrücklich musterte, bevor er der Königin folgte und davon ging. Dieser Blick blieb ihm noch lange in Erinnerung, denn Cyneric war es, als hätte Faramir durch ihn hindurch und direkt in sein Herz gesehen.

Ihn schauderte.



VII - DER WEISSE REITER


Stille liegt über deinem Herzen.

Nichts dring hinein, und nichts verlässt es. Du hast eine Aufgabe erhalten, und du wirst sie erfüllen. Das ist alles, was noch zählt. Es ist kein Raum für Gefühle mehr - die Aufgabe füllt alles aus. Schütze die Königin. Schütze das Volk. Nur die Aufgabe zählt.

Und wie mechanisch befolgst du sie, ohne zu bemerken, dass du dich immer mehr von dem Mann entfernst, der du einst warst...



Heerlager der Rohirrim, Wold (umstrittenes Gebiet)
23. Juni 3021, 3. Zeitalter von Mittelerde

"Hier, bitte. Die große Delle habe ich herausschlagen können."

Cyneric nahm seinen Brustpanzer vom Schmied entgegen und begutachtete ihn. Es war gute Arbeit, die der Schmied geleistet hatte, obwohl er wahrlich genug zu tun hatte. Überall mangelte es an Waffen, und auch Rohmaterial war knapp. Bisher war es Cyneric nicht gelungen, einen zufriedenstellenden Ersatz für seinen Helm zu finden, den er in einem der vielen kleinen Gefechte verloren hatte, die er in seiner Zeit unter den vier Reitern bestritten hatte. Der Rest der schweren Rüstung der Königsgarde war jedoch nun wieder intakt.

Er ließ den Blick über seinen Schild gleiten, auf dem der Abdruck einer kleinen grünen Hand dabei war, zu verblassen. Cyneric seufzte leise, schüttelte den Gedanken dann jedoch ab. Sie war fort.

Während er sich auf dem Weg zurück zu seinem Zelt machte, bemerkte er plötzlich, wie die Leute um ihn herum unruhig zu werden schienen. Irgendetwas war geschehen, denn viele drängten nun zum Eingang des Lagers, wo sich eine Menge gebildet hatte. Ohne, dass er es unbedingt wollte, wurde Cyneric von den Leuten mitgezogen.
Am Tor waren drei Reiter eingetroffen: Ein braunhaariger Elb, eine Elbin mit rotblondem Haar sowie einer, den niemand übersehen konnte, auf einem Ross, das seinesgleichen suchte.

Der Weiße Reiter war im Heerlager angekommen.
Rings um Cyneric begannen die Leute zu jubeln, und er selbst wurde von einem selten Anflug guter Stimmung erfasst, der er nicht ganz traute. Er wusste nicht, was er von der Ankunft des Zauberers und seiner Wirkung halten sollte.

Den Rest des Tages stand er Wache vor Herrin Éowyns Zelt und bekam von den wichtigen Gesprächen darin nichts mit. Es war ihm egal. Früher oder später würde man ihm einen Befehl geben, den er befolgen würde. Doch ein Gedanke schien immer wieder kurz an die Oberfläche seines Bewusstseins zu dringen.
Vielleicht kann Rohan vom Schatten befreit werden.

Andere schienen weniger Zweifel zu hegen, denn am Abend war das ganze Lager von einer Hochstimmung erfasst. Auch am nächsten Tag hielt dieser Effekt an, und so ging es noch die ganze Woche. Überall wurde sich im Kampf erprobt, Ausrüstung hergestellt und Kriegsvorbereitungen wurden mit neuem Elan vorangetrieben.
Cyneric hörte trotz seiner Position als Gardist wenig von den Plänen der Anführer - vor allem, da er kaum zuhörte. Seine Aufgabe war es, zu wachen.
Und so wachte er.

Es kam der Tag, an dem der Weiße Reiter wieder aufbrach, erneut in Begleitung seiner beiden elbischen Gefährten - ihre Namen hatte Cyneric sich weder gemerkt, noch konnte er sie aussprechen - gen Süden zum Weißen Gebirge, um wichtigen Angelegenheiten nachzugehen, während sich das Heer für den Marsch auf Edoras rüstete.

Die Hauptstadt Rohans hatte lange leer gestanden, doch nun hieß es, dass Orks sie geplündert und besetzt hatten. Cyneric hatte die Marschälle sagen hören, dass dort der erste Schlag zur Befreiung Rohans geführt werden solle. Und mehr brauchte er nicht zu wissen. Er war bereit.

Er war immer bereit.



VIII - DIE SCHLACHT AN DER ENTFURT


Krieg zieht herauf.

Du bist bereit zu kämpfen, hast dich gut vorbereitet. Um dich selbst hast du keine Angst. Nein, deinen Tod fürchtest du nicht.

Doch mit dir reiten jene, die unter deinem Schutz stehen - deine Anführer. "Alles stirbt," glaubst du fast wie von fern den Hauch einer flüsternden Stimme zu hören, und du erkennst, ein erneutes Versagen würde dem Drachen Recht geben.

Du verschließt dein Herz und sperrst alle Gedanken daran aus...



Ost-Emnet, Königreich Rohan
17. August 3021, 3. Zeitalter von Mittelerde

Es war am späten Vormittag, als die ersten Kundschafter zurückkehrten. Und sie brachten schlechte Nachrichten.
"Ein Heer der Orks hält die Entfurt besetzt," sagten sie. "Und die großen Uruk-hai führen sie an. Selbst mit der Hilfe der Elben wird es nicht einfach werden, sie zu vertreiben, denn es sind ihrer viele, und sie scheinen das Sonnenlicht nicht zu fürchten."
Es scheint, dass wir Glück hatten, dass sie frei war, als wir die Entfurt vor einiger Zeit in Richtung Osten durchquerten, dachte Cyneric, der zwei Reihen hinter Herrin Éowyn auf Scùrwíne saß.

Nicht einmal die Hälfte des Heeres war beritten, weshalb sie nur langsam voran gekommen waren. Die schnellsten Reiter hatte man als Kundschafter voraus, seitlich und hinter dem Heereszug reiten lassen, um stets vor Überfällen gewarnt zu sein.

Schnell berieten sich die Anführer der Elben und Menschen mit Éowyn und Faramir, und schon kurz darauf hatten sie ihren Plan gemacht. All jene, die ausdauernde Pferde besaßen, wurden nordwärts gesandt - beinahe ein Drittel des Heeres. Alle anderen wurden in Schlachtordnung aufgestellt. Die königliche Garde formierte sich im Zentrum der vorderen Reihen, wo die Marschälle, die zu Fuß geblieben waren, kämpfen und kommandieren würden. An den Flanken sammelten sich die leichtfüßigen Elbenkrieger, die zweihändige Klingen oder blitzende Speere in den Händen hielten. Hinter den schildtragenden Menschen in den vorderen Reihen kamen die Bogenschützen beider Völker.

Langsam rückten sie vor, als die Furt in Sicht kam. Die Orks hatten sie bereits entdeckt, und begannen zu johlen, als sie erkannten, dass sie knapp in der Überzahl waren. Cyneric konnte nicht verstehen, was gerufen wurde, doch freundliche Worte waren es gewiss nicht. Er rückte seinen Helm ein letztes Mal zurecht; noch immer hatte er keinen gefunden, der ihm wirklich zusagte. Das Heer gelangte nun an die Stelle, an der das Land leicht zum Fluss hin abzufallen begann, und die Krieger marschierten vorsichtig weiter in Richtung Furt.

Cyneric hörte undeutliche Befehle, die im Orkheer gebrüllt wurden, und die Masse des Feindheeres setzte sich in Bewegung, stürmte den Menschen und Elben entgegen. Hinter ihm erklang ein vielfaches Rauschen, als die Bogenschützen das Feuer eröffneten. Durch die leichte Neigung des Hanges konnten die Fernkämpfer gerade so über die Köpfe ihrer Verbündeten schießen, doch schien es Cyneric, dass nur die Elbenschützen wirklichen Schaden anrichteten. Bald schon hörte der Beschuss wieder auf, denn viele Pfeile hatten sie nicht mit sich führen können.
 
Nun kamen die ersten Orks heran. Cyneric packte sein Schwert mit festem Griff und schwang es in einem horizontal geführten Hieb, der einen Feind tot zusammenbrechen ließ. Dem Nächsten hieb er seinen Schild ins Gesicht, drehte sich mit wirbelnder Klinge nach links und erwischte einen weiteren Ork mit einem tief geführten Streich am Bein. Schnell rückte er zurück in die Schlachtreihe, und wehrte einen Hieb gegen seinen Oberkörper mit dem Schild ab.

So focht er noch eine Weile weiter, und die Menschen neben ihm taten es ihm gleich. Einige wenige sah er fallen, doch die Mauer aus Schilden hielt. Dann endlich ertönte das verabredete Zeichen: Hörner, die dreimal erklangen. Und geordnet begann sich die vordere Reihe Schritt für Schritt zurückzuziehen, sodass das Zentrum der Kampfaufstellung eingedrückt wurde. Mordlustig stürmten ihnen die Orks hinterher, glaubten sie doch, das Heer der Elben und Menschen bereits zum Rückzug gezwungen zu haben.

Und in dem Moment fielen ihnen von den Seiten mit blitzenden Klingen die Elbenkrieger in die Flanken. Sie wurden nun von drei Seiten bedrängt, und schon bald schienen die Uruk-Anführer die Falle zu erkennen, denn das Orkheer fiel Stück für Stück wieder zur Entfurt zurück. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern jagte ihnen Cyneric den Hang hinunter nach.
An der Furt angekommen machten sie wie besprochen Halt, ließen die Orks unbehelligt abziehen. Viele waren gefallen und ihr schwarzes Blut besudelte nun den Fluß und das Gras am Ostufer. Doch Cyneric wusste dass jeder Ork, der entkam, Rohan erneut Schaden zufügen könnte.

In jenem Moment trafen von Norden kommend die Reiter ein, die während die Schlacht an der Furt gefochten war den Fluß weiter nördlich überquert und auf dem Westufer zurück geritten waren. Sie hetzten die Orks einen nach dem anderen zu Tode. Durch den klugen Plan ihrer Anführer hatte das Heer der Widerstandskämpfer einen Sieg errungen, auf eigener Seite nur wenige Verluste gefordert hatte.

Erst einige Minuten später entdeckte Cyneric den tiefen, blutenden Schnitt, der über seinen rechten Unterarm verlief, als er einen feurigen Schmerz vom Handgelenk bis zum Ellenbogen  zu spüren begann. Er wusste nicht, wann oder wie er sich die Wunde zugezogen hatte - im Rausch der Schlacht hatte er es nicht bemerkt. Auf einmal benommen versuchte er, einen Schritt rückwärts zu machen, stolperte und stürzte.

Dunkelheit umfing ihn, noch bevor er im Gras landete...



IX - WESTWÄRTS


Einem Kometen gleich zieht eine rote Linie über den dunklen Himmel.

Sie gleicht genau dem Schnitt, der über deinen Arm verläuft. Du wurdest verletzt! Wenn du nicht auf dich aufpassen kannst, wie willst du dann in der Lage sein, andere vor Schaden zu bewahren?

Die Schlacht wurde gewonnen, sagst du dir, und es war ein wichtiger Sieg, der kaum eigene Opfer gefordert hatte. Die Schlacht wurde gewonnen.

Doch der Krieg geht weiter...



West-Emnet, Königreich Rohan
18. August 3021, 3. Zeitalter von Mittelerde

Cyneric schlug die Augen auf und fand sich im Innern seines Zeltes wieder.

"Gut, du bist wach," sagte Dunstan erfreut, der neben ihm kniete und gerade dabei war, den Verband um Cynerics Arm zu wechseln. "Wird 'ne ziemliche Narbe hinterlassen," meinte er. "Aber du kannst froh sein, dass der Arm noch dran ist. Du weißt ja selbst, wie gerne die Orks ihre Klingen vergiften, um uns das Leben noch schwerer zu machen, als es ihn diesen finsteren Tagen sowieso schon ist."

"Warum ist das Heer nicht erneut in Marsch gesetzt worden?" wollte Cyneric wissen.
"Überleg' doch mal. Du bist nicht der Einzige, der etwas abbekommen hat," erwiderte Dunstan. "Und die Herrin Éowyn und der Herr Faramir brauchen jetzt umso mehr jeden einzelnen Mann, wenn sie nach Edoras ziehen. Daher werden nun so schnell es geht die Verwundeten wieder kampfbereit gemacht. Bei den Elben kämpfen sogar die Frauen mit - das sind echte Schlächter, wenn du mich fragst."

Dunstan war während der Schlacht einer der Signalgeber mit den Kriegshörnern gewesen, die auf einer Anhöhe hinter den Bogenschützen platziert gewesen waren, und hatte daher gut mitverfolgen können, wie die Elben dem Feind mit tödlicher Macht in die Flanken gefallen waren. Ihr Angriff hatte zum großen Teil dazu beigetragen, dass die Schlacht an der Furt so erfolgreich verlaufen war.

"Komm, lass uns herausfinden, wie sehr dich die Verletzung beim Kampf hindert," sagte Dunstan, und zog Cyneric auf die Beine.
Die Wunde verlief auf der Innenseite des Unterarms, wo sein Armschutz ihn offensichtlich nicht gut genug geschützt hatte.  Erfreut stellte Cyneric fest, dass er seine Hand dennoch problemlos bewegen konnte; die pulsierenden Schmerzen im Arm nahmen nur zu, wenn er ihn zu schnell hin- und herbewegte.

"Es wird schon gehen," sagte er, als er seine Lanze zur Hand nahm. Probeweise legte er sie unter dem Arm ein. Gerne hätte er in der Schlacht beritten gekämpft, denn wenn sein Ross Scùrwíne ihn trug, erschien es ihm, als könnte ihn nichts aufhalten. Scùrwíne hatte ihn noch nie im Stich gelassen und ihn stets treu überall hin getragen, wohin er das Pferd auch führte.

Er fand Scùrwíne grasend ein kleines Stück entfernt vom Heerlager, in dem große Geschäftigkeit herrschte. Das Ross kam ihm entgegen, als es ihn entdeckte, und schnaubte leise. Cyneric strich sanft über Scúrwínes Mähne. "Es tut mir Leid, dass wir diesmal nicht gemeinsam im Gefecht waren," sagte er leise. Scúrwìne schlug mit dem Schweif und sagte nichts. "Das nächste Mal wird es anders werden. Ich verspreche es." 

So blieb Cyneric noch eine Weile stehen und ließ den Blick über die Ebenen Rohans gleiten. Er wusste, schon bald würde das Heer wieder aufbrechen, um Edoras zu befreien, und er würde mit ihm ziehen. Ob sie zum Sieg oder in die Niederlage ritten, wusste er nicht. Aber er wusste, dass sie kämpfen würden, um ihr Heimatland vom Schatten zu befreien. In wenigen Stunden würde es erneut zur Schlacht kommen.

Und dennoch empfand er in diesem besonderen Moment, still neben seinem treuen Ross stehend, eine beruhigende Ruhe.



X - EDORAS IN FLAMMEN

"Wofür kämpfst du?"

Ich kämpfe, weil es meine Aufgabe ist, versuchst du zu sagen. Doch der Drache lässt das nicht gelten. "Alles stirbt, Cyneric. Wofür kämpfst du also noch?" Seine Stimme ist wie das Rauschen von Wind durch hohes Gras.

Für das Volk Rohans, aber in deinem Herzen weißt du, dass das nicht stimmt. Früher einmal mag es wahr gewesen sein, doch seit dem Aufstieg des Schattens nicht mehr.

Du kämpfst, weil dir nichts anderes mehr geblieben ist.
Bis auf eines...



Edoras, Königreich Rohan
20. August 3021, 3. Zeitalter von Mittelerde

"Edoras brennt! Die Stadt steht in Flammen!"

Und wirklich, es war nicht zu übersehen: Am Horizont stieg eine große Rauchsäule auf, die sich in südwestlicher Richtung vor ihnen erhob. Noch viel weniger zu übersehen war die große Armee der Orks, die die Stadt belagerte, sie mit Kriegsmaschinen beschoss und weiter in Brand steckte.

Wir hatten angenommen, die Stadt sei leer. Wen belagern sie also? wunderte sich Cyneric. Das Heer der Rohirrim rückte nun von Norden in aller Eile auf die Belagerer vor. Durch das Feuer zur Eile gezwungen blieb ihnen keine Zeit, einen Schlachtplan zu machen.
Faramir ließ das große Schlachthorn blasen, und die Kämpfer zu Fuß rückten zentral vor, während die Reiter zu beiden Seiten versuchten, das Heer der Orks zu umzingeln.

Cyneric befand sich gemeinsam mit Dunstan an der westlichen Flanke, die Orks mit eingelegter Lanze niederreitend. Doch es erschien ihm, als ob die Feinde ihnen hier deutlich mehr Widerstand entgegen setzten als noch an der Entfurt. Die beiden Streitmächte waren ungefähr gleich groß, denn nun ließen die Orks von der Stadt ab und strömten aus dem zerborstenen großen Tor nach draußen, um sich den Rohirrim zu stellen. Auch hatte das Heer aus der Wold bereits zu Beginn alle verbleibenden Pfeile verschossen, denn nur wenige hatten sie auf dem Schlachtfeld an der Entfurt wieder aufsammeln können.

Dunstan ritt nun auf die näher kommende Außenmauer von Edoras zu, und Cyneric wollte ihm gerade folgen, als Scùrwíne strauchelte, die Flanke von einem geworfenen Orkspeer durchbohrt. Cyneric bliebt zunächst wie betäubt im Staub liegen, wo er aufgekommen war.
Nein! Das darf nicht sein, hämmerte es durch seinen Kopf, und ein heißer Zorn durchfuhr ihn. Schnell zog er sein Schwert und packte den Schild fest mit der Linken, und stürzte sich ins Gefecht. Es blieb ihm keine Zeit zum Trauern, denn die Orks setzten ihm von mehreren Seiten aus zu. Mit einem verzweifelten Kampfschrei schwang er die Klinge in einem weiten Bogen, der drei Feinde schwer verwundet zusammenbrechen ließ. Das gab ihm den Raum, sich näher zum Zentrum der Schlacht zu bewegen.

Um ihn herum herrschte Chaos, denn nun waren einige der in der Stadt Eingeschlossenen ebenfalls durchs Tor hinaus gestürmt, um sich der Schlacht anzuschließen. Cyneric erkannte von Weitem eine weiße Gestalt - konnte das der Zauberer Gandalf sein, den er vor einiger Zeit im Lager in der Wold gesehen hatte? Eine blitzende Klinge führend hieb sich der Weiße Reiter einen Weg durch die Orks, und Cyneric folgte ihm.

Weiter voraus konnte er nun den Herrn Faramir sehen, der auf einem Kriegsross der Rohirrim ritt und die Klinge durch die Reihen der Orks pflügen ließ. Doch schon kurz darauf brachte ein gut gezielter Speerwurf Faramirs Pferd zu Fall, so wie es auch Cyneric zuvor ergangen war. Der Speer war von einer Gestalt puren Schreckens gekommen, die einen schwarzen Umhang über einer dunkel glänzenden Rüstung trug. Cyneric sah mit wachsender Befürchtung, wie der Schatten auf Faramir losging, kam jedoch nicht nahe genug, um einzugreifen. Denn der Anblick des schwarzen Schreckens spornte die Orks zu neuem Mut an, und viele stürzten sich auf Cyneric und die Männer, die in seiner Nähe waren.

Er focht erbittert weiter, mittlerweile aus mehreren kleinen Wunden blutend. Der Schnitt an seinem Unterarm war glücklicherweise bisher geschlossen geblieben. Als er gerade den Schlag einer Orkklinge mit der eigenen abfing, lenkte ihn ein helles Leuchten ab, welches er aus dem Augenwinkel sehen konnte. Doch sein Gegner nutzte die Gelegenheit nicht, sondern wich auf einmal zurück, sodass Cyneric sich sammeln und ihn mit einem schnellen Hieb erstechen konnte.

Später erfuhr er, dass der feindliche Heerführer, der schwarze Schrecken den er gesehen hatte, vom Weißen Reiter in die Flucht geschlagen worden war. Doch zunächst bekam er nur die Auswirkung auf das Orkheer mit, welches kaum noch fähig zu kämpfen war, und nun von flinken Reitern über die Ebene in Richtung Isengard gejagt wurde.

Cyneric bahnte sich seinen Weg zu den Kriegsmaschinen, die beinahe bis zum Ende der Schlacht Feuer auf die Stadt abgeschossen hatten. Als er dort eintraf, war der Kampf bereits zu Ende. Der Herr Faramir stand dort, unversehrt trotz seines Zweikampfs mit dem Schrecken. Als er sah, dass die Schlacht vorüber war, kehrte Cyneric schweren Herzens zu der Stelle zurück, an der Scùrwíne gestürzt war, und sackte neben dem Ross auf die Knie, die Hand in dessen blutbefleckter Mähne vergraben.

Und so bleib er  noch lange mit versteinertem Gesichtsausdruck sitzen, bis ihn schließlich Dunstan fand, und ihm die Hand auf die Schulter legte. Es waren keine Worte erforderlich - jeder Mann Rohans wusste über den Verlust Bescheid, den ein treues Ross bedeutete.

Die Nacht kam, doch der Schlaf konnte weder Trost noch Vergessen bringen.




XI - DER WEG NACH ISENGARD


Flammen schlagen aus dem geborstenen Tor.

Du stehst regungslos davor, musst ohnmächtig mit ansehen, wie die Stadt verbrennt. Der qualmende Rauch beginnt, dir die Sicht zu nehmen und das brausende Geräusch des Feuers dröhnt dir in den Ohren.

Im trüber werdenden Licht glaubst du, auf der anderen Seite des Tores die Gestalt eines großen Pferdes zu sehen.

Doch es  löst sich ebenfalls in Rauch auf...



Westfold, Königreich Rohan
31. August 3021, 3. Zeitalter von Mittelerde

Das Heer zog langsam gen Westen über die Felder der Riddermark. Einige der Überlebenden der Belagerung von Edoras hatten sich ihnen angeschlossen, den Rest hatte die Herrin Éowyn mit den Verwundeten unter der Führung von Marschall Erkenbrand nach Aldburg gesandt. Aldburg in der Ostfold, die Heimat König Éomers, das nun die Hauptstadt von Rohan geworden war. Denn Edoras und die Goldene Halle waren nicht vor den Flammen zu retten gewesen, die Stadt war nur noch ein rauchender Trümmerhaufen. Das siegreiche Heer hatte einige Tage vor den Toren kampiert und unter anderem einen Rammbock gebaut, war jedoch nun früh morgens wieder aufgebrochen.

Es zog nach Isengard.

Denn in Isengard saß der Statthalter, den Sauron über das Volk Rohans gesetzt hatte und der sich selbst den Mund des Großen Gebieters nannte. Seine Orks waren in zwei großen Schlachten geschlagen worden, doch noch immer hielt er Isengard besetzt, und die Dunländer unterstützten ihn. Die Heerführer und der Weiße Zauberer hatten sich entschlossen, der Schreckensherrschaft ein Ende zu setzen, indem sie der Schlange den Kopf abschlugen - Isengard sollte erstürmt werden.

Man hoffte, dass sich nach einer erfolgreichen Befreiung die Krieger Rohans auf ihre Ostgrenze konzentrieren konnten, wo Mordors Schatten noch immer drohten.
Cyneric war es gleich, wohin es ging. Er würde kämpfen, da es ihm befohlen worden war.
Auf dem Ross eines Kameraden, der bei Edoras gefallen war, ritt er gedankenverloren hinter der Herrin Éowyn her. Es fühlte sich nicht richtig an, auch wenn er dankbar war, dass er nicht zu Fuß gehen musste.

Gerade hatten sie ein kleines Wäldchen am Straßenrand passiert, als von Süden eintreffende Reiter gesichtet wurden. Es waren Rohirrim, die feindliche Befehle abgefangen hatten - den genauen Wortlaut konnte Cyneric nicht verstehen, da die Heerführer, der Zauberer und seine beiden elbischen Begleiter in einem engen Kreis standen, um etwas zu untersuchen, das wie ein Stück Pergament aussah.
"Saurons Mund ruft alle Truppen zurück nach Isengard, denn er fürchtet einen Angriff," hörte Cyneric den Weißen Reiter sagen. Allen war klar, dass nun Eile geboten war - mit jeder Stunde, die verstrich, würden mehr feindliche Krieger in Isengard eintreffen, um es zu verteidigen. Das Heer von Rohan jedoch konnte nicht auf Verstärkung hoffen, denn auch in Gondor wurde erbittert Krieg geführt. Schon seit Längerem war keine Nachricht mehr von dort gekommen.

Gegen Abend erreichten sie die Furten des Isen, an deren Osstufer sie ihr Nachtlager aufschlugen. Cyneric war nicht zur Wache eingeteilt und zog sich daher in sein Zelt zurück, nachdem er und seine Gefährten es aufgebaut hatten. Schon bald fiel er in tiefen, traumlosen Schlaf.

Am folgenden Morgen rüstete sich das Heer zum Sturm auf Isengard. Vor Herrin Éowyns großem Zelt traten die Heerführer ein letztes Mal vor der Schlacht zusammen.  Der Zauberer, die rothaarige Elbin und der braunhaarige Elb, die ihn überall hin zu begleiten schienen, sprachen mit der Königin und dem Herrn Faramir, die ihnen für ihre Taten, die sie für das Volk Rohans vollbracht hatten dankten. Als alles bereit war, überquerten sie die Furten und wandten sich nach Norden, zum Nan Cúrunir. In zwei Stunden würden sie in Isengard sein.

Und erneut in einer Schlacht.



XII - DAS TAL DES ZAUBERERS


Die Stimme ist wieder da.

"Warum kämpfen, wenn es keine Aussichten auf einen Sieg gibt?" flüstert der Drache. Einst hast du gewusst, das das nicht stimmt, und du erinnerst dich an die gewonnenen Schlachten, die in Rohan geschlagen wurden.

"Selbst wenn Isengard fällt, glaubst du etwa, Mordors Schatten wird einfach so weichen?" Nein, du weißt, dass die Vergeltung des dunklen Herrschers rasch folgen wird. "Warum kämpfst du noch?"

Dir wird klar, dass du keine Antwort darauf hast...



Nan Cúrunir, unter der Herrschaft von Saurons Mund
1. September 3019, 3. Zeitalter von Mittelerde

Dunkle Wolken schoben sich vor die Sonne und ließen das Tageslicht trüber werden. Aus dem Nebel, der wie eine graue Wand im Tal hing, ragte der schwarz glänzende Turm von Orthanc drohend hervor. Vielen im Heer sank bei diesem Anblick der Mut.
 
Als sie näher heran kamen, begann es leicht zu regnen. Die Mauern der Festung lagen noch im Nebel verborgen, nur hier und da sah man einen rötlichen Schein hindurchleuchten, der wohl von den Feuern Isengards stammen musste. Von den Befestigungen waren verschiedene Orkstimmen zu hören, doch nun erhob auch die Herrin Éowyn ihre Stimme, und spornte das Heer zum Kampf an.
Von ermutigten Rufen begleitet nahmen sie Kampfaufstellung ein und rückten langsam vor. Alle waren nun abgesessen, die Pferde hatte man am Taleingang zurück gelassen. Beim Sturm auf den Ring von Isengard wären sie keine große Hilfe gewesen.

Nun kamen schließlich die Festungsmauern in Sicht, und die ersten Orkpfeile schwirrten ihnen entgegen. Im Feldlager bei Edoras hatten sie ihre Vorräte glücklicherweise etwas aufstocken können, und die Elbenschützen erwiderten den Beschuss. Cyneric sah viele Feinde von den Mauern stürzen als gut gezielte Schüsse sie trafen. Mit über dem Kopf erhobenem Schild rückte er vor, so wie es die Krieger links und rechts von ihm taten.

Schließlich hatte der Rammbock, den sie von Edoras mitgebracht hatten, das Tor erreicht. Wieder und wieder wurde er gegen dessen schwere Eisenflügel gestoßen, bis es mit einem lauten Krachen nachgab. Als das Hornsignal kam, rückten die Krieger durch das Tor und durch Lücken im Wall, der noch unter seiner Zerstörung durch die Ents litt, gemeinsam ins Innere vor.

Schritt für Schritt mühten sie sich ab, die Orks zurück zu drängen. Cyneric wehrte einen vertikal geführten Schlag mit seinem Schild ab und stieß es seinem Gegner vor die Brust, der durch den Aufprall rückwärts taumelte. Ein schneller Stich mit der Klinge beendete das Leben des Orks. Cyneric dreht sich um und half einem rohirrischen Soldaten auf, der gestürzt war, und wollte sich gerade wieder der Schlacht zuwenden, als ihn ein verirrter Pfeil in die linke Schulter traf. Ein heiß brennender Schmerz durchfuhr ihn. Fluchend brach er den Schaft ab und verzog das Gesicht, als er die Wunde abtastete. Es schien glücklicherweise nur eine Fleischwunde zu sein.
Er würde weiterkämpfen.

Er musste.

Ich hab' da ein ganz mieses Gefühl bei der Sache, dachte er grimmig. Auf einem Balkon des Orthanc-Turms konnte er eine finstere Gestalt erkennen, die die Schlacht von oben verfolgte. Das muss dann wohl der Anführer dieser wirklich einladenden Gesellschaft hier sein.

Eine Weile wogte die Schlacht hin- und her, ohne dass eine Seite einen entscheidenden Vorteil erlangen konnte. Cyneric begann, sich seinen Weg zum Torhaus freizuhauen, von dessen Dach noch immer einige Ork-Bogenschützen ihre Geschosse auf der Heer Rohans niederhageln ließen. Gemeinsam mit einer kleinen Schar Krieger begann er, die Treppe, die hinauf zu den Wehrgängen führte, von Feinden zu befreien.

Nach einem erbittertem Gefecht aus dem Cyneric einen tiefen Schnitt am linken Bein davontrug lagen die Ork-Bogenschützen erschlagen über das Dach verteilt, und die Soldaten konnten zu neuem Atem kommen. Cyneric spürte nun immer deutlicher, wie die Wunde in seiner Schulter pochte. Von seiner Position oberhalb des großen Tores hatte er einen guten Überblick auf das Schlachtfeld, auf dem die Orks nun langsam zurückgedrängt wurden, denn groß war Mut der Elben und Menschen an jenem Tag, und angespornt durch ihre Heerführer gaben sie ihr Bestes, den Feind endgültig aus Rohan zu vertreiben.

Später erzählte man ihm, dass der Weiße Reiter mit einigen Gefährten in den Orthanc-Turm eingedrungen war, um den feindlichen Kommandanten auszuschalten. Doch im Moment konnte er nur sehen, dass die finstere Gestalt auf dem Balkon verschwunden war. Ob er wohl geflüchtet ist? fragte sich Cyneric, als er sich wieder in den Kampf stürzte.

Doch Saurons Mund war nicht entkommen. Er fand sein Ende in dem dunklen Turm, von dem er über Rohan hatte herrschen wollen. Und seinem Heer von Orks und Uruk-hai erging es nicht besser, denn keine Gnade brachte man für sie auf. Zwar wurde noch über eine Stunde lang erbittert Widerstand geleistet, doch dann endlich kam der Moment, als sich der Schlachtlärm langsam zu legen begann, und die Kämpfe vorüber waren.

Rohan war vom Schatten befreit worden. Zumindest für's Erste...




XIII - RYNESCEAD


Pfeile regnen vom verfinsterten Himmel herab.

Du hebst deinen Schild um sie abzuwehren, und spürst, wie er schwerer wird als sich ihre Spitzen in das eisenbeschlagene Holz bohren.

Pfeil um Pfeil kann der dunkle Herrscher gegen die freien Völker senden, und trotz kleiner Rückschläge scheint sein Köcher nie leer zu werden, die Schatten Mordors nie zu verblassen, seitdem all ihre Pläne am Schwarzen Tor scheiterten.

Und so prasseln sie weiter auf dich ein, als du dich fragst, wie lange Mordor noch Widerstand geleistet werden kann...



Dol Baran, Pforte von Rohan
7. September 3021, 3. Zeitalter von Mittelerde

Die Pfeilwunde schmerzte noch immer. Doch wenn er sich im Lager der Verletzten, das sich um ihn herum ausbreitete umblickte, wurde ihm klar, dass es vielen deutlich schlimmer ergangen war, als ihm selbst. Über die Hälfte des großen Heeres war verwundet worden. Viele waren gefallen. Aber sie hatten gesiegt, und die  Riddermark war nun wieder in der Hand der freien Völker.

Am Tag nach der Schlacht hatten sich noch einige Geschehnisse ereignet, die Cyneric nicht mitbekommen hatte da er sich in der Gewalt der Heiler befunden hatte. Man erzählte ihm später, dass der Weiße Reiter durch einen Zauberspruch von Saruman, dem alten Feind Rohans in tiefen Schlaf versetzt worden war, als dieser überraschend im Lager des siegreichen Heeres aufgetaucht war. Vielleicht sollte man mal ein Wörtchen mit den Wachposten reden, die zu dieser Stunde Wache gestanden hatten. Doch wer konnte schon wissen, was ein Zauberer so alles vermochte?

Bald darauf waren viele Elben aus Dwimordene, dem Elbenreich nördlich der Wold in Isengard eingetroffen. Die Herrin des Goldenen Waldes war bei ihnen und bot allen, die kommen wollten an, sie zurück in ihre Heimat zu begleiten. Die meisten Elben und auch einige Menschen schlossen sich ihnen an, doch die Herrin Éowyn, der Heermeister Faramir und der Großteil der überlebenden Streitmacht der Rohirrim wollten nun zur Hauptstadt Aldburg ziehen, wo der Marschall Erkenbrand bereits auf sie wartete. Es gab vieles zu besprechen, denn noch immer war die große Festung in Helms Klamm von den letzten Orks und Uruk-hai in Rohan besetzt, die Dunländer waren unruhig, und im Osten drohten die Schatten Mordors.

Cyneric wanderte gedankenverloren aus dem Lager hinaus, den Hügel hinunter auf dem es errichtet worden war. Sie würden noch mindestens einen Tag dort lagern, denn noch nicht alle Verwundeten waren bereit für die Reise nach Aldburg. Dunstan war einer der Meldereiter gewesen, die man bereits vorausgesandt hatte, weshalb er niemanden zum Reden hatte. Auch fühlte er sich seltsam antriebslos, nun da das große Ziel der Befreiung Rohans erreicht war.
Er wusste nicht genau, was er von der Lage halten sollte. Ja, Rohan war frei, doch der Schatten lastete noch immer schwer auf Mittelerde. Der Krieg in Gondor ging weiter, und wenn die Gerüchte stimmten, wurden auch die Zwerge im Nordosten hart bedrängt. Und die Bedrohung, die jederzeit von Mordor ausging, drückte noch immer vielen auf's Gemüt.

In westlicher Richtung langsam weiter streifend kam Cyneric nach ungefähr einer Stunde durch einen dicht mit Nadelbäumen bewachsenen Wald. Seine Beine begannen zu schmerzen, also bleib er auf einer Lichtung stehen, um eine Rast zu halten, als er hinter sich ein leises Schnauben hörte.

Zwischen den Bäumen hervor trat eines der anmutigsten Pferde, die er je gesehen hatte. Es war ein junger Hengst mit dunkel schimmernden Fell und einer silbrig glänzenden Mähne, der langsam auf Cyneric zukam. Ihm stockte der Atem. Das muss einer von Schattenfells Sippe sein, schoss es ihm durch den Kopf. Einer der Mearas. Doch konnte das wirklich sein? Oder war er nur geblendet von der Anmut des Tieres? Und vor allem, was wollte der Hengst hier, an diesem einsamen Flecken an der Grenze zu Dunland?

Das Ross hatte ihn erreicht, doch als er vorsichtig die Hand danach ausstreckte, wich es mit einem verärgert klingendem Wiehern zurück. Cyneric verstand: Seine Geste war besitzergreifend erschienen, barg keinerlei Respekt. Er ließ die Hand sinken und neigte leicht den Kopf. "Es tut mir Leid," sagte er leise. "Ich bin müde, und habe meinen Anstand vergessen. Mein Name ist Cyneric, ein Mensch der aus deiner Heimat stammt." Denn dass der Hengst aus Rohan kam konnte er klar erkennen. Auch spürte er eine seltsame Art der Verbundenheit zu ihm, die er sich noch nicht ganz erklären konnte.

"Ich grüße dich. Bist du aus Rohan geflohen, als der Feind es besetzte? Ich komme gerade aus Isengard, wo eine große Schlacht geschlagen und die Freiheit der Riddermark erlangt wurde."
Der Hengst blickte ihn aus seinen dunklen Augen an, und Cyneric war sich sicher, dass er ihn verstanden hatte. Ermutigt sprach er weiter. "Diese Begegnung mag vielleicht nur Zufall sein. Vielleicht war es uns aber auch bestimmt, uns hier zu treffen. Du bist stolz und tapfer, das kann ich erkennen." Er holte tief Luft, und machte einen langsamen Schritt auf das Ross zu. "Willst du nicht mit mir kommen und in deine Heimat zurück kehren?"

Eine Weile blieb es still, und gerade als Cyneric erneut etwas sagen wollte, trat der Hengst anmutig an seine Seite, ließ zu, dass er ihm sanft durch die silbrige Mähne fuhr. "Ich danke dir,"  sagte er staunend, "und verspreche, dir stets mehr als nur ein Reiter, sondern ein Freund zu sein." Und erneut hatte er das Gefühl, dass der Hengst ihn genau verstanden hatte - und ihn beim Wort nahm. Er schwang sich auf dessen Rücken und bat ihn, ihn nach Osten zurück zum Lager zu tragen.

So traf Cyneric den Hengst, dem er später den Namen Rynescead, den Geschwinden Schatten geben würde, denn auf dem Rückweg zum Dol Baran zeigte ihm das Ross, wie schnell es galoppieren konnte. Ihm wurde später klar, dass Rynescead nicht wirklich ein Mearh war, denn er ließ sich gesattelt reiten. Auch war Cyneric nicht von königlichem Blut. Rynescead zeigte aber dennoch immer wieder, dass er sich schneller als viele andere Pferde bewegen konnte. Cyneric hatte angenommen, der Hengst würde nach der Rückkehr nach Rohan wieder seiner eigenen Weg ziehen. Aber Rynescead schien es zufrieden zu sein, bei ihm zu bleiben, denn er wurde gut behandelt, und schien Vertrauen zu ihm gefasst zu haben.

Cyneric blieb den folgenden Winter über in Aldburg, denn dort waren auch die Herrin Éowyn und der Heermeister Faramir, die die königliche Garde in einer Wachstube nahe der Ratshalle postiert hatten, wo nun oft wichtige Angelegenheiten besprochen wurde. Wenn er nicht im Wachdienst stand, ritt er oft mit Rynescead aus, der ihn weit durch die Ostfold trug.

Das Jahr 3022 kam, und mit ihm der Fall von Dwimordene, der viele Flüchtlinge in die Stadt brachte. Westlich der Stadt schoss ein großes Elbenlager in die Höhe. Aus Gondor hörte man, dass Dol Amroth erneut belagert worden war.

Cyneric erschien es, als stünden wichtige Ereignisse bevor...


Cyneric nach Aldburg - in der Stadt


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« Letzte Änderung: 20. Feb 2016, 11:46 von Fine »

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #1 am: 31. Mär 2015, 23:37 »
Hallo Fine,

großen Dank erstmal für den Ausflug in die lebhafte Geschichte eines Rohirrim während des Ringkrieges, den du mir mit deiner Geschichte grade beschert hast :)

Ich freue mich sehr über dein Interesse am RPG und kann schon jetzt, wo ich deinen Charakter gelesen und deinen Schreibstil gesehen habe, sagen, dass du eine echte Bereicherung für das RPG sein wirst :)
Cyneric hast du super beschrieben und ich kann mich gut in ihn hineinversetzten. Seine Stärken und Schwächen sind ausgeglichen und seine Motive nachvollziehbar.

Was ich mich natürlich frage, ist, was Cyneric während der Jahre gemacht hat, die zwischen der jetzigen Zeit des RPGs und dem Ende deiner Geschichte liegen. Dass du es nicht in der Geschichte erwähnt hast, macht nichts, aber mich würde trotzdem interessieren, ob Cyneric bei der Eroberung von Isengart dabei war.
Genauso, obwohl ich die Antwort zu kennen glaube, wüsste ich noch gerne, wo du planst mit deinem Charakter zu starten.


In Tunngle haben wir ja eben bereits noch einige Kleinigkeiten besprochen, die du, wie ich sehe auch schon korrigiert hast. Einiges habe ich mir aber noch in der Rückhand behalten um es hier nochmal kurz anzusprechen :P

Zitat
auf der Vorderseite seines Gardistenschilds.
Zitat
Das vierjährige Mädchen zerrte an der Hand ihrer Mutter, zog sie ungeduldig zum Tor des kleinen Dorfs,
Kleine Preisfrage zu Beginn: Was haben diese beiden Zitate gemeinsam? [ugly]


Zitat
Und wie finstre Wogen schlug die Verzweiflung über ihm zusammen, und Cyneric ertrank im Meer der Hoffnungslosigkeit.
Zitat
Éomers Kampfschrei brachte ihn wieder zurück, und gemeinsam mit den übrigen Rohirrim schloss er sich dem Ruf an
Zitat
Zusätzliche Zelte wurden aufgebaut, und Platz für viele tausend Pferde wurde geschaffen.
Warum setzt du hier Komma? ;)


Zitat
Angespornt durch ihren König machten sie die Haradrim auf der ganzen Linie nieder.
"machen...nieder" ist natürlich nicht grade die beste Formulierung, aber das ist Feedback auf dem höchsten Niveau. Ich finde sonst nicht viel, was ich anmeckern kann :D


Zitat
und sie auf dem alten Pfad durchs Gebirge um die feindliche Streitmacht herum geführt.
"durch das" muss es heißen. Mein alter Deutschlehrer hat mir im Aufsatz immer einen Punkt abgezogen, wenn ich sowas geschrieben habe :P


 Sonst kann ich in deinem wirklich sehr schönen Text nichts finden, was ich noch ansprechen könnte. Inhaltlich sowie satzbautechnisch passt das alles hervorragend.


Ich spreche hiermit die Empfehlung aus, den Charakter Cyneric anzunehmen, bin aber gleichfalls noch auf andere Feedbacks gespannt xD

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #2 am: 31. Mär 2015, 23:59 »
Also Cirdan, wenn ich auch was dazu sagen darf, vor einem "und" oder einem "oder" kann man ein Komma setzen, man muss es aber nicht.

Und "durchs" ist einfach eine verkürzte Form von "durch das" ich weiss ja nicht, aber eigentlich hätte dein Deutschlehrer da keinen Abzug geben müssen, nach den Regeln, die wir lernen, aber die ändern ja die ganze Zeit :D

Ansonsten schliesse ich mich Cirdan an, es ist super geschrieben, ich glaube, mein Text wird nicht so gut sein, wie der von Fine, ich werds aber versuchen :D

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #3 am: 1. Apr 2015, 12:08 »
So ich hab's jetzt gelesen - endlich ein Rohir mir ordentlichem Namen (im übrigen erst der dritte Rohir im RPG, nach Jutan und Eolonun). Der Namensbestandteil -ric (verwand mit dem -rich in Heinrich und Friedrich, vom Protogermanischen *rīks "König, Herrscher", auch verwand mit lat. rex "König") wird im übrigen eher mit Herrscher übersetzt, als mit Stärke ;), der Name hieße also "königlicher Herrscher" oder "Herrscher der Künne/Sippe", wenn man cyne von cynn ableitet. Für Stärke müsstest du meaht oder swith verwenden, meaht geht aber nur als Präfix (genau wie cyne) und swith würde den Namen weiblich machen, also geht nicht :D.

Ansonsten finde ich den Text sehr gelungen. Er ist gut zu lesen. Cirdan hat ihn ja schon "auseinandergenommen". Von daher kann ich Cirdan nur beipflichten:

Ich spreche hiermit die Empfehlung aus, den Charakter Cyneric anzunehmen, bin aber gleichfalls noch auf andere Feedbacks gespannt xD

Von mir also auch ein angenommen. ;)
« Letzte Änderung: 1. Apr 2015, 13:50 von kolibri8 »
RPG:
1. Char Alfward bei Dol Guldur.
2. Char Qúsay in Aín Sefra.

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #4 am: 1. Apr 2015, 15:37 »
Es freut mich sehr, dass der Charakter gut anzukommen scheint. :)

Was ich mich natürlich frage, ist, was Cyneric während der Jahre gemacht hat, die zwischen der jetzigen Zeit des RPGs und dem Ende deiner Geschichte liegen. Dass du es nicht in der Geschichte erwähnt hast, macht nichts, aber mich würde trotzdem interessieren, ob Cyneric bei der Eroberung von Isengart dabei war.
Ich werde Cynerics Geschichte noch bis zum aktuellen Status des RPGs fortführen, den ersten Teil gibt es bereits unten zu lesen und zu kommentieren. Es ist zwar viel Quellmaterial zu beachten (lese mich durch die ganzen alten Threads, damit ich keinen bisherigen Geschichten widerspreche), aber ich denke, ich bekomme das ganz gut hin.

Genauso, obwohl ich die Antwort zu kennen glaube, wüsste ich noch gerne, wo du planst mit deinem Charakter zu starten.
Am Ende der Geschichte würde Cyneric in Aldburg eintreffen und dort dann in die aktuelle Erzählung einsteigen, wenn das in Ordnung geht.

So ich hab's jetzt gelesen - endlich ein Rohir mir ordentlichem Namen (im übrigen erst der dritte Rohir im RPG, nach Jutan und Eolonun). Der Namensbestandteil -ric (verwand mit dem -rich in Heinrich und Friedrich, vom Protogermanischen *rīks "König, Herrscher", auch verwand mit lat. rex "König") wird im übrigen eher mit Herrscher übersetzt, als mit Stärke ;), der Name hieße also "königlicher Herrscher" oder "Herrscher der Künne/Sippe", wenn man cyne von cynn ableitet. Für Stärke müsstest du meaht oder swith verwenden, meaht geht aber nur als Präfix (genau wie cyne) und swith würde den Namen weiblich machen, also geht nicht :D.

Danke für die Erklärung! :) Ich würde trotzdem bei dem Namen bleiben, auch wenn er eine leicht andere Bedeutung hat.


So, und jetzt geht es weiter mit der Geschichte:

[Anfangspost editiert!]
« Letzte Änderung: 1. Apr 2015, 17:01 von Fine »

kolibri8

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #5 am: 1. Apr 2015, 16:47 »
Zitat
Ich würde trotzdem bei dem Namen bleiben
Ich habe auch nie gesagt du sollst ihn ändern, ich habe nur gesagt, dass ein Name mit dieser Bedeutung nicht zu konstruieren ist. Den Namen finde ich toll. Endlich einer der passt. Auch die Namensauswahl in deinem Text für die anderen Charaktere ist sehr löblich :).

Die neuen Texte sind im Großen und Ganzen in Ordnung, ich würde dich aber bitten, sie der Übersicht halber an deinen Anfangspost anzuschließen ;).

Zitat
der wohl der Fürst Faramir sein musste.
AFAIK hat Faramir keinen Fürstentitel (das Fürstentum Ithilien wird ja erst nach dem Ringkrieg geschaffen). Er ist noch de jure Truchsess von Gondor und de facto König von Rohan. Da ersteres Cyneric warscheinlich unbekannt ist, und letzteres nicht wirklich Auswirkungen hat, wäre wohl dem Stil Tolkiens folgend
Zitat
der wohl der Herr Faramir sein musste.
besser.

Zitat
Löcher für die Pflöcke, die das Zelt spannen sollten, zu graben
Pflöcke werden normalerweise mit einem Holzhammer in den Boden getrieben. Deshalb sind sie unten spitz. Würde man sie einbuddeln bräuchte man die Spitze nicht. xD

Ansonsten auch in deinen weiteren Text sehe ich auch nicht was dem Lore widerspricht. Also hätte ich ihn noch nicht angenommen, würde ich ihn annehmen :D.
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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #6 am: 1. Apr 2015, 16:52 »
Sehr schöne Fortsetzung.
Vielleicht kannst du die auch noch in deinen Startpost mit einfügen.

Ob das jetzt inhaltlich stimmt, kann ich dir jetzt einfach nur glauben. Aber ich vertraue dir da voll und ganz xD



Zitat
Ein Feuer braucht Nahrung, um am Leben zu bleiben Geht ihm diese aus, verlischt es, es stirbt.
Hier fehlt übrigens ein Satzzeichen ;)
Und wo wir grade bei den schönen Gedanken deinen Char´s am Anfang jedes Abschnittes sind; willst du dazu noch irgendwas erklärend sagen, was du dir dabei gedacht hast?


Edit: Jetzt ist mir Kolibri doch glatt zuvor gekommen [ugly]
Das mit den Pflöcken nicht einbuddeln, sondern schlagen, habe ich Fine eben auch schon versucht über eine PN zu erklären [ugly]

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #7 am: 1. Apr 2015, 17:07 »

Die neuen Texte sind im Großen und Ganzen in Ordnung, ich würde dich aber bitten, sie der Übersicht halber an deinen Anfangspost anzuschließen ;).
Habe ich gemacht, danke für den Hinweis. Gibt es eigentlich eine Maximallänge für Posts? Es wird wohl noch so einges dazukommen.

AFAIK hat Faramir keinen Fürstentitel (das Fürstentum Ithilien wird ja erst nach dem Ringkrieg geschaffen). Er ist noch de jure Truchsess von Gondor und de facto König von Rohan. Da ersteres Cyneric warscheinlich unbekannt ist, und letzteres nicht wirklich Auswirkungen hat, wäre wohl dem Stil Tolkiens folgend
Zitat
der wohl der Herr Faramir sein musste.
besser.

Pflöcke werden normalerweise mit einem Holzhammer in den Boden getrieben. Deshalb sind sie unten spitz. Würde man sie einbuddeln bräuchte man die Spitze nicht. xD
Habe ich deinen Vorschlägen entsprechend übernommen, danke.

Und wo wir grade bei den schönen Gedanken deinen Char´s am Anfang jedes Abschnittes sind; willst du dazu noch irgendwas erklärend sagen, was du dir dabei gedacht hast?
Bei Cyneric sollte das bestimmte Thema Hoffnung und Verzweiflung sein, was ja auch bei Tolkien ein wichtiger Punkt war. Um dieses etwas "bildlich" darzustellen habe ich mir diese Gedankenform überlegt, die darstellen soll, was derzeit in seinem Herzen vorgeht. Diese Stellen sind auch ein toller Ort, um unter anderem Foreshadowing zu betreiben ;)

Je nachdem, ob ich es zeitlich schaffe, geht es heute noch weiter.

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #8 am: 1. Apr 2015, 17:12 »
 
Zitat
Gibt es eigentlich eine Maximallänge für Posts?
Ja gibt es! [ugly]
Diese Meldung kam bei mir mal für einen Beitrag zu Helden Mittelerdes :D
Zitat
Fehler beim Schreiben des Beitrags.
Beitrag hat die max. Länge erreicht (50000 Zeichen).

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #9 am: 1. Apr 2015, 18:51 »
Ja gibt es! [ugly]
Diese Meldung kam bei mir mal für einen Beitrag zu Helden Mittelerdes :D
Zitat
Fehler beim Schreiben des Beitrags.
Beitrag hat die max. Länge erreicht (50000 Zeichen).

Hm, dann werde ich wahrscheinlich nicht die ganze Geschichte in den Startpost reineditieren können.
Jedenfalls habe ich jetzt ein weiteres Stück hinzugefügt. Viel Spaß beim Lesen!
Relatiert zu den beiden Kapiteln: http://forum.modding-union.com/index.php/topic,3076.0.html
« Letzte Änderung: 1. Apr 2015, 21:00 von Fine »

Fine

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #10 am: 2. Apr 2015, 10:38 »
Die neusten beiden Teile beziehen sich hauptsächlich auf Ereignisse, die hier beschrieben werden:

http://forum.modding-union.com/index.php/topic,3960.msg103495.html#msg103495

Heute Abend oder so geht es dann weiter in Richtung Isengard.

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #11 am: 2. Apr 2015, 11:00 »
Übertreibe es nicht [uglybunti]

Ich bin noch nicht mal mit Edoras fertig mit lesen :D
Aber ich habe grade zwei 4.0 Spiele gegen einen Engländer gewonnen [ugly] (ich korrigiere, der kommt sogar aus Australien :o

Ich freue mich aber riesig über deinen Einsatz und dein Interesse auch die alten Storylines zu lesen :)

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #12 am: 2. Apr 2015, 12:31 »
Also ich lese mit Freuden diese grossartige Story, sie ist wirklich genial gemacht und ich freue mich über jeden neuen Teil
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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #13 am: 2. Apr 2015, 19:25 »
So, ich bin jetzt auch auf dem neusten Stand deiner Geschichte.
Endlich weis ich mal, was da in Rohan genau passiert ist xD

Nur weiter so. Ich bin gespannt auf Isengart (**)

Zitat
Findest du, das ist mir an der Entfurt gelungen? Da ich noch mindestens zwei große Schlachten vor mir habe (Edoras und Isengard) wäre es toll, wenn ich schon mal wüsste, ob ich in ungefähr demselben Stil weiterschreiben kann (so dass die Leser es auch verstehen) oder ob ich was ändern soll.
Ich fand es sehr gut. Ich konnte folgen und es war sehr verständlich beschrieben.

In Edoras bleibt jetzt noch ein wenig offen, wer die Stadt denn verteidigt hat, als dein Heer da eintraf. Ich hoffe das erklärst du noch.



Ein paar Kleinigkeit´chen wieder:
Zitat
beinahe ein Drittel des Heeres. Alle anderen wurden in Schlachtordnung aufgestellt. Die königliche Garde formierte sich im Zentrum der vorderen Reihen, wo die Marschälle, die zu Fuß geblieben waren, kämpfen und kommandieren würden. An den Flanken und sammelten sich die leichtfüßigen Elbenkrieger, die zweihändige Klingen oder blitzende Speere in den Händen hielten.
Ein "ein" fehlte und ein "und" ist zu viel :D

Zitat
Weiter voraus konnte er nun den Herrn Faramir sehen, der auf einem Kriegsross der Rohirrim ritt. Doch auch er verlor wie Cyneric zuvor sein Reittier durch einen Speerwurf.
Das passt so nicht.
Also entweder hat Faramir sein Pferd verloren und rennt nun zu Fuß, wodurch Cyneric ihn aber nicht reiten sehen kann, oder Faramir hat irgendwann mal sein Pferd verloren und benutzt deshalb nun eines der Rohirrim.
Im letzeren Fall darfst du dann aber nicht "Doch auch er verlor..." schreiben, sondern eher "Denn auch er verlor einst..."
 ;)


Zitat
So focht er noch eine Weile weiter, und die Menschen neben ihm taten es ihm gleich.
Zitat
So focht er eine Weile weiter, mittlerweile aus mehreren kleinen Wunden blutend.
Willst du uns mit Wiederholungen langweilen? :o -Nein, nur Spaß :D


Zitat
"Es tut mir Leid, dass wir diesmal nicht gemeinsam im Gefecht waren," sagte er leise. Scúrwìne schlug mit dem Schweif und sagte nichts.
Ist überhaupt nichts falsch dran, aber ich finde es mega lustig :D :D
 "und sagte nichts" -als wenn es sonst immer antwortet und jetzt nur grade beleidigt wäre [ugly]

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Re: Cyneric, erster Charakter von Fine
« Antwort #14 am: 2. Apr 2015, 23:07 »
Also ich lese mit Freuden diese grossartige Story, sie ist wirklich genial gemacht und ich freue mich über jeden neuen Teil
Schön dass es dir gefällt! Freut mich :)

In Edoras bleibt jetzt noch ein wenig offen, wer die Stadt denn verteidigt hat, als dein Heer da eintraf. Ich hoffe das erklärst du noch.

Das muss ich glücklicherweise nicht, denn man kann alles Wichtige hier und hier nachlesen :)

Ein paar Kleinigkeit´chen wieder:
Ein "ein" fehlte und ein "und" ist zu viel :D
Ist korrigiert, danke!

Das passt so nicht.
Also entweder hat Faramir sein Pferd verloren und rennt nun zu Fuß, wodurch Cyneric ihn aber nicht reiten sehen kann, oder Faramir hat irgendwann mal sein Pferd verloren und benutzt deshalb nun eines der Rohirrim.
Im letzeren Fall darfst du dann aber nicht "Doch auch er verlor..." schreiben, sondern eher "Denn auch er verlor einst..."
Ich habe es umformuliert, sodass klar wird, dass Faramir reitet und sein Pferd kurz darauf verliert. So steht es nämlich auch hier.


Willst du uns mit Wiederholungen langweilen? :o -Nein, nur Spaß :D
Ist auch angepasst - bevor ihr euch doch noch langweilt ;)


Ist überhaupt nichts falsch dran, aber ich finde es mega lustig :D :D
 "und sagte nichts" -als wenn es sonst immer antwortet und jetzt nur grade beleidigt wäre [ugly]
Das steht ungefähr in demselben Wortlaut in einer der Szenen zwischen Sam und Lutz dem Pony in Die Gefährten. Ich fand das ebenfalls lustig und als sich mir die Gelegenheit bot, hab' ich's einfach mal eingebaut :)



Die nächsten beiden Teile sind nun oben reineditiert worden. Hier stand mir sehr viel existierendes Material zur Verfügung, weshalb ich mich bemüht habe, einen neuen Blickwinkel auf die bereits beschriebenen Ereignisse zu schaffen (nämlich den eines einfachen Soldaten). Im Genauen beziehen sich die Teile auf folgende Texte:

Ich hoffe, ich habe dabei nichts Wichtiges übersehen. Viel Spaß beim Lesen. :)