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Autor Thema: Fornost: In der Stadt  (Gelesen 7260 mal)

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Fornost: In der Stadt
« am: 15. Feb 2016, 19:45 »
Gandalf, Belen, Rilmir und Kerry mit dem Sternenbund von der Feste der Dúnedain


Die Gruppe versammelte sich auf einer Anhöhe, die sich im Westen der alten Stadt Fornost erhob und blickte auf die Stadt hinab.
"Früher kam nahezu niemals jemand hierher, bis auf die Dúnedain," sagte Belen. "Totendeich nannten es die Menschen von Bree. Sie sagten, es spuke in den Ruinen und Geister gingen darin um. Und jetzt seht es euch an."
Die Stadt war voll von Aktivität. Rauch stieg an vielen Stellen auf und wies auf Lagerfeuer hin. Überall sahen sie behelfsmäßige Unterstände: zwischen den alten Mauern waren neue Holzkonstruktionen zu sehen und einige der Straßen waren mit Überhängen aus dicken Stoff überdacht worden. Am großen Tor war ein reges Kommen und Gehen von Menschen die hier nun wohnten. Fornost hatte durch die Flüchtlinge aus Rohan, Gondor und Thal zu neuem Leben gefunden und war wieder eine Heimat für viele Menschen.

Gandalf hüllte sich in seinen grauen Mantel. Er befürchtet wohl, wieder für Saruman gehalten zu werden, folgerte Kerry. Das könnte einen ziemlichen Aufruhr verursachen. Und zuviel Aufruhr sollten wir besser vermeiden.
Sie legten das letzte Stück zum Tor zurück und traten den Wachen entgegen. Es waren ganz eindeutig Diener Sarumans. Auf ihren runden Schilden war das Zeichen der Weißen Hand zu sehen.
Belen hob die Hand. "Grüß' euch, Freunde," sagte er. "Wie ich sehe ist die Stadt weiterhin gut bewacht."
Die Wächter schienen unbeeindruckt. "Parole?" verlangte der eine.
"Golden fallen die Blätter im Wald," antwortete Belen.
Sein Gegenüber nickte, doch sein Blick blieb misstrauisch. "Ihr Waldläufer dürft 'rein," knurrte er. "Aber was ist mit denen beiden da? Die Kleine und der alte Graubart? Wer sind die? Was haben die mit euch zu schaffen?"
"Der Alte ist mein Vater," erklärte Belen. "Er ist etwas wirr im Kopf, aber er geht schon in Ordnung. Und was das Mädchen betrifft...", Verschwörerisch senkte er die Stimme und fuhr fort. "Sie wird mir und meinen Brüdern dabei dienlich sein, die... kleinen Freuden des Lebens zu genießen," sagte er und setzte ein schiefes Grinsen auf.
Das meint er doch nicht ernst. Das ist doch... dachte Kerry und wollte schon protestieren, doch Rilmir hielt ihr geschwind den Mund zu. Wehe, wenn das kein Scherz war, dachte sie und blickte finster zu Belen hinüber.
Er schien es gar nicht zu bemerken. "Oho, ich verstehe," sagte der Wächter und ließ seinen Blick über Kerrys Figur gleiten. "Nun denn. Herein mit Eurer fröhlichen Gesellschaft, Waldläufer."

Sie passierten das Tor und gingen die Hauptstraße entlang. Überall sahen sie Menschen, die Not litten. Es schien einfach nicht genug zu Essen und genug warme Kleidung für alle zu geben.
"Wir müssen diesen armen Leuten helfen," sagte Kerry voller Mitleid.
"Das werden wir, Kerry," antwortete Gandalf, der neben ihr ging. "Sobald ich nicht mehr wirr im Kopf bin," fügte er in Belens Richtung hinzu.
"He, Mithrandir, es hat funktioniert, oder nicht?" wehrte sich dieser mit einem für ihn ganz untypischen Grinsen im Gesicht.
"Kerry, mein Mädchen, ich befürchte, du färbst auf die guten Dúnedain ab. Jetzt versuchen sie auch schon, witzig zu sein," sagte Gandalf und stieß ein tiefes Seufzen aus, von dem sich Kerry nicht ganz sicher war ob es echt war oder nicht.
Kerry kicherte. Diese Reise würde also doch einigen Spaß machen. Sehr gut.

Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder den Menschen in Fornost zu. Die unterschiedlichsten Leute waren auf den Straßen der Stadt unterwegs, die nun wahrlich nicht mehr leer genannt werden konnte. Sie sah Rohirrim, von denen nur die wenigsten noch Pferde zu haben schienen. Auch viele Gondorer, Menschen die ihrer Freundin Magrochil ähnelten, konnte sie entdecken. Und dann waren da noch Menschen, die entfernte Verwandte der Rohirrim zu sein schienen, jedoch zumeist dunkleres Haar besaßen.
"Sie kommen aus Thal, einer Stadt weit im Osten von hier," erklärte Rilmir. "Die wilden Ostlinge haben sie erobert. Es heißt, dass nun einer der Ringgeister über die Menschen von Langen See herrscht."
"Ich weiß durchaus wo Thal liegt," gab Kerry zurück. "Es ist traurig zu sehen, dass all diese Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind hier nun in solchem Elend leben. Und Sarumans Schergen machen ihre Lage ganz sicher nicht besser."

Die Gruppe erreichte einen zentralen Platz innerhalb Fornosts, auf dem eine Art Markt entstanden war. Dort handelten die Bewohner der Stadt mit dem wenigen, das sie aus ihrer Heimat hatten retten können oder das sie in den Gegenden um Fornost jagen, sammeln oder finden konnten. Hier hielt Belens Gruppe an.
"Wie gehen wir jetzt vor, Gandalf?" fragte Kerry. Doch der Zauberer schien ihr nicht zuzuhören. Er blickte in die sie umgebende Menge und schien etwas zu suchen. Dann plötzlich erhellte sich sein Gesicht und er ging zu einem der Stände hinüber. Dort bot ein düster dreinblickender Mann mit grünem Umhang erlegtes Wild aller Art an. Gandalf trat an den Stand und stützte sich auf seinen Stab.
"Ja, das Fleisch ist frisch, ja, es stammt aus den Wäldern in der Gegend, und nein, ich gewähre keine Sonderpreise. Wir haben alle mit unseren eigenen Problemen zu kämpfen," sagte der Mann ohne aufzublicken. Er bekommt wohl immer dieselben Fragen gestellt, dachte Kerry.
"Und wie sieht es mit sehr alten Freunden aus? Bekommen die Eure Jagdbeute etwa billiger?" wollte Gandalf schmunzelnd wissen.
Jetzt blickte der Mann auf und die Überraschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. "...Mithrandir? Bist du's wirklich?"
"Ich bin's, Mablung. Es ist ein weiter Weg von Minas Tirith, als wir uns zuletzt trafen, nicht wahr?"
"Woher kennst du ihn, Mithrandir?" fragte Belen. "Wer ist dieser Mann?"
"Oh, er ist einer der Dúnedain des Südens, mein guter Belen. Ein äußerst mutiger Waldläufer, der viele Jahre mit Faramir, dem Sohn des Truchsessen, gegen die Horden Mordors gekämpft hat. Ich kenne ihn schon lange. Ihr könnt ihm vertrauen."
"Wer sind deine Freunde, Mithrandir?" wollte Mablung wissen.
"Dies sind Belen, der Anführer des Bunds der Sieben Sterne, sowie seine treuen Gefährten. Und dazu die junge Kerevalline."
Ich bin genauso treu wie jeder andere hier, dachte Kerry, die sich übergangen fühlte, doch sie schaffte es, den Mund zu halten.
"Wir sind hier, um gegen Sarumans Einfluß in Eriador vorzugehen," fuhr Gandalf fort. "Und wir brauchen deine Hilfe."
Mablung nickte. "Kommt am besten mit. Ich bringe euch an einen sicheren Ort. Es ist nicht weit."
Der Dúnadan des Südens ging voran und die Gruppe folgte ihm tiefer in die alte Stadt hinein.
« Letzte Änderung: 15. Okt 2016, 14:40 von Fine »

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Der vergangene Ruhm Arnors
« Antwort #1 am: 17. Feb 2016, 21:01 »
Sie folgten Mablung durch die Straßen Fornosts. Die Häuser und Gebäude türmten sich zu beiden Seiten immer höher hinauf.
"Wir kommen ins alte Adelsviertel," sagte Rilmir andächtig. "Hier lebten die Edlen und Mächtigen Arnors. Ah, der vergangene Glanz des Nördlichen Königreiches!"
Er blieb stehen und schloss für einen Moment die Augen.

"Königsland, im grünen Norden
Gold'ne Schätze tief verborgen
Sahst du lange Jahre Frieden
Wurdest doch geteilt von Kriegen.

Tapf're Streiter dienten dir
Hohe Herren wohnten hier
Edle Damen, starke Wälle
Das Licht des Westens strahlte helle

Der Winter ist zu dir gekommen
Deinen Glanz hat er genommen
Kämpftest mutig bis zum End'
Um Fornost, wo jetzt Schatten sind.

Tief ist der Fall Arnors!"

Der Dúnadan senkte den Kopf und ging langsam weiter. Auch die übrigen Mitglieder des Sternenbundes setzten sich wieder in Bewegung. Mablung, der weiter vorausgegangen war, winkte ihnen zu und bedeutete ihnen, sich zu beeilen.

"Der Schmerz über den Untergang des nördlichen Königreiches ist auch nach all den Jahren bei den Erben dieses Landes noch immer nicht geschwunden," sagte Gandalf leise. "Ich verstehe nun besser, wie Saruman sie ködern konnte. Der Aussicht, den alten Glanz Arnors wiederherzustellen muss äußerst schwer zu widerstehen gewesen sein. Es war zu viel für den jungen Helluin."
"Es ist doch schon so lange her," wunderte sich Kerry, die Rilmirs Gesang sonderbar berührt hatte. Dennoch konnte sie nicht verstehen, wieso die Dúnedain einem Verräter folgen würden.
"Die Erben Númenors sind langlebig, Kerry," erklärte der Zauberer. "Und ihr Gedächtnis reicht über Generationen zurück. Die Dúnedain haben schon immer oft zurückgeblickt auf das, was vergangen ist. Selbst als Arnor noch Bestand hatte, trauerten sie dem Untergang von Westernis, der Insel von der sie einst kamen nach. So sind sie nun einmal."
"Wir können viel von unserer Vergangenheit lernen, Mithrandir," äußerte sich Belen, der vom Ende der Gruppe aufgeschlossen hatte. "Wir machen die meisten Fehler nur einmal."
"Das ist auch gut so, mein lieber Belen," antwortete Gandalf.
"Ihr solltet euch angewöhnen, mich als Aravorn II. anzusprechen," stellte Belen richtig. "Ich bin der Träger des Elendilmirs des Nordens und der rechtmäßige Erbe Isildurs." Er zeigte auf den Stern, den er auf der Stirn trug.
"Überhöhe dich in deinem Stolz nicht," sagte Gandalf scharf. "Du bist der bessere Anführer, doch dein Anspruch wiegt nicht stärker als der Helluins. Und der Junge ist gewiß nicht jenseits aller Rettung. Noch besteht Hoffnung, dass er seine Fehler erkennt."
"Das bezweifle ich," erwiderte Belen.
"Wir werden sehen," meinte der Zauberer. "Und auch über den Verbleib Aragorns ist uns nichts bekannt. Vielleicht kehrt er eines Tages zu uns zurück."
"Ich war dort, Mithrandir," sagte Belen mit fester Stimme. "Ich war dort, als die Heere des Westens von Saurons stählerner Faust zermalmt wurden. Ich war dort, als Aragorn uns ins Verderben führte. Nur wenige sind entkommen. Aragorn war nicht darunter. Er ist gefallen oder geriet in Gefangenschaft."
Der Waldläufer warf ihnen einen letzten düsteren Blick zu, dann setzte er sich zu Mablung an die Spitze der Gruppe.

Sie durchquerten noch immer das alte Adelsviertel Fornosts. Die großen Häuser und Anwesen standen weitestgehend leer, denn sie waren zu groß und zu zerstört, um sie gegen die Kälte der Nächte ausreichend zu beheizen. Die Menschen, die nach Fornost gekommen waren hatten sich vor allem in den kleineren Häusern in der Nähe des Großen Tores einquartiert.
"Wer ist dieser... Aragorn, von dem ihr gesprochen habt?" wollte Kerry wissen.
Gandalf sah sie einen Moment lang mit traurigem Blick an. "Er war der Anführer der Dúnedain und der Erbe des Thrones von Gondor. Und vor allem war er mir ein sehr guter Freund. Doch er riskierte alles, um den Schatten Saurons von der Welt zu nehmen - und verlor. Aber es war nicht sein Versagen, nicht seine Schuld, dass es dazu kam dass er nun tot oder verschollen ist."
Der Zauberer hielt inne und stützte sich schwer auf seinen Stab.
"Was meinst du damit, Gandalf? Ich verstehe nicht!" fragte Kerry verwirrt.
"...es war meine Schuld," antwortete Gandalf leise.

Mehr wollte er dazu nicht sagen. Kerry folgte den Dúnedain, die sich vor einem eisenbeschlagenen Tor versammelten. Mablung zog einen großen Schlüssel hervor und begann, es zu öffnen.
"Wo habt Ihr den Schlüssel her?" wollte Belen wissen. "Lange Jahre haben wir versucht, alle Türen in Fornost zu öffnen um verborgene Schätze unseres Volkes zu bergen und in Sicherheit zu bringen. Doch dieses Tor blieb uns stets verschlossen, denn der Schlüssel wurde nie gefunden!"
"Oh, der?" sagte Mablung. "Er stammt aus Gondor, aus der Weißen Stadt. Vermutlich kam er mit Earnur aus dem Norden dorthin, als dieser Arnor in der Stunde seiner größten Not zu Hilfe kam."
"Earnur kam zu spät," erwiderte Belen. "Er konnte nur noch den Sieg des Hexenkönigs zunichte machen. Doch das Nordreich war bereits gefallen."
"Das stimmt wohl," antwortete der Dúnadan des Südens. "Doch seid froh, dass er überhaupt kam. Denn sonst stünden wir nun im Zentrum des finsteren Reiches von Angmar und wären von Feinden umgeben. Der Schlüssel fand sich in den Archiven von Minas Tirith. Earnur oder einer seiner Gefolgsleute müssen ihn hier in Fornost gefunden und diese Tür damit verschlossen haben."
"Was ist denn da drinnen?" wollte Kerry wissen, die ungeduldig wurde.
"Kein Gold oder Schätze," sagte Mablung. "Sondern etwas viel Besseres. Ihr werdet es gleich sehen."


Gandalf, Belen, Rilmir, Mablung und Kerry mit dem Sternenbund Innere der alten Halle
« Letzte Änderung: 15. Okt 2016, 12:40 von Fine »

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Weiße Hand, Schwarze Absichten
« Antwort #2 am: 2. Mär 2016, 15:26 »
Rilmir, Finnabair und Kerry aus dem Versteck des Sternenbundes


"Wonach suchen wir?" fragte Kerry als sie das alte Adelsviertel verlassen hatten und in die bewohnteren Stadtteile kamen.
"Haltet eure Augen offen und versucht herauszufinden, wie die Lage der Menschen hier in der Stadt ist," antwortete Rilmir. "Mit den Waffen aus der Rüstkammer können wir viele Männer und Frauen ausrüsten, doch Schwerter nützen wenig wenn der Mut und der Wille fehlen. Wenn die Menschen nicht bereit sind, sich gegen Saruman zu erheben oder zuviel Angst vor den Schergen des Zauberers haben ist unser Vorhaben zum Scheitern verurteilt bevor es richtig begonnen hat. Wir müssen also herausfinden, wie stark die Diener der Weißen Hand in Fornost vertreten sind und wie groß die Bereitschaft der Menschen hier ist, etwas gegen die Umstände in denen sie sich befinden zu unternehmen."
"Ich habe gesehen, wie sie auf die Gegenwart der Dúnedain reagieren," sagte Finnabair. "Sie nehmen an, alle Waldläufer dienen Saruman. Diese Angst könnte nützlich sein."
"Das ist nicht der Weg zu dem ich raten würde," gab Rilmir zurück während sie um eine Ecke bogen und auf den großen Marktplatz kamen. "Ich weiß, dass dieser Krieg Belen verändert und sein Herz hart gemacht hat. Sprich nicht von solchen Dingen vor ihm. Ich fürchte, es wird sonst nicht mehr lange dauern bis ihm jegliche Mittel recht sind, um sein Ziel zu erreichen. Ich denke..."
Rilmir brach ab und blieb stehen. "Wartet. Wartet. ich kenne diesen Mann. Ihr beide, bleibt hier! Ich muss alleine mit ihm reden. Ich bin gleich zurück."
Damit eilte er durch die Menschenmenge auf eine Gestalt am anderen Ende es Platzes zu, deren Gesicht unter einer dunklen Kapuze verborgen war. Verdutzt blieben Finnabair und Kerry stehen und blickten einander ratlos an. Als sie wieder in Rilmis Richtung schauten war der Waldläufer nirgends zu sehen.

"Nun... ich schätze, wir sollten hier auf ihn warten, wie er gesagt hat," sagte Kerry achselzuckend.
Finnabair blickte finster drein. "Das gefällt mir gar nicht," wisperte sie. "Es sieht Rilmir nicht ähnlich, so unüberlegt draufloszustürzen."
"Der Dúnadan weiß schon, was er tut," antwortete Kerry.
"Das weißt du nicht. Du kennst ihn doch kaum!" gab Finnabair scharf zurück. "Obwohl du ihm nachläufst wie ein Kätzchen kannst du dennoch nicht hinter sein Äußeres blicken."
"Ich laufe ihm nicht..." setzte Kerry an, doch die Rhudaurerin schnitt ihr das Wort ab.
"Du hängst einem Traum nach und mischst dich in Angelegenheiten ein, die dich nichts angehen. Der Sternenbund hat keine Zeit für Liebeleien und Mädchen wie dich. Es gibt wichtige Dinge, die erledigt werden müssen!"
"Wie kannst du das sagen, Rothaar? Du gehörst nicht einmal zu den Dúnedain. Du solltest genausowenig hier sein wie ich," wagte Kerry zu antworten.
Finnabair blickte ihr scharf in die Augen - und versetzte ihr eine schallende Ohrfeige. Die Rhudaurerin packte Kerry an den Schultern und schüttelte sie. "Du Heuchlerin! Was verstehst du schon von Liebe?" rief sie hitzig. "Du weißt nicht wie es ist, in Ungewissheit zu leben, getrennt von deinem Verlobten, der alles für dich aufgegeben hätte. Wer würde sich für dich auf zwei fürchterliche Bestien stürzen, selbstlos und ohne Furcht? Wer würde in jeder Lage für dich einstehen? Du hast kein Recht - kein Recht mir zu sagen, ich gehörte nicht zu den Dúnedain, denn mein Herz gehört ihnen schon lange!"
Sie beruhigte sich wieder etwas und atmete tief aus. Finnabair ließ Kerry los und blickte sie aus ihren tiefgrünen Augen an. "Du bist nichts weiter als ein Klotz an Rilmirs Bein," sagte sie. "Das ist keine Liebe. Wahre Liebe ist es, für den Geliebten sogar bis ins Land der Schatten zu gehen um ihn von dort zu befreien." Sie machte einen Schritt rückwärts und wandte sich ab. "Und das werde ich auch," fügte Finnabair leise hinzu, als sie davonstürmte.

Kerry war sprachlos und hielt sich die schmerzende Wange. Sie konnte nicht verstehen, was da gerade passiert war. Nie war sie jemandem mit Finnabairs Temperament begegnet. Und doch spürte sie, dass mehr hinter dem Ausbruch steckte, als nur das hitzige Gemüt der Rhudaurerin. Wahre Liebe ist es, bis ins Land der Schatten zu gehen, hatte Finnabair gesagt. Und was hat der Satz mit den fürchterlichen Bestien zu bedeuten?
Jemand tippte ihr auf die Schulter und riss sie aus ihren Gedanken. Es war Mablung.
"Heda, Kerevalline - das ist doch dein Name, richtig?" sagte der Waldläufer aus dem Süden.
"Ja - Gondorer...?"
"Mablung. Ich heiße Mablung. Es stimmt also, dass du... nicht so gut mit Namen bist," sagte Mablung schmunzelnd.
Kerry schüttelte den Kopf. "Was willst du?"
"Ich habe gerade mit Rilmir gesprochen. Er sagt, er wird noch einige Zeit brauchen. Ich werde dich zurück zur Rüstkammer bringen, wenn du möchtest."
Kerry überlegte einen Moment und stimmte dann zu. "Na gut. Gehen wir."
Hier herumzustehen wird meiner Stimmung wohl nicht zuträglich sein. Vielleicht kann mir ja jemand im Versteck erklären, was mit Rothaar passiert ist.
Unter der heißen Nachmittagssonne kamen sie durch die Straßen, die weiterhin sehr voll waren wieder in das leerere Viertel des Adels. Kerry fiel auf, dass die meisten Menschen eher bedrückt dreinblickten obwohl sie an diesem Tag nur wenige Schergen Sarumans gesehen hatte, die an ihren Schilden gut erkennbar waren. Die Weiße Hand Sarumans war darauf zu sehen.
Weiße Hand, schwarze Absichten, dachte Kerry.
Nachdenklich und besorgt machte sie sich mit Mablung auf den Rückweg zur Rüsthalle.


Mablung und Kerry zurück zum Versteck des Sternenbunds
« Letzte Änderung: 2. Nov 2016, 17:35 von Fine »

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Re: Fornost
« Antwort #3 am: 16. Mär 2016, 20:23 »
Ardóneths Gruppe von Imladris


Fornost, die alte Hauptstadt Arnors. Schon vom Weitem konnte man selbst im Dunkeln dicke Rauchschwaden und das helle Flackern der Lagerfeuer sehen. Die alten Mauern wurden spärlich wieder aufgebaut. Selbst jetzt, in tiefster Nacht, gab es großes Gedrängel am Tor. Einige Männer schienen Wache zu schieben. Schnell drängelten sich die Waldläufer durch das große Tor in die Stadt.

Sie durchquerten die verschmutzen Straße Fornost mit Eile. Überall liefen Flüchtlinge auf der Suche nach Essen durch die Stadt. Doch jeder, dem die Waldläufer zu nahe kamen, flüchtete sich schnell in einer der Nebenstraßen und kauerten ängstlich am Boden.
"Wovor haben diese Leute Angst?" fragte Elrádan irritiert.
"Ich glaube sie denken wir wären auch Schergen des 'Scharkers'." meinte Gilbárd.

Sie liefen weiter, etwas orientierungslos durch die alten Gassen des Totendeich. Schließlich kamen sie auf den Markt. Dutzende Menschen schliefen dort angereiht auf den Straßen. Sämtliche Lichter der bewohnten Häuser waren längst erloschen, doch in einen flackerte ein schwaches Licht. Ardóneth lief auf die Tür zu und klopfte dreimal fest an die Tür.  Ein Dúnadan machte mürrisch die Türe auf.
"Wie kann ich Euch helfen" fragte er schläfrig.
"Mablung, Ihr hier ?" bemerkte Ardóneth überrascht, denn er erkannte den Mann aus seinen Tagen in Minas Tirith. Er bat die Gemeinschaft ins Haus und nach einem kurzen, freudigen Gespräch gab Mablung, an Mitglied des Sternenbunds zu sein.

"Wir hörten von Elrond von diesem Bund. Ich und meine Männer wollen euch beim Kampf gegen 'Scharker' helfen. Könnt Ihr uns zum Hauptquartier bringen?" schlug Ardóneth schließlich vor. Ohne zu zögern trat Mablung durch die Tür und winkte die Dúnedain zu sich. Im schnellen Gang führte er sie zum versteckten Quartier, jedoch schaute er sich bei jeder Nebenstraße zweimal um, zu groß war die Gefahr Spione des 'Scharkers' den Weg zum Versteck des Sternenbundes zu offenbaren.

"Hier ist es" flüsterte Mablung. Außerhalb des Gebäudes saßen zwei Gestalten auf einer steinernen Bank, die Ardóneth als Gandalf und Belen erkannte, und besprachen das weitere Vorgehen
"Wir haben Gäste" bemerkte Gandalf.
Völlig überrascht sah Belen acht Dúnedain und hinten ein ihm bekanntes Gesicht. "Vetter, du lebst?" rief er voller Freude und umarmte Ardóneth  "Was führt euch hierher?"
Ardóneth erklärte seine Beweggründe, Eriador wieder zu befreien. Auf Wunsch Belens richteten sich die Waldläufer seiner Gruppe als Wachposten in der Nähe des West-Tores ein. Schließlich legten sich alle Waldläufer außer Belen, Gandalf und Ardóneth schlafen, zu viel war zu erzählen.
« Letzte Änderung: 15. Okt 2016, 13:35 von Melkor. »
Er hat noch gezuckt weil ich ihm meine Axt in seine Nervenstränge getrieben habe.

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Re: Fornost
« Antwort #4 am: 19. Mär 2016, 08:48 »
Am frühen Morgen schon wurde Ardóneth geweckt.
"Ardóneth, Belen schickt mich. Ihr sollt ihn umgehend treffen" bat ihn Mablung, der scheinbar schon seit langem wach war. Ardóneth sah sich um und zog sich dann sein Kettenhemd über. Was will mein Vetter denn zur dieser frühen Stunde von mir, dachte Ardóneth.  Es muss wohl wichtig sein.

Schließlich verließ er das alte Gebäude am West-Tor, in dem er übernachtet hatte. Draußen auf der Straße fand er Belen vor, scheinbar schon putzmunter und gerade mit dem Frühstücken beschäftigt.
"Guten Morgen, wo sind die anderen ?" begrüßte Ardóneth Belen freundlich.
"Die schlafen wohl noch" antwortete dieser und biss in ein Stück Brot.
"Ich habe eine Aufgabe für dich, Vetter: Es heißt, Orks würden in einem der Viertel Fornosts für Angst und Schrecken sorgen. Findet heraus,  was an den Gerüchten dran ist, haltet euch jedoch verdeckt," befahl er.

Ardóneth weckte und sammelte seine Gruppe und verließ das Haus, in dem sie sich für die Nacht eingerichtet hatten. Er hatte nun seine erste Aufgabe erhalten, doch wusste er nicht recht, wo er mit der Suche anfangen sollte.
"Vielleicht weiß jemand auf dem Markt mehr" schlug Gilbárd vor.
So eilten sie durch die alte Hauptstadt Arnors. Selbst heute hunderte Jahre nach ihrer Zerstörung konnte man die Pracht des vergangenen Königreichs noch erkennen, jedoch wurde er durch die korrupten Dúnedain sehr in Mitleidenschaft gezogen.

Als sie die Marktgasse betraten hörten sie schon vom weiten die schreienden Verkäufer, die ihre Waren anpreisen wollten. Auf dem Markt herrschte reges Treiben. Hunderte Menschen liefen auf den großen Platz umher. Jedoch waren überall Wachen, mit einem weißen Symbol das aus einer weißen Hand bestand, welches auf die Armschienen, die Schilde oder den Brustpanzer aufgemalt waren.
Keiner der Waldläufer jedoch hatte auch nur den Hauch einer Idee wo sie mit der Suche nach den Orks oder den Gerüchten beginnen sollten. Schließlich kam Fulthien auf eine brillante Idee.
"Wir fragen einen der Wachen! Diese werden sicher wissen wo dieses Viertel sein sollte, jedoch... wir bräuchten ein Opfer... damit die List auch aufgehen kann."
Kiárd, Kilians Bruder meldete sich freiwillig, und zog seine Kleider bis auf das Unterhemd aus. Hoffentlich geht das auch gut für ihn aus, dachte Ardóneth.
"Wir haben den Befehl, diesen Unruhestifter zu entsorgen; wohin soll er gebracht werden?" sagte er schroff als sie Kiárd vor die Wachen geschleift hatten.
" Bringt ihn ins 'Viertel' zu den Orks," befahl einer der Wächter schadensfreudig.
Killian versuchte genauere Hinweise zu erfragen, jedoch waren seine Bemühungen vergeblich. Die Gruppe wusste aber nun immerhin, dass wirklich Orks in der Stadt waren und sich um jene Unruhestifter kümmerten, die den Dúnedain im Wege waren.

Schließlich teilten sie sich auf um weitere Informationen zu suchen. Nach einer Weile trafen sie sich wieder auf den Markt und dort hielten sie ihre Lagebesprechung.
Hanvar meinte, die Orks seien in einem der Westviertel, schließlich hätte er dort eine große Mauer und viele Wachen gesehen.
"Das ist ein Anfang. Also auf zum Westviertel," befahl Ardóneth.
Kiárd, der immer noch als Opfer diente, war nun von seinen Gefährten umstellt. Die Täuschung war perfekt. Sie erreichten das Westviertel und passierten ein großes, gut bewachtes Tor.
"Es klappt" bemerkte Avel.

Schließlich waren sie in einem schmutzigen menschenleerem Viertel angekommen. In er Luft hing ein beißender Verwesungsgeruch.
"Ich glaube, hier sind wir richtig," sagte Fórtorg und hielt seine Nase zu.
In einer dunklen Ecke übergaben die Waldläufer ihrem 'Opfer' wieder seine Habseligkeiten. Nun bestand die Gruppe wieder aus neun kampfbereiten Waldläufer. Sie schlichen immer weiter in das dunkle Viertel und dann endeckten sie eine Schar Orks, die um ein Lagerfeuer standen. Zudem erkannten sie auch einen großen stämmigen Dunländer der mitten auf einen sporadisch gebauten Thron saß. Überall lagen Knochen und Waffen herum.

Sie wussten jetzt, wo die Orks in der Stadt versteckt waren.
"Die schaffen wir!" flüsterte Fulthíen. Auch Ardóneth wusste dies, hatte jedoch nur den Befehl erhalten, das Viertel zu erkunden. Er verneinte also.
"Wir gehen zurück, wir erstatten Belen Bericht!"
Sie verließen das Viertel wieder. Zufälliger Weise war gerade wenige Momente zuvor Wachwechsel, so konnten sie das Tor ungehindert passieren.

Es war bereits später Nachmittag. Im Gleichschritt liefen sie zurück zum Markt. Dort herrschte selbst jetzt noch reges Treiben. Schließlich folgten sie dem Weg zum Hauptquartier, sicherlich erwartete Belen den Bericht schon sehnsüchtig.
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Re: Fornost
« Antwort #5 am: 21. Mär 2016, 09:23 »
Als sie die alte Waffenkammer erreichten fanden sie Belen auf der Straße stehend vor, wie er mehreren Waldläufern Anweisungen erteilte. Ardóneth erstattete seinem Vetter sogleich Bericht über das, was sie entdeckt hatten.
"Die Gerüchte, die in aller Munde waren, sind wahr," sagte er. "Orks haben sich in einem der zerfallenen Viertel häuslich niedergelassen. Angeführt von einem Häuptling aus Dunland entsorgen sie jene, die sich gegen den Willen Sarumans stellen."
Belens Antwort war eindeutig. Er konnte nicht zögern. "Wer weiß wie viele Leute noch so ihr Ende finden könnten. Wir müssen schnell handeln," sagte er und befahl Ardóneth noch im selben Moment, seine Männer wieder zu sammeln und sich um die Orks zu kümmern.

Ardóneth rief die Männer wieder zusammen. Diese waren wie er selbst überrascht,  schließlich waren sie vor wenigen Augenblicken noch in dem Viertel gewesen, in dem sich die Orks aufhielten. Doch sie würden Belens Befehl ausführen. Sie planten nun ihr Vorgehen und machten sich anschließend auf den Weg. Bald schon passierten sie erneut das Tor ins Orkviertel. Dort bereiteten sie verschiedene Fallen vor. Elrádan versteckte sich in einem alten Haus, legte bereits drei Pfeile in die Sehne und wartete auf das Zeichen Ardóneths. Gilbárd schlich sich duch die Trümmer des zerstörten Viertel und nahm nahe des großen Thrones seine Stellung ein. Auch die übrigen Dúnedain legten Hinterhalte für ihre Feinde. Die Waldläufer waren bereit. Jeder war nun auf seiner Position, ob auf den Dächern, im Gebüsch oder in Häusern.

Kiárd lockte einen Ork in ein fast zerfallendes Haus, schob einen großen Felsen von der Mauer und ließ ihn auf den Ork fallen. Dieser war sofort zerdrückt. Nun zischten die ersten Pfeile durch die Luft und töteten die vereinzelten Orkwächter.
Jedoch war dies nur ein Bruchteil der gesamten Orkanzahl, denn der Rest versammelte sich um den Thron des Dunländers. Dies erschwerte die Aufgabe der Waldläufer ungemein. Schließlich sollten sie möglichst im Geheimen alle Orks in diesem Viertel vernichten und keine große Aufmerksamkeit erregen.
"Was machen wir jetzt ?" fragte Kilian.
"Die Aufgabe wird erfüllt" befahl Ardóneth, obwohl er selbst nicht wusste wie sie die Orkgruppe trennen könnten.

Auf seinen Befehl teilten sich die Waldläufer in jede Himmelsrichtung auf. Jedoch legten sie ihren Bogen nieder und zogen ihre Schwerter. Sie begannen, die Orks mit Pfiffen in die dunklen Gänge der Ruinen zu locken. Dort versteckten sich die Waldläufer und beseitigten eine große Gruppe Orks. Nur noch eine Handvoll Orks standen bei dem Thron, waren jedoch alamiert und kampfbereit. Sie konnten allerdings keine Verstärkung rufen da die Hörner an den leblosen Körper der beseitigten Orks hingen. Nun spannten die Waldläufer erneut ihre Bögen und ließen Pfeile auf die Orks niederregnen. Die toten Orks stapelten sich schnell. Nur noch wenige Orks standen um ihren Anführer herum. Erneut traf eine Salve die Feinde, der Häuptling selbst wurde von vier Pfeilen getroffen.

Endlich war das Viertel von den Orks befreit. Ardóneths Gruppe versteckte die sichtbaren Orkleichen in den alten Häusern. Dann schlichen sie sich aus dem Viertel und marschierten wieder zum Quartier. Es war Abend geworden und bald würde es Zeit für das Abendessen werden. Sie alle waren nach ihrem Erfolg im Westviertel hungrig und freuten sich auf die Gemeinschaft mit den übrigen Dúnedain in der Rüsthalle.


Ardóneth und seine Gefährten zum Versteck des Sternenbunds
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« Antwort #6 am: 21. Mär 2016, 15:58 »
Mírlinn und Kerry aus dem Versteck des Sternenbundes


Sie eilten nordwärts. Der große Palast der Könige Arnors und Arthedains ragte schon bald vor ihnen auf, denn der Palastbezirk lag direkt nördlich vom Adelsviertel, in dem sich das Versteck des Sternenbunds befand. Eine breite steinerne Treppe führte langsam ansteigend eine breite, von Statuen der Herrscher des Nordens gesäumte Straße hinauf.
"Keine Spur von Rilmir," stellte Mírlinn fest. "Sehen wir uns hier etwas um - es kann nicht schaden, herauszufinden, was in diesem Gebiet vor sich geht."
Die beiden Frauen streiften einige Zeit durch die Gegend in der Nähe des Palastes, fanden jedoch nichts Auffälliges. Der Bezirk schien sowohl von den Flüchtlingen als auch den Dienern Sarumans bisher nicht berührt zu worden sein.
"Nach der Schlacht auf den Ebenen im Westen der Stadt, in der Earnil und Glorfindel den Hexenkönig besiegten wurde der Königspalast nicht wieder aufgebaut. Der Herr von Angmar hatte im Winter nach seinem Sieg über Arthedain dort gehaust und es war ein böser, verdorbener Ort geworden," erklärte Mírlinn.
Kerry fröstelte. Obwohl es Sommer war und die Mittagssonne am Himmel stand warfen die großen Gebäude um sie herum tiefe Schatten. Gerade wollten sie um eine Ecke biegen, da ergriff Mírlinn plötzlich Kerrys Arm und riss sie zurück.
"Schsch," machte sie und legte einen Finger auf den Mund ehe Kerry protestieren konnte. Vorsichtig spähte die Waldläuferin um die Ecke herum.
"Da ist er," wisperte sie und Kerry schob ihren Kopf ebenfalls ein winziges Stück aus der Deckung um etwas sehen zu können. Am anderen Ende des großen Platzes vor den Treppen zum Palast stand Rilmir in Begleitung der Gestalt, die Kerry am Tag zuvor auf dem Marktplatz gesehen hatte. Die dunkelgrüne Kapuze und der lange Umhang verdeckten die Sicht auf Rilmirs Gesprächspartner.
"Was macht er da? Wer ist das?" wollte Kerry flüsternd wissen.
"Weiß' ich nicht," gab Mírlinn so leise wie möglich zurück. "Wir müssen näher herankommen um mitzubekommen, was sie sagen!"

Sie huschten unbemerkt hinter eine umgestürzte Statue, die ungefähr auf halbem Weg über den Platz am linken Rand lag. Kerry spitzte die Ohren, konnte jedoch nur Fetzen des Gespräches verstehen.
"...schon seit drei Tagen...."
"...wird schwierig werden, es weiterhin geheim zu...."
"...dir keine Sorgen, ich werde..."
"...ist ein Fehler, es auf diese Art..."
Mírlinn legte die Hand auf den Griff ihres Bogens. Kerrys Augen wurden groß als sie das sah. Wird es wirklich zum Kampf kommen? Ist Rilmir ein Verräter? schoss es ihr durch den Kopf.
Sie wagte einen erneuten Blick hinüber zu dem Dúnadan, während sie spürte, wie sich Mírlinn neben ihr anspannte und einen Pfeil aus ihrem Köcher zog. Gerade als die Waldläuferin die Sehne spannen wollte, beugte sich Rilmir vor, zog der Gestalt die Kapuze herunter - und ihre Lippen trafen sich in einem innigen Kuss.

Was ist da gerade passiert?
Kerry war wie versteinert. Mírlinn hingegen entspannte sich sichtlich. Unter der Kapuze war eine hübsche braunhaarige Frau zum Vorschein gekommen, die nun in Rilmirs Armen lag.
"Na sieh mal einer an," kommentierte Mírlinn. "Wenn das nicht Haleth von Haus Ardamir ist. Rilmir, du Geheimniskrämer! Hast du dich also doch endlich entschieden, deiner Linie eine Zukunft zu geben?" rief sie mit spöttischer Stimme zu dem Pärchen hinüber. Überrascht und errötend blickten die beiden in ihre Richtung und lachten verlegen. Mírlinn sprang aus ihrer Deckung und schlenderte zu Rilmir und Haleth hinüber.
Kerry blieb außer Sicht. Sie wollte nicht, dass Rilmir sie sah, denn ohne dass sie es verhindern konnte schwammen ihre Augen erneut vor Tränen. Der Kuss hatte ihrem Herzen einen tieferen Stich versetzt als sie es für möglich gehalten hatte.
"Oh Mírlinn, du hast deine Stupsnase einmal zu oft in Angelegenheiten gesteckt, die dich nichts angehen," sagte Rilmir mit einem Lächeln. "Ich befürchte, wir beide können keine Zeugen gebrauchen. Wir werden dir wohl die Zunge herausschneiden müssen!"
"Versuch' es nur," gab Mírlinn lachend zurück. "Wartet nur bis ich allen davon erzähle!"
"Bitte nicht," sagte Haleth, die nicht lachte. "Ich will nicht, dass mein Vater hiervon erfährt. Er denkt, ich bin in Imladris in Sicherheit. Er will nicht noch ein Kind verlieren."
"Halmir ist am Leben, Geliebte," äußerte sich Rilmir zuversichtlich. "Wenn wir erst den Frieden in Arnor wiederhergestellt haben, werden wir deinen Bruder retten. Belen hat es versprochen. Und Finnabair wird ihn daran erinnern, darauf kannst du dich verlassen."
"Das wird sie wohl," sagte Haleth nickend.
Die drei Dúnedain umrundeten die gefallene Statue hinter der sich Mírlinn und Kerry versteckt gehalten hatten.
"Also gut. Euer kleines Geheimnis ist sicher bei mir. Vorerst." sagte Mírlinn. "Und Kerry wird - " Sie hielt inne als sie bemerkte, dass das Mädchen verschwunden war.
"Was ist mit Kerry?" fragte Rilmir verwundert.
"Ich... ich meinte nur, es wäre gut, wenn auch sie es zunächst nicht erfährt." sagte die Waldläuferin schnell.
"Wie meinst du das, Mírlinn?"
"Nun, ist es dir noch nicht aufgefallen, wie sie dich ansieht?"
"Nicht wirklich - sollte es das?"
"Es ist - ach, vergiss' es. Ist nicht so wichtig," sagte Mírlinn resignierend. "Lasst uns zum Versteck zurückkehren. Immerhin können wir Belen nun berichten, dass der Palastbezirk frei von Feinden ist."

Als die drei Dúnedain außer Sicht waren trat Kerry schwer atmend aus einer der offenen Türen hervor. Sie hatte alles mitangehört, fühlte sich jedoch nicht imstande, das Geschehene zu verarbeiten. Zumindest nicht in diesem Augenblick. Sie schob die Gefühle die in ihr tobten beiseite und rannte so schnell sie konnte durch die leeren Straßen. Sie musste die Rüsthalle vor den Waldläufern erreichen um den Eindruck zu erwecken, dass sie den Tag dort verbracht hatte!


Kerry zurück zum Versteck des Sternenbundes
« Letzte Änderung: 15. Okt 2016, 13:35 von Fine »

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Re: Fornost
« Antwort #7 am: 1. Apr 2016, 13:34 »
Ardóneth und seine Gruppe aus dem Versteck des Sternenbunds


Ardóneth war bereits früh am folgenden Morgen aufgewacht. Er hatte sein Hemd angezogen, sein Gesicht gewaschen und war in den Essbereich geschlendert. Als er das Zimmer betreten hatte hate er dort Elrádan entdeckt, der bereits schon munter die Morgenspeise zu sich genommen hatte.
"Guten Morgen," hatte Adróneth seinen Freund begrüßt. "Wecke bitte die Männer, wir müssen früh raus!" Elràdan hatte in sein Brot gebissen und zustimmend genickt
Nun, nur wenige Augenblicke später, stand die ganze versammelte Mannschaft auf der Straße vor der Rüsthalle, die Mehrheit jedoch noch schläfrig, denn es dämmerte noch nicht einmal. Doch sie waren bereit. Sie brachen auf und zogen die Straße hinunter in Richtung des Marktplatzes.

Selbst zur frühsten Stunde herrschte schon großes Treiben in den alten Straßen. Sie folgten einer eher verlassenen Straße die vom Markt in einer langen Geraden abging. Schließlich endete der Weg in einer Sackgasse. Ein großes Haus stand seitlich von der Straße und ein fahles Licht flackerte dort durch die Fenster. Ardóneth öffnete vorsichtig die Tür. Sie war nicht verschlossen. Die Gruppe folgten einem kleinen Gang der in einem großen Zimmer endete. Dort saßen fünf Männer, in Leinenhemden gekleidet an einem Tisch.
"Ardóneth, endlich trefft ihr hier ein," äußerte sich einer der Männer eilig. "Die Dunedáin haben schon Verdacht geschöpft."
Elrádan und Gilbárd schauten sich verdutzt an.
"Habt ihr die Sachen die wir brauchen?" fragte Ardóneth hektisch.
"Jaja, sie liegen dort hinten. Wir laden sie in die Karren."
Die Männer verschwanden in den Hinterzimmern. Schon wenige Momente später waren vier Karren mit großen Ladungen Stoffdecken und Lebensmittel beladen.
Sie spannten die Pferde vor die Karren und fuhren Richtung Marktgasse. Kurz vor der Marktgasse bogen sie jedoch in eines der verarmten Viertel ab. Dort hungerten hunderte Flüchtlinge. Ardóneth ließ die Wagen stoppen und rief die Menschen zu sich. Viele Menschen versammelten sich nun um sie herum. Ardóneth und seine Waldläufer verteilten an alle Wolldecken und Lebensmittel. Die Menschen konnten das erste Mal, seitdem die Waldläufer der Korruption Sarumans anheim gefallen waren wieder den Dúnedain trauen, konnten sie nun auch auseinander halten.
Langsam wurden die Vorräte knapp, jedoch konnten alle Bewohner des Viertels versorgt werden. Ardóneth erzählte ihnen von der Aufgabe des Bunds der Sieben Sterne und ihrem Anführer, Aravorn II., dem rechtmäßigen Erben Isildurs. Er versprach jedoch auch, dass er nun immer wieder Versorgungsgüter hier herbringen würde, wenn es ihm möglich wäre.
Der Sternenbund hatte nun wieder einen kleinen jedoch wichtigen Schritt für die Befreiung Arnors getan indem langsam das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewonnen wurde. Ardóneth war zufrieden damit.


Ardóneths und seine Gruppe zu den Ebenen nördlich von Fornost
« Letzte Änderung: 15. Okt 2016, 13:51 von Fine »
Er hat noch gezuckt weil ich ihm meine Axt in seine Nervenstränge getrieben habe.

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Ankunft in Fornost
« Antwort #8 am: 8. Apr 2016, 20:16 »
Mathan und Halarîn aus Dunland

So eilig wie sie es hatten nach Fornost zu gelangen umso langsamer pirschten sie sich an die alte Stadt heran. Schon vom Weiten konnte man riechen, dass die alten Ruinen nicht mehr unbewohnt waren, der Gestank von schlecht brennenden Lagerfeuern empfing sie schon vom weitem. Halarîrn rümpfte die Nase und selbst Mathan, der schon üblere Gerüche ertragen musste verschlug es fast den Atem. Sie folgtem einen ausgetretenen Trampelpfad, der sich zwischen die eng stehenden Bäume schlängelte. Auf der letzten Anhöhe machte sie halt und ließen den Blick auf die Stadt schweifen. Die beiden Elben kannten den Baustil der Menschen und erahnten, dass es wohl eine sehr prachtvolle Stadt gewesen sein musste. Zu Glanzzeiten muss es hier wohl von Menschen nur so gewimmelt und reger Verkehr am Tor geherrscht haben. Was sich ihnen nun für ein Anblick bot, war eher das Bild eines traurigen Echo aus der Vergangenheit. Zerfetzte Leinentücher hingen in halb eingefallenen Häusern als spärlicher Schutz gegen Wind und Wetter, die Straßen waren spärlich belebt, weiter im Süden der Stadt war es dagegen schon voller.
"Ich schätze dieser Teil der Stadt ist noch immer verlassen.", stellte Mathan fest und konzentrierte sich auf das Tor.
"Zwei Wachen.", sagte Halarîn und er nickte.
Die beiden Kerle am Tor machten einen gelangweilten und müden Eindruck. Wirklich ernst nahmen sie die Aufgabe scheinbar nicht. Das Zeichen der weißen Hand war deutlich zu erkennen, also gingen sie so vor, wie sie es während einer der Pausen abgesprochen hatten. Halarîn ging den Hang abwährts und hob einen fausgroßen Stein auf, während Mathan sich näher an die Mauer heranschlich. Seine Frau imitierte einen Singvogel und gab damit ihm das abgesprochene Zeichen. Flüchtig bemerkte er, dass die Mauern stellenweise ausgebessert wurden und keine Lücken mehr aufwiesen. Seinen Körper eng an die kalte Steinwand gepresst arbeitete er sich zu dem Tor vor. Die beiden Kerle hatten nichts bemerkt und starrten weiterhin in die andere Richtung. Kurz darauf ertönte ein Knacken aus dem Wald, ein paar aufgeschreckte Vögel flogen davon, es raschelte, dann war es wieder still. Mathan schmunzelte, seine Frau war überraschend gut wenn es um das Imitieren von Tieren ging. Es klappte sogar, denn einer der Kerle packte seinen Schild.
"Hast du das gehört?", fragte die alarmierte Wache.
"Nur ein paar Tiere, die durchs Unterholz streifen. Nichts besonderes.", antwortete der andere Kerl gelangweilt.
Insgeheim wunderte Mathan sich wie blöd manche Menschen sein können. Aber immerhin ging der Vorsichtigere der beiden in die Richtung, aus der die Geräusche kamen. Ärgerlich runzelte der Elb die Stirn, als er sah, dass die faule Wache am Tor blieb, oder war es Plichtbewusstsein? Auf jeden Fall musste sie auf dem Weg geschafft werden.

Halarîn saß auf einem der alten Bäume und sah in die Richtung des Osttors von Fornost. Schwer auszumachen entdeckte sie ihren Mann, der wie ein Schatten an der Mauer näher an die verbliebende Wache heranschlich. Der andere Kerl stackste unter ihr durch den Wald und folgte den Spuren des vermeintlichen Tiers, die sie gelegt hatte. Er würde für eine kurze Zeit nicht zurückkommen. Sanft glitt sie vom Baum herab und achtete darauf, dass die verbliebende Wache sie nicht entdeckte. Gebannt starrte sie ihren Mann an, der ihr zunickte. Wie ein Wiesel stürzte er aus dem Schattten und hieb der Wache mit etwas Massivem auf dem Hinterkopf. Wie vom Blitz getroffen viel der Mann zu Boden und rührte sich nicht.

Mathan spähte durch das Tor und stellte erleichtert fest, dass die dahinterliegende Straße leer war. Kurz darauf gesellte sich Halarîn zu ihm und blickte verwundert auf den Stein in seiner Hand. Es war ein Mauerbruchstück.
"Sie werden denken, dass er von der Mauer stammt.", sagte er grinsend, machte einen Abdruck des Steins auf dem Boden und drappierte ihn neben der bewusstlosen Wache.
"Vielleicht sind sie nicht ganz so blöd?", wandte Halarîn ein und brachte ihn damit ins Grübeln.
"Und wenn schon, dann wird das eben auf die Rebellen geschoben. Hier rechnet niemand mit Elben.", winkte er ab und huschte in die Schatten der Stadt.
« Letzte Änderung: 6. Feb 2017, 16:48 von Curanthor »

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Am östlichen Tor der Stadt
« Antwort #9 am: 9. Apr 2016, 17:12 »
Mírlinn, Avaron und Kerry aus dem Versteck des Sternenbunds


Auf dem Weg zum östlichen Tor Fornosts begegneten Avaron, Mírlinn und Kerry kaum jemandem. Um diese Tageszeit versammelten sich die meisten Bewohner Fornosts auf dem großen Marktplatz oder gingen ihnen täglichen Geschäften nach, doch das nordöstliche Viertel der alten Hauptstadt Arthedains blieb ruhig. Die Häuser in dieser Gegend waren zu groß, um sie mit den begrenzten Mitteln die den Leuten zur Verfügung standen effektiv warm zu halten und waren zumeist in schlechtem Zustand. Die Besetzung der Stadt durch die Horden Angmars hatte deutliche Spuren hinterlassen.

Irgendetwas liegt in der Luft, dachte Kerry und hielt die Augen offen - wonach wusste sie nicht. Es fühlt sich an, als wären die Tage die vor uns liegen voller Überraschungen, ob nun gut oder böse. Ich hoffe, Gandalf und der Sternträger wissen, was zu tun sein wird wenn tatsächlich ein Angriff auf die Stadt erfolgt. Noch immer hoffte sie, dass es nicht dazu kommen würde. Der Sternenbund war in seinen Bemühungen bisher recht erfolgreich gewesen, doch Kerry fürchtete, dass dies nicht so bleiben würde. Denn das tut es nie, dachte sie und presste die Lippen fest zusammen.

Sie durchquerten die Straßen ohne sich große Sorgen zu machen, von Schergen Sarumans entdeckt zu werden. Die Dúnedain des Sternenbundes kannten die meisten Parolen und wurden für treue Diener der Weißen Hand gehalten, denn zwar gab es Gerüchte über eine Widerstandsgruppe, doch offenbar wurde noch nicht vermutet, dass sich einige Waldläufer den Befehlen ihres Stammesführers Helluin widersetzen würde. So konnten Avaron und Mírlinn mit Kerry ohne aufgehalten zu werden die etwas breitere Straße erreichen, die am Osttor endete. Dort entdeckten sie zu ihrer Überraschung nur einen Wächter.
"Er ist bewusstlos," stellte Avaron fest, der neben dem Mann in die Knie gegangen war.
"Haltet die Augen offen," wisperte Mírlinn. "Vielleicht sind die Angreifer noch in der Nähe."
"Saruman hat hier wohl noch weitere Feinde," mutmaßte Kerry. "Wir sind also nicht die einzigen, die sich seinen Machenschaften entgegenstellen."
Wer könnte das getan haben? grübelte sie. Sicherlich jemand, der keine Lust auf eine Durchsuchung hatte. Vielleicht Schmuggler?
Die Dúnedain rückten etwas enger zusammen und hielten sich bereit für das, was kommen mochte.
« Letzte Änderung: 15. Okt 2016, 13:53 von Fine »

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Beginn einer Zusammenarbeit
« Antwort #10 am: 9. Apr 2016, 22:56 »
Mathan und Halarîn blieben eine Weile in einem der angrenzenden Hausruinen versteckt und lauschten nach weiteren Feinden. In weiter Ferne konnte man die Geräusche der Bewohner der Stadt hören. Nach einer kurzen Zeit hörten sie Schritte. Mathan schlich an ein Fenster mit eingebrochenen Sturz und schielte über die Straße zum Tor. Drei Gestalten standen um die bewusstlose Wache, einer von ihnen kniete. Auf der kurzen Entfernung konnte er hören, wie einer der Fremden feststellte, dass der Kerl nur ohnmächtig war. Zumindest war sein Schlag nicht fest genug um ihn umzubringen. Halarîn stand zwei Schritt neben ihm in der Tür und machte ein verwundertes Gesicht. Erst jetzt begriff er, dass die Person mit den langen blonden Haaren eine junge Frau war.
"Wir sind also nicht die einzigen, die sich seinen Machenschaften entgegenstellen.", sagte sie, woraufhin sich die beiden Elben anblickten.
Mathan machte eine Handbewegung und bedeutete Halarîn vorsichtig zu sein und zog sich seine Kapuze tief ins Gesicht, nickend tat sie es ihm gleich.
Scheinbar hatten sie die Widerstandsbewegung gefunden, dennoch ließen sie Vorsicht walten. Flüchtig bemerkte Mathan den silbernen Schimmer in Halarîns Augen, der den Wissenden ihre edle Herkunft offenbart. Die dunkle Kapuze betonte das leicht zu übersehende Detail auch noch. Kurz überprüfte er den Sitz seiner Waffen auf seinem Rücken, ehe er aus der Ruine ging.
"In der Tat, ihr seid nicht die Einzigen.", offenbarte sich der Elb und trat auf die Straße. Halarîn folgte ihm mit ihrem gespannten Bogen, einen Pfeil lässig auf der Sehne, bereit bei Gefahr sofort zu schießen.
"Sagt, wie ist der Name eures Anführers?", erkundigte sich Mathan und ging langsam auf die Drei zu. Als Zeichen seiner Friedfertigkeit zeigte er seine bloßen Hände, blieb aber bereit, notfalls seine Schwerter zu ziehen. Langsam bewegten sich die beiden Elben auf die Drei zu, hielten aber eine sichere Distanz.
Der Vorderste - ein Mann in Lederrüstung und grauem Mantel - entspannte sich sichtlich als er sah, dass es sich bei Mathan und Halarîn um Elben handelte.
"Ein ungewöhnlicher Ort für ein unerwartetes Treffen," sagte er mit fester Stimme und einem leicht belustigten Unterton. "Mein Name ist Avaron von den Dúnedain. Dies - " hierbei zeigte er auf seinen beiden Begleiterinnen - "sind Mírlinn und Kerevalline. Doch bevor wir weiter miteiander sprechen sollten wir uns vielleicht ein ruhigeres Plätzchen suchen. Unser Freund am Tor scheint aufzuwachen."
Er setze sich die Straße hinab in Bewegung und Mírlinn und Kerevalline folgten ihm hastig.
"Hmm, da war ich wohl zu zaghaft.", kommentierte Mathan und sah zu seiner Frau. Halarîn nickte und so folgten sie den drei Menschen mit Leichtigkeit durch die Straßen. Seine Frau steckte den Pfeil zurück in den Köcher, hielt den Bogen aber weiterhin in der Hand.
"Da ihr uns nicht angegriffen habt, gehe ich davon aus, dass ihr uns zu eurem Lager führt?", fragte sie in einem belustigten Ton und schlug die Kapuze zurück.
Mathan tat es ihr gleich um eine bessere Sicht zu haben und setzte nach: "Wenn dies der Fall ist, dann möchten wir gerne wissen wie die aktuelle Lage in der Stadt aussieht. So viel Informationen wie möglich wären ausgesprochen hilfreich, da wir einige Zeit unterwegs waren. Und Gerüchte sind keine gute Basis.", beim letzten Satz versucht er etwas freundlcher als sonst zu klingen.
Sie bogen um eine Ecke und Avaron blieb stehen.
"Wir sollten nun weit genug weg sein," kommtentierte er. Dann wandte er sich Mathan und Halarîn zu, doch bevor er weitersprechen konnte wurde er von seiner jungen blonden Begleiterin unterbrochen.
"Wer seid ihr beiden überhaupt?" wollte sie wisen und blickte die Elben mit einer Mischung aus Neugierde und Misstrauen an.
"Es sind Elben, das erkennt man auf den ersten Blick," warf die zweite Frau ein. Sie trug wie Avaron die Kleidung einer Waldläuferin des Nordens und hielt einen Bogen in der Hand. "Keine Sorge, Kerry, ich bin mir sicher, dass wir ihnen vertrauen können. Wir haben noch von keinem Elben in Sarumans Diensten gehört."
"Bitte entschuldigt die Voreiligkeit meiner Freunde hier," sagte Avaron zu Mathan und Halarîn. "Ihr fragtet nach der Lage in Fornost. Nun, kurz gesagt ist sie kompliziert. Viele Menschen haben sich hierher vor dem Krieg im Osten geflüchtet, doch Sarumans Schergen unterdrücken sie. Der Sternenbund - die Dúnedain, die gegen Saruman Widerstand leisten - versucht, die Stadt zu befreien. Doch wir sind nur wenige während unsere Feinde zahlreich sind."
Die beiden Elben sahen sich kurz an, so in etwa hatten sie es sich ausgemalt, aber es hätte schlimmer sein können.
"Soweit haben wir uns es schon überlegt. Ach, und soweit wir wissen sind alle Elben, die mit Saruman verbündet sind momanten mit einem Angriff auf Dol Guldur beschäftigt, selbst wenn sie hier her kommen, sie würden die freien Völker unterstützen.", erklärte Halarîn beruhigend.
"Die Vernichtung des Goldenes Waldes von Lórien spielt dabei eine tragende Rolle.", stellte Mathan düster fest und blickte grimmig um die Ecke. "Und nicht wenige wollen dafür Köpfe rollen sehen.", fügte er hinzu. Seine Frau legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Vorsicht ist immer gut.", schloss Halarîn und nickte. "Jetzt habt ihr zwei kampferfahrene Elben, die euch bei der Befreiung unterstützen wollen."
Mathan legte seine Hand auf die Schulter seiner Liebsten. "Dies ist meine Frau Halarîn und ich werde Mathan gerufen, erfreut euch kennen zu lernen."
"Vielleicht könnt ihr uns zum eurem Lager führen? Die Reise war selbst für Elben anstrengend und wir würden gern mit dem Anführer des Sternenbundes sprechen.", schlug Halarîn vor.
"Selbstverständlich," sagte der Waldläufer und schritt schnellen Schrittes voran. Er führte sie durch die verlassen wirkenden Straßen der alten Stadt, deren Häuser sich immer höher rings um sie herum auftürmten. Vor einem besonders großen Gebäude mit einer steinernen Kuppel darauf hielt die Gruppe an.
"Hier ist die alte Rüsthalle der Königs Arnors," erklärte der Mann der sich ihnen als Avaron vorgestellt hatte. "Ich werde euch unserem Anführer vorstellen. Folgt mir!"


Mathan, Halarîn, Mírlinn, Avaron und Kerry zum Versteck des Sternenbundes

Verlinkung ergänzt
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Die Stürmung des Palastes
« Antwort #11 am: 13. Apr 2016, 17:17 »
Ardóneth und seine Gruppe von den Ebenen nördlich Fornosts


Die Briefe, die er im Lager der Kundschafter gefunden hatte gingen Ardóneth nicht mehr aus den Kopf. Sofort würde er damit zu Belen gehen wenn sie das Hauptquartier wieder betreten hatten.
"Wie geht es deiner Hand?" fragte er Fórtorg um sich abzulenken.
Fórtorg setzte ein schiefes Lächeln auf. "Ach, das ist nichts," antwortete er, fasste jedoch leicht um sein Handgelenk. Offenbar hatte er noch Schmerzen.

Sie passierten das große Haupttor Fornosts und folgten der Straße zur vergessenen Waffenkammer. Die Gruppe passierte die Türschwelle des Hauptquartiers und waren am Ziel angelangt. Sie wollten zur Feier des Tages die beiden gefunden Hasen verspeisen, jedoch hatte Ardóneth größere Sorgen. Also suchte er nach Belen, der sich gerade mit einigen Dúnedain in einem kleineren Lager das wenige Minuten von der alten Rüsthalle entfernt lag aufielt. Dort angekommen sah Ardóneth Belen sich über Listen und alten Karten beugend.
"Vetter, ich habe Besorgnis erregende Briefe in einem Lager nördlich von hier gefunden," offenbarte er und warf beide Briefe auf den Tisch.
Belen schaute ihn verdutzt an und hob die Briefe auf "Das Lager hast du sicher schon geräumt," bemerkte er und begann den anderen Brief zu lesen.
"Uns läuft die Zeit davon. Wir müssen die Stadt darauf vorbereiten!" behauptete Ardóneth und verschränkte seine Arme.
"Was schlägst du vor?" fragte sein Vetter und betrachtete erneut den Brief.
"Lasst uns der Schlange den Kopf abschlagen. Ohne die feindlichen Anführer ist es ein Leichtes, die Stadt zu befreien," schlug er daraufhin vor und begann im Saal auf und ab zu laufen.
Grübelnd stand Belen auf und sagte dem Plan zu. "Eine Bedingung habe ich, Ardóneth," fügte sein Vetter hinzu. "Sollten sich Dúnedain unter den Feinden befinden, will ich, dass sie lebend gefangen genommen werden."

Ardóneth verließ den Raum und begab sich in den Keller des kleinen Gebäudes. Hier wurden seit einiger Zeit viele Waffen aus der Rüsthalle zusammengetragen. Er hörte das Pochen von Hämmern, die auf Eisen niederfielen, und das Kreischen der Schleifsteine. Auf Befehl Ardóneths hatten bereits vor seiner Jagd einige Waldläufer damit begonnen, Waffen und Rüstungen vorzubereiten. Nun war die Zeit gekommen.
"Bereite die Männer vor" befahl er Elrádan, während er in einem der Nebenräume verschwand. Dort konnte er eine aufpolierte königliche arnorische Rüstung finden. Sanft glitten seine Finger über den Stern der auf die linke Brustseite gemalt wurde.  Auf der Rückseite war das alte Wappen Arnors, die Sieben Sterne, über einen gekrönten Baum gestickt. Er zog seine Lederrüstung aus und hängte sie an einen Haken neben seinem Bett. Anschließend öffnete er die Nischen der Plattenrüstung und schlüpfte förmlich in den Brustpanzer hinein. Er verschloss die Nischen wieder und zog die Stiefel an, die bis über die Knie gingen jedoch elegant gebaut waren, sodass sie für genug Schutz und Beweglichkeit sorgten. Zuletzt folgten die Armschienen. Hinter der Rüstung war zudem noch ein großer Rundschild befestigt; diesen nahm er ebenfalls und machte ein paar Schritte.
Ganz schön schwer, dachte er sich, jedoch gefiel ihm die Tatsache, nun weniger auf den Schutz achten zu müssen sehr.  Bevor er das Haus verließ schnürte er seine Axt und sein Schwert Argél um die Hüfte. Er war bereit.

Auf der Straße vor dem Haus standen inzwischen nun knapp dreißig Mann teilweise gerüstet, teilweise jedoch in der selben Lederkluft wie zuvor. Auf Befehl Ardóneths verließen die Soldaten, Waldläufer konnte man sie nun nichtmehr nennen, das Versteck und marschierten Richtung Königspalast im Norden der Stadt. Von dort erhielten die meisten Anhänger Sarumans im Umkreis ihre Befehle, wie die Dúnedain des Sternenbundes inzwischen herausgefunden hatten. Wulfrat, ein furchteinflößender Hüne aus Dunland war einer der treusten Diener Sarumans und hatte das Kommando dort. Ardóneth wusste, dass er einen Sturmangriff ausführen musste um möglichst viele Feinde vor den ersten Waffenwechsel besiegen zu können. Zudem machte der Befehl Belens, jeden Dúnadan am Leben zu lassen das Unterfangen umso schwieriger als es eh schon erschien. Wir müssen sie überraschen und hart und schnell zuschlagen, dachte er.

Schließlich erreichten sie den alten Königspalast, der erstaunlicher Weise außen noch im guten Zustand war. Selbst ein altes zerfetztes Banner wehte auf einer der Kuppeln.
"Macht euch bereit!" sagte Ardóneth und ließ das Tor stürmen. Sie rannten durch das große Tor in die Eingangshalle. Dort standen bereits zwei dutzend Rhudaurer und Dunländer mit gezogenen Waffen als hätten sie einen Angriff erahnt. Grölend und ächzend rannten sie den Dúnedain entgegen. Der erste Kampf in der Eingangshalle fand statt. Ardóneth selbst blieb weiter hinten und versuchte eine Umzingelung zu verhindern. Das Klirren der Schwerter und Äxte sowie das, ob qualvolle oder heroische Schreien der Männer erfüllte die alten Hallen. Die Dúnedain konnten die Feinde mit der Zeit zurückdrängen und füllten die leeren, geplünderten Hallen mit blutüberströmten Leichen.

Ardóneth konnte eine kleine Gruppe Gefangener befreien die sich ebenfalls dem Kampf auf Seiten der Sternenbundler anschlossen. Bis auf wenige Verletzte hatte der Sternenbund im ersten Kampf keinerlei Verluste erlitten.. Jedoch war Wulfrat immer noch am Leben.
Sie stürmten den Thronsaal. Dort saß er ein großer, muskulöser Dunländer mit einer mit Pelzen überzogenen Kettenrüstung, geschmückt mit Knochen und Schädel seiner vermeidlichen Opfer. Vor dem Thron formierten sich schließlich die letzten Kämpfer die aus der Eingangshalle geflohen waren sowie die Leibwache Wulfrats. Ein einzelnder Dúnadan jedoch stand neben Wulfrat und zog eine kleine Axt sowie ein Kurzschwert. Ein weiterer Diener Sarumans, dachte Ardóneth hektisch.
Die Waldläufer stürmten der Feindesreihe entgegen und die befreiten Gefangenen flankierten die Leibwache auf der linken Seite. Erneut wurde eine blutige Schlacht ausgetragen, die Leibwache kämpften wie Berserker.

Wulfrat selbst nahm nun seine Bartaxt, die in einen wohl vor Kurzem abgeschlagen Kopf steckte in die Hand und rannte auf die Gefangenen zu. Seine Schläge warfen mehrere zu Boden und einige wurden tödlich verletzt. Ardóneth selbst nahm nun es mit diesen fürchterlichen Widersacher auf. Im ersten Moment konnte er die starken Axthiebe mit seinem Schild abblocken, jedoch wurde dieser durch die vielen Schläge schließlich gespalten. Ardóneth versuchte nun in der schweren Rüstung auszuweichen, was sich jedoch nicht so leicht wie gedacht erwiess. In einem vorteilhaften Moment konnte er sein Schwert durch den Bauch des Dunländers rammen, wurde dabei aber von einem festen Fausthieb zu Boden geworfen.

Wulfrat zog mit einem Schmerzensschrei das Schwert aus dem Bauch und warf es auf den Boden. Ardóneth versuchte sich durch Rollen vor Axthieben zu schützen und konnte so sein Schwert wieder erreichen. Schließlich konnte er einen Axthieb abblocken und ihn zurückwerfen. Mit einer schnellen Bewegung konnte er sich wieder aufrappeln und Wulfrat mit der Klinge am Oberschenkel treffen.
Dieser, nun deutlich geschwächt, schlug mehrmals in die Luft. Im letzten Moment konnte Ardóneth genau rechtzeitig sein Schwert durch seinen linke Schulter stechen bevor der Hüne zu einen tödlichen Schlag ausholen konnte. Eine große Blutlache entstand und Wulfrat ging auf die Knie, mit einen Stöhnen fiel er nach vorne und blieb regungslos liegen.

Der Palast war eingenommen. Nur drei Feinde überlebten und ergaben sich freiwillig, unter ihnen auch der Anführer der Dúnedain der Weißen Hand. Die Schlacht wurde mit wenigen Toten auf der Seite des Sternenbundes gewonnen, nur einige der befreiten Gefangenen waren zu beklagen. Ardóneth stationierte zehn noch einigermaßen unverletzte Waldläufer unter Elrádans Kommando am Eingang des Palastes und sandte einen Boten zu Belen aus. Erneut konnte ein Sieg verbucht werden.
« Letzte Änderung: 21. Okt 2016, 14:04 von Fine »
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Das geheime Zimmer
« Antwort #12 am: 21. Apr 2016, 23:45 »
Während er sich den Palast genauer ansah kam Ardóneth ins Grübeln. Erneut hatte er einen Sieg für den Sternenbund erringen können, doch waren dies alles nur kleine Fortschritte im Kampf gegen Saruman.
Plötzlich herrschte Stille, er konnte selbst seine eigenen Gedanken hören. Der Sternenbund kann vielleicht die Stadt von Sarumans Schergen befreien, jedoch muss er noch das Vertrauen der Bewohner gewinnen, überlegte er. Tausende Gedanken flogen nur so durch seinen Kopf und beinahe hätte er jegliches Zeitgefühl vergessen.
Doch wurde er förmlich aus den Gedanken gerissen als Mablung überraschend hinzu trat.
"Dein Bote traf vor Kurzem ein, und wir sind auf schnellstem Wege hierher geeilt. Warst du erfolgreich?" wollte er wissen währenddessen er einem der verletzten Dúnadan auf ein Pferd half.
"Natürlich waren wir erfolgreich," antwortete Ardóneth mit einem Lächeln im Gesicht.
Sie betraten das Innere des Palastes. Durch die Dúnedain, die mit Mablung zum Palast gekommen herrschte dort nun ein reges Treiben. Ardóneth und Malblung holten Verbandsmaterial sowie einige Heilkräuter und begannen mit der Behandlung der Verletzten. Knochenbrüche, tiefe Schnittwunden, Prellungen sowie Blutungen und Platzwunden mussten sie verarzten.

Schließlich kam Belen selbst in die großen Hallen.
"Der Palast steht dir nun zur Verfügung; Verluste haben wir auch keine zu beklagen," begrüßte Adróneth ihn grinsend während er seine eigenen Verletzungen versorgte. Der Kampf gegen den Hünen hatte eine kleine Platzwunde am Ellbogen hinterlassen. Belen war jedoch überrumpelt von der Neuigkeit; er hatte keinen schnellen Sieg erwartet und sich schon auf schwer Verletzte oder gar Tote vorbereitet.
"Gut, gut," freute er sich. "Wir werden die Schmieden weiter in Betrieb nehmen. Einiges muss erneuert oder verbessert werden. All die Jahre im Staub haben den Waffen und Rüstungen nicht gut getan," erklärte er. "Doch ruht euch jetzt erstmal etwas aus!"

Ardóneth verließ daraufhin die große Halle und zog sich in eines der alten königlichen Gemächer zurück. Dort wollte er sich kurz ausruhen, konnte jedoch kein Auge zumachen. So zog er seine Rüstung wieder an und wollte das Gemach wieder verlassen. Irgendetwas beschäftigte ihn, jedoch wusste er nicht was und warum. Er drehte sich um und bemerkte, dass sein Talisman verschwunden war. Er begann zu suchen, konnte ihn jedoch nicht mehr finden. Daraufhin kam ihn der Trugschluss das er ihn vermutlich auf vor, während oder nach der Schlacht verloren hatte. Er verließ den Palast und machte sich auf die Suche.

Es war nur ein einfacher Talisman doch für Ardóneth war es die letzte Erinnerung an Finrién. Er konzentrierte sich nur noch auf die Suche, konnte jedoch in einer der Nebengassen einige laute Schreie sowie Schläge hören. Daraufhin zoger sein Schwert und rannte in die Straße, dort sah er einige Dunländer und Rhûdaurer die soeben auf einige Flüchtlinge einschlugen. Mit gezogener Klinge rannte er den Dunländern entgegen. Gerade wollte einer von ihnen seine Axt durch den Hals eines seiner Opfer schlagen. Doch bevor er zum entscheidenden Schlag ausholen konnte hackte Ardóneth ihm die Hand ab. Der Arm des Dunländers wurde von seinem noch warmen Blut überströmt und er ging, seinen Arm umklammernd, auf die Knie.

Eines der beiden Opfer stand auf und versuchte Ardóneth zu helfen, wurde jedoch schnell wieder zu Boden gestoßen, also blieb er kauernd liegen. Ardóneth stand nun vier Männern gegenüber. So zog er noch seine Axt und begann, möglichst viele Angriffe zu parieren. Er konnte eine gute Gelegenheit nutzen und einen der Feinde tödlich verletzen, jedoch kassierte er einen Hammerschlag in den Bauch. Mit letzter Kraft schlug er erneut gezielt zu und ein weiterer Dunländer fiel regungslos zu Boden. Er bemerkte, dass ihn die Verletzung am Arm einiges an Kraft kostete, jedoch holte er erneut mit der Klinge aus. Da ließ der letzte Feind seine Waffen fallen und versuchte zu fliehen. Ardóneth warf seine Axt nach ihm und ein lautesr Schmerzensschrei gefolgt vom Klirren einer auf den Boden fallenden Waffe war zu hören.

Die beiden Opfer standen nun wieder auf.
"Ihr habt sie alle getötet, wer seid ihr ?" fragte einer der beiden während er sich um seinen Kameraden kümmern wollte.
"Ardóneth," antwortete er. "Sie hätten euch getötet hätte ich euch nicht geholfen!" fügte er noch ziemlich nach Luft schnappend.hinzu.
"Ich bin Fenrár und mein Freund hier wird Belór gerufen. Wir hörten vom Sternenbund und seinen Erfolgen hier in Fornost und wollten ihm beitreten! Wir sprachen wohl zu laut darüber und die Wachen haben uns gehört."
Ardóneth runzelte die Stirn. "Also, wenn es euch ernst ist, zeige ich euch beiden den Weg zum Quartier, ich muss gleich weiter."
Die beiden nickten und er erklärte ihnen den Weg. "Wir sehen uns im Lager," verabschiedete er sich und so ging jeder seine Wege.

Ardóneth folgte wieder der Straße zum Palast. Elrádan begrüßte ihn dort und folgte ihm ins Innere.
"Du hast etwas verloren," sagte er während sie beiden liefen.
Ardóneth blieb stehen. "Ja, den Talisman - hast du ihn gefunden?" fragte er daraufhin und sah sich im Palast um. Dort waren die Dúnedain gerade dabei gewesen den Dreck der Dunländer zu entfernen.
Elrádan übergab ihm den Talisman. "Wir haben eine verschüttete Tür gefunden. Gerade wird sie geöffnet."
Ardóneth folgte ihm zur Tür. Dort wurden gerade die letzten Steine entfernt und das Türschloss aufgebrochen. Sie betraten das Zimmer und staunten nicht schlecht.
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Er hat noch gezuckt weil ich ihm meine Axt in seine Nervenstränge getrieben habe.

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Re: Fornost
« Antwort #13 am: 25. Apr 2016, 21:30 »
Sie betraten den großen dunklen Raum. Einer der Dúnedain nahm seine Fackel und zündete damit eine Öllampe an. Nun konnten sie den ganzen vorderen Bereich begutachten.
Der Boden war übersät mit Skeleten. Einige der Gerippe waren noch in Rüstungen umhüllt. Einige trugen eine Lederrüstung mit einer große Zackenkrone auf der Brust, dem Zeichen Angmars. Andere dicke Stahlrüstungen aus Arnor.
"Das sind Gefolgsleute Arthedains - sie müssen schon seit Jahrhunderten hier liegen. Sie starben bei der Belagerung Fornosts," erkannte Elrádan und versuchte sich durch Spinnenweben zu kämpfen.
Der bissige Geruch der Verwesung stieg ihnen in die Nase. Ardóneth lief weiter in die dunklen Hallen hinein. Plötzlich wurde er von einem Klimpern aufgehalten. Schnell drehte er sich und schaute sich um. Die Dúnedain zündeten weiter Öllampen und Bottiche an. Bald war der gesamte Raum erhellt. Was sie sahen ließ ihre Kinnladen herunterfallen. Sie waren in der Schatzkammer der Könige Arnors angelangt.

Eine große Halle voller Bücherregale, Waffen- und Rüstungsständern und vielen Schmuckvitrinen. In der hinteren Ecke führte eine kleine Treppe zur einem großen Haufen Gold. Dort lagen erneut viele Leichen, nur eine jedoch fiel Ardóneth besonders ins Auge. Auf dem Goldhaufen lag ein einzelner Mann, den Pfeil in seiner Brust umklammernd, in einer königlichen Rüstung. Auf der Rüstung war das Wappen Aravorns, dem jüngsten Sohn Arveduis, dem letzten König Arnors, zu sehen. 
Elrádan erkundete im selben Moment die Bücherregale. Dort fand er einige Schriftrollen und Landkarten, sowie die Bücher Malbeths, dem Seher Fornosts. Er nahm die Bücher in die Hand und war erstaunt wie gut diese noch erhalten waren. 

Sie erkundeten weiter die großen Kammern, Ardóneth bestaunte nun die großen Schmuckvitrinen. Dort fand er dutzende Ringe, Juwelen, Ketten und Diademe aus Silber und Gold. Warum haben die Truppen Angmars die Schatzkammer nicht ausgeraubt? fragte er sich.


Das große Haupttor zum Burghof war gefallen. Hunderte Schergen der Eisenkrone strömten durch die Bresche. Die Männer Arthedains konnten die ersten Wellen der Orks abwehren, jedoch hatten sie gegen die Elite des Hexenkönigs keine Chance. Unbarmherzig schlachteten sie die Soldaten und die Bevölkerung nieder. Dicke Rauchschwaden krochen den Himmel hinauf. Katapulte schleuderten Felsbrocken über die Wälle. Das Klirren von Schwertern und Äxten wurde nur von den Schmerzensschreien der Sterbenden übertönt.

Der Hexenkönig selbst befahl den furchtbaren Angriff auf die Stadt. Ohne Gnade ließ er jeden töten. Fornost wurde überrannt, die Schlacht war verloren. Arvedui ließ die restlichen Überlebenden sich in den Palast zurückziehen. Nur eine Handvoll Dúnedain  konnte entkommen. Als Arvedui  die Niederlage erkannte, flohen er und sein Sohn, Aranárth, durch einen geheimen Weg, nördlich in die Berge. Nur Aravorn, der jüngste Sohn Arveduis hielt mit einigen Männern die Stellung und versuchte so den Rückzug seines Vaters zu decken.

Der Hexenkönig ließ die Tore des Palastes auframmen. Das verstärkte hölzerne Tor hielt vorerst stand wurde dann jedoch schnell aufgebrochen. Die Männer formierten sich, ihre Speere waren nach unten gerichtet, jeglicher Feind würde aufgespießt werden. Eine Horde Orks gefolgt von den Elitesoldaten Angmars drang in den Thronsaal ein. Aravorn erkannte, dass die Chancen geringer denn je waren und zog sich in die Schatzkammer zurück. Dort formierte er seine Leibwache. Schnell wurden die restlichen Soldaten am Haupttor des Palastes brutal erschlagen und eine weitere Schlacht begann in der Schatzkammer. Ein großer Mann Carn Dûms führte den letzten Angriff an. Nun wurde auch die Schatzkammer überrannt. Aravorn zog sich zum Goldhaufen, der am hinteren Ende der Kammer aufragte zurück, seine Leibwache stellte sich schützend um ihn. Der feindliche Heerführer selbst betrat nun die große Kammer. Bewaffnet mit Bogen und einem Bihänder kämpfte er sich durch die Reihen der Dúnedain. Er zog seinen großen Bogen und ein vergifteter Pfeil durchdrang das Herz Aravorns, ein lauter Schmerzensschrei durchdrang die große Halle. Er fiel zu Boden und umklammerte den Pfeil um ihn herauszuziehen starb jedoch noch zuvor. Der Heerführer selbst wurde jedoch im selben Moment von einen der Leibwächter erschlagen. 

Durch einen Steinschlag auf das Dach des Palastes fiel die Decke über der Tür ein und verschüttete diese. Eine Flucht war nun unmöglich, so kämpften die Männer bis zum Tode. Keiner der das Wappen Angmars trug überlebte die Schlacht in der Kammer und die letzten Leibwachen erlagen ihren Verletzungen. So fielen die letzten Männer die Fornost verteidigten. Arnor war gefallen.




Ardóneth durchsuchte er die Schmuckvitrinen in der Schatzkammer. Eine fiel ihm direkt ins Auge. In ihr wurden silberne diamantenbesetzte Ohrringe sowie eine goldene Juwelenhalskette aufbewahrt.
Dies wäre das perfekte Geschenk, dachte Ardóneth.
"Wir sollten möglichst alles Wichtige mitnehmen und dann Wachen aufstellen," schlug Gilbárd vor der im gleichen Moment eines der vielen Bücher durchblätterte. Daraufhin besorgten sie zwei Karren und beluden sie mit den Waffen, Rüstungen und Büchern. Ardóneth steckte die Schmuckstücke in seiner Tasche und nahm die Aufzeichnungen Malbeths sowie einige Stadtpläne mit. Dann verließen sie die Kammer und schoben einen der alten Schränke vor den Türrahmen. Das Gold würde dem Sternenbund bei seinem Vorhaben gut helfen können.
« Letzte Änderung: 25. Apr 2016, 23:23 von Fine »
Er hat noch gezuckt weil ich ihm meine Axt in seine Nervenstränge getrieben habe.

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Die Befreiung Fornosts
« Antwort #14 am: 11. Mai 2016, 15:28 »
Mathan und Halarîn aus dem Versteck des Sternenbundes


Ardóneth, Gilbárd und Elrádan planten nun den letzten Angriff,  jedoch wussten sie nicht genau wo sie angreifen sollten.
"Wir brauchen genauere Informationen! Wenn wir jetzt einfach ins Westviertel stürmen kann das fatal enden," gab Gilbárd von sich während er seine Rüstung anlegte. Gilbárd selbst war einer der Größten und Stärksten der Gruppe, im Nahkampf gefürchtet jedoch ungeschickt mit dem Bogen.
"Ich schicke Avaron und Hanvár als Kundschafter vor. In der Zwischenzeit sollten wir die Männer vorbereiten," schlug Elrádan daraufhin vor. Ardóneth war tief in Gedanken versunken. Hoffentlich hat sie das Geschenk erhalten, hoffte er.  Das erste Mal seit fast sechs Jahren verspürte er das gleiche "Kribbeln" wie damals als er Finrién in Bruchtal kennen lernen durfte. Beinahe hatte er dieses Gefühl gänzlich vergessen.

"Ardóneth, segnest du das ab?"
Aus den Gedanken gerissen beantwortete er die Frage nur mit einen "Ja" ohne genau zu wissen was er zugesagt hatte. Plötzlich sprang er auf.
"Meine Herren, bereitet nun den Angriff vor. Ich werde mich nun der Schlacht entsprechend passend kleiden," so beendete Ardóneth die Besprechung und holte seine Ausrüstungen. Er zog eine der königlichen Rüstungen aus der Schatzkammer an die er mit den Dúnedain geborgen hatte an. Sie war für eine Plattenrüstung sehr leicht und gab viel Bewegungsfreiheit, nicht so wie die letzte die im Kampf mit dem Hünen stark beschädigt wurde. Auf der Brust war nun das Wappen des Sternenbundes zu sehen.

Nachdem er die Rüstung angelegt hatte schnürte er seine Axt und sein Schwert um die Hüfte. Er verließ den Palast und eilte zu einem kleinen Platz in der Nähe der Rüsthalle. Gilbárd und Elrádan hatten nun fast alle gesammelt und waren gerade im Gespräch mit Mathan und Halarin.
"Ah, ihr schließt euch uns an ?" fragte Ardóneth und begrüßte die Elben.
"Wir unterstützen euch, ja.", berichtigte Mathan und nickte ebenfalls zum Gruß.
"Ich werde von oben darüber wachen, dass keine Bogenschützen Euren Männern zum Problem werden." fügte Halarîn hinzu, während sie die Sehne auf den Bogen spannte.
"Gut, werdet ihr uns dann in den Kampf folgen ? Eure Hilfe wäre gern gesehen." sagte Ardóneth.
"Das ist Euer Kampf, wir sorgen nur dafür, dass keiner von ihnen entkommt und unsere Truppenstärke dem Feind verrät.", sagte Mathan und zog seine Schwerter
"Perfekt, ich danke euch ..." beendete Ardóneth das Gespräch.
"Die Mehrheit ist gewappnet, Finnabair und einige anderen rüsten sich gerade noch." warf Elrádan ein. Wenige Augenblicke später waren alle bereit.  In Reih und Glied waren nun fast vierzig Männer sowie Frauen aufgestellt. Ardóneth stand auf einer hohen Plattform, neben ihm standen Elrádan und Gilbárd.
"Heute wird die Tyrannei Sarumans in Fornost enden. Lange haben wir diesen Tag ersehnt und heute wird er Wirklichkeit! Fornost wird hier und jetzt von allen Dienern der Weißen Hand befreit. Für Belen, für den Sternenbund!"

Nach Ardóneths Rede war die Stimmung höher denn je. Die Mehrzahl jubelte und die Gruppe setzte sich nun in Bewegung. Am Markt wollten sie Avaron und Hanvár, ihre Kundschafter, zunächst ausfindig machen und ihr weiteres Vorgehen planen. Dort angekommen suchten sie jedoch vergebens nach den beiden Dúnedain.
"Wo stecken die beiden ?" fragte Gilbárd.
"Hier sind wir", erhielt er die schnaufende Antwort. "Sie verstecken sich in den Kellern der zerstörten Häuser im Westviertel. Wir wurden entdeckt, sie wissen das wir etwas vorhaben!" warf Hanvár ein.
Elrádan war außer sich. "Das ist nicht euer Ernst! Ich habe euch den Befehl gegeben um jeden Preis unentdeckt zu bleiben!"
Hanvár versuchte sich zu verteidigen wurde jedoch von Ardóneth gestoppt.
"Genug. Wir müssen uns aufteilen. Der Überraschungsmoment ist nun zunichte, Elrádan gehe jedoch nicht zu hart ins Gericht mit den beiden. Das hätte dir auch passieren können. Du gehst über die rechte Flanke, Gilbárd du übernimmst die linke, wartet auf mein Signal."
"Ich werde auf einem Turm oder einer Erhöhung stehen, Mathan kümmert sich um den Rest.", warf Halarîn ein. Ardóneth nickte.

Sie teilten die Männer nun auf; Ardóneth nahm Hanvár und Avaron mit sich. Ihr einzige Chance war nun ein Sturmangriff, in der Hoffnung keiner könnte entkommen.  Das Westviertel war schnell umstellt, Ardóneth schlich sich mit Hanvár möglichst nah an die Häuser und wagte einen Blick.
"Das sind ja Dutzende, wieso hast du nichts davon gesagt?" fragte Ardóneth und schaute Hanvár kritisch an.
"Wir konnten nicht alle entdecken, wir mussten schließlich fliehen,"  flüsterte dieser zu Ardóneth.
Elrádan und Gilbárd konnten einige Wachen auf den Dächern heimlich beseitigen. Ardóneth stürmte sogleich mit seiner Gruppe in die Häuser. Dort entbrannten heftige Kämpfe. Elrádan und Gilbárd erkannten das Signal und stürmten die restlichen Häuser.  Eine Flucht war jetzt für die Diener Sarumans unmöglich. Die Mehrzahl war nur mit stumpfen Waffen wie Knüppeln oder Keulen bewaffnet. Jedoch schaften es einige Dunländer, Ardóneths Truppe in den Häusern zu überwältigen und konnten auf die Straßen fliehen.
Halarîn stand auf einen kleinen Turm und durchbohrte jeden, der in ihr Sichtfeld kam mit Pfeilen. Eine Handvoll Dunländer schafften es Richtung Westtor zu rennen. Halarîn stieß einen Pfiff aus und Mathan löste sich aus seinem Kampf, schlug seinen Gegner bewusstlos und verschwand in einem der Häuser, nur um auf der andere Seite die Fliehenden auf der Straße niederzumähen. Die Moral der Dunländer war nun niedriger denn je. Die mit Saruman verbündeten Dúnedain ergaben sich und warfen ihre Waffen auf den Boden.
Gilbárd war alleine in einem Haus und kämpfte dort gegen fünf Dunländer. Wie im Blutrausch warf Gilbárd seine große Bartaxt um sich, man könnte eher meinen er wäre einer der Beorninger nicht ein Dúnedain. Die Schlacht war schließlich schnell gewonnen. Die Hälfte der Feinde ergab sich, die andere Hälfte lag nun tot am Boden.  Jedoch waren die Sternenbundler deutlich besser davon gekommen. Fornost war nun von allen Schergen der weißen Hand befreit.
« Letzte Änderung: 15. Okt 2016, 14:17 von Fine »
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