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Autor Thema: Die Lahmiden-Ebenen  (Gelesen 810 mal)

kolibri8

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Die Lahmiden-Ebenen
« am: 22. Feb 2016, 11:18 »
Qúsay, Dirar, Beregond und Aerien mit den Reitern von den Furten des Harnen.

Es war der Abend des 22. Juni als Qúsay endlich die Wälle von Aín Sefra erblickte. Sie waren Tag und Nacht geritten und hatten damit etwas Zeit aufholen können.

Eine große Zahl an Zelten war um die Stadt errichtet worden, über denen Flaggen viele verschieden Farben wehten. In Sichtweite der Stadt ließ er die Reiter halten. Dann wandte er sich an die beiden Dúnedain, die sie an der Harnenfurt aufgegabelt hatten:
"Dies ist Aín Sefra, die Hauptstadt der Lahmiden, und des Herrn Marwan bin Yusuf", und zeigte auf die Stadt, die von der untergehenden Sonne in ein orange-rotes Licht getaucht wurde.
"Und hier hält sich euer Herr Qúsay auf?" wollte die junge Frau wissen, die den Gondorer Beregond begleitete. "Sollte er nicht in seinem neuen Fürstentum nach dem Rechten sehen?"
"Nun wie euch vielleicht auffällt, sind wir nicht die Einzigen, die nach Aín Sefra gekommen sind. Morgen ist der Tag der Sommersonnenwende, das bedeutet, dass morgen der Majles zusammentritt: Die Versammlung der Fürsten Harads - zumindest jenes Harads, dass sich von Sauron losgesagt hat. Und der Herr Qúsay hat den Majles einberufen um die freien Haradrim in einem Königreich zu vereinen. Deshalb ist er in Aín Sefra und nicht in Harondor."
Beregond blickte zweifelnd drein. "Die Haradrim waren viele Jahrhunderte erbitterte Feinde Gondors. Wieso sollten sie sich jetzt von Sauron lossagen wo dieser Gondor nahezu besiegt hat?"
"Wenn die Haradrim gegen Gondor zu Felde gezogen sind, dann immer in der Hoffnung fruchtbares Land zu erobern. Seht euch um, hier gibt es kaum Wasser, der größte Teil des Landes ist Wüste. Wisst ihr, bevor die Dúnedain über das Wasser kamen, lebte mein Volk in den Gebieten, die nun Harondor und Ithilien heißen. Sauron und Suladân haben uns viel versprochen: Die Fruchtbarmachung unseres Landes, Rache für die Vertreibung unserer Vorfahren aus Harondor und Ithilien, die Eroberung fruchtbaren Bodens in Gondor. Sauron würde uns groß machen, hat Suladân gesagt. Doch sehr bald wurde der Preis, den wir dafür bezahlen mussten zu hoch. Achtzehntausend Haradrim sind allein aus der Schlacht vor Minas Tirith nicht zurückgekehrt, weitere Zehntausend sind gefallen seit der Krieg begonnen hat. In die besetzten Städte wurden zwar Haradrimkrieger hingeschickt, aber die Ansiedlung unserer Familien wurde uns nicht erlaubt. Immer sah uns einer von Saurons Dienern über die Schulter sei es einer der Ringgeister oder ein Dunkler Númenorer. Und wird die Besatzung von Aufständigen angegriffen sind es Haradrim, die sterben, und keine Orks. Und außerdem, nicht jeder Stamm folgte Saurons Aufruf bereitwillig. Viele wurden gezwungen. Es gab einen Stamm, die Qahwarliden. Als sie sich vor vier Jahren weigerten Saurons Ruf Folge zu leisten, sandte Sauron Orks aus. Von einem Stamm der aus mehreren Tausend Menschen bestand, gibt es heute nur noch etwas mehr als Hundert. Ich selbst habe eines ihrer Lager nach einem Orkangriff gesehen. Ich sage euch, Sauron ist nur unser Freund, wenn wir ihm blind gehorchen. Wenn wir auch nur einen Funken an Eigenständigkeit zeigen, wird Sauron uns vernichten, so wie er es mit allen Menschen vor hat. Wenn wir Sauron weiter dienen, wird das unseren eigenen Untergang besiegeln. Qúsay hat das erkannt."
Die beiden Dúnedain blickten ihn nachdenklich an. In Beregonds Augen konnte Qúsay Verständnis lesen, doch das Mädchen, Aerien, zeigte keine Gefühlsregung. Ihre grauen Augen blickten in seines ohne zu blinzeln.
"Ihr seid doch mehr als ein gewöhnlicher Südländer", sagte sie. "Irre ich mich, oder tragt auch Ihr das Blut Númenors in Euch?"
"Aerien," unterbrach Beregond, "Diese Frage ist gewiss im Moment nicht angebracht. Wir müssen zu Qúsay und unseren Auftrag erfüllen."
Doch Aerien wandte den Blick nicht ab.
"Nun, wir sollten weiterreiten", sagte Qúsay und trieb sein Pferd vorwärts. Während die Gruppe durch die Zeltstadt ritt, erzählte Qúsay: "Hier in Aín Sefra treffen zwei Handelswege zusammen. Die Ost-West Straße die Umbar mit dem Städten und Reichen im Osten verbindet, und die Haradstraße, die Harondor mit Qafsah und den Reichen in Fern-Harad verbindet. Hier wird alles mögliche gehandelt, Sklaven aus allen Ecken der Welt, Holz und bunte Federn aus Dunkelland, Gewürze aus Sindhustan, Gold aus Soninka im Süden, Farbstoffe und Waffen aus Eryan, selbst Seide aus dem fernen Reich Minzhu." Einige Meter vor dem Tor ließ Qúsay sie anhalten und ritt alleine vor um der Wache Bescheid zu geben. "Ich bin Qúsay bin Nazir, ich denke man erwartet mich", sagte Qúsay der Wache so, dass es nur diese hören konnte. "In der Tat, Herr", antwortete die Wache und rief in die Stadt "Öffnet das Tor." Qúsay ritt zu den anderen zurück.
Qúsays Reiter waren froh, nach dem langen Ritt endlich am Ziel ihrer Reise zu sein. Die beiden Dúnedain hingegen sahen sich mit staunenden Blicken am Tor um. Offenbar waren sie noch nie zuvor so weit in den Süden gereist.
Leise unterhielten sich die beiden in der Elbensprache, als die Reisegruppe das Stadttor durchquerte.

Qúsay, Dirar, Beregond und Aerien mit den Reitern in die Stadt.
« Letzte Änderung: 1. Aug 2018, 16:13 von Fine »
RPG:
1. Char Alfward bei Dol Guldur.
2. Char Qúsay in Aín Sefra.

Das Wiki zum RPG. Schaut mal ruhig vorbei ;).

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