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Autor Thema: Fornost: Das Versteck des Sternenbundes  (Gelesen 3856 mal)

Offline Melkor.

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Finriens Geheimnis
« Antwort #45 am: 13. Apr 2017, 14:37 »
Ardóneths Gruppe aus Annúminas

Die Rückreise nach Fornost verlief ereignislos. Die Dúnedain legten keine besondere Eile an den Tag, nun da die geflügelte Bestie tot und die Grabräuber in Annúminas geflohen waren. Ardóneth war froh, dass der Kampf in der alten Stadt ohne größere Verluste auf seiner Seite abgelaufen war.
In Fornost angekommen erstattete er Belen Bericht. Der Anführer des Sternenbundes zeigte sich besorgt darüber, dass Sarumans Schergen so weit im Westen agieren konnten, ohne dass die Dúnedain darüber Bescheid gewusst hatte. "Seine Spione schlüpfen ohne Probleme durch unsere Netze," murmelte er verärgert und entließ Ardóneth anschließend - offenbar, um sich über dieses neue Problem Gedanken zu machen.

Etwas unschlüssig stand Ardóneth im Inneren der Rüsthalle, als er eine vertraute Gestalt erblickte, die auf ihn zugelaufen kam.
"Ardóneth," sagte Cairien und zog vorsichtig an seinem Arm. "Kann ich... kann ich mit dir reden?"
Ihm fiel auf, dass es sich offenbar um ein wichtiges Thema zu handeln schien, und Avarons Schwester wirkte ein wenig unbehaglich. Ardóneth führte sie daher in einen Raum, in dem sie ungestört miteinander sprechen konnten und schloss leise die Türe.
"Was gibt es?" fragte er und setzte sich gegenüber der Dúnadan auf den Boden.
Cairien strich sich nervös durchs Haar. "Es geht um Mara. Die kleine Maraniel, meine ich."
"Deine Tochter," ergänzte Ardóneth.
Sie blickte jedoch zu Boden und sagte: "Nein. Sie ist nicht meine Tochter." Dann atmete sie tief durch und sagte: "Es muss nun einfach heraus. Maraniel ist... das Kind meiner guten Freundin Finrien. Sie ist deine Tochter, Ardóneth."

Ardóneth saß da wie vom Donner gerührt. "Wie ist das möglich? Ich habe Finrien sterben sehen..."
"Man hätte es dir schon vor langer Zeit sagen sollen," stieß Cairien hervor, der das Geständnis offenbar nicht leicht fiel. "Als du Finrien schwerverletzt nach Bruchtal brachtest, räumte der Heiler, der sich um sie kümmerte, ihr keine Überlebenschancen ein. Und als ihr Herz aufhörte zu schlagen, hast du das Tal in dem Glauben verlassen, dass sie gestorben wäre. Doch in jenem Moment kehrte Meister Elrond zurück, der zuvor abwesend gewesen war, und es gelang ihm tatsächlich, Finrien zurückzuholen. Wusstest du, dass sie schwanger war?"
"Nein, wusste ich nicht," antworte Ardóneth tonlos. Er nahm die Informationen gerade einfach nur auf - mehr konnte er in dem Moment nicht tun.
"Finriens Kraft reichte nur wenige Monate, bis zu Maraniels Geburt. Sie hat sie nach deinem Stammvater Maratar benannt, ehe sie verstarb... und sie ließ mich ihr versprechen, ihre Tochter als meine eigene aufzuziehen, damit sie nicht ohne Mutter aufwachsen muss. Ich habe nach dir suchen lassen, aber deine Spur verlor sich irgendwo bei Bree... also nahm ich Maraniel schließlich mit in meine Heimat, nach Laegobel. Und dort blieb ich, bis du kamst."

Sie atmete schwer aus und Ardóneth tat dasselbe. Er würde lange über diese Neuigkeiten nachdenken müssen - Neuigkeiten, die einfach alles veränderten.
"Danke, dass du es mir jetzt gesagt hast," sagte er schließlich leise. "Zwar spät, aber hoffentlich nicht zu spät."
Cairien nickte. "Ich wusste immer dass dieser Tag einst kommt würde. Und ich bin froh, dass du die Schlacht um Fornost und den Angriff der geflügelten Kreatur überlebt hast und nun deine Tochter kennenlernen kannst."

Nach dieser Nachricht brauchte Ardóneth erstmal etwas Zeit für sich alleine. Er setzte sich auf das Dach der Rüstkammer und nahm den Talisman - alles, was von Finrien übrig geblieben war - vom Hals und legte ihn in die Hand. "Wieso hast du mir damals nichts gesagt?" fragte er leise. Ardóneth ließ den funkenlden Gegenstand durch beide Hände gleiten. "Ich hätte für sie da sein können!" brach es aus ihm hervor.
Ardóneth schwieg nun einen längeren Zeitraum und versuak vollständig in Gedanken und Erinnerungen.Daher bemerkte er nicht, dass Cairien sich leise zu ihm gesetzt hatte und erschrak, als sie mit einem Mal zu sprechen began.
"Wie geht es dir?" fragte sie mitfühlend, während sie eine Strähne aus ihrem Gesicht strich.
"Ich habe eine Tochter... Das, was ich mir immer erträumt hatte.." sagte Ardóneth eher bedrückt. Früher hätte er sich einen Krug genommen und einfach losgetrunken, denn solche Situationen hatten ihn eigentlich nie wirklich mitgenommen, doch dieses Mal war es anders. Cairien nickte und beide schauten Richtung Westen, wo in der Ferne der Abendrotsee zu erkennen war. Eine Zeit lang schwiegen sie und Cairien lehnte langsam ihren Kopf gegen Ardóneths Schulter. Ardóneth wusste nicht recht wieso, ließ es aber dennoch zu.
"Ich..." begann Cairien schließlich, stockend, "Ich fühle mich seit den Angriff dieses furchtbaren Untiers hier nicht mehr sicher..."
"Und wohin möchtest du gehen?" fragte Ardóneth der wenig überrascht davon war.
"Bruchtal... das ist der einzige sichere Ort, den es in Eriador noch gibt," sagte Cairien schließlich.
Ardóneth lächelte und überlegte kurz. "Ich werde mit euch gehen... Ich brauche Urlaub," sagte er.
Cairien konnte ihr Glück kaum fassen "Danke, Ardóneth!" sagte sie voller Freude.

Nach einiger Zeit verließen sie das Dach des Rüsthalle, um sich auf die Reise nach Bruchtal vorzubereiten...

Ardóneth, Cairien, Maraniel, Acharnor und Elrádan nach Imladris
« Letzte Änderung: 19. Apr 2017, 00:05 von Fine »
Er hat noch gezuckt weil ich ihm meine Axt in seine Nervenstränge getrieben habe.

-Gimli Gloinssohn zu Legolas, Schlacht bei Helms Klamm-