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Autor Thema: Das obere Tunnelsystem  (Gelesen 7822 mal)

Vexor

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Re: Das obere Tunnelsystem
« Antwort #15 am: 27. Nov 2009, 17:41 »
Gandalf, Amrûn und Celebithiel von den Toren Isengarts


„Ich bin hier“, hörte man die hohe, jedoch matte Stimme von Celebithiel.
Amrûn bemerkte nun einen schwachen weißen Lichtstrahl direkt vor ihm.
„Mithrandir, sei vorsichtig, sie dürfen uns nicht sehen“, forderte der Elb den Zauberer auf.
„Keine Sorge, die dort oben haben wichtigeres zu tun“, antwortete dieser dreist und er schien tatsächlich recht zu haben „Ich hoffe nur, dass wir hier unten nichts schlimmeres treffen. Seit Sarumans Verrat wurden hier zweifellos dunklere und böswilligere Geschöpfe als Orks und Uruks geschaffen.“
In diesem Tunnel unentdeckt zu bleiben schien fast unmöglich. Das Atmen klang wie ein lautes Röcheln und jeder Schritt hallte von den Wänden wider.  Außerdem war es ungemein stickig und dichter Qualm aus den unterirdischen Schmieden und anderen Werkstätten drang ihnen entgegen.

Celebithiel nahm ein Tuch aus ihrer Tasche und legte es sich vor den Mund, damit sie problemlos atmen konnte.
„ Gandalf wie möchtest du eigentlich vorgehen?“, fragte Celebithiel und das Echo warf ihre Frage mehrmals zurück.
„ Wie meinst du das Celebithiel? Die Schlacht wird sich schon regeln, egal ob wir weiter eingreifen oder nicht. Das Heer des Mundes ist schwächer als ich gedacht habe. Anscheinend konnte er in seiner Paranoia doch nicht seine gesamten Streitkräfte sammeln können. Hoffen wir, dass uns keine Garnison in den Rücken fällt.“
„ Nein Mithrandir du verstehst mich falsch, darauf wollte ich nicht hinaus. Es geht mir speziell um den Mund. Welche Pläne hegst du für ihn?“, schnitte Celebithiels zarte Stimme durch die stickige Luft.
Gandalf räusperte sich kurz und schwieg für eine Weile, als würde er seine Worte gut abwägen.
„ Den Mund lass meine Sorge sein Celebithiel. Ich werde mich um ihn kümmern...und, “ er zögerte und sah Celebithiel tief in die Augen, da er ihre Antwort und ihren Einspruch schon spürte, „... und ich benötige deine Hilfe nicht!“.
Celebithiel blieb stehen und die Sprachlosigkeit war ihr ins Gesicht geschrieben. „ WAS?!“, schrie sie in einem Ton, der die Wände zum beben brachte. Du verweigerst mir die Möglichkeit meine Brüder zu rächen und die Mission zu erfüllen, die mir Galadriel aufgetragen hat?“.
Gandalf sah sie mitleidvoll an und mit ruhiger Stimme erklärte er ihr, dass die Macht des Mundes zu stark sei und Sauron die schwarze Magie des Mundes gestärkt hatte.
Auch wenn Celebithiel schwieg, verblieb sie die gesamte weiter Wanderung in stiller Resignation. Ihr rot blondes Haar hatte sich aus dem Strengen Knoten gelöst und hing nun schlaff herunter.

Ich werde den Mund trotzdem töten, auch wenn ich Gandalf versprochen habe ihm nicht zu helfen. Es ist meine Aufgabe, meine Verpflichtung, meine Erfüllung ihn zur Strecke zu bringen!

„ Seht nur Licht!“, rief Amrûn euphorisch und rannte los, jedoch gebot ihm Gandalf einhalt.
„ Stopp oder ihr rennt in eine Falle. Tückisch war Saruman schon, doch noch tückischer ist die Magie des Mundes. Ihr müsst verstehen kein wahrer Zauberer ist er, aber mit großer Macht hat ihn Sauron ausgestattet und so vermag er ebenfalls Magie anzuwenden, die um ein vielfaches verdorbener ist, als die Magie Sarumans“, sprach Gandalf ruhig und gelassen und tauchte die Spitze seines weißen Stabes gen dem Licht, welches den Tunnel erleuchte und just in dem selben Moment fielen mehrere Steine von der Decke und offenbarten die kahle Steinwand, die sich an Stelle des Lichtes auf tat.
„ Eine Sackgasse, dann müssen wir wohl doch die andere Richtung an der Wegkreuzung vorher einschlagen“, sprach Gandalf während seine traurigen blauen Augen die schweigende Celebithiel musterten.
Sie waren nur wenige Meter gegangen als sie plötzlich im Echo die krächzenden töne des Schwarzen Landes vernahmen. Sofort löschte Gandalf sein Licht und plötzlich war es nachtdunkel in dem Gang und nur der ferne Fackelschein der nahenden Orktruppe spendete spärliches und gedämpftes Licht. Sie versuchten sich so gut, wie möglich in dem Gang zu verstecken.

Das schwach ausgerüstete Ork-Bataillon , bestehend aus fünf Orks, hatten sie dank ihres Überraschungsmomentes schnell ausgeschaltet und waren den den Weg weiter bis zu der Weggabelung gegangen und schlugen einen anderen Pfad, als vorher ein.

« Letzte Änderung: 11. Feb 2016, 10:16 von Fine »


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Thorondor the Eagle

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Re: Das obere Tunnelsystem
« Antwort #16 am: 28. Nov 2009, 12:54 »
Unheimliche Laute durchdrängten nun den dunklen Gang. Es musste das Getrampel der tausenden Soldaten sein die an der Oberfläche kämpften.
„Hört ihr die Pferdehufe? Wir müssen schon unter der Front der Rohirrim sein“, stellte Amrûn fest.
„Ja, die Verliese und Tunnel Isengarts sind weit verzweigt. Aber sorge dich nicht, wir werden schon einen Ausgang finden“, beruhigte ihn der Zauberer.
Sie gingen durch die Dunkelheit und der Weg schien kaum zu enden. Auf einmal erreichten sie eine größere Halle. Der rote Schein des Feuers warf sie in ein bedrohliches Bild.
Der Elb blickte hinauf und sah, wie drei Uruks entlang eines engen Stegs diese Grube überquerten.
„Wo gehen wir nun weiter, die Höhle hat vier Ausgänge?“ fragte Amrûn.
„Diese Frage ist wohl berechtigt. Die Zeit wird zu knapp sein um alle zu durchforsten“, sagter Gandalf.
Einen kurzen Augenblick schauten sie verwirrt die vier Ausgänge an und rätselten über deren Verlauf.
„Seht dort, eine Spitze des Orthancs. Gehen wir in diese Richtung“, flüsterte Celebithiel und deutete dabei auf den Gang links von ihnen.
„Ja, einen Versuch ist es durchaus wert. Lasst uns gehen, sobald wir im dunklen sind, werde ich wieder etwas Licht riskieren“, sagte Mithrandir und ging zielstrebig auf die linke Höhle zu.

Die beiden Elben folgten ihm, doch dann hörte Amrûn etwas rascheln, direkt hinter ihnen. Erschrocken warf er einen Blick zurück. Er spürte, dass sie verfolgt wurden aber er konnte niemanden sehen.
Er konzentrierte sich und fixierte seinen Blick auf den gegenüberliegenden Höhleneingang und für einen kleinen Moment sah er etwas aufblitzen, wie zwei Augen eines Raubtieres, das seine Beute fixiert hatte.
„Amrûn! Komm jetzt, sonst verlieren wir dich“, sagte Gandalf in befehlenden Ton.
„Seht, dort ist irgendetwas“
Mithrandir warf einen kurzen Blick durch die Halle: „Wenn dort etwas ist, dann hat es mehr Angst vor uns als wir vor ihm. Wir müssen weiter.“

Gandalf und Amrûn verschwanden in der Dunkelheit des Tunnels. Glücklicherweise schienen diese unterirdischen Gänge so gut wie verlassen zu sein. Jeder kampftüchtige Ork wurde wohl nach oben gerufen um den Rohirrim Einhalt zu gebieten. Am Ende erblickten sie fünf Uruk-Hai, die eine Pforte bewachten.
Ohne lange drüber nachzudenken, attackierten sie das kleine Bataillon und töteten sie. So wenigen waren die beiden Elben und der Zauberer durchaus gewachsen. Als Gandalf nun das Licht seines Stabes erhellte, sah man in den groben Felswänden bereits die klaren schwarzen Strukturen vom Fundament des Orthancs. Sie hatten einen Ausgang aus dem Tunnelsystem gefunden, ja sogar jenen der sie an ihr Ziel brachte.


Gandalf, Amrûn und Celebithiel zum Orthanc
« Letzte Änderung: 11. Feb 2016, 10:17 von Fine »
2. Char Elea ist bei der Ratsversammlung von Aldburg


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