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Autor Thema: Die Furten des Isen  (Gelesen 3759 mal)

Thorondor the Eagle

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Die Furten des Isen
« am: 15. Nov 2009, 12:34 »
Celebithiel, Amrûn, Antien, Gandalf, Faramir und Éowyn vom Feldlager vor den Toren von Edoras


Amrûn, Celebithiel, Gandalf und Faramir hatten sich in dieser finsteren, kühlen Nacht um ein Lagerfeuer versammelt. Die Sterne waren verhüllt und im Norden sah man winzige, rote Lichter, es waren die Feuer Isengards.
Keiner der Vier sprach auch nur ein Wort, alle dachten darüber nach, was ihnen auf dem Weg von Edoras zu dem Nachtlager geschah:



„Seht nur! Es nähern sich Reiter aus dem Süden“, hörte Amrûn eine Stimme brüllen. Aufgeregt befahl er dem Pferd schneller zu reiten und seinen Weg durch die Menge zu suchen. An der Südflanke des Zuges standen bereits Gandalf, Faramir und Eowyn. Amrûn begab sich zu ihnen und Celebithiel folgte ihm.
„Steht uns ein Kampf bevor?“ sagte sie etwas ängstlich.
Auffordernd sah Amrûn zu Faramir und wartete auf eine Antwort.
„Nein, ich glaube nicht. Soweit ich sehen kann, hissen sie die Flagge Rohans. Außerdem würden sie in den sicheren Tod laufen, denn gegen eine solche Übermacht könnten sie sich nicht wehren.“
Die Beruhigung war Amrûn, Gandalf und Celebithiel in den Gesichtern abzulesen. Die Mühen dieser zahlreichen Schlachten hatte sie geschwächt und eine große steht ihnen noch bevor.
„Wer seid ihr?“, brüllte Éowyn mit einer tiefen, unheimlichen Stimme den Reitern entgegen.

„Es ist Éowyn unsere Königin“, hörte man laute Schreie von den Fremden, gefolgt von vielen Jubelrufen.
„Éowyn, Éowyn es tut gut euch zu treffen und in Begleitung des Weißen Reiters. Schneller als ich dachte, haben wir unser Ziel erreicht. Es gibt so vieles zu Berichten und wir haben nur so wenig Zeit. Wir trafen einige Orks auf unserem Weg durch die Westfold und haben sie getötet. Bei einem fanden wir dies hier.“ sagte der Krieger und reichte Éowyn ein Stück Pergament.  Es war an den Seiten vom Feuer leicht angesengt und Schmutz klebte darauf. Éowyn öffnete es und sah es verwundert an.
„Dies ist eine Sprache derer ich nicht mächtig bin. Gandalf seht!“, sagte die Herrin.

Der Zauberer nahm das Pergament und musterte es genau. Er starrte sehr lange darauf und seine Miene zeugte von keinem guten Inhalt.
„Es ist ernster als ich dachte“, sagte er schließlich. Er sprach nicht weiter, sondern vertiefte sich nochmal in das Schreiben.
„Mithrandir, was steht auf dem Papier“, fragte Amrûn neugierig.

„Der Mund ruft alle Truppen zurück nach Isengard, er fürchtet einen Angriff. Wie lange habt ihr diesen Brief schon?“, fragte er die Reiter.
„Zehn Tage ist es her, dass wir Richtung Helms Klamm geritten sind. Wir wollten spionieren und sehen, wieviel Mann die Feste bewachen. Als wir uns wieder auf den Weg machten, trafen wir auf die Truppe Orks.“

„Wir müssen bald angreifen, mit jedem Tag den wir verlieren, werden mehr Krieger in Isengard eintreffen um es zu verteidigen. Wir jedoch werden keine Verstärkung erhalten.“



Éowyn trat nun zum Lagerfeuer. Sie unterbrach die betrübliche Stille: „Wenn wir diesen Kampf gewinnen, haben die Menschen von Rohan wieder Frieden. Eine Front können wir verteidigen, wenn auch nur mit Müh und Not.“

„Sauron wird diese Niederlage nicht einfach hinnehmen. Er wird wieder zurückkommen. Unaufhörlich werden seine Orks und Menschen gegen die Front drücken. Wenn wir ihm nicht Einhalt gebieten, wird er uns früher oder später vernichten“, sagte Amrûn.

Gandalf stimmte mit einem bedächtigen Nicken zu. Seine Haut war blass geworden, zu lange hatte er sich nicht mehr ausruhen können. Die Last der zahlreichen Kämpfe lagen auf seinen Schultern und schienen ihn schon fast in die Knie gezwungen zu haben. Celebithiel wirkte ähnlich geschwächt, wobei sie noch immer sehr edel aussah mit ihrer zarten Haut und den klaren Linien ihres Gesichtes.

Wenn diese Schlacht nun geschlagen ist, kann ich nach Mithlond zurückkehren. In meine Heimat, zu Círdan. Dies ist meine letzte Schlacht, die wohl größte und weitaus hoffnungsloseste. So kann ich meinen Verwandten im Westen ebenbürtig entgegentreten.
« Letzte Änderung: 15. Feb 2016, 09:51 von Fine »
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Thorondor the Eagle

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Re: Lagerfeuer bei den Isenfurten
« Antwort #1 am: 21. Nov 2009, 15:57 »
Die dunkle Nacht war schnell vorüber und das goldene Sonnenlicht lies den Schatten der Nacht schwinden. Das Tal zwischen dem Nebelgebirge und dem weißen Gebirge war nun hell erleuchtet. Die Pforte von Rohan war diesen Frühling schon in voller Blütenpracht. Die grünen bzw. bunten Ebenen verloren sich von hier aus in der großen Weite der Westfold. Die dunklen Rauchschwaden von Edoras waren von hier aus auch nicht mehr auszumachen.
Amrûn vernahm den zarten Frühlingsduft in seiner Nase und spürte die reinigende Kraft der Sonne auf seiner Haut.
Seine Gliedmaßen waren wieder sehr kühl, die Angst und die Dunkelheit hatten ihn wieder überschattet. So gut er noch konnte kämpfte er gegen die trostlosen Gedanken an, um noch Kraft zu schöpfen für diese letzte Schlacht. Er erinnerte sich an die Verteidigung von Mithlond. Damals als Sauron die Blütezeit seiner Macht erreicht hatte. Die Elbenstadt war kurz vor dem Fall, doch sie hatten den dunklen Herrscher wieder zurück gedrängt und sogar ganz aus Eriador vertrieben. Auch diesmal hatten sie nur wenige Aussichten auf einen Sieg, aber möglich war vieles, solange man bereit war dafür zu kämpfen.

Im Lager war es schon sehr unruhig geworden. Alle rüsteten sich für den Kampf. Der Elb sah kaum noch einen Kopf ohne schützenden Helm oder ein Pferd ohne Sattel.
Auch Celebithiel hatte ihre Rüstung angelegt, jenen Lederwamst, den sie in Edoras bekommen hatte. Sie stand in der großen Menschenmenge, doch ihr Blick reichte in die Ferne. Amrûn konnte sich nur ausmalen, woran sie gerade dachte. Er glaubte jedoch, dass ihre Gedanken den seinen nicht so fremd waren. Sie sehnte sich sichtlich nach dem Goldenen Wald und Imladris, ihrer Heimat und ihren Vertrauten.

Eowyn und Faramir traten nun vor Amrûn, Celebithiel und Gandalf. Sie waren bereits in ihre Rüstungen gekleidet. Den Helm trugen sie unter den Arm geklemmt.
„Celebithiel, Amrûn und ganz besonders euch, Gandalf, will ich meinen Dank aussprechen. Ihr habt so tapfer geholfen unser Land zu befreien, den Schatten zu vertreiben. Sogar jetzt steht ihr uns noch bei, in der wohl größten Schlacht, welche die Rohirrim jemals schlagen werden. Ich danke euch“, sagte Éowyn nun entschlossen.
Amrûn und Celebithiel senkten ihren Kopf vor der Königin von Rohan. Sie waren stolz dies aus ihrem Munde zu hören. Auch Gandalf verneigte sich kurz vor ihr.
„Wir sollten uns nun auf den Weg machen, auf den Weg in die Schlacht“, forderte er uns noch auf.

Amrûn ging zu der rauchenden Feuerstelle und hob seinen silbern glänzenden Helm auf. Er blickte hinein und sah sein Gesicht. Nach außen hin wirkte er so robust, so stark und doch fühlte er sich so schwach und verlassen. Etwas entmutigt stieg er auf den Sattel seines Pferdes.
Das Heer verließ den nächtlichen Rastplatz und sie ritten los. Der Weg nach Isengard war nur noch kurz. Es lag nur ein zweistündiger Ritt zwischen den Soldaten und dem Krieg.


Celebithiel, Amrûn, Antien, Gandalf, Éowyn und Faramir nach Vor den Toren von Isengard
« Letzte Änderung: 15. Feb 2016, 09:52 von Fine »
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Thorondor the Eagle

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Re: Der Weg nach Gondor
« Antwort #2 am: 31. Mär 2010, 21:39 »
Elea und Brianna aus Eregion


Der Boden unter Eleas Füßen war kalt und feucht. Der Schnee war noch immer auf ihren Pfaden, doch war er schon durchtränkt von Ruß und Erde. Dunland hatten die beiden Frauen wohlbehalten hinter sich gelassen. Sie sind in der Nacht gewandert um das Land unbemerkt zu durchqueren, doch den ganzen Weg war es unheimlich still, so als wäre es verlassen worden.
Vor Elea und Brianna öffnete sich nun die Pforte von Rohan, weitläufig und hügelig. Ein kalter Schauder lief den beiden den Rücken hoch, wie eine eiskalte Brise aus den Gipfeln der Berge. Es war dunkel um sie, dunkler als alle Nächte zuvor.

„Schon als ich das erste Mal hier vorbei kam, hatte ich ein solch schauderhaftes Gefühl.“
„Ja, schauderhaftes war hier auch lange Zeit am Werk. Saruman der Verräter lebte hier im Nan Curunír und nach ihm noch schlimmeres, doch nun, so sagte Elrond ist Isegart frei und nichts weiter als dessen Fassade ist ein dunkler Fleck in diesem Tal.“

Am dunkelsten erschien die Nacht vor der Dämmerung, bis ein kaltes,blaues Licht die Umgebung in ein mystische Licht tauchte. Elea Blick wanderte zum Himmel hinauf und zwischen den unzähligen Wolkenfetzen erblickte sie hell und klar scheinend, Helluin den blauen Stern.

Mein geliebtes Kind. Wo magst du nun sein zu jener Stunde. Ich hoffe wohl gebettet auf warmen Decken im Schein von noch glühender Asche.

Sie sah Helluin vor sich, an einem hellen Wintertag. In einer Hand hielt er ein silbernes Schwert und in der anderen ein Schild. Eifrig übte er sich in der Kunst des Nahkampfes und setzte einen Hieb nach dem anderen auf seine Gegner an. Sie sah in über Karten lehnen die älter waren als er selbst. Er studierte sie wohl schon mehrere Stunden so ermüdet wie er aussah und sie sah ihn, wie er auf Haldars Stuhl saß, eingebunden in den Stammesrat der Dúnedain. Szenarien, die der Mutter ganz und gar nicht gefielen.

Der blaue Stern verschwamm vor ihren Augen und ehe sie wieder klar verschluckte bereits der rötliche Schein am Horizont das mysteriöse Leuchten. Die Sonne würde bald aufgehen und die Dunkelheit für einen weiteren Tag vertreiben. „Helluin?!“, sagte Elea leise und zu sich selbst gewandt. Enttäuscht schaute sie auf die Stelle am Himmel und streckte ihre Hand ein wenig in diese Richtung.
Ihre Sinne versteiften sich wieder auf das hier und jetzt: „Wir müssen weitergehen!“
Brianna nickte nur und folgte dem raschen Schritt von Elea. „Ich will heute noch Edoras erreic…“, sagte Elea als ihr die Worte Elronds durch den Kopf schossen:

„Der Weg nach Süden ist gefährlich, Elea. Nur noch wenige unserer Verbündeten sind verblieben. Edoras ist gefallen und bis auf ihre Grundmauern verbrannt. Ja, Saruman und Saurons Diener wurden zwar verbannt, doch der Einfluss des dunklen Herrschers ist noch immer sehr groß. Dunländer und Orkscharen vermuten wir noch in den weiten Ebenen der Mark und östlich von Aldburg werdet ihr kaum noch Rohirrim finden.“

„Ich will auf schnellstem Wege Aldburg erreichen. Es sind noch einige Tagesmärsche bis dahin, aber dort werden wir vorerst sicher sein“, bestimmte nun Elea und schritt dem Pfade entlang, dicht gefolgt von Brianna.


Brianna und Elea zu den Ruinen von Edoras
« Letzte Änderung: 11. Aug 2016, 10:56 von Fine »
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Eandril

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Re: Lagerfeuer bei den Isenfurten
« Antwort #3 am: 12. Aug 2015, 13:42 »
Oronêl, Mathan, Halarîn und Orophin aus Aldburg...

Sie erreichten die Furten des Isen am Abend des zweiten Tages - wenn es nach Oronêl gegangen wäre, wären sie auch die Nacht durchgeritten und so deutlich früher an der Westgrenze Rohans angelangt, doch die anderen hatten ihn überzeugt die Pferde nicht zuschanden zu reiten.
Auf ihrem Ritt waren sie der alten Heerstraße Rohans entlang des Weißen Gebirges gefolgt. Dabei hatten sie die Nacht in der Nähe der Ruinen von Edoras verbracht, ein Anblick, der Oronêl auch beim zweiten Mal traurig stimmte. Am zweiten Tag überquerten sie mehrere kleine Flüsse die von den Bergen herabkamen, darunter auch den Klammbach, bis sie schließlich gegen Abend die Furten des Isen erreichten.
Dort wurden sie von einigen alten Rohirrim empfangen, die die Westgrenze bewachten während das Heer Rohans nach Osten zog. Hier trennten sich die Elben von ihren Pferden, denn westlich der Furt war die alte Straße verfallen und die Pferde würden sie eher langsamer als schneller vorankommen lassen. Sie schlugen auch das Angebot der Grenzwächter aus, die Nacht bei ihnen zu verbringen, denn Oronêl drängte es zu Eile. Die Nacht war sternenklar und dieses Licht genügte den scharfen Elbenaugen vollständig, um die Reise fortzusetzen.


Oronêl, Mathan, Halarîn und Orophin weiter nach Dunland...
« Letzte Änderung: 11. Feb 2016, 15:13 von Fine »

Oronêl - Edrahil - Hilgorn -Narissa - Milva

Fine

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Die Grenzen Rohans
« Antwort #4 am: 10. Sep 2017, 20:05 »
Córiel und Jarbeorn von Aldburg


"Es stimmt also, was die Soldaten an der Ostgrenze erzählt haben," meinte Jarbeorn mit einem für ihn üblichem breiten Grinsen. Er hob die Hand und zeigte auf das blaue Band des Isenflusses, das sich vor ihnen von Norden nach Süden erstreckte. "Sowohl die östliche als auch die westliche Grenze Rohans werden von Flüssen gebildet."
Córiel warf ihm einen Blick zu, ging aber nicht weiter auf Jarbeorns Aussage ein. Es war die Art des Beorningers, seine Gedanken oft laut auszusprechen, ohne dass er unbedingt darüber diskutieren wollte. Für ihn war es in solchen Momenten offenbar ausreichend, dass seine Aussagen zur Kenntnis genommen wurden. Und das tat Córiel, während sie ihr Pferd in Richtung der Isenfurten lenkte, die gerade in Sicht kamen.
"Im Osten sind es Mering und Anduin, die Rohans Einfluss begrenzen und das Land zugleich vor Feinden schützen sollen. Hier im Westen sind es die Flüsse Isen und Adorn," erzählte Jarbeorn munter weiter. Sein großes, starkes Pferd trug ihn mühelos neben dem schlanken und flinken Elbenross Córiels her. Sie waren schnell genug geritten, um die Isenfurten innerhalb eines Tagesrittes zu erreichen, aber nicht schnell genug, um die Pferde bis zur Erschöpfung zu treiben. Jetzt, wo es Abend wurde, würden sie ihren Reittieren an den Furten eine wohlverdiente Rast und Übernachtung gönnen, bevor sie die relative Sicherheit Rohans verlassen würden.
Jarbeorn schnippte mit den Fingern, eine weitere Eigenart seinerseits. Ihm war etwas eingefallen. "Auf unserer Flucht aus dem Goldenen Wald überquerten wir die Nordgrenze Rohans. Kannst du erraten, woraus sie besteht, Stikke?"
Erneut warf sie ihm einen Blick zu und ließ ein leises Seufzen hören, ehe er die Frage selbst beantwortete.
"Der Flusss Limklar, den hatte ich ganz vergessen! Wenn die Menschen Rohans kein Reitervolk wären, würde man sie sicherlich für ein Volk von Flussmenschen halten." Er lachte laut und herzlich.

Wenig später kamen die beiden Gefährten an die Furten heran und wurden von den aufmerksamen Grenzwachen erspäht und in Empfang genommen. Königin Éowyn hatte eine mehrere hundert Mann starke Wachmannschaft an beiden Ufern des Flusses stationiert, die seit dem Tag, an dem die ersten Kriegsgerüchte aus Dunland über den Isen drangen, noch weiter verstärkt worden war. Befehligt wurden sie von Erkenbrand, dem Herrn von Helms Klamm und Isengard, der sich gerade in der großen Festung der Hornburg aufhielt. Córiel hatte von Fürst Faramir ein offizielles Schreiben mit seinem Siegel erhalten, das sie den Grenzwachen nun vorzeigte. Man gestattete ihnen daraufhin, die Pferde in dem kleinen, befestigten Lager am Ostufer der Furten unterzubringen und wies ihnen ein kleines Zelt zu, das im hinteren Teil des Lagers nahe dem schützenden Palisadenwall stand, der das Lager umgab.
Die Männer musterten Córiel und Jarbeorn aufmerksam. In vielen Blicken lag Respekt und Anerkennung, doch einige wenige schienen vor allem der Elbin nicht ganz zu trauen.
"Es erfordert ein großes Ausmaß an Mut, sich in die Wildnis von Dunland zu wagen," sagte der Befehlshaber des kleinen Grenzpostens. "Zwar ist in den letzten Tagen jenseits des Isen alles ruhig geblieben, aber das muss nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein. Vielleicht ist es nur die Ruhe vor dem Sturm."
Gemurmel aus den Reihen der Soldaten antwortete ihm. Córiel beobachtete die Gesichter ganz genau und sah viele, die kriegsmüde waren. Nach drei langen Jahren voller Schlachten, Gefechte und Blutvergießen waren es viele der Rohirrim nicht sonderlich erpicht auf einen weiteren Angriff auf ihre Heimat.
"Was, wenn die Dunländer durch diese beiden hier provoziert werden, und über uns herfallen?" rief einer der Soldaten und erntete einiges an Zustimmung. Offenbar hatten manche der Männer Angst, dass Córiels Mission der Funke sein könnte, der den Krieg gegen Rohan aufs Neue entflammen würde.
"Wir werden vorsichtig sein, meine Freunde," antwortete Córiel, die sich nicht recht sicher war, welche Worte sie wählen sollte. Eine Situation wie diese war ihr ganz und gar fremd, und sie fühlte sich unwohl. Sie vermisste die Disziplin und Ordnung des Heeres der Noldor.
"Und wenn uns nicht gefällt, was wir in Dunland vorfinden, drehen wir wieder ab, bevor uns überhaupt jemand zu Gesicht bekommt," warf Jarbeorn freundschaftlich ein, und schlug dem Soldaten, der seine Zweifel lautstark geäußert hatte, kameradschaftlich auf die Schulter. Jarbeorn war jemand, der rasch Freundschaften schloss, und der von den meisten Menschen gemocht wurde. Durch seine Worte und seine Art beruhigten sich die rohirrischen Grenzwächter wieder einigermaßen. "Wir werden herausfinden, wie die Lage in Dunland wirklich aussieht. Wenn wirklich erneut Krieg droht, müssen wir es rechtzeitig wissen, um uns vorzubereiten. Doch ich habe vielmehr gehört, dass sich die Dunländer gegenseitig bekämpfen."
"Das besagen die Gerüchte, die an unser Ohr drangen," meinte der Befehlshaber der Grenzwächter. "Aber gerade in solchen Zeiten sind Gerüchte oft übertrieben und bergen nur einen kleinen Kern von Wahrheit. Einige sagen, die Stämme Dunlands wären gespalten und kämpften nun gegeneinander. Andere sprechen von schattenhaften Gestalten in den Wäldern, die nach Westen zögen, in immer größerer Zahl, und dass die Dunländer nun gegen fremde Invasoren kämpften. Und wieder andere erzählen von großen Kriegsschiffen, die die Flüsse Enedwaiths hinauffahren und Krieger aus längst vergessenen Tagen ausspucken."
"Der geflügelte Schatten war echt!" warf ein Soldat ein. Er konnte nicht älter als zwanzig Jahre sein und sein Helm saß etwas schief auf seinen Kopf. "Ich habe ihn gesehen, wie er vor dem Vollmond vorbeizog und gen Nordwesten rauschte!"
"Wann war das?" wollte Córiel interessiert wissen. Sie hatte noch nie gegen die Reittiere der Ringgeister gekämpft, auf die die Beschreibung des Soldaten zu gut passte, um nicht zuzutreffen.
"Vor etwas mehr als drei Wochen," antwortete der junge Mann.
Das könnte hinkommen, dachte Córiel und ballte die linke Hand zur Faust. Kampfeslust stieg in ihr auf. Drei Wochen waren vergangen, seit ein Ringgeist über den Meringfluss geflogen war, in aller Dreistigkeit am Mittag. Als hätte er es eilig gehabt. Und er ist seitdem nicht nach Mordor zurückgekehrt, zumindest nicht auf direktem Weg.
"Ihr mögt Euch ja vielleicht ungesehen bewegen können, Herrin," warf ein anderer Soldat ein, der einen dichten grauen Bart besaß. "Aber was ist mit ihm?" Er deutete auf Jarbeorn, der seine Axt geschultert hatte und sich an einem der Lagerfeuer wärmte. "Er ist nicht zu übersehen, das müsst ihr zugeben. Die letzten, die die Grenze überquert haben waren ein paar Elben, wie ihr, vor einigen Wochen, und auch sie sind nie zurückgekehrt."
"Er kann auf sich aufpassen. Jarbeorn, Sohn des Grimbeorn, wird wahrscheinlich eher mit den Dunländern Frieden schließen als irgendwelche Kriege auszulösen," antwortete Córiel wahrheitsgemäß. "Er kämpft nicht gerne gegen andere Menschen. Orks hingegen... die kennt seine Axt nur allzu gut."
Dennoch brachten die Worte des Soldaten Córiel zum Nachdenken. Sie hatte Lasserons Spur gefunden, denn er hatte ganz offensichtlich zu der Gruppe von Elben gehört, die zuletzt die Furten überquert hatten. Doch wohin war er danach gegangen? Sie wusste es nicht.

Sie verbrachten die Nacht in dem kleinen Grenzposten, doch Jarbeorn bestand darauf, Córiel das Zelt alleine zu überlassen. "Ich werde in dem Wäldchen südlich von hier übernachten," verkündete er. Ohne eine Antwort abzuwarten, marschierte er auch schon davon.
Córiel hingegen fand lange Zeit keinen Schlaf, obwohl der lange Ritt von Aldburg sie ermüdet hatte. Im Gegensatz zu Jarbeorn hatte sie keinerlei Probleme damit, gegen Menschen zu kämpfen. Nein, sie hoffte sogar darauf. Es gab ihres Wissens in Dunland keine Orks. Jeder Tag, der ohne einen Kampf verging, machte es Córiel schwerer, die Flammen in ihrem Inneren zurückzuhalten. Sie würde schon bald einen Ausgleich benötigen. Dunland lag auf halbem Weg zwischen Rohan und den Küsten des großen Meeres. Vielleicht wäre ein kleiner Umweg angebracht...
Beim Gedanken an die endlosen Weiten Belegaers fiel Córiel schließlich in einem tiefen, aber unruhigen Schlaf. Sie hörte das Rauschen von Wellen und fernen Schlachtenlärm, doch da war noch etwas anderes: Das Grollen einer Bestie oder einem sehr großen Tier, das ganz in der Nähe unterwegs sein musste. Beinahe wäre die Elbin davon erwacht. Stattdessen drehte sie sich im Schlaf um und wachte erst eine Stunde nach Sonnenaufgang wieder auf.
Es war Jarbeorn, der sie weckte. "Du hast einen grandiosen Anblick verpasst, Stikke," sagte er unerträglich gut gelaunt. Es schien ihm nicht aufzufallen, dass Córiel nur wenig bekleidet war, denn sie schlief niemals mit einer Decke. Der Beorninger trat beiseite und helles Sonnenlicht strömte durch den Eingang des Zeltes hinein. Die Sonne stand noch tief genug, um Córiel direkt ins Gesicht zu blenden.
"Es ist äußerst unhöflich, den Schlaf einer Frau zu unterbrechen, vor allem auf diese Weise," knurrte sie halb verschlafen, halb verärgert, doch Jarbeorn lachte nur.
"Hör auf dich zu beschweren, die du mit ewiger Jugend gesegnet bist. Wir brechen heute ins Ungewisse auf! Das Abenteuer erwartet uns! Und da willst du ausschlafen?"
Sie musste zugeben, dass er Recht hatte. Die Aussicht auf einen Kampf brachte sie rasch auf die Beine und sie vertrieb Jarbeorn mit einigen derben Worten vom Zelteingang, um sich für die Reise umzuziehen.
Wenig später verabschiedeten sie sich von den Grenwächtern und lenkten ihre Pferde durch das flache Wasser der Furt. Sie überquerten den Isen und ließen Rohan hinter sich.


Córiel und Jarbeorn nach Dunland
« Letzte Änderung: 15. Nov 2017, 11:04 von Fine »
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Rohirrim und Dunländer
« Antwort #5 am: 9. Mai 2019, 14:24 »
Kerry und Aéd aus Aldburg


Nach einem kurzen Zwischenstopp in Edoras, bei dem Aéd den Fortschritt des Wiederaufbaus der Goldenen Halle von Meduseld inspiziert hatte, war die Reisegruppe der Dunländer im raschen Tempo durch die Westfold weiter in Richtung ihrer Heimat gereist. Aéd war zufrieden mit seinem Besuch in Rohan, wie er Kerry anvertraute.
"Es ist das erste Mal in der Geschichte unserer beiden Völker, dass ein Herrscher Dunlands mit friedlichen Absichten den Isen überschreitet," sagte er mit einem gewissen Stolz in der Stimme. "Domnall und seine Leute sind in in Edoras mit ihrer Arbeit gut vorangekommen. Schon bald werden die Rohirrim das Dach der Königshalle decken können. Meduseld wird zu einem Symbol der neuen Freundschaft zwischen den Rohirrim und den Dunländern werden."
"Die uralte Verfeindung unserer Länder zu überwinden wird nicht leicht werden," sagte Kerry, "doch ich weiß, dass du das Richtige tust. Diesseits und jensseits des Isen ist genug Blut vergossen worden - sowohl von den Rohirrim als auch von den Dunländern."
"Es ist so wie es mein Vater gewollt hätte," murmelte Aéd nachdenklich, doch dabei lächelte er. "Er hatte stets das Beste für sein Volk im Sinne. Und etwas besseres als anhaltenden Frieden kann ich mir nicht vorstellen."
Kerry nickte. "Ich habe Forath kaum kennenlernen können, doch ich kenne dich, und ich kenne deine Schwestern. Seine Weisheit und Güte leben in euch fort."
Aéd zog bei diesen Worten die Augenbrauen hoch. Sie saßen inmitten einer kleinen Baumgruppe, die ihnen etwas Schutz vor dem Schneetreiben bot und rasteten in der wärmenden Mittagssonne. Seitdem sie Edoras hinter sich gelassen hatten, hatte es ununterbrochen geschneit. Bis jetzt waren die Flocken noch klein und der Schnee sammelte sich erst an einigen wenigen Stellen auf den grasigen Ebenen Rohans, doch Kerry wusste, dass der Winter nun endgültig da war. Schon bald würde das Jahr enden und ein neues würde beginnen.
Als sie Aéds verwunderten (oder spöttischen) Blick bemerkte, legte Kerry den Kopf schief. "Was?" fragte sie.
"Du hast zu viel Zeit bei den Elben verbracht, so wie du da redest," neckte er sie. "Weisheit und Güte? Ich hatte eher gehofft, dass du auf das gute Aussehen meines Vaters anspielst, das ich geerbt habe."
"Das könnte dir so passen," erwiderte Kerry und versetzte Aéd einen spielerischen Schlag gegen die Brust. Er ergriff ihre Unterarme und hielt sie fest, doch sie ließ nicht locker und wehrte sich gegen Aéds starken Griff. Es half ihr nichts. Nachdem sie beide einmal quer durch das kühle Gras gerollt waren, fand sich Kerry auf dem Rücken wieder. Aéd - noch immer ihre Handgelenke haltend - starrte sie von oben aus seinen dunklen, braunen Augen an. Unbewusst hielt Kerry den Atem an. Ihre Wangen waren so heiß, als würden sie glühen. Seinen Körper so nahe an ihrem zu spüren ließ sie alles um sich herum vergessen. Aéds Lippen öffneten sich einen Spaltbreit. Da hielt sie es nicht mehr aus und küsste ihn leidenschaftlich.

Jemand räusperte sich und Aéd fuhr hoch. Kerry kam es vor, als wäre sie jäh aus einem wohligen Traum gerissen worden oder wäre aus einem tiefen, warmen See aufgetaucht. Sie schnappte nach Luft, als sie hörte, wie Domnalls Stimme sagte: "Ich störe ja wirklich nur ungern, aber... wenn wir die Furten des Isen vor Sonnenuntergang erreichen wollen, müssen wir jetzt wirklich aufbrechen."
"Äh... ja, natürlich, Domnall. Du hast selbstverständlich Recht," sagte Aéd, der nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder zu seiner gewohnten Selbstsicherheit und Autorität zurückfand. "Die Krieger sollen sich bereit halten. Ich werde nur eine Minute brauchen."
"Wie du befiehlst, Wolfskönig."
Aéd bot Kerry die Hand an. Rasch griff sie zu und ließ sich von ihm auf die Beine ziehen. Ihre Gesichter kamen sich dabei noch einmal ganz nahe und Aéd flüsterte: "Merk dir den Punkt, an dem wir aufgehört haben. Ich habe vor, genau dort weiterzumachen."
"Wann?" erwiderte sie leise. Fordernd. Bittend.
"Bald," versprach er ihr.
Sie stiegen in ihre Sättel und die Gruppe sammelte sich hinter ihnen. Aéd gab das Signal zum Aufbruch und sie setzten sich nach Westen in Bewegung.

Im Lager der rohirrischen Grenzwächter planten sie die Nacht zu verbringen, um am folgenden Tag die Grenze nach Dunland zu überschreiten. Man hieß sie mit derselben Mischung aus Argwohn und Vorsicht willkommen, wie sie Aéds Dunländern wohl überall in Rohan entgegen geschlagen war. Königin Éowyn hatte dem Wolfskönig zwar freies Geleit in der Riddermark gewährt und ihr Volk zollte der Weißen Herrin genügend Respekt, um sich auch daran zu halten, doch trotzdem war Freundlichkeit den Dunländern gegenüber rar gesät. Kerry konnte zwar gut verstehen, woran das lag - immerhin hatten die Dunländer im Dienste Sarumans die Westfold verwüstet - doch sie konnte nicht verhindern, dass Verärgerung darüber in ihr aufstieg. Wenn sie doch nur verstehen würden, dass Aéd gute Absichten hat, dachte sie, während sie ihr Gepäck in einem der Zelte verstaute, das man Aéds Gruppe zugewiesen hatte. Wenn sie ihn kennen würden, würden sie ihm mit der Freundlichkeit und dem Respekt begegnen, den er verdient hat.
Sie nahmen ein einfaches Abendessen zu sich, das aus etwas heißer Suppe mit Brot bestand. Die Nächte waren in den letzten Wochen immer kälter geworden, weshalb Kerry froh über die wärmespendende Suppe war. Da sie am folgenden Morgen früh aufbrechen wollten, um genug Zeit für den Ritt nach Tharbad zu haben, legten sie sich früh schlafen. Kerry lag nahe des Eingangs des Zeltes, in Aéds Nähe, doch da sie im Inneren des Zeltes bei Weitem nicht alleine waren, tauschten sie keine weiteren Berührungen aus. Aéds Leute schienen den Fakt, dass ihr Anführer ein Mädchen aus Rohan liebte zwar akzeptiert zu haben, doch Kerry war durchaus aufgefallen, dass sie von einigen der Dunländer bisweilen noch immer misstrauisch beäugt wurde. Sie seufzte bei dem Gedanken daran. So haben wohl beide Völker noch immer eine ganze Menge an Abneigung zu überwinden, bis endlich Normalität zwischen uns einkehren kann, dachte sie noch, ehe ihr die Augen zufielen und sie einschlief.

Kerry erwachte davon, dass etwas Schweres grob gegen ihr Bein stieß. Sie blinzelte verschlafen und rieb sich den schmerzenden Unterschenkel, bis sie klarer sehen konnte, was vor sich ging. Offenbar war einer der Dunländer im Dunklen über sie gestolpert. Sie stupste den Mann an, der nun unangenehm neben ihr lag - und schrak zurück, als ihre Hand über eine warme, feuchte Stelle an seiner Schulter und Brust glitt. Von draußen erhellte das Licht einer Fackel einen Teil des Zeltes und Kerry erkannte mit Schrecken, dass ihre Finger mit Blut verschmiert waren. Neben ihr lag ein Toter - einer von Aéds Kriegern - dem man die Kehle durchgeschnitten hatte.
Sie hatte gerade noch genügend Zeit, um Aéd wachzurütteln, der nur einen einzigen Blick auf den Toten werfen musste, um den Ernst der Lage zu erkennen. Der Wolfskönig zog sein Schwert, das neben seinem Schlafplatz gelegen hatte. In diesem Augenblick erhellte sich das Zelt, als der Fackelträger von draußen durch den Eingang des Zeltes hereinkam. Kerry erbleichte, als sie ihn erkannte.
"Sieh mal einer an," sagte Yven, Sohn des Yven, Häuptling des Stammes des Messers. Sein bärtiges Gesicht war von einem hässlichen Grinsen verzerrt. "Der Wolfskönig und seine kleine Forgoil-schlampe. So sieht man sich wieder, Aéd Forathssohn."
"Yven," stieß Aéd zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. "Was hat das zu bedeuten? Wo sind die Grenzwachen Rohans?"
Der feindliche Häuptling hob zur Antwort seine schwere Axt ins Licht, deren Klinge von Blutspritzern überzogen war. "Ihre Wacht ist zu Ende," sagte er, noch immer bedrohlich lächelnd. "Und wenn ihr ihnen nicht in den Tod folgen wollt, solltet ihr jetzt keine Dummheiten machen. Hoch mit euch!"
"Damit wirst du nicht durchkommen, Yven. Die Rohirrim werden sich dafür rächen, und die Dunländer ebenso," drohte Aéd, während er und seine Leute mit erhobenen Händen das Zelt verließen. Kerry, die sich bislang im Hintergrund gehalten hatte, wurde von Yven persönlich auf die Beine gerissen und schmerzhaft festgehalten. Um sie herum versammelten sich nun Yvens Leute, allesamt finster drein blickende Dunländer vom Stamm des Messers.
"Die Rohirrim haben im Augenblick ganz andere Sorgen," erwiderte Yven mit unerträglich guter Laune. "Und die Dunländer werden schon bald erkennen, dass ihr sogenannter Wolfskönig sie nur in die Irre geführt hat."
"Lass sie sofort los, sonst..." knurrte Aéd.
"Sonst was? Was wirst du tun, kleiner Wolf? Eine falsche Bewegung, und du wirst es bereuen." Wie um seine Worte zu unterstreichen legte einer der Krieger vom Stamm des Messers Aéd eine blutige Klinge an die Kehle.
Kerry sah, wie Aéd notgedrungen seine Wut unterdrückte und sich abführen ließ. Dann zog ihr jemand ein schweres Tuch über den Kopf und sie sah nichts mehr. Man band ihr die Hände auf den Rücken und hievte sie auf ein Pferd, welches sich kurz darauf in Bewegung setzte und sie an einen fremden Ort trug...


Kerry und Aéd als Gefangene in Yvens Verließ
« Letzte Änderung: 8. Aug 2019, 15:23 von Fine »
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