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Autor Thema: Inmitten des Waldes  (Gelesen 8431 mal)

Thanderin

  • Gast
Re: Ein treffen mit einem Traum
« Antwort #15 am: 25. Mär 2008, 13:58 »
"Nun Liutasil wie könnt ihr es wagen unsere Unterhaltung zu stören!" Sein Jähzorn packte ihn und er zog eine Wurfaxt und schleuderte sie in einen dem Elben nahegelegenden Baum der Baum ächzte unter der Wucht der Axt! Der sonst so gefasste Elb erschrak bei dem Aufprall der Axt "Geht mir aus den Augen! Was wir zu bereden haben ist allein unsere Sache! Die nächste Axt spaltet euch den Schädel wenn ihr nicht verschwindet!" Liutasil sah Thanderin entgeistert an, damit hatte er wohl nicht gerechnet.
« Letzte Änderung: 25. Mär 2008, 22:15 von Thanderin »

-|sZ|- Brownie

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Re: Ein treffen mit einem Traum
« Antwort #16 am: 25. Mär 2008, 19:39 »
Liutasil wurde in dem Moment, als der Zwerg ihn anbrüllte, wütender als all die Jahre davor ...
"Herr Zwerg... Leider ist für mich diese Gemeinschaft unumgänglich. Wenn ihr einen Kampf wollt, schlage ich euch liebend gern den Kopf von den Schultern ... wenn ich mich überhaupt so weit bücken kann.
Aber mir steht der Sinn nicht nach dem Tod, und deswegen verzeihe ich euch.
Wählt weise: Wollt ihr mich als Gegner und damit den Tod, oder wollt ihr einen mächtigen Verbündeten?"
Er hob die beiden Schwerter vom Boden auf.
" Ich wollte nur wissen, ob es in eurer Unterhaltung um Thranduil geht ... denn ich weiß, wo er sich aufhält. Ich fand seine Unterlagen in seinen verlassenen Höhlen."
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Thanderin

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Re: Ein treffen mit einem Traum
« Antwort #17 am: 25. Mär 2008, 20:13 »
Thanderin steigerte sich immer weiter in seinen Jähzorn rein. Der Elb widersetzt sich mir auch noch "Nun Herr Elb" sagte Thanderin verächtlich "Alles was wir im Moment besprechen ist für euch nicht von Belang! Nun geht mir aus den Augen!" Der Elb schien sehr wütend zu werden Thanderin legte seine Hand an den Schaft seiner Wurfaxt um für den Notfall gewampnet zu sein.
« Letzte Änderung: 25. Mär 2008, 22:14 von Thanderin »

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Re: Ein treffen mit einem Traum
« Antwort #18 am: 25. Mär 2008, 20:23 »
"Ihr seid ziemlich jähzornig ... wenn ihr das Wort überhaupt richtig schreiben könnt ..."
Liutasil drehte Thanderin den Rücken zu und lehnte sich an einen recht weit entfernten baum an.
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Thanderin

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Re: Ein treffen mit einem Traum
« Antwort #19 am: 25. Mär 2008, 22:22 »
Thanderin atmete tief ein und enspanntesich, endlich der Elb war weg. Er wandte sich wieder Wogrin zu der während des Streits zwischen Thanderin und Liutasil etwas abseits gestanden hatte "Siehst du was ich meine der Elb er ist neugierig und aufdringlich! Nun ziehst du mit uns nach Lorien?"

Rabi

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Re: Ein treffen mit einem Traum
« Antwort #20 am: 26. Mär 2008, 14:26 »
Wogrin strich sich mit seiner rechten Hand durch seinen langen weißen Bart er überlegte gerade was er nun tun sollte. Er wusste dass sich Thranduil in Lorien befinden würde deshalb würde er wahrscheinlich den Elben nicht brauche, aber was wäre wenn Tharnduil gerade in einer Schlacht war, wenn er sich doch nicht genau in Lorien befand. Schließlich nach längerer Überlegung antwortete er Thanderin, nun hatte er endlich seine Entscheidung getroffen: „Ich werde dich nach Lorien begleiten, den ich muss Thranduil dem Elbenherren dort etwas berichten.“, ohne seinen alten Freund noch etwas antworten zu lassen kletterte der Zwerg durch das Gebüsch wieder zu den Elbentrupp, der ihn zuvor gerettet hatte  und ging mit ihnen weiter nach Lorien.

RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

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Re: Ein treffen mit einem Traum
« Antwort #21 am: 26. Mär 2008, 14:45 »
Endlich ging es weiter.
Noch war der Zwerg bei ihm... noch hatte er die Chance, seine Erlaubniss zu kriegen. Was ihn wohl in Lorien erwarten würde? Langsam geht Liutasil zu Thanderin.
"Wollen wir aufbrechen, Herr?"
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Thanderin

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Re: Inmitten des Waldes
« Antwort #22 am: 26. Mär 2008, 17:28 »
"Ja, wir werden jetzt aufbrechen und nach Lórien reisen! Wie weit wollt Ihr uns begleiten, Liutasil?" antwortete Thanderin.
« Letzte Änderung: 16. Feb 2016, 11:09 von Fine »

-|sZ|- Brownie

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Re: Inmitten des Waldes
« Antwort #23 am: 26. Mär 2008, 19:28 »
"Ich begleite euch zum Wald. Danach gehe ich , sofern ihr meine Hilfe nicht länger benötigt."


Liutasil, Thanderin und Wogrin zum Westrand des Waldes
« Letzte Änderung: 3. Aug 2016, 15:08 von Fine »
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Fine

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  • Ich hab da ein ganz mieses Gefühl bei der Sache...
Auf dem Elbenpfad
« Antwort #24 am: 23. Jun 2017, 21:26 »
Oronêl, Mathan, Finelleth, Celebithiel, Mírwen und Kerry vom Tal des Anduin


"Ich glaube, ich verstehe jetzt, woher dieser gruselige Wald seinen Namen hat," wisperte Kerry, die gemeinsam mit Mathan am Ende der Gruppe ging. Es war trotz Mittagshitze so dunkel unter dem dichten Dach der Bäume, dass sie nur wenige Meter in alle Richtungen sehen konnte. Sie folgten nun schon seit mehreren Tagen dem Elbenpfad, der sich kurvenreich durch die verschlungene Wildnis des riesigen Waldes zog. Ohne Finelleth, die hier zu Hause war, hätten sie sich wahrscheinlich bereits verlaufen, denn der Pfad war in den Jahren, in denen Thranduils Volk aus ihrer Heimat vertrieben gewesen war, stark überwachsen und kaum noch zu erkennen. Doch die Waldelbin schien keinerlei Probleme damit zu haben, ihre Richtung durch Gestrüpp und Unterholz beizubehalten und hielt nicht ein einziges Mal an.
Obwohl es ungefähr Mittag sein musste drang nur sehr wenig Licht durch die Baumkronen. Es war warm und stickig, und Kerry fand, es lag ein Geruch von Verwesung und Untergang in der Luft, auch wenn sie nicht genau wusste, wie sie darauf kam. Etwas ganz Ähnliches hatte sie vor einem halben Jahr im Alten Wald verspürt.
"Ich wünschte, Tom Bombadil käme jetzt um den großen Baumstamm da vorne herum und würde uns den Weg zu einem gemütlichen Häuschen in der Nähe zeigen," murmelte Kerry.
Mathan legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter. Die andere Hand hielt er in der Nähe des Griffs eines seiner Schwerter. Seine Wachsamkeit schien nicht nachgelassen zu haben.
"Du wirst noch genug Annehmlichkeiten bekommen wenn wir erst die Hallen meines Vaters erreicht haben," sagte Finelleth gut gelaunt. Doch Kerry hörte an ihrer Stimme, dass die Fröhlichkeit der Waldelbin zumindest teilweise nur gespielt war. In Kerrys Ohren klang es so, als würde jeder Schritt, den Finelleth in Richtung ihrer alten Heimat machte, ihre Unsicherheit anwachsen lassen. Und sie versuchte, diese Unsicherheit mit einer gespielten Lockerheit zu überdecken.
"Wenn die Hallen überhaupt noch stehen," meinte Mathan. "Immerhin haben Saurons Horden diesen Ort überrannt."
"Wir werden es sehen, schätze ich," sagte Oronêl und beschattete seine Augen mit der linken Hand, als er vorsichtig nach vorne spähte.
"Lasst uns nicht trödeln. Finden wir heraus, wie es im Waldlandreich aussieht," sagte Celebithiel, deren silbrige Rüstung im schwachen Licht unter dem Blätterdach einen grünen Glanz angenommen hatte.

Eine halbe Stunde später blieb Finelleth unvermittelt stehen und hob eine Hand, die sie zur Faust geballt hatte. Mathan eilte rasch an ihre Seite und seine Schwerter fuhren langsam und lautlos aus den Scheiden.
"Was ist los?" fragte Oronêl leise und tastete nach seiner Axt.
"Wir werden beobachtet," wisperte Finelleth. "Nehmt die Waffen runter und macht keine hastigen Bewegungen! Vor allem du nicht, Kerry."
"Ich sehe niemanden," meinte Kerry, die sich mit weit aufgerissenen Augen umblickte. Rings um die Gruppe herum war nichts als Bäume, Gestrüpp und dichtes Unterholz zu sehen. Der Elbenpfad führte geradeaus zwischen zwei mächtigen Stämmen hindurch. Und gerade als Kerry zu dem Entschluss gekommen war, dass Finelleth ihnen einen Streich spielen musste, tauchte dort im Durchgang ein schlanker Schatten auf.
"Daro!" ertönte eine strenge Stimme, und ein in bronzefarbene Rüstung gehüllter Elbenkrieger trat aus den Schatten hervor. Die Spitze seines großen Langschwertes zeigte direkt auf Finelleth. Und als Kerry sich rasch umblickte, stellte sie erschrocken fest, dass die Gruppe umstellt war. In Grün und Braun gekleidete Elben mit Kapuzen tauchten aus dem Unterholz auf oder kletterten behände aus den Baumkronen herab. Mehrere gespannte Bögen zielten auf jedes Mitglied der Reisegruppe. Und zuletzt trat ein in grau gekleideter Mensch neben den Elben mit dem Langschwert, bei dem es sich nur um einen Dúnadan des Nordens handeln konnte.
Finelleth hob langsam die Hände auf Kopfhöhe. Betont vorsichtig griff sie an ihren Hinterkopf und löste die zu einem Pferdeschwanz gebundenen sandblonden Haare.
"Angvagor. Schön, dich wiederzusehen," sagte sie mit einem kleinen Lächeln in Richtung des Elbenkriegers, der zuerst aufgetaucht war.
Das entlockte Angvagor ein leichtes Nicken, und er ließ die Klinge sinken. Doch der Dúnadan neben ihm machte ein grimmiges Gesicht.
"Deserteurin," knurrte er. "Wohin bist du nach dem Fall Dol Guldurs verschwunden? Und wieso kehrst du nun mit diesen Fremden zurück?"
Finelleth ignorierte ihn und wandte sich an einen der in Grün gekleideten Bogenschützen, die langsam näher gekommen waren. "Nimm den Pfeil von der Sehne, Galanthir, ehe noch jemand verletzt wird."
Der Angesprochene tat wie geheißen, doch nicht alle Elben ließen ihre Waffen sinken. "Wo hast du denn nur gesteckt, Finelleth? Du hast uns einen Haufen Ärger mit deinem plötzlichen Verschwinden eingebrockt," sagte Galanthir anklagend.
"Ich hatte wichtige Dinge zu erledigen," gab Finelleth zurück. Ihr Gesichtsausdruck wechselte von Verwunderung zu Verärgerung. "Jetzt nehmt schon die Waffen runter. Ihr wisst alle, wer ich bin! Ich kehre nach Hause zurück, nichts weiter."
"Du hast deine Befehle missachtet," fuhr der Dúnadan sie an. "Und nun bringst du Spione und Verräter über die Grenze von Sarumans Reich."
"Das reicht jetzt," ging Mathan dazwischen. "Ich werde nicht hier stehen und Beleidigungen von einem Wurm wie dir hinnehmen."
"Schon gar nicht von jemandem, der für den Fall des Goldenen Waldes verantwortlich ist," ergänzte Oronêl mit vor Zorn blitzenden Augen.
Eine große Anspannung lag in der Luft, und Kerry fürchtete, es würde zum Kampf kommen. Noch immer waren zwei Elbenpfeile direkt auf ihr Gesicht gerichtet. Sie waren in der Unterzahl, und umzingelt. Sollte ihr Abenteuer nun bereits enden?

Finelleth sagte mit fester Stimme: "Lasto eryndrim, aphado í-araniel ó Ardheryn!" Ihre Stimme hatte einen Klang angenommen, den Kerry bei ihr noch nie gehört hatte. Es war ein Tonfall, den sie eher von Faelivrin erwartet hatte: befehlend; und keine Widerrede duldend. "Ihr werdet weder Hand an mich noch an meine Freunde legen."
Alle Elben ließen augenblicklich die Waffen sinken. Was auch immer Finelleth ihnen gesagt hatte, hatte Wirkung gezeigt.
"Was tut ihr, ihr Narren?" beschwerte sich der Dúnadan. "Nehmt diese Eindringlinge gefangen!"
"Sie hat sich auf ihr Geburtsrecht berufen, Dúnadan. Der König wird entscheiden, ob ihre Begleiter unser Vertrauen verdienen. Wir bringen sie zu den Hallen des Waldlandkönigs." Angvagor gab den übrigen Elben ein Zeichen, und sie versammelten sich in Marschformation.
"Ihr macht einen Fehler," knurrte der Waldläufer. "Der Meister wird davon erfahren!"
"Er kennt unsere Gesetze," erwiderte Finelleth. "Soll er doch kommen und sie anfechten!"
Der Mensch schien schließlich einzusehen, dass er verloren hatte. Mit wütendem Gesichtsausdruck verschwand er in westlicher Richtung entlang des Elbenpfades, während sich die um die Waldelben vergrößerte Gruppe ebenfalls wieder in Bewegung setzte.

Finelleth und Oronêl sprachen die meiste Zeit mit Angvagor und dem blonden Bogenschützen Galanthir in der Sprache der Waldelben, von der Kerry wenig bis gar nichts verstand. Ihr war klar geworden, dass sie sich schon bald von ihrem Vater trennen musste. Also verbrachte sie nun die Zeit, die ihr noch blieb, im leisen Gespräch mit Mathan, während sie ihren elbischen Gefährten durch den Düsterwald folgte.
"Ich hoffe, wir sehen uns rechtzeitig zur Geburt in Eregion wieder," sagte Kerry leise auf Quenya, während sie den Kragen ihres Oberteils etwas verbreiterte, denn durch all die Aufregung war ihr heiß geworden.
"Da bin ich mir sicher, Ténawen. Schließlich würden wir beide dieses Ereignis um nichts in der Welt verpassen wollen."
"Du hast recht, Ontáro. Wirst du deine Mutter mitbringen, damit sie ihren Enkel kennenlernen kann?"
Mathan machte ein nachdenkliches Gesicht. "Ich weiß nicht, ob sie ihre Heimat erneut verlassen kann," sagte er und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. "Ich weiß wirklich nur sehr wenig über das, was mich im Norden erwartet."
"Du wirst das schon schaffen," versuchte Kerry ihn zu ermutigen. "Du bist stark, und wirst es schaffen, das weiß ich."
Mathan nickte, und für einen Augenblick huschte ein dankbarer Ausdruck über sein Gesicht.
Der Elbenpfad begann, sich zu verbreitern, und es wurde heller. Zwischen den Blättern der Baumkronen wurde ein Himmel sichtbar, der sich bereits leicht zu röten begann. Es musste früher Abend sein.
Finelleth kam zu Mathan herüber. "In ungefähr einer halben Stunde erreichen wir die Tore der Hallen Thranduils. Ich werde dafür sorgen, dass man dich unbehelligt deiner Wege gehen lässt. Doch ich fürchte, die Zeit für den Abschied steht nun unmittelbar bevor."

Curanthor

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Abschied
« Antwort #25 am: 26. Jun 2017, 01:32 »
Er konnte sich gar nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal hier war. Mathan blickte kurz zusammen mit Kerry in den rötlichen Abendhimmel, ehe Finelleht auf sie zukam. Als sie sagte, dass der Abschied nun bevorstand nickte er verstehend.
"Auch wenn ich euch - meine Freunde - ungern alleine lasse, trennen sich hier nun unsere Wege", bestätigte er und nahm Kerry an die Schulter. Sie gingen unter ein paar argwöhnischen Blicken einige Schritte abseits der Anderen. Mathan seufzte schwer und blickte in ihre grüne Augen.
"Ich weiß, ich werde auf mich aufpassen", sagte seine Tochter nach einem kurzen Moment der Stille.
"Das wollte ich gar nicht sagen", erwiderte Mathan mit einem sanften Lächeln und umarmte sie schließlich, "Ich vertraue auf deine Fähigkeiten und du hast auch gute Freunde dabei, die dir zur Seite stehen."
Als sie sich voneinander lösten, schenkte er der jungen Frau ein aufmunterndes Lächeln und strich ihr liebevoll über den Kopf.
Schließlich gingen sie wieder zurück, wo Finelleth zu ihnen trat, sowie der Rest der Gruppe. Die Prinzessin des Waldlandreiches deutete auf einen dunkelhaarigen Elben, der sich knapp verneigte. "Das ist Lunthir, er wird dich sicher zur Grenze begleiten. Möge deine Reise erfolgreich sein."
"Ich danke dir und ich hoffe, dass du die Sache wieder in Ordnung bringen kannst", antwortete Mathan höflich und blickte dabei zu den Dúnadan, der in der Nähe herumlungerte, "Ich hoffe wir sehen uns bald wieder."
Ein nachdenklicher Ausdruck huschte über Finelleths Gesicht, doch sie nickte und schaffte es zu lächeln. Sie wünschte ihm alles Gute und eine gute Reise, doch blieb weiterhin etwas nachdenklich. Schließlich trat Mathan zu Oronêl, der mit gut versteckter Sehnsucht in die Bäume blickte.
"Lasse deinen Zorn und Sehnsucht über den Verlust dich nicht verleiten, mein Freund", begann Mathan das kurze Gespräche und zwinkerte dem Sindar zu, "Immerhin hoffe ich, dass wir uns wiedersehen werden."
"Das werden wir", bestätigte Oronêl, woraufhin Mathan ihm den Arm entgegenstreckte . Sie verabschiedten sich mit einem Kriegergruß und Lunthir trat dazu. "Wir müssen bald aufbrechen, in der Nacht sind die Orks noch aktiver als jetzt."
Mathan nickte und blickte seine Gefährten der Reihe nach an, bis sein Blick an Kerry hängen blieb. Er lächelte noch einmal und sprach auf Quenya: "Anar caluva tielyanna." (Möge die Sonne deinen Weg scheinen), dann wandte er sich ab und marschierte in den Wald. Lunthir ging vor ihm und führte ihn auf einen verborgenen Pfad. Für unkundige Wanderer war der Pfad bereits am Anfang unübersichtlich, denn es ging über dicke Wurzeln, kleine Steinhänge und umgestürzte Bäume. Ein undurchdringliches Dickicht bot sich ihm, doch Lunthir leitete Mathan geschickt durch denn Wald.

Nach einigen Stunden durchdringenden Schweigens und nur von den Geräuschen des Waldes begleitet, wurde der Saum des Düsterwaldes erkennbar. Lunthir deutete auf einen leuchtenen Punkt in der Nacht. Dass es schon dunkel war, bemerkte man gar nicht im Wald, stellte Mathan im Gedanken fest und fixierte den hellen Fleck.
"Orkwachen", flüsterte der Waldelb und erklärte rasch, dass man im passenden Zeitfenster durchschlüpfen konnte.
Auf Mathans Frage, woher er das wüsste, schien Lunthir zu schmunzeln und erklärte, dass ihre Leute den gleichen Weg öfters benutzten. Sie legten sich eine Weile auf die Lauer und beobachteten die Wachposten, die in regelmäßigen Abständen hin und her liefen.  In der Zeit erklärte Lunthir, dass er nicht weiter gehen würde, da er noch andere Pflichten hatte. Mathan fragte nicht weiter, denn der Elb gab ihm eine Wegbeschreibung und warnte vor möglichen Gefahren. Kurz darauf herrschte wieder eine bedrückende Stille, die nur von den Lärmen der Orks unterbrochen wurde. Plötzlich fiel ihm auf, dass die Fackeln wohl von Menschen genutzt wurden, da die Orks in der Dunkelheit besser sehen konnten.

Schließlich war es soweit und auf einem knappen Nickens des Waldelben hin, huschte Mathan aus dem Wald heraus. Mit den Händen an den Schwertern lief er geduckt hinter den schützenden Bäumen hervor. Niemand schlug Alarm und er spürte weichen Boden unter seinen Füßen. Immer wieder blickte er nach rechts und links, doch die Wachen waren weit genug weg, sodass er sich nicht sorgen musste. Trotzdem eilte er zügig über die große Wiese vor dem Wald. Auf dem Weg zu der Kuppe, die gegenüber des Saumes lag, überquerte er einen schlammigen, ausgetretenen Pfad. Scheinbar marschieren hier öfters große Truppen durch, dachte er sich und lief weiter. Nach einem kurzen Sprint hatte Mathan es auch geschafft. Ohne große Anstrengung lief er durch ein Kieferwäldchen, indem es sehr ruhig war.

Mathan nach Norden
Oronêl, Kerry, Finelleth, Mírwen und Celebithiel in Thranduils Hallen



« Letzte Änderung: 26. Jun 2017, 22:02 von Fine »