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Autor Thema: Die Hauptstraße  (Gelesen 5833 mal)

The Chaosnight

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Die Hauptstraße
« am: 24. Mär 2008, 22:40 »
Aiwyn, von: Aiwyns Lager


Der Wald ist wirklich ausgestorben. Während man auf den Seitenwegen die Pflanzen noch als Pflanzen sehen konnte, sind sie von der Straße aus^gesehen nichts als eine verdorbene Missbildung der Natur. So weit das Auge reicht nichts, keine Tiere, kaum lebende Pflanzen und diese Ruhe, hier ist es ja fast wie im Kerker.
Wir gehen jetzt schon fast eine halbe Stunde über diese verdammte Straße und alles sieht gleich aus. Die Bäume, die Sträucher, die Pflanzen, all dieses ist hier gleich verrottet und verödet, ich freue mich schon, wenn ich dem Wald den Rücken zuwenden kann.


Doch nicht nur die Umwelt störte sie: Jede Sekunde ihres Traumes zog in ihrem Kopf wieder an ihr vorbei und andauernd fragte sie sich, ob der „Verrat“ nicht nur ein Akt des Königs und dessen Berater war, die Fürsten und Verwalter Saurons Einflüssen widerstehen zu lassen. War sie nun statt der Verratene selbst die Verräterin, die den gesamten Umkreis ihrer Heimat dem Tode geweiht hatte?

Ein scharfer Ruf holte sie aus ihren Gedanken: „Aiwyn, guck auf die Straße!“
Und tatsächlich: In Gedanken versunken hatte sie nicht gemerkt, dass die Straße nach Süden bog und sie war schon fast ins Gebüsch gelaufen.
Schnell ging sie auf den Weg zurück und ging wieder neben Garwaír daher.
„Danke“, murmelte sie ihm zu, dann versank sie wieder in Gedanken.
« Letzte Änderung: 11. Feb 2016, 13:31 von Fine »
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The Chaosnight

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #1 am: 25. Mär 2008, 17:11 »
Verdammt, ich sollte die Augen offen lassen! Solche Aktionen fördern nicht gerade die Tarnung, wenn ich in Lorien bin, habe ich noch genug Zeit um nachzudenken.
Nun darauf bedacht, möglichst wenig über andere Sachen als die Reise nachzudenken, schaute sie geradewegs auf die Straße.
Irgendetwas kam ihr nun bekannt vor und es war nicht die unveränderte Ödnis des Waldes.
„Wartet! Die Straße führt nur noch geradewegs aus dem Wald raus, ich erinnere mich an diesen Bereich. Wenn es keine Abzweigung mehr gibt, müssen wir uns durch das Geäst durchschlagen, denn außerhalb des Waldes ist man in unserer Tarnung nicht sicher“, sagte sie leise zu Garwaír, „Südlich von hier ist doch eine Festung Saurons, oder? Ich würde vorschlagen, wir gehen den Weg so, dass wir westlich von ihr ankommen, denn ein kurzes Stück westlich von ihr sollte der Wald zu Ende und wir außerhalb des Gefahrenbereiches sein.“
„Bist du dir sicher, dass das der schlauste Weg ist“, fragte Garwaír.
„Absolut, seit dem Kampf an der Grenze des Waldes wäre es zu unklug, wenn man da als Ostling hingehen würde und leider sehe ich noch viel zu sehr wie eine aus. Zumindest eine Zeit lang müssen wir südlich weitergehen, wenn wir abseits des Einflussgebietes der hiesigen Menschen sind, können wir es uns noch einmal neu überlegen.

« Letzte Änderung: 25. Mär 2008, 21:16 von The Chaosnight »
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The Chaosnight

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #2 am: 25. Mär 2008, 21:18 »
Langsam schritt Aiwyn an den verödeten Pflanzen vorbei und beäugte den Weg hinter ihnen.
Unebener Boden, da könnte der Wagen umkippen...Wurzeln und eng nebeneinander stehende Bäume, da kommt er nicht einmal mehr durch...Dornenpflanzen, da müssten wir entweder nur schneiden oder uns die Kleidung zerreißen lassen.
Egal wo sie guckte, der  Weg war überall ungeeignet, um mit dem Wagen durch zu kommen, doch dann sah sie hinter einer kurzen Schicht hoher Sträucher einen platt gelaufenen Weg. Mit zwei schnellen Schnitten hatte sie den Strauch zertrennt und ging darüber.
„Kommt! Hier ist ein Weg“, sagte sie.
Stahlstiefel sind hier rüber gelaufen und zwar ziemlich kleine. Es würde mich nicht wundern, wenn dies der Weg ist, den die Orks genommen hatten. Zumindest diesmal würde ich ihnen meinen Dank schulden, wenn ich nicht wüsste, wozu sie den Weg geebnet hatten.


Weiterreise nach: Nebenwege der Hauptstraße
« Letzte Änderung: 11. Feb 2016, 13:32 von Fine »
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Farodin

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #3 am: 25. Sep 2008, 16:57 »
Alvias vom Tal des Anduin


Alvias war nun fast eine Woch unterwegs, doch er befand sich erst im Düsterwald. Im Moment folgte er der Alten Waldstraße, da sie ihm als der kürzeste Weg erschien, am Fuße der Berge des Waldlandreichs. Er ging meist neben der Straße zwischen den Bäumen, da er dort vor den Blicken von Spinnen und anderem bösen Getier verborgen blieb. Nur nachts, wenn er schlief, konnten sie ihn leicht ausmachen und darum lief er meist die halbe Nacht, um sich nur wenig zur Ruhe zu legen.
An seinem dritten Tag im Düsterwald entdeckte Alvias ein kleines Lager und er schlich sich behutsam an, doch als er in die unmittelbare Nähe kam, erkannte er einige Elben.
Als er dies erkannte, näherte er sich so, dass es aussah, als käme er die alte Straße ohne Sorge entlang.
Kaum hatten ihn die anderen bemerkt, erhob sich einer von ihnen.
"Sei gegrüßt, wer bist du? Mein Name ist Leufir und meine Begleiter sind Tolor, Findar, Selwen und Riuana."
Einer nach dem anderen erhob sich und begrüßte Alvias.
"Wir reisen zum Erebor, wir haben erfahren, dass sich eine Armee auf dem Weg dorthin befindet."
"Ich bin Alvias, man nannte mich einst Orkschlächter, weil ich in diesem Gebiet hier unzählige von ihnen tötete. Ich habe in der Schlacht um Lothlorien gekämpft und bin ebenfalls auf dem Weg zum Erebor. Mein Ziel ist es, einen alten Freund zu treffen und den Erebor mitzuverteidigen."
Tolor verfiel ins Staunen und sagte: " Ihr seid wirklich DER Alvias, der Orkschlächter, der Beschützer des Nordens? Ich habe einiges über euch gehört."
Alvias war verdattert als der Elb dies sagte. Die anderen sahen erst Tolor und dann Alvias zustimmend an.
"Ja, der bin ich wohl. Ich weiß aber nicht, dass man mich einst auch Beschützer des Nordens nannte. Aber etwas anderes: Könnte ich in dieser Nacht in einem eurer Zelte schlafen? Ich liege seit über einer Woche immer nur auf dem Boden unter meiner Decke. Damit würdet ihr mich im Moment am meisten ehren."
"Aber natürlich. Wir könnten einem so guten Kämpfer doch nichts verwehren. Ruht euch aus, solange ihr wollt. Ihr könnt natürlich auch etwas von unserem Proviant abhaben. Das ist kein Problem für uns", erwiderte Riuana.
Alvias war dankbar und er aß tatsächlich etwas mit und als er sagte, er wolle jetzt schlafen, holte Selwen eine Flasche aus einem der Zelte und lud ihn zu einem Glas Weinn ein.
Nach dem Wein schlief Alvias sehr rasch ein. Er erwachte am nächsten morgen relaiv spät; die anderen waren schon wach. Er frühstückte mit ihnen, verabschiedete sich von diesen netten BEkanntschaften und machte sich alleine weiter aif den Weg zum Erebor.
Sehr nett waren sie ja, aber ich hätte es nicht länger bei ihnen aushalten können, so wie die am Abend dem Wein zugesprochen haben.
Er beschleunigte seine Schritte und war bald außerhalb der Sichtweite der Zelte.
Er kam einen weiteren Tag später am Waldfluss vorbei und badete in ihm, wie einige Tage zuvor im Anduin.
Alvias erreichte endlich das Ende der Alten Waldstraße und ging nordwärts in Richtung Erebor.


Alvias weiter nach: Esgaroth auf dem Langen See
« Letzte Änderung: 11. Aug 2016, 11:30 von Fine »

Thanderin

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #4 am: 12. Dez 2008, 21:55 »
Wogrin, Thanderin und Thondin vom Schlachtfeld Lothlóriens


Nachdem sie das Schlachtfeld verlassen hatten und die Zerstörung grünen Wiesen und Wäldern wich, schickte sich Thanderin neben Wogrin und Thondin zu gehen dann sagte er:
"Ich sehe schon wieder die Berge Erebors vor mir, wie sie wie riesige Türme gen Himmel ragen in all ihrer Pracht und Schönheit!"
Es war unüblich für Zwerge in dieser Art und Weise zu sprechen, weswegen Thondin und Wogrin ihn etwas schief ansahen, aber während Thanderin sprach wurde im klar wie sehr er seine Heimat vermisst hatte mit seinen Hallen und Ebenen.
Er wandte sich Thondin zu, der ihn immer noch etwas skeptisch begutachtete, wahrscheinlich glaubte er er habe schon zu viel Zeit unter den Elben verbracht
"Bekleidet ihr eigentlich irgendeinen besonderen Rang in den Reihen der Zwerge?"
« Letzte Änderung: 11. Aug 2016, 12:05 von Fine »

Rabi

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #5 am: 25. Dez 2008, 18:18 »
Wogrin schritt neben dem jungen, noch ziemlich unerfahrenen aber trotzdem, wie er in der Schlacht in Lothlorien gesehen hatte, im Kampf gut ausgebildeten Zwerg her und lauschte seiner tiefen jedoch irgendwie beruhigenden Stimme und antwortete ihm schließlich auf seine schnell gestellte Frage: „Euer Vater hat euch nichts erzählt.“, mit ernsten fragender Miene und einem leicht enttäuschtem Unterton fuhr er fort: „Das enttäuscht mich sehr, ich hätte gedachte euer Vater hätte euch mehr über unsere Taten und Erfolge erzählt.“, ein breites Grinsen machte sich im Gesicht des alten Zwerges breit und er murmelte Teile von Sätzen vor sich her: „Das waren Zeiten.... Wie wir kämpften....“, mitten drinnen fing er plötzlich an zu lachen und murmelte noch ein paar Worte weiter: „Der alte Zwerg...“, als er aufhörte zu murmeln und sich danach laut räusperte kam er wieder zum Thema zurück. „Ich will eure Frage jedoch nicht außer Acht lassen, natürlich habe ich einen gewissen Rang in den Reihen der Zwerge, ich habe zwar lange Zeit bei den Elben gelebt und mein Wissen erweitert, doch ich glaube jeder junge und alte Zwerg kennt mich gut in Erebor, denn...“, der weise Zwerg unterbrach seine Predigt. Denn sie hatten in der Zwischenzeit schon den Düsterwald erreicht und waren tief in diesen eingedrungen. Wogrin blieb stehen und lauschte dem Wald, es war ruhig, ungewohnt ruhig auch für diesen Wald. Thondin drückte lautstark ein paar Worte hervor: „Erzählt weiter werter Wogrin! Mich interessiert eure Geschichte.“, Wogrin gab dem Zwerge neben sich einen leichten Schlag auf die Schulter und deutete ihm mit seinem Zeigefinger dass er ruhig sein sollte.
Langsam bewegte der Zwerg seine Hand über seinen Kopf, zuerst fragten sich die anderen beiden was er vor hatte, doch dann erkannten sie dass er nach dem Griff seiner Keule tastete und sie schließlich zwischen seinem Rücken und dem Rucksack herauszog und vor sich hielt. „Uns ist jemand gefolgt.“, flüsterte der Zwerg mit einem extrem tiefen Tonfall den anderen beiden zu und schaute ihnen abwechselnd ins Gesicht: „Seid auf der Hut und vermeidet unnötigen Lärm.“, noch immer musterte der Zwerg abwechselnd die beiden jüngeren und ging anschließend weiter durch den Wald.

Nach weiteren Stunden waren sie endlich am Gebirge in Düsterwald angekommen, abermals nahm Wogrin die Führungsposition ein und teilte den anderen beiden mit, wie sie nun vorgehen würden. „Wandern wir entlang des Gebirges, wir müssten eigentlich beim Fluss Eilend herauskommen, wo wir uns frisches Wasser und ein Mahl verdient haben.“, Wogrin blickte der steilen Felswand entlang immer weiter nach oben und musterte anschließend den Himmel: „Die Nacht bricht auch schon herein, beeilen wir uns damit wir das Lager am Fluss aufschlagen können.“, Wogrin schlug seine Keule ein paar Mal gegen die Felswand und schritt danach an ihr entlang in Richtung des Flusses und immer weiter an Erebor heran.

Nach weiteren Stunden hatten sie es endlich geschafft, ohne auf irgendwelche Feinde zu treffen waren sie bis zum Fluss gelangt. Die Dunkelheit war jedoch bereits hereingebrochen und die Zwerge mussten und ihre Zelte aufschlagen. „Ich habe Hunger.“, Wogrin legte seinen Rucksack zu Boden, riss sein gesamtes Zelt heraus und nahm sich anschließend ein Stück Pöckelfleisch aus seinem Rucksack, mit einem kräftigen Biss und lautem Schmatzen zeigte er den anderen beiden provokant wie gut ihm das Fleisch schmeckte.
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Karottensaft

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #6 am: 25. Dez 2008, 23:54 »
Pöckelfleisch
Thóndin lief das wasser im Mund zusammen, was warscheinlich an dem zarten Pöckelfleisch lag, welches sein Kollege grade verzehrte.
Er hatte sein ganzes Fleisch schon auf dem Hinweg gegessen und desshalb blieb ihm nur das Elbenbrot übrig, auch bekannt als Lembas, welches er von einer freundlichen Elbenfrau aus Lorien bekam. Ein Bissen und man ist satt, dieser Gedanke brachte Thóndin in's staunen.
"Warum habt ihr vorhin eure Waffe gezückt, Wogrin? Ach ja, ich hoffe ich darf 'nur' Wogrin sagen ohne etwas davorzusetzten wie z.B. Herr oder Meister." sagte der Jüngste der Bande.
"Na klar, solange es mir Respekt und Ehre gesprochen wird, erstatte ich es dir."
...


Was war es für eine Wanderung und ein Erlebnis für Thóndin der grade erst begriff, was alles auf ihn zukommt bzw. zukommen könnte, wenn er denn mit Wogrin und Thanderin nach der Schlacht mitgehen dürfte...
Irgendetwas überzeugte ihn davon das er die Schlacht überleben würde. Doch anderer Seits kam Zweifel auf. Er nagte an ihm und machte ihn traurig.
Als Brösel des Lembas auf seinen Bart rieselten und Thóndin ihn ansah schrie er mit Entsetzen:
"Ahaaa mein Bart !!! Hättest ihr mir das nicht schon früher sagen können? Schaut euch das mal an !!!"
"Thóndin, setz dich. Es gibt wichtigeres als deinen Bart. Schau dir meinen an..." sagte Thanderin mit einem leichten, für ihn untypischen, lächeln auf seinen Lippen.
"Ihr kennt eindeutig meine Familie nicht." nuschelte Thóndin.

Der Rest des Tages verlief ruhig für Thóndin, denn nachdem er sein Zelt aufgebaut hatte schlief er sofort ein.

 
« Letzte Änderung: 7. Jan 2009, 23:23 von Karottensaft zum trinken und genießen »

Rabi

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #7 am: 17. Feb 2009, 21:52 »
Nachdem Wogrin sich sein restliches Pökelfleisch verschluckt hatte und die letzten Reste die an seinem langen weißen Bart hingen mit seinen Fingerspitzen entfernte, fiel Müdigkeit über ihn herein und er streckte seine Arme weit in die Luft und riss seinen Mund weit auf, man könnte fast meinen er wollte Thondin, der noch nun gegenüber von ihm saß, den Kopf abbeißen. Nach einem langem lauten Gähnen schmatzte der, allem Anschein nach keine Manieren besitzende, Zwerg noch ein paar Mal und stand gleich darauf von dem umgefallenen Baumstamm auf dem er die ganze Zeit gesessen war auf und machte sich auf den Weg zu einer grünen, weich aussehenden Wiese, wo er sein Zelt, dass er die ganze Zeit mitgeschleppt hatte nicht aufbaute, sondern nur die die Plane die sich in seinem Rucksack befand ausbreitete und sich darauf legte, seine Keule genau neben sich.

Es war schon spät und er tat sich schwer einzuschlafen, die Geräusche von den Tieren und dem in der Nähe liegenden Fluss machten ihn nahezu nervös, sein Bauchgefühl sagte ihm dass sie nicht alleine hier an diesem Ufer seien. Doch schließlich, nach ein paar Stunden überwog seine Müdigkeit und dem alten Zwerg fielen die Augen zu und er schlief ein. Erst nach weiteren Stunden, als die Sonne wieder aufging, wurde Wogrin wieder wach und das war auch nur der Sonne zu verdanken, die ihre glänzenden, wärmenden Strahlen genau in das Gesicht des weisen Zwerges schien. Mürrisch, wie es die Zwerge an sich hatten, murmelte er etwas vor sich hin und erhob sich schließlich mit einer leichten Verspannung in seinem Genick vom, doch nicht so weich gewesenen, Boden und ärgerte sich warum er sich nicht die Arbeit angetan hatte und sein Zelt errichtete. Als er dann schließlich nach den ganzen Ärgernissen endlich die Augen aufriss und sie ihm in der selben Sekunde brannten, da er schon lange keine Sonne mehr erblickt hatte, konnte er erkennen dass die anderen beiden Zwerge bereits voll bepackt und mit einem Stück Lembas auf ihn warteten.

„Habe ich solange geschlafen?“, fragte Wogrin mit seiner tiefen, aber doch freundlich wirkenden Stimme. „Nein werter Wogrin, ihr hättet sogar noch länger schlafen können, aber wenn ihr schon wach seid können wir gleich wieder losziehen.“, antwortete ihm Thondin mit einem etwas ironischem Unterton, der Wogrin nicht sehr zusagte. „Bedenkt immer mit wem ihr redet, auch wenn ihr der Sohn einer der größten und besten Krieger und zugleich der Sohn einer meiner besten Freunde seid, habt ihr nicht die Erlaubnis euch über mich lustig zu machen.“, Wogrin verkniff sich jede physische Attacke und packte nach seiner kurzen Rechtfertigung seine Sachen zusammen und wandte sich dem Fluss zu, der eine erfrischend kühle und erfrischende Luft mit sich brachte, und fing abermals an zu sprechen: „Wir haben jetzt lange genug hier verharrt, auch wenn ich eine große Schuld daran habe dass wir verspätet weiterziehen, ich hoffe jedoch trotzdem dass wir den einsamen Berg noch vor Einbruch der Nacht dieses Tages erreichen.“, Wogrin richtete den Rucksack auf seinem Rücken zurecht und hob seine Keule vom Boden auf, die er gleich darauf ebenfalls auf seinem Rücken etwas neben dem Rucksack befestigte: „Wir müssen einfach nur den Fluss entlang Richtung Norden gehen, wir werden wahrscheinlich durch Esgaroth hindurchgehen.“, Thondin versuchte etwas zu sagen, doch wie er sein erstes Wort begann unterbrach Wogrin ihn wieder sofort mit seiner tiefen nun lauter gewordener Stimme und brachte den jüngeren Zwerg somit zum verstummen: „Ich will nicht hören was der Drache in früherer Zeit dort angerichtet hat, behaltet eure Weisheiten...“, die Stimme des Zwerges wurde sehr leise, anscheinend wollte er vermeiden dass der andere Zwerg es hören würde: „... die ihr allem Anschein noch nicht besitzt...“, die Stimme wurde wieder lauter: „... Für euch, und belästigt mich nicht weiter.“

Wie es aussah hatte Wogrin auch keinen sehr guten Tag, wenn er daran dachte dass sie vielleicht noch an diesem Tage in seiner Heimatstadt ankommen würden und er kämpfen müsste um zu bewahren was ihm Lieb und Teuer war.


Wogrin, Thanderin und Thondin zum Erebor
« Letzte Änderung: 16. Feb 2016, 13:44 von Fine »
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Rohirrim

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Re: Die Hauptstraße
« Antwort #8 am: 11. Sep 2018, 00:47 »
Zarifa und Cyneric aus Esgaroth auf dem Langen See

„Wir sind doch gerade erst vier Stunden unterwegs“, meinte Cyneric mit leicht genervter Stimme. Zarifa konnte förmlich hören, wie er seine Augen verdrehte.
„Ich kann nunmal nicht so lange auf diesem garstigen Hengst sitzen. Wir sind viel zu schnell, mir ist schlecht, mir tut alles weh und ich bin müde. Wenn wir jetzt keine Pause machen, falle ich gleich vom Pferd. Aber nicht bevor ich mich übergeben habe.“
„Na schön!“ Cyneric seufzte und brachte sein treues Kriegsross bei einer gemütlich aussehenden Wiese zum Stehen. „Aber wie kann es sein, dass du jetzt schon wieder müde bist? Hast du letzte Nacht nicht gut geschlafen?“, wunderte sich der Gardist, der es offenbar sehr eilig hatte und diese Verzögerung gar nicht gebrauchen konnte. Zarifa konnte ihn auch durchaus verstehen – immerhin ging es hier darum, die Spur von Cynerics Tochter wiederzufinden. Da konnte potenziell jede Stunde zählen. Aber Zarifa musste auch an sich selber denken und es ging ihr wirklich nicht gut. Sie vertrug das Reiten einfach nicht.
„Doch, das habe ich“, entgegnete die junge Frau. „Aber irgendwie bin ich in letzter Zeit ständig müde. Entweder das Reiten erschöpft mich oder ich werde langsam alt.“
„Eher Ersteres, schätze ich“, meinte Cyneric mit einem leichten Schmunzeln. Er schien sich ein wenig beruhigt zu haben. Aber dennoch blickte er immer wieder ungeduldig die Straße entlang. „Ich verspreche dir, es wird nicht lange dauern“, versuchte Zarifa Cyneric zu beruhigen.
„Schon in Ordnung. Leg dich hin und ruh dich aus. Ich werde währenddessen ein wenig was zu Essen zubereiten und Wache halten.“

Das ließ sich Zarifa nicht zweimal sagen. Sie legte sich hin, atmete tief ein und aus und genoss, wie die Sonne auf ihren Körper schien. Nachdem es die letzten Tage etwas kälter gewesen war, war heute wieder ein angenehm milder Tag. Jetzt, wo sie nicht mehr in Bewegung war, merkte sie erst so richtig, wie sehr sie das Reisen zu Pferde belastete. Zarifa hatte Schmerzen an Stellen, von denen sie nicht einmal gewusst hatte, dass diese überhaupt schmerzempfindlich waren. Zwar war sie körperliche Schmerzen durchaus gewohnt, aber angenehm war das Ganze definitiv nicht.
Nachdem die junge Frau eine Weile im Gras gelegen hatte, stellte sie sich mehr und mehr die Frage, warum sie Cyneric überhaupt hatte begleiten wollen – und wieso zum Teufel Cyneric ihr angeboten hatte, mitzukommen. Sie war es nicht gewohnt zu reisen und war dem rohirrischen Gardist, der so verzweifelt versuchte, seine Tochter zu finden, lediglich ein Klotz am Bein. Sie sah Cyneric vor sich, wie er genervt mit den Augen rollte und versuchte Zarifa irgendwie klarzumachen, dass sie weiter mussten. Dass sie sich beeilen mussten. Dass er außer seiner Tochter seine ganze Familie verloren hatte und nicht zulassen würde, dass er auch noch sie verlor. Doch Zarifas Körper schien die Nachricht nicht wahrzunehmen. Ihr Kopf verstand und sie wollte dem Mann helfen, der ihr in Gorak so bereitwillig geholfen hatte. Doch ihr Körper schien zu rebellieren. Es war, als ob zwei Herzen gleichzeitig in ihrer Brust schlugen. Eines wollte Cyneric begleiten, doch dass andere wollte nichts sehnlicher, als die Reise abzubrechen und sesshaft zu werden.
Der verzweifelt aussehende Cyneric verwandelte sich nun in die entschlossen wirkende Salia, die Zarifa am Handgelenk packte und versuchte sie mitzuzerren. Zarifa versuchte sich zu wehren und Salia argumentativ davon zu überzeugen, dass sie im Moment nicht weiter konnte, als sie plötzlich bemerkte, dass es nicht Salia war, der sie festhielt, sondern Alvar. Bei genauerem hinsehen fiel ihr auf, dass Alvar einen Dolch im Hals stecken hatte. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, nach Zarifas Kleidern zu grapschen. „GEH WEG VON MIR!“, schrie Zarifa ihn an. „CYNERIC WIRD DICH FÜR DAS HIER TÖTEN. ER HAT ES VERSPROCHEN!“ „Ich bin bereits Tod“, erwiderte Alvar lachend. „Aber ich werde dich trotzdem weiter verfolgen. So wie wir alle. In deinem Kopf leben wir weiter.“ Und während er diese Worte sprach, tauchten hinter Alvar drei weitere Gestalten auf. Zarifa erkannte Kazimir und Radomir, doch die dritte Gestalt mit kurzen braunen Haaren erkannte sie nicht. „NEIN, IHR SEID TOT! IHR SEID ALLE TOT! ICH HABE EUCH GETÖTET, ALSO VERSCHWINDET GEFÄLLIGST AUS MEINEM LEBEN!“ Zarifa fuchtelte wild mit den Armen und schrie verzweifelt, während die drei immer näher kamen, und wie Verrückte an ihrem Kleid zerrten, bis es schließlich zerriss.

Zarifa erwachte schweißgebadet auf einer grünen Wiese. Ein Mann beugte sich vorsichtig über sie. „GEH WEG VON MIR!“, schrie Zarifa und schlug dem Mann ins Gesicht, der vollkommen überrascht zurücktaumelte. „Hey, wofür war das denn jetzt?“ In diesem Moment erkannte Zarifa den Mann. „Oh Gott, Cyneric. Tut mir leid. Ich habe geträumt und...
und...“ Ihre Stimme brach ab. „Und du hast gedacht, du würdest
immer noch träumen, als du mich geschlagen hast?“, ergänzte Cyneric den Satz, während er sich langsam wieder aufrappelte. „So ungefähr“, meinte Zarifa niedergeschlagen. „Du hast im Schlaf um dich geschlagen und geschrien. Da wollte ich nach dir sehen“, grummelte Cyneric missmutig. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich dafür direkt einen Schlag abbekomme.“ „Tut mir leid. Tut es sehr weh?“ „Ich werds überleben“ „Na immerhin. 'Auf der Suche nach seiner Tochter von einer untergewichtigen, entflohenen Sklavin erschlagen'wäre kein guter Grabsteinspruch“, versuchte Zarifa ein wenig Humor in die Situation zu bringen. Auch wenn
ihr nach ihrem Traum eigentlich überhaupt nicht nach Lachen zumute war. Aber immerhin schien Cynerics Laune sich wieder aufzuheitern. Er hatte aufgrund ihres Albtraums schon körperlichen Schaden genommen. Da musste sie ihm nicht noch ihren seelischen Ballast aufhalsen. Zumindest nicht jetzt. „Es gäbe in der Tat ruhmreichere Tode“, gluckste Cyneric. „Und apropos Untergewicht...
du solltest was Essen. Hier, ich hab was für dich zubereitet.“ „Ich kann im Moment nichts Essen. Das würde während des Ritts alles nur auf deinem Rücken landen und das wäre doch schade“, entgegnete Zarifa und verschwieg damit den wahren Grund, weshalb sie im Moment keine Nahrung zu sich nehmen wollte. „Nun gut, wenn du meinst. So dünn bist du ja inzwischen auch nicht mehr, da wird es schon nichts ausmachen, einmal das Mittagessen zu versäumen.“ „Ist das deine Art mir zu sagen, dass ich fett werde?“, grinste Zarifa und verschränkte ihre Arme vor der Brust. „Ähm... wir sollten jetzt weiter. Und ich werde versuchen, deinen Magen diesmal ein wenig mehr zu schonen“, wechselte Cyneric rasch das Thema. Die nächsten Stunden auf dem Pferd fürchtend, stieg Zarifa mit Cynerics Hilfe auf das große Kriegsross und die beiden machten sich wieder auf den Weg.

Zarifa und Cyneric zu Thranduils Hallen
« Letzte Änderung: 18. Sep 2018, 21:07 von Rohirrim »
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Char Zarifa in Rhûn