Zum tänzelnden Pony > Filme und Serien
Star Wars
Erzmagier:
Nur kurz zur Debatte um Episoden I-III: schön bin ich nicht der einizige, der sie mag.
(Naja, allerdings könnte ich effektiv der einzige weit und breit sein, der sogar Jar Jar mochte, hat in meinen Augen einfach in den Film gepasst)
Ich finde sie richtig gut, sie bringen was ganz anderes auf die Leinwand als die klassische Triologie, dennoch gefällt es mir sehr gut. Star Wars als Epos lebt in meinen Augen sogar auch wegen diesen Prequels überhaupt erst. Der Weg Palpatines und parallel der Fall der Republik fand ich extrem gut inszeniert ( die Szene, als Palpatine das Imperium proklamiert *Gänsehaut*) und paralell dazu entsprechend der innere Zerfall der Republik. Das einstige Symbol der Hoffnung verkommt und zerfrisst sich von Innen heraus. Daher wurde auch das gesamte Feeling komplett anders transportiert. Während in der klassischen Triologie die Helle Seite der Macht beinahe ausradiert ist und die gesamte Welt fremd ist, scheint in den Prequels eine funktionierende Demokratie zu herrschen, die all die entfernten Planeten nicht als Unbekanntes sondern als weitere Zahnräder in der von idealen strotzenden Republik darstellt. Ich denke, dass auf dieser Ebene sicher das Element der "fremden Welt" vielen gefehlt hat.
Auch die Kämpfe konnte ich für mich als optisch durchaus ansprechend verbuchen, immerhin fand ich beispielsweise Yoda absolut genial. Klar kann man an den Realismus oder dergleichen appelieren, aber für mich war es viel wichtiger, dass ich den kleinen grünen Jedi endlich mal in voller Stärke kämpfen sehe.
Das CGI war für mich eigentlich nicht ein grosses Problem, es war stimmig in den Film integriert. Beispielsweise gefallen mir sowohl die Raumschiffkämpfe im Stil der klassischen Triologie (und Episode VII) als auch die Schlacht über Couscant.
Die meisten Leute haben von den Prequels einfach die gleichen Stärken der klassischen Triologie gefordert und wurden enttäuscht. Wenn ich die Prequels nicht an den Massstäben der klassischen Triologie eurteile, habe ich ebenfalls sehr gute Filme vor mir. Und meiner Meinung nach ist genau das der Fehler, den viele machen. Somit verschliessen sie sich schlicht von drei schönen Filmerlebnissen. Um einen Schlussstrich für diesen Post zu ziehen: die Episoden I bis III waren für mich schlicht stimmige Filme und ich mag auch dieses Gesicht von Star Wars.
GhostDragon:
Natürlich stimmt es absolut, dass die Filme an sich nichts mehr mit den alten zu tun hatten, dafür hat Lucas einfach viel zu viele Logikfehler eingebaut, der Typ hat vor dem dreh bestimmt nicht ein einziges mal die alten Filme geschaut (und das als Erschaffer....). :D
Mein Problem mit den neuen Film ist einfach, dass es vorher mit der Thrawn Trillogie eine super Grundlage für eine Filmreihe gab, doch diese wird einfach nicht angenommen.
Wenn man dann allerdings viele der Elemente aus eben diesen Büchern und anderen sieht, kommt man sich einfach ziemlich verarscht vor (Eigene Ideen von Abrams sind echt Mangelware in dem Film).
Yoruba:
Ich verzichte mal auf Spoilerfenster, diese Funktion sollte der Threadname ausreichend erfüllen.
Dass das EU raus ist stört mich übrigens nicht, ich hatte mich damit nie mehr beschäftigt, als mal hier und da was auf Jedipedia zu lesen. Beispielsweise dass sich Sohn und Tochter von Han und Leia auch mal auf die verschiedenen Seiten der Macht begeben, kann sein dass das zu offensichtlich ist, aber Rey könnte in diesem Sinne ja gut die Tochter der beiden sein, zumal sie dem kleinen Anakin an Talenten ziemlich gleich kommt.
Und was Snoke angeht gibt es ja die Theorie, dass es sich um Darth Plagueis handelt, was ich diesen Argumenten folgend: http://boards.theforce.net/threads/why-snoke-is-darth-plagueis.50035819/ ziemlich einleuchtend finde. Zumal ich mir zu dem auf jeden Fall ne interessante Geschichte wünsche, der wäre für mich sonst zu überzeichnet. In dem verlinkten Forum werden ja noch weitere Referenzen aus dem EU angefürt, hat da jemand ne qualifizierte Meinung zu?
Der Dunkle König:
Mal was zu dem Thema, dass das Erweiterte Universum jetzt unkanonisch ist: Ich bin mit einem Freund in den Film gegangen, der wesentlich mehr von Star Wars versteht als ich und sich auch im Erweiterten Universum auskennt. Der hat danach zwar sein Bedauern geäußert, dass er sich jetzt sozusagen sinnloserweise lange Zeit mit diesem vielen Stoff beschäftigt hat, aber dennoch hat ihm der Film hervorragend gefallen.
Man sollte nicht wegen solcher Dinge Neues kategorisch ablehnen, dann ist man nicht in der Lage es zu genießen, wenn es doch ganz gut wird.
Eru:
--- Zitat von: Der Dunkle Feind am Nordpol am 25. Dez 2015, 19:03 ---Mal was zu dem Thema, dass das Erweiterte Universum jetzt unkanonisch ist [...]
--- Ende Zitat ---
Das Interessante ist ja, dass das EU nur theoretisch "raus" bzw. unkanonisch ist. Man hat sich an vielen Stellen an den guten Geschichten bedient, die das alte EU geboren hat, oder sich zumindest inspirieren lassen.
Heute erschien dazu ein sehr interessanter Artikel auf io9.com, den ich hier mal verlinke:
http://io9.gizmodo.com/what-the-force-awakens-borrowed-from-the-old-star-wars-1749328107
Wer des englischen mächtig ist und sich für das alte EU interessiert hat, sollte da mal reinlesen.
An diesem Punkt schließt dann auch das von Yoruba angerissene Thema "Darth Plagueis" an.
Ich teile eine Meinung mit dem einen User aus dem von dir zitierten Forum.
Wenn Snoke wirklich eine Figur ist von der man schonmal gehört hat, dann muss er Darth Plagueis sein. Die andere Alternativewäre, dass er ein völlig neuer Charakter ist, der vielleicht mit den Sith nichtmal etwas zu tun hat.
Ich persönlich würde mir aber sehr wünschen, dass es sich um Plagueis handelt. Plagueis war für mich spätestens seit James Lucenos grandiosem Buch "Darth Plagueis" ein Faszinosum sondergleichen im SW-Unviersum. Und das soll in dieser großartigen Welt schon was heißen. Wenn man mit ihm einen Bogen von den Prequels über die alte Trilogie (die auch nochmal eine neue Bedeutung kriegen würde, wenn Plagueis seinen Schüler quasi erstmal sein "kleines" Experiment mit der Galaxis in Form des Galaktischen Imperiums" ausführen lässt, zusieht wie er zugrunde geht und dann selbst einschreitet) bis hin zu der Sequel-Trilogie zieht, tja, dann ziehe ich meinen Hut vor Abrams und den anderen Storyverantwortlichen.
Zumal Plagueis mit einem so immensen Wissen über die Geschicke der Macht und des Universums ausgestattet ist, dass wirklich niemand in der Galaxis ihm das Wasser reichen könnte, nicht einmal Yoda. Eine faszinierende Ausstrahlung als Bösewicht bringt er als Quasi-Unsterblicher natürlich auch mit. Frage mich, wie die Resistance und die letzten Jedi ihn aufhalten wollen, wenn es denn so kommt.
Qualifizierte Meinung zu den Referenzen aus dem EU?
Also Plagueis taucht meines Wissens bisher nur in dem inzwischen als "Legends" titulierten Roman "Darth Plagueis" aus dem alten EU auf, und die Verweise, die der Threadersteller in dem Forum macht, wirken allesamt plausibel.
Ist allerdings schon länger her, dass ich das Buch gelesen habe.
Es könnte auch sein, dass er kein Sith mehr ist (wie in dem Forum gesagt, ist das nur eine Philosophie). Das könnte heißen, dass er auch seinen Namen deshalb in Snoke geändert hat. Oder sie haben nur Anleihen an den EU-Geschichten über Plagueis genommen, wie bei den im von mir verlinkten Artikel beschrieben Storyelementen in EP VII.
--- Zitat von: Erzmagier am 25. Dez 2015, 12:58 ---[...]
Ich finde sie richtig gut, sie bringen was ganz anderes auf die Leinwand als die klassische Triologie, dennoch gefällt es mir sehr gut. Star Wars als Epos lebt in meinen Augen sogar auch wegen diesen Prequels überhaupt erst. Der Weg Palpatines und parallel der Fall der Republik fand ich extrem gut inszeniert ( die Szene, als Palpatine das Imperium proklamiert *Gänsehaut*) und paralell dazu entsprechend der innere Zerfall der Republik. [...]
--- Ende Zitat ---
Ein Gleichgesinnter :o
Ich bin ebenfalls Prequel-Fan, und ja, auch ich finde dass Jar Jar kein Hindernis für den Film ist. Kann deine Aussagen auch komplett so unterschreiben. Nur, dass ich noch die Luceno Romane "Cloak of Deception" und "Labyrinth of Evil" dazuzählen würde. Die machen für mich Episode 1 und Episode 3 noch besser, obwohl sie auch alleine gut funktionieren.
Und soll ich dir was sagen? Ich finde sogar Gefallen, an den von "Fans" oft als "Seifenoper-Dialogen" verschrieenen Konversationen zwischen Anakin und Padme in EP2. Wer in einer Weltraum-Oper (im aller positivsten Sinne) "down-to-earth"-Dialoge erwartet, hat meiner Meinung nach falsche Erwartungen.
Ich finde sogar, dass die Prequel-Trilogie die dunklere der beiden ist. Vom Aufstieg einer fast theokratischen Diktatur bis hin zum "Genozid" am Jedi-Orden begeben sich die Filme schon in sehr dunkle Gefilde.
Ich glaube ich mag die Prequels aber auch deswegen, weil ich aus einer Generation bin, die zu der Zeit im höheren Kindesalter war und damit die Dinge, die "ältere Fans" verteufeln, lieben lernen konnte.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln