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Zeugnisse/Abschluss
Simbyte:
--- Zitat ---Ich meine, die deutsche Sprache bietet doch sicher die Möglichkeit Leistungen nicht nur mit 1-5/6 zu bewerten...
--- Ende Zitat ---
In der Grundschule gabs das bei mir auch. Aber mal ehrlich, mehr als ein paar Standardformulierungen waren da nie dabei.
BAAEEMM:
Dann sollten die Lehrpersonen halt gezwungen sein, mehr als ein paar Standardformulierungen zu schreiben.
(Außerdem sind auch schon ein paar Standardformulierungen besser als eine einzige Ziffer)
Lord of Mordor:
Es ist allerdings schwierig, aus umfangreichen wörtlichen Bewertungen etwas universell vergleichbares abzuleiten. Es ist nun einmal so, dass die Noten eine Aussage liefern darüber, wie erfolgreich die Person seine Schullaufbahn gemeistert hat, und das ist an mehrerlei Stellen von Bedeutung - Universitäten wollen das wissen, und Arbeitgeber oft auch. Deswegen gibt es eine bürokratische Notwendigkeit für ein Verfahren, das klar erkennen lässt, dass 1,1 besser ist als 1,2, und nicht die Frage aufwirft, ob "wunderbar" nun besser als "großartig" ist.
Dass Noten kein Intelligenzindikator sind, sollte jedem klar sein. Aber es stecken auf jeden Fall Informationen in einer Note - und wenn es nur ist, wie gut die Person mit unsympathischen Lehrern zurechtkommt. Auch das ist wichtig: Ein Arbeitgeber will natürlich Angestellte, die unter Druck Leistung bringen können, sich in eine Materie reinarbeiten können und das nicht davon abhängig machen, ob ihnen ihr Chef auf persönlicher Ebene sympathisch ist. Und jemand mit 1,0 zeigt nunmal, dass er über einen langen Zeitraum hin konstant in vielen verschiedenen Themenbereichen die bestmöglich geforderte Arbeit erbracht hat.
(Palland)Raschi:
Die Noten werden aber glücklicherweise als Leistungsindikator immer schwächer.
Softskills sind umso wichtiger, wie auch außerschulisches.
Es zeigt sich sogar häufig, dass Noten kaum einen Einfluss haben ^^.
Es wurde aber auch nachgewiesen, dass Noten sehr oft willkürlich vergeben werden.
Bei einer Testmatheklausur, und das ist kein Scherz, wurden Noten von 1-4 vergeben, bei der gleichen Klausur, nur eben andere Lehrer, die es korrigierten.
Noten sind wichtig, weil wie will man sonst bewerten. Aber eine wirkliche Aussage, kann man nur bedingt treffen, weshalb die Auswahl durch den Arbeitgeber sehr häufig von anderen Faktoren abhängen ( sicher aus Erfahrung ^^)
BAAEEMM:
--- Zitat von: Lord of Mordor am 11. Jul 2010, 21:40 ---Es ist allerdings schwierig, aus umfangreichen wörtlichen Bewertungen etwas universell vergleichbares abzuleiten. Es ist nun einmal so, dass die Noten eine Aussage liefern darüber, wie erfolgreich die Person seine Schullaufbahn gemeistert hat, und das ist an mehrerlei Stellen von Bedeutung - Universitäten wollen das wissen, und Arbeitgeber oft auch. Deswegen gibt es eine bürokratische Notwendigkeit für ein Verfahren, das klar erkennen lässt, dass 1,1 besser ist als 1,2, und nicht die Frage aufwirft, ob "wunderbar" nun besser als "großartig" ist.
--- Ende Zitat ---
Also wenn ich ein Arbeitgeber wäre, hätte ich lieber ein längeres Kommentar zu dem/der Schüler/Schülerin, in dem steht, in was er/sie gut oder schlecht war. Wenn ich jetzt jemanden brauche der/die Vektorrechnungen gut beherrscht (zB Architekt_innen), ich allerdings schlussendlich nur sehe 'Mathematik 3', obwohl er/sie nur bei Wahrscheinlichkeitsrechn ungen abgesackt ist, dann flutscht mir eine gut qualifizierte Arbeitskraft durch die Finger. Oder auch ein Negativ-Beispiel: jemand lernt auf die Schularbeiten und die Matura, schreibt lauter 1er, macht allerdings den Rest der Schullaufbahn nichts und ist komplett unzuverlässig, hat allerdings trotzdem perfekte Noten. Wollen die Arbeitgeber_innen tatsächlich solche Mitarbeiter_innen?
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