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Autor Thema: Taur Giliath / Nördliche Wälder Lothlóriens  (Gelesen 21418 mal)

-|sZ|- Brownie

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Taur Giliath / Nördliche Wälder Lothlóriens
« am: 24. Apr 2008, 14:09 »
Liutasil und Weldalas von der Ankunft in Lórien


Weldalas und Liutasil entfernten sich immer weiter von den Flüchtlingslagern Loriens. Sie wurden eins mit den Wäldern, unsichtbar für jedwege Verfolger und Zwerge.
Die goldenen Wälder verblassten angesichts der giftgrünen Umhänge, die Düsterwald Elben immer tragen.
Doch ohne Vorwarnung blieb Weldalas stehen.
"Sauron plant Lorien anzugreifen. In den nächsten Tagen schon ..."
Liutasil sah ihn an.
"Na und? Wen interessiert es? Sollen sie sterben..."
"Was sagst du da? Das sind unsere Blutsverwandten und Verbündete, einzig ein Zusammenhalt kann der Schlacht helfen. Wir können siegreich sein ..."
"Sieg? Der Sieg blieb aus, als Aragorn von Gondor am schwarzen Tor unterlag. Als Sauron den Ring gefunden hat. Es gibt keinen Sieg ... nur den Tod."
"Du sprichst, als ob du es schon wüsstest. Außerdem, du würdest dann auch sterben. Was sagst du zu deinem Tod?"
"Ich sterbe nicht ... Ich bringe nur den Tod. Zuerst zu dem Mörder unserer Sippe, dann zu den Geschöpfen Saurons."
"Was macht dich so besonders? Warum bist du der Rächer, der einzige Überlebende? Was unterscheidet dich von mir, oder Thanderin und Wogrin?"
"Ich ... ich bin ich. Du kannst mich nicht töten. Das Glück ist stets auf meienr Seite. Der Tod umkreist mich wie ein Wolf seine Beute, doch es erscheint stets eine Lücke. Ich kann mich immer aus seiner tödlichen Umarmung zwängen."
"Immer? Hältst du dich für unsterblich? Was ist los mit dir, Liutasil? Du bist nicht der, den ich einst kannte."
"Ich bin anders, weil die Welt sich verändert hat. Die Welt ist im Wandel ... ersticke deine Feinde in Brutalität, oder verrecke an dieser."
Weldalas blickte schweigend zu Boden. Die Welt wandelt sich, aber nicht zum Guten.
"Wie kann man dann elbische, gutmütige Taten von dir erwarten, Liutasil?
Ich werde hierbleiben und kämpfen. Aus dem Hintergrund werde ich die Feinde Wogrins und Thanderins töten.  Sie sind nicht böse, sie sind aufrichtig und ehrlich. Ich zähle sie zu meinen Freunden. Liutasil, auch wenn du dich ihnen nicht zeigst, so kannst du mich beschützen wie ich sie! Wir können gewinnen! Für unsere Sippe, auf den Tod unserer Feinde!
Schütze durch mich sie und kehre  zurück in eine Welt, die sich zum Guten ändert."
Liutasil sah ihn an. Sollte er ihn töten? Aber er war sein Stammesführer ...
"Ich kann die Welt nicht verändern.
Ich kann sie nur so weit verändern, wie sie einst bereits war.
Lass uns der Schlacht beiwohnen. Zeit für Heldentaten!"
« Letzte Änderung: 22. Feb 2018, 15:35 von Fine »
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Wälder Lothlóriens II
« Antwort #1 am: 25. Apr 2008, 17:48 »
Liutasil und Weldalas waren zurückgelaufen. Eine Flucht war nicht der Abschied, den Weldalas einschlagen würde. In der Schlacht würde er den Anderen helfen.
Liutasil sah mürrisch aus. Er musste einen neuen Plan finden, doch dafür musste erst der Mörder seiner Sippe sterben. Vorher würde Weldalas nicht gehen.
"Wir sind da. Ich sehe Thanderin, zusammen mit ein paar Elben."
"Warten wir auf die Schlacht, Weldalas."
Hoffentlich wird sie schnell stattfinden ...


Liutasil und Weldalas zu Celeborns Rede
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 09:06 von Fine »
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Lord of Mordor

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Wälder Lothlóriens II
« Antwort #2 am: 14. Mai 2008, 14:00 »
Maethor und Aiwyn, von: Grenze Loriens


Nach kurzer Suche hatten Aiwyn und ihre Gefährten einen geeigneten Platz zur Rast gefunden und begannen, ein provisorisches Lager zu errichten.

"Ihr scheint nicht sonderlich an eurem Leben zu hängen, nicht wahr?", meinte Maethor an Aiwyn gewandt, während er sich an einen Baum lehnte. "Es ist eine Sache, einem überlegenen Feind zu trotzen, doch einen Mann, auf dessen Gnade man angewiesen ist und der einen jederzeit ohne Möglichkeit zur Gegenwehr erschießen lassen könnte, zu beleidigen... was sollte das bringen? Ich hoffe, in der bevorstehenden Schlacht werdet ihr euer Leben nicht ganz so leichtfertig wegwerfen, wie ihr es gerade eben beinahe getan hättet."

Die Zeichen ebendieser Schlacht waren überall zu sehen, obwohl sie noch nicht einmal begonnen hatte. Maethor war zwar noch nicht oft in Lorien gewesen, doch es war immer ein Platz der Ruhe gewesen - einer der Gründe, warum er es so selten besuchte. Es jetzt bevölkert von vom Krieg gezeichneten Flüchtlingen, darunter jetzt sogar eine Ostlingsfrau, wirkte doch irritierend auf ihn. Doch es war ja nicht der erste Ort, den er durch den Krieg verändert sah... und er wusste, dass es auch nicht der letzte sein sollte. Selbst ein Sieg in dieser Schlacht wäre nur ein kleiner, vorübergehender Triumph. Und falls der Hexenkönig nicht besiegt werden konnte, dann hätten sie gar nichts erreicht - denn Orks hatte Sauron wahrlich genug.
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 08:59 von Fine »
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #3 am: 20. Mai 2008, 16:53 »
Nîdanadh aus einem anderen Teil des Goldenen Waldes


Unruhig lief Nîdanadh um das Lager der Waldläufer. Irgendwas war im Gange, er wusste es und es würde bald geschehen. Schnell kehrte er in die Nähe des Platzes zurück bei dem er mit Maedhros geredet hatte.
Er verwarf keinen Gedanken darüber, ob er für einen Kampf gerüstet war.

Sein Kettenhemd hatte er immer an, größtenteils von seinem Hemd verdeckt.
Das Schwert legte er auch nie zur Seite. In seinem ganzen Leben war er nur auf der Suche nach dem Kampf gewesen, doch komischerweise freute er sich nicht auf den bevorstehenden Kampf. Der Kampf war ihm, wie alles andere egal.
Nîdanadh setzte sich müde an einen Baum...
†šWenn das noch weiter so geht, dann werde ich Lothlorien verlassen...†™
In dem Moment erschien wie aus dem nichts Maedhros vor ihm und ohne, dass er etwas sagte sprang Nîdanadh auf und wusste dass es so weit war.
„Beruhige dich Nîdanadh“ sagte der Waldläufer „Noch hat der Kampf nicht begonnen, doch der Kampf steht kurz bevor, wir müssen zu Celeborn, dort werden wir Genaueres erfahren.
Du kannst diese Schlacht nicht alleine schlagen, du brauchst hier Verbündete Nîdanadh, darum bitte, bitte ordne dich dieses eine Mal unter und helfe uns und dir.
Und jetzt komm mit.“

Zusammen mit einem großen Trupp Waldläufer verließen sie wenige Minuten später den Rastplatz und näherten sich dem Platz an dem Celeborn seine Rede halten wollte.
Schon von weitem konnte man den Platz sehen, immer mehr Soldaten strömten zu der großen Masse.
Zwischen den Bäumen erkannte Nîdanadh Menschen und Elben jedes Alters und jedes Geschlechtes.
Als die Waldläufer den Versammlungsort erreicht hatten trennten sie sich.
Manche gingen in die vorderen Reihen, manche blieben weiter weg.
Nîdanadh und Maedhros ließen sich weit abseits ins Gras sinken.
„So beginnt es also...“ Maedhros schaute gedankenverloren in die Baumkrone eines kleinen Baumes. „Der Schlacht auf die wir uns so lange vorbereitet haben wird nun in den nächsten Tagen geschlagen...“
Nîdanadh schaute ihn an.
Es war ihm klar, dass so etwas von dem Waldläufer kommen würde, doch er würde nie verstehen warum Maedhros solche Sachen sagte. „Dies ist eine Schlacht wie jede andere. Man kämpft und tötet. Irgendwann wird man selbst getötet. Vielleicht wird dieses Schlacht anders als die bisherigen, aber dann wird es wohl auch meine letzte werden.“
Maedhros erwiderte den Blick.
„Nîdanadh, du bist noch jung im Vergleich zu mir. Ich bin selbst für einen Waldläufer schon alt. Wenn dann wird es meine letzte Schlacht, aber nicht deine.
Seit ich dich kenne versuche ich dir zu sagen, dass du dein Leben nicht wegwerfen sollst. Doch du hast es getan, aber noch kannst du es wieder finden.“
Nîdanadh lachte auf und viele Menschen und Elben im näheren Umkreis wandten ihm verwundert ihre Gesichter zu. „Siehst du?“ meinte Maedhros. „Niemand kann dich verstehen. Wir stehen vor einer entscheidenden Schlacht die über unser aller Schicksal bestimmt. Wenn sie für uns gut ausfällt haben wir einen großen Sieg errungen, wenn sie für uns schlecht ausfällt, dann ist unser Schicksal besiegelt. Niemand kann verstehen, wie du hier noch lachen kannst.“
„Ich habe nur gelacht, weil du es immer wieder probierst. Seit du es versuchst sage ich dir immer das gleiche:
Mein Schicksal ist schon besiegelt. Vor Jahren schon warte ich darauf, dass ich einen finde, der mich erlöst. Doch lass uns von etwas anderem sprechen, wir werden nie auf denselben Standpunkt kommen.“
Nîdanadh drehte seinen Körper leicht um damit zu unterstreichen, dass die Unterhaltung zu Ende war. Noch nie hatte er es jemandem erlaubt in sein Leben Einfluss zu haben... Fast nie...

Schnell verdrängte Nîdanadh den Gedanken und schaute wieder in Richtung von dem Ort an dem Celeborn seine Rede halten wollte.


Nîdanadh zu Celeborns Rede
« Letzte Änderung: 12. Feb 2016, 14:49 von Fine »

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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #4 am: 24. Mai 2008, 19:37 »
„Lieber dem Tod direkt ins Auge blicken, als sein Leben dem eines Feiglings unterzuordnen“, antwortete sie, nach einer kurzen Pause fügte sie noch hinzu: „Was eure Befürchtung angeht: Was soll Sauron denn schon gefährliches in den Kampf werfen? Orks? Das gefährlichste an ihnen ist die Masse und dagegen sollte dieser Wald ja gut genug gewappnet sein und für euch Baumschützen mehr als genug versteckte Schussplätze bieten. Ostlinge? Ich kenne deren Kampfstil mehr als genug und bin darauf eingestellt, sie zu bekämpfen und warte schon seit Jahren darauf wieder dazu zu kommen. Wölfe? Spinnen? Mehr als Wilde Tiere sind das nicht und diese greifen alles an, sobald sie erzürnt sind oder zurückgedrängt werden.
Was soll der Herr der Missgeburten schon außer Masse aufbringen können? Und außerdem: Denkt ihr wirklich ich gehe leichtsinnig in einen Kampf mit Geschöpfen, die ich zutiefst verabscheue und deren Vernichtung ich wünsche? Wenn ich in der Schlacht untergehen sollte, werde ich zuvor schon literweise schwarzes Blut vergossen haben. Bei solchen Ereignissen zählt nicht ob man überlebt oder nicht, sondern was man für seine Seite beigetragen hat. Ein toter Soldat, der hunderte Gegner getötet hat, hat mehr beigetragen, als ein lebender, der nicht aktiv mitgekämpft hat.
Wenn wir aber schon bei der Schlacht sind, wisst ihr zufälligerweise, ob es eine ungefähre Zeit gibt, wann die Maden ankommen?“


« Letzte Änderung: 19. Feb 2009, 21:39 von The Chaosnight »
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #5 am: 24. Mai 2008, 19:46 »
Ihre Worte ließen ungewollt eine gewisse Anerkennung in Maethor emporsteigen.

"Ihr habt das Herz einer Kriegerin, Mädchen... und ihr habt recht mit dem Beitrag, den ein jeder Soldat in der Schlacht zu leisten hat. Doch eines solltet ihr niemals tun: Den Feind unterschätzen. Ich selbst beging diesen Fehler ein einziges mal und niemals wieder..."

Er deutete demonstrativ auf seinen nutzlosen Arm.

"Wer glaubt, Annatar würde nur jämmerliche Orks ins Feld führen, dem wird die schrecklichste Überraschung seines Lebens blühen, wenn er erst einem Ringgeist gegenübersteht... ich muss es wissen, ich war am Schmieden ihrer Ringe beteiligt. Doch was auch geschieht, ihr müsst immer wissen: Die Angst, die ihr in ihrer Gegenwart verspürt, ist nicht eure eigene, sondern nichts als dunkle Magie. Wenn ihr dies beherzigt, habt ihr ihre schlimmste Waffe bereits ausgeschaltet."

In diesem Moment ging eine Gruppe Elben schnellen Schrittes an ihrem Lager vorbei. Einer von ihnen wandte sich an Maethor.

"Rasch!", rief er. "Habt ihr nicht gehört, dass die Orks nahe sind? Herr Celeborn hat alle Krieger für einen letzten Rat zu sich gerufen!"
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #6 am: 24. Mai 2008, 20:15 »
Normalerweise wär ihr diese Nachricht zu diesem Zeitpunkt zutiefst zuwieder gewesen, da sie sich eigentlich ausruhen wollte, doch als Maethor das Wort "Ringgeist" erwähnte, sprang ihr wieder eine Erinnerung aus dem Osten, die sie bis dahin unwichtig erschienen war in den Kopf, die ihre Müdigkeit vedrängte.
Ihr Lehrmeister hatte ihr damals etwas von einem ehemaligen König des Ostens namens "Khamor" (oder so zumindest hatte sie es aufgenommen) erzählt, der das Ostreich mit eiserner Hand geführt hatte und von allen Herrschern am meisten Erfolge feierte, jedoch dem einfachen Volk viel Leid brachte, da er dauernd Abtrünnige verfolgen, Nachbarländer angreifen oder potenzielle Gefahren beseitigen ließ.
Er selbst bezeichnete ihn als "Teuflische Erfindung Saurons", da er während seiner Herrschaft von Sauron einen Ring erhielt, der seine ohnehin große Macht um einiges vergrößerte.
Da sie jedoch wusste, dass ihr Lehrmeister an keine feste Ordnung glaubte und jegliche Herrschaftsansprüche verteufelte und (außer seinen eigenen) verabscheute, sah sie dieses immer nur als Versuch an, die Krone Rhûns schlechtzureden, um auch sie dazu zu bewegen, an keine Führung mehr zu glauben, doch nun war sie sich schon fast sicher, dass dieser König wirklich von Sauron verführt wurde und nun als mächtiger Sklave seines Willens weiter existiert.

"Ihr sprecht von so genannten Ringgeistern, gab es unter ihnen zufälligerweise einen alten König aus dem Osten namens "Khamor" oder so ähnlich? Ich hatte vor Urzeiten Gerüchte über ihn gehört, die sich mit eurer Beschreibung decken", fragte sie Maethor, während sie sich langsam auf ihn zubewegte, als sie beinahe bei ihm stand ergänzte sie noch: "Ihr müsst führen, ich kenne den Weg nicht."
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #7 am: 24. Mai 2008, 23:14 »
"Ihr sprecht von Khamûl, dem Schatten aus dem Osten... ja, er war einst einer der größten Könige der Menschen und ein rumhreicher Herrscher Rhûns. Doch er erlag, so wie viele andere auch, Annatars Versprechungen von Ruhm und Reichtum und nahm einen Ring von ihm... so wurde er zu einem Nazgûl. Er hat weder Körper noch Seele und ist ganz an Annatar gebunden, doch die Macht der Neun ist dennoch zu gewaltig für die meisten Sterblichen. Ich habe Gerüchte gehört, dass er seit kurzem wieder über euer Land herrscht, doch sicher sagen kann ich es euch nicht. Wir werden einem noch gefährlicheren Dämon gegenüberstehen - dem Hexenkönig von Angmar, seinem Meister.

Doch nun folgt mir, euch muss es ebenso nach einem Kampf dürsten wie mich."
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #8 am: 25. Mai 2008, 11:08 »
Ein Sklave Saurons könnte jetzt Herrscher im Osten sein? Bei der Abneigung gegenüber Sauron, die sich in ihren letzten Jahren im Osten breitgemacht hatte, war sich Aiwyn sicher, dass es dort nicht lange friedlich bleiben würde.
Um so besser, bei den Mächten des Ostens wird Sauron Schwierigkeiten bekommen, andere Gebiete angreifen oder unterdrücken zu können, also wird er im Falle des Kriegsausbruches sehr angreifbar sein.

Auf den Weg, den sie ging, achtete sie kaum mehr, denn zu versunken war sie über die Gedanken, was passieren würde, wenn der Ringgeist wirklich die Macht im Osten übernommen hätte.
Doch ihre Gedanken endeten abrupt, als sie auf einem großen Feld im Wald die bereits eingetroffenen Soldaten erkennen konnte. So weit sie sah, waren alle diese Soldaten Elben, die größtenteils einen Langbogen, ein Schwert und eine silbrige Rüstung mit einem grünlichen Umhang, der gute Tarnung lieferte, trugen.
Ich hoffe, dass dieser Haufen auch mit seiner Ausrüstung umgehen kann, denn Masse haben die wirklich nicht und die meisten Flüchtlinge werden wahrscheinlich einfache Bauern ohne große Kampfkenntnis sein.


Aiwyn und Maethor zu Celeborns Rede
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #9 am: 18. Jan 2009, 20:21 »
Aiwyn, von: Galadriels Rede


Mit schneller werdenden Schritten verließ sie die Unterkunft von Faramirs Männern und suchte irgendeinen ruhigen Platz, um wieder zu sich zu kommen. Sie hatte sich vollkommen in Rage geredet und nur langsam begriff sie, was sie alles gesagt hatte. Und je mehr sie wieder zu Sinnen kam, desto klarer wurde ihr, dass sie sie gerade ales mögliche verraten hatte, von dem sie geschworen hatte, es für sich zu behalten...an jemanden, der es gegen die Ostlinge verwenden wollte.

Auf einer Anhöhe blieb sie stehen und ließ sich gegen einen der Bäume fallen. Mit schweifenden Blick sah sie über die Waldflächen - überall feierten Menschen und Elben, betranken sich, tanzten auf den Flächen oder lagen berauscht am Boden. Egal wo sie hinsah, war eine ausgelassene Stimmung, nur sie lehnte sich an einen Baum,  zornig über ihr eigenes Versagen, enttäuscht über die jüngeren Geschehnisse und jede einzelne Erinnerung an das eben vergangene Gespräch traf sie wie Gift.

"Sechs Jahre, Sechs verfluchte Jahre in Thal habe ich geschwiegen, zu jedem...zu Feinden", sie dachte an die Bewohner Thals, "zu Verrätern", ihre Gedanken schweiften zu Maurfin, "zu guten Freunden", sie dachte an Garwair, den einzigen, der je ihr Verhältnis zum Osten verstand, "und selbst Bogan und Barlae habe ich nichts gesagt und dann verrat ich alles dem ersten Gondorianer, mit dem ich mehr als drei Worte rede?"

Hinter einer Baumfront erkannte sie eine Art See und sofort schaffte sie es zumindest teilweise ihre Gedanken zu sammeln.
Ich sollte mich erstmal erfrischen und wieder zu mir kommen...
Vor dem See blieb sie stehen und nachdem sie sich mit einer Hand voll Wasser übers Gesicht gefahren war, ließ sie sich wieder gegen einen der Bäume fallen und blieb regungslos sitzen. Sie tastete mit ihren Fingern die Umgebung, um zumindest irgendetwas zu tun und nach einer Zeit griff sie etwas wie weichen Stoff. Sie zog es zu sich hin und legte es auf ihren Schoß, doch ihr Blick blieb geradeaus gerichtet, ohne dass sich irgendeine Regung in ihm bemerkbar machte.
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #10 am: 20. Jan 2009, 19:22 »
Jutan, von: Heilhäuser Lothlóriens


Als Jutan seinen Kopf aus dem Wasser erhob, sah er eine Frau an dem Baum, an dem er seine Kleidung abgelegt hatte, lehnen. Sie hatte sein Hemd genommen und es sich auf den Schoß gelegt!
Irgend etwas schien seltsam an dieser Frau. Sie hatte einen ziemlich kräftigen Körperbau und gelbliche Haut. Ihre braunen Augen schienen in die Leere zu starren. Sie hatte ihn anscheinend noch nicht bemerkt. Er spürte, wie ihm das Blut in die Wangen schoss. Diese Frau würde ihn sicher bemerken, wenn er nackt aus dem See stieg.
Plötzlich fröstelte es ihn. Das kühle Wasser hatte seiner Schulter gut getan, doch langsam wurde er müde. Noch war er nicht voll bei Kräften. Mit wenigen Zügen schwamm er ans Ufer des Sees und versuchte, nicht im Blickfeld der Frau zu sein, während er aus dem Wasser stieg. Noch immer schien sie ihn nicht zu bemerken. War sie vielleicht krank? Dann war das auch einen Antwort auf ihre seltsame Hautfarbe.
Trotz all dieser seltsamen Merkmale schien sie Jutan nur traurig zu sein, doch was betrübte sie so sehr? Nackt wollte er ihr nicht gegenüber stehen, deshalb versteckte er sich zuerst hinter dem Baum und angelte seine Hose. Nachdem er sie sich übergestreift hatte, spähte er nach seinem Hemd. Jetzt erst fiel es ihm wieder auf, dass die Frau es sich auf den Schoß gelegt hatte!
Vorsichtig näherte sich Jutans Hand dem weißen Stoff. Er wusste nicht, wie die Frau auf ihn reagieren würde, doch vielleicht konnte er ihr das Hemd heimlich entreißen. Sie schien sowieso mit ihren Gedanken zu weit weg, um ihre Umgebung zu beachten. Seine Finger umfassten den groben Stoff des Hemdes. Langsam zog er daran, doch plötzlich spürte er eine Gegenkraft. Überrascht lugte er hinter dem Baum hervor.
Die Frau sah ihm direkt in die Augen.
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #11 am: 20. Jan 2009, 21:16 »
Aiwyn sah dem Jungen tief in die Augen, doch sie stand zu sehr neben sich, um irgendetwas anderes als grobe Gesichtszüge und etwas wie einen leichten Anflug von Überraschung erkennen konnte.
Ihr Blick schweifte kurz nach unten und sie erkannte, dass sie etwas in der Art eines Hemdes in der Hand hielt, was der Junge offenbar begehrte. Als sie sah, dass der Junge noch am ganzen Körper nass war, lockerte sich ihr Griff um das Hemd und sie ließ sich wieder gegen den Baum fallen.
In der Hoffnung, dass er jetzt, wo er sein Hemd wieder hatte, wieder gehen würde, starrte sie wieder starr geradeaus und versuchte irgendwie ihre Ruhe zu bekommen. Doch keine Schritte waren zu hören, keine knackenden Hölzer, raschelnden Blätter oder ähnliches.

"Was ist? Willst du auch irgendwelche Sachen wissen und mich dann als Feind oder ähnliches beschimpfen", murmelte sie eher zu sich, als zu dem Jungen gerichtet.
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #12 am: 21. Jan 2009, 20:32 »
Die Frau faszinierte Jutan. Sie war mit Sicherheit gesund, aber dennoch schien sie von tiefster Trauer erfüllt zu sein. Aber irgendwie machte sie ihm auch Angst. Er wusste nur zu gut, dass traurige Menschen gerne alleine waren in ihrem Kummer. Doch auf der anderen Seite war er auch froh, wenn er jemandem erzählen konnte, was ihn bedrückte.
Sein Hemd hatte er schon wieder angezogen, seinen Schwertgürtel hatte er jedoch noch nicht umgeschnallt und die Schuhe noch nicht an. Das Gras kitzelte seine nackten Füße, während er überlegte, wie er wohl am Besten mit der Fremden reden könnte.
Er vernahm undeutliches Murmeln von ihr. Sie klang nicht gerade sehr erfreut, doch bestimmt ging es ihr besser, wenn sie sich erst einmal ausgeredet hatte.
"Ähm... Mein Name ist Jutan, Haleths Sohn. Warum... Warum seid Ihr denn so traurig, werte Frau? Habt Ihr einen Waffenbruder während der Schlacht um Lorien verloren?"
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #13 am: 22. Jan 2009, 13:10 »
Langsam drehte sie ihren Kopf zu Jutan und sah im tief in die Augen.
Ist es so schwer zu verstehen, dass ich meine Ruhe möchte? Er hat was er wollte, also was will er noch hier?

Sie öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch schloss ihn schnell wieder, um sich ihre Wortwahl nochmal zu überlegen. Zögernd sagte sie: "Nein", sie wandte ihren Kopf erneut ab und blickte wieder auf den See, mit einer kurzen Pause ergänzte sie: "Ich verlor mein Volk und meinen Glauben, den Glauben an den Verstand der Menschen. Egal wo ich hingehe endet es damit, dass mich jemand töten will oder anderweitig aus seiner Umgebung entfernen will und dass nur weil Sauron das Land meiner Familie besetzt hält...
Egal wie lange ich unter ihnen lebe, egal wie viele Orks und Trolle töte oder egal wie viele Sachen ich ihnen verrate, werde ich sofort mit meiner Heimat in Verbindung gebracht, die..."

Sie ließ ihren Kopf fallen und sagte streng zu sich selbst: "Was ist nur los mit mir? Jetzt verrate ich einem Wildfremden, von dem ich nichts weiß schon fast alles, was ich eigentlich niemanden sagen sollte..."
Erneut blickte sie Jutan ins Gesicht und nuschelte: "Ich bin Aiwyn..."
Mit Erinnerung an all jene, von denen sie  dachte, dass sie ihnen vertrauen könnte, Maurfin, den Beorningern, Aglareb und dann schwer enttäuscht wurde, fuhr sie scharf fort: "Ich hoffe du bist nicht so dumm wie die meisten anderen, die ich in Lorien getroffen habe, im Moment garantiere ich für nichts was dann passieren würde!"
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Re: Wälder Lothloriens II
« Antwort #14 am: 22. Jan 2009, 22:54 »
"Ich kenne dieses Gefühl." antwortete Jutan Aiwyn: "Ich möchte Euch gar nicht nach Eurer Herkunft fragen, doch ich werde Euch meine Geschichte erzählen:
Lange Zeit war der weiße Zauberer Saruman ein Freund Rohans gewesen. Alle Einwohner unseres Landes glaubten, er sei ein verbündeter, der uns vor Sauron beschütze. Doch er verriet unser Land aus Angst vor dem Herrn der Ringe, und zerstörte es. Durch ihn verlor ich meine Heimat, und den Menschen, der mir bis dahin am Wichtigsten gewesen ist..."

Merkwürdigerweise schmerzte ihn die Erinnerung an seinen Vater nicht so sehr wie früher. Anscheinend hatte der Hexenkönig ihn wirklich so sehr damit gequält, dass er darüber hinweg gekommen war. Es war sicher nicht gut, über seine Ängste und Schmerzen zu schweigen. Davon wollte er auch Aiwyn überzeugen.

"Vielleicht hat mich dieser Krieg in Rohan gezeichnet. Nach der Eroberung des Landes durch den Mund Saurons bin ich nach Bruchtal geflohen und von dort aus nach Lorien gekommen. Auf der Reise habe ich eine Elbin kennen gelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Doch ich habe mich für die gefährlichste Aufgabe in der Schlacht um Lorien entschieden, und wurde wieder gezeichnet. Wie tief, das weiß ich noch nicht."
Er öffnete sein Hemd und zeigte der Frau die schwarze Narbe an seiner linken Schulter. Die Kälte in ihr war noch immer stark zu spüren, doch er konnte sie überspielen.
"Diese Wunde hat mir der Feldherr Saurons geschlagen. Sie wird nie heilen. Trotzdem will ich weiterhin für meine Heimat kämpfen. Es ist mir egal, wie viele andere aus Feigheit aufgeben und mich verraten, solange ich weiterhin an meinem Ziel festhalte.
Ich will dabei sein, wenn Rohan wieder vom dunklen Gebieter befreit wird, oder wenigstens beim Kampf gegen seine Heere ehrenhaft mein Leben lassen."
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