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Allgemeiner Smalltalk

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Vexor:
Erzmagier verstehe das nicht flasch, ich denke auch, dass Realitätsflucht, v.a in unserer heutigen komplexen, globalisierten Welt von ungeheurer Wichtigkeit ist.

Man kann Realitätsflucht auch als Lesen eines Buches, Filme schaun oder sportliche Aktivität sehen, obwohl ich da den Begriff Zerstreuung besser finde.

Aber die Realitätsflucht von der ich spreche, bezeichnet Leute, die nur noch in ihrer virtuellen Realität leben und das "echte" reale Leben draußen meiden, sei es aus Angst oder sonstigen Motiven heraus.

Erzmagier:
Ich weiss was du meinst und meine Meinung sieht deiner gar nicht so unähnlich.
Nur sehe ich bereits das <<"echte" reale Leben>> als eine Realitätsflucht, die durch unsere Gesellschaft geschaffen wurde.
Ich bin allerdings auch der Ansicht, dass die Realitätsflucht in eine virtuelle Realität ein grosses Problem werden kann. Das können fast alle "Realitäten", nur hat die virtuelle ein sehr grosses Potenzial dazu.
Einen Film, ein Buch usw. sehe ich durchaus auch als eine Realitätsflucht, jedoch zugeben ist sie ein vielfaches weniger intensiv und zeitaufwendig.

BAAEEMM:

--- Zitat von: ∞ am 23. Feb 2011, 18:39 ---Was sicher eine Ausnahme darstellt. Es kommen nicht umsonst so viele Genies, Topsportler und Musiker aus China. Natürlich liegt das zum Teil auch an den vielen Menschen die in China leben, allerdings bezweifel ich, dass es auch nur halb so viele wären, wenn es dort nicht so viel Disziplin gäbe und alle Kinder machen würden was sie wollten.

--- Ende Zitat ---

Es geht hier nicht um das Revoltieren, sondern um die Tatsache, dass die Kinder unglücklich waren! Und genauso geht es den ganzen "Genies, Topsportlern und Musikern" die ihre ganze Kindheit dazu gedrillt wurden zu dem zu werden, was sie heute sind. Frag die mal ob sie eine glückliche Kindheit hatten. Und DAS sind übrigens die Ausnahmen, mein Lieber.

In China (und vielen anderen asiatischen Staaten) wird jede_r Schwächelnde sofort ausselektiert. Oft reicht es schon eine Prüfung zu versauen und du hast keine Chance mehr weiter zu kommen. Das momentane System funktioniert dort nur wegen der früher sehr strengen Ein-Kind-Politik. Nur Eltern von Einzelkindern können sich so effektiv um ihren Nachwuchs kümmern, dass er_sie auch die Aufnahmeprüfung auf die Uni schafft. Bei mehreren Nachkommen hätten sie keine Chance. Aber ich schweife ab.

Und was machen komplett autoritär erzogene Kinder, wenn sie keine Kinder mehr sind sondern Erwachsene? Wenn man ihnen nicht mehr alles vorschreibt, wenn sie vielleicht auch sich selbst Regeln machen müssen, die sie auch einhalten, ohne von den Eltern tagtäglich kontrolliert zu werden. Wie sollen sie komplett eigenständig arbeiten und leben können, wenn in ihrer Kindheit, der Phase im Leben eines Menschen die ihn an meisten prägt, sie zu allem von ihren Eltern gezwungen worden sind? Sollen sie dann auf einmal anfangen das Verhaltensmuster welches sie ihr Leben lang eingeprägt bekamen ablegen?

Rogash:
Guter Beitrag BAAEEMM, ich schließ mich der Meinung voll und ganz an  :)

Shagrat:
Waise Worte BAAEEMM, ich kann nichts anderes als Zustimmen.

Zumal es, glaube ich, auch so ist, dass die Kinder Rechnungen usw. auswendig lernen, wodurch sie zu einer Art "menschlichen Taschenrechner" werden, was z.B. Erfolg im Westen, nach möglicher Auswanderung, erschwert, da im Westen Kreativität eher gefragt ist als genormter Drill.

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