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Allgemeiner Smalltalk
llcrazyfanll:
Nicht nur der Mensch ist ungerecht, es ist die ganze Welt an sich ( in jedem noch so tollen System).
Wir haben Krankheiten, Unglücke ... , die (meistens) völlig wahllos und eben auch ungerecht Leid bringen.
-> Die Welt ist und kann ( in absehbarer Zeit) nicht gerecht sein.
Chu'unthor:
Grundsätzlich, ja. Das Thema "Menschenbild" ist aber komplexer und unter Philosophen nicht immer Konsens (historisch, heute geht es doch sehr in die beschriebene Richtung) - such mal nach "Urzustand" des Menschen, da sollte sich einiges finden lassen.
Darauf sollte sich aber niemand ausruhen - die Gesellschaft beruht auf gegenseitigem Einverständnis, sich an gewisse Regeln zu halten, um das Leben im Großen und Ganzen zu verbessern - aber, wie man sieht, gibt es immer wieder Menschen, deren verwurzelter Egoismus weit stärker ist als ihr rationale Kooperationsbereitschaft - diese nennt man dann "Verbrecher" und bestraft sie, sei es, um wieder eine Art von Gerechtigkeit zu schaffen (individueller Ansatz) oder andere von solchen Taten abzuschrecken (allgemeiner Ansatz).
Wisser:
Also muss der Mensch ungerecht sein, sonst geht er im System vor die Hunde.
Vexor:
Allein an dem Wort Gerecht scheiden sich ja schon die Geister. (nicht zu verwechseln mit richtig und falsch!!)
Eine falsche Handlung kann unter gewissen Umständen gerecht/richtig sein. (Musterbeispiel: Tyrannenmord).
Aber das ist auch die Frage ist es nun gerecht ein Menschenleben zu beenden, damit hunderte aus der Tyrannei befreit werden?
Rein ethisch betrachtet: Nein. Mord ist falsch und kann nicht gerecht sein. Betrachtet man weitere Komponenten kann man auf das Ergebnis kommen: Ja. Das kleine Übel wird durch das Wohl der Hunderten getilgt.
--- Zitat von: Wisser am 6. Nov 2011, 18:56 ---Also muss der Mensch ungerecht sein, sonst geht er im System vor die Hunde.
--- Ende Zitat ---
In gewissen Bereichen natürlich. Sei ein Haifisch, oder du wirst gefressen. Aber das ist ja schon in gewisser Weise evolutionsbedingt. Nur ist das Wort ungerecht, so wie du es in dem Kontext gebrauchst leider falsch. Ich verweise noch einmal an den Tyrannenmord, den ich oben erwähnt habe.
Aber um mal wieder zu deiner eigentlichen Frage zurück zukommen:
--- Zitat von: Wisser am 6. Nov 2011, 16:56 ---Ich hätte mal eine philosophische Frage an euch: Glaubt ihr an die Möglichkeit einer gerechten Welt? oder Anders: Kann die Welt überhaupt gerecht sein?
--- Ende Zitat ---
Wenn man etwas glaubt, muss es ja nicht heißen, dass es möglich sein wird. Rein prinzipiell glaube ich daran, dass es dieses Utopia - manche mögen es Paradies nennen- geben wird. Ob das allerdings jemals jemand erleben wird, da bin ich mehr als skeptisch.
Aber ich glaube es ist auch gar nicht so sehr die Frage, ob es eine gerechte Welt geben kann, sondern was man selbst tut, um diesem Ideal näher zu kommen.
Unter dem Motto: "Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu" ;)
Damit erübrigt sich auch die Debatte. Glauben kann man viel, es sind die Taten, die Umsetzung dessen, was einen Menschen auszeichnet.
Durin, Vater der Zwerge:
Die Beantwortung dieser Frage ist vor allem auch deshalb so schwer, weil jeder Mensch ein anderes Bild von Gerechtigkeit hat. Ein, meiner Meinung nach sehr schönes, Beispiel:
3 Kinder streiten sich um eine Flöte und du sollst den Streit schlichten. Jedes der 3 drei Kinder hat andere Argumente, wieso die Flöte ihm gehören sollte.
Kind A hat die Flöte selbst geschnitzt und beansprucht sie deshalb für sich.
Kind B kann als einziges Flöte spielen, kann also als den bei weitem höchsten Nutzen aus der Flöte ziehen
Kind C hat absolut keine Spielsachen oder Freizeitmöglichkeiten, während die anderen viele davon besitzen, bräuchte sie also am mit Abstand dringesndsten.
Wem gibst du die Flöte?
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