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Chu'unthor:

--- Zitat von: MCM aka k10071995 am  9. Nov 2011, 22:09 ---
--- Zitat von: Chu'unthor am  9. Nov 2011, 21:57 ---@Pella: Schnickschnack Lektüreschlüssel, der bringt einen nur auf ausgetretene Pfade, so findet man nix mehr selber =O

--- Ende Zitat ---
Solltest du irgendwann wirklich mal eine wirklich noch nicht dagewesene These anhand irgendeines schon hundertmillionenmal durchgekauten Dramas aufzeigen-tja, dann kann ich dir versprechen, dass du dafür in der Arbeit eine weniger gute Note bekommen wirst. :D
--- Ende Zitat ---

Stimmt, mittlerweile in JEDER Deutschklausur geschehen (LK).
Vorgefertigter Bewertungsbogen ftl.
(Ich behaupte nicht, etwas nie Dagewesenes zu finden, nur etwas, dass nicht vom Lehrer im Erwartungshorizont als punktrelevant eingestuft wurde - oftmals eifnach deswegen, weil nicht erwartet wird/werden kann, das sowas gefunden wird bzw das Korsett einfach zu fest dafür ist)


--- Zitat ---Unser Schulsystem ist nicht darauf ausgelegt, wirklich gute Leute zu fördern, sondern die Mittelklasse, die eh nie richtig gut darin werden wird und sich daher ein anderes Berufsfeld aussuchen wird, bis zum Abitur durchzuschleppen. Besonders pervers ist das in Chemie-Jeder, der nicht Chemiker werden will, wird das Wissen niemals brauchen, dennoch werden hauptsächlich die schwächeren Schüler gefördert.
Natürlich will ich jetzt nicht sagen, dass man die einfach links liegen lassen sollte, das meine ich natürlich nicht. Man sollte sie nur nicht adzu zwingen, ein Fach zu machen, das sie sowieso nciht interessiert und mit dem sie eigentlich sowieso nichts zu tun haben wollen. :P

--- Ende Zitat ---

Ganz meine Meinung ._.


--- Zitat von: Vexor am  9. Nov 2011, 22:21 ---Wenn man nicht mal in einem Modus, wo man so verhätschelt und weich gewaschen wird, wie an unseren Schulen, es schafft Motivation aufzubringen. Dann schonmal viel Spaß im Berufs, oder auch Studienleben.
--- Ende Zitat ---

Ebenfalls.
Deswegen lach ich auch immer die Leute aus, die zu Schulstreiks und ähnlichen Protestkundgebungen gehen, um gegen "zu hohen Druck in der Schule" zu demonstrieren... Wer zu faul oder zu doof (oder beides) ist, um im Unterricht zumindest mit halbem Ohr zuzuhören, der soll sich nicht wundern, wenn er nicht klar kommt, und hat mMn in der Oberstufe, ja nichtmal aufm Gymnasium was zu suchen.

Whale Sharku:

--- Zitat von: Wisser am  9. Nov 2011, 22:25 ---Zähne zusammenbeissen, ein paar Jahre wie ein Irrer schuften, erfolgreich sein und aufsteigen und dann mit einer fetten Pension zu Ruhe setzen :D

--- Ende Zitat ---

Du kannst unmotiviert und mit zusammengebissenen Zähnen schuften, bis du tot umfällst. Aber der Erfolg ist spärlich. Das musste meine ältere Schwester schon hart büßen, diese Einstellung...

Wisser:
Das sollte jetzt nicht abwertend klingen, den Leuten gegenüber die von ihrem Job aufgefressen werden. Nicht das so verstanden wird.

MCM aka k10071995:
Zuallererst: Ich glaube, wir sollten hier mal vom Ton her runterkommen. Die Diskussion ist grade recht interessant, wir sollten sie nicht den Haien zum Fraß vorwerfen, in dem hier aufgrund von Anfeindungen geschlossen werden muss.^^

@Vexor:

--- Zitat ---Die Schule gibt dir nichts? Tja dann möchte ich dich mal sehen, wie du in unserer Welt zurecht kommst , ohne, dass du die Schule besucht hast ;)
--- Ende Zitat ---
Nein, es ist genau umgekehrt. xD Die Schule gibt dir Wissen bzw. die Noten, mit denen du später einen Beruf finden kannst. Du hingegen gibst der Schule absolut nichts (Mal Privatschulen ausgenommen). Deswegen kann man das nicht vergleichen.
Angenommen, wir haben zwei Personen A und B und betrachten das in zwei Situationen:
A: Lehrer; B: Schüler (Passt im Unterricht nicht auf, stört aber die anderen auch nicht)
A unterrichtet den Rest der Klasse und bekommt weiter sein Gehalt. B bricht die Schule ab. In erster Linie ist das seine Sache und nicht die des Lehrers.
__
A: Arbeitgeber; B: Arbeitnehmer (Arbeitet nicht und träumt nur)
A bezahlt B, damit dieser für ihn arbeitet. Wenn B nicht arbeitet, hat A einen finanziellen Verlust.

Es herrscht eine ganz andere Situation vor. ;)

@Denis:

Zu 1: (Zitiere ich mal nicht^^)

Eben. Gerade weil es so ist, ist der Klassenverband an sich schon eine hirnrissige Konstruktion. Zufällig werden 25-35 Schüler zusammengewürfelt-jeder bedarf einer individuellen Förderung, aber alle zusammen werden kategorisch gleich unterrichtet. Das kann nicht funktionieren.
Natürlich sind Privatlehrer für jeden einzelnen Schüler auch keine sinnvolle Alternative, das ist klar. Dennoch kann man sicherlich an einigen Punkten massiv was verändern. Wenn ein Schüler im Unterricht nicht aufpasst und dafür zu Hause besser lernt, als das im Unterricht der Fall gewesen wäre, sollte er nicht noch dafür bestraft werden.

zu 2:

Ich würde die Leute, die dann später Medizin oder so studieren, als Mitte bezeichnen. :D
Noten haben relativ wenig mit Begabung zu tun. Ich bin der Ansicht, dass jeder Mensch von Natur aus ein recht ähnliches Maß an Fähigkeiten hat und dieses sich nur unterschiedlich verteilen. Dazu kommt dann natürlich noch eine gute bzw. schlechte Förderung.
In der Schule sieben wir die Leute nach einem enorm geringem Spektrum an Fähigkeiten aus. Egal, wie begabt mancher als Arzt gewesen wäre-wenn er den Satz des Phytagoras nicht begreift, wird er nie die Chance bekommen, Medizin zu studieren.
Nach "Mitte" und den Randgruppen unterscheide ich nicht anhand des Notenschnitts, sondern Anhand der Begabungsverteilung. Wer halt zufällig die in der Schule geforderten Eigenschaften hat, kommt weiter. Der Rest erfährt keine angemessene Förderung und kann sich so meist nicht richtig entwickeln.

Die allgemeine Hochschulreife ist an sich aber auch eine Fehlkonstruktion. Im 19 (!) Jahrhundert, als das System eingeführt wurde, hat es noch gepasst: Drei Menschen braucht die Maschine: Einen, der sie erfindet und konstruiert, einen der sie repariert, und einen, der sie bedient.
Wir befinden uns aber in der "Postindustriellen Dienstleistungsgesellsch aft", wie es so schön heißt. Dass ein über 100 Jahre altes System nicht noch für unsere Gesellschaft auch nur ansatzweise taugt, ist wohl offenkundig.
Seit der industriellen Revolution haben wir uns enorm spezialisiert. Das bedeutet auch, dass heute für Berufe auf den speziell geforderten Gebieten mehr Qualifikationen vonnöten sind. Auch der Demographische Wandel hin zur Überalterung spielt eine Rolle: Früher hat es noch funktioniert, nur ein Drittel seines Lebens aktiv zu arbeiten. Das kann heute nicht mehr funktionieren und wird auch in einer Bevölkerungstechnisch ausgeglichenen Gesellschaft nicht funktionieren. Dann müsste ja jeder Arbeitende drei Menschen durchs Leben schleppen: Sich selbst, einen Rentner und einen Lernenden. Auch hier ist wohl klar, dass das nicht auf Dauer gut gehen kann.
Also müssen wir entweder Lernzeit oder Rentenzeit verkürzen. Und hier lässt sich die Lernzeit mit deutlich geringeren Reibungswiderständen verkürzen-indem ganz einfach der unnötige Ballast herausgeworfen wird. Wenn ich nur das gelernt hätte, was ich wirklich brauchen werde, wäre ich jetzt wohl schon mit der Schule fertig.

Natürlich kann man aber auch noch nicht abschätzen, was von dem Gelernten man später brauchen wird, und man kann auch von keinem Erstklässler verlangen, dass er sich entscheidet, ob er mal später Arzt oder Programmierer werden will-aber das ist auch gar nicht nötig, wenn die Idee zu Ende gedacht wird.
Das ganze System mit den Klassen gehört abgeschafft. Warum soll es nicht möglich sein, Mathe auf dem Niveau der Klasse 9, aber Deutsch auf dem Niveau der Klasse 10 zu haben? Warum soll ein Fünftklässler nicht in der Lage sein, einfach die Fächer zu belegen, die ihm Spaß machen?
Und wenn er sich dann mal mit 16 oder so für einen Beruf entscheidet und feststellt, dass er dafür andere Dinge hätte lernen sollen-tja, dann belegt er ganz einfach die unteren Kurse der anderen Fächer nochmal und hohlt den Stoff auf. Ein weiteres Problem unseres Schulsystems ist, dass Fehler nicht verziehen werden-wenn du dich einmal für den sprachlichen Zweig entschieden hast, kannst du deine Wahl nicht auf den Natwurwissenschaftlichen umändern.

zu 3.:

--- Zitat ---Wisser, wenn du meinst in deinem Alter und ich schätze dich so um die 18+ ein, in einer Traumwelt verharren zu können, dann denke ich weiß ich wo meine nächsten Bezüge für die Arbeitslosenversicherung hin fließen werden.
Du denkst doch nicht ernsthaft, wenn du nur deine Ausbildungs- und Schulungszeit nicht ernst nimmst, mit deiner jetzigen Einstellung so weiter machst und dann irgendwann mal 5 Jahre hart arbeitest, dass du dannach ne fette Pension bekommst?
--- Ende Zitat ---
Nein, ich glaube, das denkt er nicht ernsthaft. :P
Klang für mich zumindest ziemlich sarkastisch.
Ehrlich gesagt halte ich seine Lebenseinstellung für die deutlich bessere als die deine-du findest dich mit den Problem ab, er versucht, sie zu lösen bzw. die Ausnahmesituationen zu finden, in denen sie nicht auftreten.
Ich habe auch keine 50 Jahre Berufserfahrung, aber ich glaube, dass allein schon der Menschenverstand einem sagt, dass letztere Gruppe eher erfolgreich sein kann als jemand, der sich mit allem abfindet.
Um den Bogen zurück zu 1 und 2 zu schlagen: Ich glaube, dass sich viel zu viele Leute mit ihrem Los zufrieden geben. Hätte Goethe auf die Umstände seiner Zeit und auf seine Eltern gehört, wäre er ein belangloser Anwalt geworden, den heute niemand kennen würde. Er hat sich für das auf den ersten Blick irrationale entschieden und ist so erst wirklich erfolgreich geworden.
Natürlich steckt nicht in jedem von uns ein Goethe, Schiller oder Shakespeare-dennoch ist es im Leben das unsinnigste, was man machen kann, seinen Träumen und Fähigkeiten nicht zu folgen, weil es ja schiefgehen könnte. :D

Radagast der Musikalische:
"Los Leute! Wir beschmeißen Wisser mit Steinen! Er denkt anders als wir!"
Jetzt mal ehrlich. Ihr macht hier echt viel zu viel Aufstand.
1. Wisser hat keinen Bock und pennt im Unterricht weg - seine Sache
2. Wisser bringt 100% der gewünschten Leistung auf seine Art - seine Sache
3. Wisser lebt in einer Traumwelt - seine Sache
Wieso versucht ihr seitenlang jetzt darüber zu diskutieren? Das bringt es nicht. Wisser ist alt genug und wird wissen was er tut. Er ist der Ansicht, dass er besser arbeiten kann, wenn man ihm Freiheit lässt und nicht ständig unter Druck setzt. Wenn das Endergebnis trotzdem stimmt...
Ihr seit anderer Ansicht und auch ich denke nicht genauso, aber wenn Wisser seinen Weg so gehen will soll er das tun. Wenn er auf die Nase fliegt und merkt, dass es so doch nicht geht, ist das schade, aber dann steht man auf renkt sich die Nase ein und versucht einen anderen Weg.

MfG Radagast

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