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Autor Thema: Das Schlachtfeld  (Gelesen 23048 mal)

Lord of Mordor

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Das Schlachtfeld
« am: 10. Jun 2008, 20:20 »
Aus der Sicht des Hexenkönigs

Tausende von Orks strömten auf den Goldenen Wald zu, in ihrer Mitte blutrünstige Trolle und am Himmel über ihnen die geflügelten Schatten der Nazgûl. Dunkle Wolken hatten sich über Lothlórien zusammengebraut, doch wie ein Leuchtturm im Sturm strahlte der helle Glanz des Waldlandreiches weiterhin durch die Dunkelheit. Es war ein schwaches Licht, ein Licht, das heute für immer verlöschen könnte...

Auf einer Anhöhe, von der aus er sein Heer und die Stellung des Feindes im Blick hatte, zügelte der Hexenkönig sein Ross und glitt hinab. Der Feind hatte sich noch nicht gezeigt, doch er wusste, dass sich mehr als nur ein paar letzte Verteidiger in den magischen Wäldern verbargen. Er konnte fühlen, dass die Kräfte des Lichts sich mit aller Macht gegen die herannahende Dunkelheit stemmten. Doch er konnte auch fühlen, dass ihr Kampf letztendlich vergebens sein würde. Die Macht, die er seit dem Sieg am schwarzen Tor innehatte, war mit keiner Kraft zu vergleichen, die diese Narren aufbringen konnten.

Ohne einen Befehl zu benötigen brachte sich die Armee in Stellung, bereit, beim leisesten Brechen des Banns in die Stadt einzufallen. Der Morgulfürst sammelte innerlich seine Magie und schlug ein erstes Mal zu. Sein Zauber, obwohl unsichtbar, schoss mit tödlicher Macht gegen das Waldlandreich und wurde nur knapp aufgehalten. Sofort begann der Schutzzauber, sich zu regenerieren. Doch der Fürst kannte jetzt die Stärke seines Feindes. Sie war größer als erwartet, doch nicht groß genug. Erneut sammelte er seine Kraft.

Der Kampf um Lórien hatte begonnen.
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 10:39 von Fine »
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Lord of Mordor

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Das Schlachtfeld
« Antwort #1 am: 10. Jun 2008, 20:22 »
Wer eigene Schlachtthreads braucht, um mehr Übersicht zu haben, ist frei, welche aufzumachen.


Hörner schallten durch den Wald und riefen jeden kampffähigen Mann zu den Waffen.

"Elben zu mir", hörte man Haldir rufen. "Sie sind hier! Es hat begonnen!" 

Hektische Bewegung kam in die Verteidiger, und erst nach einiger Zeit hatte sich aus den wild durcheinander rennenden Verteidigern eine klare Formation gebildet.

"Vorwärts!", rief der Grenzwächter. "Zieht in die Schlacht! Kämpft für alles, was euch teuer ist! Vorwärts!"
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Rabi

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Re: Der Ausfall
« Antwort #2 am: 10. Jun 2008, 20:59 »
Thanderin, Wogrin, Aglareb, Weldalas und Liutasil von Celeborns Rede


Als die tausenden von Orks auf den Wald los rannten verspürte Wogrin das erste mal in seinem Leben eine Art von Furcht, aber auch gemischt mit Wut und einer riesigen Portion Lust Orks zu töten. Er stand in mitten von stark gepanzerten Elben, deren goldene Rüstungen im Licht das allmählich verlosch leuchteten. Wogrin hielt seine Keule mit einer Hand am Griff, mit der anderen Hand hielt er die Keule an dem Punkt, mit dem er die Orks immer traf. Haldír, der nicht weit von ihm entfernt an der Front stand versuchte den Elben, die in deutlicher Unterzahl waren Mut zu machen, Wogrin wusste nicht ob die Elben wirklich so ein Volk waren, dass sich leicht davon überzeugen lässt auch gegen eine riesige Übermacht zu gewinnen oder ob sie einfach nur dumm waren zu glauben sie könnten diese Schlacht jemals gewinnen. Für Wogrin selbst war klar, er war hier um zu kämpfen, um seine Kampflust zu stillen und endlich die dreckigen Schädel der Orks zu zerschmettern, auch wenn das bedeuten würde, dass er in dieser Schlacht sterbe.
Als die Orks nur noch wenige Meter vor der Front der Elben waren, schrie Haldír irgendwelche elbischen Worte und plötzlich hielten alle Elben ihre goldenen, für Wogrin merkwürdig aussehende, Schilde vor ihren Körper um den gewaltigen Ansturm der Orks abzufangen. Hinter den Elben, die mit Schwert und Schild bewaffnet waren, standen die Bogenschützen die nur noch auf den Befehl zum Abschuss warteten, denn der Pfeil war schon in den Bogen eingespannt. Immer wieder wiederholte Haldír ein elbisches Wort, der alte Zwerg konnte sich schon fast denken was es heißen sollte. Und dann, als die Orks vielleicht noch 15 Meter von ihnen entfernt waren, schrie Haldír ebenfalls wieder ein elbisches Wort und plötzlich hörte Wogrin die Pfeile über sich vorbeizischen und die Orks ihm gegenüber umfallen.
Der Zwerg blickte mit einem leichten Grinsen zu seinem Freund Thanderin hinüber, der direkt rechts neben ihm stand, Thanderin verstand was Wogrin ihm sagen wollte, soetwas wie: „Alter Freund, viele Jahre haben wir Seite an Seite gekämpft, doch jetzt, in dieser letzten und großen Schlacht, werden wir sterben, aber wir haben einen ehrenvollen Tod und wir starben für Mittelerde.“, mit einem nicken bestätigte Thanderin Wogrins Grinsen und ehe sie sich versahen prallten schon die Orks gegen die Schilde der Elben. Beide Zwerge nickten noch einmal zu gleich und liefen dann plötzlich durch die Menge der Elben und sprangen zwischen zwei Schilden der Front mitten in die Scharen der Orks.
« Letzte Änderung: 11. Mär 2016, 13:55 von Fine »
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Fuxurios

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Re: Der Ausfall
« Antwort #3 am: 11. Jun 2008, 00:05 »
Ich war nie in auf den Pelennor ich war nie bei der Schlacht um Cirith Gorgor. Und nun steh ich hier und stelle mich den Feind wo er nun am stärksten ist. Tausende Orks, Trolle und... nein... oh warum nur... SPINNEN!... Verdammt. Ich hasse sie, diese verdammten achtbeinigen Kreaturen. Warum müssen es immer Spinnen sein.

Aglareb würde sich am liebsten in die hinteren Reihen verziehen, doch die Soldaten standen alle zu eng geschlossen, um sich nach hinten zu bewegen. Dann sah er die beiden Zwerge etwas weiter links in der Reihe stehen wie sie ganz die Ruhe selbst zeigten aber dennoch aufgeregt und kampflustig wie ein Warg, der vor der Fütterung die Zähne fletscht. Aglareb konnte sich hier und jetzt nicht vor seinen Todfeinden scheuen. Er gab den Zwergen sein Wort.

...Was bist du nur für ein Angsthase, das bringt dir hier jetzt auch nichts mehr. Angst hat noch keinen Menschen geholfen....


Aglareb nahm aus seiner Gürteltasche eine kleine Flasche aus Metall heraus, eingeschnürt in einem Ledersäckchen. Es war ein Flachmann mit Hochprozentigem darin. Er setzte an. Während er trank verfiel er in einer Art Trance er hörte elbische Wörter, die er aber nicht verstand. Schreie die leicht verblassten und immer näherkommende Massen von Orks. Er fühlte sogar, dass der Boden ein wenig bebte und diese Basstöne noch kräftig von den großen Trommeln der Feinde mit Grauen unterstützt wurden... Dann setzte er die Flasche ab alles wurde laut und Wirklichkeit. Aglareb schüttelte sich am ganzen Körper wegen des bitteren Geschmacks im Mund, spuckte auf den Boden und rückte seine Augenklappe zurecht. Dann ließ er seine Lanze auf den Boden fallen. Sie wäre in diesem Nahkampf Gefecht viel zu unbeweglich. Und außerdem hielte die erste Reihe, die aus Elben mit mannesgroßen Schilden bestand, genug Speere hoch und schirmte somit vorerst einiges ab. Er nahm statt dessen seine Axt. Sie war einhändig und so konnte er den einfachen Holzschild mitnehmen, den er noch von einem Elben mitbekam, der noch einige Waffen vor dem Treffpunkt verteilte.

Die ersten Orks wurden gleich mal von einem Pfeilhagel nieder gesägt, doch die Reihen schienen unendlich zu sein. Die nächsten Orks kamen. 15 Meter. 10 Meter. Aglareb nickte noch kurz seinen Kopf nach links und rechts und ließ dabei die Knochen seines Genicks knacksen. 6 Meter. 4 Meter. Aglareb sprach in leisem Ton. „Zeit zu sterben“

Ein Rauschen und das blechige Geräusch zerschellender Schilder übermannte alles Hörbare im großen Umkreis. Das bekannte Schlachtengeräusch. Aglareb wurde nach hinten gedrückt und schon kamen die ersten Orks durch die Schildbarrikade. Das Gemetzel hat begonnen.
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Thanderin

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Re: Der Ausfall
« Antwort #4 am: 11. Jun 2008, 14:23 »
Als die Orks heran nahten war alles was Thanderin hörte eine Art rauschen sein Sichtfeld war verschwommen.
Meine Zeit kommt und wenn dies tatsächlich der Zeitpunkt meines Todes werden sollte. So will ich zumindest alle spüren lassen, dass hier jemand kämpfte der Mut und Hoffnung im Herzen trug.
Thanderin schüttelte sich sein Sichtfeld manifestierte sich wieder und die Geräusche in seiner Umgebung wurden wieder klar. Er sah Wogrin an, der ihm zunickte Thanderin erwiderte die Bewegung, die viele unausgesprochene Worte ersetzte.
Nun zog Thanderin seine Axt, die schon so viele Zeitalter Orks getötet hatte, dass Thanderin fast meinte ein Schimmern der Vorfreude auf ihr glänzen zu sehen.
Es war soweit die Orks hatten die Reihen der Elben erreicht. Klirren von Metall auf Metall, ohrenbetäubender Lärm überall.
Thanderin fasste ein letztes Mal seinen Mut und sprang zusammen mit Wogrin in die Reihen der Orks. Rücken an Rücken töteten sie einen Ork nach dem anderem.
Thanderins grüner Mantel flatterte bei jedem Schlag durch die Luft und von weitem sah es aus als würde ihn ein grüner Schimmer umgeben.
« Letzte Änderung: 21. Jun 2008, 12:14 von Thanderin »

Vexor

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Re: Der Ausfall
« Antwort #5 am: 11. Jun 2008, 19:46 »
Gwilwileth, Nîdanadh und Maedhros von Celeborns Rede


Der dumpfe Ton des Orkhorns durchdrang die Walder Lothlóriens, wie ein heftiger Windstoß. Es war gewaltig und nahm einigen die Furcht, denn auch wenn es ein simpler Ton war, so symbolisierte es die Grausamkeit der Orks, die in die Wälder einfallen würden und jegliches Leben, ob Mensch, Tier oder Pflanze vernichten würden.
So beginnt es also...Wie sie alle aufspringen und sich zum Kampf bereit machen... Wie Ameisen bei der Verteidigung ihres Baus.
Gwilwileth stand auf dem leichten Hügel, wo sich die Waldläufer und Nîdanadh aufgehalten hatten. Es kam ihr so vor als würde sie still dastehen und die übrige Welt in raschen Zügen an ihr vorbei ziehen. Es lag daran, dass sie mit Galadriel über ihre Nachtigall sprach. Galadriel flüsterte ihr letzte Aufmunterungen zu und auf eine Verbindung, die Gwilwileth nicht verstand, konnte Galadriel ihre Gedanken lesen und antwortete ihr darauf.
Jedoch wurde die Verbindung plötzlich unterbrochen und es schien Gwilwileth als sei eine Unsichtbare Kraft an die Grenzen des Waldes geprallt und hätte den ganzen Boden erschüttert.
Sie war wieder hellwach. Sie fuhr sich durchs feuerrote Haar und versuchte sich zu orientieren.
Schwert...Dolche...Bogen....alles ist an seinen Platz!
Das Schwert, welches sie in Imladris geschmiedet hatte steckte sie in die Scheide. Sie spannte ihren Langbogen. Er war ein Geschenk König Thranduils gewesen für die Hilfe gegen Orks aus Dol Guldur und denen des Nebelgebirges. Die Pfeile, wiederum, hatte sie von Galadriel erst vor wenigen Stunden bekommen. Die selben Pfeile benutzen ihre Galadhrim. Sie waren leicht, wie eine Feder, hart, wie Metall, und glänzten, wie das Sternenzelt selbst.
Gwilwileth wurde jeh aus ihren Gedanken gerissen, als Nîdanadh sie auffordernd ansah und sie fragte, ob sie aufbruch bereit sei.
Sie bejahte mit einem Nicken und an seiner Seite ging sie rasch zu den übrigen Waldläufern.
Er ist leicht gekleidet..Ein bräunlicher Umhang, ein Schwert und ein Kettenhemd unter dem zerfetzten Hemd...Ganz, wie die Tracht der Waldläufer nunmal ist.
Maedhros sah ihnen freundlich, aber dennoch bedrückt, entgegen; Als sie bei ihm waren fragte er mit kecken Ausdruck im Gesicht, " Ach Nîdanadh, mein Freund, begleitet uns die junge elben Dame etwa? Welch freudiger Zuwachs für unsere Gruppe".
Nîdanadh ging nicht darauf ein und lächelnd antwortete Gwilwileth, " Nunja ich selbst stamme aus Imladris und viele Leute hier kenne ich nur flüchtig und es ist mein Wunsch, an Nîdanadhs und eurer Seite zu kämpfen".
Mit weisen Ausdruck in den Augen musterte Maedhros Gwilwileth und musste lachen. Er erwiederte fast im Plauderton, " Ihr müsst Wissen nicht viele Leute ersehnen Nîdanadhs Gesellschaft; Die meisten meiden sie sogar, aber es ist mir eine Ehre mit einer so edlen elben Dame zu kämpfen und -".
Ein zweites Horn ertönte und Maedhros brach plötzlich ab. Danach sagte er hastig, " Ich glaube wir müssen das Gespräch ein anderes Mal weiterführen." Mit diesen Worten rief er den übrigen Waldläufern ein paar Sätze zu und gemeinsam stürmten sie los.
Nîdanadh zog sein Schwert und Gwilwileth legte den ersten Pfeil an die Sehne.
Sie kamen zu den Kampfschauplatz und sahen die überwältigende Masse der Orks die dort kämpfte. Jedoch waren unter den Schergen des Hexenkönigs auch Spinnen und Trolle des Nordens, die den Verteidigern schwer zu schaffen machte.
Gwilwileth spannte an und mit einem Schuss direkt ins Auge eines Ork ging dieser zu Boden.
Auf diese Weise tötet sie mehr als ein dutzend Orks. Sie hatte nur noch wenige Pfeile übrig und entschied sich diese für Trolle, Spinnen, wenn nicht die geflügelten Bestien der Nazgûl aufzuheben.
Kaum dachte sie an diese hörte sie ein grausames Geschrei; Weiter hinten, nicht in Reichweite der Pfeile, flogen zwei geflügelte Bestien und animierten mit ihrem Gebrüll, einerseits ihre Truppen, und andererseits Entmutigten sie die Verteidiger.
Gwilwileth entspannte den Bogen wieder und steckte ihn in die Halterung an ihrem Rücken. Sie griff nun zu ihren zwei Kurzschwerten. Die elbischen Ruhnen leuchteten und Gwilwileth rannte mit einen Kampfschrei zu Nîdanadh und erschlug dabei zwei Orks.
Um Nîdanadh herum hatte sich schon ein größerer Haufen erschlagener Orks gebildet, als Gwilwileth spürte, wie der Boden wieder erzitterte.
War es wieder eine Art Kraftwelle? Ich glaube der Hexenkönig benützt seine Schwarze Magie um den Schutzschild aufzubrechen...Deshalb waren auch Mithrandir da und der andere ist glaube ich Radagast, der Braune....Zusammen erhalten sie den Schild Lothlóriens aufrecht.


Gwilwileth, Nîdanadh und Maedhros zum Aussichtspunkt der Waldläufer
« Letzte Änderung: 12. Feb 2016, 14:55 von Fine »


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The Chaosnight

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Re: Der Ausfall
« Antwort #6 am: 11. Jun 2008, 19:55 »
Aiwyn und Drellir von Celeborns Rede


Als die Hörner der Elben erschallten und die meisten Reihen der Verteidiger sich formierten, kam ein kurzes, trauriges Lächeln über ihr Gesicht. Vor keinen drei Wochen hätte sie sich noch freudig in die Massen geschmissen und dem Tod voller Stolz in die Augen geschaut, in Gewissheit, dass sie ihren Teil zur Niederlage Saurons mehr als genug erfüllt hätte, doch jetzt war ihr gerade gar nicht nach Kämpfen, schon gar nicht in dieser Größenordnung.

Noch als man nur das wilde Gekeife der Orks und die Trommeln der Trolle hörten, zogen zahlreiche Bilder durch ihren Kopf, in denen die Orks unter der Fürung eines gesichtlosen Feldherren nach und nach die Personen, die ihr etwas bedeuteten, folterten und töteten. Je schrecklicher und brutaler diese Bilder wurden, desto mehr steigerte sich der Zorn und der Kampfeswille in ihr.
Egal was passiert, so etwas wird nie passieren, solange ich noch stehen kann!
Mit einer schnellen Bewegung zog sie ihr Schwert und drängte sich durch die unordentliche Bauernreihen vor ihr, um dem Feind als erstes gegenüber zu stehen und um so viele Gegner, die ihre Bilder verwirklichen könnten, wie möglich in kürzester Zeit besiegen zu können.

Kommt nur ihr Scheusale...
Kurze Zeit darauf sah sie das Heer ihres Feindes. So weit sie sah, bestand es nur aus kleinwüchsigen Orks und vielleicht alle 100 Fuß ein Troll.
Doch schon bald erkannte sie, wie sehr sie sich geirrt hatte: Die Gegner stürmten auf ihre Verteidigungslinie zu und keine 5 Fuß vor ihr sprangen die kleinen Orks ab und warfen die ersten zwei Reihen in ihrer Nähe zu Boden. Während sie selbst mit einem schnellen Seitwärtsschritt und einem gezielten Schwerthieb den Ork, der auf sie sprang, besiegen konnte, sah sie den wahren Plan des Feindes.
Während die meisten Kämpfer in ihrer Nähe zu Boden gerissen waren und entweder wehrlos unter den mit Messern und Skimitaren bewaffneten Orks lagen oder sich irgendwie mit Händen und Füßen gegen die wenigen, die ohne Waffen gesprungen waren und ihre Gegner mit gezielten Halsbissen töten wollten behaupteten, rückte hinter ihnen schon eine große Front beinahe mannshoher Orks, die dicke Hämmer schwangen heran, die die wenigen Lücken, die die Verteidiger aufbrechen konnten, erbarmungslos schlossen.

Jedoch merkte sie schon schnell, dass die Gegner nur dazu gedacht waren, die Ablenkung  und die Erfolge des 'Kanonenfutters' auszunutzen, denn im offenen Kampf waren sie gegen sie machtlos, da sie ihre schweren Waffen viel zu langsam schwangen, gegen die Bauern, aus denen die Linien neben ihr größtenteils bestanden, reichte dies jedoch aus, da diese zum Großteil keinerlei Kampferfahrung hatten.
Nachdem sie drei der größeren Orks erschlagen hatte, hatte sie kurzerzeits freies Sichtfeld auf den Stützpunkt des Feindes.
Die Gegner waren zahlenmäßig eindeutig überlegen und zumindest in der Mitte der Verteidigungslinie schien der Strom der Angreifer unendlich zu sein, denn der gesamte Weg von der Verteidigungs- bis zur Angriffslinie war von den Orks belegt, lediglich an beiden Flanken, so schien es, war eine breite Lücke zwischen den Linien.
Direkt vor ihr waren noch ein paar Linien der großen Orks, dahinter waren erst viele Meter weiter hinten weitere Kämpfer, unter denen auch Trolle waren.

Während sie sich weiter auf die Orks vor sie stürzte, begriff sie, was diese Formation bezweckte, denn ähnliche waren auch im Osten sehr verbreitet: Während eine kleine Front unwichtiger Kämpfer, die größtenteils den Pfeilhagel auf sich ziehen auf die Verteidiger rennt und dabei stark dezimiert wird, kommen aus den Seiten der Hauptarmee, die geschlossen auf das Zentrum der Verteidiger zumarschiert, die 'Brechstangen-Kämpfer', in den Hintergrund, die dem Kanonenfutter folgen. Die Opfer springen dabei aus geringer Distanz auf den Gegner und werfen ihn so zu Boden, was die Verteidigungslinie erheblich schwächt und den starken Kämpfern Raum gibt, die hinteren Linien anzugreifen. Sobald diese Front größtenteils unter Kontrolle ist, marschiert die gesamte Mittelfront der Hauptarmee auf die Verteidiger, die die aufgewühlte Linie dann endgültig besiegen. Da sie versprengt kämpfen und das Zentrum unter einem schier unendlichen Strom zu kämpfen hat, sind alle Kämpfer auf sich allein gestellt, was die Elite der Angreifer dann perfekt ausnutzen kann.
Sobald ein Flügel gefallen ist, können die Angreifer dann problemlos der Verteidigungslinie in den Rücken fallen oder in deren Landen einmarschieren.

Sie wusste sofort, was zu tun war:
"Rechter Flügel! Linienformation", brüllte sie den Bauern hinter ihr, die gerade einen der letzten Orks aus dieser Angriffswelle bezwungen hatten und im Angesicht der großen Leere zwischen sich und den Angreifern schon teilweise wieder in Unordnung verfallen waren und sich eine Pause gönnten, zu.
« Letzte Änderung: 16. Feb 2016, 10:49 von Fine »
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Re: Der Ausfall
« Antwort #7 am: 12. Jun 2008, 15:48 »
Von einem kleinen Hügel im Wald aus beobachtete Drellir das Geschehen der Schlacht, er war nicht weit von der rechten Flanke entfernt. Er war sich nach wie vor nicht sicher ob er das wirklich tun sollte.

Als die Formation in der rechten Flanke allmählich zerfiel und der nächste Ansturm langsam vorrückte, hatte er seine Entscheidung getroffen.
Wenn dort niemand etwas unternimmt, sind wir alle dem Untergang geweit.

Drellir begann los zu sprinten und sprang über Sträucher, Baumstümpfe und andere Hindernisse, als ob er nie etwas anderes getan hätte.
Es war zwar schon Jahre her, aber soviel hatte er doch nicht vergessen seit seiner Zeit als Hauptmann bei den Banditen. Die Formationen und Strategien der Miliz hatte er sich abgeguckt und verbessert, nur so konnten sie sich all die Jahre behaupten, bevor sie sich dann selbst vernichteten.
Nachdem sich die Bäume lichteten, betrat er endlich das Schlachtfeld. Im Laufen zog er sein Schwert und stürmte auf den rechten Flügel. Die Bauern blickten ihn völlig verwundert an, manche merkten es noch nicht einmal weil sie so gelähmt vom Anblick der nahenden Orks waren.

"Linie bilden, Linie bilden...Schilde nach vorn, Langwaffen dahinter!", schrie Drellir zu dem Haufen vor ihm, die mehr über diese schwarze Gestalt verwundert waren als auf seine Worte zu hören.
"Habt ihr nicht gehört?! Ich sagte Linie bilden!", mit diesen Worten nahm er sein Schwert und hämmerte beim Vorbeigehen auf jedes Schild seiner eigenen Leute mit dem Schwertknauf ein. Es waren keine Krieger und durch sein Gebrüll und das Einschlagen auf die Schilder hatte er deutlich Respekt erzeugt und die Bauern begannen ein Schildwall zu bilden, so dass er auch etwas aushalten konnte. Die Speere guckten zwischen den Beinen hevor oder ragten über die Schultern der ersten Reihe.
Drellir stand noch vor dem Schildwall und die Orks waren nur noch wenige Meter von ihm entfernt, mit Kampfgebrüll marschierten sie langsam auf die entmutigten Bauern zu und schlugen mit ihren Waffen auf ihre Schilde und wurden dabei immer schneller um so näher sie kamen, vermutlich um sich selbst noch anzuheizen.
Das Schwert und Kampfmesser konnten Drellir in einem Linienkampf nicht wirklich helfen und er griff sich eine zwei Meter lange Axt eines gefallenen Bauern und drückte sich durch den Schildwall in die zweite Reihe, wo die anderen Langwaffen standen.
Erst jetzt bemerkte er, dass er die ganze Zeit von einer seltsam gekleideten Kriegerin angestarrt wurde. Sie war zu weit weg um ihre Blicke zu deuten, doch was sie dachte war ihm egal. Die Linie musste halten, nur das zählte für ihn.
Die Orks waren nun kaum mehr zwei Meter entfernt, sie fletchten ihre Zähne, schrien entsetzliche Laute aus bevor sie in einer Keilformation durch die Bauern stürmen wollten. Doch die Bauern hielten einige Sekunden stand, nun kamen die Speere und Lanzen zum Einsatz, sie durchbohrten die Hälse der Orks oder zertrümmerten ihre Schienbeine. Drellir hielt seine Axt senkrecht nach oben und fasste sie am Ende, mit einem Schwung lies er sie nach vorne fallen und traf einem Ork genau auf den Kopf. Die Schneide durchdrang den Helm und durch die Wucht des Aufpralls wurde der Ork förmlich zu Boden gedrückt. Danach hob er die Axt erneut und stach zwischen die Köpfe seiner beiden Vordermänner einem Orks mit dem Axtkopf genau in das Gesicht. Der Bart der Axt riss dem Ork die halbe Wange ab, blutend und schreiend wollte der Ork nach hinten weichen, aber seine Brüder drückten so stark von hinten, dass er zu Boden viel und somit zur Stolperfalle wurde. In dem ganzen Gerangel driffteten die ersten beiden Reihen nun doch auseinander und die Orks drückten sich wie ein Keil hinein.

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Re: Der Ausfall
« Antwort #8 am: 12. Jun 2008, 21:50 »
Aiwyn schaute verwundert auf den Kämpfer, der durch die Reihen gerannt kam und die Soldaten irgendwie wieder in Formation brachte. Doch viel Zeit über ihn nachzudenken blieb ihr nicht, denn die Orkarmee handelte wie erwartet und stürmte auf die Verteidiger zu.
Den ersten Ork, einer der kleineren, schnellen Sorte, sprang mit einem kurzen Dolch in der Hand auf sie zu, doch sie hatte schon damit gerechnet und ihren Gegner noch in der Luft enthauptet.
Mit einer schnellen Bewegung griff sie sich die Waffe ihres gefallenen Feindes und erstach damit einen der größeren Orks, nachdem sie seinen Schlag pariert hatte. Doch durch die grobe Form des Dolches hatte er sich in der Rüstung ihres Feindes verfangen und ließ sich nicht mehr einfach rausziehen. Leichtfüßig sprang sie vom Boden ab und trat dem Gegner kraftvoll gegen den Kopf, was die Klinge aus seiner Brust riss und ihn rücklings gegen seine Verbündeten warf. 
Diese Aktion hatte ihr genug Zeit verschafft, wieder einen Blick auf die Ströme der Gegner zu werfen. Das Gesamtbild hatte sich genau so verändert, wie sie es sich gedacht hatte, was bei der jetzigen Stellung der Verteidiger ein großer Vorteil war. Sie riskierte einen weiteren kurzen Blick auf die Verteidiger.
Aus dem unkontrollierten, unordentlichen Haufen war tatsächlich eine brauchbare Stellung geworden, die den Orkangreifern mächtig zusetzte. Garwaír stand mit seinem Speer in der Reihe und stach den Orks in ihre Knie, um sie sowohl Fluchtunfähig, wie auch zur Stolperfalle zu machen und so den Vormarsch hinauszuzögern. Bogan hatte währenddessen ein paar Schritte vor der eigentlichen Verteidigungsinie schon einen großen Haufen Orkleichen verursacht, der sich um ihn stapelte.

Doch der nahezu unendlichen Zahl der Orks konnte auch die formierte Verteidigung nicht lange erfolgreich trotzen: Der Schildwall wurde immer weiter zurückgedrängt, die Speere waren teilweise schon stumpf oder sogar abgebrochen und auf jeden gefallenen Ork rückte ein neuer ein.
Doch während der Wall immer weiter in den Wald gedrängt wurde, musste Bogan immer weiter nach vorne treten, um nicht völlig das Gleichgewicht zu verlieren. Aiwyn sah, dass er sich so nicht mehr lange halten könnte und ohne zu zögern rannte sie den schnellsten Weg zu ihm - geradewegs durch die Masse. Auf dem Weg wurde sie von einem übereifrigen Speer der Verteidiger am Bein getroffen und erlitt kleinere Schnitte an der Seite und am Arm, den Rest konnte sie durch schnelle Drehungen und Ducken verhindern.
Doch diese Schnitte und Stiche, die sie erlitt, kümmerten sie nicht viel, denn sie waren nicht tief und zu besessen war sie darauf, Bogan rechtzeitig zu erreichen, als sich durch solche Kleinigkeiten seinen Tod zu riskieren.
Mit Müh und Not schaffte sie es noch, ihn rechtzeitig zu erreichen, denn ein Schlag eines Orkes hatte ihm die Waffe aus der Hand geschlagen und holte nun zum finalen Schlag aus.
Mit ganzer Kraft warf sie den orkischen Dolch und schaffte es igendwie, den Gegner an der Schulter zu treffen, was ihn zwar keinen merkbaren Schaden zufügte, ihn jedoch so aus dem Konzept brachte, dass Bogan ihn mit einem gezielten Faustschlag mit seinem Plattenhandschuh außer Gefecht setzen konnte. Schnell griff er sich die Waffe eines gefallenen gegners und setzte weiter nach, doch die Orks hatten ihn nun beinahe vollkommen umstellt, doch Aiwyn war nur noch wenige Schritte von ihm entfernt, sodass sie die Orks mit ihren eigenen Mitteln schlagen konnte: Mit einem gewaltigen Sprung warf sie sich auf die Orkgruppen um ihn. Diese Taktik schien aufzugehen, denn nun hatte Bogan wieder nur vor siuch seine Gegner, doch beide waren nun weit von der Verteidigungslinie abgetrennt und nun zu zweit eingekreist von den Orkgruppen. 
Schnell richtete sie sich auf und zischte Bogan zu: "Rücken an Rücken stellen!"
Auch dies zeigte seine Wirkung, denn die Orks waren zwar zweifellos keine schlechten Kämpfer, doch im Zweikampf waren sie beiden unterlegen und durch diese Position blieb ihnen fast keine andere Wahl, als auf Zweikampf zu gehen.

Bogan hatte derweil noch ein zweites Schwert aufgenommen, während Aiwyn sich erneut einen Dolch gegriffen hatte. Erneut schafften sie es, die angreifenden Orks abzuwehren, doch in ihrer Lage und den Gegnermassen war es nur eine Frage der Zeit, bis sie überrannt würden, jedoch schafften sie es zumindest langsam, sich wieder der Verteidigungslinie zu nähern.
"Bogan...", setzte sie stockend an, denn schon seit Ewigkeiten wollte sie so mit ihm sprechen, doch immer hatte sie es verschoben, da sie dachte, dass dafür noch geug Zeit bleiben würde, doch nun, wo sich ihr Leben bedrohlich dem Ende näherte, war ihr klar, dass diese Zeit nicht mehr lange bleiben würde, "...Ich bin froh jemanden wie dich zu kennen, du hast mir in den letzten Jahren so viel geholfen und mein Leben nach all den Rückschlägen, die ich hatte, wieder aufgehellt. Ich hätte gerne mehr Zeit mit dir verbracht, doch all die Zeit hatte mir der Mut gefehlt, es offen anzusprechen, nun ist es wohl zu spät..."
Nachdem sie ausgesprochen hatte, bemerkte sie fast nichts mehr, die Schreie und das Gebrüll des Schlachtfeldes wurde leiser, die Konturen der Orks und der Verteidiger verschwammen und sie merkte, wie ihre Schläge und Paraden verlangsamten. Einzig und allein eine Figur konnte sie noch voll sehen: Der unbekannte Mann, der die Verteidiger geordnet hatte, stand für sie noch voll sichtbar unter den Verteidigern.
Auch wenn es jetzt zu Ende geht, dieses Wissen will ich noch mit in den Tod nehmen!

"Wer seid ihr", brüllte sie mi letzter Kraft in seine Richtung, bevor sie endgültig bemerkte, wie die Angreifer nun vollends die Kontrolle übernahmen.

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Liutasils Sicht der Dinge
« Antwort #9 am: 12. Jun 2008, 22:17 »
Der Angriff sah heftig aus.
Liutasil beobachtetet die Szene von weitem, außerhalb der schützenden Wälder. Die vermaledeiten Zweige und Büsche versperrten einem vollkommen die Sicht auf den Tod. Weldalas ging hektisch hin und her, und feuerte dann und wann einen tödlichen Pfeil in die Menge, wann immer er Thanderin und Wogrin in Gefahr sah.
"Luvanir, die Schlacht steht besser als erwartet. Vielleicht werden nicht alle von ihnen sterben."
Weldalas sah ihn zornig an.
"Sie werden nicht sterben." Weldalas schaute ein wenig ärgerlich Richtung Front. Erneut feurte er einen Pfeil in die hilflose Menge der Orks.
"Sie werden uns noch bemerken, Luvanir ..."
Der Kampf war hart. Wie gefesselt sah Liutasil das Schauspiel aus Tod und Sterben. Wie damals ... als sein Vater starb. Dieses mal würde es zwar keinen hinterlistigen Angriff jenseits des Schlachtfelds geben, aber die Gräueltaten des Hexenkönigs waren genau so schlimm. War er wohl schrecklicher als die Trollgarde um Bolg, oder der Drache Smaug? Wahrscheinlich ...
Ein dumpfer Schlag ließ Liutasil hellhörig werden.  Es folgte ein Aufprall. Luvanir blutete aus einer offenen Wunde am Kopf, über ihm stand ...
eine Gestalt in schwarz, ein Schatten aus Tagen, an denen Liutasil noch nicht unter dieser Sonne weilte. Sie  hatte Weldalas mit dem Schwertknauf einer edlen, rötlich schimmernden Klinge niedergehauen. Die Waffe glühte im orangenen Sonnenuntergang und verhieß nichts als Leid unt Tod...
"Ich bin hier, dir ein Lied zu singen, Liutasil Sippenmörder. Es handelt von Tharon, dem Meisterschmied, und Siniel, seiner Nichte ... Es handelt auch von dir, meinem Feind. Dein Tod ist vorrausbestimmt, durch dieses Lied wie durch deine Taten." Eine Kapuze verhüllte das Gesicht des Mannes ... war er ein Elb?
"Wer bist du, dass du so große Reden schwingst?"
Langsam nahm die Gestalt die Kapuze ab. Liutasil überfiel ein Brechreiz. Die Gestalt war wahrscheinlich ein Elb, aber er war verstümmelt und gefoltert bis zum letzten. Seine Wangen waren von tiefen Rissen, die vielleicht von einem spitzen Stein oder einem Messer kamen. Seine Lippen waren oben wie unten aufgeschnitten und nur mäßig verheilt. Seine Ohren waren abgeschnitten, seine Nase fehlte zur Hälfte. Nur seine Augen waren unversehrt.
"Was.. ist mit dir geschehen?"  Es war das erste Mal, das Liutasil nach dem Wohlgeschehen einer Person fragte.
"Ich werde es dir erzählen. Du bist mein Opfer und erwartest Rechtfertigung. Ich gebe sie dir, auch wenn es vieleicht nicht die ist, die du erwartest.
Vor vielen Jahrhunderten, als Oropher noch Herr im alten Grünwald war, hatte er eine Tochter, Ninias. Sie war schön und begabt, eine Muse im höchsten Sinne. Eines Tages, als sie draußen mit ihrer Leibwache spazieren ging, wurde sie attackiert, von Orks. Nicht aus Zufall, Sauron der Verräter machte es absichtlich. Er wusste alles von ihr, denn eer hatte seine Spione unter den Untertanen des Königs. Ich als Erbe der höchsten Sippe des Grünwalds , der Sippe des Tharon, sollte sie finden und ihre Verfolger töten. Ich war schon immer ein guter Schwertmeister ...
Es kam anders. Sie wussten, das ich kam. Sie nahmen mich gefangen, und fesselten mich direkt gegenüber Ninias. Zuerst folterten sie mich. Meine Augen verschonten sie, damit ich dem Leiden Ninias zugucken konnte. Es waren unendliche Qualen, es war Sterben  in seiner grausamsten Art. Ich weinte, denn die Orks wollten nicht aufhören, Ninias konnte ihnen nicht geben wonach sie suchten. Ihr Tod näherte sich. Sie sagte mir, sie wolle nicht sterben, sie wäre jung und hätte noch nicht einmal einen Verlobten ... Ich sang ihr ein Lied. Ich war immer schon ein großer Sänger, und das Lied, das ich sang, singe ich immer noch. Zu meinen Feinden, nach ihrem Tod. Sie haben diesen Trost nicht davor verdient.
Du hast meine Sippenführer und meine Cusine getötet. Stirb, Liutasil, und bemerke die Qualen des Todes.
Ein Trupp berittener Elben rettete mich. Sie brachten mich zu Oropher, ioch fiel in Ungnade angesichts meiner Unfähigkeit.Ich wurde ausgestoßen, genau wie meine Sippe. Das Ist die Fehde zwischen Tharon und Thranduil, beziehungsweise Oropher."
Mit diesen Worten zeigte er mit dem Schwert in Liutasils Richtung.
"Welch bezaubernde Geschichte,  Krüppel, doch ich fürchte dein Lied wirst du nicht mehr singen."
Er zog Nimrais. Der erste Schlag des Krüppels ließ Liutasil schwanken. Welch Geschick, welche Kraft ... Liutasils Gegenschlag war bedeutend schwächer. Seien Finten verliefen ins Leere, seine Angriffe wurden geblockt. Diesen Kampf würde er verlieren ... wie das Lied wohl ist?
Der Krüppel stand vor ihm.
"Dein Leben und deine Geschichte, ich denke ich nehme beides."
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

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Re: Der Ausfall
« Antwort #10 am: 13. Jun 2008, 06:54 »
Wogrin befand sich nun schon mitten in den Massen der Orks, er konnte nur noch ein paar Elben in seiner Nähe erkennen, die jedoch weit hinter ihm standen. Sein Freund Thanderin entfernte sich auch immer weiter von ihm, auch wenn es nicht geplant war, die Orks drängten die beiden Zwerge immer weiter auseinander.

Wogrin war so damit beschäftigt seinem Freund Thanderin nachzusehen wie er sich immer weiter von ihm entfernte, dass er fast einen Ork übersah der gerade auf ihn zusprang und beide Arme über dem Kopf hatte um für einen vernichtenden Schlag gegen den alten Zwergen auszuführen. Doch Wogrin schaffte es gerade noch zu reagieren, er rammte seine mit Mithril legierte Keule in den Magen des Orks. Er blickte dem Orks tief in die Augen, den er lag nun sozusagen auf der Keule des Zwerges und kreischte herum. „Mistvieh!“, brüllte Wogrin dem Ork entgegen und hob ihn anschließend über sich drüber, ließ ihn jedoch nicht von der Keule fallen. Mit einem gewaltigen Kracher ließ Wogrin den Ork gegen den Boden knallen und rammte ihm die Keule durch seinen gesamten Körper.

Wogrin blickte zuerst zufrieden den toten, mit Blut überströmten Orkkörper an, doch als er hinter sich einen gewaltigen Brüller hörte, der sich über das gesamte Schlachtfeld erstreckte, wandte er seinen Blick von dem toten Ork ab und drehte sich langsam in Richtung des Schreies den er gerade hinter sich gehört hatte. Wogrin konnte seinen Augen fast nicht glauben, vor ihm stand plötzlich ein gewaltiger Gebirgstroll mit einer riesigen Rüstung und einer mit stacheln besetzten Keule. Doch anstatt dass der Troll sofort über Wogrin herfiel, blieb er vor ihm stehen und blickte ihm wirklich tief in die Augen, als ob er nach irgendeiner Art Furcht suche, doch Wogrin ließ sich nicht das geringste anmerken, er hatte noch immer einen sehr ernsten Blick und sein Wille war noch lange nicht gebrochen, er war bereit zu sterben wenn es nötig wäre. Da der Troll anscheinend nicht den ersten Schritt in diesem Zweikampf machen wollte, begann der Zwerg den Kampf, mit einem gewaltigen Kampfschrei rann er los und holte mit seiner Keule bereits zu einem Schlag aus. Der Troll reagierte jedoch sofort auf Wogrins Schrei und fing auch an los zu laufen, er holte ebenfalls mit seiner gewaltigen Keule, die sicher doppelt so groß war wie Wogrin selbst, zum Schlag aus. Man konnte die Größe des Zwerges als Vorteil oder als Nachteil anerkennen, denn der Troll konnte nun viel früher schlagen bevor er selbst überhaupt in der Reichweite des Zwerges war, aber anders gesehen hatte der Troll auch die Probleme den kleinen Körper seines Feindes zu treffen.
 
Nach nur ein paar Sekunden des aufeinander Zulaufenens war es soweit, Wogrin war in der Reichweite des Trolles, dass er kannte dieser natürlich sofort und schlug mit seiner gewaltigen Keule seitlich auf Wogrin zu. Mit einem schnellen Blick auf seine rechte Seite erkannte Wogrin die Keule gerade noch rechtzeitig und duckte sich, so entkam er zumindest dem ersten Schlag des Trolls. Nun hatte Wogrin die erste Chance seinem Feind zu verletzen, er rann weiterhin auf ihn zu und war nun auch endlich nahe genug um ihn zu treffen. Mit voller Kraft schlug Wogrin gegen das ebenfalls gepanzerte Schienbein des Trolles, doch leider vergeblich. Mehr als einen dumpfen Knall des Metalles mit dem der Troll gepanzert war konnte man nicht vernehmen, kein Brechen von Knochen kein Spritzen von Blut, nichts. Wogrin stand nur kurze Zeit etwas verwundert dar, den er wurde sofort mit einem Tritt des Trolles wieder einige Meter weg geschleudert.

Nun lag Wogrin mit seinem Rücken auf dem Boden, seine Keule 2 Meter neben ihm, vor ihm ein riesiger Gebirgstroll und neben ihm tausende von Orks, egal in welche Richtung er blickte, überall waren Feinde, sogar hinter ihm. Der Troll machte nun wieder einige Schritte auf den Zwergen hin, Wogrin konnte den Boden zwar schon vorher, durch die tausenden Orks die auf dem Schlachtfeld herumliefen, beben spüren, doch die Schritte des Trolles konnte er auch noch getrennt wahrnehmen. Als die Schritte des Trolles plötzlich aufhörten, wusste er, dass er wieder zum Schlag ausholen würde. Als Wogrin nun seinen Blick wieder zum Troll wendete und sich von dem starken Tritt seines Feindes erholt hatte, konnte er erkennen dass er beide Arme über dem Kopf hatte und die Keule hinter dem Kopf war , wenn er von diesem Schlag getroffen werden würde, wäre er wahrscheinlich Matsch. Wogrin wich mit einer geschickten Rolle zur Seite, in Richtung seiner Waffe aus, während er rollte nahm er seine Waffe in die Hand und plötzlich konnte er einen starken Knall neben sich wahrnehmen Als er dann schließlich mit der Rolle fertig war und mit einem Ruck direkt aus dieser Aufstand, konnte er die Keule des Trolles tief in der Erde stecken sehen. Diese Chance musste er nutzen, den der Troll zerrte hilflos an dem Griff der Keule, er schaffte es nicht mehr sie aus der Erde heraus zu bekommen.

Der Zwerg schlug dem Troll nun auf eine seiner wenigen ungepanzerten Stelle und zwar zwischen seinem Oberarm und Unterarm, genau auf das Ellbogengelenk und dieses Mal konnte man genau dieses Geräusch hören, was er vorher so vermisst hatte. Das Brechen von Knochen. Mit einem gewaltigen Schrei ließ der Troll den Griff seine Waffe los und stolperte ein paar Schritte zurück, er hielt sich mit seiner rechten, noch unverletzten Hand auf seinen nun gebrochenen linken Ellbogen und brüllte wie wild herum. Wogrin unterbrach seinen Angriff jedoch nicht, er musste es ausnutzen dass der Troll gerade nur seiner Wunde die Aufmerksamkeit widmete und sprintete in Richtung des Fußes seines Feindes. Mit einem gewaltigen Hieb in die Seite des Knies des Trolles, schaffte er dass es wieder so ein Geräusch gab, was der alte Zwerg nur ach so liebte. Mit weiteren, ohrenbetäubenden  Brüllern konnte man den Troll langsam zusammensacken sehen, nun kniete er mit seinem rechten Fuß auch noch am Boden und rührte sich keinen Schritt mehr. Wogrin stellte sich nun vor seinen Feind und blickte ihm tief in die Augen: „Nun werde ich dich töten.“, Wogrin spuckte zu Boden und holte zu einem letzten Schlag aus, doch er hatte seinen Gegner unterschätzt , plötzlich bekam Wogrin die rechte Hand des Trolles gegen seinen gesamten Körper und er flog wieder ein paar Meter zur Seite, doch dieses Mal hatte Wogrin seine Waffe nicht verloren er hielt sie fest in der Hand, doch am Boden lag er trotzdem.  Als der Zwerg sich nun, ohne eine Rolle, aufrappelte sah er neben sich eine Art Lanze von einer der Elben die an der Front standen liegen, mit einem verachtenden Blick schaute er noch einmal schnell zum Troll hinüber und hob danach die Lanze vom Boden auf. Nun hatte er in einer Hand seine Keule, in der Anderen die Lanze. Der Troll war noch immer auf der selbem Stelle wie vorher, er war bewegungsunfähig doch trotzdem, noch immer kein leichtes Opfer.


 Wogrin ging seinem Feind vorsichtig entgegen, denn noch einmal wollte er nicht von der Hand des Trolles erwischt werden. Als er sah, dass er nahe genug am Troll war stach er mit der langen Lanze zu, die er zuvor am Boden gefunden hatte und zwar genau zwischen Schulter und Hals, in diese kleine ungepanzerte Stelle. Mit einem Schrei sackte der Troll wieder ein Stück nieder, er lehnte sich schon fast auf die Lanze die ihm nun in der Schulter steckte. Wogrin ging nun hinter den Troll, mit ein paar geschickten Sprüngen kletterte er auf den Rücken des Trolles bis er auf dem Nacken von ihm stand. „Roar! Ich bin Wogrin, Trolltöter!“, der Schrei hallte über das gesamte Schlachtfeld, und Wogrin stand nun höher als alle Elben und Orks, den er stand fast auf dem Kopf eines Trolles. Wogrin spuckte noch einen Klumpen Blut aus seinem Mund und flüsterte dem Troll noch ein Wort zu: „Jetzt, bist du tot.“, Wogrin schlug mit seiner Keule wie wild auf den Schädel des Trolles ein, zwar war dieser auch gepanzert doch mit jedem Schlag wurde der Helm mehr und mehr zerdrückt. Wogrin merkte dass der Troll tot war, als er nach vorne umkippte und die Lanze aus Holz in der Mitte zerbrach, der Troll fiel leblos zu Boden, doch ein paar Mal musste Wogrin den nun schon fast zu Matsch zerschlagenen Kopf, schlagen. Lange ausruhen konnte sich Wogrin nach er Niederstreckung des Trolles jedoch nicht, den wie er aufhörte zu schlagen kamen schon wieder Orks angelaufen.   
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Thanderin

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Re: Der Ausfall
« Antwort #11 am: 13. Jun 2008, 14:35 »
Thanderin entfernte sich immer weiter von Wogrin, denn die Orks waren fast wie ein Strom aus Wasser die ihn immer weiter von seinem Freund wegtrieben. Thanderin schlug weiter um sich und tötete alles was sich ihm in den Weg stellte. Er sah sich noch einaml um um zu sehen wie es um Wogrin stand.
Oh nein ein Troll.
Mit Schrecken sah Thanderin wie Wogrin auf einen Troll zu lief
Ich muss ihm helfen!

Thanderin hackte sich mit seiner Axt doch die heranströmenden Orks zu seineim Freund hin, doch als er in fast erreicht hatte traf in ein Pfeil genau an eine der Stellen an seinem linkem Arm, die nur von einem leichtem Kettenhemd geschützt waren.
Thanderin schrie vor Schmerz auf, er sah in die Richtung aus der der Pfeil gekommen war
und sah einen hälmisch grinsenden Ork, Thanderin hielt die Grimasse auf dem Gesicht des Orks zumindest für ein Grinsen. Die Angst um seinen Freund wurde jäh von Zorn auf dieses niedere Geschöpf überschattet. Der Zorn legte sich fast wie ein roter Schleier über Thanderins Gemüt und ließ keinen Platz für Vernunft oder dergleichen.

Thanderin brüllte und stürmte wie eine Lawine des Todes auf den Ork zu. Der Ork schoss einen weiteren Pfeil ab, den Thanderin geschickt mit seiner Axt abwehrte. Angst breitete sich in dem Gesicht des Orks aus und er war seinen Bogen weg und rannte davon
"Du entkommst mir nicht!" schrie Thanderin undschleuderte seine Axt dem Ork hinterher.
Die Axt mit einer gewaltigen Wucht im Rücken des Orks ein und schleuderte diesen noch einige Meter nach vorne. Thanderin riss seine Axt aus dem totem Körper, jetzt konnte der Zwerg wieder klar denken. Und drehte sich über seine eigene Torheit erschrocken zu Wogrin um, dieser war gerade dabei dem Troll den Todesstoß zu versetzen.

Er jetzt merkte Thanderin in welch missliche Lage er sich selbst manövriert hatte, er war ziemlich weit nach vorne gestürmt und praktisch alleine unter Massen von Orks. Sie hatten ihn zwar für eine Weile in Ruhe gelassen nachdem sie gesehen hatten, was er mit dem anderem Ork angestellt hatte, aber jetzt hatte sie eine Art Ring um ihn gebildet und waren kurz davor die Schlinge zu zuziehen.
Ich habe mein Schicksal besiegelt! Aber wenn ich schon sterbe, dann so, dass sich jeder an mich erinnern wird!

Die brüllten schadenfroh, lachten und verspotteten den Zwerg. Thanderin sah auf und schrie: "Baruk Khazad! Khazad Ai-Menu!"  Er warf sich verzweifelt in die Reihen der Orks 
und metzelte einen nach dem anderem nieder. Die Orks waren sehr überrascht über den Mut des Zwergs und einige rannten entsetzt davon, doch die meisten blieben um dem Zwerg zur rechten Zeit den Todesstoß  zu versetzen.
« Letzte Änderung: 21. Jun 2008, 12:15 von Thanderin »

Fuxurios

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Re: Der Ausfall
« Antwort #12 am: 13. Jun 2008, 16:03 »
Und das war Nummer 12, ihr Bastarde. Kommt nur her.

Aglareb kämpfte sich durch seinen hohen Alkoholkonsum ungehemmt und aggressiv immer weiter nach vorne. Doch es grenzte an Glück, dass er überhaupt noch lebte. Nachdem die Orks Welle um Welle aufboten, wurden die Linien der Elben und Menschen aufgemürbt und die geordnete Schlachtformation verwandelte sich in ein Getümmel, er hatte keine gesicherte Rückendeckung mehr. Die Bogenschützen konnten nicht wahllos in die Menge schießen, da die Gefahr auf Treffer der eigenen Leute bestand. Menschen und Elben kämpften neben ihm, ein Alleingang ist hier sinnlos, man musste sich auf seine Waffenbrüder verlassen können, doch diese wurden weniger und weniger.

Der nächste Ork rannte auf Aglareb zu, bewaffnet mit einer größeren Machete. Er holte zu weit aus und Aglareb konnte den Angriff leicht mit seinem Schild abwehren und somit gleich einen Gegenangriff starten. Er schlug dem Ork mit seiner Axt wuchtig in die Seite des Torsos und durchbrach Rüstung, Hemd und Knochen. Der Ork speite Blut, da Aglareb die Lunge in zwei Teile hackte, und ging zu Boden. Doch hier ereignete sich ein gewaltiges Problem, denn als Aglareb seine Axt vom am Boden liegenden Ork herausziehen wollte, schien diese festzustecken. Verankert in den Rippen des Toten. „Was zum....“ Aglareb rüttelte und zehrte an der Axt, doch diese bewegte sich nur wenig. Plötzlich kamen zwei weitere Orks angewetzt. „Oh verdammt noch mal...“ Aglareb warf seinen Schild weg und sprang mit beiden Beinen auf die Leiche, die dadurch noch die letzten Nervenimpulse auslöste und die Füße zucken ließ. Er nahm die Waffe fest mit beiden Händen und riss sie mitsamt den Knochenstücken und inneren Organen heraus, dass das Blut nur so spritzte. Fast im selben Moment schwang er wieder kampfbereit die Axt und schlug den ersten Ork damit den Arm ab. Den zweiten versetzte er einen Tritt in den Magen, der sich darauf nach vorne beugte. Aglareb nutzte die Chance und holte weit aus, um nicht noch mal den gleichen Fehler zu begehen. Mit einem kräftigen Hieb war der Feind einen weiteren Soldaten weniger. Triumphierend schnaufte Aglareb auf und ließ seinen Blick übers Schlachtfeld schweifen. Weiter entfernt sah er einen größeren Troll, der wütend um sich schlug, doch er konnte keinen seiner Mitstreiter entdecken.

Plötzlich entdecke er in den Massen einen grünen Mantel schimmern. Thanderin? Der kleine verrückte Zwerg! Er rennt in den sicheren Tod! Das ist kein Mut das ist Wahnsinn!...
Aber ich kann ihn nicht im Stich lassen, immerhin bin ich es gewesen, der von Ehre und Tapferkeit geschwafelt hat. Ich muss ihm helfen.


Aglareb nahm seinen Schild wieder zur Hand und rannte los. Immer den Mantel im Blickfeld. Mehrere Orks kreuzten seinen Weg, doch er wich ihnen geschickt aus. Dann auf einmal streifte ihn doch eine Klinge am Arm. Eiskalt lief es ihm den Rücken hinunter und er fiel auf die Knie. Doch das war sein Glück, denn ein zweiter Schlag verfiel seinem Kopf um haaresbreite. Unbewusst seines Glückes, nahm Aglareb den Boden unter den Füßen des Angreifers weg, in dem er ihn die Axt in die Kniekehle schlug. Dann ließ er noch einige Male seine Waffe in den Ork gleiten. So fühlt es sich also an, wie ein Zwerg zu kämpfen. ...ZWERG! Aglareb schaute suchend nach den grünen Mantel, den er aus dem Auge verloren hatte. Er merkte dass sich einige Orks weiter vorne zu einer Gruppe bildeten. Dann sah er ihn wieder. Schreiend und wie ein Berserker um sich schlagend, tötete er die siegessicheren Orks, die ihn umzingelten. Aber seine Situation war aussichtslos.

„THANDERIN!!“ Aglareb rannte mit seinem Schild voran in den Haufen und rammte den nächst besten Ork zu Boden. Die Gruppe schaute verdutzt und überrascht, weil ein weiterer todesmutiger Streiter soweit nach vorne gestoßen ist. Aglareb stellte sich mit Thanderin Rücken an Rücken. Er schien verwundet zu sein. Aglareb schnaufte: „Wenn wir hier je lebend rauskommen, tapferer Zwerg, müsst ihr mir einen ausgeben. Pro neuer Kerbe in meiner Axt einen Krug Honigwein“ Der Zwerg nickte. Dann stürmten schon die Orks von allen Seiten heran. Und der Kampf ums überleben begann.
« Letzte Änderung: 18. Jun 2008, 15:23 von Fuxurios »
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-|sZ|- Brownie

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Re: Liutasils Sicht der Dinge
« Antwort #13 am: 14. Jun 2008, 12:35 »
Das Gebrüll der Orks ließ den Krüppel aufschrecken. Eine kleine Gruppe der gegnerischen Armee war auf dem Weg zu ihnen - es waren mindestens hundert Orks. Liutasil lag auf dem Boden, den Todesstoß erwartend, doch er kam nicht.
"Nein ... Orks ... NEIN ... ich muss fliehen ....", flüsterte der Krüppel panisch und lief ohne eines weiteren gedankens an Liutasil in den Wald.
"Ihr kriegt mich nicht noch einmal!"
Langsam stand Liutasil auf. Seine Knochen schmerzten, der Kampf war kurz, aber er hatte seine gesamte Kraft beansprucht.  Nun guckte er nach hinten, um zu sehen, was den Krüppel so verängstigte.
"Ihn da! Lasst ihn langsam sterben!"
Liutasil sah sich umzingelt. Die Masse der Orks ließ ihn aufschaudern, es gab keinen Durchgang, um zu fliehen. Die Orks fletschten die Zähne, ihre Waffen hielten sie vor sich hin.
"Soll mein Ende noch brutaler werden?", dachte sich Liutasil und sah seinen Feinden in die Augen.
"Elb, wir haben dich gesehn, genau wie deinen hinterhältigen Freund." Weldalas!
Sie standen auch im ihn herum, doch er war bewusstlos und konnte sich nicht wehren ...
"Los Leute! Fangt mit dem Foltern an!"
Liutasil sah Nimrais an. Ein letztes Mal ... planlos Morden.
"Lasst uns beginnen."
Liutasil hieb in die Brust eines Orks rechts neben ihn, zog mit der linken sein Messer un rammte es einem anderen Ork in den Hals. Daraufhin wurde er von mehreren Waffen leicht verletzt, die tieferen Wunden ignorierte er. Einem weiteren Ork rammte er sein Schwert quer in den Schädel, er zog es heraus und musste einen Hieb eines Orks parieren, gleichzeitig stach ihm ein anderer Ork in die linke Hand. Nun musste er reagieren ...
Er stach mit voller Wucht in den brustkorb eines  besonderes hässlichen Orkes, doch zwischen den Rippen dieses Ungetüms hatte sich die Waffe verfangen ... er musste ziehen... Mit einem Ruck rieß er Nimrais heraus, doch das reichte, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen: Er fiel auf den Boden und Nimrais wurde in die Menge der Orks geshcleudert. Der getötet Ork fiel ihm mit der Brust auf den Kopf. Sein warmes Blut lief ihm in Nase, Augen, Ohren und Mund. Prustend versuchte Liutasil, den Ork von sich wegzukriegen, doch er war zu schwer und die dicke Flüssigkeit breitete sich auf Liutasils Körper aus. Er bekam keine Luft mehr ...
Die Orks stachen ihn mit ihren Waffen, wohlwissend, das der Elb soeben am Blut ihres Bruders ertrank ...
In diesem Moment wurde Liutasil die Absicht hinter seiner sinnlosen Brutaltität klar. Er war  nicht mehr er selbst, seit dem Tod seines Vaters ... Es gibt etwas in dir, etwas was Befriedigung im Austausch für Brutalität und Mord verspricht ... Seit Monaten hatte es die Überhand in ihm. Er wusste es nun ... er muss dagegen ankämpfen ...
Mit einem gurgelnden Schrei rieß er den ork von sich und schlug den nächstbesten ork nieder. Die Lücke konnten die überraschten orks nicht schnell genug füllen, Liutasil stürmte raus. Die orks behinderten sich mit ihren Waffen gegenseitig. Dort vorne war Weldalas, die Orks standen über ihm und fügten ihm mehrere tiefe Wunden im Gesicht zu ... Er rieß sie kurzer Hand um und nahm Weldalas auf die Schultern er stürmte aus dem tödlichen Kreis der überraschten orks hinaus, in Richtung Hauptarmee der Alliierten. Die Orks lachten über ihm, war er doch viel zu langsam um ihnen zu entkommen.
Hinter ihm hörte er das Sterben der Orks. Dutzende pfeile prasselten auf sie nieder.
"Für Gondor!", schrie ein blonder Mensch und setzte den nächsten Pfeil auf die Sehne. Liutasil aber war verschwunden.
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Zitat von The_Forsaken

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Rabi

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Re: Der Ausfall
« Antwort #14 am: 15. Jun 2008, 18:09 »
Wogrin sah die tausenden von Orks auf ihn zulaufen, er wusste nicht ganz was er jetzt machen sollte, denn egal in welche Richtung er laufen würde, seinen Feinden konnte er nicht mehr entkommen. Der Kreis aus Orks um Wogrin herum wurde immer kleiner, sie liefen immer schneller auf ihn zu. Der Zwerg drehte sich ein paar Mal im Kreis und hielt nach irgendeinem Freund, irgendeinem Verbündeten, ob Elb, Mensch oder Zwerg, Ausschau. Doch er konnte zuerst niemanden finden, nur einen hohen Felsen mitten auf dem Schlachtfeld, Wogrin wusste, in diesen Mengen von Orks hatte er keine Chance mehr zu Überleben egal wie sehr er auch kämpfen würde, deshalb fing er an zu laufen. Er lief in Richtung des hohen Felsen den er gesehen hatte.

In vollem Lauf versuchte er in einem schmalen Gang den die Orks zwischen ihren Reihen hatten hindurch zu laufen, doch die Orks bemerkten Wogrin und desto weiter er kam, desto enger wurde der Gang aus Orks, er versuchte immer schneller zu laufen, doch schließlich kam vor seinem Gesicht eine Klinge aus der Menge und verfehlte seinen Kopf nur knapp, die nächste schlitzte ihm das Knie auf und die nächste Klinge hätte ihm genau den Kopf abgetrennt hätte sich Wogrin nicht gekonnt geduckt. Ein paar Orks folgten dem alten Zwerg, doch da sie ebenfalls klein waren konnten sie ihn kaum einholen.
 Als Wogrin endlich den Felsen erreicht hatte sprang er mit seinem rechten Bein vom Boden ab und landete auf dem Felsen, doch er verlor keine Geschwindigkeit, weiter lief er so schnell er konnte auf den Felsen, bis er auf dessen Spitze war. Innerhalb weniger Sekunden überblickte er das riesige Schlachtfeld, zu seiner linken konnte man den Boden nicht mehr sehen da die Orks so nahe beieinander standen, dass sie alles verdeckten und zu seiner rechten, goldene Schilder und Rüstungen, doch etwas Merkwürdiges stach ihm direkt ins Auge, er konnte einen Zwerg und einen Menschen erkennen die umzingelt von Orks da standen. Es sah fast wie ein Auge aus, so konnte Wogrin es gut erkennen, die beiden waren auch nicht weit von ihm entfernt deshalb versuchte Wogrin etwas sehr riskantes.
 
Mit einem Sprung von dem Felsen, in vollem Lauf versuchte er bis zu den beiden zu springen, doch leider misslang sein Versuch, er stürzte vor den beiden direkt in die Menge der Orks, unter ihm wurde sofort eine dieser Kreaturen begraben, die anderen richteten sofort ihre Schwerter auf Wogrin und holten zu einem Schlag aus. Doch der Zwerg drehte sich schnell auf den Rücken um die Schwerter mit seiner gewaltigen Keule abzuwehren und einige Orks nieder zu schmettern, dadurch dass er am Boden lag konnte er den Kreaturen ohne weiteres die Beine zertrümmern. Als er die Orks ein bisschen von sich weg gebracht hatte, schaffte er es noch schnell sich vom Boden wieder aufzurackern und metzelte sich anschließend zu seinen beiden Freunden hindurch, den bevor er auf den Boden zu den Orks gefallen war, konnte er genau erkennen dass es sein Kumpel Thanderin und sein menschlicher Freund Aglareb waren.
 
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg