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Gondor (Zentrum) / Re: Lebennin
« Letzter Beitrag von Eandril am Heute um 16:37 »
Hilgorn von der Ethring-Furt

Schon ein gutes Stück von der Furt entfernt waren Kampfgeräusche zu vernehmen - offenbar hatten die Orkreiter tatsächlich vor, den Gilrain an dieser Stelle zu überqueren, und waren mit den Wächtern der Furt zusammengestoßen. Auf Hilgorns Wink hin wurden Schwerter gezogen und Lanzen eingelegt, und nur einen Augenblick später waren seine Reiter kampfbereit.
"Ganz gleich, was an der Furt geschieht - lasst sie nicht aufs westliche Ufer!", befahl er mit lauter Stimme. "Die Orks dürfen auf keinem Fußbreit Boden Fuß fassen. Wir werfen sie in die Dunkelheit zurück, aus der sie gekommen sind!" Seine Reiter antworteten mit ein wenig verhaltenem Jubel. Nur etwa einhundert Mann hatten sich in der kurzen Zeit zusammengefunden, doch gemeinsam mit den Wächtern an der Furt würden sie die Orks vermutlich aufhalten können.
"Reitet nach Süden", sagte Hilgorn an Balvorn gewandt. "Findet Dervorin und seine Männer, und sagt ihnen, dass die Orks hier angreifen - wenn sie die südliche Furt gesichert haben, sollen sie uns zur Hilfe kommen." Sein Adjutant nickte knapp, wendete sein Pferd und galoppierte in südwestlicher Richtung davon. Hilgorn zog sein Schwert und reckte die blanke Klinge in die Luft.
"Männer Gondors... Angriff!"

Mit hohem Tempo brachen die Reiter aus dem Wäldchen, durch das die Straße westlich der Furt verlief, hervor. Ihr Weg führte sie einen kurzen Abhang zur Furt hinunter, und den dort kämpfenden Wächtern gelang es gerade rechtzeitig, sich zu den Seiten zurückzuziehen, bevor Hilgorn und seine Männer auf die Linie des Feindes prallten. Der Angriff der Orkreiter war von den Wächtern der Furt direkt am Westufer des Flusses aufgehalten worden, sodass die Menschen festen Boden unter den Füßen gehabt hatten, während die Orks im flachen Wasser kämpfen mussten. Der Schwung ihres Angriffs trug Hilgorn und seine Reiter ebenfalls ins Wasser der Furt hinaus, und tief in die Reihen der Gegner, die offensichtlich von dem neuen Feind, dem sie sich gegenüber sahen, völlig überrascht waren, hinein. Hilgorn stieß einem Ork das Schwert direkt in den zum Schrei aufgerissenen Mund, befreite es mit einem Ruck und brachte mit einem Rückhandschlag dessen Reittier zu Fall. Ein weiterer Wolfsreiter tauchte vor ihm auf, doch Hilgorn parierte seine wilden Hiebe und spaltete dann dem Wolf mit einem eigenen Schlag den Schädel. Das Tier ging zu Boden, und während der Ork fiel trennte Hilgorns Klinge ihm den Kopf vom Leib.
Der Reiterangriff hatte einen Keil in die Orks getrieben und so hatte Hilgorn Gelegenheit, sich in den Steigbügeln aufzurichten und sich einen Überblick über das Schlachtfeld zu verschaffen. Das Wasser der Furt war aufgewühlt und vom Blut von Orks und Menschen rötlich-schwarz gefärbt. Leichname, vornehmlich Orks und ihre Wölfe, trieben im flachen Wasser. Die Wächter der Furt hatten sich, die Verwirrung unter den Orks ausnutzend, wieder gesammelt, und griffen jetzt zu beiden Seiten der Reiter an, sodass einerseits diese entlastet wurden und andererseits die Orks keine Gelegenheit bekamen, doch noch zum Westufer durchzubrechen. Hilgorn nickte zufrieden, und schüttelte ein wenig schwarzes Blut von seinem Schwert, als sein Pferd plötzlich scheute und stieg.
"He, was soll das denn?", fragte er, und beugte sich vor um dem Hengst den Hals zu klopfen. Nacht war ein klassisch ausgebildetes Schlachtross, und eigentlich sollte ihn in einer gewöhnlichen Schlacht nichts erschrecken. Das Pferd wieherte und schnaubte nervös, und als Hilgorn den Kopf hob stand vor ihm eine hochgewachsene, schlanke Gestalt in schwarzen Gewändern im blutigen Wasser der Furt. Für einen Augenblick fürchtete Hilgorn, einen der Nazgûl vor sich zu haben, denn sein Gegenüber trug ebenso wie diese eine tief ins Gesicht gezogene Kapuze, unter der er anstelle des Gesichts ein schwarzes Loch zu haben schien. Doch Hilgorn verspürte weder die Kälte noch das Gefühl der Verzweiflung, dass sich in Linhir über ihn gelegt hatte. Ein wenig verwirrt richtete er das Schwert mit der Spitze voran auf die dunkle Gestalt, und sagte: "Zieht eure Orks zurück. Heute wird Mordor den Gilrain nicht überqueren."
Anstatt zu antworten hob sein Gegenüber die rechte Hand, die Handfläche Hilgorn zugewandt, und rief dann zwei Wörter in einer bösartig klingenden Sprache. Sofort zerbarst Hilgorns Schwert in seiner Hand in tausend Stücke, die mit metallischem Klirren von seinem Brustpanzer abprallten. Eines riss ihm den Rücken der Schwerthand auf, und ein anderes verursachte einen tiefen Schnitt am Kiefer. Hilgorn selbst wurde wie von einem unsichtbaren Stoß aus dem Sattel gerissen und landete im flachen Wasser, während sein Pferd in Panik davonstob.
Ohne zu verstehen, was gerade geschehen war, tastete Hilgorn noch auf den Knien nach dem Dolch, den er am Gürtel trug. Bevor er die Waffe ziehen konnte und bevor sein Mund Worte formen konnte, spritzte neben ihm Wasser in die Höhe. Ein scharfer Hieb traf ihn ihm Gesicht, Schmerz flammte auf, und dann wurde es schwarz um ihn.
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Sonstiges / Re: Forenspiel: Was bin ich?... aus der Edain-Mod
« Letzter Beitrag von Wurm Morgoths am Heute um 16:20 »
Bist du ein Marinenkäfer?
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In 4.5 wird es nur die sechs gezeigten Karten geben, aber es ist geplant alle Festungskarten (und ein paar weitere, wie Osgiliath, schwarzes Tor, etc.) einzubauen. Man sieht ja bereits, dass es zwei Karten für Gondor und zwei für Rohan gibt.
Das braucht nur einiges an Arbeit - pro Karte gibt es mehr als fünf Mal so viele Befehle, wie es in den Festungskarten in SuM I gibt.^^
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Mir gefallen die Hordenkarten sehr :). Ich hoffe natürlich, dass es später für jedes Volk mindestens 1 Hordenkarte gibt. Also Minas Tirith gehört zu Gondor, Edoras zu Rohan etc. und dass dann halt jedes Volk eine Hordenkarte hat, diese man dem Volk zuordnen kann.

Hoffentlich wird Arnor nicht vergessen :(. Eine Hordenkarten auf der man Arnor spielen kann, wäre wirklich ein Traum (**)!
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Sonstiges / Re: Forenspiel: Was bin ich?... aus der Edain-Mod
« Letzter Beitrag von Mornen am Heute um 16:05 »
Bist du ein Wolf?
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Rohan / Eine unerwartete Begegnung
« Letzter Beitrag von Fine am Heute um 15:55 »
Cyneric und Zarifa von der Ebene von Celebrant


Wider Erwarten hatte Cyneric die Brücke über den Limklar unbewacht vorgefunden. Das beunruhigte ihn und lenkte ihn für einen Augenblick von der Sorge um Zarifa ab.
Rohans Grenzen sind ungeschützt, dachte er. Das kann nichts Gutes bedeuten. Ich frage mich, was in meiner Abwesenheit nur geschehen ist...
Vor ihm breiteten sich die trostlosen Wiesen der Wold aus. Der Schnee, der auf der Ebene von Celebrant niedergegangen war, hatte das nördlichste Teilgebiet Rohans noch nicht erreicht. Das bräunliche Gras, das hier vorherrschte, liess das Land noch verlassener wirken, als es in Wahrheit war. Der kalte Wind, der über die Wold fegte, sorgte dafür, dass Mensch und Pferd froren und sich nur durch Bewegung warm genug halten konnten. Cyneric hatte seinen dicken Umhang abgelegt und ihn um Zarifa gewickelt, deren Zustand sich kaum verändert hatte. Obwohl inzwischen zwei lange Stunden seit dem Vorfall vergangen waren, war die junge Südländerin noch immer nicht ansprechbar. Hin und wieder gab sie undeutliche Worte in einer Sprache von sich, die Cyneric nicht verstand. Seine Besorgnis verminderte sich dadurch nicht.

Sie ritten in großer Eile weiter. Im Osten bahnte sich als fernes, blaues Band am Horizont der Anduin seinen geschlängelten Weg nach Süden. Rechter Hand, im Westen, war ein undeutlicher, dunkler Streifen jenseits der grasbedeckten Landschaft der Wold zu erkennen. Dort ragte der Wald von Fangorn auf, von dem Cyneric sich stets fern gehalten hatte. Er hatte nicht vor, seine Meinung darüber heute zu ändern.
Bald schon kamen sie in die südlicheren Gebiete der Wold. Hier begann das Gelände, sanft in Richtung des großen Flusses Entwasser abzufallen. Bis zur Ost-Emnet war es nun nicht mehr weit. Vor ihnen ragte ein flacher Hügel aus dem Grasland auf, der mit kleineren Felsen übersät war. Cyneric lenkte sein Ross darauf zu, in der Absicht, von der Kuppe des Hügels einen Blick auf die umliegenden Lande zu werfen. Bislang hatte er nur ein einziges Dorf gesichtet, das sich als verlassen heraus gestellt hatte. Die Hoffnung, einen Heiler für Zarifa zu finden, war bislang unerfüllt geblieben.
Oben angekommen musste Cyneric feststellen, dass er nicht der Einzige war, der den Hügel als Aussichtspunkt zu benutzen. Von der gegenüberliegenden Seite kam ihnen am höchsten Punkt ein Reiter entgegen. Cynerics Hand wanderte wie automatisch zum Griff seines Schwertes, das an seinem Sattel hing, doch als der Reiter näher kam, entspannte der Gardist sich wieder. Es war ein alter Mann, gehüllt in einen schmutzigen, grauen Reisemantel, dessen Haar und Bart von der Last der Jahre bereits weiß geworden waren.
Cyneric hielt die Pferde an, als der alte Reiter nur noch wenige Meter entfernt war. "Ich grüße Euch, guter Mann!" sagte er freundlich. "Wohin reitet Ihr dieser Tage?"
"Nach Aldburg!" antwortete der Alte. "Doch sagt, wie kommt es, dass ein Mann wie du sich ein Pferd mit dem Mädchen dort teilt, wenn ich hier doch zwei Rösser sehe, die zur Verfügung stehen?" Er fixierte Zarifa. "Es sieht ganz aus, als ginge es ihr nicht sonderlich gut."
"Eure Augen sind wohl noch so scharf wie zu Eurer Jugend," rief Cyneric. "Ich bin auf der Suche nach einem Heiler, der sich die junge Zarifa einmal ansieht, denn ich weiß nicht, wie ihr zu helfen ist. Kennt Ihr vielleicht ein Dorf hier in der Gegend, zu dem ich sie bringen könnte?"
Der Alte stieg mit erstaunlicher Beweglichkeit von seinem silbergrauen Pferd. "Lasst mich sie einmal ansehen," sagte er. "Leg' sie hier auf den weichen Grasboden, mein Junge." Cyneric tat wie ihm geheißen worden und sah zu, wie sich der Fremde über Zarifa beugte.
"Zarifa heißt sie also? Das ist kein Name aus Rohan, wie es mir scheint. Ihrem Aussehen nach kommt sie eher aus dem Süden... Harondor, oder vielleicht Umbar, wenn ich schätzen müsste." Der Alte schien keine wirkliche Antwort von Cyneric zu erhalten, während er sich die junge Südländerin genau ansah. Nach wenigen Augenblicken legte er ihr seine große Hand auf die Stirn und murmelte etwas, das Cyneric nicht hören konnte. Dann atmete der Alte tief aus und strich mit der Hand über Zarifas Wange.
Ihr Atem beschleunigte sich, dann riss sie die Augen auf. Ehe sie schreien konnte, hatte ihr der Alte Mann schon die Hand auf den Mund gelegt. "Du bist in Sicherheit," sagte er beruhigend. "Dir wird nichts zustoßen. Du hast dich in deinen Gedanken verloren, Mädchen. Hast mit Entscheidungen gehadert, die du nicht mehr ändern kannst. Doch jetzt bist du hier. Im Hier und Jetzt. Frage dich nicht, was du hättest tun können... sondern frage dich, was du als Nächstes tun kannst. Es liegt nicht in unserer Macht, die Vergangenheit zu ändern. Sondern stattdessen liegt es an uns, zu entscheiden, was wir mit der Zukunft anfangen, die noch vor uns liegt."
Cyneric fiel auf, dass sein Mund offen gestanden hatte. Dem Fremden schien es nicht aufgefallen zu sein. Schnell schloss Cyneric seinen Mund und sah zu, wie der Alte Zarifa auf die Beine half. Sie stand zwar noch etwas unsicher auf ihren Füßen und blickte sich scheu um, doch sie schien wieder sie selbst zu sein.
"Also," sagte der alte Mann. "Das wäre geschafft. Ihr habt Glück, dass wir uns begegnet sind. Eigentlich wäre ich direkt nach Aldburg gegangen, doch als ich an die Isenfurten kam, hörte ich, dass mein Freund hier," er klopfte dem Pferd, auf dem er gessessen hatte, auf die Flanke, "in der Wold herumstreifte. Also habe ich einen kleinen Umweg in Kauf genommen, um mich mit ihm zu treffen. Ich habe ihn einige Jahre nicht mehr gesehen."
Cyneric musterte den Hengst, den der Fremde als seinen Freund bezeichnet hatte. Er hatte das Gefühl, das Pferd zu kennen, konnte es jedoch nicht genau sagen. Rasch wandte er sich dem alten Mann zu. "Ich danke Euch, Meister," sagte er und verbeugte sich. "Ihr habt Zarifa gerettet."
"Nichts zu danken," erwiderte sein Gegenüber. "Doch jetzt sollte ich weiterreiten. Ich werde in Aldburg bereits erwartet." Er stieg zurück in auf den Rücken seines Rosses und nickte ihnen ein letztes Mal freundlich zu. "Bis zu unserem nächsten Treffen," sagte er noch, ehe er nach Südosten davon preschte.

"Ein seltsamer alter Kerl," sagte Zarifa trocken, als der Fremde verschwunden war.
"Ein klein wenig Dankbarkeit stünde dir gut, Zarifa," meinte Cyneric. "Was war denn nur los mit dir?"
"Ich... weiß es nicht," antwortete sie und wich seinem Blick aus. "Ich will nicht drüber reden. Lass uns einfach weiterreiten."
Cyneric seufzte leise, dann nickte er. "Weiterreiten. Ja, das sollten wir. Also gut. Wenn wir uns beeilen, erreichen wir vielleicht noch heute die Entfurt. Direkt südlich davon liegt ein Dorf. Mit etwas Glück könnten wir heute in Betten übernachten..."
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Rhovanion / Wintereinbruch
« Letzter Beitrag von Fine am Heute um 11:50 »
Dünne, kaum spürbare Schneeflocken rieselten über der leeren Ebene hinab, die unter einem grauweißen Himmel noch trostloser als an dem Tag wirkte, als Cyneric zuletzt hier gewesen war. Damals war es Frühsommer gewesen, und ein Heer war über die Felder des Celebrant marschiert, einem düsteren, ungewissen Schicksal entgegen. Heute, ein halbes Jahr später, war der Wintereinbruch gekommen, und Cyneric war beinahe allein. Nicht vollständig allein, denn Zarifa war bei ihm, doch ebenso gut hätte er seine Heimreise nach Rohan als einzelner Reiter antreten können. Zarifa lehnte sich gegen den Stamm der einsamen Birke, die inmitten der Ebene von Celebrant aufragte, unter der sie eine Rast eingelegt hatten und war so teilnahmslos wie eh und je. Die junge Südländerin starrte gedankenverloren in den Himmel hinauf und schien gar nicht richtig wahrzunehmen, dass es tatsächlich schneite. Cyneric vermutete, dass es das erste Mal war, dass Zarifa Schnee erlebte. Er fragte sich, welche Gedanken das Mädchen seit ihrem Aufbruch aus Finelleths Hallen im Waldlandreich so sehr beschäftigt hatten, dass sie noch verschlossener und wortkarger, als es für sie ohnehin normal war, geworden war.

Sie waren nach dem Abschied von den Waldelben zunächst der Straße gefolgt, die in westlicher Richtung durch den Düsterwald führte. Die Elben hatten dafür gesorgt, dass der Weg gut passierbar war, weshalb Zarifa und Cyneric auch zu Pferde rasch voran gekommen waren. Am Waldrand hatten sie sich nach Süden gewendet und waren das Tal des Anduin hinab geritten, ungefähr dem Verlauf des Großen Stromes folgend. Den Fluss selbst hatten sie an den Nördlichen Untiefen überquert, um nicht zu nahe an Dol Guldur heran zu kommen. Aus der Ferne hatten sie unheilvollen Rauch über der Festung aufsteigen sehen. Mehrfach hatten sie in den verlassen wirkenden Gebieten zwischen den Waldlandreich und der Ebene von Celebrant Gestalten in der Ferne erspäht, hatten jedoch sämtliche Begegnungen vermieden. Die Geschwindigkeit ihrer Pferde hatte sich in den offenen Landen nahe des Anduins rasch bezahlt gemacht und sie waren in nur wenigen Tagen weit nach Süden gelangt. Cyneric war in dieser Zeit die meiste Zeit in Gedanken bei seiner Tochter gewesen, die laut Finelleths Worten gemeinsam mit Oronêl auf dem Weg nach Dol Amroth war. Cyneric hoffte, die beiden noch in Rohan einzuholen, ehe sie die Pfade der Toten betraten, die sie nach Gondor führen würden. Spätestens im Hargtal, das den einzigen Weg nach Dunharg und damit zu den Pfaden darstellte, würden sie Oronêls Reiseweg kreuzen, wenn ihnen das Glück beschieden war. Deshalb hatte Cyneric ein schnelles Reittempo vorgelegt, und Zarifa und sich selbst nur seltene Pausen gegönnt.

Cyneric plante in Gedanken bereits die nächste Etappe ihrer Reise, die die beiden über die steinerne Brücke am Fluss Limklar nach Rohan hinein führen würde. Er wusste, dass sämtliche Zugänge in die Riddermark bewacht waren, hoffte jedoch, dass man einen Gardisten der Königin, wie er noch immer einer war, dennoch einlassen würde. Er stellte sich gerade vor, wie es wohl in Aldburg gerade aussehen könnte, als er hörte, wie Zarifa hinter ihm ein würgendes Geräusch von sich gab. Er drehte sich um und riss erschrocken die Augen auf.
"Zarifa, was ist los? Du siehst so blass aus?" fragte er besorgt und kniete sich neben die junge Frau, die auf ihrer Satteldecke unter dem Baum saß und an den Stamm gelehnt in sich zusammen gesunken war. Ihr sonnengebräuntes Gesicht zeigte eine unnatürliche Blässe und ihr Blick ging ins Leere. Sie blinzelte mehrfach. Und dann, ohne Vorwarnung, schlossen sich ihre Augen ganz und ihr Kopf fiel auf ihre linke Schulter hinab.
"ZARIFA?" rief Cyneric und versuchte, das offensichtlich bewusstlose Mädchen zu wecken. Sie reagierte nicht auf seine Berührungen. Ihr Atem ging flach und in schnellen Stößen. Cyneric wusste nicht, was er tun sollte. Zarifa hatte in den letzten Tagen nicht sonderlich krank auf ihn gewirkt, weshalb er sich keinen Reim auf ihren Zustand machen konnte. Was er auch tat, es gelang ihm nicht, sie wieder ansprechbar zu machen.

Eines der Pferde schnaubte und brachte Cyneric damit auf die einzige Idee, die in seiner Lage noch Sinn ergab: Er musste Zarifa zu jemandem bringen, der ihr helfen konnte. Zu einem Heiler, wenn es denn einen solchen gab. Nachdem er diese Entscheidung getroffen hatte, begann Cyneric sofort mit den Aufbruchsvorbereitungen. Er sattelte die Pferde und lud das Gepäck auf das Pferd, auf dem Zarifa bisher geritten war. Dann setzte er das Mädchen behutsam vor sich auf Rynescéads Rücken und hielt sie mit einem Arm fest, damit sie nicht wieder herunter fiel. Als alles bereit war, ritt er los. So schnell es ging preschten die beiden Rösser über die Ebene von Celebrant dahin, während vor ihnen am Horizont die Nordgrenze Rohans auftauchte.


Cyneric und Zarifa nach Rohan
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Ich glaube, du hast hier eine grundsätzlich falsche Grundannahme. Wir veröffentlichen die Nebelberge nicht, weil wir sie noch nicht veröffentlichen wollen, sondern weil sie schlicht und ergreifend bei weitem noch nicht fertig sind.

Die Beta die du gespielt hast war mehr oder weniger die erste wo Nebelberge überhaupt an 4.0 angepasst war und vor allem das Grundkonzept und einige neue Heldenkonzepte umgesetzt hatte. Allerdings waren weder die Einheiten, Helden, Gebäude noch die KI annähernd fertig. Vor allem war das vor dem Zeitpunkt, als wir uns aus gutem Grund überlegt haben, dass es keinen Sinn macht an allen Völkern gleichzeitig weiterzuarbeiten, weil es einfach noch zu viele offene Baustellen gibt. Und von allen Völkern an diesem Zeitpunkt, waren die Nebelberge das am wenigsten weit fortgeschrittene und hatten zusätzlich einen game-breaking bug, aufgrund dessen es für uns von vornherein klar war, dass wir die Nebelberge als letztes von allen Völkern wieder einbauen würden und eine ausführliche Testphase brauchen, bei der gebenenfalls einige Elemente komplett neugemacht werden müssen.
Und da wir danach nicht an den Nebelbergen weitergearbeitet haben, sind diese nicht nur auf diesem extrem unfertigen Stand, sondern aufgrund von zahlreichen grundlegenden Änderungen seitdem sind die Nebelberge mittlerweile vermutlich sogut wie unspielbar. Die Nebelberge benötigen unter anderem noch Anpassungen an folgende grundsätzliche Änderungen (keine Garantie auf Vollständigkeit):
  • Einheiten Spezialisierungen
  • Gebäude Levelsysteme
  • externe Gebäude/Ressourcen Gebäude
  • hinzufügen neuer Einheiten für den Ringkrieg und neuer Gebäudemodelle
  • Vereinheitlichung von Palantiren
  • Bausysteme in Festungsmaps
  • Vorposten für den Ringkrieg
  • unterirdische Gebäude
  • Ringhelden
  • Spellbooks
  • neue und überarbeitete Belagerungseinheiten
  • Verteidigungssysteme
  • Geld und CP Systeme
  • Englische Version
Und ein Großteil davon ist nichts, was jemand ohne fortgeschrittenes Modding Wissen sinnvoll erledigen kann, geschweige denn einem Anfänger. Oder um es anders zu sagen, die Dinge die jemand ohne größere Moddingerfahrung sinnvoll für uns erledigen kann sind solche die wir auch selber ohne größeren Aufwand hinbekommen.

Wie du siehst, sind die Nebelberge bei Weitem nicht so weit, dass wir nur noch den Feinschliff hinzufügen müssen. Das Grundgerüst steht noch nicht. Und ohne ein Grundgerüst hast du nur ein paar Einheiten oder Helden hier und da, die überhaupt einigermaßen sinnvoll einzusetzen sind. Uns ist klar, dass die Vorfreude auf das letzte Volk riesig ist (das geht uns nicht anders), aber so früh in der Entwicklungsphase wie jetzt würde eine öffentliche Alpha diese Vorfreude nur äußerst kurz stillen, einfach weil noch nicht genügend Substanz vorhanden ist.

Wir werden uns natürlich trotzdem bei Punkten die sinnvoll von der Community durchzuführen sind, an diese wenden. Und auch Input, ohne dass wir vorher nachgefragt haben, ist jederzeit willkommen.
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Sonstiges / Re: Forenspiel: Was bin ich?... aus der Edain-Mod
« Letzter Beitrag von Firímar am Gestern um 21:26 »
Bist du steuerbar?
Bist du ein Gebäude?
Stehst du auf zwei Beinen?
Gehörst du zum Rotwild?
Bist du ein Hund?
Bist du ein Bär?
Bist du ein Kaninchen?
Bist du eine Giraffe
Bist du ein Paarhufer?
Bist du größer als ein Schäferhund?
Bist du ein Pferd?

bist du gut ?
Hast du kuscheliges Fell?
Lebst du in Herden?

bist du lebendig ?
Bist du ein Tier?
Bist du ein Säugetier?
Bist du ein Fleischfresser?
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Sonstiges / Re: Forenspiel: Was bin ich?... aus der Edain-Mod
« Letzter Beitrag von Wurm Morgoths am Gestern um 20:28 »
 :D ich hab doch nach der Größe gefragt


Bist du ein Fleischfresser?
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