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Eigene Geschichten / Re: Der Thron von Mittelerde
« Letzter Beitrag von >Darkness< am Gestern um 22:23 »
Die einzelnen Schneeflocken auf Thiraks dunklen Haaren waren gut zu sehen. Er starrte fassungslos auf ein Stück Papier, welches er in den Händen hielt. Die Nordwache wurde erschaffen um ganz Mittelerde zu beschützen und der König hatte angeblich nicht die Mittel um die Wache zu unterstützen. Bestürzt ließ er sich auf einen Stuhl in seiner Kammer fallen. Mit einem weiten Schwung öffnete sich die Tür. Lynn trat in schnellen Schritten herein. Sie wollte gerade etwas sagen, da unterbrach sie sich schon selbst, als sie ihren Bruder nachdenklich vorfand. Der Wind toste gegen die Fensterläden und ließ sie gegen die Wände klappern. Schließlich wagte sie sich zu fragen was los sei. Thirak erwiderte: „Der König schickt uns lediglich Gefangene als Verstärkung in den Norden...Er sagt er kann keine weiteren Schicken..
Lynn seufzte. Sie nutzte aber ihre Chance: „Du wirst auch keine Hilfe erwarten können, Thirak! Überlege doch mal von wem die Nordwache erschaffen wurde... Der König wird es niemals glauben, wozu sie ins Leben gerufen wurde...
Sofort unterbrach er seine Schwester: „Wenn du gesehen hättest, was die Männer und ich draußen hinter der Nordmauer gesehen, wärst du genauso verärgert darüber...
Lynn kniete sich vor Thirak und nahm seine Hände in die ihre: „Wenn das alles stimmt und die Legenden wahr sind, dann müssen wir etwas unternehmen, da gebe ich dir recht... Aber wenn wir keine Unterstützung aus Gondor erwarten können und nicht mal aus Angmar, sind wir hier verloren... Du bist der einzige lebende Sohn von Thir Stark, dem wahren Lord von Carn-dûm und somit Wächter des Nordens! Die Breunes haben unsere Heimat gestohlen und wir müssen sie uns zurückholen, Thirak!
Er verdrehte seine Augen und befreite seine Hände, denn er hatte schon mit dieser Konfrontation gerechnet. „Ich bin ein Bastard...“, sagte er schnell. Thirak wusste, dass er als uneheliches Kind eines Fürsten keinen legitimen Anspruch auf die Erbfolge hat. Er hatte ja nicht mal den Namen seines Vaters. So war er ein Eisen. Im Süden, in Gondor, war man ein Stein, in Arnor ein Hügel, im Gebiet, welches sich noch Düsterwald nannte und die weite umliegende Umgebung, ein Blatt und in Rohan ein Mark und in den Ländern in denen die Menschen über die alten Hallen der Zwerge herrschten und Thal ein See. Viele von ihnen befanden sich auch in Nordwacht. Ihre Väter schickten sie aus Scham und um Schande über ihr Haus abzuwenden zur Nordwacht. Lynn schüttelte daraufhin nur den Kopf: „Den Männern des Nordens wird es recht sein, das Blut des Hauses Stark fließt auch in deinen Adern!
Thirak erhob sich nun. Er konnte die ständigen Versuche seiner Schwester nicht verstehen. Er hatte sich der Nordwacht verschrieben um das Reich gegen Feinde zu warnen und beschützen. Er hatte einen Eid geschworen dem Hauptmann gegenüber und seinem Vater.
Selbst wenn ich wollte, könnte ich das nicht tun... Ich kann die Männer hier nicht im Stich lassen, vor allem wissen wir nicht genau mit wem wir es hier zu tun haben, ich muss einfach mehr herausfinden... verstehst du denn nicht?“, verteidigte sich der junge Mann. Enttäuscht erhob sich nun auch wieder Lynn und verließ die Kammer. Thirak überlegte noch, ob er ihr hinterher laufen sollte, entschied sich aber dies nicht zu tun.
Wenige Tage später erreichte die Verstärkung die Festung. Thirak war gerade damit beschäftigt die Namen der Neuen auf einer Liste abzuhaken, da kam ein Mann auf ihn zu.
Verzeiht, habt ihr einen neuen Hauptmann erwählt?“, wollte er wissen. Thirak erwiderte: „Wer will das wissen? Aber nein... Wir kommen sehr gut ohne aus...
Der Mann zuckte mit den Schultern und sagte: „Wie ihr meint... Ach ich bin Galador Imrazor, ich bin der Bruder des Königs Imrahil!
Thirak staunte daraufhin nicht schlecht. Er konnte sich nicht vorstellen warum der Bruder des Königs zur Nordmauer geschickt werden würde. Er traute sich dann zu fragen: „Was macht ihr dann hier? Irgendwelche verbrechen verübt oder auch ein Bastard?
Der Mann lachte laut auf und antwortete: „Nein, gar nichts von beiden, mein bruder beauftragt mich gerne mit niederen Arbeiten. Unser Verhältnis ist kompliziert wisst ihr, ich soll nur darauf aufpassen, dass auch das Material hier ankommt... Aber er ist halt der König...
Thirak konnte sein lachen daraufhin auch nicht unterdrücken. „Seid ihr nicht Thir Starks Bastardsohn?“
Schnell verwandelte sich das Lächeln Thiraks in gesenkte Mundwinkel. „Ja, der bin ich...
Warum gehen wir nicht rein und unterhalten uns ein wenig? Hier draußen im Norden ist es ziemlich kalt im Vergleich zum Süden....“, dabei rieb sich Galador eifrig die Hände. Thirak blieb das Schmunzeln nicht aus.
In der Halle der Versammlungen aßen sie zusammen und unterhielten sich über die Nordwacht und über das Reich. Die Nacht zog dahin und nach einigen Tagen war es nun für Galador Zeit wieder zurückzukehren.
Es hat mich gefreut, Thirak Eisen, ihr scheint  ehrenvoller zu sein, als viele andere die ich kenne, ich weiß nur nicht was ich von euren Geschichten halten soll, aber ihr werden wissen was ihr gesehen habt!
Thirak nickte ihm freundlich zu. „Ihr seid hier immer willkommen, Galador habt eine angenehme Reise!
Er blickte ihm und sein Gefolge noch hinterher, als sie durch die hölzernen Tore der Festung ritten. Er sammelte sich kurz und rief einige seiner Männer zusammen, denn er wusste er musste wieder in den tiefen Norden um mehr über die Geschehnisse zu erfahren. Er machte sich sehr bald auf dem Weg. Diesmal hatten sie Glück, denn das Wetter war ihnen zu Gunsten ziemlich klar...

Tief im Norden des unbekannten Landes

In der Ferne schienen Lichter zu brennen. Thiraks Freund, Lohr, behauptete, es waren die wilden die dort lebten, doch Thirak musste einfach wissen, was es wirklich war. Die Pferde wurden unruhiger, desto näher sie dem Leuchten kamen.  Endlich wurde das undeutliche Bild sichtbar. Es waren etliche Zelte die vor einem eingeschneiten Steingebäude aufgestellt waren. Das Gebäude wirkte wie eine alte zerfallene Festung. „Ich weiß nicht, Thirak, aber ich fühle mich hier gerade gar nicht wohl...“, stotterte Lohr hervor. Der junge mann verspürte aber ebenfalls dieses Gefühl. Und so wie es kommen sollte, ertönte ein greller Schrei. Als er sich erschrocken umdrehte, erkannte er dunkle Gestalten  die sich um sie versammelten. „Was sind das? Doch keine der alten Orks, oder?“ stotterte Lohr erneut. Für Thirak sahen sie nicht aus wie normale Orks, besonders da ihnen an vielen Stellen Haut fehlte oder manchen der ganze Unterkiefer. Der Mann zog daraufhin sein Schwert, auf dem die Runen blau leuchteten. Sein Gefolge tat es ihm gleich. Einige versuchten durch die einkreisenden Gestalten zu reiten, wurden aber von ihren Pferden gerissen und getötet. Thiraks Herz fing an zu rasen und er verspürte die angst seiner Männer. Er schloss seine Augen und kehrte tief in sich. Eigentlich wollte er sich nur beruhigen, doch er spürte eine wärme in sich, die ihm die Angst vergessen ließ. Er stieg vom Pferd ohne zu wissen was er wirklich tat, es fühlte sich an, als hätte er keine Kontrolle mehr über seinen eigenen Körper. Thirak lief daraufhin mit erhobenen Schwert auf die Gestalten zu. Er erschlug einige von ihnen. Das Blau leuchtete weiter stärker auf seinem Schwert. Die Feinde schienen von  Thirak zu weichen. Im ordentlichen Abstand versammelten sie sich um ihn. Ihm kam die Idee so seine Männer durch die Reihe der gestalten zu kriegen und dies taten sie auch sofort. Einige der Angreifer rannten denen hinterher, die es durch die Reihen schafften. Lohr kam mit Thiraks Pferd.
Komm schnell wir müssen hier weg!“, sofort sattelte er auf und beide ritten so schnell sie konnten zurück.
Er konnte sich das alles nicht erklären. Der Feind scheint sich versammelt zu haben, doch wer es war, daraus wurde der junge Mann aus Angmar noch nicht schlau. War die Prophezeiung etwa wahr und Melkor betritt wieder diese Welt?
Dies war zunächst nebensächlich. Er wollte so schnell wie möglich zurück zur Nordwacht und seine Männer sicher zurückbringen....
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RPG Library / Re: Annals of Aman
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 14:25 »
Zitat
Surrender not, my mortal Lord!
Draw such gallant silver-sword!
Heed the counsel of the Sea,
For I listen to thy Plea.

Night I see to grow tormented,
By the Villain greatly daunted;
Know that waters ever bring
Tale and sorrow to the Ring.

The Ring of Doom wherein we speak
Of Arda wounded and the Peak,
Within the Ice thou fightest vain,
Seat of Evil's waste-domain.

Go, now proceed to find
The hidden Elven-kind!
A Noldo needeth aid,
Lest his Kingdom fade.





Zitat
Ruins tell the lay,
Built with ore and clay,
Of the Bridge of yore
By the thriving shore.

Hap soon bade adieu
In the mounting blue,
Bequeathing spear and blade
Which tort thenceforth made.

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[Edain] Diskussion und Feedback / Re: edain ssd
« Letzter Beitrag von Firímar am Gestern um 14:22 »
Soweit ich weiß hat doch SuMII, wie auch SuMI eine maximale FPS Rate. Eine SSD sollte da also nicht wirklich was verändern.
4
RPG Library / Re: Antique Lyrics of Arda
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 14:13 »
MOCKERY OF PRIDE



Zitat
Hand and chisel mock
Graven stone and rock,
To capture kingly eyes,
As befits the Wise.

Regal frowns command
Virtues that withstand
The epoch running bare,
When sunsets fearsome glare.

Glorious days subside,
Swept by time and tide;
Waning wraiths bemoan
What befell the throne.

Dwelling took a ken
In the House of Men:
The Sovereign shall return
While happy hamlets burn.

Soon will pride enter
The sick woeful centre
Of human marble-core,
Which guarded fates ashore.

**********

WILL NOT DESTROY MY VERSE



Zitat
Mourn thou not,
My kindly lot.
Scar may flame,
Yet never tame.

Thee I praise,
O splendent ways!
Thine is pride
On noble side.

By grand and skilful fashion
Thou grew'st in vibrant passion,
While hands would wreak a treasure
Of wondrous regal measure.

A King thou hast obeyed,
Whose realm once was laid
On sacred merry soil:
A golden valiant foil.

The City ailed afire.
Wring shall I my lyre.
The foul blazing curse
Will not destroy my verse.
5
Linhir / Die Trauer eines Bruders
« Letzter Beitrag von Fine am Gestern um 12:20 »
Valion, Verdandi, Rinheryn, Lóminîth, Balvorn und Berion aus der Umgebung Linhirs


Linhir erinnerte Valion an die wenigen Stunden, die er in Minas Tirith verbracht hatte, bevor die Schlacht auf den Pelennor-Feldern ausgebrochen war. Eine bedrückte, angespannte Stimmung lag über der Stadt. Soldaten waren nahezu allgegenwärtig. Jene Stadtbewohner, die sich gegen eine Evakuierung nach Dol Amroth entschlossen hatten, verließen nur selten ihre Häuser und mieden zum Großteil den Kontakt mit der Garnisonsstreitmacht. Das Flussufer war zu jeder Tageszeit scharf bewacht; sogar eines der Kriegsschiffe war in ständiger Alarmbereitschaft im Hafen unterwegs. Es kam Valion so vor, als würden alle Menschen in Linhir geradezu darauf warten, dass ein weiterer Angriff der Horden Mordors erfolgte.
In der Residenz des Stadtherren angekommen stiegen die gondorischen Kommandanten aus ihren Sätteln und fanden sich in ihren Unterkünften ein. Der Gebäudekomplex, der zum Großteil aus einem alten gondorischen Herrenhaus mit einigen kleineren Nebengebäuden bestand, hatte in Friedenszeiten wohl einen gut gepflegten und beeindruckenden Anblick geboten. Doch nun waren die Gärten mit in den Boden gerammten Holzpfählen gesäumt und Kriegsbanner hingen von den schmutzigen Mauern. Es hatte zu regnen begonnen, nachdem die Sonne untergegangen war und die Soldaten, die die Residenz bewachten, fluchten leise vor sich hin. Der Regen war kalt, als würde der Himmel eimerweise Eiswasser auf Linhir herabschütten. Valion fragte sich, wieviel Grad kälter es wohl werden müssten, um die Regentropfen in Schneeflocken zu verwandeln.
Der Solar des Stadtherren war ein einziges Durcheinander von Berichten, Schriftrollen und Büchern, die sich auf einem gewaltigen Schreibtisch stapelten. Trotz der späten Stunde waren noch immer viele Bedienste unterwegs - zumeist waren es junge, unerfahrene Rekruten, die die Botengänge erledigten. Valion entging nicht, wie sich ihre Blicke auf ihn richteten. Man hatte in Linhir bereits gehört, wen der Fürst von Dol Amroth zum neuen Kommandanten der Ostgrenze ernannt hatte, und Valions Ruf war ihm vorausgeeilt. So war er nicht überrascht, in den Blicken der jungen Soldaten Hoffnung zu erkennen. Hoffnung, dass sich ihr Schicksal in diesem Krieg nun endlich wenden würde.
Valion selbst besaß diese Hoffnung nicht. Er hatte gesehen, welche Macht im Osten lauerte. Dennoch war er nicht bereit, einfach aufzugeben. Mordors Heere waren gewaltig, doch selbst die Orks des Schwarzen Landes waren nicht ohne Zahl. Viele tausende von ihnen hatte der Dunkle Herrscher bereits in den vier Jahren des Krieges mit dem Westen geopfert, und wenn die Berichte aus Rohan wahr waren, war Mordors Streitmacht derzeit an mehr Fronten als nur an den Ostgrenzen Rohans und Gondors verteilt. Späher berichteten, dass Sauron ein Heer gen Dol Guldur entsandt hatte, um jene Festung den Klauen der Weißen Hand Sarumans zu entreißen, und dass die Orks Mordors nun auch in Richtung Harad marschierten, um in den dort wütenden Bürgerkrieg einzugreifen. Und auch die geheimnisvolle Abwesenheit der Ostlinge in den Heeren der Bundgenossen Mordors ließ die Kriegslage etwas besser aussehen. Weshalb das Reich von Gortharia Sauron seit der Schlacht um Dol Guldur keine Truppen mehr zur Verfügung gestellt hatte, war allerdings nur eines der vielen Rätsel, die sich den Kommandanten der Freien Völker in jenen Tagen stellten.
Die Berichte von der eigenen Front am Gilrain waren nicht besonders gut, wie Valion fand. Überall mangelte es an Truppen und Versorgungsgütern. Und immer wieder gab es an den unterschiedlichsten Stellen entlang der Grenze kleinere Gefechte mit den Orks des Ostufers. Der Krieg war seit Hilgorns Fall nie mehr wirklich zur Ruhe gekommen.

Valion blieb an jenem Abend noch lange wach, um sich einen genauen Überblick zu beschaffen. Rinheryn stand ihm dabei zur Seite, während Lóminîth sich schon früh zurückzog. Valions Verlobte hatte das große Schlafgemach des Stadtherren in Beschlag genommen und ließ es von Bediensteten bewachen, die nur ihr selbst loyal waren.
"Wer bewacht den Flussübergang im Norden?" fragte er, die Hand gegen die Stirn gestützt. Das flackernde Licht mehrerer Kerzen erhellte den Schreibtisch nur notdürftig.
"Die Männer vom Ringló-Tal, angeführt vom Sohn ihres Fürsten, Herrn Dervorin," sagte Rinheryn. "Unterstützt werden sie vom Orden der Delferyn."
"Sieh an," murmelte Valion. Die Delferyn waren ein Orden von Kriegern, der einst ins Leben gerufen worden war, um gegen einen Ork-Befall im Weißen Gebirge vorzugehen. Die Krieger des Ordens verstanden sich besonders gut auf Kriegsführung im Gebirge und zählten zu den hartgesottensten Kämpfern Gondors. Ihr Hauptquartiert befand sich in der Stadt Ethring im Tal des Ringló, weshalb sie stets gute Beziehungen zu dem dort ansässigen Lehnsfürsten gepflegt hatten. "Dann brauchen wir uns um die Furten wohl vorerst keine Sorgen zu machen," meinte Valion.
"Dort wurde General Hilgorn zuletzt gesehen," wandte Duinhirs Tochter ein. "Wir dürfen nicht zulassen, dass der Feind den Flussübergang erneut für einen Angriff gebraucht."
"Dann werde ich Damrod bitten, seine Waldläufer zur Unterstützung der Delferyn zu entsenden," beschloss Valion. Er gähnte. Den Großteil der Berichte hatte er inzwischen begutachtet, doch noch war seine Arbeit nicht abgeschlossen.
"Du solltest dir etwas Schlaf gönnen," sagte Rinheryn und legte ihm die Hand auf die Schulter. Die Berührung fühlte sich merkwürdig an, wie Valion fand. "Für heute ist die Lage unter Kontrolle," fuhr Rinya fort.
Etwas unwillig entzog er sich ihrem Griff und murmelte: "Nein, noch nicht. Da sind noch mehr Berichte, die ich mir ansehen muss. Das kann nicht bis morgen warten."
"Überlass sie mir," schlug Rinheryn vor und umrundete den Schreibtisch, um nach dem unbearbeiteten Stapel zu greifen.
"Nicht dich hat Imrahil zum Verantwortlichen bestimmt," hielt Valion sie auf. "Diese Bürde ist mir auferlegt worden."
Rinheryn sah ihn an. Ihre rötlichen Haare wirkten im Licht der Kerzen, als stünden sie in Flammen. "Lass mich dir helfen, sie zu tragen," bat sie leise.
"Wieso?" fragte er in derselben Lautstärke. Schwere Tropfen schlugen gegen das Fenster und füllten die Stille mit immerwährendem Trommeln. Der Sitz schien ihm mit einem Mal zu eng zu werden. Er wollte aufspringen und im Raum auf und ab gehen, doch etwas hielt ihn davon ab.
Duinhirs Tochter zögerte. Sie starrte auf die Oberfläche des Tisches und mehrere lange Sekunden vergingen. Dann hörte Valion, wie sie tief seufzte. "Du verstehst es nicht," stieß sie hervor. "Aber das ist in Ordnung." Sie richtete sich auf und blickte an Valion vorbei durch das Fenster auf die schlafende Stadt hinaus, wo die Lichter von fackeltragenden Soldaten zu sehen waren, die trotz des Regens Wacht hielten. Doch dann wandte sie sich ab und eilte aus dem Solar.
Valion blieb mit dem Gefühl zurück, dass er Frauen wohl niemals wirklich verstehen würde.

Am folgenden Morgen erwachte er davon, dass es an der Tür des Schlafgemaches pochte. Es war ein zögerliches Klopfen, doch es war genug, um Valions Schlaf zu stören. Er blickte zur Tür hinüber und erschrak, als er eine ihm unbekannte junge Frau erblickte, die mit einem gezogenen Dolch nahe der Tür stand und ihre Hand langsam in Richtung des Türgriffes ausstreckte.
"Idríchil, es ist gut," sagte Lóminîths Stimme neben Valion. Seine Verlobte, die Sekunden zuvor noch gewirkt hatte, als würde sie fest schlafen, saß nun aufrecht und vollständig wach im Bett, während Valion sich noch den Schlaf aus den Augen rieb. Auf das Wort ihrer Herrin senkte die junge Frau den Dolch und trat von der Tür fort.
"Mein Herr Valion?" erklang eine dumpfe, vorsichtige Stimme von jenseits der Tür. "H-Hauptmann Balvorn schickt mich, um Euch zu w-"
"Ich komme ja schon," brummte Valion und zog sich hastig an. Um seine volle Rüstung anzulegen war nicht genug Zeit, weshalb er mit einem ledernden Wappenrock mit dem Siegel des Ethirs auf der Brust vorlieb nahm. Während er noch Lóminîths Dienerin misstrauisch beäugte, gürtete er sich sein Schwert um und öffnete dann die Tür. Ein junger Soldat stand davor, welcher hastig zurückwich als Valion hindurchtrat und sie hinter sich schloss.
"Was gibt es?"
"Hauptmann Balvorn schickt nach Euch, Herr. I-Ihr habt einen Besucher in Eurem Solar," brachte der Rekrut mühsam hervor. Valion war sich einigermaßen sicher, dass der Junge vor wenigen Wochen noch Felder in Anfalas oder den Pinnath Gelin bestellt hatte, seiner Aussprache und seinem Aussehen nach. Er beschloss, darüber hinwegzusehen.
"Also gut, gehen wir es an," sagte Valion und streckte sich, um die Müdigkeit aus seinen Gliedern zu vertreiben. Dem Stand des Lichtes nach, der durch ein Fenster zu sehen war, konnte seit Sonnenaufgang kaum eine Stunde vergangen sein. "Vielen Dank, Soldat. Zurück auf deinen Posten mit dir." Mit einem dankbaren Nicken eilte der Rekrut davon.
Im Solar angekommen wurde Valion von Hauptmann Balvorn begrüßt, der aussah, als hätte er ebenso wenig Schlaf wie Valion selbst gefunden hätte. "Gut, Ihr seid wach," sagte Balvorn. "Es gibt da eine gewisse Situation, welche Eurer sofortigen Aufmerksamkeit bedarf."
"Worum geht es?" wollte Valion noch fragen, als aus dem Nebenraum eine tiefe, zornige und lautstarke Stimme ertönte.
"Wo ist er? Wo ist der verwöhnte Bursche, den Imrahil uns als Ersatz geschickt hat?"
Ein Mann kam in den Solar marschiert, die Hände zu Fäusten geballt. Er besaß einen beeindruckenden schwarzen Bart, doch abgesehen davon sah er Hilgorn sehr ähnlich.
"Wo ist der Kerl, der meinen älteren Bruder ermordet hat und der nun versucht, meinen jüngeren Bruder zu ersetzen?" wütete der Mann, bei dem es sich offensichtlich um Aldar Thoron, den Kommandant der Flotte Linhirs handeln musste - Hilgorns verbliebenen Bruder.
Valion musste zugeben, dass Kapitän Aldar nicht gut aussah. Seine Augen und Wangen waren eingefallen und seine Haut war bleich, als hätte er seit Tagen kein Sonnenlicht mehr gesehen. Die Augen waren rot unterlaufen und die Hände waren von Schrammen und Schürfwunden übersät. Ehe Aldar Valion erreicht hatte, stellte sich Balvorn ihm in den Weg.
"Ruhig Blut, Aldar. Niemand hier versucht, Hilgorn zu ersetzen," sagte der Hauptmann.
"Ich bin hier auf Imrahils Anordnung, nicht aus freien Stücken," fügte Valion hinzu.
Aldar schon Balvorn grob beiseite und baute sich vor Valion auf. "Ich wette du hast es genossen," sagte er leise und verbittert. "Als du Imradon getötet hast. Nicht wahr?"
"Ich weiß nicht, was man dir erzählt hat," erwiderte Valion. "Doch wenn ich nichts unternommen hätte, wäre Hilgorn in jener Schlacht gefallen."
"Was macht das jetzt schon für einen Unterschied? Er ist tot."
"Das wissen wir nicht," hielt Valion dagegen und gab Balvorn ein Zeichen, sich nicht einzumischen. Er kannte die Meinung des Hauptmanns zum Thema Hilgorn bereits. "Er könnte ebensogut in Gefangenschaft geraten sein."
"Wenn die Gerüchte stimmen, die man sich über den feindlichen Kommandanten erzählt, wäre es besser, wenn er tot wäre," zischte Aldar. "Was hast du nun also vor, Valion vom Ethir? Willst du den Helden spielen? Ist es das, worum es dir geht? Den Ruhm meines Bruders, der diese Stadt rumhreich verteidigte, zu stehlen?"
"Es geht hierbei nicht um Ruhm, sondern um Sühne," sagte Valion grimmig. "Der Fürst hat mich hierher nicht zur Belohung entsandt. Dieses Amt ist meine Strafe."
"Imrahil muss wohl den Verstand verloren haben, wenn dies seine Art von Bestrafung geworden ist," brummte Aldar.
"Es herrscht Krieg, und wir sind Soldaten Gondors," stellte Valion klar. "Unser beider Befehl lautet, die Grenze um jeden Preis zu verteidigen. Und auch wenn diese ganze verdammte Situation nicht meinem Wunsch entspricht, habe ich vor, meine Aufgabe zu erfüllen. Und wenn Hilgorn noch lebt, dann werde ich alles daran setzen, ihn zu finden und wohlbehalten zu uns zurückzubringen."
Aldar starrte ihn an. Seine blutunterlaufenen Augen blinzelten nicht ein einziges Mal. "Schwöre es," wisperte er. "Schwöre es, dass du ihn nach Hause bringen wirst."
Valion zögerte. Er wusste nicht, wie Aldar auf eine Weigerung reagieren würde. Doch den Verlust eines weiteren Kommandanten konnte Gondor sich nicht leisten. Also nickte er. "Ich schwöre es bei dem Weißen Baum, der für das Südliche Königreich steht," sagte Valion leise.
Der Kapitän atmete tief durch. "Gut. Gut. Ja, das ist sehr gut. Dann besteht vielleicht doch noch Hoffnung."
"Mein Herr..." begann Balvorn, doch Valion brachte ihn mit einem scharfen Blick zum Schweigen.
"Hoffnung gibt es immer," sagte er, noch während er sich über seine eigenen Worte wunderte. Eine seltsame Entschlossenheit war mit einem Mal über ihn gekommen. Er glaubte an sein eigenes Versprechen: Er würde alles daran setzen, Hilgorn zu finden. Sofern dieser noch am Leben war...
"Meine Herren," sagte Valion nach einer kurzen Pause. "Wir haben viel zu tun. Also schlage ich vor, wir gehen es an."
Wie aufs Stichwort kam Rinheryn in den Solar geeilt, einen neuen Bericht in der Hand.
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[Edain] Diskussion und Feedback / Re: Feedback zur Hobbit Kampagne
« Letzter Beitrag von )-(albarad am 20. Mai 2019, 22:54 »
Ich bin gespannt. Den Ringkrieg konnte man ja bereits in den Originalspielen erleben, daher freut es mich wenn wir jetzt mit dem Hobbit etwas neues bekommen.
Da wir ja zum raten angehalten wurden würde ich auch stark davon ausgehen, dass wir in der ersten Mission vermutlich mit einem jungen Bilbo durchs Auenland ziehen werden, uns mit anderen Hobbits unterhalten werden, eventuell einkaufen und dort wo wir gebraucht werden ein wenig aushelfen werden.
Wie nun die Zwerge in Kapitel 2 aufgenommen werden kann ich noch nicht genau einschätzen, vielleicht müssen wir ja dafür sorgen dass sie immer genug Käse und Fleisch bekommen damit sie uns nicht angreifen :D
Wenn ich mir etwas für die Kampagne wünschen könnte dann wäre es ein bisschen mehr Vertonung. Eventuell kann man ja jetzt etwas besser Filmsounds nutzen oder eventuell spricht ja jemand Texte passend zur Kampagne ein. Auf jeden Fall hat sowas für mich auch immer einen großen Teil des Feelings ausgemacht, wenn z. B. eine Erzählstimme am Anfang einer Mission gesprochen hat oder wenn man passende Textpassagen von den Charakteren wirklich gehört hat.
So oder so freue ich mich aber, was man von euch gekriegt hat war ja schon immer erste Sahne und das hört sich ja jetzt wieder äußerst detailliert an :)
7
[Edain] Diskussion und Feedback / Re: edain ssd
« Letzter Beitrag von Photti am 20. Mai 2019, 18:38 »
Hi, auf die Ladezeiten wirkt es sich definitiv aus. Bei den fps kann ich dir leider nicht wirklich was zu sagen, weil ich mir da nie Gedanken zu gemacht habe oder drauf geachtet habe bei einem Spiel wie SuM.

MfG Photti
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[Edain] Diskussion und Feedback / Re: Feedback zur Hobbit Kampagne
« Letzter Beitrag von Photti am 20. Mai 2019, 18:36 »
Da ist etwas Großes im Anmarsch!  xD
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[Edain] Discussion and Feedback / Re: Ask the Edain Team
« Letzter Beitrag von FG15 am 20. Mai 2019, 18:10 »
The Angmar Campaign submod is as the name says a submod and therefore not made by the Edain Team itself, but by different people.

Nonetheless, the campaign labels weren't renamed in the submod, therefore they have just wrong names.
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[Edain] Discussion and Feedback / Re: Ask the Edain Team
« Letzter Beitrag von Quillman am 20. Mai 2019, 17:47 »
Hey!!

First of all thanks for this amazing mod! I do have a question, I installed it like 10 minutes ago. So when I started up Edain I saw the campaign was gone, I was prepared for this and I saw you guys made a version for the Edain! So I installed "___Campaignremasterd" and put it in the file. When I open it up I'm suprised as I see "the war of the dwarves" and "the hobbit" but not the rise of the witch king. Did I do something wrong?
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