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RPG Library / Re: Antique Lyrics of Arda
« Letzter Beitrag von Walküre am Heute um 03:37 »
He is a doer, she is a giver



Aulë, matter he hath in government and control, for all its riddles he may solve,
None knoweth what might possibly be of a simple fashion, once his blessed hands labour and industriously shape, as the Smith is doer of grand deeds and teacher of infinite number of secret skills,
His wife green anew maketh and it growing she beholdeth in joy,
So much Yavanna to the world hath given, being her giver of fruits, wheat and shelter for beasts and for whom under trees dwelleth.
2
Sanctuaries sound great.

The White Council might be problematic, given how a good deal of its known members (Elrond, Gandalf, Cirdan, Gil-Galad) already being represented in Imladris.

Conceivably, this spell would summon only Saruman, Galadriel, and (perhaps) Radagast. Maybe the Blue Wizards, but that would stretch it, I think. Which, I admit, is still pretty damn powerful.

Given their relatively low number, perhaps on top of influencing how many heroes appear, the number of sanctuaries present increases their timer and/or stats?
3
Rhun / Re: Anwesen des Fürsten von Gorak
« Letzter Beitrag von Rohirrim am Heute um 01:00 »
Zarifa erwachte auf einem dieser Holzkonstrukte, die sie hier als Betten bezeichneten. Sie hatte 19 Jahre lang als Obdachlose in Umbar gelebt und dennoch selten so unbequem geschlafen, wie die letzten paar Tage. In jeder Nacht, die Zarifa bisher in Gorak geschlafen hatte, wurde sie im Traum von schrecklichen Bildern verfolgt – ein zahnloses Grinsen, Blutspritzer auf ihrer Kleidung, Ziads Leiche, und ein Dolch in ihrem Mund. Und jedes Mal, wenn sie aufwachte, traf es sie wie ein Schlag, dass ihr ein weiterer Tag harter Arbeit und grausamer Behandlung als Sklavin im Anwesen des Fürsten von Gorak bevorstand.
Bei der Behandlung seiner Sklaven zeigte der Fürst keinerlei Menschlichkeit. Das ganze wirkte mehr wie eine sorgsamst durchorganisierte Tierhaltung. Zarifa erinnerte sich zurück, wie sie kurz nach ihrer Ankunft in Gruppen eingeteilt wurden. Nachdem sie von den Bediensteten inspiziert worden waren, wurden sie entsprechend ihrer Größe, ihres Alters und ihrer Muskulatur in verschiedene Gruppen eingeteilt. Anschließend wurden sie gebrandmarkt. Jede Gruppe bekam einen anderen Buchstaben auf das linke Handgelenk gebrannt. Zarifa erinnerte sich zurück, wie die Bediensteten ohne jede Gnade und die Schmerzensschreie komplett ignorierend, ihre Aufgabe erfüllten. Sie selbst war an körperlichen Schmerz gewöhnt und hatte schon weit schlimmeres erlebt. Dennoch gefiel ihr das Gefühl gebrandmarkt zu sein nicht. Ein Zeichen am Körper zu haben, was sie immer an den Schrecken hier erinnern würde, war keine schöne Vorstellung, doch auch bei weitem nicht ihre größte Sorge im Moment.
Die Arbeit, die sie hier verrichten musste, war anstrengende, als alles was die junge Haradan bisher in ihrem Leben tun musste. Aufgrund ihres jungen Alters und ihres schlanken Körperbaus, war sie für Lieferungen und Botengänge im gesamten Haus zuständig. Wann immer jemand im Haus irgendetwas brauchte, war es ihre Aufgabe, dies so schnell wie möglich zu besorgen. Und wann immer Gegenstände angeliefert wurden, war es Zarifas Aufgabe, diese so schnell wie möglich zu ihrem vorgesehen Platz zu bringen. Und wann immer sie dabei gesehen wurde, wie sie sich zu langsam fortbewegte, bekam sie einen Peitschenhieb zu spüren. Eine Schicht dauerte 18 Stunden. Anschließend hatte man sechs Stunden Zeit sich auszuruhen, bevor es wieder von vorne losging. Die Anstrengung brachte Zarifa fast um. Mehrfach hatte sie mit dem Gedanken gespielt, sich einfach zu weigern. Sich einfach hinzusetzen und nichts mehr zu tun. Doch bisher konnte sie dieser Versuchung noch widerstehen. Schließlich wusste sie inzwischen, welche Art von Bestrafungen es hier für Sklaven gab...

Schon eine ganze Zeit lang, hatte sich in Zarifas Hinterkopf die Frage getummelt, wie zur Hölle es möglich sein sollte, so viele Sklaven gleichzeitig zu halten, ohne dass diese sich letztenendes zusammentaten und es zu einem Aufstand kam. Direkt an ihrem zweiten Tag bekam sie eine Antwort auf diese Frage. Sie hatte gerade ihre erste volle Schicht abgearbeitet und wollte sich am Abend an den kleinen Tisch, der ihr schon am ersten Tag aufgefallen war, um dort den Rest ihrer Tagesration an Nahrung zu sich zu nehmen. Allerdings bekam sie daraufhin sofort einen schmerzhaften Hieb mit einem kleinen Stock zu spüren. Ein kleiner Wachmann hatte blitzschnell reagiert und auf einen Zettel verwiesen, der mitten auf dem Tisch lag. Nur „besonders verdienten“ Sklaven, sei es erlaubt, am Tisch Platz zu nehmen. Alle anderen mussten ihr Abendbrot im Stehen zu sich nehmen.
Wie Zarifa schnell erfuhr, war dies nur eine der vielen möglichen Belohnungen für Sklaven, die entweder besonders effizient arbeiteten oder die Vergehen von anderen Sklaven meldeten. Hier wurden auf geschickte Weise die Unterdrückten gegeneinander ausgespielt. Die Sklaven kontrollierten sich gegenseitig und wer meldete, dass jemand beispielsweise eine Kleinigkeit aus der Speisekammer des Fürsten für sich selber behielt, bekam das Recht sich an den Tisch setzen zu dürfen. Weitere Belohnungen waren unter anderem das Recht auf andere Toilette gehen zu dürfen, die aufgrund der selteneren Benutzung wesentlich sauberer war, eine Erhöhung der täglichen Rationen oder das Recht, auf eine 15 minütige Pause während der Schicht. Und die ultimative Belohnung: Wer sich als meisterhafter Spion erwiesen hatte, durfte sich einen Gegenstand aus dem Korb der persönlichen Gegenstände aussuchen, die die Sklaven am Anfang abgeben mussten. An ihrem dritten Tag sah Zarifa, wie ein junger Mann, der schon länger als sie hier war, mit ihrem alten Laken, das die junge Haradan früher als Kleid getragen hatte, in den großen, kahlen Raum im Keller kam. Er war Zarifa einen frechen Blick zu. Anschließend schnupperte er ausgiebig an dem Laken. Dabei wurde sein Blick immer gieriger. Er warf Zarifa eine Kusshand zu und stopfte das Laken anschließend in seine Hose. Zarifa war angeekelt und hätte dem jungen am liebsten eine reingehauen. Wie konnte er es wagen? Doch sie schaffte es sich zu beherrschen. Sie wollte nicht, dass der junge direkt wieder einen Anlass hatte jemanden zu melden. Schon gar nicht, wenn es dabei um sie ging. Sie fürchtete sich vor den Strafen.
Denn abgesehen von dem Belohnungssystem für Sklaven, die die Missetaten anderer Sklaven meldeten, gab es auch ein Bestrafungssystem für die entsprechenden Missetäter. Extrastunden, Peitschenhiebe, Essenskürzungen und tagelanges angekettet Werden waren nur eine kleine Auswahl der verschiedenen Strafen, die nicht nur nach Schwere der Missetat, sondern auch individuell aufgrund der Person ausgeführt wurden. Was die ultimativen Strafen waren, wusste Zarifa noch nicht, und sie war sich auch nicht sicher, ob sie wirklich die ganze Wahrheit wissen wollte. Sie hatte in dem Zusammenhang nur den Begriff „vogelfrei“ aufgeschnappt, ohne jedoch recht was damit anfangen zu können. Alles was sie wusste war, dass eine schon etwas ältere Frau eine solche Strafe einst hatte erdulden müssen. Sie weigerte sich jedoch darüber zu sprechen.
Dieses System zeigte Wirkung. Die Sklaven konnten einander nicht vertrauen und an einen Aufstand war nicht zu denken. Zarifa hatte zwar bisher noch keine anderen Sklaven verraten, doch die Bestrafungen brachten sie dazu, den Kopf unten zu halten und einfach nur durchzuhalten. Sie wollte so etwas, wie an dem Tag als Ziad starb, niemals wieder durchmachen müssen. Die Arbeit hier war zwar körperlich das anstrengendste und schmerzhafteste, was sie jemals hatte durchmachen müssen, doch es waren die Nächte, die mehr fürchtete. Die Alpträume, die immer wieder kamen. Wenn sie vor Anstrengung fast umfiel, musste sie zumindest nicht an Ziad denken. Sogesehen hatte die Arbeit fast eine positive Wirkung auf sie, obwohl sich die junge Südländern für dieses Eingeständnis selbst ein bisschen hasste.
Und dann war da immer noch Tekin. Der einzige Mensch, der sie in ihren dunkelsten Stunden motivieren konnte. Wenn sie abends weinte, kam er zu ihr und legte seinen Arm um sie. Wenn sich ihre Blicke trafen, lächelte er, während Zarifa in seine wunderschönen braunen Augen sah – mit einem Gefühl, das sie zunächst gar nicht einzuordnen vermochte.
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[Edain] Imladris Suggestions / Re: Imladris Ring Hero Ideas
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 23:38 »
The Fellowship as the faction's own Ring feature is the option that makes sense the most, at the end of the day. If you think about it, Elrond becoming High King via the One Ring (the old concept) was problematical due to the involvement of such evil artefact, him being blessed is not a very consistent of a proposal, given the lack of that temptation motive which characterises Galadriel and the absence of any fault on Elrond's part (he had not partaken in the rebellion against the Valar), Bilbo does not give the idea of an appealing choice as a Ring Hero and the good and old Tom being permanent seems to me not enough unique (he's already present in the spellbook).

The Fellowship is totally in tune with the atmosphere of the War of the Ring and its implementation explores the theme at the heart of LOTR and of the first chapter of the trilogy, conveying the cinematographic feeling we expect the Edain Mod to be based on.
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Thal / Die Stadt auf dem See
« Letzter Beitrag von Fine am Gestern um 23:26 »
"Wie konnten sie diese Stadt nur erbauen? Sie steht inmitten des... des großen Sees!"
Kerry hatte, seitdem sie aus Rohan geflohen war, schon viel gesehen. Sie war durch die weiten Ebenen Enedwaiths gekommen und hatte die Eiswüste des Nordens überlebt. Sie war in der Elbenstadt Mithlond gewesen und hatte im verborgenen Tal von Imladris übernachtet. Sie hatte die alten Festungen Arnors gesehen und das Auenland bereist. Und sie hatte den Düsterwald durchquert und den Hohen Pass erstiegen. Und trotzdem kam sie nun aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie konnte einfach nicht verstehen, wie die Menschen, die hier lebten, es geschafft hatten, ihre Stadt mitten auf dem Langen See zu errichten.
Helluin, der neben Kerry ritt und an diesem Morgen ein wenig aufzutauen schien, sagte: "Die Stadt steht auf großen, hölzernen Pfählen, die bis zum Grund des Sees reichen. Da steckt nun wirklich kein Hexenwerk dahinter, Kerry." Ein schwaches Lächeln zog über das Gesicht des Waldläufers.
Kerry zwang sich, es zu erwidern. Sie musste bei solchen Unterhaltungen mit Helluin immer wieder an Oronêls Worte denken, der ihr eingeschärft hatte, sich mit den Dúnedain in Sarumans Diensten gutzustellen. Bei einigen fiel ihr das leicht, wie zum Beispiel bei Daerod. Doch Helluin war aus freien Stücken hier und nicht durch Saruman gezwungen worden. Er war mitverantwortlich für den Untergang von Oronêls Heimat Lothlórien. Und das würde Kerry ihm niemals verzeihen. Also brachte sie ein Lächeln zustande, das nicht von Herzen kam. "So ist das also," sagte sie und wandte den Blick wieder der Stadt zu, die vor ihnen aufragte.
Direkt vor ihnen überquerte Thranduils Kolonne jetzt die lange Brücke, die zum Herzen Esgaroths führte. Kerry sah Finelleths sandblondes Haar aufblitzen, direkt hinter ihrem Vater reitend. Dann betraten auch die Pferde der Dúnedain die Brücke. Kerry war sehr froh, dass Rilmir ihr während ihrer zweijährigen Reise mit ihm das Schwimmen beigebracht hatte, als sie schluckend mitansehen musste, wie sie über das Holz tiefer und tiefer auf den See hinaus ritten.
Endlich erreichten sie die Stadt und saßen bei den Stallungen ab, die auf einem der größeren Plätze gelegen waren und in erstaunlich gutem Zustand waren, verglichen mit dem Rest der Stadt. Kerry erfuhr später, dass die Ostlinge, die die Seestadt besetzt gehalten hatten, hier ihre Meldereiter stationiert hatten, um Nachrichten in das ferne Reich von Rhûn zu senden. Glücklicherweise hatten Sarumans Kundschafter einen Tag vor Beginn des Gefechts in Esgaroth dafür gesorgt, dass keine Boten in Richtung der Hauptstadt der Ostlinge aufbrechen konnten. Sofern nicht aus Thal oder vom Erebor aus eine Meldung gemacht wurde, würde in naher Zukunft keine Verstärkung aus Rhûn eintreffen.

Saruman, Thranduil, Glorfindel und Helluin eilten rasch in Richtung des größten Hauses davon, das ganz in der Nähe stand. Dort hielt sich offenbar der König von Thal auf. Kerry blieb etwas verloren auf dem Platz stehen, der an ein großes Areal offenen Wassers grenzte, das sich wie ein kleiner See inmitten der Stadt befand. Ein Schild wies sie darauf hin, dass sie sich hier anscheinend am "Marktwasser" befand. Im Augenblick gab es dort aber nicht allzu viel zu kaufen. An einigen Stellen waren noch Spuren der vergangenen Schlacht zu sehen und Kerry versuchte, nicht hinzusehen wenn sie an einer der Leichen der Ostlinge vorbeikam, während sie ohne ein wirkliches Ziel zu haben am Rand des Marktwassers entlang streifte. Sie fragte sich, wo sich Oronêl gerade herumtrieb. Er hatte, soweit sie wusste, an dem Gefecht teilgenommen, doch bei der Besprechung der Anführer des Heeres schien er nicht eingeladen zu sein. Ob er wohl etwas Zweisamkeit mit Mírwen sucht? fragte sie sich und musste dabei an Aéd denken, der irgendwo im fernen Dunland mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen hatte.
"Suchst nach jemandem?" fragte eine Stimme. Kerry drehte sich um und entdeckte einen jungen Mensch, der mit einem Stapel Waffen im Arm auf einer der Brücken stand, die die vielen Kanäle der Stadt überquerten. Er musste einige Jahre jünger als sie selbst sein, schätzte Kerry, und er besaß hellbraunes Haar. Er sprach mit einem leichten Akzent, der Kerry an ihre Heimat erinnerte.
"Nein," antwortete sie. "Ich... glaube nicht."
"Ich kenne dich nicht. Bist du neu in der Stadt?"
Er muss mich für eine Einheimische halten, dachte Kerry. Dabei fiel ihr auf, dass die Menschen, die sie in Esgaroth gesehen hatte, in Rohan alle problemlos als Eorlingas durchgegangen wären. Sie fragte sie, warum das so war, und nahm sich vor, Oronêl oder Finelleth bald danach zu fragen. "Ich komme aus Rohan," sagte sie wahrheitsgemäß.
"Rohan? Wirklich? Ich habe gehört, dass es dort sicher ist. Einige meiner Freunde sind dorthin unterwegs," sagte der Junge, der ins Plaudern geriet und seine Waffenladung abstellte.
Kerry trat neben ihm auf die Brücke. "Im Augenblick ist es dort sicher, aber das war nicht immer so. Ich bin vor einigen Jahren selbst von dort geflohen."
"Und weshalb bist du nun hier?"
Sie hielt inne. Um Saruman das Handwerk zu legen und das Waldlandreich zu befreien, wollte sie sagen, denn das war die Wahrheit. Doch natürlich konnte sie damit nicht einfach herausplatzen. Also schwieg sie einen Moment, und das leise Rauschen der Wellen unter ihr drang an ihr Ohr, während sie nachdachte. Schließlich antwortete sie: "Ich bin auf der Suche nach meinem Vater." Es stimmte, denn seitdem Helluin ihr in Thranduils Hallen angeboten hatte, seine Ressourcen dafür zu nutzen, sich nach Kerrys leiblichem Vater umzuhören, hatte sie immer öfter an Cyneric gedacht und sich gefragt, wie es ihm in Rhûn auf der geheimen Mission, auf der er war, wohl erging. Und hier, in Esgaroth, am Rande des Einflussgebiets des Reiches von Rhûn, war sie ihm wahrscheinlich so nahe wie nie zu vor gekommen. Wenn Helluin sein Versprechen wahr machte, könnte sie ihn vielleicht tatsächlich finden.... nachdem sie Finelleth und Oronêl geholfen hatte, das Waldlandreich zu befreien. Das war die wichtigere Aufgabe, das stand für Kerry fest. Aber dennoch musste sie den Jungen nicht anlügen, als sie ihm nun auf seine Frage antwortete.
"Wie sieht er denn aus?" fragte der Junge und riss Kerry damit aus ihren Gedanken. Sie gab ihm eine rasche Beschreibung, und er versprach ihr, sich nach Cyneric umzuhören.
"Danke, äh..." setzte Kerry an.
"Theren," stellte er sich vor. "Und wie lautet dein Name?"
"Eigentlich heiße ich Déorwyn," sagte sie und es fühlte sich gut an, endlich nicht mehr verbergen zu müssen, wer sie wirklich war, wie sie es in den Jahren in Eriador hatte tun müssen. "Aber alle nennen mich Kerry."
"Kerry," wiederholte Theren mit einem Grinsen. "Das klingt lustig."
"Lustig?"
"Es klingt, als wärst du ein lustiges Fräulein," verbesserte er sich rasch.
"Nun... das bin ich wohl." Sie fingen beide an, zu lachen.

Kerry verbrachte ungefähr eine halbe Stunde mit Theren, ehe dem Jungen einfiel, dass er ja einen Waffenlieferung in die Unterkunft des Königs zu bringen hatte. Hastig verabschiedete er sich von Kerry, versprach erneut, sich nach ihrem Vater umzuhören, und sprintete davon. Kerry blieb alleine am Marktwasser zurück und setzte sich auf die Kante des Piers, damit sie die Beine baumeln lassen konnte. Sie trug ihre gewöhnliche Reisekleidung und war froh, dass dazu eine feste Hose aus Leder gehörte. Der Wind hatte aufgefrischt, und Kerry war sich sicher, dass sie frieren würde, wenn sie ein Kleid tragen würde. Sie löste ihren Zopf und begann, ihn auf elbische Art neu zu flechten, wie es ihr Halarîn in Fornost beigebracht hatte. Es kam ihr unendlich lange her vor, obwohl seitdem nur wenige Monate vergangen waren. Ihre Gedanken begaben sich erneut auf Wanderschaft und sie fragte sich, was wohl gerade bei Halarîn, Faelivrin und Farelyë in Eregion vor sich ging. Sie hoffte, dass es ihnen gut ging. Kerry kam sich in jenem Moment etwas einsam vor, denn all ihre Freunde waren entweder weit weg in fernen Landen oder mit wichtigeren Dingen beschäftigt. Sie blieb sitzen und beobachtete die Wellen, die sich auf der Wasserobefläche kräuselten, während sie nachdachte und ihre Gedanken ordnete. Viel war geschehen, seitdem sie das letzte Mal so richtig Zeit gehabt hatte, um in sich zu gehen und die Ereignisse zu verarbeiten. Es tat gut, hier, inmitten des Chaos von Kriegen und Armeen, ein wenig Ruhe zu finden.
"Faszinierend, nicht wahr?" sagte Oronêls Stimme neben ihr. Kerry, die auf die Oberfläche des Wassers gestarrt hatte, wo sie ihr Spiegelbild sah, sah nun auch die Spiegelung ihres Elbenfreundes neben sich auftauchen. "Wir sind nun weiter in den Osten Mittelerdes vorgedrungen, als ich es in den Jahrtausenden meines Lebens bislang getan habe, und dennoch fühlt sich alles noch immer vertraut und gleichzeitig fremd an."
Sie blickte auf und sah ihn an. Oronêl ließ seinen Blick nun über den See schweifen. "Wusstest du, dass die Menschen von Thal mit deinem Volk, den Rohirrim verwandt sind?" sagte er, mit einem nachdenklichen Klang in der Stimme.
"Ich hatte es vermutet," antwortete sie. "Die Sprache, die sie hier sprechen, ähnelt meiner Muttersprache sehr. Die Leute hier haben sogar ganz ähnliche Namen wie die Menschen in der Riddermark."
"Ja," sagte Oronêl. "Und ich glaube, wenn wir noch weiter in den Osten reisen würden, würden wir auch dort auf Völker treffen, die uns auf gewisse Weise bekannt vorkommen. Denn zumindest eines haben alle frei lebenden Wesen Ardas gemeinsam. Nämlich einen gemeinsamen Feind."
"Sauron," wisperte Kerry, und Oronêl nickte.
"Ganz genau."
Sie schwiegen einen Augenblick, ehe er weitersprach und das Thema wechselte. "Ich möchte, dass du in den kommenden Kämpfen in Thal auf dich achtest, Kerry. Ich würde es mir nie verzeihen können, wenn dir etwas zustößt."
"Natürlich," antwortete sie. "Ich bleibe bei den Dúnedain. Dort werde ich sicher sein. Helluin sagte, dass sie auf einem Beobachtungsposten Stellung beziehen werden, der abseits vom Schlachtfeld liegt."
"Helluin... er scheint sich ja schon recht gut an dich... gewöhnt zu haben," sagte Oronêl mit einem seltsamen Unterton.
Kerry machte eine gleichgütltige Geste. "Wohl schon. Ich hoffe, er kann mir tatsächlich einen Hinweis auf meinen Vater geben."
"Sei... bitte vorsichtig, Kerry," bat Oronêl. "Helluin steht Saruman sehr nahe, und die Absichten des Zauberers sind mir schleierhaft."
"Ich werde schon auf mich aufpassen, mein überaus besorgter Kamerad," witzelte sie.
"Darauf zählen wir alle," antwortete Oronêl mit einem kleinen Lächeln. "Darauf zählen wir."
6
RPG Library / Re: Antique Lyrics of Arda
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 23:02 »
Dreadful coming



I wonder and ponder, whether the Emperor of all evil might break out from his prison, one terrible day of doom for anyone breathing on the surfaces of the earth,
Chaos would follow and sheer havoc in the world once again shall be brought,
The ramparts of Arda would not perhaps resist, in the darkest hour, and they would fail in sustaining such sudden burden of calamity,
Another war shall be dreadful consequence of the tale, striving the Powers still to win the foe who never content may be, foundations being shattered in the process and death spread hither and yonder.



None but Manwë, Varda and Mandos knows what the End is to entail. The end of the world and Arda itself. Yet, something is very certain and plain as the sunlight of morning. The Evil, its ancestral source, has been banished and thrown in the desperation of the lifeless void of Eä. Were Morgoth to come back, that would be the prologue of the most terrible cataclysm which has befallen in the annals of the world. The very foundations of the earth will tremble and suffer due to the battle arising. All shall be broken, but hope finds a place in this ultimate divination: Ilúvatar shall mend flaws and an everlasting harmony is to be the final result.
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Website Feedback / Re: Name Change Requests
« Letzter Beitrag von Thranduils am Gestern um 18:11 »
hello i want to Change my name
old name: your old name Thranduils

new name: your desired new name{Legolas} 🍃™
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Das Nebelgebirge / Die westlichen Hänge
« Letzter Beitrag von Fine am Gestern um 18:11 »
Córiel, Sabri und Jarbeorn aus Eregion


Vaicenya selbst hatte ihnen kaum Hinweise hinterlassen, doch die Orks, die der Dunkelelbin dienten, waren auf direktem Weg ins Gebirge hinaufgestiegen. Eine breite Spur aus niedergetrampelter Vegetation machte es den drei Gefährten allzu leicht, ihre Feinde zu verfolgen, während sie nun in immer höher gelegene Regionen auf der Westseite der Gipfel des Nebelgebirges kamen. Sie hatten nach einer kurzen Beratung beschlossen, den Orks zu folgen, in der Hoffnung, dass diese sie zu Vaicenya führen würden.
Die Luft wurde spürbar kälter, doch noch hatten sie die Schneegrenze nicht passiert. Das langgezogene Tal, durch das sie hintereinander ritten, stieg sanft nach Osten hin an und war von einem nicht allzu dichten Wald aus dunklen Tannen bewachsen. Die Pferde trugen Córiel, Jarbeorn und Sabri im Trab sicher auf den Spuren der Orks durch das Tal. Sie sprachen nur wenig. Ihr wichtigstes Ziel war es, mehr über Vaicenya und ihre Verbindung zu Saruman herauszufinden, und Sabris verlorene Karte zurückzuholen, damit der junge Krieger seinen Auftrag erfüllen konnte. Hin und wieder kamen sie an umgestürzten Bäumen vorbei, die wohl ein Sturm umgerissen hatte. Das Tal, durch das sie ritten, war nicht bewohnt, soweit sie wussten. Córiel vermutete, dass es hier zu wenig Nahrung für ein Dorf der Menschen oder Zwerge gab, und dass die Gefahr von Ork-Überfällen zu groß war.

Drei Tage folgten sie ihren Feinden, ohne dass sich die Landschaft allzusehr veränderte. Am vierten Tag jedoch begannen die Bäume, weniger zu werden und das Terrain wurde steiler und felsiger.
„Allzu weit werden uns unsere Pferde nicht mehr tragen können,“ stellte Jarbeorn fest.
„Wenn es soweit ist, gehen wir zu Fuß weiter,“ sagte Córiel entschlossen. Sie hatten sich mit Absicht immer einige Stunden hinter den Orks gehalten, obwohl sie sie dank der Geschwindigkeit ihrer Reittiere leicht hätten einholen können. Doch sie wollten, dass die Orks sie zu ihrer Herrin führten, und bislang schien das nicht geschehen zu sein. Außerdem sorgte das entspannte Reisetempo dafür, dass die Pferde ausgeruht und bereit für eine rasche Flucht waren, falls es dazu kommen sollte.
Sabri, der ein Stückchen vorausgeritten war, tauchte zwischen zwei Bäumen auf und winkte ihnen aufgeregt zu. „Sie haben angehalten,“ rief er atemlos. „Es gibt ein großes Lager, nicht weit von hier, das unter einer großen, vorhängenden Klippe errichtet ist. Sieht aus, als wäre dieser Ort ihr Ziel... oder sie rasten dort für den Augenblick.“ Der Südländer deutete über seine Schulter, ungefähr nach Norden. Dort war zwischen den Baumwipfeln tatsächlich eine große, graue Klippe zu erkennen, die wie ein von der Natur geschaffener Balkon weit über das darunter liegende Tal hinausragte.
„Wie ich die Orks dieses Gebirges kenne, gibt es dort einen Höhleneingang,“ mutmaßte Jarbeorn. „Sie haben überall solche Tunnelausgänge, um ihre Raubzüge durchzuführen.“
Sabri, dem man ansah, dass all das noch sehr neu für ihn war, strich sich über den Oberarm und blickte interessiert in Jarbeorns Richtung. „Dann gibt es Tunnel und Höhlen unterhalb dieses Gebirges?“
„Tausende und Abertausende davon,“ antwortete Jarbeorn. „Diese Orks sind wie Maden, die sich durch das Gestein wühlen.“
„Wir lassen die Pferde hier und sehen uns das Lager genauer an, wenn die Sonne am höchsten steht,“ entschied Córiel.
Die beiden Menschen nickten. Rasch banden sie die Pferde an und machten sich marschbereit.

Córiel lag auf einem breiten Felsen, der am südlichen Hang der großen Klippe aus dem Gestein des Berges herausragte und ihr einen ausgezeichneten Ausblick über das Ork-Lager und die Länder nordwestlich davon bot. Neben ihr verharrten Sabri und Jarbeorn in ähnlicher Position. Sie hatten sich dort hinaufgeschlichen, ohne von den Wachen des Lagers entdeckt zu werden, was wegen der fehlenden Bäume, die ihnen Deckung hätten geben können, kein leichtes Unterfangen gewesen war. Der Aussichtspunkt lag ungefähr einen Steinwurf von der Stelle entfernt, wo der südliche Holzpalisadenwall des Ork-Lagers am unteren Rand der Klippe endete. Sie befanden sich jedoch auf höherem Terrain - sogar höher als die Spitzen der Wachtürme, die das Lager umgaben; drei auf der Südseite, und drei auf der Nordseite.
Jenseits des Lagers lag ein Landstrich, den Córiel nach einiger Zeit als den Nordteil Eregions erkannte. Eine hohe Kette aus Gipfel erstreckte sich wie ein hinausragender Arm des Nebelgebirges inmitten dieses Gebietes direkt nach Westen. Auf Karten Eregions wurde dieses Gipfelkette als der Hulsten-Kamm bezeichnet. Und an mehreren Stellen sah die Hochelbin mit ihren weitsichtigen Augen Rauch aufsteigen. Rauch, wie er ebenso aus dem Lager der Orks direkt vor ihnen aufstieg...
In der Hoffnung, dass die Sonne die Beobachtungsposten auf den Türmen blenden würde, pirschten sie sich in aller Vorsicht näher heran. Als sie bis auf Bogenschussreichweite herangekommen waren, schaltete Córiel die Ork-Wächter auf dem ihnen am nächsten gelegenen Turm mit zwei gezielten Schüssen aus. Dann eilten sie ungesehen bis an das südöstliche Ende der Palisade heran. Der Hang der Klippe gab ihnen dabei etwas Deckung, da sie aus einer unvorhergesehenen Richtung kamen, dennoch gingen sie stets das Risiko ein, entdeckt zu werden. Doch Córiel vertraute darauf, dass die Orks sich weit weg von jeglichen Feinden und in Sicherheit wähnten.
Sabri, der ein Seil mit sich trug, warf dieses geschickt über die Spitzen der Palisaden, und es verfing sich dort an einem hölzernen Pfahl. Der Südländer kletterte flink daran hinauf und verschwand auf der anderen Seite. Eine lange Minute verging, ohne dass er ein Zeichen von sich gab, doch dann tauchte sein Gesicht wieder oberhalb der Palisaden auf. Lächelnd winkte er Córiel und Jarbeorn zu und bedeutete ihnen, ihm zu folgen.
Auf der anderen Seite angekommen gingen sie hinter einem großen Ork-Zelt in Deckung. Sabri reinigte sein langes Messer, das schwarz vom Blut eines Feindes war, auf den er bei seinem Eindringen in das Lager gestoßen war. Rasch ließen sie die Leiche unter dem losen Stoff des Zeltes verschwinden und schlichen sich weiter durch das Lager hindurch.
Es war ein sehr großes Lager, doch der Großteil davon stand leer. Sie sahen nur hin und wieder Orks, die im Schatten der Klippe herumlungerten oder anderen Beschäftigungen nachgingen. Die Orks des Nebelgebirges vertrugen das Licht der Sonne nicht, weshalb sich die meisten von ihnen entweder in den Zelten befinden mussten - oder unter der Erde. Denn als Córiel und ihre Gefährten den zentralen Bereich des Ork-Lagers erreicht hatten, sahen sie den großen Höhleneingang, der mitten in den glatten Fels der Klippe gehauen war und an dem einiges an Aktivität herrschte. Orks strömten hinein und heraus. Die meisten von ihnen trugen das Zeichen der Weißen Hand. Córiel fiel auf, dass die Orks, die Vaicenya dienten, das nicht getan hatten. Sie fragte sich, was wohl dahinterstecken mochte.
Hinter einem großen Zelt hervor spähend beobachteten die drei Gefährten einige Zeit das Treiben am Eingang in die Tiefen des Gebirges. Schon bald fiel ihnen auf, dass die meisten Orks, die die Höhlen verließen, zum Nordtor des Ork-Lagers eilten. Und als sie sich wenige Minuten später vorsichtig ebenfalls dorthin schlichen, stellten sie fest, dass sie nicht ohne Weiteres weiterkamen. In der Nordhälfte des Lagers waren deutlich mehr Orks unterwegs, und sie waren alle zum Kampf gerüstet. Immer wieder rotteten sich kleinere Trupps am Tor zusammen und verließen das Lager dann in nordwestlicher Richtung. Córiel konnte aus ihrem momentanen Versteck nicht sehen, wohin sie gingen, doch sie vermutete, dass sie zu den Stellen unterwegs waren, an denen sie den Rauch hatte aufsteigen sehen. Ihr gefiel überhaupt nicht, was sie hier sah. Vaicenya hatte davon gesprochen, dass sich die Dunländer mit den Orks des Gebirges verbünden würden, um das Reich von Eregion zu zerschmettern. Dank Calantos Ritt zur Hauptstadt würden die Elben darüber Bescheid wissen, dass sich die Orks im Gebirge, also östlich von Eregion, regten, doch würden sie auch mit einem Angriff aus dem Norden rechnen? Es sieht aus, als würden sie den Hulsten-Kamm als ihr Aufmarschgebiet benutzen, wurde es Córiel klar.

Vorsichtig traten sie den Rückzug an. Sie konnten den Nordteil des Lagers nicht durchsuchen, ohne entdeckt zu werden, so viel war ihnen klar. Doch das Glück, das ihnen so lange hold gewesen war, ließ sie nun im Stich, gerade als sie sich von dem Anblick am Nordtor des Lagers abgewendet hatten. Eine große Gruppe von Orks näherte sich direkt von Süden. Córiel und ihren Gefährten blieb keine andere Wahl, als sich hastig in eines der Zelte zu flüchten, aus dessen Schatten sie hervorgespäht hatten.
Drinnen war es dunkel und die Luft roch abgestanden. Das Zelt war groß genug, sodass selbst Jarbeorn darin aufrecht stehen konnte. Sie verharrten regungslos, während die Orks draußen mit großem Getöse vorbeimarschierten. Gerade als Córiel aufatmen wollte, regte sich etwas in den Schatten des hinteren Teil des Zeltes.
Sabri reagierte als erster und sprang mit blitzenden Klingen auf die schattenhafte Gestalt zu, doch ehe er zustoßen konnte, erklang eine Stimme, die ein einziges Wort wisperte: „Ayfanaa!
Der Südländer rollte sich ab und kam flink wieder auf die Beine. Dann antwortete er in derselben Sprache.
„Sabri?“ fragte Córiel verwirrt. „Was...“
Anstatt einer Antwort hob der junge Krieger die Hand und beugte sich vor. Sein Dolch zuckte vor, und die Gestalt sank in sich zusammen.
Jarbeorn und Córiel keuchten auf, doch da regte sich Sabris „Opfer“ wieder. Der Südländer zog die Gestalt vorsichtig näher zum Eingang des Zeltes, wo es heller war, dessen Arm vorsichtig über die Schulter gelegt. Córiel sah nun, dass es sich um einen Mann handelte, der weite Kleidung aus hellem Stoff trug, auf der vereinzelte Blutflecken zu sehen waren. Sein Gesicht war unter einer Kapuze verborgen. Sabri lehnte ihn gegen einen großen Sack, der nahe des Eingangs lag. Dann warf er etwas zu Boden: Es waren zerschnittene Fesseln.
„Danke,“ ächzte der befreite Gefangene. „Ich hätte nicht gedacht, so fern der Heimat einen Krieger des Silbernen Bogens zu treffen. Doch ich kann nicht behaupten, dass ich nicht erfreut darüber wäre.“ Ein schwaches Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht. Dann wandte er sich Córiel und Jarbeorn zu. „Mein Name ist Níthrar. Wie eurer Freund hier stamme ich aus Harad.“
„Was macht Ihr hier, an diesem... ungemütlichen Ort, so fern der Heimat?“ fragte der Beorninger erstaunt.
„Nun, ich bin nicht ganz freiwillig hier,“ antwortete Níthrar. „Für gewöhnlich lebe ich bei einer Gruppe, die als die „Heimatlosen“ bekannt ist.“ Dabei blickte er Sabri an, der rasch nickte.
„Ich bin Sabri Ibn Eayan,““ stellte er sich vor. „Ich hatte schon mit Euren Leuten zu tun.“
„Ah, der Sohn des Falken höchstpersönlich kommt zu meiner Rettung? Dein Vater muss ja größere Stücke auf mich halten, als ich angenommen hatte.“
Sabri blickte etwas betreten beiseite, und Níthrar schien sofort zu verstehen. „Doch du bist wegen etwas Anderem hier, nicht wahr?“
„Wie lange seid Ihr schon ein Gefangener dieser Orks? Habt Ihr vielleicht hier eine Elbin gesehen, die sich Vaicenya nennt?“
„Ob ich sie gesehen habe...“ wiederholte Níthrar leise. Nach einer kurzen Pause fuhr er mit bitterer Stimme fort: „Oh, ich habe sie gesehen. Und wünsche mir nun, ich hätte es nicht. Ich hätte niemals nach Norden kommen sollen. Andere benötigen meine Hilfe im Süden.“
Seine blauen Augen strahlten eine tiefe Traurigkeit aus und er sank erneut in sich zusammen. Da legte ihm Jarbeorn mitfühlend die Hand auf die Schulter und sagte: „Uns hat sie auch schon ein paarmal zu oft an der Nase herumgeführt. Aber wir werden sie aufhalten. Soviel ist sicher.“
Der Optimismus des Beorningers schien ansteckend zu sein, denn Níthrar hob den Kopf und richtete sich wieder auf. „Nun, ich schätze, es ist nie zu spät, zu hoffen. Auch wenn ich fürchte, dass in diesem Fall nur ein Narr zu hoffen wagen würde.“
„Schluss damit,“ ging Córiel ungeduldig dazwischen. „Wir können uns in Uhr darüber unterhalten, ob wir nun Narren sind oder nicht, wenn wir uns in sicherem Abstand von diesem Lager befinden.“
„Du hast Recht. Verschwinden wir von hier,“ meinte Sabri. „Könnt Ihr gehen, Heimatloser?“
Níthrar kam etwas holprig auf die Beine, doch dann nickte er. „Ich war sehr lange gefesselt. Doch ich denke, es wird gehen. Ich bin nicht allzu schwer verwundet und werde mich rasch erholen.“
Jarbeorn spähte vorsichtig durch den Eingang des Zeltes hinaus. „Noch immer viel zu viele Orks unterwegs,“ raunte er. „Ich fürchte, es werden ständig mehr.“
„Dann schneiden wir ein Loch in die Hinterwand des Zeltes und hoffen, dass der südliche Teil des Lagers noch immer recht leer ist,“ entschied Córiel.
Sie versammelten sich an der Rückseite, und Sabri setzte sein Messer an der dicken, aus Lederhäuten bestehenden Zeltwand an. Níthrar war zunächst an den Ort zurückgekehrt, wo er in der Dunkelheit gefesselt gewesen war, und tauchte mit einem kleinen Beutel in der Hand wieder auf.
„Meine Habseligkeiten haben meine Gastgeber freundlicherweise direkt neben mir selbst gelagert,“ erklärte er zufrieden.

Sie gelangten ungesehen durch das Loch in der Zeltwand und durch das leerere Südlager bis zu der Stelle, an der sie auf dem Hinweg die Palisade überquert hatten. Níthrar hatte sich ihrem Tempo rasch angepasst und hatte die Gruppe nicht verlangsamt. Doch nun gab es ein Problem: Sabris Seil war verschwunden, und an seine Stelle waren fünf aufmerksame Orks getreten.
„Das kommt ungelegen,“ kommentierte Jarbeorn. Die Gefährten spähten hinter einem großen Stapel von gefällten Baumstämmen hervor und sahen zu, wie sich die Orks in ihrer Sprache unterhielten und ganz offensichtlich nach dem Besitzer des Seils suchten.
„Wahrscheinlich haben sie die toten Turmwächter noch nicht entdeckt, sonst hätten sie längst den Alarm ausgelöst,“ mutmaßte Córiel.
„Lange wird es nicht mehr dauern,“ wandte Sabri ein. „Wir müssen etwas unternehmen.“ Und er setzte seine Worte direkt in Taten um, als er hinter dem Holzstapel hervorsprang und mit zwei schnellen Sprüngen mitten unter den überraschten Orks landete. Sabris Klingen rauschten hervor und fällten einen von ihnen, doch die übrigen Orks stürzten sich auf ihnen, während ein Weiterer in Richtung des Südtores losrannte.
Córiel konnte ihn nicht entkommen lassen. Hastig spannte sie ihren Bogen, doch sie hatte sich zu wenig Zeit zum Zielen gelassen. Der Schuss ging daneben. Dennoch stürzte der Ork tot zu Boden. Es war Níthrar, der ihn mit einem eigenen Treffer getötet hatte, denn er hatte unterwegs einen orkischen Bogen und einige Pfeile aufgehoben.
„Meisterhafter Schuss,“ murmelte Córiel überrascht als sie erkannte, was geschehen war. Dann sprang sie auf und folgte Jarbeorn, der sich bereits zu Sabri ins Gefecht gestürzt hatte. Die Orks waren rasch besiegt, doch nun geriet das Lager in Aufruhr.
„Wir müssen sofort weg von hier,“ rief Jarbeorn und holte mit seiner Axt aus. Einmal, zweimal, dreimal ließ er sie mit mächtigen Hieben auf die nahe Palisade niedergehen, ehe einer der Stämme entzweibrach und ihnen eine schmale, aber ausreichende Lücke bot. Mit großer Hast zwängten sie sich hindurch und rannten, so schnell sie ihre Beine trugen, bis sie außer Sichtweite des Lagers waren.

In einem kleinen Wäldchen hielten sie an und blieben schwer atmend stehen. „Sie werden unsere Spur schon bald aufgenommen haben,“ warnte Jarbeorn, der sich am besten mit den Orks des Nebelgebirges auskannte. „Wir müssen zu den Pferden, und uns in Sicherheit bringen!“
„Oh, ich glaube nicht, dass sie uns verfolgen werden,“ warf Níthrar ein. „Sie haben dringlichere Befehle. Bis sie feststellen, dass ihr geschätzter Gast“ - er deutete auf sich selbst - „entkommen ist, wird wahrscheinlich noch viel Zeit vergehen.
Córiel entspannte sich bei seinen Worte ein wenig. „Nun, dann schlage ich vor, wir finden die Pferde und sorgen dann für ein Abendessen. Ich für meinen Teil bin nach abenteuerlichen Befreiungen wie dieser immer besonders hungrig.“
Das entlockte Jarbeorn ein schallendes Lachen, und auch Sabri und Níthrar grinsten. „Das ist eine hervorragende Idee,“ lobte der Südländer.
Und wenn wir gegessen haben, werden wir uns unterhalten, Níthrar, dachte Córiel. Der Mann schien deutlich mehr zu wissen, als er preisgab. Und sie hatte vor, all das herauszufinden.
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Website Feedback / Re: Name Change Requests
« Letzter Beitrag von janpara am Gestern um 18:08 »
In this thread requests for name changes can be posted.

As long as the desired name respects the forum rules and the last Name Change happened more than 6 month ago, we will fullfill your wish as soon as possible.
Please remember that Admins have also other things to do or might be on holidays, therefore we can't guarantee that the change will always be immediantly.
If the name change is rejected, you will receive a PM.

Christmas Names aren't affected by this rule.


Change Request have to be posted in the following format:

old name: your old name janpara

new name: your desired new name King Elessar ⚔
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[Edain] Imladris Suggestions / Re: Imladris Ring Hero Ideas
« Letzter Beitrag von FG15 am Gestern um 17:48 »
Zitat
Is there a way to code it so that Gandalf disappears from the Fellowship and appears with the White Council if such a power was activated? My gut reaction says that this wouldn't work, but it would be neat if it could.
No, that's the reason, why the council of Elrond Spell was removed from Rivendell.
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