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[Edain] Imladris Suggestions / Re: Imladris Spellbook Proposal
« Letzter Beitrag von Walküre am Heute um 01:11 »
Thank you very much for having forwarded your thoughts. Concepts and diverse ideas from the community are what this forum feeds from.

Regarding these suggestions of yours, it is quite hard to give a comprehensive response and state whether I like this proposed spellbook or not. In the words of FG, Rivendell's spells are for the most part finalised. I recently tested them and they are obviously different from the ones you have conceived. I shall thus stick to what is to be showcased (soon, I hope). Nevertheless, the most controversial of the choices that your concept encompasses is the summoning of Galadriel. I know that she would not be given all of her abilities, balance-wise, but I don't see the reason for her to come for the rescue of Imladris. Contrary to Aragorn or Gandalf, Galadriel is mostly a sedentary character, with the duty to safeguard her kingdom as the Lady of Lórien; I believe that this trait is even reflected in the very game, mainly via her preponderant supportive role. Henceforth, conceptually and lore-wise, Galadriel is the heroine I deem the least appropriate for a summoning spell.
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General Modding Questions / Problem with special camp construction
« Letzter Beitrag von Mealya am Heute um 00:36 »
In one of my specials maps (this one : https://modding-union.com/index.php/topic,32928.0.html) i use the object 'CampNoFlag_NE' to spawn special camps for the IA.

The player should not be able to build a camp on this spot but he can. I used several ways (disable the building possibilities, disable a specified units,...) but... It is not working. The player has always the camp icon to build on it.

I looked into some BFME 1 scripted maps and they used :
 Command button: 'Command_UnpackCamp ' is removed from all objects of type 'CampNoFlag_NE'.

to disable the possibility. But here this do nothing. If you have some solutions i will be very thankful since i'm pretty desperate to solve this xD
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Das Nebelgebirge / Sabris Auftrag
« Letzter Beitrag von Fine am Gestern um 23:13 »
Sie beschlossen, ihr Lager für die Nacht auf der gegenüberliegenden Seite des Tales aufzuschlagen, also so weit entfernt vom Lager der Orks wie möglich. Nachdem sie die Pferde abgeholt hatten, führten sie die Tiere am Zügel und Sabri, der als letzter ging, verwischte ihre Spuren, so gut es ging. Die Gruppe überquerte drei kleine Bäche und hoffte dadurch, noch schwerer zu verfolgen zu sein. Obwohl Níthrar ihnen versichert hatte, dass ihnen bis auf Weiteres keine Gefahr von den Orks drohte, waren sie dennoch vorsichtig. Am südlichen Rand des Tals angekommen richteten sie sich für die Nacht ein, als die Sonne langsam im Westen über den weiten, fernen Landen versank, über die man von hier aus einen spektakulären Ausblick hatte. Ein Feuer zu entfachen wagten sie nicht, und so mussten sie sich mit kaltem Abendessen begnügen.
Córiel saß neben Jarbeorn auf einem umgestürzten Baumstamm und kaute lustlos auf einem Stück Trockenfleisch herum. Sie fror. Etwas abseits standen Níthrar und Sabri nebeneinander und unterhielten sich in der Sprache der Haradrim. Córiel hatte vorgehabt, ein paar Antworten aus dem ehemaligen Gefangenen der Orks herauszuholen, doch das Gespräch, dass er mit dem jungen Krieger führte, schien sehr wichtig zu sein. Also übte sich die Hochelbin in Geduld. Auch Jarbeorn war ungewöhnlich still. Nachdenklich starrte der Beorninger in den dunklen Wald, der sie umgab. Da fasste sich Córiel ein Herz und legte ihre Hand auf seine, und er blickte auf.
"Warum so trübsinnig, Schwarzpelz?" fragte sie.
"Ich bin nicht trübsinnig. Ich denke nach," antwortete er.
"Das solltest du lassen. Der Gesichtsausdruck, den du dabei machst, sieht aus, als wärst du in Brennesseln getreten."
Jarbeorn schmunzelte. "Sehr witzig, Stikke." Dann wurde er rasch wieder ernst. "Weißt du, ich verstehe es einfach nicht. Ich dachte, ich kenne die Orks dieses Gebirges. In meines Vaters Diensten habe ich oft genug gegen sie gekämpft, als mein Volk den Hohen Pass für Reisende freihielt. Aber heute haben sie sich wirklich merkwürdig verhalten."
"Wovon sprichst du?" hakte Córiel nach.
"Findest du nicht auch, dass uns das Eindringen in das Ork-Lager und die erfolgreiche Flucht daraus viel zu einfach gefallen ist? Wir haben kaum kämpfen müssen. Und dann behauptet dieser Níthrar auch noch, dass die Orks uns nicht verfolgen werden? Normalerweise setzen sie einem Feind, der unerlaubt ihr Gebiet betritt, bis weit in die Ebene nach und sind äußerst nachtragend und rachsüchtig. Es ist sehr ungewöhnlich, dass sie ein Lager an der Oberfläche errichten, geschweige denn mehrere. Und wenn sie es tun, bewachen sie es so scharf, dass nicht einmal eine Ratte ungesehen hineinschlüpfen könnte. Einzeln mögen die Orks aus dem Nebelgebirge keine große Gefahr darstellen, schwächlich und feige wie sie sind. Aber wo ein Ork ist, sind immer noch mindestens ein Dutzend mehr. Ich sage dir, noch nie in meinem Leben habe ich ein so mies bewachtes und leeres Ork-Lager gesehen. Diese Orks... ich fürchte, sie haben irgendetwas vor, irgendetwas, das wichtiger ist als Eindringlinge und befreite Gefangene. Und das macht mir große Sorge."
Córiel nickte. "Mir geht es ähnlich. Ich glaube, hinter dem veränderten Verhalten dieser Orks steckt unser guter Freund Saruman. Es sieht ganz so aus, als ließe er eine Streitmacht auf dem Hulsten-Kamm, nordwestlich von hier aufmarschieren. Die Elben von Eregion erwarten einen Angriff aus dem Osten, doch die wahre Gefahr wird sich im Norden befinden."
"Ah, ihr habt das Rätsel also bereits gelöst," lobte Níthrar, der zu ihnen hinüber kam. "In der Tat ist dies der Befehl, den die Orks erhalten haben. Ich habe sie oft genug davon reden hören, während meiner Gefangenschaft."
"Nun, ich wünschte mir, dass es anders wäre," meinte Córiel. "Jedenfalls steht fest, dass wir die Avari-Königin warnen müssen."
"Wenn wir jetzt nach Eregion zurückreiten, riskieren wir, Vaicenyas Spur vollständig zu verlieren," warf Jarbeorn ein.
"Er hat recht. Deshalb werde nur ich gehen. Ihr drei folgt Vaicenya weiter." Sabri hielt sein Pferd bereits am Zügel. Und in der anderen Hand trug er Níthrars Bündel. "Ich habe meinen Auftrag erfüllt und kann zu meinem Vater zurückkehren."
"Wovon sprichst du?" fragte Córiel verwundert.
"Der Heimatlose wird es euch erklären," sagte Sabri und schwang sich in den Sattel. "Córiel, Jarbeorn, es war mir eine Ehre, mit euch zu reiten und zu kämpfen. Mögen euch eure Wege sicher an euer Ziel führen, und wir uns in besseren Zeiten wiedersehen." Der junge Krieger sprach mit ernster Stimme, doch dann stahl sich ein Lächeln auf sein Gesicht. "Und lasst euch nicht umbringen."
"Gute Reise," wünschte Jarbeorn, doch Córiel fand nicht die richtigen Worte. Also blieb sie stumm und machte eine Abschiedsgeste, als Sabri talabwärts davonpreschte.

"Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für ein paar Erklärungen," sagte Jarbeorn, als die Hufschläge in der Ferne verklungen waren.
"Eigentlich gibt es da nicht sonderlich viel zu sagen," antwortete Níthrar. "Die Karte, die Vaicenya Sabri gestohlen hatte, hatte sie mir gegeben, um sie für sie zu übersetzen, denn die Beschriftung war mit haradischen Schriftzeichen eingezeichnet worden. Als ich mich weigerte, legte sie die Karte zu meinen Habseligkeiten und versprach, sie würde mich schon noch dazu bringen. Ich vermute, dass eure Zusammenstöße mit ihr sie daran gehindert haben, ihre Worte bislang wahr zu machen." Sein Blick wechselte zwischen Jarbeorn und der Hochelbin hin und her, blieb jedoch schließlich an Córiel hängen. Níthrar fuhr leise fort: "Und ich glaube, ich sehe jetzt auch den Grund dafür."
"Schluss mit den Rätseln," sagte Córiel aufbrausend. "Ich verlange Antworten, Níthrar. Wie gerät einer vom Volke Harads so weit in den Norden? Was weißt du über Vaicenya und ihre Absichten? Und weshalb hatte es Sabri plötzlich so eilig, was hast du ihm eingeredet?"
"Eines nach dem anderen," erwiderte Níthrar mit einem gütigen Lächeln und hob abwehrend die Hände. Dann ließ er sich ihnen gegenüber nieder. "Meinen Namen kennt ihr beiden ja bereits: ich bin Níthrar von den Heimatlosen. Die Heimatlosen sind eine Gruppe von Nomaden, die in Harad leben und sich der Hilfe derjeniger verschrieben haben, die sich nicht selbst helfen können. Ich war ihr Anführer. Doch ursprünglich stamme ich selbst nicht aus dem Süden. Ich hörte ein Gerücht über Avari-Elben, die im Verborgenen nach Westen zogen, und wollte mehr darüber heraus finden. Also reiste ich mit großer Heimlichkeit nordwärts, bis ich nach Rohan kam. Da ich annahm, Lothlórien einen Zwischenstopp einlegen zu können, machte ich mich von dort aus zum Goldenen Wald auf. Doch dort fand ich nur Verwüstung vor - und die Schergen Sarumans, die mich gefangennahmen. Und zu Vaicenya brachten."
"Hast du irgendetwas über ihre Pläne herausfinden können?" fragte Jarbeorn.
"Nicht viel. Im Augenblick scheint sie tatsächlich Sarumans Vorhaben im Nebelgebirge umzusetzen, doch mir kam es nicht so vor, als wäre sie eine treue Dienerin des Zauberers. Es ist gut, dass Sabri eine Warnung nach Eregion bringen wird, denn die Gefahr, die dem Land droht, ist leider nur allzu real. Die Ork-Horden sammeln sich im Norden, um unvorhergesehen zuschlagen zu können."
"Sabri ist doch nicht nur wegen dieser Botschaft so hastig aufgebrochen. Was hast du ihm erzählt, als ihr in eurer Sprache miteinander geredet habt?"
"Ich habe ihm einige Nachrichten eingeschärft, die er seinem Vater und dessen Verbündeten mitteilen soll, wenn er in den Süden zurückkehrt, was bald geschehen wird. Er sagte, dass er im Schwanenfleet am Oberlauf des Gwathlós ein Boot versteckt hat. Der Fluss wird ihn rasch zu Meer tragen. Abgesehen davon habe ich seine... Hoffnungen bezüglich einer gemeinsamen Freundin etwas entschärft." Níthrar grinste. "Vielleicht hat er euch davon erzählt, aber es gibt da ein Mädchen mit weißen Haaren, das..."
Córiel hob die Hand. "Ich will es gar nicht wissen."

Sie verfielen für einen Augenblick in brütendes Schweigen. Es war Jarbeorn, der die Stille mit einer Frage beendete. "Was wollte Vaicenya denn von dir? Es kommt mir sonderbar vor, dass sie einen Gefangenen bis auf die andere Seite des Gebirges mitschleppen würde."
Níthrar blickte dem Beorninger einen Moment stumm in die Augen, ehe er antwortete. "Das habe ich mich auch gefragt," sagte er leise. "Vielleicht wollte sie, dass ich sehe, wie sehr sie sich verändert hat. Was aus ihr geworden ist. Doch dafür brauchte es nicht mehr als eine kurze Unterhaltung. Die Frau, die ich einst kannte, ist schon lange fort."
"Du hast sie also schon gekannt?" fragte Córiel rasch nach.
Ihr Gegenüber schenkte der Hochelbin einen seltsamen, schwer zu deutenden Blick. "Das habe ich." Mehr schien er jedoch im Augenblick nicht dazu sagen zu wollen.
"Und was sollten wir deiner Meinung nun tun? Wie gehen wir weiter vor?" wollte Jarbeorn wissen. "Wir brauchen einen neuen Plan."
"Oh, wir werden Vaicenya natürlich folgen - falls ihr dazu bereit seid, meine neuen Freunde," meinte Níthrar mit einem schwachen Lächeln. "Glücklicherweise weiß ich, wo sie sich gerade aufhält, und wohin sie bald gehen wird. Morgen machen wir uns auf den Weg dorthin. Ich rate euch, die Zeit bis zum Sonnenaufgang gut zu nutzen. Es liegt eine anstrengende Reise vor uns."
"Wovon sprichst du? Wohin werden wir gehen?"
"Nach Nordosten," antwortete Níthrar. "Zum Herzen des Gebirges." Dann wandte er sich ab und legte sich schlafen.
Den Kopf voller unbeantworteter Fragen taten es Córiel und Jarbeorn ihm einige Minuten später gleich.
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[Edain] Imladris Suggestions / Re: New Imladris Spellbook
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 22:25 »
I like the idea of Sanctuary+White Council. I made the suggestio about implementing the White Council in Imladris as wel so I second this suggestion.

Many have already proposed a similar suggestion in the past. I reckon the White Council sequence in the films and its lore in the books boast a very charming effect on the community; for people who are totally fond of the White Council motive, and that caters for me equally, there couldn't be a more fashionable and appropriate proposal than this. Alas, this concept has always been flawed from the beginning of the English Community, of which I still have memory. Namely, there are a couple of problems worthy of note.

1. The prime dispute: Rivendell is set in the War of the Ring timeline, leaving aside the happenings of the Hobbit and the meetings of the Wise of Middle-earth.
2. Saruman, one time-chief of the assembly, would not be a serviceable hero for the summoning spell, having become the fallen wizard during LOTR and leading the forces of Isengard for the destruction of Men's world. Excluding him from the spell would be a major loss, for he's a pivotal character in the events narrated in the Hobbit (White Council).
3. We have come to the pure lore: the White Council was not disbanded after Saruman's treason, if I recall correctly, and the renewed Gandalf the White was appointed to be its head. But the council itself didn't play a significant part as an institution, as war was infuriating. Gandalf had to rekindle the resistance of Gondor, Elrond was busy with keeping his domain safe and Galadriel was defending her realm from the assaults of Dol Guldur. The council was not therefore active as it used to be in the erstwhile times.

I just tell you that there is a very unique spell which is to be part of the new spellbook. It deals with a different theme, albeit comprising an innovative motive which is equal to the uniqueness that a hypothetical White Council spell would present.
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[Edain] Imladris Suggestions / Re: Imladris Ring Hero Ideas
« Letzter Beitrag von Walküre am Gestern um 21:58 »
I wouldn't view heroes themselves as a problem; not if you refer to different factions and potential replicas of the same hero. It may happen that one sees identical heroes battling each other during a game, even though that depends simply on the opponent's choice. It might be that you could face identical factions and thus have the same heroes fight their own enemy counterparts. Strange, of course, yet merely dependent on that kind of eventualities in a game. Personally, I don't consider it a valid reason to jettison the current concept. Issues are relevant when they deal with timeline, lore, balance or conceptual aspects. I could find myself in the unpleasant situation of fighting numerous replicas of Galadriel, if all my opponents have chosen that faction, but that would not question the propriety of the heroine's presence in her faction. It is a simplistic explanation, but it exemplifies the main reasoning.

Just to be clear, I'm not trying to cause conflict. I think the Edain team has successfully created one of the best LOTR games ever. I simply want to discuss the current mechanics and see if there are better alternatives. Open discussion is one of the things that makes this mod truly great.

You're causing no conflict, at all. If you cherish debates, this is the proper place.
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[Edain] Imladris Suggestions / Re: Imladris Ring Hero Ideas
« Letzter Beitrag von Aranruth am Gestern um 18:52 »
I totally get that, like I said, I really like the current mechanic.
The fact that two different factions can have the same permanently summonabke character is problematic to me. So, now you can have Imladris' Fellowship fighting Aragorn and Gandalf from Gondor, AND now with 4.5, you also face Rohan's Three Hunters. So, you can potentially have three permanent Aragorns fighting eachother. Temporary summons are a different matter, as they follow different rules when it comes to timelines and continuity(ie Last Alliance summon).

I also think that finding an alternative to Imladris' ring mechanic would allow for other Lore- appropriate dynamics that would be really unique and beneficial to the overall feel of the faction like a White Council summon or Aragorn summon for Arwen.

Just to be clear, I'm not trying to cause conflict. I think the Edain team has successfully created one of the best LOTR games ever. I simply want to discuss the current mechanics and see if there are better alternatives. Open discussion is one of the things that makes this mod truly great.
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Dol Amroth / Aufbruch nach Westen
« Letzter Beitrag von Fine am Gestern um 15:44 »
Valion, Valirë, Lóminîth und Erchirion vom Palast des Fürsten


Valion stand neben seiner Zwillingsschwester Valirë am Rand des langen Kais, der sich in die Hafenbucht der Schwanenstadt hinein erstreckte, und fühlte sich sehr an seinen Aufbruch nach Umbar vor einigen Monaten erinnert. Erneut brachen die Zwillinge im Auftrag des Fürsten per Schiff auf, und erneut war es die Súlrohír und ihr Kapitän, Veantur, die sie an ihr Ziel bringen würden. Doch diesmal würden sie nicht nach Süden, sondern nach Westen fahren. Diesmal hieß das Ziel Anfalas, und nicht Umbar.
Als der alte Seefahrer sie entdeckt hatte, war er freudestrahlend über die breite Planke getreten, die das Schiff mit dem Hafen verband und hatte sie lautstark begrüßt. "Wenn das nicht meine ganz besonderen Fahrgäste sind," sagte er und schlug Valion kameradschaftlich auf die Schulter. "Meine Hübsche und ich waren fleißig," fuhr er fort und deutete mit dem Daumen hinter sich auf das zweimastige Schiff mit den blauen Segeln, auf denen der Schwan von Dol Amroth prangte. "Und wie ich hörte, habt ihr euren Landgang ebenfalls gut genutzt. Soll eine wichtige Schlacht im Norden gegeben haben, am Fuße der Berge."
"Die gab es, Veantur," bestätigte Valion, der sich von der guten Laune des alten Gondorers anstecken ließ. "Aber sorgt Euch nicht. Wir hatten alles im Griff."
"Ha! Habe keinen Augenblick daran gezweifelt," lachte der Seefahrer. "Es braucht schon mehr als ein paar lausige Orks, um die Reihen Gondors zu brechen - ob nun zu Land, oder zur See."
Wie er den Zwillingen nun allzu bereitwillig erzählte, war Veantur seit ihrer Rückkehr nach Dol Amroth bereits zweimal zur Insel der Turmherren gefahren, um Nachrichten und Hilfsgüter abzuliefern. Valion war erfreut zu hören, dass der Wiederaufbau inzwischen größtenteils abgeschlossen war, und dass von Umbar noch immer keine direkte Gefahr für Tol Thelyn auszugehen schien. "Wie es aussieht, werden wir so bald keine schwarzen Segel am Horizont fürchten müssen," kommentierte Veantur.
Die gondorische Flotte besaß uneingeschränkte Kontrolle über die Bucht von Belfalas und das Mündungsgebiet des Anduin, und einige wagemutige Kapitäne sprachen bereits davon, einen Angriff über den Seeweg auf den großen Hafen Pelargir zu planen, der noch immer von den Ringgeistern beherrscht wurde. Imrahil hatte allen Vorschlägen dieser Art bislang rasch den Wind aus den Segeln genommen - zu unsicher war die Lage an Land, wo es an der östlichen Front entlang des Flusses Gilrain seit einigen Tagen immer wieder zu kleineren Gefechten mit den Streitkräften Mordors gekommen war. Linhir, der wichtigste Grenzposten Gondors, war noch frei von Kämpfen, doch nun, da General Hilgorn mit einer starken Verstärkungsarmee dorthin unterwegs war, würde es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis sich das änderte. Noch hielt Gondor die Front aufrecht, doch Valion wusste nicht, wie lange das noch so bleiben würde. Deshalb war es umso wichtiger, dass er seine neue Mission so rasch wie möglich erfolgreich abschloss. Gondor konnte es sich nicht leisten, die wichtige Unterstützung der kriegsfernen Gebiete im Westen zu verlieren - nicht jetzt, wo der Krieg wieder offen geführt wurde. Wenn es wirklich Verräter und Separatisten in Anfalas und den Pinnath Gelin gab, würde Valions Gruppe sie finden und mit der offiziellen Ermächtigung des Fürsten von Dol Amroth und amtierenden Truchsessen von Gondor ihres Amtes entheben. Erchirion, der zweitälteste Sohn Imrahils, war ein wichtiger Teil davon, denn waren zwar auch Valion und seine Schwester Adelige des Reiches, und hatten Titel mit einigem Gewicht, doch Erchirions Prinzentitel würde ihren Worten und Taten die endgültige Legitimität verleihen.

Valions Verlobte, die schwarzhaarige Lóminîth, stand etwas abseits nahe der hohen Mauern, die den Hafen umgaben, und sprach in eindringlichem Ton mit einer der jungen Zofen, die ihr auf Schritt und Tritt zu folgen schienen und die sie teilweise von der Straße geholt hatte. Als Valion neugierig näher kam, konnte er den Rest der Unterhaltung mitanhören.
"Du wirst mich in meiner Abwesenheit am Hofe des Fürsten vertreten und wirst in meinem Namen sprechen, Váneth," erklärte Lóminîth gerade. "Hast du verstanden, was das bedeutet?"
"Ja, Herrin," antwortete Váneth, deren hellbraune Haare zu einer komplizierten Hochsteckfrisur aufgetürmt waren. "Ich verstehe die Verantwortung, die Ihr meinen Schultern anvertraut."
"Gut, gut. Du wirst tägliche Berichte von allem, was geschieht und was dir zu Ohren kommt, anfertigen, und mir alles einmal pro Woche zuschicken. Und vergiss nicht, dass du jetzt nicht mehr Váneth, das Mädchen aus dem Armenviertel bist. Du bist die lange verschollene Erbin von Haus Bereneth aus Ithilien."
Váneth nickte. "Ich kenne meine Titel und meinen Anspruch, Herrin."
"Und du weißt, für wen du dich damit zum Ziel machst," fügte Lominîth hinzu.
"Ich werde Euren Worten diesbezüglich ganz genau Folge leisten, Herrin."
"Sehr gut. Informiere mich darüber, wenn du deine Wahl getroffen hast. Denke daran, dass ein wichtigerer Titel auch mehr Einfluss bedeutet, wähle dein Ziel also sorfältig aus. Und vergiss nicht: Nicht jeder Mann, der viel Einfluss besitzt, weiß diesen auch sinnvoll zu nutzen."
Váneth nickte und schien noch etwas sagen zu wollen, doch als sie Valion herankommen sah, senkte sie den Blick und schwieg. Ihr blausilbernes Kleid wiegte im Wind, der vom Meer herwehte, leicht hin und her.
"Geh jetzt," befahl Lóminîth. "Du wirst deine Sache gut machen."
Das Mädchen drehte sich um und verschwand in Richtung der Oberstadt.
"Du hast sie ja ziemlich gut abgerichtet," kommentierte Valion mit einem schiefen Grinsen. "Gibt es denn wirklich genug ausgestorbene Adelshäuser und vakante Titel, die du an deine Mädchen verteilen kannst?"
Seine Verlobte schien den leisen Spott inzwischen gewohnt zu sein, weshalb sie nicht darauf einging. "Ich kümmere mich gut um sie," stellte sie klar. "Dank mir haben sie die Möglichkeit, ihr Leben noch einmal neu anzufangen."
Valion hob abwehrend die Hände. "Ich sagte ja nicht, dass etwas dagegen hätte, was du da tust."
Es hatte eine Weile gedauert, bis sich Lóminîth mit dem Gedanken angefreundet hatte, Dol Amroth zu verlassen. Doch am Ende hatte sie eingesehen, dass es ihrem Ansehen und ihrer Vertrauenswürdigkeit in Imrahils Augen sehr gut tun würde, wenn sie keine Einwände erhob. "Ich bin sehr darauf gespannt, deine Mutter kennenzulernen," sagte sie. "Sie muss eine beeindruckende Frau sein, wenn sie dich und deine Schwester ihr Leben lang ertragen hat, ohne dem Wahnsinn zu verfallen."
Und das war Míleth von Nan Faerrim auch. Sie war schon immer diejenige gewesen, die es geschafft hatte, die Wahrheit aus den Zwillingen herauszuholen, wenn sie wieder einmal einen unmöglichen Streich gespielt hatten und die einen so strengen Ton anschlagen konnte, dass Valion und Valirë für einige Zeit nicht einmal mehr daran dachten, sich auf die Kosten anderer einen Spaß zu machen. Doch sie war auch stets liebevoll mit ihren Kindern umgegangen und hatte ihnen viele Wünsche erfüllt. Valion stellte fest, dass er sie vermisste. Seit dem Tod ihres Mannes lebte Míleth wieder bei ihrer Familie in Anfalas, in einem kleinen Tal in der Nähe des südwestlichsten Ausläufers des Weißen Gebirges, das den Namen Nan Faerrim trug. Und dort wartete sie nun darauf, dass ihr ihre Kinder ihre Verlobten vorstellten.

Sie bestiegen das Schiff, nachdem die Mannschaft die Vorbereitungen für die Abfahrt abgeschlossen hatte. Erchirion hatte Valirës Hand genommen. Valions Schwester war in ihre Reitkleidung aus festem Leder gehüllt und trug das große Elbenschwert in der rechten Hand, das das Erbstück ihres Hauses war. Erchirion trug die Farben Dol Amroths - Blau und Silber - und war mit Schwert und Schild bewaffnet. Auch Valion hatte seine Rüstung angelegt und seine beiden Schwerter hingen fest an seinem Gürtel. Und Lóminîth trug ein rotschwarzes Kleid mit langen, weiten Ärmeln und darüber einen weinroten Umhang, der sie vor dem Wind schützen sollte. Denn der Wind wurde immer stärker, als sich das Schiff schließlich vom Kai Dol Amroths löste und Fahrt aufnahm.
Bringen wir es hinter uns, dachte Valion, der neben seiner Verlobten an der Reling stand und auf das Meer hinausblickte, das sich nun vor ihnen ausbreitete. Zu ihrer Rechten konnte er den Hafen von Edhellond in der Ferne erkennen, und zur Linken ragten die Türme Dol Amroths in den von der Mittagssonne erhellten Himmel hinauf. Wir finden heraus, was in Anfalas vor sich geht, und setzen den Separatisten ein Ende. Und dann schließe ich mich Hilgorn und seinen Leuten an der Front an. Es wird Zeit, dass Gondor in die Offensive geht. Wenn Verdandis Bericht stimmt, dann leiden die Menschen in den besetzten Gebieten noch mehr, als wir auch nur hätten erahnen können. Wir müssen das so schnell wie möglich beenden. Er hoffte, dass ihn dieser Auftrag nicht allzu lange aufhalten würde. Entschlossen ballte er die Hände zu Fäusten, öffnete sie jedoch wieder, als sich schmale Finger dazwischen schoben. Lóminîth hatte seine Hand genommen und schenkte ihm ein seltenes, echtes Lächeln.
"Eigentlich bin ich ganz froh, den Intrigen und dem Gerede am Hof für einige Zeit den Rücken kehren zu können," sagte sie.
"Du gibst also zu, dass du in Intrigen verstrickt bist, meine Schöne?" Valion grinste.
"Welche Frau ist das nicht?" gab sie schlagfertig zurück. "Du kannst froh sein, dass ich auf deiner Seite bin, Valion."
"Oh, glaub mir... das bin ich."


Valion, Valirë, Lóminîth, Erchirion und Veantur an Bord der Súlrohír nach Anfalas
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Sonstiges / Re: Skulldur´s Let´s Plays
« Letzter Beitrag von Skulldur am Gestern um 14:48 »
147. War Thunder Folge. Mal wieder eine Flieger Runde im Arcade zusammen mit KonKorth. Im Schlachtflieger geht es auf Bodenziele und hier und da kommt auch ein Flugzeug dazwischen.

<a href="//www.youtube.com/watch?v=oiuB3s5jD6I" target="_blank">//www.youtube.com/watch?v=oiuB3s5jD6I</a>
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Ich hatte zumindest kein Problem in Shadow of Mordor als Schwarze Hand rumzulaufen und alles abzuschlachten, was mir in den Weg kam. Sah irwie ganz witzig aus. :D
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Die Spellideen finde ganz interessant. Ich weiß aber nicht genau, ob es überhaupt möglich ist, mit der Aktion der Ringaufnahne einzelne Spells zu aktivieren/deaktivieren, was ja die Voraussetzung für dein Konzept zum Volksspell ist. Außerdem (wenn ich das richtig verstanden habe) hätte ja der zentrale Volksspell als solcher gar keine Funktion, sondern nur die beiden darunterliegenden, ist jetzt nicht ganz so optimal wie ich finde ;)
Ansonsten gute Ideen.

Mit dem "neuen" Ringkonzept (zumindest kannte ich es bis eben noch nicht) bin ich irgendwie immer noch nicht zufrieden, ich werde nicht müde, es zu erwähnen. xD
Ich weiß nicht, ob es so cool ist, auf Krampf da Sauron mit reinzubringen. Ich finde, der gehört nach Mordor, und ich glaube, wenn man ihn fragen würde, würde er das auch sagen. Seine kleinen Kolonien da im Osten wären dem doch nie im Leben wichtig genug, um sich da mal hinzubequemen. Und wenn er die Möglichkeit hat, vom Ringträger Besitz zu ergreifen, würde er sich den Ring selbst auf den Finger stecken und die Haradrim Haradrim sein lassen.
Auch Pallando/Alatar als Ringhelden sind für mich nicht so optimal. Dies begründe ich auf die Tatsachen, dass
a) Das heißen würde, dass es drei Ringhelden gibt, und das ist doch mindestens einer zu viel;
b) wir nicht wissen, ob die beiden bei den Haradrim überhaupt eine machtvolle Position hatten; selbst wenn sie aus Vernunftgründen die gewesen wären, die mit dem Ring am meisten anfangen hätten können, hätte ihnen bestimmt kein Haradrimkönig den Ring anvertraut, da man im Angesicht der Möglichkeit, den Ring zu tragen, als Herrscher immer der Meinung ist, man könne es selbst am besten; das wird bei Suladân nicht anders sein;
c) das Konzept "Massenzerstörer noch massenzerstörerischer machen" für mich nicht so nen Reiz hat.

Ich wäre ja immernoch dafür, Suladân zum einzigen Ringhelden zu machen und das mit einem Mechanismus á la "von Mordor befreien" zu verbinden, ohne dass er sich auf ominöse Weise zu Sauron verwandelt.

Zum Vorschlag von Beutlin, dem guten Herrn der Haradrim einen anderen Namen zu geben:
Gute Sache. Deine Vorschläge finde ich auch besser als Suladân. Wäre auch tatsächlich für einen elbischen Namen.

LG
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