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Autor Thema: Die Celduin-Ebene  (Gelesen 6729 mal)

Karottensaft

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Die Celduin-Ebene
« am: 21. Sep 2008, 16:32 »
Thóndins Start:

Nachdem Thóndin den Schmerz und die Trauer überwunden hatte wollte er, nachdem er schon nicht die Blauen Berge gesehen hatte, wenigstens zu den nicht ganz so weit entfernten Eisenbergen wandern. Er nahm nicht den direkten Weg, da er „unschön anzusehen“ ist wie der Zwerg sagte. Nein, Thóndin ging den Weg Süd-Westlich entlang des Flußes Eilend und folgte dann dem rostig-rot farbenen Fluß Carnen...

Nach 3 Tagen gemülichem wandern gelangt Thóndin schlieslich zum einlauf des Carnen. Doch was er sah, machte ihm Angst, genau die selbe Angst die hatte als er von den Orks damals attakiert wurde. Doch jetzt hatte er Angst davor seine Heimat zu verlieren sein Hab und Gut und seine Familie...
Er sah eine riesige Armee Rhûns die Südlich von Thóndins Lager Rast machten. Es war kein Lager das jederzeit angriffsbereit war desshalb dachte er: Sie sammeln sich. Es werden noch viel mehr kommen. Ich muss hilfe hohlen.
Er entschied sich nach Lorien zu gehen da dort noch viele Krieger der vergangenen Schlacht weilten und ein guter Bekannter seines Vaters namens Wogrin. Wenn ich keine Hilfe hohle wird der Erebor, meine Heimat, fallen.   


Thóndin nach Lothlórien
« Letzte Änderung: 17. Dez 2019, 15:36 von Fine »

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Der Weg zum Erebor
« Antwort #1 am: 23. Mai 2010, 22:54 »
Friehendurs Start

Friehendur war müde. Seit Stunden irrte er jetzt schon auf dem Weg nach Erebor durch die Gegend. Mal wanderte er auf Wegen, mal nicht.
Das Blut des toten Orks war inzwischen getrocknet und hatte angefangen zu stinken. Vielleicht rochen die Leute es schon aus der Entfernung und gingen Friehendur deshalb aus dem Weg, auf jeden Fall war ihm noch niemandem begegnet. Noch immer konnte er sich an nichts erinnern. Er wusste nur seinen Namen und seinen Namen und den Namen des Ortes der wahrscheinlich seine Heimat war. So sehr er sich auch anstrengte, an weiteres konnte er sich nicht erinnern. Er sah sich um: Die Landschaft war öde wie zuvor und immernoch war niemand zusehen. Er schleppte sich weiter. Lange, so viel stand fest, würde er nicht mehr durchhalten. Er hatte keine Nahrung dabei, seinen Durst konnte er an Bächen stillen, aber ohne etwas zu essen?
Er betrat gerade einen weiteren Weg als er etwas sah: Es war ein kleiner Karren der von einem Ochsen gezogen wurde. Auf dem Karren sahs ein Zwerg. Er hielt den Karren an: "Moment, könnt ihr mir helfen?!", rief er. "Was willst du?", erwiderte dieser mürrisch. "Könnt ihr mir sagen wie ich nach Erebor komme?", fragte Friehendur. Der Zwerg hob die Augenbrauen: "Warum willst du das wissen? Du kommst doch vom Erebor, das sehe ich gleich." "Ich habe mein Gedächnis verloren. Ich habe keine Ahnung wie ich nach Erebor komme und ich habe Hunger und bin müde, wenn ihr mir wohl einfach helfen könntet wär ich euch dankbar!" "Nur die Ruhe!", erwiderte der Zwerg: "Gegen die Müdigkeit kann ich nicht helfen, doch ich bin Fleischer und hinten auf dem Karren müsste Fleisch sein. Nimm aber nicht zuviel, das Fleisch brauch ich nämlich noch." "Danke.", murmelte Friehendur und nahm von dem Fleisch. Mit jedem Bissen kehrte seine Stärke zurück. Als er das Fleisch gegessen hatte sprach er:"Euch sei gedankt. Könnt ihr mir nun auch noch sagen wo es nach Erebor geht?" "Folgt einfach dem Weg in die Richtung aus der ich gekommen bin. Sie führt zum Erebor. Man kann ihn von hier sehr gut sehen." antwortete der Zwerg. "Wollt ihr mich veräppeln? Dort ist doch nur ein Berg.", erwiderte Friehendur gereizt. Da lachte der Zwerg: "Mein Freund, ich muss mich über euch wundern. Dieser Berg ist doch Erebor!", rief er und ließ den Friehendur stehen.
"Dieser Berg soll meine Heimat sein?" Friehendur war verwirrt. Doch dann entschloss er sich dem Rat des Zwerges zu folgen. Er machte sich wieder auf den Weg nach zum Erebor, was immer das auch seien mochte...
 

Friehendur zum Erebor
« Letzte Änderung: 17. Feb 2016, 15:21 von Fine »
Zitat
Als ich klein war dachte ich, dass man mit viel Geld auch viel Macht und Ansehen hat.
-Ich hatte Recht.

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Reise nach Gortharia I
« Antwort #2 am: 3. Aug 2011, 19:37 »
Salia, von: Erebor, Heerlager der Ostlinge


"Willkommen, Freunde und Mächtige, es ist mir eine Freude Euch hier im Zeichen des Triumphes begrüßen zu dürfen. Für diejenigen, die mich noch nicht kennen: Mein Name ist Brodderick, ich führe...verzeiht, führte die Division Nord-1-Zentrum Unterdivision Tor an, nachdem mein Vorgänger eigenständig den Tod der Unterdivision Gang verschuldet hat. Nach deren Untergang und der ohnehin nur zeitlich begrenzten Amtszeit ihrer Heerführerin bin ich nun quasi der oberste Heerführer der Division Nord-1-Zentrum als Ganzes und damit der Division, die als erstes den Berg betrat und die Aufständigen niedergeschlagen hat. Ich hoffe Ihr versteht daher, dass ich hier anstelle unseres großen Heerführers und Herrens Khamul sitze und in seinem Namen diese Sitzung führe. Er selbst ist noch immer damit beschäftigt den Berg und seine Umgebung unseren Bedürfnissen anzupassen."
Brodderick lächelte kurz in die Runde und blickte von seinem thronänlichen Sitz in die Runde der übrigen Heerführer, die lediglich auf einfachen Sitzschalen um den großen Taktiktisch versammelt saßen. "Ich denke nach unserem großen Sieg bleibt hier nicht mehr allzu viel zu sagen, außer den Sachen, die Khamul selbst angeordnet hat:
  • 1.) Hochrangige Vertreter unserer Feinde werden lebend und unversehrt nach Gortharia gebracht, wo sie ihr Schicksal erwarten soll.
  • 2.) Eine Auswahl brauchbarer Arbeitskräfte und anderweitig wertvoller Lebewesen wird nach Ermessen der Heerführer ebenfalls nach Gortharia gebracht und dort ihrem Zweck entsprechend verwendet.
  • 3.) Das Schicksal des Berges, Thals, Seestadts und Umgebung liegt in den alleinigen Händen Khamuls. Düsterwald und damit verbunden die Überreste der großen Feste Dol Guldur sind nach der endgültigen Eingliederung dieser Gebiete zurückzuerobern und als Vorposten zur endgültigen Vernichtung Loriens zu gebrauchen. Ensprechende Befehle werden nach Gortharia weitergeleitet werden.
  • 4.) Jegliche Einmischung von Organisationen, Divisionen, Vereinigungen, Einzelpersonen, Gruppen oder ähnlichen in diesen Gebieten ist ohne ausdrückliche Genehmigung Khamuls verboten und wird mit dem Tod bestraft. Mit Abschluss dieser Versammlung gilt jeder Heerführer einschließlich seiner Armee als nicht genehmigt, der nicht vorher explizit erlaubt wurde.

Noch immer brannten diese Worte wie Gift in Salia, nicht nur war ihre Heimat endgültig gefallen, stattdessen befand sie sich nun in den Händen einer weit größeren Gefahr als der Osten alleine je sein könnte und in den eines Verrücktens. Sie selbst war nun endgültig gezwungen bis ins Herz Rhûns vorzudringen, zwar zu ihrem ursprünglichem Ziel, dem König, doch was bedeutet dies schon, wenn er weder seine Armee, noch seine Gebiete wirklich kontrolliert? Immerhin, ein Trost blieb ihr: Trotz seines Oberbefehls über den Erebor würde Khamul, ihr neuer und weitaus mächtigerer Feind mitziehen, zumindest bis zu den Eisenbergen. Dies allein blieb ihr als Trost, sie würde nicht vor ihm weglaufen, sondern nah genug bei ihm sein um sich etwas überlegen zu können. Nun war ihr Ziel keine unüberwindbare Distanzen mehr entfernt, sondern fast direkt bei ihr.

"Ach ja", hörte sie Brodderick in ihrem Kopf sprechen, "Da die Unterdivision Gang nur noch ein mickriger Haufen um seine Heerführerin samt Hofstaat", er deutete eine spöttische Verbeugung an, "sowie einiger Trunkenbolde aus der Stadt ist, ist sie hiermit aufgelöst und wird fortan als freiköniglicher Inquisitionsbund den Weg nach Gortharia verbringen, wo sie ihren Gefangenen ihrem Meister überreichen kann, wird ihn bestimmt freuen seinen Schützling so zu erleben..."
Salia erinnerte sich besonders gut an diesen Abschnitt, zuerst war sie kurz davor ihren Krug auf Brodderick zu werfen, hätte sie Morrandir nicht abgehalten und dann verstand si kaum mehr etwas, außer dem spöttischen Unterton und dem Falschen Grinsen des Mannes. "Freikönigliche Inqusisition"? "Ihrem Meister"? "Schützling"? "Ich dachte sein Vorgänger sei ein Anhänger Khamuls", hatte sie Morrandir gefragt, die mit gequältem Lächeln geantwortet hatte: "Ist er auch...zumindest wenn der König nicht anwesend ist. Sie sind alte Jugendfreunde und nur über diese Kontakte kam er überhaupt ins Heer, aber er hatte nie wirklich die Politik verstanden und als Khamul kam mit seinen Visionen von "Großrhun", der Zerstörung des Berges, Gondors und der verhassten Elben, sowie anderweitiger Vormachtsstellungen Rhuns war er sofort übergelaufen. Seitdem hilft er Khamuls Lakaien bei ihren Plänen, sofern sie nicht direkt gegen die Person seines Freundes gehen. Dass er nun so seines Amtes entledigt wird verheißt nichts gutes, er gehörte immer zu den treusten und ersten Anhängern Khamuls und hatte weitreichende Quellen innerhalb des Palastes."
"Und was ist die "freikönigliche Inquisition""
"Ein Propagandaamt Khamuls. Direkt nach seiner Ankunft von ihm erstellt um die "Dualität" zwischen König und Khamul zu erhalten und daraus ein neues Rhun zu erstellen. Die freiköniglichen sollten dabei Verräter in ihren Reihen vor den König bringen, während Khamuls Gegenstück dazu...kannst du dir bestimmt denken. Nur dass Khamuls Schergen beinahe jeden Königstreuen bisher verfolgt haben, während man ihnen nie etwas nachweisen konnte. Und selbst der König kann es sich nicht erlauben jeden einzelnen zu begnadigen."

Mit diesem Wissen im Kopf und der Erinnerung an die Rede verlief der erste Abschnitt des Marsches. Sie selbst ging abseit von Morrandir und Ryltha und anderen bekannten Ostlingen, direkt neben dem gefangenem Heerführer, der in einem notdürftigen Käfigwagen neben ihr hergeschoben wurde.
"Glaubt mir, ich wusste von nichts!", sagte er, "Lasst mich hier raus, ich kann euch so einiges beibringen oder am Hof vorstellen. Was auch immer ihr wollt!"
"Ich bin nicht in der Position Euch diesen Wunsch zu erfüllen und ich fürchte Ihr seid nicht in der Position so eine Forderung zu stellen oder solch ein Angebot zu machen."
"Wollt Ihr denn gar nichts?"
"Ich will so einiges, doch fürchte ich könnt ihr mir nichts davon beschaffen. Aber machen wir einen Versuch: Was bietet Ihr?"
"Ich habe Kontakte zu jedem am Hofe"
-"Die habe ich auch", begann Salia mit einem Gedanken an die ominöse Laladria und beendete dies mit einem leisem "hoffentlich..."
"Ich war jahrelang Heerführer, ich kenne dieses Gewerbe..."
-"Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, war ich bei einer Heerführerin"
"Aber sie ist nicht hier", schloss er mit einem schwachen Lächeln, "Es ist sehr schnelllebig mit diesen Posten. Was Ich euch anbiete ist Wissen. Egal ob Rhûn, Kamûl, der König oder alles andere. Ich kenne dieses Land."
Sie holte eines ihrer Bücher aus der Tasche, "Ich kenne Rhûn auch."
Ein schwaches Lächeln entronn ihm, "Rhûn - Von der Einigung bis zum Scheitern am Berge, Chronik einer Kaufmannsfamilie? Gutes Buch, ich selbst habe eine Abschrift am Hof. Man findet alles wichtige zur Geschichte darin, aber es fehlt alles über Khamul, den jetzigen König, die Schattenwirtschaft Gortharias oder alles was im Dunkeln geschieht. Ich ermögliche Euch dieses Wissen. Aus der Sicht des Königs, aus der Sicht Khamuls, aus der der Armee. Ich wage zu behaupten, dass mein Wissen in dieser Hinsicht einzigartig ist. Auch wenn ihr ähnliche Ansammlungen finden würdet, findet ihr keinen mit diesen Perspektiven."
"Ihr kennt euch wirklich aus. Aber trotzdem liegt es nicht in meiner Macht euch freizulassen. Aber ich mache einen Gegenvorschlag: Erzählt mir was ich wissen will und ich werde vor dem König von Broddericks Verrat sprechen und Euch entlasten...sofern Ihr wirklich unschuldig sein solltet. Nehmt Ihr dies an?"
"J..Ja."
"Fangen wir an: Warum habt ihr auf dem Feld gedroht uns nicht zu helfen?"
"Standardprozedur zur Moralsteigerung Eurer Truppen, kann jeder bezeugen. Ich hatte zwei Divisionen Bogenschützen bereit gestellt um die Elben kalt zu machen, wenn Alarm geschlagen würde."
"Ich werde dies nachprüfen lassen, sollte dies stimmen, werde ich mein Versprechen halten, anderenfalls wird es jedoch äußerst unangenehm werden! Aber zuerst beginnt mit Eurer Geschichte! Erzählt mir von Khamul und seiner Regierung!"
"Dies ist eine lange Gecshichte..."
"Es ist ein langer Marsch", seufzte Salia.

"Seine Boten kamen schon vor Jahren..."
« Letzte Änderung: 17. Feb 2016, 09:41 von Fine »
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Einführung in die neuere Geschichte Rhûns
« Antwort #3 am: 4. Aug 2011, 18:25 »
"...weit vor ihm oder dem Schatten, den seine Diener verbreiten. Weit vor jenen Boten, die den Berg aufsuchten und Forderungen stellten. Zwar in stetigen Konflikt mit den Reichen um Thal, waren wir damals noch treue und starke Handelspartner und besonders emsige Gilden und Familien gingen hin und her und brachten wertvolle Reliquien in die jeweiligen Reiche. Genau genommen retteten uns nur diese Erlöse vor dem finanziellem Ruin. Doch mit dem sich anbahnendem Krieg im Süden verdüsterte ich unsere Beziehung immer weiter und noch bevor dieser blutig wurde, brachen plötzlich alle Beziehungen ab und es entbrannten bittere Grenzgefechte, die immer größere Ausmaßen annahmen, bis schließlich mit dem großem Krieg im Süden die Städte selbst angegriffen wurden. Ich weiß nicht genau, was zwischem dem Eintreffen des Boten und Khamuls Ankunft passiert sein könnte, nur dass ab dann die Handelserlöse nicht mehr ausreichten um die Ausgaben zu decken und diese immer mehr stiegen. Der Rohstoffabbau wurde vervielfacht und scheinbar wahllos zwischen den Provinzen verschoben und das Heer wurde immer wieder vergrößert und über Söldner aus Khand erweitert, während unsere eigenen Männer nach Mordor geschickt wurden. Als ich den König fragte beantwortete er keine meiner Fragen zu diesen Themen und starrte nur glasig gegen die Tür seines Palastes. Als schließlich Khamul selbst kam mit seinem eigenem kleinem Hofstaat, atmeten zuert vor allem die Mitglieder des Hofes, Händler und die Armee auf: schwindender Handel, willkürliche Entscheidungen und der Export unserer besten Soldaten in ein fernes Land hatten den König zumindest bei den Wissenden oder direkt betroffenden in Verruf gebracht und es kamen schon Gerüchte nach geistiger Umnachtung auf, die ich zugegebenermaßen teilte, von einem Tag war der König nicht mehr er selbst, sobald er auf seinem Thron saß. Wenn überhaupt hörte er nur noch auf seinen Berater, auch wenn er oft genug aus eigenem Antrieb vollkommen entgegengesetzte Entscheidungen fällte. Nun ja, als dann Khamul kam und im Namen von Sauron und der Krone die Regierungsaufgaben weitgehend übernahm, besserte sich die Lage auch ohne die Handelseinnahmen gewaltig: Die regionalen Fürsten gewannen an Einfluss und Macht, wurden jedoch zeitgleich explizit unter die Krone gestellt. Somit stand neben dem König nun mehrere starke Fürsten, die ihn stützten, aber auch zeitgleich warnten. "Führt uns und wir folgen│Ignoriert uns und wir überflügeln Euch│Verratet uns und eine neue Dynastie steigt empor" wurden die neuen Schlüsselsätze am Hof und vor allem Gortharia war von nun an gezwungen stets die mächtigste Provinz zu bleiben, wodurch sich Anspruch und Realität eines starken Rhuns immer mehr annäherten. Nachdem diese Struktur stand, wurde alles umgebaut: Neue Hochöfen, Schmieden, riesige Farmen für hunderte von Meilen Land, Bergbau, Befestigungsanlagen, alles wurde neu errichtet oder verbessert.
Ähm...Ach ja, daraus folgte dann, dass so gut wie jeder Bürger Arbeit und Wohlstand besaß, bis Khamuls Hofstaat wieder verschwand..."

"Was war mit Khamul selbst?"
Salia war selbst erstaunt ihre Stimme zu hören, diese Frage sprudelte einfach aus ihr heraus und unterbrach diese (für sie selbst interessante und wichtige) Erzählung. Der Mann schien selbst etwas verwundert und sagte dann langsam: "Er war dort schon lange wieder weg um irgendwelche dringenden Geschäfte im Westen zu erledigen. Sein Hofstaat führte in seiner Abwesenheit die Regierung, auch wenn dann der König wieder offiziell vors Volk trat und seine Befehle verkündete...leider noch immer etwas umnachtet. Der erste Angriff auf Thal wurde ebenso so verkündet und das Ergebnis ist bekannt. Tausende gute Männer und Arbeitskräfte tot, die Industrie durch den Abzug der Soldaten weitgehends überfordert und ohne die Elite des Landes drohte wieder altes Unheil und nun auch ohne Khamuls Hofstaat schien der Untergang nahe, doch schon wenige Wochen später kamen sie wieder, samt Khamul und hunderten Ihresgleichen. "Gondor ist geschlagen! Der Krieg ist gewonnen", tönten sie und Khamul trat, unter Jubel, wieder in die Regierung ein und verkündete, dass Rhun fortan als Ehre für seinen Einsatz im Krieg ein stetiger Verbündetet Mordors sei und Saurons Segen genösse. Als Zeichen dieser Ehre gebat er, spezielle Feiertage für Sauron einzurichten und ihn als oberste Autorität Mittelerdes zu akzeptieren und versprach mit seiner Hilfe Rhun dauerhaft zu einer Großmacht des Ostens zu machen. Man kann sich denken wie dies gelaufen ist...frenetischer Jubel, massive Statuen Saurons überall, ein prachtvolles Auge neben königlichen Bannern und Symbolen und...erneuter Aufschwung. Kaum war Khamul wieder da, lief alles wieder zusammen und die Industrie blühte auf. Es war ein perfekter Zeitpunkt den letzten Teil seines Planes zu offenbaren: Dass, woran der König gescheitert war zu vollenden, den Berg zu zerschmettern und ein für alle Mal beweisen, wie effektive Politik aussieht. Nun sind wir hier, der Berg ist besiegt und trotz des Wetters letzten Endes deutlichst."

Soweit es sein Käfig zuließ beugte er sich kurz nach vorne und fuhr dunkel grinsend fort: "Bevor Khamul loszog, gebat er noch seine Bemühungen fortzuführen und versprach fortan den Erebor als neue Provinz Rhûns seiner Ideologie anzupassen. Man stelle sich vor, wie es jetzt wohl zu Hause aussehen muss: Die gesamte Kriegindustrie ist wertlos, da der letzte Feind geschlagen wurde, der Schnee droht unsere Ernte zu befallen und die einzige weitgehend akzeptierte Führungskraft, die nun endgültig eine Legende ist, ist zurückgeblieben. Nur mal unter uns: Unter diesen Vorzeichen würde selbst ich ungerne König sein. Schade um den Alten, ich mag ihn persönlich wirklich, aber als Führungsperson hat er seine besten Tage nunmal hinter sich. Aus dieser Krise...diesen Krisen wird selbst er sich nicht herauswieseln können."
"Ich danke für diese kleine Geschichtsstunde, aber wie genau ist alles strukturiert?"
"Das weiß ich ehrlich gesagt nicht, ohne Khamul selbst muss sich eigentlich alles verändert haben. Ich kann nur so viel sagen: Der König selbst ist stets von seinem Berater umgeben, der NICHT zu Khamul gehört und in Abwesenheit Khamuls und seiner Schergen der einzige ist, dessen Vorschläge Gewicht besitzen. Man sieht ihn zwar nur selten mit dem König sprechen und eigentlich tritt er nur in Erscheinung, wenn Gäste am Palast erscheinen, doch trotzdem ist er für Kenner des Hofes das gefährlichste Mitglied. Er kennt jeden und alles und weiß was er zu tun hat. Kaum taucht Khamul auf, ist er nur ein unscheinbarer Bediensteter ohne Befugnisse, ist er verschwunden...weiß man nicht was er tut, nur dass er es verdammt gut zu tun scheint. Neben ihm hat er noch ganze Brigaden Assassinen am Hof, einige offen, einige verkleidet als Wachen, Tänzer oder wasauchimmer. Vor allem auf zwei muss man aufpassen: Die eine gehört erst seit kürzerem zum Hof und tritt meistens als Tänzerin auf. Meist spioniert sie Gäste oder Verdächtige aus, erledigt aber auch öfter mal politische Feinde. Der andere ist schwer zu beschreiben. Ich kann dir versichern, dass er männlich ist und dem König ziemlich nah zu stehen scheint, aber sonst fast noch unbekannter wie der Berater ist. Kein einfacher Zeitgenosse und verdammt effektiv in dem was er tut. Ich wage sogar zu sagen, dass sie zusammen jedem Lebewesen Mittelerdes gewachsen wären, wenn ihre Berufsehre eine solche Zusammenarbeit zuließe. Es war ziemlich spannend zu sehen, wen der König für Aufträge ausgewählt hat, man erfuhr zwar offiziell nie etwas davon, doch man erkannte es meist daran, dass der andere meist tagelang ziemlich beleidigt aussah oder noch seltener in Erscheinung trat, während der Erwählte ein überdeutliches 'inneres' Grinsen verströmte. Bei solchen Profis zwar kaum erkennbar, aber mit Konzentration und Erfahrung meist überdeutlich. Leider ist er seit kurzem noch weniger zu sehen als sonst, weshalb weiß ich auch nicht.
Daneben gibt es noch eine Menge Bedienstete, Leibwachen und natürlich ständige Vertreter der Fürsten und Khamuls. Ich könnte die meisten detailliert beschreiben, aber da die wenigsten lange im Amt bleiben oder in Erscheinung treten, lasse ich dies lieber."
« Letzte Änderung: 10. Sep 2011, 20:43 von The Chaosnight »
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Ein neuer Anfang
« Antwort #4 am: 5. Aug 2011, 17:50 »
Auf dem weiterem Weg zum Herzen Rhuns erzählte er Salia noch zahlreiche weitere Geschichten Rhuns: Vom genauem Aufbau der Hauptstadt, den Gebieten hinter jeder westlichen Karte und den genauen Verflechtungen zwischen den einzelnen Fürsten, zu Khand, Mordor, Gondor und allend anderen benachbarten Reichen. Der gefangene Heerführer erwies sich als überaus erfahren in der östlichen Geschichte und war offensichtlich schon selbst fast überall gewesen: Von dem Ende des östlichen Reiches, über deren Grenze noch nie jemand gegangen ist und wieder zurückgekehrt ist (auch wenn er Gerüchte von zwei Kindern gehört hatte, die kurz vor ihm diesen Wahnsinn gewagt hatten und Wochen später in einem anderem Dorf aufschlugen) bis hin zum fernem Khand, wo er am Hof residierte, von dem weitgehend verlassenem und umstrittenem Wilderland zu den nichtzwergischen Abschnitten der Eisenberge (wo er die Transportwege manipuliert hatte um die Zwerge auszuhungern (was wiederum deren Eingreifen in die erste Schlacht um den Berg noch verstärkt hatte)) hatte er alles in Rhun gesehen und war nun bereit seine Geschichten zu teilen. Vor allem die Geschichten über die Geschehnisse im Schatten, seien es uralte Orden und Gilden, Spione und Attentäter oder mehr oder weniger geschickte Wirtschaftbetrüger interessierten Salia, bisher hatte sie außer Gerüchten nur erfahren können, dass Morrandir und Ryltha irgendwie da mit drinsteckten. Um so deutlicher hörte sie daher zu, als von den "Gilden des Schattens" geredet wurde, Vereinigungen, die entweder offiziell nicht existieren oder sich hinter legalen Organisationen verstecken und allgemein unter diesen Oberbegriff zusammengefasst werden. Meist handelt es sich dabei um zwielichtige Geschäfte, Auftragsmord, Diebstahl, Spionage oder ähnliches. Einige im Auftrag des Königs, einige freischaffend oder zu weit aufgegliedert um zu wissen für was sie eigentlich stehen. "Es heißt, dass eine schwarze Blume den meisten als Erkennungszeichen gilt, aber im Laufe der Zeit doppelten sich dadurch immer mehr Namen oder Wappen. Die Vereinigungen töteten sich gegenseitig oder nahmen anderen die Aufträge weg, nur weil sie mit einer anderen Organisation im Konflikt standen. Als Rache folgten meist Vergeltungsaktionen oder Namen wurden öffentlich genannt, sodass immer mehr ihre Deckung verloren. Mittlerweile gibt es nur noch wenige offene Vereinigungen und zugegebenermaßen weiß man von denen meist nicht einmal mehr den Namen, entweder weil ihre Mitglieder nicht zeichnen können oder weil sie zu fremdländische Pflanzen benutzen, die niemand wirklich entziffern kann. Die letzte gestürmte Gilde hieß tatsächlich "Die schwarzen Mallornbäume" und einige noch größere Exoten wird es bestimmt auch noch geben. Jedenfalls verstecken sich die meisten Organisationen jetzt hinter anderen, geduldeten und treten nur potentiellen Mitgliedern aktiv auf. Es heißt, dass die Hälfte des Hofes indirekt oder direkt einer dieser Gilden untersteht, auch wenn niemand wirklich die Hintergründe kennt, meist nicht einmal die Gilden selber. Selbst einige der betroffennen wussten nichts von ihrem Auftrag...frag besser nicht wie das geht. Es heißt aber auch, dass Khamuls Hofstaat handverlesen aus Mordor kommt und der "der ewige" Berater selbst ein ungeheures Geschick darin besitzt Lügner aufzuspüren. Keine Ahnung ob er nur so gut ist oder einfach jeden Ostling persönlich kennt...eigentlich weiß man generell nichts üüber ihn außer dass er weiß was er tut."

"Was hat es nun eigentlich mit diesem Berater auf sich? Niemand weiß was er tut, er ist  überall, effektiv und nun auch "ewig?"
"Ich sagte bereits: Niemand scheint etwas über ihn zu wissen. Er ist seit ich denken kann am Hof und selbst da war er schon alt und bei den älteren Generälen bekannt. Man munkelt so einiges über ihn, doch meist ist dies purer Schwachsinn. Ein verfluchter Elb des ersten Zeitalters, ein Geist, ein Zauberer, lange Zeit hielt sich sogar das Gerücht er sei Sauron selbst, der sich ein neues Reich aufbauen wollte..."



Viel mehr konnte der Mann nicht sagen und als ob ihm dabei zu viel über die Lippen gekommen wäre, schlug er danach die Hände vor den Mund und stellte sich für den Rest des Tages (überzeugend) schlafend.
Stunden später hörte man schließlich einen der oberen Heerführer rufen: "So Leute, Pause!"
Nachdem sich die meisten Ostlinge gesetzt, ihre Wagen befestigt und generell wieder in Grüppchen geordnet hatten, musste Salia instinktiv ihre Augen aufreißen: Sie befand sich an den mittlerweile zerfallenen Ruinen ihres alten Zuhauses. Als ob sie schon mit so etwas gerechnet hätten, tauchten wenig später Morrandir und Ryltha neben ihr auf, die sie vorsichtig zurückhielten. "Egal was jetzt passiert, reiß dich bitte zusammen! Wir wissen nicht genau, was geschehen wird, doch Broddericks Gesichtausdruck verheißt nichts Gutes...vor allem, da er ohne Khamul nun der Ranghöchste in diesem Heer ist.", wisperte ihr Morrandir zu.
"Wo ist Khamul?"
"Im Erebor geblieben."
"WAS!?" Wie ein schriller Schrei entfuhr ihr dieses Wort und mehrere Ostlinge drehten sich erschrocken zu ihr um, bevor sie sich wieder ihren gewöhnlichen Aktivitäten zuwandten. "Bitte, jetzt nicht aufregen", flehte Morrandir schon beinahe, "Gerade in unseren Stellungen müssen wir Würde bewahren. Vor allem in Zeiten wie diesen, wo unser Oberbefehlhaber unser gefährlichster Feind ist."
"Wie wahr, wie wahr", lachte der Gefangene.
"Klappe!", raunzte Morrandir, doch Salia fuhr dazwischen: "Nein! Ich will endlich wissen, was hier vorgeht und dieser Mann hier hat mir in seiner Gefangenschaft mehr erklärt wie Ihr beide zusammen!" Bevor Morrandir darauf reagieren konnte, tönte Broddericks Stimme dazwischen: "Soldaten! Wie Ihr seht befinden wir uns nun auf der Grenze, die vor wenigen Jahren noch unser Reich markiert hat. Zu Zeiten, wo Thal noch neutral zu uns stand, haben wir schon die Grenzsteine verschoben und nun markiert diese Ruine nur noch die Grenze zweier Provinzen! Ich erinnere mich, als ob es gestern gewesen wäre: Nach mehreren Versuchen die hiesigen Bauerntölpel zu vertreiben, stand nur noch dieses Haus und unsere Einsatzgruppen verschwanden stets, bis mein Sohn auf die wohl beste Idee seines Lebens kam: Warum schicken wir nicht entehrte oder unbekannte Soldaten hierher, denen bei Erfolg ein Ehrenplatz in der Armee versprochen wird? Hier sehen wir nun das Ergebnis: Als letzte Bastion", er lachte kurz auf, "fiel auch dieses Bauernhaus und ebnete uns den Weg vor dem eigentlichem Schlag und ohne Kenntnis Thals ihr gesamtes Hinterland kontrollieren zu können. Zugegebenermaßen: Zwei Gruppen versagten kläglich, doch die dritte kehrte erfolgreich zurück! Lasst uns hier eine Gedenkpause einlegen, an diesem Ort, wo unser Sieg begann."

Er neigte demonstrativ seinen Kopf und zahlreiche Soldaten folgten seinem Beispiel. Ein weiterer Ostling trat neben ihn, "Freunde, Brüder und Schwestern, ich danke zuert meinem Vater für diese netten Worte, möchte aber eine Sache hinzufügen: Diese Bauern haben sich uns mehr als einmal widersetzt und sich geweigert unsere Größe anzuerkennen. Womit wurden sie belohnt? Mit schnellen Toden? Dem Sterben in Gewissheit ihrer erbärmlichen Ideale? Dem Tod mehrerer unserer Männer? Wollen wir sie damit davonkommen lassen?"
"NEIN!"
"Sehr gut", er lächelte kurz, "Da es meine Idee war diese Tölpel zu zerschlagen, erlaubt mir ein kleines Denkmal zu setzen!"
Zu Salias Erschrecken begann der Mann nun damit die Gräber ihrer Eltern zu schänden und ihr altes Anwesen mit Bannern des Ostens zu bewerfen. Bevor sie jedoch reagieren konnte, wurde sie schon gewaltsam zurückgehalten und hörte nur ein angespanntes "Du kriegst deine Rache schon noch früh genug! Aber nicht jetzt!" neben sich. Unter dem allgemeinen Jubel des Heeres (neben einigen wenigen, denen dieses Verhalten zu weit ging), war Salia gezwungen sich dieses Schauspiel anzusehen, bis sie schließlich völlig entkräftet zu Boden ging und sich gegen den Käfig lehnte.

"Immer positiv denken", flüsterte Morrandir, sodass sie der Gefangene nicht hören konnte, "Wenn du bereit für deinen ersten Auftrag bist, kannst du dich schon heute Nacht rächen!"
"Ich bin bereit!"
"Sehr gut. Also der Plan lautet wiefolgt..."
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Der erste Auftrag
« Antwort #5 am: 5. Aug 2011, 18:49 »
"Er wird wohl mit seinem Vater im Haus übernachten wollen, aber wie ich ihn kenne vorher noch eine schöne Zecherei mit bekannten Soldaten feiern. Schleich dich zu ihnen und warte!
"So weit kein Problem", dachte sich Salia, sie kannte ihr Haus schließlich mit all seinen Geheimnissen und wusste genau, wo sie sich verstecken könnte. Durch den Verfall der letzten Jahre war es ein leichtes von hinten hineinzukommen und zu ihrem Glück waren die massiven Kisten, in denen früher immer allerhand Waren versteckt waren (bis auf ihren Inhalt) unversehrt geblieben, sodass sie sich mühelos hinter sie legen konnte. Der erste Teil war geschafft!

"Jeder seiner Freunde hat mit Sicherheit entweder ähnlich bedeutende Eltern oder Kontakte. Such dir irgendwen mit einer markanten Waffe und stiehl diese unauffällig."
Dies war schon eine schwierigere Aufgabe: Als Kinder von Heerführern und selbst Soldaten, wussten diese Jungen natürlich wie man ein Schwert zu tragen hatte. Jedoch gab es eine Sache, die immer wirkte, feiernde Jugendliche und Alkohol. Es dürfte da nicht zu lange dauern, bis irgendwer seine Deckung vergisst oder seine Sachen gar ablegt. So hieß es für sie nur eins: warten!

""Sobald du diese hast, musst du nur noch warten, bis fast alle gegangen sind."
Fürs Erste war dieser Befehl wertlos, da sie die Waffe noch nicht hatte, aber es schadet ja nicht seine weiteren Schritte im Kopf zu behalten, vor allem wenn dieser Plan das einzige ist, was ihren Zorn gedämmt hielt und sie davon abhielt sofort auf die Gruppe zu stürmen. Langsam kroch sie zu einer anderen Kiste, an der zwei potentielle Ziele standen. Dem Gehalt ihrer Unterhaltung zufolge hatten sie schon gewaltig getrunken und schnell sackten auch beide auf die Kiste, wo sie nur noch sinnlos umherbrabbelten. Jedoch saßen beide so nah beieinander, dass sie gegenseitig ihre Schwerter verdeckten und somit nicht als Ziel infrage kamen. "Mir ist heiß, verdammt noch mal!", schrie einer der Männer durch den Raum, als er seine schwere Rüstung von sich warf und wild durch den Raum schleuderte. Sein Schwert flog leider in die falsche Richtung, sodass auch dieses ausschied, jedoch wurde Salia beinahe von einem kleinem Messer getroffen, welches in der Wand hinter ihr stecken blieb. Es war ein wahres Meisterwerk, die Schneide schimmerte leicht bläuclich und der Griff schien reines Silber zu sein. Zweifellos, dies war eine "markante Waffe".

""Dann steht dir frei zu handeln, wie es dir beliebt, sofern keiner davon erfährt!"
Glücklicherweise hatte dieser Auftritt den Gastgeber wieder zu sich gerufen: "Uldo, verzieh dich! Ich bring dir morgen deine Sachen mit!" Nach einigen Sekunden böser Blicke verließ er den Raum und zog wild fluchend von dannen. Nachdem er sich umgesehen hatte, weckte er seine anderen beiden Freunde und befahl diesen woanders zu schlafen, welches sie auch widerwillig zu tun schienen, sich jedoch stets irgendwie berührten, bis die beiden an der Türschwelle in einen lauten Faustkampf verfielen, dessen Existenz ein wichtiger Bestandteil dieses Plans werden sollte.
Nun waren beide alleine im Raum und Salia handelte sofort: Noch während ihr Ziel leicht gedreht über ihr stand, sprang sie empor und strich mit der Klinge über seinen Hals. Der Mann fiel röchelnd auf die Knie und Sekunden bevor er sein Leben aushauchte trat sie vor ihn und zischte: "Du hast das Grab meiner Eltern geschändet! Dein Blut wird zumindest ihr Haus reinwaschen!"

"Denk daran, es muss nach einem Kampf aussehen!"
Mehrmals schlug sie ihm ins Gesicht und stach dann das Messer durch seine Brust. Mit dem Versuch ihren Hass wieder fallen zu lassen und ihre Aufgabe konzentriert zu Ende zu bringen griff sie die Rüstung und das Schwert auf dem Boden, jedoch gelang es ihr nicht und sie ließ beides wieder fallen, bevor sie noch mehrmals auf die Leiche eintrat. Den Rest ihrer Aufgabe hatte sie vollständig vergessen und erst nach einem lauten Schnarcher Broddericks hatte sie wieder genug Vernunft das Haus zu verlassen. Auf der Suche nach ihrem Ausgang stolperte sie jedoch zuerst über den Helm, den sie vor kurzem Fallen gelassen hatte und riss dann noch den Tisch mit den Bechern zu Boden, welche lautstark zerschepperten. Sie hatte sich gerade aufgerichtet und den Oberkörper durch eine Öffnung in der Wand gesteckt, als die Tür explosionsartig aufsprang.
"SEI LEI...", einen Moment herrschte Schweigen und selbst Salia schien eingefroren, als ein erschütternder Schrei über sie fegte. Wieder aufgeweckt sprang sie unbeholfen durch diese Öffnung und rannte. Brodderick hatte dies bestimmt gehört, doch es war zu dunkel  um sie erkennen zu können.

Sie war in Sicherheit.
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The Chaosnight

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Über die alte Grenze
« Antwort #6 am: 5. Aug 2011, 19:15 »
"Er ist tot!"
Mit einem erschöpftem, aber erfülltem Lächeln präsentierte sie die Mitteilung und sackte wieder erschöpft gegen die Gitterstäbe.
"Wer? Dieser Schrei hat das halbe Lager geweckt." Die Stimme des Gefangenen klang erschreckt, wie zu dem Zeitpunkt wo Brodderick seinen Verrat bekannt gegeben hatte. "Wer auch immer er ist, Brodderick scheint ihm nahe gestanden zu haben..."
"Es war sein Sohn, Schwachkopf", sagte Ryltha, worauf der Mann statt Erschrecken nur noch Furcht im Gesicht stand. "Se..Sein Sohn? Er war das einzige was ihn bei Sinnen gehalten hat! Ihr wisst nicht, wie er ohne ihn ist..."
"Oh doch, darauf haben wir uns verlassen", murmelte Morrandir, "Die nächsten Tage werden interessant..."

Diese Worte sollten sich als allzu wahr erweisen, als die gesamte Armee bei Sonnenaufgang geweckt wurde und Brodderick persönlich alle drei Gäste der Zecherei enthauptete. Trotz der Sympathie, die ihm aufgrund des Verlustes entgegenschlug, ging dies vielen Anwesenden zu weit: Die Väter der Getöteten waren selbst ranghohe Soldaten und die meisten ihrer Anhänger hatten ihre Kinder aufwachsen sehen oder mit ihnen zusammen Grundübungen ausgeführt. Dieses unförmliche, blutrünstige Ende erschien vielen überschnell und unprofessionell. "Worauf wartet ihr? Weiter geht's!", brüllte Brodderick der Armee zu, die dem Befehl zwar folgte, jedoch nun sichtbar getrennt war.

Während das Heer die alte Grenze hinter sich ließ, verflog Salias Euphorie und eine weitaus größere Leere erfüllte sie: Sie hatte einen kleinen Fisch erledigt, aber ihr großes Ziel entfernte sich mit jedem Schritt weiter von ihr.

Mit dem Überschreiten der Grenze - sowohl von dem Gebiet, wie auch von Broddericks Geisteszustand - schien sich jeder einzelne Ostling zu verändern: Die Gruppenbildung, die Salia schon von der Schenke aus beobachten konnte, zersplitterte sich weiter, die Befehlshaber der Untergruppen distanzierten sich immer mehr voneinander (und von Brodderick), die Jüngeren wurden erheblich lockerer und Broddericks innerer Zirkel wirkte verängstigt, während er selbst mit leerem Blick voranpreschte und in einer Welle von Zorn jeden niederschlug, der ihm zu nah kam.
"Sei froh, dass er im Moment noch im Zorn steht", murmelte der Gefangene, "Da weiß man zumindest was er tut. Als meiine Männer Seestadt geplündert haben, hat irgendein Schmied seinen Sohn bewusstlos geschlagen...er hat das gesamte Haus niedergebrannt und alles zerschlagen, was in den Weg trat. Als sich sein Zorn gelegt hatte, schickte er dutzende Soldaten in hoffnungslose Missionen, ließ sie sinnfreien Tätigkeiten nachgehen oder schlug sie einfach ohne Gründe. Er ist wahnsinnig und sein einziger Filter ist zerbrochen."

Auchl Salia fühlte sich verändert: Mit ihrem Ziel weit hinter sich und auf dem Weg in ein feindliches Land fühlte sie sich gleichzeitig hilflos, aber auf erschreckende Weise ebenso frei. Ja, ihr Weg führte in ein fremdes, feindliches Land und ihr erklärtes Ziel hielt ihre ferne Heimat besetzt, aber dafür würde sie in seinem Land sein und, da hatte Morrandir erheblich auf sie eingewirkt, dort ein Chaos hinterlassen, was ihn nach und nach verschlingt, bis er schließlich alleine in einem fremden, feindlichem Gebiet stünde.


Salia, nach: Die Eisenberge
« Letzte Änderung: 6. Okt 2016, 11:05 von Fine »
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Sonic

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Re:Reise nach Gortharia I
« Antwort #7 am: 23. Aug 2011, 22:06 »
Friehendur von der Schlacht am Fuße des Erebors


Zuerst war es dunkel um Friehendur herum. Es war als würde er aus einem tiefen Traum erwachen. Schon die ganze Zeit hatte er das Gefühl gehabt, in einem gleichmäßigen Rythmus, zu irgendeinem weit entfernten Ziel zu gehen und nuns tellte sich heraus das dies kein Traum, sondern die bittere Realität war.
Das erste was er sah war dreckiger Boden, über den er mehr oder weniger geschleift wurde. Zwei Männer gingen rechts und links von ihm und hielten ihn an seinen Armen fest, damit er nicht fiel. Er richtete seinen Kopf auf und blickte sich verwirrt um. Wo war er hier? "Sieht aus als wäre das Schwein endlich aufgewacht.", hörte er einen Ostling hinter sich und sofort wurde er mit einem Tritt auf den Boden befördert. "Los, steh auf und beweg dich. Deine Leidsgenossen sind schon ganz müde, davon dich zu tragen."
Friehendur rappelte sich wieder auf und schaffte es auf seinen wackeligen Beinen stehen zu bleiben. "Bastard...", murmelte er und erntete dafür gleich eine weiteren Tritt der ihn in eine Schlammpfütze beförderte. Der Ostling stellte sich über ihn. "Du hast es vielleicht nicht mitgekriegt, aber wer hier nicht spurtet der wird bestraft.", lachte er hämisch und drückte Friehendurs Gesicht tief in Schlamm, woraufhin er in der Menge verschwand.
Friehendur spuckte Dreck aus und rappelte sich auf, wobei ihm von einem Zwerg geholfen wurde. "Mach dir nichts draus Junge. Sei lieber froh das du noch lebst und nicht hingerichtet worden bist.", sprach dieser auf ihn ein, doch Friehendur hörte nicht zu. Vielmehr war er damit beschäftigt seine, ohnehin spärlichen, Erinnerungen zu ordnen.
Er war wohl bei der Schlacht bewusstlos geschlagen und mit den anderen Gefangenen mitgeschleppt worden. Doch wohin wurden sie geschleppt?
"Wohin führt dieser Zug?", unterbrach er den Zwerg. "Nach Rhun, wir wurden gefangen genommen und werden jetzt wohl als Arbeiter gebraucht.", er seufzte. "Der Erebor ist gefallen, der Krieg ist verloren."
Friehendur fluchte innerlich.
« Letzte Änderung: 19. Feb 2016, 17:32 von Fine »
Zitat
Als ich klein war dachte ich, dass man mit viel Geld auch viel Macht und Ansehen hat.
-Ich hatte Recht.