18. Okt 2018, 00:45 Hallo Gast.
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge. Hierbei werden gemäß Datenschutzerklärung Benutzername und Passwort verschlüsselt für die gewählte Dauer in einem Cookie abgelegt.


Select Boards:
 
Language:
 


Autor Thema: Thal - In der Stadt  (Gelesen 10097 mal)

-|sZ|- Brownie

  • Elronds Berater
  • **
  • Beiträge: 300
Thal - In der Stadt
« am: 23. Mär 2008, 17:54 »
Liutasil aus dem Düsterwald


Kapitel 3: Nebenqueste

Liutasil verließ den Wald. Sein Plan war aufgegangen, er hatte Tharons Sippe so gut wie vernichtet. Er hatte einen bedeutenden Sieg errungen! In weiter Ferne lag die Stadt Thal. Der Erebor war gut sichtbar, und sein Ziel rückte näher. Hier konnte er der Schlange den Kopf abschlagen, hier konnte er Zwergenblut vergießen. Langsam rückte die Stadt näher, die Erinnerungen an die Schlacht der fünf Völker wurde wach. Sein Vater ... getötet von einem Zwerg. Einem GNOM. Einem nichts ...
Rache! Ein törichtes Gefühl!
Hier zählte nur die Genugtuung des Sterbens. Des Tötens. Des Blutes. Nur der Sieg zählt!
Das Tor Thal's war nicht geschlossen. Zu wichtig war der Handel mit den Weinfeldern Dorwinions, dass man nur wegen eines Krieges alle Banden zu Freunden bricht. Die Stadt war schlicht gehalten, kein Vergleich zu elbischem Baustil. Schlichte Fachwerkhäuser reihten sich aneinander wie Korn: Die Halme einer Hefepflanze wuchsen wild nach oben, behinderten sich gegenseitig und waren nur in einem Sinne sparsam: im Platz. Die Stadt konnte viele Menschen beherbergen, ohne dabei so groß wie die alten Städte Arnors zu wirken. Der Weg zum Erebor war durch kein Schild gekennzeichnet. Nur ein schmaler Weg wies zum Berg, und jeder, der zu den Zwergen wollte, nahm ihn. Er führte direkt zum Berg, quasi vor das Tor. Das „Tor“ war ein riesiger Wall aus massivem Fels, das so bearbeitet wurde, dass man meinen könnte, es wäre schon immer so gewesen. Vor dem Tor standen zwei Wachen.
„Was wollt ihr hier, Elb?“, riefen sie ihm zu.
„Ich habe eine wichtige Angelegenheit zu besprechen ... mit König Thorin. Mit euch beiden werde ich es sicher nicht ...bereden.“
„Dann muss ich dich enttäusche. Neuerdings kommt niemand mehr zum König, wenn er nicht zum Hofstaat gehört oder sich den weg verdient hat. Du kommst hier nicht rein.“
„Muss ich noch deutlicher werden? Ich KOMME hier rein. Ich habe etwa zu bereden.“
„Müssen wir noch deutlicher werden? Verschwinde. Du kannst hier nicht rein.“
Liutasils leichtes lächeln wurde zu einem Grinsen. War das ein schlechter Scherz? Wird er hier unterliegen?
Langsam drehte er um. Was jetzt? Hatte er verloren?
„Dieser Kerl erinnert mich an Thanderin. Er ist genau wie er – bloß im totalen Gegenteil. Thanderin könnte ihm eine Audienz gewährleisten. Schade, dass er weg ist." Die Wachen grinsten sich an und unterschätzten das Ohr eines Elben.
Liutasil dachte nach. Und fasste erneut einen Plan. Keinen teuflischen, aber einen schlauen. Dieser Thanderin hatte mit Sicherheit die Möglichkeiten, ihm eine Audienz bei Thorin zu gewähren ... Wenn er ihn in eine Lage bringen würde, wo er in seiner Schuld stand, würde er zum Ziel kommen!
Liutasil lachte kurz. Dann drehte er sich zu den Wächtern um:
„Wir sehen uns wieder! Die anderen Umständen werden zu euren neuen Lebensumständen.“
Und diese Lebensumstände wären das Gegenteil von dessen, was sie versprechen.


Liutasil nach: Düsterwald
« Letzte Änderung: 16. Feb 2016, 15:49 von Fine »
Aber dass er (aus welchen Gründen auch immer) meinen Post löscht, find ich nicht in Ordnung ... Ich hab mir so viel Mühe gegeben! 
Zitat von The_Forsaken

Foren sind keine Chat Programme - Spammen könnt ihr woanders!

Farodin

  • Wortführer des Entthings
  • ***
  • Beiträge: 1.377
  • Ich bin Zyniker. Ein Realist mit Humor.
Thal - In der Stadt
« Antwort #1 am: 9. Dez 2008, 20:06 »
Alvias von Esgaroth auf dem Langen See


Alvias' Pferd donnerte die Straße entlang; näher und näher kamen die hölzernen Palisaden, die zum Teil beschädigt und an manchen Stellen bereits ausgebessert worden waren.
Dann erblickte er das Stadttor, oder besser das, was davon noch übrig war. Der eine Flügel war löchrig und der andere hing schief in den großen Scharnieren.

Alvias bremste sein Pferd einhundert Meter vor dem Tor ab, um nicht in die große Menschenmenge hinein zu reiten, die sich durch das Tor bewegte.
Schon auf dem Weg von Esgaroth nach Thal war er auf vereinzelte, verzweifelte Familien gestoßen.
Die meisten beachteten ihn gar nicht in der Menge der Flüchtlinge, die sich von Gehöften und Farmen nach Thal retteten,aber manche der Menschen und Zwerge sahen ihn an und murmelten etwas unverständliches zu ihrem Nebenmann.
Alvias achtete gar nicht darauf, was sie sagten. Ein einzelner Elb war schon etwas Besonderes in der Nähe so vieler Zwerge.

Als er das Tor durchquert hatte, fand er sich in einer für ihn bekannten, aber doch neuen Welt wieder, denn in der Zeit seiner Abwesenheit hatte sich einiges in Thal verändert und bestimmt auch im Erebor.
Alvias stieg ab und führte sein Pferd am Zügel durch die Straßen neben den Wasserläufen, als er auf einmal eine vertraute Stimme hörte...

"Alvias? Endlich! Ich habe schon sehnsüchtig gewartet."
Auf der anderen Seite eines der Kanäle stand Alvias' alter Zwergenfreund Dwilmo, der ihn strahlend anschaute.
Dwilmo war in den Jahren stark gealtert. Erste tiefere Falten zeigten sich in seinem Gesicht und in seinem Haar und seinem Bart zeigten sich grau-silberne Büschel.

"Dwilmo! Wie lange haben wir uns nicht gesehen? Sechs Jahre? Es freut mich, dich endlich wieder zu sehen, nach all den Jahren."
« Letzte Änderung: 17. Feb 2016, 10:10 von Fine »

Farodin

  • Wortführer des Entthings
  • ***
  • Beiträge: 1.377
  • Ich bin Zyniker. Ein Realist mit Humor.
Re: Thal
« Antwort #2 am: 13. Dez 2008, 13:38 »
"Ja, Alvias, es hat zu lange gedauert, dass wir uns wieder gesehen haben. Wenn wir den Ansturm dieser Drecksbande aus dem Osten niedergemacht haben und der Kopf ihres Anführers vor unseren Toren auf einem Speer aufgespießt ist, dann dürfen wir nicht mehr so viel Zeit vergehen lassen.
Ich weiß, dass bei euch Elben die Zeit nichts bedeutet, aber bei uns hinterlässt sie deutliche Spuren. Sie mich an Alvias, ich werde alt."
Dwilmo sah betrübt und missmutig drein und er tat Alvias leid.

"Jetzt sei nicht so Dwilmo, wenn der Krieg vorbei ist und Sauron besiegt, dann werden wir alle entspannter sein, als jemals zuvor. Die Unruhe und die Angst, jeder Zeit angegriffen zu werden belastet alle, auch die Elben.
Glaub mir, wenn du nicht mehr um das Wohl deines Volkes besorgt sein wirst, dann wirst du nicht mehr so schnell altern, denn wie die Menschen sagen: "Ich bekomme vor Sorge graue Haare"."

Ein leises Lächeln schlich sich auf Dwilmos Lippen und er erwiderte:
"Du hast, Recht, ich sollte mich auf das Jetzt konzentrieren und nicht auf das, was sein könnte.
Also lass uns diese Stadt vor den Bastarden aus dem Osten sichern."
Er führte Alvias entschlossen zu den Mauern und erklärte:
"Diese Mauern müssen so schnell wie möglich wieder hergestellt sein, aber dich an denen arbeiten zu lassen, wäre eine Vergeudung deiner Stärken. Du wirst mir bei der Konstruktion einer neuen Kriegsmaschine helfen, wir werden sie gleich dort hinten vor diesem Mauerstück aufbauen und testen, denn ich habe sie bis jetzt nur auf Pergament."

Sie gingen weiter und Alvias konnte bald mehrere Haufen an verschiedenen Teilen entdecken, die um einen Wagen ohne Plane und mit kleineren Rädern aus Steinen verteilt lagen.

Farodin

  • Wortführer des Entthings
  • ***
  • Beiträge: 1.377
  • Ich bin Zyniker. Ein Realist mit Humor.
Re: Thal
« Antwort #3 am: 16. Dez 2008, 15:53 »
Als sie das Gestell des Wagens erreicht hatten, griff Dwilmo an seinen Gürtel und löste eine kleine, lederne, röhrenförmige Schatulle und als er sie öffnete rutschten mehrere Schriftrollen heraus. Er suchte eine ganz bestimmte heraus und steckte die restlichen Rollen wieder in die Hülle. Die gesuchte Rolle gab er Alvias und sagte:
"Schau dir das mal an und sag mir, was du davon hältst. Ich bin kein großer Künstler, aber man kann halbwegs erkenn, was es darstellen soll. Auf den anderen Rollen sind die genaueren Skizen und Entwürfe, mit den ganzen Maßen und Längen."

"Mh,mh,mh. Das sieht sehr viel versprechend aus. Wenn du mir einen Moment gibst, verbessere ich dir den Entwurf, du hast hier einen unvorteilhaften Winkel, der macht das ganze weniger effizient und das", Alvias deutete auf eine Stelle in der Skizze, "bringt überhaupt nichts."
Nun ergriff Alvias ebenfalls eine Tasche an seinem Gürtel und holte einen Stift und einen kleinen Farbtiegel heraus, dann machte er sich an das Verbessern der Zeichnung.
"So", sagte er mit einem lechten Grinsen, als er die Änderungen vollendet hatte,"aber bevor wir anfangen, muss ich noch etwas essen und trinken."

Dwilmo erwiderter:
"Aber natürlich, einen Augenblick."
Er pfiff einmal laut und ein paar Minuten später kamen zwei Zwerge heran, die einen kleinen Tisch trugen und ein dritter, der ein Tablett brachte.
Die drei begrüßten Alvias, der sich bei ihnen bedankte und daraufhin verschwanden sie auch sogleich in Richtung Palisaden.
"Das Essen ist sehr gut... und was ist das für ein Wein?"
Dwilmo grinste nur und meinte, das sei ein Import aus dem Düsterwald.

Als Alvias nach einer Weile fertig war, meinte er: "Weißt du überhaupt, ob diese Maschine funktionieren wird?"
"Naja, ich habe versuche mit dieser Technik gemacht und das ganze als kleines Modell gebaut und da hatte es einwandfrei funktioniert. Was wir heute bauen werden, ist sowie so nur ein kleinerer Prototyp, das ganze soll hinterher auf einee Wagen, der mindestens zweimal so groß ist, wie dieser hier. Wenn unser Versuch gelingt und ich bin optimistisch, dass er gelingt, dann werde ich dien Bauplan an mehrere von unseren besten Werkstätten senden und die werden dann die Maschine in ihrer eigentlichen Größe bauen", erwiderte Dwilmo, "Dann lass uns mal anfangen."

Sie begannen Dwilmos Maschine zu bauen und die Teile von den Stapeln wurden langsam aber sicher kleiner. Manche Konstrukte mussten sie vorher aus mehreren Komponenten zusammensetzten, bevor sie es auf den "Wagen" montierten.
Nach und nach konnte man erkennen, um was es sich im Groben handelte, allerdings konnte man den wirklichen Zweck nicht von außen absehen.

Als fünf und eine halbe Sunde verstrichen waren, beendeten sie ihre Arbeit und betrachteten voller Stolz ihr Werk.
"Ha, jetzt nur noch ein Testlauf und wir können die Pläne an die Handwerker schicken."
"Ja, daran werden sich die Ostlinge die Zähne ausbeißen.", lachte Alvias.
"Dann lass uns nur noch die letzte Sache besorgen, die für die Testläufe fehlt. Ich habe es schon in die Stadt bringen lassen, wir müssen es nur noch abholen. Und wo wir schon auf dem Weg sind, könne wir auch direkt eion paar Zugtiere mitnehmen. Wenn die "richtigen" Maschinen gertig sind, brauchen sie keine Zugtiere, aber wir sind nur zur zweit, darum möchte ich lieber mit ihnen arbeiten."

Farodin

  • Wortführer des Entthings
  • ***
  • Beiträge: 1.377
  • Ich bin Zyniker. Ein Realist mit Humor.
Re: Thal
« Antwort #4 am: 22. Dez 2008, 12:31 »
Sie gingen die Straßen von Thal entlang und kamen schließlich zu einer Stallung, wo die beiden sich zwei kräftige Pferde liehen.
Alvias meinte auf einmal zu Dwilmo gewannt, während sie auf den Pferden durch die Stadt gelangten:
"Sollten wir nicht ein paar Leute dabei zuschauen lassen, was nützt uns denn die beste Kriegsmaschine,wenn si keiner kennt."
Dwilmo erwiderte nachdenklich:
"Da hast du natürlich recht, aber wer soll es denn sehen? Vielleicht einige Krieger und ein paar Handwerker?"
"Ja, das wäre gut. Suchst du sie zusammen? Ich kenne mich hier nicht aus."
"Gerne doch, wartest du dann solange hier an der Ecke?"
Wenig später kehrte Dwilmo zurück und berichtete Alvias, dass er die Leute schon zum Gerät geschickt hatte.
Danach ritten sie weiter und gelangten zu einem Lagerhaus, in dem sich laut Dwilmo die letzte, alles entscheidende  Sache befand. Sie stiegen von den Pferden und gingen hinein.
Der Zwerg rief nach dem Lagermeister, einem stämmigen, schwarzhaarigen und schwarzbärtigen Zwerg mit einigen Schriftrollen in der Hand , wie Alvias kurz darauf sah.

"Was wünscht ihr?", fragte der Zwerg und schaute Alvias dabei mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Missbilligung an.
"Wir wollen eine Lieferung für Dwilmo Stahlhammer abholen. Es müssten vier Fässer sein."
Der Lagermeister begutachtete eine Weile seine Schriftrollen, dann ging er, kam mit einem Fass wieder und bat die beiden, mit ihm die anderen drei Fässer zu holen.
"Danke und auf Wiedersehen", verabschiedeten sich  die beiden und rollten die Fässer den ganzen Weg vor sich her, mit den Zügeln der Pferde in der Hand.

An ihrem Ausgangsort angekommen sahen sie schon die Traube an Leuten um die Maschine stehen. Sie grüßten und dann spannten sie die Pferde vor das Kriegsgerät und zogen es zu einem freien Feld, mit mindestens 20 Meter Platz in jede Richtung, aber noch in Sichtweite der Mauern.

Dwilmo erhob deutlich das Wort:
"Der Grund, warum ihr alle hier seid, steht vor euch, ich werde euch nun zusammen mit Alvias den Zweck dieses Gerätes erkläre und es euch vorführen."
Er ging zu dem umfunktionierten Wagen und deutete den etwa fünfzehn Zwergen und Menschen, mit zu kommen.
"Der Zweck dieser Maschine ist es natürlich, den Ostlingen große Verlste zu bereiten. Das wird sie auch tun, denn sie ist neuartig und es gab noch nichts, das einen ähnlichen Effeckt hatte.
Das hier ist die Panzerung, sie besteht aus Holz, das außen und innen mit Eisen verstärkt ist und viel aushält."
Alvias ergriff das Wort:
"Hier seht ihr ein und einen halben Schritt lange Klingen auf drei Höhen, die man ausklappen kann. Die Höhen sind  Knie, Hüfte und Bauch und wer mit diesen Klingen in Berührung kommt, wird nie wieder etwas anderes spüren."
Ein verstohlenes, kleines Lächeln stahl sich auf Alvias Gesicht, das aber niemand bemerkte.
"Dann frag ihr euch sicherlich, warum im Panzer diese Löcher sind.
 Genau diese "Löcher" stellen das revolutionäre des ganzen dar:Sie gehören zu Metallröhren, in die man von innen ein Gemisch aus Öl, magnetischem Eisenstaub, Harz, Zunder und Kohlenstaub hinein füllt; das ganze ist sehr klebrig und vor allem sehr brennbar. Wenn man dieses Gemisch nun in die Röhren gefüllt hat, macht man eine Klappe zu, damit nichts herausspritzt. Dann spannt man einen massiven Zylinder wie bei einem Katapult.
Wenn man dann die Halterung löst, wir das Gemisch heraus geschleudert und der Zylinder prallt auf einen Rand aus Feuersteinen, wodurch Funken entstehen und das ganze in Brand stecken.
Durch den Eisenstaub und das Harz bleibt es wunderbar an den Rüstungen kleben und kocht die Träger oder verbrennt sie direkt.", fuhr Dwilmo feierlich fort.
Ein Raunen ging durch die Menge und dann sagte ein Mann:
"Und das funktioniert? Wir wollen es sehen."
Alvias antwortete:
"Aber natürlich, darum sind wir hier."
Die beiden brachten das Gefährt in Position und brachten die Menge in Sicherheit, danach stieg Dwilmo durch eine Luke ein.
"Wir werden nur die Feuerschleuder testen, das andere wollen wir euch ersparen.
Bereit Dwilmo?"
"Bereit!", kam es gedämpft herüber geweht.
"Na dann! Feuer!"
Einen Sekundenbruchteil geschah gar nicht, doch dann sah man eine Masse aus einem der Rohre fliegen, die sich dann auf Einmal in eine Feuersäule verwandelte, die sich fast zwanzig Meter weit erstreckte und einen vier Meter breiten Streifen in Sekunden in Brand setzte.
Von den Zuschauern kamen überraschte "Ohh"´s und "Ahh"´s, dann brachen sie in Jubel aus und als Dwilmo wieder da war, liefen alle zu ihm und feierten ihn.
"Schon gut, schon gut, ich bin ja auch froh, dass es geklappt hat. Erzählt es allen, die ihr seht.
Da mit haben wir eine größere Chance den Angriff zurück zuschlagen.", beruhigte er die aufgebrachte Menge.

Die lief auch sofort in Richtung Stadt und der Elb war wieder mit Dwilmo allein.
"Das lief ja besser als ich es erwartet habe", sagte Alvias begeistert zu Dwilmo.
"Lass uns gehen, die Sonne geht unter, schau."

Farodin

  • Wortführer des Entthings
  • ***
  • Beiträge: 1.377
  • Ich bin Zyniker. Ein Realist mit Humor.
Re: Thal
« Antwort #5 am: 25. Jan 2009, 10:01 »
Sonnenstrahlen weckten Alvias aus seinem unruhigen Schlaf. Er stand auf und blickte aus dem Fenster, um den Rest des Morgenrotes zu sehen.
"So wunderschön und doch ist es verloren."
Alvias hatte sich Hoffnungen gemacht, die durch Dwilmos Maschinen noch verstärkt wurden, aber als die vier Späher zurückkehrten und von dem riesigen Heer berichteten, das wohl von Khâmul, dem nun ranghöchsten Nazgûl, höchstselbst geführt wurde, hatte Alvias alle Hoffnungen aufgegeben.
Er war nie pessimistisch gewesen, aber einen Sieg gegen diese Streitmacht erlangen zu hoffen, war Wahnsinn. Thal würde untergehen, besiegt von den Menschen des Ostens.
Diese Zukunft galt es zu verhindern, aber wie?
Mit dieser und anderen Frage machte Alvias sich auf, um weiter die jämmerlichen Verteidigungsanlagen der Stadt wieder in Stand zu setzen.
Auf der Straße war ein riesiges Getümmel: Menschen, Zwerge und Karren füllten die Hauptstraße und Alvias kam nur sehr langsam voran. Im Vorübergehen dachte er plötzlich, einen der Reisenden zu kennen, also dreht er sich um und blickte zurück. Er erspähte die Gruppe Elben, der er auf seiner Reise im Düsterwald begegnet war und rief ihnen einen Gruß zu und dass sie zu den Palisaden kommen sollten.
Hoffentlich hat -  wie hieß er noch? Leufir? -mich gehört, ein paar Elben mehr um Palisaden zu reparieren sind besonders hilfreich.

Bei den Palisaden konnte man nur wenige Zwerge sehen,anders als in der Stadt, es waren überwiegend Menschen, die an den Holzbarrikaden arbeiteten und das nicht wirklich schnell.
Als Alvias dies sah, wäre er fast ohnmächtig geworden, so ineffizient arbeiteten manche von ihnen. Er näherte sich und ein großer Mann unterbrach seine Arbeit um ihn zu begrüßen:
"Hey, Herr Elb, seit ihr hier, um zu helfen?"
"Ich denke schon, aber wenn man so sieht, wie manche von euch arbeiten, denkt man, euch wäre nicht mehr zu helfen", erwiderte Alvias.
Der Mann lachte.
"Das könnt ihr von einfachen Bauern auch nicht erwarten. Aber wie würdet ihr es denn machen?"
"In erster Linie sollte da eine Doppelreihe sein, aber das ist in der kurzen Zeit nicht zu schaffen, darum sind nur taktisch wichtige Orte so zu verteidigen.
Als zweites sollten die, wie soll ich es nennen, "Wehrgänge" weniger breit sein, dass zwei Personen darauf laufen können, reicht vollkommen aus, einen Pfeilhagel können die Bogenschützen auch hinter der Mauer abschießen. Das ermöglicht, mehr Material für die eigentliche Barrikade zu benutzen.
 Außerdem verringert das die Verluste, wenn die Mauer mit Katapulten angegriffen wird.
Ich weiß, ich bin nur ein dahergelaufener Elb, der euch nicht viel Erfahrung zu haben scheint, aber ich möchte nur helfen", sagte Alvias freundlich.

Der Mann zögerte kurz, dann fuhr er nachdenklich fort: "Das mit den Wehrgängen ergibt Sinn, ich werde entsprechende Anweisungen geben."
Er rief den Arbeitenden Männern einige Befehle zu, die auch sofort befolgt wurden.
Alvias verabschiedete sich von dem Mann, mit dem Versprechen, mit zu helfen, als er Leufir und drei seiner Begleiter herbei laufen sah.
« Letzte Änderung: 26. Jan 2009, 15:41 von Farodin »

Farodin

  • Wortführer des Entthings
  • ***
  • Beiträge: 1.377
  • Ich bin Zyniker. Ein Realist mit Humor.
Re: Thal
« Antwort #6 am: 22. Feb 2009, 21:28 »
"Seid gegrüßt, es ist gut zu sehen, dass es noch einige Elben gibt, die den Zwergen und den Menschen aus Thal helfen wollen.", begrüßte er sie.
"Alvias, ihr wart eine angenehme Gesellschaft, wir freuen uns, euch wieder zu begegnen.
 Es ist wohl wahr, nicht mehr viele Elben aus dem Waldlandreich erinnern sich an unsere Handelspartner aus dem Norden und scheren sich sehr wenig darum, was außerhalb der Wälder geschieht", entgegnete Leufir.
"Dann lasst uns dafür sorgen, dass es noch länger jemanden zum Handeln gibt und helft mit, die Palisaden zu reparieren. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit."
"Aber natürlich, wir sind schließlich nicht dazu hier, uns zu vergnügen", erwiderte Leufir "und anderen bei der Arbeit zu zu schauen", vollendete einer der Gruppe.

Sie machten sich an die Arbeit und der Elbentrupp schaffte es in den verbleibenden Tagesstunden, zusammen mit den Menschen, ein ganzes Stück über 75 Meter wieder vollständig in Stand zu setzen.
Zufrieden mit ihrer Arbeit, schlenderten sie durch die Stadt zu Dwilmo, der ihnen die Rüstungen und Waffen abnahm, um sie zu schleifen und zu reparieren.
Die fröhliche Art des Zwergs munterte Alvias auf, aber in seinen Augen war seine Sorge deutlich abzulesen und nachdem Leufir sich zurück gezogen hatte, wich die muntere Stimmung und der alte Zwerg wurde mit einem Schlag ganz ernst:
"Du glaubst nicht an einen Sieg, nicht wahr?", fragte er traurig.
"Nein, ich habe in meinem Leben viel durch gemacht, ich war in den nördlichen Gebirgen Jahre lang in der Wildnis, habe mich von dem ernährt, was ich fand, habe Massen von Orks abgeschlachtet, bin keiner Gefahr ausgewichen und umso aussichtsloser die Situation, desto mehr Reiz verspürte ich, mich hinein zu stürzen.
Aber nun...."
Er brach ab.
Dwilmo klopfte ihm tröstend auf die Schulter.
"Wir mögen vielleicht verlieren, aber wir werden ihnen einen Kampf liefern, über den man sich noch ewig unterhalten wird! Wir werden diese Lande nicht dem "Dunklen Herrscher", er dehnte das Wort verächtlich, " kampflos Preis geben, auf das er sich unserer Schätze bereichert."
Die Worte bewegten etwas in Alvias. Er fühlte sich deutlich besser, als er diese hörte und er lächelte.
"Nein, das werden wir nicht."
In ihm flackerte wieder ein Funken Hoffnung.
« Letzte Änderung: 22. Feb 2009, 21:47 von Farodin »

The Chaosnight

  • Galadhrim
  • **
  • Beiträge: 730
  • Welcome to the Herd, resistance is futile!
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #7 am: 24. Mär 2009, 21:23 »
Salia, von: Adarics Laden


Die allgemeine Hysterie in der Stadt war nicht langlebig und Großteile der Menschen auf der Straße versanken dafür in ein deprimiertes Schweigen, fast alle hatten den Kopf gesenkt und trotteten gedankenverloren umher und weder Soldaten noch Gaukler konnten die Menschen dazu bewegen Ruhe zu bewahren und die Straßen zu räumen. Nach einiger Zeit setzten sie sich resigniert an den Straßenrand und fielen größtenteils in eine ähnliche Stimmung wie die Bevölkerung, nur wenige murmelten sich gegenseitig irgendetwas zu oder blieben halbwegs ruhig.

Angewidert ging Salia durch die Menschenmassen zum Tor und hörte so einiges was ihren Unmut erregte:
"Ich sagte doch dass so etwas passieren würde"
     Immerhin kann man sich jetzt bereit machen!
"Wenn unser Hauptmann doch nicht so stur wäre"
     ...würde plötzlich die Armee vor einer unvorbereiteten Stadt stehen
"Warum fliehen wir nicht einfach?"
     Und lassen sie die Stadt einnehmen bis sie weiter expandieren?
"Wir müssen verhandeln"
     Haben wir irgendeine Basis dazu?
Salia ging in eine Seitengasse um etwas Abstand von den verzweifelten Menschen zu bekommen, doch viele hatten sich einfach in den Schatten ihrer Häuser gesetzt wo sie sich selbst bemitleideten und viele Wachen suchten diese Orte um ihre Schwächen zu verbergen.
"Ich bin doch gerade eben erst befördert worden"
     Bestimmt nicht damit du bei der ersten Gefahr davon läufst!
"Was können wir gegen eine solche Armee anrichten?"
     Kämpfen?
Mittlerweile wutentbrannt stampfte sie durch die Reihen der Feigheit und Hoffnungslosigkeit und achtete kaum mehr wirklich auf das murmeln in ihrer Umgebung. Sie war schon fast vor dem Tor, doch das Murmeln wurde nicht weniger:
"Ich habe Angst"
     Dann behalt sie für dich!
"Ich will nicht sterben"
     Dann kämpfe!
"Was können wir tun?"
     Still sein und kämpfen!
"Ihr könnt jetzt nicht durch, Herrin"
     Klappe halten!
Sie ging einen Schritt vorwärts, doch:
"Ihr könnt jetzt nicht durch, Herrin"
     Klappe halten, verdammt!
Sie ging einen weiteren Schritt vorwärts, doch eine große Hand drückte sich gegen ihre Brust, die sie zurückhielt.
"Es tut mir Leid, doch niemand darf vorbei!"
Sie blickte auf und sah die Wache am Tor, einen großen und breiten Mann, der als einer der wenigen ein merkwürdiges Lächeln auf den Lippen hatte und abschätzig auf sie herabblickte. Sein Gesicht zeigte keine Kampfeslust und trotzdem war er weder verzweifelt noch nervös, eine Sache die Salia stutzig machte.
"Es wäre klug eure Hand von meiner Brust zu nehmen und mich meinen Weg gehen zu lassen", sagte sie entschlossen, doch die Wache reagierte nur mit einem Lachen: "Wieso sollte ich? Wenn die Ostlinge kommen sind wir eh verloren, dann kann ich mir in meinen letzten zwei Tagen doch etwas Spaß gönnen."
Er drückte seine Hand zu und begann sie mit seiner zweiten zu betatschen, doch bevor er an irgendeine intime Stelle kommen konnte hatte sie ihm gezielt zwischen die Beine getreten und ihn mit einem Schlag gegen das Kinn zu Boden gebracht.
"Versucht dies nie wieder wenn euch euer Leben Wert ist", zischte sie ihm zu bevor sie an ihm ins Gesicht spuckte und die Stadt verließ.


Salia, nach: Vor der Stadtmauer
« Letzte Änderung: 19. Feb 2016, 08:23 von Fine »
RPG: Aiwyn: [1/2] Start  
         Salia:           Start 
         Iris
         Feedback für alle

Rabi

  • Edain Ehrenmember
  • Waldläufer Ithiliens
  • *****
  • Beiträge: 1.428
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #8 am: 28. Mär 2009, 23:20 »
Wogrin, Thanderin und Thondin mit vielen Zwergen vom Erebor


Nach einem nicht all zu langen Marsch war Wogrin endlich, zusammen mit mehreren Zwergen, in Thal angekommen. Die Stadt war schon für die Schlacht gerüstet, hunderte von Menschen hatten bereits ihre Rüstungen und Waffen hergerichtet und nun kamen auch noch die Zwerge zur Verstärkung, zwar waren es nicht all zu viele jedoch zeigte es trotzdem den Willen Mittelerde, gemeinsam Seite an Seite zu beschützen und am Leben zu erhalten. Unter den Zwergen die den alten Zwerg begleiteten waren abermals Thanderin und Thondin, die drei schienen nun schon beinahe unzertrennlich, sie waren beinahe aneinander gebunden und würden immer zusammen kämpfen und vielleicht sogar einen starken, beinahe undurchdringbaren Kampfstil entwickeln. Der Zwerg wollte natürlich sofort anfangen zu kämpfen, diese dreckigen Anhänger des Bösen vernichten und möglichst blutig niederzustrecken, sie hatten es nicht anders verdient als eines grausamen Todes zu sterben, denn auch sie liebten es ihre Feinde langsam und um ihr Leben winselnd sterben zu lassen. Der Zwerg rempelte sich durch die Unmengen an Soldaten hindurch, die meisten von ihnen hatten den kleinen Mann nicht gesehen und dachten ein Mensch hatte sie angerempelt doch nach dem zweiten Blick erkannten sie dass es der Zwerg gewesen war. Und schließlich stand er zusammen mit seiner Schar ganz vorne und wartete nur noch auf die Schlacht, bis endlich die zahlreichen bösen Menschen auf sie niederprasseln würden und ihrem Tod entgegenblicken konnten.


Wogrin, Thanderin und Thondin zur Schlacht vor den Toren Thals
« Letzte Änderung: 17. Aug 2016, 08:53 von Fine »
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Jekkt

  • Grenzwächter Loriens
  • **
  • Beiträge: 650
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #9 am: 14. Apr 2009, 11:45 »
Reclan vom Erebor


Reclan schlenderte durch die Stadt, es waren sehr viele Unbewaffnete da, alte Männer, Frauen und Kinder, aber diese wollten anscheinend nicht gehen.Der Rest der Stadt war voll bewaffnet viele Menschen und auch Zwerge haben sich bereit gemacht um gegen die ostlinge in den Krieg zu ziehen doch war in vielen ihrer Gesichter verzweiflung den niemals würden sie alleine so viele Feinde bezwingen, dennoch waren sie entschlossen was Reclan bewunderte. er ging zum Tor er erkannte die Zwerge die sich ganz nach vorn in die reihen drengelten doch wollte er nicht wider zu diesem naiven Wogrin, also ging er einfach in eins der wenigen Gasthäuser das noch offen war, es war gut besucht, viele Männer saufen was sie nur konnten
 Ich will nicht auffallen also...
"Ein Bier!"
Der Mann hinter der Bar schaute kurz drehte sich dann um und stoch das nächste Fass an, den er verdiente gut und wollte auch weiterhin. Reclan trug mit einem Zug aus und bestellte das nächste...

Schließlich am Abend beschloss er damit er nicht ganz pleite gehen würde aufzuhören und erstmal zu schlafen, denn er muss ausgeruht sein um zu kämpfen...


Reclan zum Stadttor
« Letzte Änderung: 19. Feb 2016, 08:22 von Fine »
Ieyui Nobomenu Renmiri Yojuyogo Hasatekanae Kutamae

Sauron der Dunkle

  • Waldläufer Ithiliens
  • ***
  • Beiträge: 1.413
Re: Thal
« Antwort #10 am: 21. Apr 2009, 17:44 »
Rohnon von Briannas & Rhias Hof außerhalb von Thal


Rohnon erreichte Thal als die Sonne schon fast hinter dem Horizont verschwunden war. Sogleich betrat er es durch das große Tor. Er war schwer und schien schon uralt zu sein. Drinnen angelangt sprach ihn einer der vielen Soldaten in der Nähe des Tores an. Es war ein kleiner und kräftiger Mann, der jedoch von Intusiasmus nur so strotzte.
"Ihr seht aus wie ein tapferer Mann. Steht ihr uns im Kampf gegen Saurons Armeen zur Seite?"
"Natürlich, deshalb bin ich hier. Ich werde kämpfen und diese elenden Mistkerle alle abschlachten."
Rohnon, der etwas genervt von dem aufdringlichen Soldaten war, folgte dem Weg weiter in das Zentrum Thals. Während er so durch die Gassen schlenderte, vielen ihm erst die vielen Soldaten auf die sich in der ganzen Stadt aufhielten.
Überall wuselten Zwerge, Menschen und Elben umher. Die Schlacht stand anscheinend kurz bevor.
Er lief eine lange holperige Gasse entlang. Sie war sehr schmal und links und rechts waren nur Häuser, die den Anschein erweckten, gleich einzustürzen. Am Ende dieser Gasse befand sich ein großer Platz.
Puhhhh endlich raus aus diesen engen Gassen.
Rohnon steuerte auf die Mitte des Platzes zu, wo er Ausschau nach einer Kneipe hielt.
Rundherum standen viele Händler die allerhand Krimskrams anbaten. Er sah mehrere Kneipen, die jedoch alle vor Gästen zu platzen schienen. Während er sich so umschaute erblickte er eine kleine Schenke in einer etwas abgelegenen Gasse. Sie schien nicht sehr gut besucht, genau das was Rohnon suchte. Er manövrierte an vielen Menschen vorbei direkt zur Kneipe. Die Sonne war nun schon untergegangen und es war recht dunkel.
So jetzt noch ein paar Bier und dann ausruhen.
Er betrat die Bar und setzte sich an einen abgelegenen Tisch. Er schaute sich um und bestellte ein Bier.
Die Kneipe war im Vergleich zum Rest der Stadt sehr leer. Lediglich zwei Tische waren besetzt und an der Theke saßen auch nur drei Leute. Der Wirt war ein großer, stämmiger Mann mit Schultern so breit wie ein Schrank und mit einem starken Schnauzbart. Er sah genervt aus. Anscheinend weil so wenig Kundschaft anwesend war.
Sieht nicht sehr sympathisch aus. Der Typ gefält mir
"Noch ein Bier", rief Rohnon ihm zu.
Der Wirt sah genervt zu Rohnen herüber und begann das Bier zu zapfen.
Ob hier wohl auch Krieger unterwegs sind, die es mit mir aufnehmen können? Naja, wie dem auch sei, die Armeen Saurons werden es nicht leicht haben. Ich werde kämpfen, für meine Geliebte, bis in den Tod!, dachte sich Rohnon als das kühle Bier seine Kehle hinablief.
"Noch eins", rief Rohnon erneut. In Gedanken versunken trank er ein Bier nach dem nächsten. Er trank bis spät in die Nacht, lange als schon alle anderen Gäste wegwaren trank er immernoch. Irgenwann schlief er auf seinem Tisch ein. Der Wirt, der auch keine Lust mehr hatte ihn zu wecken, ging hoch und ließ Rohnon schlafen. Bald beginnt sie, bald beginnt die Schlacht ...
« Letzte Änderung: 17. Feb 2016, 15:51 von Fine »
---------Sauron der Dunkle--------
-------------Ehemaliger Betatester--------------


Lars

  • Knappe Rohans
  • **
  • Beiträge: 926
Re: Thal
« Antwort #11 am: 22. Apr 2009, 00:03 »
Agarwaens Start:

Als Agarwaen sich dem Stadttor Thals näherte, konnte sie erkennen, dass der Wall und das Tor nur notdürftig repariert waren. Die Wahrscheinlichkeit, gegen das große Heer der Ostlinge, das bereits in Sichtweite der Stadt lagerte, war gering.
Kurz vor dem Tor zog sie die Kapuze ihres Elbenmantels über ihren Kopf, da sie keine Aufmerksamkeit erregen wollte. Als sie ungehindert die Stadttore durchschreiten konnte und die verzweifelten Gesichter der Wachen und Arbeiter sah, war ihr klar:
Thal wird fallen.
Es brauchte keinen Erfahrenen Heerführer oder Strategen, um zu erkennen, dass die lächerlichen Verteidigungsanlagen und die verzweifelten Menschen dem Ansturm der Ostlinge nicht standhalten würden – zumal die Ostlinge nicht von irgendeinem Stammeshäuptling, sondern von einem der mächtigsten Diener des dunklen Herrschers befehligt wurden.
Die Menschen sind schwach.
Langsam ging Agarwaen weiter durch die Stadt, auf der Suche nach einem Ort, an dem sie vor der bevorstehenden Schlacht noch ein wenig Ruhe finden konnte.


Agarwaen zu den Kämpfen am Stadttor
« Letzte Änderung: 17. Feb 2016, 12:12 von Fine »
[18:56:53]    [5.113.110.246 - anarion]
naja baaeemm ist kein jedi
[18:57:08]    [5.113.110.246 - anarion]
sondern eher so was wie ein megafon mit ohne ausschalter

Arazno Masirias

  • Eroberer Osgiliaths
  • ***
  • Beiträge: 1.747
  • Bösester Modder aller Zeiten!!!
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #12 am: 25. Apr 2009, 18:32 »
Targrins Start:

In einem kleinem Gasthaus

Targrin schaute aus dem Fester seines Zimmer auf die Stadtmitte von Thal, es herrschte ein reges treiben in der Stadt, überall sah man Menschen die mit Holz durch die Gegend zu den Wällen liefen. Er konnte nicht höhren was sie sprachen da er das Fenster geschlossen hatte aber so dachte er sich werden viele von ihnen in heller Aufregung sein."Da hab ich mir wirklich die falsche Zeit und den falschen Ort ausgesucht um mir Ruhe zu gönnen. "
Wie oft sagte er das zu sich selbst, und immer musste er lächeln. Sein Leben war seit dem Tod seines Bruder erfüllt von Abenteuern gewesen, eins mehr oder weniger konnte ihm nicht schaden. Dennoch in seinem letzen Abenteuer, wie er es nannte, hatte er sich das Bein verstaucht, und obwohl es nun 2 Vollmonde Zeit hatte zu kurieren, schmerzte es dennoch von Zeit zu Zeit und zwang ihn zu humpeln.

"Da draußen lagert ihr nun Menschen des Ostens bereit diese Stadt zu stürmen, aber eins sage ich euch, ich werde mich euch Entgegenstellen!"
Er packte seine Sachen zusammen, einen Bogen den er von einem bereits verstorbenen Waldläuer erhalten hatte, dieser Bogen war bei weitem besser als der Bogen in seiner Zeit als normaler Bogenschütze in Minas Tirith, er nahm das Schwert seines Bruders aus der Scheide, sein eigenes hatte er verloren. Er betrachtete es genau und in ihm kam der Hass auf den er zu Unterdrücken versuchte, ein weiterer Grund wieso er nach Thal ging und nicht in die weiten Lande Rohans. Uruks sie waren es die seinen Bruder kaltblütig ermordet und verspeist haben, sie waren die dunklen Wesen die er jagdte, in den 3 Jahren hatte er nicht eine Gelegenheit gehabt sich bei ihnen zu rächen und seien es andere Uruks er verfluchte sie alle jeden einzelnen.
Aber hier in Thal gab es keine, hier konnte er einen klaren Kopf bekommen, so dachte er aber das Heer aus dem Osten rissen ihn zurück ins hier und jetzt.
Er schob sein Schwert zurück in die Scheide und legte Gürtel und Mantel an, er erhob sich von seinem Bett und ging zur Tür, er stieß sie gerade zu auf und hätte dabei fast eine Magd erwischt."Entschuldigen sie, es tut mir Leid."
Er ging die Treppe runter zum Wirt bedankte sich für seine Gastfreundschaft und bezahlte ihn mehr als angemessen. Der Wirt wollte ihm zum dank noch ein gutes Thalisches Bier geben aber Targrin winkte ab."Nein danke ich muss konzentriert bleiben." und mit diesen Worten schritt er aus der Gaststätte hinaus auf die Straßen Thals.
« Letzte Änderung: 18. Feb 2016, 16:35 von Fine »

Arazno Masirias

  • Eroberer Osgiliaths
  • ***
  • Beiträge: 1.747
  • Bösester Modder aller Zeiten!!!
Re: Thal
« Antwort #13 am: 28. Apr 2009, 18:20 »
Die Straßen wurden immer voller und das Treiben der Anwohner immer hektischer, Targrin konnte spüren das etwas in der Luft war. Er sah es den Bürgern an, sie waren Verzweifelt und ohne Hoffnung, den Wachen war die Furcht ins Gesicht geschnitten. Es bedrückte Targrin sehr.All diese Menschen ohne Hofnung, da könnte man auch gleich einen Rückzug antreten.

Weiter und weiter ging Targrin die Straßen entlang, bis er schließlich die Mauer erreichte. Sie war nur Spärlich Repariert worden, sie konnte keinen langen Angriff standhalten, vielleicht gerade lang genug um die Dorf bewohner zu Retten.

Targrin sah über die Mauer hinweg und bemerkte das irgendetwas anders war, etwas gefahrliches, etwas dunkles machte sich vor den Stadtmauern bereit.
"So sei es, mögen meine Pfeile ihr Ziel treffen und ihnen einen schnellen Tod bereiten."
Er nahm seinen Bogen und legte einen Peil an die Sehne bereit jederzeit zu schießen.


Targrin zu den Kämpfen am Stadttor
« Letzte Änderung: 18. Feb 2016, 16:36 von Fine »

Farodin

  • Wortführer des Entthings
  • ***
  • Beiträge: 1.377
  • Ich bin Zyniker. Ein Realist mit Humor.
Re: Thal
« Antwort #14 am: 29. Apr 2009, 13:50 »
Der Tag brach an.
Alvias` Hoffnungen hatten sich durch die Worte Dwilmos wieder verstärkt.
Sie würden Thal so lange wie möglich halten und den Erebor bis auf den Tod verteidigen.
Dwilmo war an diesem Tag zu beschäftigt, also ging Alvias allein durch die Stadt, auf der Suche nach einem Trainingsplatz, auf dem er einen würdigen Trainingspartner fand.
Schade, dass die sich Elbentruppe zum Kundschaften auf gemacht hat, aber so bekommen wir wenigstens schnell neue Informationen, über den Verbleib der Ostlinge.

Weil er selber nur Übungsplätze mit mittelmäßigen Menschen fand, fragte er einen vor rüber eilenden Zwerg, wo denn die Plätze der Zwerge außerhalb des Erebors wären.
Dieser erklärte ihm, dass es nur einen dieser Plätze, der sowohl von Zwergen, als auch von talentierten Menschen genutzt wurde, außerhalb des Einsamen Berges gebe, im Hinterland von Thal, wo nur noch ein paar wenige, kleine Häuser und Farmen standen.
Also machte sich Alvias auf den Weg ins Hinterland, was bedeutete, dass er an das andere Ende der Stadt musste.
Warum die Menschen die meisten ihrer Städte so unübersichtlich anlegen, ist mir ein Rätsel.
Es mag zwar eine Hilfe sein, eindringende Feinde zu verwirren, aber an weiß auch nie, wo sie sich befinden.
Menschen!

Als er sich durch das morgendliche Gewühl gekämpft und das andere Ende der Stadt erreicht hatte, war er erleichtert, dass er den Kampfplatz schon sehen konnte.
Alvias begann ein Stück zu sprinten, aber seine Rüstung und sein Schwert behinderten ihn und er verfiel in einen gemächlichen Trab.
Am Platz angekommen, blickten in einige der Zwerge missbilligend an, aber er ignorierter sie einfach.
Er spähte sich einen talentierten Menschen aus, den er so gleich nach einem Kampf fragte, welchen der Mensch allerdings ablehnte.
Das verärgerte Alvias schon, weil er sich extra zum Trainieren Zeit genommen hatte.
Doch ein lauter Ruf brachte ihn auf andere Gedanken.
"Sie sind da, sie stehen vor den Mauern! Die Ostlinge!"
Sehr gut. Endlich ein Kampf nach meinem Geschmack.
Er rannte, wie er noch nie gerannt war, um bloß keinen Gegner am Leben zulassen.

Nach einigen Minuten, in denen er die Blicke vieler Personen auf sich zog, erreichte er die Mauern der Stadt. Er beeilte sich, auf einen Wehrgang zu kommen und sich in Bild der Lage zu machen.
Ihm lief es kalt den Rücken herunter, als er die riesige Armee der Ostlinge sah.
Von seiner erhöhten Position konnte er erkennen, dass sich Zwerge und Menschen für die Verteidigung vor der Mauer bereit machten.
Er hastete los, um noch durch das sich langsam schließende Stadttor zu kommen.


Alvias weiter zur Schlacht auf den Ebenen von Thal
« Letzte Änderung: 17. Aug 2016, 08:54 von Fine »

Sauron der Dunkle

  • Waldläufer Ithiliens
  • ***
  • Beiträge: 1.413
Re: Thal
« Antwort #15 am: 29. Apr 2009, 21:52 »
Rohnon war endlich aufgewacht. Er lag immernoch mit dem Kopf auf dem Holztisch, die Arme zum Kissen verschränkt.
Verdammt habe ich einen Kater....
In der Kneipe herrschte Stille. Lediglich der Wirt stand hinter der Theke und wusch Gläser.
Er schenkte Rohnon keinerlei Beachtung. Auch nicht, als dieser aufstand und die Kneipe verließ.
Rohnon trat in die Enge Gasse hinaus und ging in Richtung des großen Platzes. Alles war wie leergefegt. Nirgens sah man eine Menschenseele. Nur einige Soldaten die hektisch von A nach B liefen und sich wie wild irgendwelche Befehle zubrüllten.
Können diese Idioten nicht mal ruhig sein?
Rohnon, dem die ganze Sache zu laut wurde, begab sich in Richtung Stadttor. Links und rechts sah er wie die Kinder und Frauen sich in ihren Häusern verschanzten und ahnte allmählich was los war.
Kann es sein? Kann es sein, dass ausgerechnet an dem Tag, an dem er mit einem riesen Kater in einer Bar aufgewacht war, die Schlacht begonnen hatte?
Sein Schritt wurde schneller und er kam dem Tor immer näher.
Rechts und links hörte er nichts, es war totenstill. Er hatte das Tor fast erreicht, da durchbrach ein Schrei die Stille. "FEIGLINGE". Es kam von der Stadtmauer.
Rohnon erblickte mehrere Personen auf der Mauer. Direkt viel sein Blick auf einen Zwerg. Jener musste den Schrei wohl abgegeben haben.
Idiot, soll er nur brüllen, dachte sich Rohnon und begab sich kurz auf die Mauer um einen Blick auf die Feinde zu werden. Er ging die steile Steintreppe hinauf und blickte direkt auf die weite Ebene, die nun gefärbt war, in den goldenen Farben der Feinde
"Nun beginnt es also".
Er sah auf eine riesige, mindestens 20.000 Mann starke Ostlingarmee hernieder, die langsam näher rückte und ihre Katapulte in Stellung brachte.
Rohnon, der nicht viel von Bögen hielt, verließ die Mauer wieder und lehnte sich gegen die Wand eines alten Gebäudes.
Ich werde warten bis ich ihre hässlichen Fratzen vor mir habe, und dann werde ich zuschlagen. Kraftvoll und tötlich.
Rohnon musste wieder an Rhia denken.
Was würde sie tuen? Würde sie kämpfen? Ist sie rechtzeitig geflohen?
Er machte sich plötzlich Sorgen und während er so grübelnd da stand, rückte die Schlacht immer näher.
Ich werde kämpfen, für meine tote Frau und für meine neue Liebe!
Rohnon, der neue Kraft aus seinen Gedanken an Rhia schöpfte, hatte seinen Kater völlig vergessen.
Er setzte sich mit dem Rücken an die Wand, schloss die Augen und wartete auf die Schlacht.
Rhia......


Rohnon zur Schlacht auf der Ebene vor Thal
« Letzte Änderung: 17. Aug 2016, 08:53 von Fine »
---------Sauron der Dunkle--------
-------------Ehemaliger Betatester--------------


Fine

  • Moderator
  • Ritter Gondors
  • ***
  • Beiträge: 1.865
  • Ich hab da ein ganz mieses Gefühl bei der Sache...
Der Erbe von Thal
« Antwort #16 am: 18. Mai 2016, 09:17 »
Aus der Sicht Balvars

Balvar kauerte sich eng an die steinerne Hauswand und versuchte, so ungefährlich wie möglich auszusehen als die Soldaten in der goldenen Rüstung auf der Straße vorbeimarschierten. Er wollte nicht auffallen. Nur ein weiteres verarmtes Kind, das versuchte, ein paar Münzen oder etwas zu Essen zu erbetteln. Nicht viel mehr wert als der Staub, den die Stiefel der Ostlinge vom Boden aufwirbelten. Er hielt den Blick auf den Boden gerichtet und wartete, bis die Soldaten vorüber gegangen waren.

Es gab viele Waisen in Thal. Die beiden Kriege hatten die Menschen zwei Könige und einen viel zu großen Teil ihrer Bevölkerung gekostet. Balvars Eltern hingegen lebten noch. Seine Mutter hielt sich seit dem Tag der Entscheidungsschlacht auf der Ebene gut innerhalb Thals versteckt. Sie konnte es sich nicht erlauben, gesehen zu werden. Das Gesicht der ehemaligen Königin war den Ostlingen bekannt, und noch immer hatten sie die Suche nach ihr nicht aufgegeben. Doch sie würden sie niemals finden, da war sich Balvar sicher. Seine Mutter war zu schlau für sie. Denn das musste sie sein.

Die Ostlinge hatten nach ihrem Sieg am Erebor viele Gefangene genommen und nach Gortharia, ihrer Königsstadt in Rhûn gebracht. Balvar wusste, wieso. Sein Bruder Baldr hatte ihm einmal erklärt, dass es in Rhûn Sklaven gab - Menschen, die ihrer Freiheit beraubt worden waren. Sie mussten schwer arbeiten um den Herrschern der Ostlinge das Leben einfacher zu machen. Balvar war froh, dass sein Bruder diesem Schicksal entgangen war. Baldr war bei der Verteidigung des Erebors gefallen, ein echter Held in Balvars Augen. Trotzdem vermisste er ihn jeden Tag, auch wenn er keine Tränen mehr übrig hatte, um sie darüber zu vergießen. Mit zehn Jahren kam er sich zu alt dafür vor.

Die Straßen Thals lagen düster und traurig vor ihm als er einige Stunden später aufstand und zum Südtor schlenderte. Die meisten Leute arbeiteten auf den Feldern vor der Stadt oder unten am Langen See. Bald würden die Ostlinge wieder die monatlichen Abgaben einfordern, und Nahrung war überall knapp. Zwar waren nicht mehr so viele Soldaten in Thal stationiert wie noch vor wenigen Wochen, doch niemand schien noch den Willen zu haben, ein drittes Mal gegen sie zu kämpfen. Balvar verstand das nicht. Den Menschen musste doch klar sein, dass die Ostlinge niemals aufhören würden, sie auszubeuten. Er wünschte, sein Vater wäre hier. Doch niemand hatte Bard II. seit dem Fall des Erebors gesehen. Einige sagten, er wäre mit den Zwergen in die Eisenberge geflohen. Andere wollten ihn unter den Gefangenen, die nach Gortharia geschickt wurden gesehen haben. Manche behaupteten, er wäre gefallen. Und wieder andere behaupteten, er säße noch immer in den Kerkern des neuen Königs unter dem Berge gefangen.

Balvar wusste nicht, wieso alle den Schatten aus dem Osten fürchteten, der nun im Erebor herrschte. Er hatte diesen Khamûl nie selbst gesehen. Der Dunkle Reiter, wie er von den Menschen in Thal genannt wurde, war nach dem Sieg am Erebor in den Berg gegangen und nur selten wieder heraus gekommen. Seine Soldaten sorgten dafür, dass niemand das Tor des Erebors durchschritt. Im Inneren regte sich Übles, hieß es auf den Straßen Thals. Balvar war sich sicher, dass das nur Gerede war. Er umrundete die Stadtmauer und fand das Versteck, das er vor einiger Zeit angelegt hatte. Hinter einem losen Stein, der aus der Mauer herausgebrochen war befand sich ein Hohlraum, der seinen wichtigsten Schatz enthielt: einen großen Bogen aus dunklem, glatten Holz. Balvar nahm die Waffe heraus und betrachtete sie. Es war kein typischer Langbogen, wie er von den Bogenschützen seines Vaters verwendet wurde, sondern eine deutlich kleinere Version. Trotzdem überragte der Bogen Balvar um ein gutes Stück. Er übte so oft er konnte damit. Balvar war fest entschlossen, eines Tages für die Freiheit Thals zu kämpfen, wenn sein Vater zurückkehrte. Er war sich sicher, dass es dazu kommen würde. Zwar war Balvar nur ein Kind, doch er war ein Bardinger - der jüngste Spross einer ehrenhaften Linie, die der Drachentöter begründet hatte. Er würde seinen Teil zur Befreiung Thals beitragen.

Der Krieg hatte die Menschen von Thal hart getroffen und sie ihrer Freiheit und Hoffnung beraubt. Von den Ostlingen unterdrückt verloren viele den Glauben daran, jemals wieder in Frieden leben zu können. Doch Balvar wollte nicht aufgeben. Eines Tages würde der Moment kommen, in dem er für sein Volk kämpfen würde. Und wenn dieser Moment kam, würde er bereit sein.

Tauriel?

  • Wanderer des Alten Waldes
  • *
  • Beiträge: 57
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #17 am: 4. Jan 2018, 16:50 »
Eryniel und eine Schar von Elben von vor der Stadtmauer


Eryniel, gefolgt von 15 leicht gepanzerten Kundschaftern, nahmen nun Abstand von den anderen Kriegern. “Mäntel und Kapuzen auf und seid leise.“ Sie hoffte darauf, dass  die Nacht  und ihre Mäntel sie vor den unliebsamen Blicken der feindlichen Schützen verbergen würden. In geduckter Haltung hastete sie über die nur spärlich bewachsene Ebene zur Mauer hin. Eryniel kniete neben dem Steinwall. Einer nach dem anderen huschten sie lautlos in den Schatten der Stadtmauer, von der aus immer noch Pfeile auf das Heer niederschlugen. Für ungeübte Augen sah es so aus, als würde die Finsternis sie verschlucken. Gut, sie werden uns nicht entdeckt haben – soweit so gut.
Nun galt es die Mauer zu überwinden. Eryniel hatte zuvor bereits eine gute Stelle weiter nördlich ausgemacht. Hier wuchs ein Geflecht aus Ranken. Die blattlosen Reben wanden sich bis an den Mauersims. Der Trupp eilte an die besagte Stelle und hielt sich bewusst im Schatten des aufragenden Walls. “Hm..“ Eryniel musterte das Geflecht und prüfte die widerhakenartigen Wurzeln, welche das Konstrukt an der Mauer verankerten. Die Scheint, als würde sie ausreichen. Im Flüsterton wand sie sich an die anderen: “Ich werde nun nach oben klettern und ihr werdet mir erst folgen, wenn ich euch von oben das Zeichen gebe, verstanden? Wir wissen nicht, ob die Mauer hier bewacht wird.“ Die Männer nickten stumm. Behutsam legte Eryniel Hand an die Pflanze und kletterte rasch bis zum Mauersims. Sie stemmte sich mit den Armen auf den Vorsprung und lugte über den Mauerrand. Der Wehrgang schien nicht bewacht zu sein. Zum ersten mal schienen sie Glück zu haben. Als die unten wartenden Elben ihre Hand oben über der Mauer erscheinen sahen, folgten sie einer nach dem anderen. In einigem Abstand standen Wehrtürme an der Mauer. Von dort aus müssten sie nach unten in die Stadt gelangen können. Doch was sollten sie machen, wenn sie erst mal da waren? Soweit hatte die Elbe noch nicht planen können. Vielleicht würden sie vom Turm aus etwas Interessantes erspähen können.

Auch auf der Mauer blieben sie geduckt. Ihr Ziel war der Wachturm, der am nächsten stand. Eryniel zückte ihren beiden Dolche, als sie neben der Holztür des Turms innehielt. Die Tür knarrte leise, als sie sie langsam aufschwang. Von drinnen war nichts zu hören. Vorsichtig betrat sie das Innere. Keine Fackel erleuchtete den Turm. Das einzige was die Elben in ihm fanden, waren Spinnweben und Staub. Eryniel verstand nicht, wie der Feind so nachlässig sein konnte nicht alle Türme zu bemannen. Oben im Turm hatte man einen guten Überblick über die roten Dächer der in Nacht liegenden Stadt. Überall sah man Fackelschein in den Gassen und umher eilende Orks, die sich an die Front begaben. Hier an der Westseite der Stadt mit ihren gelblichen Steinhäusern erkannte man ein schwarzes Knäuel aus Orks und vereinzelt auch dunkelhäutigen Menschen in goldenen Kettenhemden. Eryniels Blick richtete sich auf die Mauer vor dem Elbenheer. Der folgende Mauerabschnitt, war bemannt worden, doch ein Großteil lag tot an die Mauer gelehnt, durchbohrt von Elbenpfeilen.
Sie brauchten jetzt eine Idee für die Ablenkung. Einer der Späher stieß sie an und deutete auf eines der Häuser. Unweit der sich tummelnden Kreaturen konnte man die Überreste eines Glockenturms erkennen. Eine Seite der Mauer war bereits eingestürzt und eines großes Loch klaffte in der Nordwand, doch das Dach stand noch.
Vielleicht würde es reichen die Glocke zu läuten, um Unruhe bei den Schützen zu provozieren. Das wäre dann die Chance für unsere Krieger die Mauer zu überwinden. Sie selbst sollten dann von hinten auf die verdutzten Orks schießen. Sie mussten nur solange aushalten, bis genügend Kämpfer die Mauer überwunden hatten.

Sie folgten der Wendeltreppe zum unteren Ende des Turms. Auf der Straße war ebenfalls niemand zu sehen, doch das Grölen der kehligen Stimmen hallte durch die Stadt. Eryniel hatte sich den Verlauf der Straßen eingeprägt; sie mussten dieser nun folgen und dann zweimal rechts abbiegen, um das Gebäude zu erreichen. Alle zückten nun ihre Waffen. Falls sie entdeckt wurden mussten sie schnell handeln können. Ihre Sorge war nicht ganz unbegründet. Zweimal wären sie fast von einer Streife entdeckt worden, doch sie hatten sich noch rechtzeitig hinter der nächsten Abbiegung verbergen können. Sie sahen bereits den Turm über den umliegenden Dächern emporragen.
Eryniel hob die Hand, als sie ein leises Röcheln vernahm. Als ein Schatten an der gegenüberliegenden Hauswand auftauchte, suchten die Elben Deckung hinter einem Treppensims. Eine krüpplige Gestalt humpelte aus dem Dunkel einer Nebengasse auf die Straße. Sie beugte sich über den Boden und schnüffelte. Verächtlich spie sie aus. “Ska! Riecht ja widerlich!“ Der Ork streckte nun die große Nase in die Höhe und würgte. Einen Arm hinter sich am Boden her schleifend kam er näher.
Eryniel packte ihren Bogen und ihr Arm griff über ihre Schulter nach einem der rot-gefiederten Pfeile in ihrem Köcher. Eryniel fixierte die entstellte Kreatur, die nun nur noch einige Meter entfernt war. Der faulige Geruch stieg ihr bereits in die Nase. Locker legte sie den Pfeil an die Sehne und spannte das Geschoss bis ihre Hand fast die Wange berührte. Mit einem leisen surren ließ sie los und ruckartig herrschte wieder Stille, nur der Gestank blieb. Der Pfeil hatte den Ork sofort getötet und der Schaft rate aus eine der Augenhöhlen. Zwei Männer bugsierten den Leib in die dunkle Gasse. “Weiter!“

Endlich erreichten sie das Gemäuer des Glockenturms. Von hier aus hörte man das Geräusch der sich spannenden Bogensehnen des Feindes. Die zwei kräftigsten der 15 Kundschafter gingen als erste in das Gebäude. Kurz war ein Klirren und dann ein schmatzender Laut zu hören. “Sicher.“ erklang die Stimme des einen. In einer Ecke lag einer der dunkelhäutigen Männer mit tiefen Schnittwunden im Nacken, aus denen sich das Blut über den Holzboden ergoss.
Oben angekommen viel das trübe Licht des Nachthimmels auf die bronzene Glocke, welche über dem eingestürzten Fußboden der Nordseite hing.
Von hier aus konnte man das Heer sehen. Zu Eryniels Erleichterung  ließ sich erkennen, dass sich die Verluste in Grenzen zu halten schien. Dann wollen wir mal..
Ein donnerndes Läuten ertönte über der Stadt und klag von den Gebäuden wieder.

« Letzte Änderung: 7. Jan 2018, 15:36 von Tauriel? »
Menno o nin na hon i eliad annen annin, hon leitho o ngurth.

Tauriel?

  • Wanderer des Alten Waldes
  • *
  • Beiträge: 57
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #18 am: 7. Jan 2018, 17:21 »
Wirres Gekreische klag aus den Reihen der Orks hinter der Stadtmauer. Sichtlich irritiert wanden sie sich in Richtung des Glockenturms.
Eryniel und ihre Mitstreiter verteilten sich nun hinter den Säulen der Dachbögen und begannen die verdutzten Feinde zu beschießen, die nun verzweifelt nach Deckung suchten. Einige größere Vertreter der Orks und Menschen jedoch machten sich in Richtung des Turms auf.
Auch das Heer vor der Stadtmauer hatte das Zeichen mitbekommen. Als die ersten Glockenschläge erklangen waren , hatten der Beschuss jäh aufgehört. Sofort hatte Limhir den Truppen den Befehl gegeben auf die Mauer zu stürmen. Ein paar der Elben-Schützen schössen, mit etwas Abstand, versetzt Pfeile in die provisorische Holzmauer.
Die Elben beeilten sich, um die gegebene Chance nicht verstreichen zu lassen. Gleich mehrere begannen sich behände an der Mauer hochzuarbeiten. Die Pfeile dienten ihnen hierbei als Leiter.
Als die ersten Kundschafter oben angekommen waren, befestigten diese Seile und ließen sie zu den anderen runter. Nun konnten auch die schwerer gepanzerten Soldaten die Mauer hoch. Dieser Teil der Mauer war schon bald vollständig mit Schützen bemannt.
Sie nahmen den Feind sogleich unter Beschuss.
Auch die Orks hatten sich wieder gefasst, als sie sahen, dass das Heer der Elben die Mauer erklommen hatte. Sie verteilten sich zu kleineren Grüppchen und schossen aus Fenstern oder hinter Barrikaden auf die Mauerschützen.

“Schießt auf jene, die versuchen die Treppen zu erklimmen!“
Die Elben auf dem Glockenturm hockten sich neben das große Fußbodenloch, von dem aus man auf die Wendeltreppe herunterschauen konnte, die nach oben führte.
Hier drangen bereits einige Angreifer zu ihnen hinauf. Schnaufend erklommen sie Stufe für Stufe - ungeachtet der Verluste, die sie erlitten. Nur umso wütender und energischer versuchten sie die Spitze zu erreichen. Sie trampelten über, die auf sich ansammelnden, Körper der gefallenen Orks, nur um dann wieder zu fallen bis der Weg versperrt war durch einen Berg aus aufgeschichteten Ork-Leibern. Dem eingesperrten Elben oben gingen allmählich die Pfeile aus.
Feindliche Schützen am Ende der Treppe schossen zu ihnen hoch und trafen dieses Mal zwei von Eryniels Männern. Sie fielen getroffen vornüber und gesellten sich zu den anderen Toten.

Zu sehr fokussiert auf die Schlacht im Turm, hatte Eryniel jedoch nicht mitbekommen wie es um das Heer auf den Mauern stand. Sie zwang sich den Blick von den Gefallenen abzuwenden und auf das Geschehen unter ihnen zu richten.
Auch Thranduil und seine Wache schienen es in die Stadt geschafft zu haben. Neben einigen Schützen auf der Mauer hatte man sich auch in den Straßen neuaufgestellt. Die Wache gab den Schützen mit ihren Schilden Deckung und die Schützen erledigten die auf sie zukommenden Gegner. Thranduil selbst Stand in vorderster Reihe und schlug mit seinem Schwert auf die heranstürmenden Orks ein.

Eryniel war erleichtert, dass ihr Plan Früchte zu tragen schien. Der Feind musste Verstärkung anfordern und versuchte verzweifelt die eingedrungenen Elben wieder zurückzudrängen, doch diese konnten sich gegen den Fein behaupten und bezogen in  den besetzen Häusern Stellung.
Hier sieht es ganz gut aus. Eryniels Aufmerksamkeit galt nun dem Tor und der Ostseite der Stadt. Wie würde es dort um das Heer stehen? Vom Süden bliesen nun graue Rauchschwaden in ihre Richtung. Feuer? Was geschah dort beim Tor?
« Letzte Änderung: 15. Feb 2018, 12:56 von Tauriel? »
Menno o nin na hon i eliad annen annin, hon leitho o ngurth.

Tauriel?

  • Wanderer des Alten Waldes
  • *
  • Beiträge: 57
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #19 am: 15. Feb 2018, 14:20 »
Die Schwärze lichtete sich und wich langsam einem dumpfen grau. Alles war verschwommen, doch sie spürte, dass sie jemand trug. In ihren Kopf klang immer noch ein unangenehmer Ton nach und hinderte sie daran einen klaren Gedanken zu fassen. Eryniel erschauderte. Ihr war plötzlich unsäglich kalt geworden. Wer auch immer sie trug, schien dies bemerkt zu haben. Er drückte sie etwas fester und beschleunigte sein Tempo.
Eryniel hätte nicht sagen können wie lang sie durch die Gegend getragen wurde, doch irgendwann hörte sie das Knarren einer Holztür. Ein Wirrwarr aus Stimmen und umher-eilenden Schritten hallte durch das Gebäude - alles schien ihr weit entfernt zu sein. Sie mussten den ersten Raum hinter sich gelassen haben und nun eine Treppe nach oben nehmen.
Oben war es wesentlich ruhiger als unten, doch auch hier war leises flüstern zu hören. Ihr Träger ließ sie nun behutsam aus seinen Armen, auf etwas Weiches gleiten. Eine zierliche Hand legte sich auf ihre Stirn. Wohltuende Wärme breitete sich von ihr aus und verdrängte die klirrende Kälte in ihrem Körper. Mit der Wärme nahm auch ihre Sicht wieder zu. Der Nebel, der sie umfasst hatte ließ sie nun frei und Eryniel begann sich zu erinnern.
Sie hatten das Haupttor überwunden und der Feind war so gut wie besiegt. Dann war ein schriller und stechender Schrei ertönt. Die Glocke im Turm hatte den Ton verstärkt und Eryniel war in sich zusammengesackt und bewusstlos geworden. Irgendwer müsste sie so gefunden haben und hier hergebracht. Doch wo war hier eigentlich? Sie wollte sich umsehen, doch als sie sich aufrichten wollte, ließ die Hand von ihrer Stirn ab und drückte sie sanft zurück in das Kissen.
“Ihr solltet euch noch etwas ausruhen..“ Ihre Stimme war wie zähflüssiger Honig. “Die Schlacht um Thal ist vorbei und ihr müsst so ausgeruht sein wie es möglich ist, ehe die nächste Schlacht beginnt, also bitte ruht euch nun aus. Ihr seid in einem Haus, das uns nun für die Versorgung der Kranken und Verletzen dient. Mein Name ist Athenel und ich bin hier Heilerin, also macht euch keine Sorgen. Ruht nun.“
Eryniel schaute zu der Elbe hoch. Sie hatte wunderschöne, mandelförmige Augen aus einer breiten Palette an Grautönen, von denen die dunkleren nur vereinzelte Sprenkel waren. Sie hatte ein schmales und weiches Gesicht das von honig- goldenen Haaren umfasst war, die sich in dicken Strähnen über ihre Schulter wellten. Eine dicke Strähne hing ihr ins Gesicht.
Athenel hielt ihr einen merkwürdigen Trinkschlauch an den Mund. Die Flüssigkeit darin war unheimlich süß und machte sie sofort schläfrig. Die Heilerin lächelte sie noch einmal an und verschwand dann. Eryniel glitt langsam in den Schlaf. Das letzte was sie spürte, war ein sanfter Händedruck.
« Letzte Änderung: 15. Feb 2018, 14:43 von Tauriel? »
Menno o nin na hon i eliad annen annin, hon leitho o ngurth.

Tauriel?

  • Wanderer des Alten Waldes
  • *
  • Beiträge: 57
Re: Thal - In der Stadt
« Antwort #20 am: 18. Feb 2018, 15:32 »
Es dauerte ein paar Stunden bis Eryniel aus ihrem wohligen Schlaf erwachte. Sie hatte das Gefühl lange nicht mehr so ausgeruht gewesen zu sein. Mit beiden Armen stemmte sie sich hoch und schwang ihre Beine über die Bettkante. In den Betten neben ihr schliefen noch einige Soldaten mit Verbänden an den verschiedensten Stellen. In diesem Raum schien es nur eine Heilerin für die verwundeten zu geben. Athenel huschte von einem Bett zum anderen, wechselte Tücher aus, trug Salben auf und verteilte ihren süßen Kräftigungstrunk. Als sie mit dem Zermahlen von Kräutern beschäftigt war, stand Eryniel auf und trat zu ihr.
“Ich danke euch. Es geht mir erheblich besser.“
Athenel neigte den Kopf. “Es freut mich, dass ihr wieder wohlauf seid.“ Die Elbe legte nun den Mörser beiseite und kramte einen Holztopf aus ihrer Umhängetasche. Der Deckel war zu einem Bärenkopf geschnitzt  worden auf dessen Nase eine kleine Biene saß. Eryniel kam nicht drum herum zu fragen. “Dieser Topf erinnert mich sehr stark an die Werke der alten Beorninger. Man hatte sie einst am Westrand des Waldes antreffen können, doch nun waren die wenigen verblieben über das Nebelgebirge gezogen.
“Ihr habt recht, dieses Gefäß wurde von ihnen angefertigt. Ich habe eine lange Zeit bei ihnen verbracht, den keiner weiß so gut um die heilende Kraft ihres geliebten Honigs wie sie.“ Sie öffnete den Topf und offenbarte das klebrige innere.
“Honig?“, stellte Eryniel fest.
“Wie bereits gesagt, er ist nicht nur zum Naschen gedacht.“
Als Eryniel die Elbe beobachtete, wie sie ihre Arzneien herstellte, musste sie unweigerlich an ihre Mutter denken und wie sie ihr einst etwas über die heilende Kraft verschiedener Pflanzen beigebracht hatte. Eryniel unterdrückte eine Träne. Es war gut, dass sie fortgegangen ist und dies nicht miterleben musste.

Ein Poltern riss Eryniel aus ihren Gedanken. “Ach, Misst!“, erklang es im Chor.
Zwei halbstarke Jungen kamen durch den Eingang herein. Beide braunes Haar – der eine heller und gekräuselt.
“Fawrell und Theren?“
Die beiden Jungen schauten sie nun an und klappten den Mund auf. “Was machst du den hier?“, entgegnete Theren etwas vorlaut.
“Ich bin hier, weil ich hier sein muss.“, entgegnete sie trocken. “Was für euch beiden jedoch keineswegs zutrifft. Ich dachte, ihr wärt in Esgaroth geblieben.“
“Und sitzen da tatenlos rum bis alles vorbei ist? - ganz sicher nicht.“ Fawrell trat zu Athenel und übergab ihr eine Phiole. “König Bard schickt uns, um etwas von eurer Medizin zu holen, welche er für seine Familie braucht.“
“Aber natürlich. Ich bin gerade fertig.“ Sie füllte die Phiole mit der goldenen Flüssigkeit. “So nun beeilt euch.“
Ehe Eryniel nochmal hätte nachfragen können, waren beide auch schon wieder verschwunden. Immer das gleiche mit den beiden.

Nachdem Athenel Eryniel noch einmal untersucht hatte, durfte sie  die Stube verlassen. Athenel hatte ihr gesagt, dass man bereits mit der Belagerung des Einsamen Bergs begonnen hatte, es jedoch nicht den Anschein machte, als würde das Tor, sobald nachgeben. Alle kampffähigen Elben seinen bereits losgezogen, um Sarumans Truppen vor dem Tor zu unterstützen. Die Menschen waren in Thal geblieben, um die Stadt zu sichern, welche sie sich so hart erkämpft hatten.
Eryniel hatte so schnell sie konnte, ihre Rüstung angelegt und sich neue Pfeile besorgt. Sie lief noch nicht lange auf den Erebor zu als alles ins Wanken geriet.
Die Tore des Erebor waren weit geöffnet worden und die Horden des Nazgul strömten aus dem Berg gegen das Heer Sarumans. Auch von hinten näherten sich nun feindliche Krieger.
Eryniel würde noch ein ganzes Stück laufen müssen um zum Heer Thranduils zu gelangen. Sie biss die Zähne zusammen und sprintete los.

Eryniel zu Thranduils Heer
« Letzte Änderung: 2. Mär 2018, 14:38 von Fine »
Menno o nin na hon i eliad annen annin, hon leitho o ngurth.