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Autor Thema: [ZI] Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8  (Gelesen 1594 mal)

kolibri8

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  • Beiträge: 636
  • Geschichtsstudent und künftiger Schülerschreck.
Nachdem ich die ersten Notizen für den Char im Dezember 2014 angelegt habe, bin ich heute endlich fertig geworden. Ich hoffe er trifft auf allgemeine Zustimmung :).


Name: Khsháyathiyá Artakhshathrá Kuraushputha (eingedeutscht: Shah Artaxerxes XX. Kyros’ Sohn)

Geschlecht: Männlich

Rasse: Mensch

Alter: 38

Geburtsort: Sara’i, Særima, nordöstlich von Khand, weit östlich von Gortharia

Aussehen: 1.90m groß, rotblondes Haar, helle Haut, blaue Augen, robuster, kräftiger Körper. Langes gewelltes Haar, und ein dichter Vollbart der ihm auf die Brust fällt. Auf den ersten Blick, könnte er für einen (sehr großen) Zwerg gehalten werden.

Charakter:

 + demütig und bescheiden.
 + tapfer und mutig
 o streng aber gerecht, sowohl als Vater als auch als König. Gegenüber dem Feind aber gnadenlos, außer es nützt ihm.
 o kriegerisch, wird immer den Kampf vorziehen auch wenn es besser wäre nicht zu kämpfen.
 - trinkt und isst gern und viel, ist sich durchaus bewusst, dass er als König Zurückhaltung zeigen sollte, aber das Bier ist einfach zu gut.
 - jähzornig, leicht erregbar.


Fertigkeiten:

 + guter Reiter (ist quasi im Sattel aufgewachsen)
 + exzellenter Fechter
 o kennt die Mythen und Sagen seines Volkes, also relativ gebildet. Sein Volk verlässt sich aber auf orale Tradition. Daher kann er nicht lesen. Hat aber ein gutes Gedächtnis.
 - keine handwerklichen Fähigkeiten
 - Spricht nur seine eigene Sprache ist daher auf Übersetzer angewiesen.

Ausrüstung:

Artakhshathrá kämpft wie der ganze Adel seines Volkes als Panzerreiter entsprechen besteht seine Rüstung auch aus:
  • einem knielangen kurzärmeligen (die Ärmel reichen also etwa bis zum Ellenbogen) Kettenhemd aus Weißstahl16. Als König trägt er auch einen zusätzlichen Panzer, der am Torso aus Weißstahllamellen und an den Schultern und Oberarmen, sowie über den Beinen aus großen, ledrigen Horn- oder Knochenschuppen besteht, diese sollen wohl die Schuppen des Drachens sein, den Artakhshathrás Stammvater einst erlegt hatte. Ob das tatsächlich 6500 Jahre alte Drachenschuppen sind, sei mal dahingestellt.
  • mit Weißstahlplatten versehenen Lederstiefeln, Bein- und Armschienen.
  • Ledernen Panzerhandschuhen, die am Handrücken mit Weißstahlplatten verstärkt sind.
  • Statt des üblichen Spangenhelmes, trägt der König einen schweren Helm zwergischer Machart, den Aspakhshathrá I. einst in einem Trollhort gefunden hatte. Der Helm ist aus grauem Stahl gefertigt und mit Gold verziert. Fremde Runen sind in ihn eingraviert worden. Der Helmkamm trägt das goldene Abbild eines flügellosen Drachen. Von Zwergenhändlern aus dem Gebirge im Osten erfuhr Aspakhshathrá damals, dass der Helm wohl von einem Schmied der Zwergenvölker im Westen stammen musste.
  • Unter der Rüstung trägt er eine dicke purpurrote Seidenrobe, die mit Goldfäden durchzogen ist. Der Kragen ist aus Nerz. Diese Robe, trägt er auch bei offiziellen Anlässen in seiner Funktion als König.
  • Als König trägt er zudem eine kegelförmige Tiara, ebenfalls aus Nerzfell, mit einem breiten goldenen Reif, auf dem der Kampf Artakhshathrás I. mit dem Drachen dargestellt wird.

Als Waffen trägt er:
  • Eine 4m lange zweihändig geführte Lanze, deren Spitze aus Weißstahl gefertigt ist.
  • und das Königsschwert aus Meteoreisen (das mit dem sein Stammvater Artakhshathrá I. den Drachen erschlug). Das Schwert ist ein 1,10 m langes beidhändig geführtes Langschwert, mit nur kurzer Parierstange. Der Griff ist aus dem Knochen jenes Drachen gefertigt. In die Enden der Parierstange ist je ein Drachenzahn eingearbeitet worden, deren Spitze zur Klinge hin zeigt, wodurch die Parierstange leicht nach vorn gebogen scheint
Sein Pferd heißt Aspakhshavar („königliches Pferd“) und trägt im Kampf einen Rossharnisch aus Weißstahllamellen.

Die (eigentliche) Geschichte

Artakhshathrá wurde im vierten Jahr der Herrschaft von Khshayathiya Artakhshathrá XIX. Khsharyársháhyapucha, seinem Großvater, als Sohn von Shahzade Kurush geboren (also 2984 D.Z.). Als möglicher künftiger König wurde er ab seinem siebten Lebensjahr von seinem Vater im Kriegshandwerk ausgebildet. Mit Sechzehn galt er als Volljährig und wurde als Panzerreiter in die Leibwache des Königs aufgenommen. Ein Jahr später verstarb sein Großvater und sein kranker Onkel und sein Vater wurden Könige und ihre Frauen Königinnen. Der Vollmond kam, und die Wahl für einen Nachfolger seines Vaters stand an. Neben Artakhshathrá standen auch seine Brüder und viele seiner Vettern zur Wahl. Doch da bisher immer der Erbe aus den Söhnen des neuen König gewählt wurde, würde es dieses Mal wohl auch so sein:

Sara’i, 13. Januar 3002 D.Z.

Das Volk hatte sich auf dem Marktplatz versammelt. Im Zentrum war ein Podium errichtet worden in dessen Zentrum vier Stühle standen, die als Throne dienten. König und Königin traten vor und nahmen auf den mittleren Stühlen platz, während die beiden äußeren noch frei blieben. Dann trat ein Priester vor und sprach: „Wie es Mazda uns angewiesen hat, so sind wir heute zusammen gekommen um seinen Willen zu erkunden und festzustellen wen unter uns der Herr der Weisheit, als Nachfolger für unseren irdischen Herrscher auserkoren hat.“ Als der Priester geendet hatte wies er die Kandidaten auf das Podium hochzukommen, jeden einzelnen fragte er, ob er bereit sei, falls er gewählt würde das Volk zu verteidigen, Gerecht zu sein und falls er nicht gewählt würde dem Willen Mazdas zu folgen und dem auserwählten Treue zu schwören. Jeder der Kandidaten bejahte diese Fragen. Dann erhob der Priester die Hände zum Himmel und bat Mazda seinen Willen dem Volk zu zusenden. Einen Moment war es still, doch dann ergriff ein Schafshirte aus der hinteren Reihe das Wort und rief „Artakhshathrá soll unser König werden.“ Noch bevor er seinen Satz zu Ende gesprochen hatte, riefen auch schon einige andere dasselbe. Schließlich riefen alle die auf dem Platz versammelt waren, dass Artakhshathrá König werden solle. Der Priester erhob sich wieder und bat die Menge um ruhe. Er erhob die Hände wieder zum Himmel, und sprach „Fürwahr Mazda spricht durch die Zunge der einfachen Leute und hat uns seinen Willen zugesandt. Artakhshathrá, Kurushs Sohn, tritt vor, nach Mazdas Wille sollt ihr unserem König nachfolgen, wenn sich seine Seele von seinem Körper getrennt hat und in Mazdas Reich eingegangen ist.“
Artakhshathrá tat wie ihm geheißen und trat vor. Vor dem Priester kniete er nieder und wurde von ihm mit heiligem Öl an Stirn, rechten Ellenbogen und der rechten Handinnenfläche gesalbt. Dann  trat sein Vater, der König, neben ihn, hob ihn auf und gürtete Artakhshathrá mit dem Schwert, beugte seinen Kopf leicht und setzte sich wieder auf seinen Thron. Dann setzte sich Artakhshathra auf den Thron neben seinen Eltern.

Die Versammlung der Männer löste sich auf und schon bald traten die Frauen des Volkes zusammen um eine Königin zu wählen. Diese Wahl verlief wieder mehr im üblichen Rahmen, die Kandidatinnen wurden vorgestellt, und dann wurde gewählt. Nach einigem Hin und Her hatte sich schließlich eine Mehrheit für Artakhshathrás Base Eshtar, Tochter seines Onkels Khusrava, gefunden, sodass sie zur künftigen Königin bestimmt wurde. Eine Wahl, über die Artakhshathrá sehr froh war, denn Eshtar war nicht nur außerst hübsch, sondern Artakhshathrá bereits von Kindesbeinen an bekannt: Als Kinder hatten die beiden häufiger miteinander gespielt und in der Wildnis Abenteuer erlebt, und waren seitdem auch Freunde geblieben. Nach am selben Tag wurden Artakhshathrá und Eshtar verlobt und die Hochzeit auf zwei Wochen später, dem nächsten Neumond, festgelegt.

Die Hochzeit kam und Artakhshathrá und Eshtar heirateten. Die Zeit verging und im vierten Jahr seiner Herrschaft verstarb Artakhshathrás Onkel Apsakhshathrá an Lepra, und Kurush, sein Vater herrschte von da an allein. Im fünften Jahr von Kurushs Alleinherrschaft kam es zum Konflikt mit den Donghu, einem nomadischen Volk, das östlich der Überreste des Wilden Waldes im Osten, aber westlich des roten Gebirges lebte. Wie die meisten Völker so weit im Osten hatten sie Augen, die mandelförmig verengt waren und dunkles, teils Pechschwarzes Haar. Nur die Männer kämpften und trugen ihr Haar in langen Zöpfen, während sie sich die Bärte abrasierten, oder zumindest lange Schnurbärte trugen. Von den im Wald lebenden Dunkelelben offensichtlich unbehelligt, konnten Plündertrupps durch den Wald in das Gebiet der Asamanier vordringen, Zeltlager überfallen und Menschen und Vieh rauben. Kurush ließ das Heer versammeln um gegen die Donghu zu ziehen und es gelang ihm die Plünderer zu vertreiben, ihre Gefangenen zu befreien und einen Großteil des gestohlenen Viehs zurückzuholen. Dennoch sah Kurush immer noch eine Bedrohung in den Donghu und beschloss den Wald zu durchqueren um eine Strafexpedition gegen sie zu führen. Artakhshathrá war natürlich dabei, während Eshtar mit ihrem mittlerweile vierten Kind schwanger zuhause verblieben war.
Einige Tage später hatten sie den Wald durchquert und sich gerade formiert, da wurden sie schon von den ersten berittenen Bogenschützen der Donghu angegriffen. Kurush reagierte und ließ seine eigenen  berittenen Bogenschützen zum Gegenangriff übergehen, der den Feind vorerst vertrieb. Am Nachmittag desselben Tages schließlich trafen sie auf das Hauptheer. Eine beachtliche Streitmacht von etwa sechstausend Mann stand ihrer etwa gleich starken Armee entgegen.

Artakhshathrá bekam das Kommando über den rechten Flügel, während sein Bruder Ariyarammna den linken Flügel kommandierte. Ihr Vater befehligte, wie es für den König gebührt das Zentrum.
Ihre Armee bestand wie die ihrer Feinde nur aus Reitern, doch fehlte es den Donghu an schwerer Reiterei, wie sie Asamanier nutzten. In drei Keilen wollten die Asamanier die Streitmacht der Donghu durchbrechen und sie so zum Rückzug zwingen.

Artakhshathrá führte seiner Panzerreiter gegen den linken Flügel seiner Feinde, die Lanze fest mit beiden Händen im Griff. Pfeile prallten an seinem Plattenpanzer ab, nur einer blieb in seinem Kettenhemd an einer freien Stelle an der Schulter stecken, drang aber nicht tief genug ein um ihn zu verletzten. Artakhshathrá ritt unbeirrt weiter und brach an der Spitze seiner Reiter in die feindliche Formation ein. Mit seiner Lanze brachte er mehrere Reiter und ihre Pferde zu Fall, bis sie schließlich an der Rüstung eines Donghureiters brach. Artakhshathrá ließ die gebrochene Lanze fallen und zog sein Schwert, und hieb damit auf seinen Gegner ein, der mit gespaltenem Helm und Schädel vom Pferd fiel.
Die Asamanier waren tief in die Reihen der Donghu vorgedrungen, und die Formation ihres Feindes löste sich. Die Anführer der Donghu bliesen zum Rückzug und ihre Armee löste sich auf. Kurushs Taktik war scheinbar aufgegangen. Artakhshathrá führte also seine Reiterei wieder ins Zentrum um zu seinem Vater zu stoßen und so geschlossen den Feind verfolgen zu können. Die Donghu hingegen zerstreuten sich in alle Richtungen und so setzte Kurush ihnen nach. Plötzlich drehten sich die Donghu auf ihren Pferden und begannen ihre Verfolger zu beschießen. Zwar trugen die Asamanier dicke Rüstungen, denen Pfeile nur wenig anhaben können, doch kann mit Glück oder Pech ein Pfeil jene ungeschützten Stellen des Körpers treffen, an denen die Rüstungen nicht so dick sind, und für den Tod eines Kriegers sorgen. Hals, Achseln und Schritt waren nur mit Kettengeflecht, und Seiden- oder Baumwollstoffen geschützt. Ein Pfeil aus kurzer Entfernung konnte dies dennoch durchdringen, und so wurde Kurush, der König der Asamanier an diesem Tage im Alter von fünfzig Jahren von einem Pfeil so am Hals verletzt, das er vor den Augen seiner Söhne vom Pferd fiel und nicht wieder aufstand. Artakhshathrá drehte sein Pferd und ritt zum Körper seines Vaters und stieg vom Pferd. Die Leibwache des Königs bildete einen schützenden Ring um sie und hielt ihre Schilde hoch.
Artakhshathrá kniete neben seinem Vater nieder und rief leise: „Vater!“ Kurush sah ihn an, Blut kam aus seinem Mund, und sprach obwohl es ihm schwer viel: „Nun bist du König, mein Sohn.“ Ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht, und legte Artakhshathrá sein Schwert in die Hand. „Herrsche weise, Junge! Herrsche weise und gerecht“ sprach er zuletzt und starb.

Artakhshathrá zog seinem Vater behutsam den Drachenhelm aus, schloss ihm die Augen und küsste ihn auf die Stirn. Sein Bruder, der zwischenzeitlich ebenfalls dazugetreten war nahm Artakhshathrás Schwertarm hob ihn in die Luft empor, und rief: „Der König ist tot! Es lebe der König!“ Letzteres wurde von den umstehenden Kriegern wiederholt. Artakhshathrá nahm den Drachenhelm, und setzte ihn anstatt seinen alten Helmes auf. Damit war er nun faktisch König und Befehlshaber der Armee. Die Donghu hatten mittlerweile ihre vorgetäuschte Flucht abgebrochen, ihre Armee neu formiert und begannen einen Kreis um die Asamanier zu ziehen. Artakhshathrá befahl den Leichnam des Königs auf sein Pferd zu laden, dann stieg er selbst auf sein eigenes Pferd und verschaffte sich einen Überblick. An einen Sieg war in ihrer Lage nicht mehr zu denken. Zwar hatten sie den Donghu hohe Verluste zugefügt, doch schienen sie Verstärkung bekommen zu haben. Ihre beste Chance bestand darin zu versuchen sich zum Wald durchzuschlagen und in ihr eigenes Gebiet zurückzukehren.

Tatsächlich gelang es Artakhshathrá die Verluste bei ihrem Rückzug gering zu halten und so kehrte die Armee geschlagen in ihre Heimat zurück, aber nicht ohne dass Artakhshathrá einen Eid leistete, zurückzukehren.

Zu diesem Zeitpunkt war es bereits Herbst, sodass die nächste Wintersonnenwende, der Termin für Artakhshathrás und Eshtars Krönung, nicht lange auf sich warten ließ. Sein Verwandter Mit’radata wurde zu seinem Nachfolger bestimmt, und heiratete Artakhshathrás Schwester Roakhshana. Die Herrschaft Artakhshathrás begann im Großen und Ganzen ruhig, die Donghu ließen nur wenig von sich hören und auch andere benachbarte Völker verhielten sich ruhig. Mit den Zwergen der roten Berge intensivierte Artakhshathrá den Handel, und kaufte große Mengen an Weißstahlrüstungen und Waffen um seine Armee auszurüsten. Er erließ neue Steuern, von denen er ein Berufsheer aufstellen konnte und Felder und Mühlen um die Stadt errichten ließ, um eine Grundversorgung der Menschen besser zu gewährleisten.

Nach fünf Jahren hielt Artakhshathrá die Zeit für gekommen wieder gegen die Donghu zu ziehen. Sein Feldzug war erfolgreich, die Hauptsiedlung der Donghu wurde niedergebrannt, Häuptlingssöhne wurden als Geiseln genommen und die Donghu mussten nun einen jährlichen Tribut bezahlen.

Das zwölfte Jahr von Artakhshathrás Herrschaft sollte jedoch das bedeutendste Jahr seiner Herrschaft werden, denn eines Nachts hatte Artakhshathrá einen Traum:

Artakhshathrá öffnete die Augen und  fand sich im Gras einer kleinen Lichtung liegend wieder. Aus der Ferne hörte er eine tiefe fröhliche Stimme singen, er verstand die Worte, aber sie ergaben in seinen Ohren keinen Sinn. Er richtete sich auf, sodass er nun kerzengerade im Gras saß. Der Gesang kam näher und schließlich tauchte ein Männchen aus dem umgebenden Wald auf, das auf Artakhshathrá recht eigentümlich wirkte. Es trug einen alten, schäbigen Hut mir hoher Spitze, am Hutband eine blaue Feder, sein fröhliches Gesicht war rot und von Lachfalten verknittert. Passend zur Feder trug es eine blaue Jacke, dazu einen langen braunen Bart auf den wohl jedermann stolz wäre und gelbe Stiefel. „Heda, Bursche“ sagte es vergnügt, „Hast dich wohl verlaufen? Komm mit!“ und schon trabte es, sein merkwürdiges Lied weiter singend, davon. Artakhshathrá stand auf und folgte ihm. Nach einiger Zeit hörte er eine weitere Stimme, deutlich heller als die des Männchens, ein anderes Lied singen doch auch dieses schien keinen Sinn zu machen. Kaum dass er sich versah stand er vor einem kleinen Häuschen mitten im Wald. Das Männchen verschwand in der Haustür, und Artakhshathrá betrat zögernd das Haus und sah sich um. In einer Ecke saß eine Frau in einem grünen Kleid, ihr langes gelbblondes Haar fiel ihr über die Schultern weit herab. Neben ihr in einem Bett lag ein alter Mann, mit grauem Haar und weißer Kleidung, ein blauer Spitzhut und ein grauer Umhang hingen an der Wand neben dem Bett. Der Grauhaarige schien zu schlafen, doch standen seine Augen offen. Artakhshathrá trat wieder aus dem eigentümlichen Haus heraus und stand nun plötzliche vor dem Königpalast zurück in Sara’i. Die Stadt brannte, er sah wie die Männer versuchten das Feuer zu löschen. Er wollte ihnen helfen, griff einen Eimer, nahm Wasser, und holte mit dem Eimer aus, und entleerte diesen über den Flammen. Doch statt auf das Feuer niederzugehen und dieses zulöschen, blieb das Wasser mitten in der Luft stehen und formte eine Kugel. Entgegen allem was er kannte begann das Wasser sich nach oben zu begeben und formte im Himmel eine Wolke. Ähnlich ging es den anderen Männern schließlich bewegte sich auch das Wasser des Brunnens und des nahen Flusses gen Himmel, und formte Wolken. Auf einmal drehte der Wind und die Wolken bewegten sich ungewöhnlich schnell in Richtung Westen, bis sie schließlich in der Weite verschwanden. Noch einmal drehte der Wind, sodass er nun aus Südwesten kam, gleichzeitig verdunkelte sich der Himmel, obwohl weit und breit, keine Wolke zu sehen war. Der Wind wurde stärker wie ein Sturm, doch statt das Feuer zu löschen, fachte er es weiter an. Artakhshathrá begann zu schwitzen. Dem Sturm folgend sah Artakhshathrá einen Schatten auf ihn zukommend, der ihn schlussendlich ganz umgab, und eine dröhnende, laute aber auch bedrohlich klingende Stimme, redete in einer fremden Sprache auf ihn ein. Artakhshathrá begann zu taumeln, alles drehte sich um ihn herum.

Er erwachte schweiß gebadet, richtete sich auf, und sah sich um: Eshtar lag ruhig schlafend neben ihm. Nichts brannte. Eine kühle Brise kam durch das Fenster herein. Also legte er sich wieder schlafen. Doch die Träume ließen ihn nicht los:

Er öffnete die Augen und fand sich wieder auf der Lichtung im Wald, wieder kam das singende Männchen, und wieder folgte Artakhshathrá ihm zu seinem Häuschen. Etwas hatte sich geändert. Am Bett des schlafenden Alten saßen nun zwei weitere alte Männer, einer in Braun und einer in Blau gekleidet. Der blau gekleidete Greis sah Artakhshathrá an. Und Artakhshathrá fragte sich: „War dies etwa einer der Weisen aus dem Westen, von denen er als Kind gehört hatte?“ Artakhshathrá blickte ihm in die Augen, und plötzlich sprach dieser den Asamanier an: „Forangadan, der Westen ist in Nöten.“ Artakhshathrá sah ihn an und fragte: „Was soll das heißen?“ Plötzlich saß der weißgekleidete Mann kerzengerade im Bett und wie in Trance begann dieser zu reden: „Der Dunkle Herrscher muss aufgehalten werden. Die freien Völker des Westens haben alleine nicht die Macht ihn aufzuhalten. Die Gemeinschaft hat versagt. Andere Wege müssen gefunden werden. Geht nach Westen zum Binnenmeer, brecht den Einfluss des dunklen Herrn und an den Gestaden des Grünwaldes wird euch eine neue Heimat erwarten in der ein ewiges Feuer brennt.“ „Ich verstehe nicht, wer ist dieser dunkle Herrscher?“ Der braune Zauberer stand plötzlich neben ihm und flüsterte Artakhshathrá ins Ohr: „Er, der der Feind der freien Völker ist, der Herr des dunklen Turmes im dunklen Land.“
Artakhshathrá stand nur sah und sah sich fragend um. Was sollte dies? Erneut sprach der alte Mann in weiß: „Der Drachenhelm muss in den Westen zurückkehren!“
Dann hörte er wie sich die Tür öffnete und  weitere Personen, die Artakhshathrá als Elben erkannte traten in das Haus. Ihm wurde es langsam zu voll und er setzte an das Zimmer zu verlassen. Ein letztes Mal sah er sich um, und der Weißgekleidete lag wieder wie zuvor in seinem Bett, als wäre nichts geschehen. Artakhshathrá trat aus dem Haus und war wieder in seiner Heimatstadt. Ein widerlicher Gestank schlug ihm in die Nase, tote Ratten lagen auf der Straße und Menschen lagen herum oder schleppten sich durch die Gassen. Ihre Gesichter waren mit schwarzen Beulen versehen.


Artakhshathrá fuhr wieder aus dem Schlaf, durch das Fenster konnte er erkennen, das es bereits anfing zu dämmern. Er zog sich schnell an und lief zum Wohnhaus der Priester und klopfte lautstark an der Tür.
Es dauerte eine Weile bis ihm der Priester die Tür aufmachte. Der sah ihn nur verwundert an und deute ihm an einzutreten.
„Was wollt ihr, mein König?“ fragte er als die beiden im Innenhof angekommen waren, und deute dem König an sich auf einen Stuhl zu setzen.
Artakhshathrá setzte sich hin und erzählte dem Priester, der sich ihm gegenübergesetzt hatte, von seinen Träumen. Als Artakhshathrá geendet hatte, sah ihn der Priester nachdenklich an, dann sagte er „hmm“ und griff Artakhshathrá ans rechte Ohr, und schloss die Augen als ob er sich konzentrieren würde. Nach einer kurzen Weile, nahm er wieder die Hand von Artakhshathrás Ohr und riss die Augen weit auf. „Fürwahr, ihr seid von Mazda auserwählt Artakhshathrá, Mazda spricht zu euch in euren Träumen. Er warnt euch und hat einen Auftrag für euch und für uns. Wenn wir hier bleiben wird es unser Untergang sein. Nur wenn sich die Asamanier nach Westen aufmachen und den dunklen Herrn besiegen, kann dieser Untergang aufgehalten werden.“
„Aber Mobed, wer ist dieser Dunkle Herr?“ fragte Artakhshathrá, den Priester. „Das weiß ich nicht, aber sicher ist, dass er ein Diener Angra Mainyus ist.“
Artakhshathrá, schwieg einen Moment, und überlegte. Dann schließlich sagte er: „Dann ist es wohl Zeit das Volk versammeln zu lassen.“

Es war Vormittag geworden und das Volk hatte sich am Marktplatz versammelt. Artakhshathrá berichtete von seinen Träumen und ihrer Deutung durch den Priester.
Dann fügte er an: „Eine solche Entscheidung, unsere Heimat aufzugeben, kann kein Mann alleine für alle treffen. Darum soll hier in der Versammlung unseres Volkes durch Mehrheit entschieden werden, ob wir den Zug nach Westen antreten werden. Und auch wenn eine Mehrheit für den Zug stimmen wird, wird niemand gezwungen werden nach Westen zu ziehen. Ich selbst aber werde nach Westen ziehen, ob es eine Mehrheit gibt oder nicht. Mit’radata, den ihr als meinen Nachfolger bestimmt hat wird für jene als König dienen, die hier bleiben wollen. Nun bringt diese Nachricht an alle die nicht erscheinen konnten und stimmt ab, rot für den Zug nach Westen, schwarz dafür das wir hier bleiben. Möge Mazda euch bei eurer Wahl leiten. Morgen soll das Ergebnis unserer Wahl feststehen.“

Den ganzen Vormittag dauerte es, bis alle Stimmen abgegeben wurden und noch mal den Nachmittag dauerte es bis die Stimmen ausgezählt waren. Am nächsten Morgen stand das Ergebnis fest. Die Mehrheit hatte beschlossen ihrem König zu folgen und nach Westen zu ziehen. Also wurden Vorbereitungen getroffen, Wagen wurden gebaut, Hab und Gut gepackt und auf die Wagen geladen. Pferden wurden neue Hufeisen geschmiedet und Sättel ausgebessert.

Schließlich, nach einigen Wochen, war es soweit. Eltern verabschiedeten sich von ihren Kindern, Brüder und Schwestern von ihren Geschwistern. Artakhshathrá verabschiedete sich von Mit’radata, der nun ebenfalls eine eigens für ihn geschmiedete Krone trug.
„Hier“, sagte Artakhshathrá und nahm seinen Schwertgurt ab, „nimm es Vetter, als Zeichen deiner Herrschaft über Sara’i.“ Mit’radata nahm es für einen Moment, lehnte aber dankend ab. „Nein, Arta, das Schwert gehört dir, dein Vater hat es dir gegeben, und du bist es der den Namen seines ersten Herren trägt. Außerdem bin ich ganz zufrieden mit meinem Schwert“, sagte er und tätschelte den Griff seines Schwertes, das an seinem Gürtel hing. „Behalte du es und führe unser Volk damit in eine neue Heimat.“ Dann legte er Artakhshathrá den Schwertgurt um, und legte ihm die Hand auf die Schulter, „Viel Glück, Vetter“, schloss er mit einem Lächeln. „Auf Wiedersehen!“, antwortete Artakhshathrá, stieg auf sein Pferd und gab ihm die Sporen. Dann ritt er an die Spitze des Zuges.


10. August 3022 D.Z. – mehrere Meilen östlich von Balanjar

Einige Monate war der Treck unterwegs gewesen. Nun lagerten sie am Ufer eines kleinen Sees und hatten mehrere Wagenburgen errichtet.

Das Schwert seines Gegners kam schnell auf ihn zu und Artakhshathrá wich gerade so dem Schlag aus, dann holte er mit seinem eigenen Schwert zu Gegenschlag aus, schlug mit der Klinge gegen die geschützten Arme seines Gegners, worauf dieser seine Deckung fallen ließ, drehte sein Schwert, sodass er es nun an der Klinge packte und zog seinem Gegner mit der Parierstange die Beine weg. Dann drehte er sein Schwert erneut, sodass er seinem Gegner, der schwer atmend auf dem Boden lag, die Klinge unters Kinn hielt. Keuchend zog dieser den Helm aus und Artakhshathrá stieß das Holzschwert in den Boden.
„Ja, du wirst besser, du bist aber immer noch zu langsam, Junge“, sagte er und half seinem Sohn auf. „Dann wäre vielleicht ein besserer Lehrer gut“, antwortete Kurush neckisch. Er legte den Arm um den Hals seines Sohnes und klopfte ihm auf die Schulter. „Komm, du hast dir eine Erfrischung verdient.“ Gemeinsam gingen sie zum nächsten Zelt, doch noch bevor sie dort angekommen waren, hörte Artrakhshathrá, wie sein ältester Sohn, Dárayavahush nach im rief. Er drehte sich um, und sah wie Dárayavahush auf einem Pferd eilig herangeritten kam. Am Morgen hatte er ihn mit den Spähern ausgeschickt um die Gegend zu erkunden. „Vater!“, rief Dárayavahush erneut und hielt sein Pferd vor Artakhshathrá, „fremde Reiter im Westen, sie kommen auf uns zu.“
„Wie viel sind es?“
„Etwa zwanzig“
„Hm, in Ordnung, dann lasst uns sie mal begrüßen“, sagte Artakhshathrá, ließ sich sein Pferd bringen und ritt mit Dárayavahush und fünfundzwanzig weiteren Reitern den Fremden entgegen.

Nach einem kurzen Ritt über die Ebenen sah Artakhshathrá die fremden Reiter. Einige, waren ähnlich den Donghu in Pelz- und Ledermäntel gekleidet, trugen Pelzmützen und waren mit Reflexbögen, Säbeln und Speeren bewaffnet. Andere wiederum trugen vergoldete oder bronzene Rüstungen und hohe eckige Schilde, die scheinbar eine Art Uniform darstellten.

Sie ritten weiter auf die Fremden zu und hielten mehrere Schritte von ihnen entfernt.
„Toqta!“, rief ihnen deren Anführer, in einer Sprache entgegen, die Artakhshathrá nicht verstand, und dann schien dieser weiter zu fragen: „Kim bar baradı?“17
Artakhshathra sah seine Gefährten fragend an, keiner Verstand was der Fremde gesagt hatte.
Der Fremde schien einen Moment zu überlegen und fragte dann erneut in einer anderen Sprache: „Kto jedet tudá?“18

Artakhshathrá ließ sein Pferd ein paar Schritte nach vorne machen und sprach dann: „Tut mir leid, aber wir verstehen euch nicht.“

Irgendetwas an Artakhshathrás Worten schien dem Fremden bekannt vorgekommen zu sein, denn kaum hatte Artakhshathrá geendet, begann dieser mit einigen seiner Begleiter wild umher zu diskutieren. Schließlich ließ er einen der uniformierten Krieger vorkommen, er unterhielt sich einen Moment mit ihm und dann sprach der Krieger die Asamanier an:
„Asaman, ihr seid Asaman?“, sagte er gebrochen in einem obskuren Dialekt, den Artakhshathrá nie zuvor gehört hatte, dennoch konnte man ihn einigermaßen verstehen.
„Asamaniya, ja so nennen wir uns, Artakhshathrá ist mein Name und der Khsháyathiyá der Asamaniya bin ich.“
Der Krieger übersetzte seinem Anführer, was Atrakhshathrá gesagt hatte und anschließend dessen Antwort: „Seid gegrüßt, Atrakhshathrá von den Asamaniya, mein Name ist Kotyan, Sohn von Sirçan, Heerführer von Balanjar und Gefolgsmann des Königs von Gortharia.“
Als der Übersetzer geendet hatte, nickte Artakhshathrá Kotyan zu, und fragte dann den Übersetzer nach seinem Namen.
„Vahram aus Riavod“, antwortete dieser.
„Vahram? Ein Name, wie ihn die Eryaner tragen, wie kommt ihr dazu, soweit von Eryan?“ fragte ihn Artakhshathrá verwundert.
„Meine Vorfahren zogen aus Eryan nach Norden, um sich mit dem Schwert für den König von Gortharia zu verdingen, es gibt noch einige von uns die unsere Sprache sprechen. Wir…“
Bevor Vahram weiter sprechen konnte unterbrach ihn Kotyan leicht erregt und ermahnte ihn wohl. Als Vahram schließlich weiter sprach übersetzte er wieder für Kotyan: „Und was wollt ihr hier Asaman?“
„Mazda hat uns beauftragt, nach Westen zu ziehen und eine neue Heimat für unser Volk zu suchen.“
„Mazda?“ fragte Kotyan, der mit dem Begriff offensichtlich nichts anfangen konnte.
„Der Eine, der Vater von allem“, sagte Artakhshathra erklärend, während er mit einer Hand zum Himmel deutete.
Vahram zögerte einen Moment Artakhshathrás Worte zu übersetzen, sagte aber schließlich mit Angst in der Stimme: „Eru, Illuvatar.“
Kotyan sah ihn zornig an und schlug ihn mit dem Eisenhandschuh so hart ins Gesicht, dass Vahram vom Pferd fiel. Dann schrie er etwas in seiner Sprache und zog sein Schwert. Vahram, der sich mühsam aufrappelte rief Atrakhshathra die Übersetzung zu: „Ihr hängt dem Elbenkult an! Das werden wir nicht dulden: Tötet sie!“

„Asamaniya, zu mir“, rief Artakhshathrá seinen hinter ihm stehenden Begleitern zu und zog sein Schwert, rief „für Mazda!“, und ritt auf Kotyan und seine Männer zu. Kotyan Leute taten das gleiche und griffen sie an. Schon nach wenigen Metern musste Artakhshathrá sein Schwert schwingen um einen Lanzenstoß eines ungerüsteten Reiters abzuwehren, packte es dann mit beiden Händen am Griff und traf mit der Klinge zwischen Hals und Schulter seines Gegners, sodass das Blut spritzte und der Gegner tot vom Pferd fiel. Neben ihm focht Dárayavahush mit Kotyan und schlug diesem erst die Schwerthand und dann den Kopf ab. Als Artakhshathra bei Vahram angekommen war, dreht er sein Schwert, sodass er es mit beiden Händen an der Klinge hielt und schlug Vahram so mit dem Knauf, dass dieser bewusstlos zu Boden sackte.
Das Gefecht dauerte nicht lange und recht bald waren Kotyans Männer tot, oder hatten sich ergeben. Offenbar war dies für die meisten der erste Kampf, den sie je bestritten hatten, und nicht mal die Hälfte von ihnen war über Zwanzig. Bis auf Vahram und einem weiteren Mann ließ Artakhshathrá sie dennoch alle töten. Ihre Köpfe ließ er aufsammeln und in zwei große Weidenkörbe legen. Diese wurden an einem der erbeuteten Pferde befestigt.

Zurück im Lager wurden die beiden Gefangen befragt und Artakhshathrá erfuhr so von den Ereignissen im Westen. Offensichtlich war Vahrams König, ein Mann namens Goran, mit einem Land, das Mordor hieß, und dessen Herrscher Sauron verbündet. Und dieses Mordor schien das dunkle Land zu sein, von dem Artakhshathrá in seinem Traum erzählt worden war. Mordor und Gorans Königreich wiederum waren im Krieg mit Reichen, die weiter im Westen lagen.
Nach dem Verhör ließ Artakhshathra den anderen Gefangenen mit dem Pferd und den Köpfen seiner Gefährten ziehen, doch gab Artakhshathra ihm noch eine Botschaft mit: „Sag deinen Herrn in Balanjar und Gortharia, dass wir treue Diener Mazdas oder Erus, wie ihr ihn nennt, sind, und wenn ihr uns noch einmal angreift, werdet ihr froh sein, wenn mehr als Asche von euren Städten übrig bleibt.“
Vahram übersetzte und der Gefangene nickte wild und mit Furcht in den Augen und zeigte somit, dass er verstand.
Nachdem dieser das Lager verlassen hatte entsandte Artakhshathra weitere Späher, die die Gegend erkunden sollten. Sie waren jetzt auf feindlichem Gebiet, und Vorsicht war geboten.
Vahram bot er an, an seinem Hof zu verbleiben um als Übersetzer zu dienen, ein Angebot, das Vahram dankend annahm.

Am Abend saß Artakhshathra mit seiner Familie in seinem Zelt zusammen, neben seiner Frau Eshtar und seinen ältesten Söhnen Dárayavahush und Kurush saßen auch seine jüngsten Söhne Khsharyárshá und Khusravá, seine Brüder Bagadáta, Raostatakhma und Ariyarammna sowie deren Frauen. Die Stimmung war locker und Wein war bereits in großzügigen Mengen geflossen, als Vahram um ein Gespräch mit Artakhshathrá bat.

„Ich muss mit euch reden, mein Herr“, begann er, „unter vier Augen.“
Artakhshathrá nickte und bat die anderen das Zelt zu verlassen. Als sie allein waren, fragte Artakhshathra: „Nun, was hast du vorzutragen, Vahram?“
„Ich muss euch etwas gestehen. Als Kotyan heute nach der Bedeutung des Wortes ‚Mazda’ fragte, habe ich eure Antwort wissentlich und absichtlich nicht wörtlich übersetzt, sondern ihn mit dem Elbengott Eru gleichgesetzt. Ich wusste, dass er euch, bei der Antwort, die ich ihm gab angreifen würde. Es tut mir Leid, aber bitte lasst mich erklären“, sprach Vahram mit gesenktem Haupt. Artakhshathrá sah ihn ernst an, antwortete aber schließlich: „Nun gut, dann erkläre dich, Vahram!“
Vahram nickte und begann zu erzählen: „Ich wollte, dass ihr mit Kotyan in Konflikt geratet, weil ich in der Ankunft der Asamaniya, eine Möglichkeit sehe meine Heimat zu retten. Dies Land wird von Sauron und seinem Schoßhund Goran zugrunde gerichtet. Ich habe euch erzählt, dass ich aus Riavod stamme, bis vor wenigen Jahren hatten wir dort einen Feuertempel, in dem wir Mazda verehrten. Damals schon setzten wir Mazda mit Eru gleich, und das sorgte dafür, dass wir in guter Beziehung mit den Elben und Menschen standen. Mein Vater diente in dem Tempel als Mobed. Als Sauron jedoch seine Herrschaft über Gortharia ausbreitete, änderte sich alles: der Tempel wurde zerstört und mein Vater auf dessen Stufen  von Soldaten des Königs erschlagen. An der Stelle des Tempels, steht heute ein Schrein, an dem wir Melkor Menschenopfer bringen sollen.“
„Melkor?“ unterbrach ihn Artakhshathrá fragend.
„Wenn die Geschichten war sind, die ich gehört habe, war er einst ein Diener Erus, der sich gegen ihn wandte und dann versuchte die Welt unter sich zu zwingen. Vor langer Zeit war er wohl der Gebieter Saurons und anderer finsterer Kreaturen. Wenn ich ihn in unsere Traditionen einordnen müsste, würde ich ihn wohl Angra Mainyu nennen“, erklärte Vahram und fuhr dann mit seiner Erzählung fort: „Zu dem Zeitpunkt war ich bereits in die Armee eingetreten. Als ich durch Freunde vom Tod meines Vaters erfuhr, wollte ich zuerst die Armee verlassen, doch dann trat eine Gruppe, die sich selbst ‚Schwarze Rose’ nennt, an mich heran und bat mich ihre Augen und Ohren in der Armee zu sein. Leider wurde ich recht bald von Gortharia nach Balanjar versetzt, wo ich der Schwarzen Rose, nicht mehr so gut dienen konnte wie in der Hauptstadt, bis heute. Die Schwarze Rose hat sich dazu verschworen König Goran zu stürzen und das ganze Land von Sauron zu befreien; und mit eurer Hilfe könnten wir es schaffen.“

Nachdem Vahram geendet hatte saß Artakhshathrá noch einen Moment nachdenklich dar, bevor er antwortete: „Nun, euer Vorhaben scheint ehrenhaft, und niemand mag behaupten Artakhshathrá, König der Asamanier, würde vor einem Kampf davonlaufen, wie können wir helfen?“
„Habt Dank! Aber wenn ihr erlaubt, würde ich zunächst meine Verbündeten benachrichtigen…“, begann Vahram. Aber Artakhshathra gebot ihm einen Moment zu warten. „Bevor ihr derartiges tut, müsst ihr euch noch als vertrauenswürdig erweisen. Wenn ich euch gehen lasse, könntet ihr zu diesem Goran gehen und unsere Stellungen verraten. Er könnte mit einer Armee kommen und uns alle töten während wir schlafen. Ich muss sicher sein, dass ihr wirklich bereit seid Goran zu verraten“, erklärte Artakhshathra und überlegte einen Moment bevor er fort fuhr, „die nächste größere Stadt ist Balanjar, richtig?“, Vahram nickte, „ dann werdet ihr uns alles verraten, was ihr über die Verteidigungsanlagen der Stadt wisst, wie die Mauern aufgebaut sind, welche Stärke die Garnison hat, wie viele Soldaten das Umland verteidigen, und alles was euch sonst noch einfällt. Wenn dieser Goran so ist wie ihr ihn mit beschrieben hat wird er weiter den Kampf mit uns suchen und dann wird er den gesamten Zorn der Asamanier spüren.“
Vahram nickte nur und begann dann über alles zu berichten, dass er als Soldat in Balanjar erfahren hatte. Die Stadt war scheinbar ähnlich wie Sara’i aufgebaut, der größte Teil der Stadt bestand aus Zelten und einfachen Hütten, einzig ein Morgothschrein war aus geschwärztem Stein gefertigt. Von Vahrams Bericht her schien die Stadt für Artakhshathra einfach einzunehmen, weshalb Artakhshathra bald einen Angriff vorbereiten ließ, der erfolgen sollte, sobald ihm ein Vorwand geliefert wurde.

Tatsächlich ereignete sich dieser Vorwand nur wenige Tage später, einige Späher wurden von Gorans Soldaten überfallen und eine Kriegerin der Asamanier getötet.

An ihrem Rastort ließ Artakhshathrá einen kleinen Grabhügel errichten in dem die Gefallene bestattet wurde. In den Stein, der die Grabkammer verschloss ritzte Vahram, der als einziger schreiben konnte, Runen ein, die erzählten wer hier begraben war: Anahita Aspatshanahyádukhtha.

Dann ließ Artakhshathrá die Krieger versammeln, stieg auf einen Wagen und begann eine Rede zu halten: „Asamanier, hört mit zu! Wir sind in dieses Land gekommen um eine neue Heimat zu finden. Doch die Menschen die hier leben, leiden unter der erdrückenden Herrschaft des Tyrannen Goran, der weder Respekt für die Gebräuche und  den Glauben seiner Untertanen, noch für die unserigen hat. Stattdessen zwingt er sie Angra Mainyu zu verehren, den wir über alles verabscheuen. Ferner wurden wir, seitdem wir die ersten seiner Lakaien getroffen haben, unentwegt von feindlichen Kriegern angegriffen und zuletzt forderte dies das Leben unserer Kriegerin Anahita. Ich sage, dies ist mehr als genug für einen Vergeltungsschlag gegen Goran. Daher werden wir nach Balanjar ziehen, der nächsten Stadt, die dem Tyrannen dient. Und wir werden ihnen unseren Zorn spüren lassen, auf das Goran niemals wieder einem Menschen seinen falschen Glauben aufzuzwingen! Auf Asamanier, auf nach Balanjar!“

Start vor Balanjar.

1Falls es niemandem aufgefallen sein sollte, steht Ahura Mazda im Sinne des RPGs für Eru Illuvater, wie ihn die Eryaner, Salmaten (Asamanier) und Turaner nennen. Alle Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen zum Zoroastrianismus sind absolut beabsichtigt.
2Hildórien, wie es von den hier beschrieben Völkern genannt wird.
3Morgoth in der alten Sprache der Eryaner
4Mythischer Ahnherr der Germanen, diese wären also in Mittelerde, die Edain und Nordmenschen.
5Mythischer Ahnherr der Danäer/Griechen (vielleicht die Menschen in Nurn?)
6Mythischer Ahnherr der Gallier/Kelten. Vielleicht gleichzusetzen mit den Dun- und Breeländern.
7Mythischer Ahnherr der Italer (u.a. der Latiner/Römer; vielleicht ebenfalls die Menschen in Nurn?)
8Mythischer Ahnherr der Slawen (Ostlinge am Meer von Rhun)
9Gautr ist der mythische Ahnherr der Gauten/Goten, auf deren Sprache Tolkien das Taliska basierte, die Sprache der Edain des ersten Zeitalters.
10Die Griechen und Römer nannten solche Panzerreiter Kataphrakten.
11Wer hier Ähnlichkeiten zur persischen Mythologie (z.B. der Shahname) sieht, kennt sich gut in persicher Mythologie aus.
12Der Name ist sehr phantasievoll für einen Zwerg der im Osten Mittelerdes lebt: an. „Osten“.
13Auch wenn Tolkien selbst nie das Wort Nixe verwendet, so hat er in seiner Mythologie dennoch Wassergeister, Meerjungfrauen und Nymphen in frühen Versionen des Legendariums erwähnt. (vgl. dazu http://tolkiengateway.net/wiki/Mermaid). Da Nixe aus der Germanischen Mythologie kommt, die Tolkien besonders vertraut war, schien mir dieser Begriff am ehesten passend.
14an. „Meerfrau“
15Wer hier Ähnlichkeiten zur Shahname oder dem Hildebrandslied sieht, kennt sich nicht nur in der persischen sondern auch in der germanischen Mythologie aus.
16Titan, das die Asamanier von den Zwergen des Ostens kauften. Härter als Stahl, aber nur halb so schwer. Quasi Mithril für Arme. Soweit ich das herausfinden konnte liegt der derzeitige Titanpreis bei etwa 25 €/KG, und ist damit unter dem derzeitigen Goldpreis. Das wird aber nur vom König und seiner Leibwache verwendet. Sollte Titan unter den „Mithril-Bann“ fallen kann ich auch mit normalem Stahl leben.
17Kasachisch: „Halt! Wer reitet dort?
18Russisch, bedeutet dasselbe wie in 17. Muss aber gestehen, beides war der Google Übersetzer, wenn was falsch ist bitte sagen [ugly].



So, das wars auch schon xD. Seid streng, aber nicht zu streng :D
Ich bin mir jetzt nicht mehr so ganz sicher welches Datum wir in der Rhûn-SL haben aber 10. August sollte hinhauen oder?
« Letzte Änderung: 13. Jun 2017, 21:34 von Fine »
RPG:
1. Char Alfward bei Dol Guldur.
2. Char Qúsay in Aín Sefra.

Das Wiki zum RPG. Schaut mal ruhig vorbei ;).

Neu im RPG und Probleme mit dem Namen? Schickt mir einfach 'ne PM ;).

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Re: Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8
« Antwort #1 am: 16. Okt 2016, 20:36 »
Na, das ist ja eher ein historischer Abriss als ein Char (zumindest am Anfang^^), und es dürfte das erste Mal sein, dass ich einen Char mit derart viel (neuem) mythologischem und historischen Hintergrund sehe. Finde ich allerdings sehr gut, falls da Zweifel bestanden ;)

Das einzige Problem was ich momentan sehe ist die Frage, wie er mit anderen Chars interagieren soll? Und zwar dadurch:
Zitat
- Spricht nur seine eigene Sprache ist daher auf Übersetzer angewiesen.
Ich meine, es ergibt Sinn dass er nur seine eigene Sprache spricht, aber ich stelle es mir im RPG-Geschehen etwas umständlich vor wenn er immer seinen Dolmetscher dabei haben müsste. Aber gut, als König gibt es vermutlich nicht allzu viele Gelegenheiten, bei denen das nicht der Fall wäre.

Soll der Drachenhelm tatsächlich der Drachenhelm sein? Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher, aber das hier
Zitat
„Der Drachenhelm muss in den Westen zurückkehren!“
deutet ja schon stark darauf hin dass du tatsächlich den Helm des Hauses Hador meinst. Wenn das so ist, wie ist der dann so derart weit nach Osten gelangt?
Der Traum der ihn dazu bringt nach Westen zu gehen, gefällt mir übrigens besonders gut.

Achja: In den Namen steckt sicherlich sehr viel Arbeit, aber puh... ich musste die teilweise sehr oft lesen um folgen zu können wer da wer ist. ;)

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Re: Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8
« Antwort #2 am: 17. Okt 2016, 09:30 »
Bis auf den letzten Teil kannte ich den Charakter ja bereits und finde ihn nach wie vor sehr gelungen. Schwächen und Stärken sind ausbalanciert und werden in der Geschichte ausgeführt, Motivation und Überzeugungen sind stimmig und von den historischen Genauigkeiten und Korrektheiten müssen wir glaube ich gar nicht erst anfangen, da macht dir keiner was vor. Mir gefällt's.

Ein paar kleine grammatikalische Fehler haben sich eingeschlichen:

Sein Bruder, der zwischenzeitlich ebenfalls dazugetreten war nahm Artakhshathrás Schwertarm hob ihn in die Luft empor, und rief: „Der König ist tot! Es lebe der König!“

Die Herrschaft Artakhshathrás begann im Großen und Ganzen ruhig, die Donghu ließen nur wenig von sich hören und auch andere benachbarte Völker verhielten sich ruhig.

Ihre Köpfe ließ er aufsammeln und in zwei große Weidenkörbe legen. Diese wurden an einem der erbeuteten Pferde befestigt.

„Ich muss mit euch reden, mein Herr“, begann er, „unter vier Augen.“

"Es tut mir Leid, aber bitte lasst mich erklären,sprach Vahram mit gesenktem Haupt.

"Ich muss sicher sein, dass ihr wirklich bereit seid Goran zu verraten“, erklärte Artakhshathra und überlegte einen Moment bevor er fort fuhr,

"Ich sage, dies ist mehr als genug für einen Vergeltungsschlag gegen Goran. Daher werden wir nach Balanjar ziehen, der nächsten Stadt, die dem Tyrannen dient.

Zur Titan-Frage:

Titan, das die Asamanier von den Zwergen des Ostens kauften. Härter als Stahl, aber nur halb so schwer. Quasi Mithril für Arme. Soweit ich das herausfinden konnte liegt der derzeitige Titanpreis bei etwa 25 €/KG, und ist damit unter dem derzeitigen Goldpreis. Das wird aber nur vom König und seiner Leibwache verwendet. Sollte Titan unter den „Mithril-Bann“ fallen kann ich auch mit normalem Stahl leben.

Also mir macht es nichts aus, wenn du Titan verwendest, ich finde es sogar recht stimmig dass die Zwerge des Roten Gebirges andere Metalle verwenden als die, die man im Westen so kennt. Von daher habe ich kein Problem damit, dass du hier ein dem Stahl überlegenes Metall einführst.



Ich hoffe, wir haben mit den bisherigen Posts in Rhûn keinen Druck auf dich ausgeübt, den Charakter so schnell wie möglich fertigzustellen - ich wusste ja, das da noch was von dir kommt und wäre auch bereit gewesen, zu warten. Ich bin schon ziemlich gespannt was du mit Artakhshathrá geplant hast, der ja eine etwas andere Herangehensweise wie die übrigen Rhûn-Charaktere hat. Während unsere Charaktere eher im Verborgenen und im Untergrund agieren sieht es bei Artakhshathrá aus, als ob er eher den direkten Konflikt bevorzugt.

Von meiner Seite her ist der Charakter angenommen.
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Re: Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8
« Antwort #3 am: 17. Okt 2016, 11:05 »
Das einzige Problem was ich momentan sehe ist die Frage, wie er mit anderen Chars interagieren soll? Und zwar dadurch:
Zitat
- Spricht nur seine eigene Sprache ist daher auf Übersetzer angewiesen.
Ich meine, es ergibt Sinn dass er nur seine eigene Sprache spricht, aber ich stelle es mir im RPG-Geschehen etwas umständlich vor wenn er immer seinen Dolmetscher dabei haben müsste. Aber gut, als König gibt es vermutlich nicht allzu viele Gelegenheiten, bei denen das nicht der Fall wäre.
Vielleicht lernt er ja noch etwas Westron im RPG. xD

Soll der Drachenhelm tatsächlich der Drachenhelm sein? Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher, aber das hier
Zitat
„Der Drachenhelm muss in den Westen zurückkehren!“
deutet ja schon stark darauf hin dass du tatsächlich den Helm des Hauses Hador meinst. Wenn das so ist, wie ist der dann so derart weit nach Osten gelangt?
¯\_(ツ)_/¯ Unklar.
Nunja, Tolkien hat, wenn ich mich nicht täusche, nie genau spezifiziert, wie Glamdring und Orcrist nach Eriador gekommen sind, höchstens die Charaktere mutmaßen lassen. Túrin hat den Helm zuletzt in der Schlacht bei Tumhalad gesichert getragen, vier Jahre später ist er gestorben. In diesen vier Jahren ist es durchaus möglich, dass Túrin den Helm verloren hat, ein Troll ihn gefunden hat, sich gedacht hat, dass das ein guter Fingerhut wäre und hat ihn eingesackt. Dieser Troll ist dann aus Beleriand raus, hat von befreundeten Trollen gehört, dass es im Osten viele leckere Wildpferde gibt und ist dann dahin gezogen. :D
Der Traum der ihn dazu bringt nach Westen zu gehen, gefällt mir übrigens besonders gut.
Freut mich :)

Achja: In den Namen steckt sicherlich sehr viel Arbeit, aber puh... ich musste die teilweise sehr oft lesen um folgen zu können wer da wer ist. ;)
Ich hab mich wirklich bemüht kurze Namen zu nehmen, vier Silben ist doch wohl nicht zu viel verlangt :P.

Ein paar kleine grammatikalische Fehler haben sich eingeschlichen:

Sein Bruder, der zwischenzeitlich ebenfalls dazugetreten war nahm Artakhshathrás Schwertarm hob ihn in die Luft empor, und rief: „Der König ist tot! Es lebe der König!“

Die Herrschaft Artakhshathrás begann im Großen und Ganzen ruhig, die Donghu ließen nur wenig von sich hören und auch andere benachbarte Völker verhielten sich ruhig.

Ihre Köpfe ließ er aufsammeln und in zwei große Weidenkörbe legen. Diese wurden an einem der erbeuteten Pferde befestigt.

„Ich muss mit euch reden, mein Herr“, begann er, „unter vier Augen.“

"Es tut mir Leid, aber bitte lasst mich erklären,sprach Vahram mit gesenktem Haupt.

"Ich muss sicher sein, dass ihr wirklich bereit seid Goran zu verraten“, erklärte Artakhshathra und überlegte einen Moment bevor er fort fuhr,

"Ich sage, dies ist mehr als genug für einen Vergeltungsschlag gegen Goran. Daher werden wir nach Balanjar ziehen, der nächsten Stadt, die dem Tyrannen dient.
hoppla, da werd ich mich gleich dransetzen.
Zur Titan-Frage:

Titan, das die Asamanier von den Zwergen des Ostens kauften. Härter als Stahl, aber nur halb so schwer. Quasi Mithril für Arme. Soweit ich das herausfinden konnte liegt der derzeitige Titanpreis bei etwa 25 €/KG, und ist damit unter dem derzeitigen Goldpreis. Das wird aber nur vom König und seiner Leibwache verwendet. Sollte Titan unter den „Mithril-Bann“ fallen kann ich auch mit normalem Stahl leben.

Also mir macht es nichts aus, wenn du Titan verwendest, ich finde es sogar recht stimmig dass die Zwerge des Roten Gebirges andere Metalle verwenden als die, die man im Westen so kennt. Von daher habe ich kein Problem damit, dass du hier ein dem Stahl überlegenes Metall einführst.
Ok, gut^^.


Ich hoffe, wir haben mit den bisherigen Posts in Rhûn keinen Druck auf dich ausgeübt, den Charakter so schnell wie möglich fertigzustellen - ich wusste ja, das da noch was von dir kommt und wäre auch bereit gewesen, zu warten.
Ist kein Problem, den Druck hatte ich mir auch selbst gemacht, ich hab lange genug an dem Char geschrieben ;)
Ich bin schon ziemlich gespannt was du mit Artakhshathrá geplant hast, der ja eine etwas andere Herangehensweise wie die übrigen Rhûn-Charaktere hat. Während unsere Charaktere eher im Verborgenen und im Untergrund agieren sieht es bei Artakhshathrá aus, als ob er eher den direkten Konflikt bevorzugt.

Von meiner Seite her ist der Charakter angenommen.
Mit dem verschieben warten wir aber noch ein paar Tage, vielleicht wollen noch ein paar andere etwas Feedback geben. ;)
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Re: Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8
« Antwort #4 am: 17. Okt 2016, 11:25 »
Nunja, Tolkien hat, wenn ich mich nicht täusche, nie genau spezifiziert, wie Glamdring und Orcrist nach Eriador gekommen sind, höchstens die Charaktere mutmaßen lassen. Túrin hat den Helm zuletzt in der Schlacht bei Tumhalad gesichert getragen, vier Jahre später ist er gestorben.

Damals waren doch auch Ostlinge in der Nähe, in Hithlum, und diese flohen nach dem Krieg des Zorns zurück in den Osten Mittelerdes. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass einer von ihnen den Drachenhelm dabei hatte.


Der Traum der ihn dazu bringt nach Westen zu gehen, gefällt mir übrigens besonders gut.

Ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen - mir gefällt der Traum auch sehr gut, auch wie darin auf andere RPG-Ereignisse eingegangen wird :)

Ist kein Problem, den Druck hatte ich mir auch selbst gemacht, ich hab lange genug an dem Char geschrieben ;)

Alles klar! :)

Mit dem verschieben warten wir aber noch ein paar Tage, vielleicht wollen noch ein paar andere etwas Feedback geben. ;)

Ja, finde ich auch. Bei meinem neuen Charakter hatten wir das ja auch so gehandhabt.




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Re: Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8
« Antwort #5 am: 22. Okt 2016, 14:33 »
Ich denke mal, eine Woche Wartezeit ist genug. Hiermit ist der Charakter offiziell angenommen und verschoben. Ich freu mich auf seinen Start!
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Re: Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8
« Antwort #6 am: 22. Okt 2016, 17:05 »
Ich wollte schon vorschlagen, dass man ihn dann morgen verschiebt, aber heute ist auch ok. :D



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Re: [ZI] Artakhshathrá Kuraushputha, Dritter Char von Kolibri8
« Antwort #7 am: 13. Jun 2017, 21:35 »
Aufgrund von planmäßiger Inaktivität vorerst verschoben.
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