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Zivilcourage
TRC|~Hamster~:
Hey!
Ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt und das mich immer wieder unglücklich stimmt.
So oft denke ich mir, dass es richtig wäre - sei es auch nur in Kleinigkeiten - das zu sagen, was ich denke und was angebracht wäre, doch ich tu es nicht, da ich mir somit selbst schaden würde.
Mal ein paar Beispiele...
Ein Lehrer beschimpft einen Schüler immer wieder zu Unrecht, obwohl sich dieser Mühe gibt und sogar im Unterricht gute Beiträge bringt.
Wer sagt dem Lehrer da mal seine Meinung ins Gesicht? Wem ist es egal, dass seine Note schlechter wird, die des Opfers gleich schlecht bleibt, aber dafür ein besseres Gewissen hat?
Ein Jahrgangsschüler wird von anderen "total coolen Leuten" angepöbelt, nur weil er anders ist.
Wer geht einfach mal dazwischen und sagt:"Hey, lasst den Scheiß!" und riskiert damit, dass auch körperliche Gewalt gegen ihn gerichtet wird?
Geht es euch auch manchmal so? Wann schreitet ihr ein?
CrystalPhoenix:
Hey, nett, dass du das Thema mal ansprichst :)
Ich find mich grad allerdings eher in der Rolle der Leute wieder, die du jetzt in deinen Beispielen als Opfer zeichnest.
Die Leute haben einfach Angst vor den Konsequenzen. Punkt. Das ist leider so, und deshalb gibt es immer weniger Menschen, die anderen helfen. Hinzu kommen dann da noch Gedanken wie "Was kann es schon helfen, wenn ich eingreife."...
Dabei ist Solidarität und "Selbstaufopferung" (das ist jetzt zu hart ausgedrückt, ihr wisst ja was ich meine) eine der Eigenschaften, die den Menschen vom Tier unterscheidet.
Crystal
TRC|~Hamster~:
Sehe ich eigentlich auch so: Dass Solidarität in der heutigen Welt doch eigentlich viel mehr zählen sollte, als mögliche Konsequenzen. Dass man an andere denkt und nicht immer nur an sich. Wahrscheinlich müssen die meisten erst selbst in der "Opfer-Rolle" gesteckt haben, um sich mal dazu durchzuringen, den Mund aufzumachen.
Arasan [EX-Lorfon]:
Ich kenne eine ganze Horde von Leuten die diese Courage besitzen.
Leider kenn ich noch mehr die sie nicht besitzen.
Ein ernstes Thema.
Orthond:
Also ich hatte bis jetzt immer das Glück, an solchen Aktionen nicht beteiligt zu sein. Deine genannten Fälle sind mir im Schulalltag und anderem nicht bekannt. Bei uns in der Schule z.B. sind die Lehrer sehr unvoreingenommen und nur wenige haben ihre "Lieblingsschüler". Das mag vielleicht auch daran liegen das der Altersdurchschnitt der Lehrer sehr stark unter dem Normalwert liegt. Die Lehrer haben demzufolge noch eher wenig Erfahrung im Lehrbereich und im Umgang mit Schülern, was dazu führt, dass sie sich an die Tipps und Regeln der Direktorin halten und somit (fast) immer ein guter Draht zwischen Lehrern und Schülern besteht.
Auch Gewaltfälle oder ähnliches haben wir in unserer Schule nicht. Die Schüler verhalten sich immer mehr oder weniger sozial. Die Schwankungen zeichnen sich aber nicht im Umgang mit Mitschülern ab, sondern eher durch Verletzung/Einhaltung der Schulordnung. ;)
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