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Allgemeiner Smalltalk

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Karottensaft:
Ich muss Sam recht geben. Ich glaube nicht das wir ohne Krieg technisch so weit wären wie jetzt.
Und Revolutionen müssen nicht immer durch Krieg ausgetragen werden. Ist aber häufiger so, was für Sam's These spicht ...

BAAEEMM:

--- Zitat von: Sam am 10. Dez 2010, 20:19 ---Wer die Amerikanische Revolution als solche bezeichnet, hat den Sinn von Revolutionen nicht verstanden. Das ist ein Begriff, der eben fälschlicherweise immer wieder genutzt wird. Aber es war nichts anderes als ein Befreiungskrieg. Und dass von den Amis dieses Zeug ausging, ist ja klar.
Also, ja blutiger Krieg, und versuche nicht mit einem Geschichts-Leistungskürsler über Geschichte zu diskutieren...^^

--- Ende Zitat ---

Dem Befreiungskrieg ist ja nicht irgendwie eine kulturelle/intellektuelle Revolution vorgegangen, oder so. Die Menschen sind ja von einem Tag auf den anderen darauf gekommen, dass man sie vielleicht doch nicht so gut behandelt wie sie es gerne hätten.  8-|
Und dass sie sich mit Gewalt haben wehren müssen, ist ja klar. GB lag unglaublich viel daran die Kolonien zu halten, ansonsten würde ja der Dreieckshandel nicht mehr funktionieren. Und da die USA die Vorreiterrolle hatten, erschwerte die ganze Sache ja auch noch. Außerdem glaube ich, dass man in der Position einer Kolonie, die mit Gewalt unterdrückt wird nur mit Gewalt einen Umschwung herbeiführen kann. In anderen Ländern, die in einer anderen Situation waren, ist das ganze ja auch anders gelaufen.

Außerdem würde ich dennoch einen Befreiungskrieg nicht mit einem blutigen Krieg vergleichen. So wie du das vorhin geschrieben hast, meint man, dass du denkst, dass man Demokratie mit Krieg durchsetzen kann. Wie gut das funktioniert merkt man ja an Afghanistan.

Und naja, ein/e Krieg/Revolution der/die vom Volk mehr ausgeht (die Avantgarde gehört jetzt mal zum Volk) kann man mMn nicht mit einem Krieg vergleichen, der von einer Regierung ausgelöst wird.


@CMG: Die militärischen Fortschritte wurden ja aufs Zivilleben übertragen. Beispiele hat Pallandraschi vorhin schon gebracht.


@Karottensaft: Wie nett von dir, dass du deine Aussage auch mit Argumenten untermauerst. Hey, "ich glaube" ist echt ein stichfestes Argument, Respekt.

Sam:

--- Zitat von: BAAEEMM am 10. Dez 2010, 20:30 ---
Dem Befreiungskrieg ist ja nicht irgendwie eine kulturelle/intellektuelle Revolution vorgegangen, oder so. Die Menschen sind ja von einem Tag auf den anderen darauf gekommen, dass man sie vielleicht doch nicht so gut behandelt wie sie es gerne hätten.  8-|
--- Ende Zitat ---

Gut, wenn du den Begriff soweit fächerst...^^ Dann gibt es ja auch in Deutschland alle 20 Jahre ne Revolution ob eines kulturellen Umdenkens.



--- Zitat ---Außerdem würde ich dennoch einen Befreiungskrieg nicht mit einem blutigen Krieg vergleichen. So wie du das vorhin geschrieben hast, meint man, dass du denkst, dass man Demokratie mit Krieg durchsetzen kann. Wie gut das funktioniert merkt man ja an Afghanistan.

--- Ende Zitat ---

Ok, stimme ich dir zu, war unpassend formuliert.

Edit:
Hey, ich habe nie gesagt, dass Kriege gut sind. Ich bin keiner, der auf Teufel komm raus für Demokratie einstehen will. Ich bin beispielsweise der Meinung, dass mit einem weisen und gerechten Herrscher praktisch kein Unterschied zu unserer deutschen Demokratie wäre: Den Bürgern geht es gut, obwohl sie nichts entscheiden dürfen.
Ich wollte nur klarmachen, dass der Krieg nichts abgrundtief böses ist. Er ist nichts gutes, kann aber gute und fruchtbare Folgen nach Kriegsende haben. Nicht mehr und nicht weniger. Ich als Christ verurteile aber sowieso das Abschlachten von Menschen , was es im Krieg ja geradezu ist.

BAAEEMM:

--- Zitat von: Sam am 10. Dez 2010, 20:33 ---
--- Zitat von: BAAEEMM am 10. Dez 2010, 20:30 ---
Dem Befreiungskrieg ist ja nicht irgendwie eine kulturelle/intellektuelle Revolution vorgegangen, oder so. Die Menschen sind ja von einem Tag auf den anderen darauf gekommen, dass man sie vielleicht doch nicht so gut behandelt wie sie es gerne hätten.  8-|
--- Ende Zitat ---

Gut, wenn du den Begriff soweit fächerst...^^ Dann gibt es ja auch in Deutschland alle 20 Jahre ne Revolution ob eines kulturellen Umdenkens.


--- Ende Zitat ---

Also ich würde die Aufklärung nicht unbedingt mit der jüngeren Geschichte Deutschlands vergleichen^^

(Palland)Raschi:

--- Zitat ---Was nutzt der technische Fortschritt im Bereich der Kriegsführung den Menschen ?
--- Ende Zitat ---

Wer braucht denn schon Penicilin oder Flugzeuge ?  :D

Bitte, wenn es um Fortschritt im Krieg geht, gehts nicht nur um Kanonen oder Panzer. Was damit anfangen, wenn man sie nicht reparieren kann ? Wenn man die Soldaten, die verwundet wurden nicht kurieren kann ? Wenn man Befehle nicht verschlüsselt übermitteln kann, oder wenn man keinen Treibstoff hat ( welcher übrigens durch Destillieren aus Kohle gewonnen werden kann [deutsche Erfindung während des 2. Weltkriegs])
Wer das Buch, " der größte Patentraub Allerzeiten " gelesen oder davon gehört hat, weiß, wie viele Technologien vorallem von deutscher Seite her entwickelt worden waren. Und wenn ich mir die regierung zu dieser Zeit angucke, kann ich nicht behaupten, dass diese sehr human war.


--- Zitat ---@CMG: Die militärischen Fortschritte wurden ja aufs Zivilleben übertragen. Beispiele hat Pallandraschi vorhin schon gebracht.
--- Ende Zitat ---

genau  :D


--- Zitat ---Also ich würde die Aufklärung nicht unbedingt mit der jüngeren Geschichte Deutschlands vergleichen^^
--- Ende Zitat ---

nunja, es ist schon jung, im geschichtlichen Kontext. Das heilige römische Reich existierte ja schon ein Weilchen, als die Aufklärung im 17. Jahrhundert einsetzte.

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