Zum tänzelnden Pony > Herr der Ringe
Was ihr schon immer wissen wolltet
Gnomi:
--- Zitat ---Im Titel der Karte steht ja was vom zweiten Zeitalter. Heißt das also Arda ist da noch "ungebrochen", bevor Valinor entrückt wurde?
--- Ende Zitat ---
Jep, so ist es.^^
Zwischen dem ersten und zweiten bzw. dem zweiten und dritten Zeitalter gab es da relativ große geographische Änderungen.
Fingolfin König der Noldor:
Ich hab mal ne Frage:
Hat TOlkien irgendwo erwähnt ob Eru dann eigentlich irgendwann die Erde zerstört hat und dann wieder alles zu ihm gekommen ist, also das von dem immer wieder im Silmarilion die Rede ist.
LFM:
Arda ist unsere Welt. ;-) Tolkien sagt dazu selbst in den Briefen:
"Ich habe, so scheint mir, eine imaginäre Zeit konstruiert, bin aber, was den Raum angeht, mit den Füßen auf der Mutter Erde geblieben. Das ist mir lieber als die zeitgenössische Mode, ferne Welten im "All" aufzusuchen." ( Brief Nr.211 )
Ich stelle mir eine Lücke von etwa 6000 Jahren vor: das heißt, wir sind jetzt am Ende des Fünften Zeitalters, wenn die Zeitalter ungefähr von gleicher Länge wären wie das Erste und Zweite. Ich denke aber, sie haben sich beschleunigt, und stelle mir vor, wir sind gegenwärtig am Ende des Sechsten Zeitalters oder im Siebten.
Tolkien verlegt seine Geschichte also in eine mythologische Vorzeit unserer Erde. Dies hängt mit seinem Wunsch zusammen, eine Mythologie für England zu schreiben. Mittelerde/ Arda wandelt sich im Rahmen der Mythologie im Laufe der Zeitalter, bis es schließlich zu unserer heutigen Welt wird.
Wir haben ja bereits beim Übergang vom Ersten in das Zweite Zeitalter und beim Untergang Numenors gewaltige Veränderungen der Landmassen. Derlei Veränderungen werden auch im Vierten Zeitalter und später noch stattgefunden haben und so formte sich langsam die heutige Geographie. Tolkien selbst nimmt in seinen Werken ja mehr die Position eines "Überlieferers" ein, als eines Erfinders. Im Herrn der Ringe stellt Tolkien es so dar, dass die Fragmente aus den ersten beiden Zeitaltern, der Hobbit und der Herr der Ringe von Bilbo Beutlin im "Roten Buch der Westmark" aufgeschrieben wurden.
Durch dieses erzählerische Mittel erreicht Tolkien mehr Authentizität.
Erwähnenswert wäre hier auch der erzählerische Rahmen, den Tolkien einmal verwenden wollte. In der Geschichte von Eriol dem Seefahrer, die in den früheren Konzeptionen eine Art Rahmenhandlung darstellen sollte, bricht Eriol von England in den Westen auf und erreicht die Einsame Insel Tol Eressea, dort erzählen ihm die Elben die Ereignisse der vergangenen Zeitalter. Durch diese Rahmenhandlung wäre die ganze Geschichte also noch viel offensichtlicher als Rückblende aus heutiger Sicht erzählt worden. Aber auch im Herrn der Ringe oder im Hobbit ist diese Perspektive noch zu finden, wenn es zum Beispiel im Vorwort heißt: "Jene Tage, das Dritte Zeitalter von Mittelerde, sind nun längst vergangen, und die Gestalt aller Länder ist seither eine andere; doch die Gegenden, in denen damals Hobbits lebten, waren sicherlich dieselben, aus denen sie auch heute noch nicht ganz verschwunden sind: der Nordwesten der Alten Welt östlich des Meeres."
( Der Herr der Ringe, Buch I, Prolog, Über Hobbits )
Die Perspektive ist eindeutig unsere Zeit und "der Nordwesen der Alten Welt östlich des Meeres" ist nichts anderes als Europa. Das Auenland verband Tolkien wohl mit Mittelengland:
"Aber freilich, (...) beruht das "Shire" ( Auenland ) auf dem ländlichen England..." ( Brief Nr.190 )
Das letzte was passieren wird ist das hier: http://ardapedia.herr-der-ringe-film.de/index.php/Dagor_Dagorath
Könnte aber auch sein das es sofort nach dem 4 Zeitalter passiert und nicht das letzte ist bin mir da nicht so sicher ;)
Lars:
Also die Dagor Dagorath Idee hat Tolkien meines Wissens nach später verworfen.
Ich finde es allerdings sehr gewagt, zu behaupten, dass Arda=unsere Erde. Anfänglich wollte Tolkien eine Mythologie schaffen, die mit unserer Welt zusammenhängt, das ist richtig, aber er hat sich später immer weiter davon entfernt und meines Wissens wird in seinen späteren Werken NIE gesagt, dass Arda unsere Welt ist. Auch das Zitat aus seinen Briefen belegt dies in keinster Weise.
LFM:
"The new situation, established at the beginning of the Third Age, leads on eventually and inevitably to ordinary History [...]."
(Letter No. 151 - - - To Hugh Brogan, 18 September 1954)
"But they [Nachfahren der Númenórer im Dritten Zeitalter] were still living on the borders of myth – or rather this story exhibits 'myth' passing into History or the Dominion of Men"
(Letter No. 156 - - - To Robert Murray [draft], 4 November 1954)
Gemeint ist die Zeit der Menschenherrschaft, unsere gewöhnliche Geschichte, nur mit der ungewöhnlichen Zutat, dass jenseits des Geraden Weges Elben in Aman leben und dass in Europa, vor allem in England, Hobbits leben. Aman gerät allmählich in Vergessenheit, Hobbits verstecken sich vor uns.
Der Übergang findet irgendwann in den 6000 Jahren zwischen Ringkrieg und heute statt. Wir befinden uns im 5., 6. oder 7. Zeitalter:
"I imagine the gap to be about 6000 years: that is we are now at the end of the Fifth Age, if the Ages were of about the same length as S.A. [Second Age] and T.A. [Third Age] But they have, I think, quickened; and I imagine we are actually at the end of the Sixth Age, or in the Seventh."
(Letter No. 211 - - - To Rhona Beare, 14 October 1958, note)
Tolkiens Erzähler, der die Ausschnitte aus dem Roten Buch der Westmark herausgibt, erwähnt im “Herrn der Ringe“ lediglich die heutige Zurückgezogenheit der Hobbits und die Landmassenverschiebung, die zwischen Ringkrieg und heute stattgefunden hat:
"This book is largely concerned with Hobbits, and from its pages a reader may discover much of their character and a little of their history. Further information will also be found in the selection from the Red Book of Westmarch that has already been published, under the title of The Hobbit. That story was derived from the earlier chapters of the Red Book, composed by Bilbo himself, the first Hobbit to become famous in the world at large, and called by him There and Back Again, since they told of his journey into the East and his return: an adventure which later involved all the Hobbits in the great events of that Age that are here related.
Hobbits are an unobtrusive but very ancient people, more numerous formerly than they are today; for they love peace and quiet and good tilled earth: a well-ordered and well-farmed countryside was their favourite haunt. They do not and did not understand or like machines more complicated than a forge-bellows, a water-mill, or a hand-loom, though they were skilful with tools. Even in ancient days they were, as a rule, shy of 'the Big Folk', as they call us, and now they avoid us with dismay and are becoming hard to find.
Those days, the Third Age of Middle-earth, are now long past, and the shape of all lands has been changed; but the regions in which Hobbits then lived were doubtless the same as those in which they still linger: the North-West of the Old World, east of the Sea."
(The Lord of the Rings, Prologue, 1. Concerning Hobbits)
EDIT: Das alles stammt von einen anderen User aus dem Tolkienforum, ich habe es nur hier her kopiert.
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