Zum tänzelnden Pony > Herr der Ringe
Was ihr schon immer wissen wolltet
Tar-Palantir:
Mir ist nie ganz klar geworden, ob Gandalf jetzt von den Valar oder von Eru selbst ein neues Leben geschenkt bekommen hat. Eigentlich bin ich immer der Ansicht gewesen, dass die Valar ihn zurückgeschickt haben, aber auf Ardapedia steht, dass es Eru gewesen sei. Ich weiß das Ardapedia auch manchmal Fehler macht, deshalb die Frage: Gibt es einen Beleg für eine der beiden Versionen, also: Welche ist die Richtige?
Zu Saruman kann man ja noch sagen, dass sich nach seinem Tod so eine Art Dunst/Nebel/Wolke über seiner Leiche bildete, die sich dann nach Westen wandte, bevor sie von einem Wind aus dem Westen zerstreut wird.
Saurons Tod ist ja ähnlich: Es steigt ein großer dunkler Schatten auf, der sich bedrohlich zum Westen richtet und dann von einem Wind zerstreut wird. Das sind eigentlich zwei sehr schöne Beispiele vom "Tod" der Maiar. Sie sind zwar unsterblich und und existieren weiter, haben aber keine Macht mehr und können schon von einem Windhauch zerstreut werden.
Whale Sharku:
Ich glaube bei Saruman wandte die Wolke sich sogar "flehend" gen Westen, erbat also eine zweite Chance. Pustekuchen xD
Sauron war dazu ohnehin zu trotzig, ob es Mächte gab, die ihm hätten helfen können, oder nicht. Auf die Idee wären die Valar wahrscheinlich auch nicht mehr gekommen - Sauron hat oft genug bewiesen, dass er die kleinste Gelegenheit, zu entkommen und zu alter Größe zu wachsen, auch nutzen konnte.
Zur Eru/Vala-Frage: Da muss ich passen.
Allerdings erscheint mir die Eru-Version die unwahrscheinlichere: Gandalf hatte wohl keine nennenswerte Beziehung zu seinem Schöpfer, bei einigen Vala sah das bereits anders aus. Außerdem wurde von Eru gesagt, dass er nahezu nie eingriff... von der großen Flutwelle abgesehen, die Numenor in den Untergang riss. Wie ein allmächtiger Zuschauer, der sich nur dann in die Geschehnisse einmischt, wenn es ihm so richtig in den Augen wehtut. Sprich, das Schicksal Mittelerdes oder der Istari war ihm schon fast gleichgültig.
freshALMETTE:
gleichgültig ist meiner meinung nach sehr übertrieben. ich denke, das eru erreichen will, das alle lebewesen soweit selbst versuchen sollen zurecht zu kommen, so das er nur dann eingreift wenn der kleine mann es nicht mehr selbst richten kann. eru hatt keinen grund seiner schöpfung gleichgültig gegenüber zu stehen, er hatt nur gefallen daran, wie seine "kinder" sein "geschenk" nutzen ...so sehe ich das. ich muss aber zugeben, das ich schon eine ganze weile, nicht mehr das silmarillion gelesen habe.
Adamin:
Bin grade wieder dabei den Herrn der Ringe zu lesen. Dabei fallen einem schon so ein paar sehr interessante Details auf. Hier ein Auszug aus dem ersten Kapitel. Bilbo packt seine Sachen um das Auenland zu verlassen und ist versucht den Ring zu behalten. Nach dem kurzen Streit mit Gandalf, der findet das er den Ring aufgeben sollte, sagt Bilbo folgendes:
--- Zitat ---Bilbo fuhr sich mit der Hand über die Augen. "Entschuldige", sagte er. "Aber mir war so sonderbar zumute. Und doch würde es eine Erleichterung sein, nichts mehr mit ihm zu tun zu haben. In letzter Zeit hat er mich richtig bedrückt.
Manchmal hatte ich das Gefühl, er sei wie ein Auge, das mich anschaute. Und dauernd habe ich den Wunsch, ihn aufzustreifen und zu verschwinden, weißt du. Oder ich mache mir Gedanken, ob er heil ist, und hole ihn heraus, um mich zu vergewissern. Ich hatte versucht, ihn wegzuschließen, aber dann stellte ich fest, daß ich keine Ruhe fand, wenn ich ihn nicht in der Tasche hatte. Ich weiß nicht, warum. Und es scheint, als könnte ich mich zu nichts entschließen."
--- Ende Zitat ---
Diese Stelle gibt sehr interessante Hinweise darauf, welche Veränderungen einem Ringträger wiederfahren.
Der Ring sei wie ein Auge (offensichtliche Metapher ist offensichtlich), dass Bilbo beobachtet. Ein Hinweis auf das eigene Bewusstsein des Ringes, und dass er auf unheimliche Art den Träger fixiert.
Der Ring schürt das Verlangen ihn aufzusetzen, vermutlich um in die Geisterwelt einzutreten.
Bilbo wiederum beschreibt sich selbst als rastlos und immer um die Sicherheit und unmittelbare Nähe des Ringes besorgt.
Der Ring macht den Träger paranoid. Keine Sicherheit scheint ihm gewiss und obwohl ihm die Gegenwart des Ringes unheimlich (beobachtend) erscheint, will er ihn doch zu jeder Zeit bei sich wissen.
Solche kleinen Details lassen unsere Theorien um mögliche andere Ringszenarien noch weiter ausreifen. Man potentiere die Symptome und schon hat man in etwa den Wahnsinn dem ein Boromir-Ringträger/Herrscher verfallen wäre.
Varda:
Aber macht der RIng den Träger wirklich paranoid? Ich meine, ein Mensch der paranoid ist, sieht glaube ich in allem eine Verschwörung gegen sich. Bilbo sieht in allem eine Verschwörung gegen den Ring... Ich weiß nicht recht ob paranoid der richtige Begriff ist... Aber ich weiß was du meinst :D
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