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Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere
Elendils Cousin 3. Grades:
--- Zitat von: Estel am 15. Dez 2014, 21:56 ---Nur mal kurz ein Einwurf...
Wenn die Filme doch so scheiße sind, warum tun sich manche Leute das überhaupt erst an und "belohnen" die schlechten Filme Macher auch noch für deren Pfuscherei!! :P
Ist ja skandalös! Ihr schiebt den geldgierigen, allein auf Profit ausgerichteten Haien das Geld noch in den Schlund!!!
Schämt euch!
[Ironie off!!]
--- Ende Zitat ---
Da ich das jetzt zum wiederholten Male höre, mal kurz dazu: Weil der homo sapiens eben auf das bestmögliche Ergebnis hofft, auch wenn er Zweifel hegt. Ich war einer der wenigen hier im Forum (glaube ich), die den zweiten Hobbit bei weitem schlechter als den ersten fanden. Trotzdem gab es Aspekte, die mir persönlich - und auch den meisten anderen - sehr gut gefallen haben, wie z.B. die Spinnen, Smaug, Martin Freeman als Bilbo... Den Großteil des Films habe ich mich aufgeregt, ich fand ihn insgesamt echt bescheuert, aber einige wenige Szenen lassen halt Hoffnung aufkommen. Dass der dritte Film jetzt noch dämlicher als der zweite wird, kann ich vorher nicht wissen. Dass die guten Szenen tatsächlich nochmal seltener vorhanden sind als im zweiten und ich mich erst bei der Rückkehr ins Auenland nach Mittelerde versetzt fühle, kann ich vorher nicht wissen. Dass die Schlacht, die eigentlich als "na wenigstens das Gekloppe kann PJ ja anständig hinbekommen" erwartet wurde, dann total drüber und drunter geht und mit riesigen Logiklücken gepflastert ist, kann ich vorher nicht wissen. Ich bin ins Kino gegangen mit natürlich gesenkten Erwartungen gegenüber Hobbit I, aber halt schon in der Hoffnung, den Weißen Rat in Aktion zu sehen (tatsächlich eines der Highlights des Films, was nun wirklich etwas heißen soll), Smaug wieder rocken zu sehen (hat er getan), eine tolle Schlacht und vor allem bewegende Tode zu sehen (kein Kommentar).
@Dr. Lecter: Was ein Mammutpost, kannst du den evtl. in ein paar Spoiler packen? xD War übrigens sehr interessant zu lesen, vielleicht editiere ich hier morgen/heute noch eine Antwort rein.
Alter Tobi:
War auch drin ^^
Da ich nach Film 2 mit gesenkten Erwartungen ins Kino ging und ich im Gegensatz zu Smaugs Einöde auf lächerliche Szenen vorbereitet war, hat mir der Film wirklich richtig gut gefallen!
Die Highlights waren für micht der Weiße Rat (warum nicht Galadriel so darstellen wie im HDR, auch wenn es mir dort schon nicht gefiel), Dain, die Übergabe von Orcrist und viele kleine Dinge (die ja bekanntlich das Böse fernhalten) wie das Aufeinandertreffen von Bilbo und Thranduil, welches für einen echten Lacher gesorgt hat :)
Die Endscreenmusik hat diesmal wieder wunderbar gepasst. Musikalisch bewegender Abgang.
Bei dem Handlanger des Bürgermeisters stimmte das Konzept, aber leider wurde maßlos übertrieben.
Achja: Warum zum Teufel haben sich Thorin und Co nicht wieder voll gerüstet als es drauf ankam!?! Die sahen wirklich toll aus!
Gandalfs "wie soll dieser Tag enden" kam auch nicht vor :o
Paar Sachen, die mir bei den bisherigen Posts aufgefallen sind:
--- Zitat ---Ich war einer der wenigen hier im Forum (glaube ich), die den zweiten Hobbit bei weitem schlechter als den ersten fanden.
--- Ende Zitat ---
Me 2!
--- Zitat --- ich hoff wenn die DVDs/Blu-rAys (und später EEs) kommen gibts davon dann n paar sounds in Edain^^... wobei es warscheinlich uploads von denen man die Sounds nehmen könnte schon vorher geben wird...
--- Ende Zitat ---
LEAVE THE SOUNDS TO ME....
freue mich unglaublich darauf xD
--- Zitat ---Btw. als Legolas auf dem Berg die Pfeile ausgingen, hatte ich das Gefühl es handelt sich dabei um einen kleinen Sidekick. In HdR hatte er ja unendlich viele davon^^
--- Ende Zitat ---
Interessant könnte sein ^^
--- Zitat ---Bilbo findet das vergessenen Taschentuch aus AUJ)
--- Ende Zitat ---
Tatsächlich die Verbindung kommt mir erst jetzt da ichs les. Solche kleinen Dinge sind eben doch die, die mich begeistern....genauso wie das Endbild auf die Karte...das beste Ende was ich mir hätte vorstellen können!
--- Zitat --- (sie hat mit dem Licht Ealendrils den Nekromanten vertrieben)
--- Ende Zitat ---
:D Ealendril der Dunkle kann den Nekromant mit Licht vertreiben? [ugly]
--- Zitat ---Den Stimmenunterschied erklär ich mir schon mittlerweile damit, dass beide in den 50 Jahren einfach zuviel Alter Tobi geraucht haben
--- Ende Zitat ---
Hey hey - red nicht so schlecht von AlterTobi® das ist geschäftsschädigend!
Zum Glück war ich auf Englisch :P
https://forum.modding-union.com/index.php/topic,27272.msg373750.html#msg373750
wow...das zieh ich mir irgendwann noch rein^^
PS: Zum Thema Spoiler:
Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass hier jemand reinschaut, der nicht gespoilert werden will? Wenn dann würd ich sagen selbst Schuld.
Grüße
(Palland)Raschi:
--- Zitat ---Doch hatte Jackson dort Buchmaterial, mit welchem er arbeiten konnte, während man beim Hobbitbuch in diesem Kontext jedoch völlig verlassen war. Wenn man da nun einmal 13 Zwerge hat, von denen die meisten gleichzeitig und ohne nennenswerte Persönlichkeit in die Handlung geworfen werden und sichbeinahe alle Handlungstränge rein um Bilbo drehen, während die Zwerge als Statisten fungieren, muss man bei einer Verfilmung, welche die Haupthandlung nicht völlig überbord werfen will Abstriche machen und im Kontext des Gegebenen das Möglichste Herausholen, sei es durch Zwergendesign, Typisierungen oder kurze Dialoge mit Bilbo, anhand denen man aufdie Persönlichkeit des Zwerges schließen kann.
--- Ende Zitat ---
Damit sagst Du ja gleichzeitig, dass Mr. Jackson keine guten Drehbuchautoren hat, und ihm entsprechende Kreativität fehlt. Denn gerade an dieser Stelle hätte er sich ausleben können, denn hier waren Lücken, die der Interpretation bedurften. Schließlich hat er sie ja auch namentlich vorgestellt. Figuren, die den Großteil des Films auf der Leinwand zu sehen sind und um die sich die Geschichte dreht , DÜRFEN keine Statisten sein. Das ist eigentlich schon ein Gebot der Logik.
Denn welchen Sinn hat eine Figur, zu der ich keinen Bezug aufbauen kann ? Wie groß wird der emotionale Effekt sein, wenn diese in Gefahr ist, oder gar verletzt ist ? Genau praktisch null. Ich kenne ja wenn überhaupt den Namen, den ich aber kaum mit Gefühlen verknüpfe.
Beliebigkeit ist die Konsequenz und das ist nicht nur für eine Filmfigur die mehrfach auftaucht tödlich, sondern schadet auch dem Film, der ebenfalls beliebig wirkt.
Statt diesem Umstand Abhilfe zu verschaffen, erzeugt man Lücken durch Interpretationen, die nicht notwendig gewesen wären und knüpft hanebüchene Zusammenhänge.
Man führt einfach neue Figuren ein, sodass von "Abstriche machen" keine Rede sein dürfte, denn es war ja offenbar noch Platz für neue Figuren, die ebenso blass bleiben.
Ich kann nur auf Ideenarmut tippen, dass man stattdessen mehr auf Effekte und Action gesetzt hat, in der Hoffnung, der Zuschauer werde es nicht merken. Eigentlich symbolisiert man durch die Titelwahl "Die Schlacht der 5 Heere" genau das, man wird ne Schlacht zeigen, und das wars dann auch.
--- Zitat ---Es nervt genauso wie wie drei unbesiegbaren Über-Jäger im Herrn der Ringe genervt haben.
--- Ende Zitat ---
Unbesiegbar nicht. Jedenfalls hatte ich nur bei Legolas den Anschein, dass er herausragt. Alle anderen (der Zwerg und Aragorn) hatten ihre Probleme. Natürlich wusste man, dass sie nicht sterben. Allerdings hat man Momente geschaffen, wo sie duchaus potentiell in Gefahr waren: Aragorn wird von einem Urukhai beim Amon Hen bedrängt und Legolas musste ihm erst helfen, Gimli wird von einem Warg "begraben", Aragorn fällt die Klippe hinab, Gimli und Aragorn geraten an der Brücke von Helms Klamm in die Arme eines Uruks etc.
Dr. Lecter:
Ich gebe dir recht, dass Jackson bei manchen Zwergen mehr hätte machen können, wie zb. einem Fili, dessen Tod mich aufgrund des von dir angesprochenen mangelnden Bezuges nicht berühren konnte. Doch was ich generell sagen wollte, ist, dass meines Erachtens eine ausführliche Charakterisierung der einzelnen Zwerge größtenteils nur zu wenig geführt hätte, da sie eben letztlich bis zum Ende hin nichts nennenswertes zu tun hatten, was eine solche Charakterisierung überhaupt legitimieren würde. Sicher kann man nun sagen, dann hätte Jackson genau an diesen Stellen ansetzten müsste und ihre Plots erweitern können, um sie interessant zu machen, anstatt neue Plots zu integrieren, da sie die Hauptcharaktere wären. Für mich persönlich war das, was er getan hat jedoch ausreichend, da mich hier neue Plots, welche den Gesamtkontext der Handlung erweitern einfach weit mehr interessieren als der xte Zwerg. Ich begreife diese Zwergengemeinschaft eher als einen Hauptprotagonisten, welcher in mehrere individuelle Bestandteile gesplittet wurde, wie den Stolz (Thorin), die Väterlichkeit (Balin) oder auch den Humor (Bifur). Da brauche ich keine differenzierte Darstellung der einzelnen Glieder, um sie als Gruppe zu mögen und zu begreifen. Ob hier nun jedes Einzelglied ein gleiches Maß an Bedeutung hat, interessiert mich dabei herzlich wenig. So hatte Bilbo beispielsweise mit einem Bifur, der nur in altzwergisch kommuniziert einfach weit weniger zu tun als mit einem Balin, der ihn von Anfang an unter seine Fittiche nimmt. Würde man den Hobbit als reinrassige Buchverfilmung begreifen wollen, wäre natürlich auch aus dieser Perspektive mehr drin gewesen. Doch da finde ich eine Darstellung der Düsterwaldelben oder eine Durchleuchtung der Politik Seestadts durch entsprechend passende Figuren wie Tauriel oder dem Bürgermeister-Alfrid-Gespann einfach interessanter.
Ich denke, dass Gefallen an den Verfilmungen hängt einfach in hohem Maße davon ab, was man von ihnen erwartet. Als reine Hobbitverfilmung mag das durchaus holperig werden, da hier der Plan mit nur zwei Filmen wohl weit besser aufgegangen wäre. Jedoch als ausgeweitetes Prequel zum Herrn der Ringe funktioniert das für mich. Natürlich stellt sich dann an dieser Stelle die berechtigte Frage, ob es überhaupt sinnvoll war, diese Trilogie "Der Hobbit" zu nennen oder man ähnlich wie im Herrn der Ringe einen weitläufigeren Titel hätte wählen sollen, der den sich durchziehenden Gesamtkonflikt des Werkes besser trifft, als den Hobbit, der nur einen Bestandteil bildet. Beispielsweise ein Titel, der das Thema der Gier und ihren Ursprung, was sich ja bei den Figuren durchzieht symbolisiert, scheint mir hier sehr passend zu sein, wie zb. "Der König unter dem Berge" oder "Das Herz des Berges". Jedoch wären da wohl ein Großteil der Fans auf die Barrikaden gegangen.
Saruman der Bunte:
Als Problem der Hobbitfilme sehe ich auch an, Figuren die im Buch unwichtig waren, teilweise garnicht existierten, mehr Screentime zu geben als anderen. Die große Rolle Thorins gefiel mir gut, allerdings war der Fokus auf Azog absolouter Blödsinn; ich fände es durchaus verständlich, wenn es keinen anderen passenden Charakter gibt und man sich daher mit ihm behelfen musste, allerdings hätte so gut wie jede Szene genauso gut mit Bolg anstelle von Azog funkioniert. Sogar die Zwergenjagd hätte er komplett übernehmen können (wenn diese unbedingt nötig ist); das Haus Durins ist für den Tod seines Vaters verantwortlich. Alfrid und Tauriel nehmen ebenfalls besseren Figuren Screentime weg. Allerdings gibt es auch Ausnahmen; der frühe Fokus auf Bard hat mir zum Beispiel gut gefallen.
Gruß, Saruman.
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