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Autor Thema: Ebenen vor Thal  (Gelesen 10853 mal)

Khamul

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Ebenen vor Thal
« am: 22. Mär 2009, 20:36 »
Khamûl, General Brodda und Oran mit dem großen Heer Rhûns von Südwesten, aus Rhûn


Am westlichen Ende des Celduin-Flusses befindet sich der Düsterwald. Hier stand Dol Guldur, die Festung, die Sauron jahrtausende lang als Versteck gedient hatte und nun zerstört ist. Dennoch ist der Düsterwald immer noch nicht vom Bösen, vor Allem von der Brut Kankras, befreit. Das Hauptereignis findet jedoch am Ostufer statt. Auch hier gibt es kleinere Ausläufe des Düsterwaldes, die viel Holz bieten. Zu genau solch einem Wälchen am Rande des Düsterwaldes ist Orans Bataillion jetzt unterwegs.

Unter der Führung Broddas war die vierzehnte Horde die ganze Nacht hindurch im Gewaltmarsch Richtung Thal marschiert. Die meisten der Männer waren bereits Müde, und ebenso erging es Oran. Ihr reicher Feldherr würde das Marschieren wohl auch bald überdrüssig werden und ihnen eine längere Rast erlauben. Es würde sowieso weit mehr als einen Tag dauern, bis der Rest des Heeres zu ihnen stoßen würde. So lange hatten die tausend Mann der vierzehnten Horde Zeit, Belagerungswaffen zu bauen. Für diese Aufgabe waren sie mit Seilen, Lederstreifen, Hämmern und Äxten ausgerüstet worden, außerdem waren einige der Bataillionsmitglieder durch erfahrenere Waffenbauer ausgetauscht worden. Vierzig Männer und zehn Frauen waren ausgewählt worden, die Horde in Gruppen aus je 20 Soldaten einzuteilen. Oran gehörte zur Gruppe einer Frau namens Merissa, die allem Anschein nach sehr autoritär war. Sie würde sicherlich mit großer Härte vorgehen, um die Belagerungswaffen bauen zu lassen.

Während ihm seine Schritte schon immer schwerer fielen, rückte der Einsame Berg immer näher. Von ihrer Entfernung aus betrachtet sah er immer noch so aus wie ein kleiner Stein, doch auch aus dieser Weite sah er majestätisch aus. Bestimmt würden sie viele Belagerungswaffen brauchen, um dieses Bollwerk der Zwerge einnehmen zu können!
Unweit entfernt entdeckte Oran einen Wald "Wenn wir die Bäumen erreicht haben, werden wir rasten!", ertönte Broddas Stimme. Dies brachte die Soldaten wieder in Stimmung, und auch Oran fühlte, wie ihm seine Schritte wieder leichter fielen. Es dauerte gar nicht lange, bis sie endlich da waren und ihre müden Füße ausruhen konnten. Den gesamten Marsch lang hatte niemand der tausend Soldaten ein Wort gesprochen, doch nun entstand überall heiteres Geschwatze.
Oran mochte dies nicht. Er redete nicht gerne mit anderen Menschen, besonders nicht mit diesen Soldaten, denn sie waren eigentlich seine Feinde. Während er sich an den Rand der Gruppe setzte, in der Hoffnung, dort ein wenig Ruhe zu haben, bemerkte er aus den Augenwinkeln, dass Merissa ihn beobachtete. Ihre Augen waren schwarz wie glänzende Käfer, so wunderschön und durchdringend. Trotz des Gesichtsschleiers sah man bei ihr auch Ansätze von nussbraunen Haaren.
Solches Nussbraun kenne ich. Auch Semiramis, meine geliebte Frau, hat solche Haare. Wie sehr habe ich es geliebt, während unserer Liebesnächte mit den Fingern durch ihr feines Haar zu ziehen! Wo sie wohl ist? Hoffentlich ist ihr nichts passiert, und auch nicht meiner kleinen Merima! Um Gurthar und Ibrahim mache ich mir keine solchen Sorgen, sie sind ja beinahe schon erwachsen. Doch ich würde es mir nie verzeihen, wenn meinem Mädchen etwas zustoßen würde, während ich nicht bei ihr bin...

"Du bist sehr nachdenklich", schreckte ihn Merissas Stimme aus seinen Gedanken: "Ich sehe es dir an. Du redest mit niemandem und weichst den Blicken der Anderen immer aus. Nur deine Vorgesetzten siehst du mit solcher Verachtung an, als würdest du sie im nächsten Moment erdrosseln können." Unter ihrem Gesichtsschleier deutete sich ein Lächeln an. Doch Oran war nicht danach, dieses Lächeln zu erwidern. Wie konnte sie nur einfach so in seinen Augen seine Gedanken lesen?
Sie schien wirklich eine solche Fähigkeit zu besitzen, denn sie sagte sogleich: "Ich sehe, es ist auch so. Du hasst unseren König Khamûl dafür, dass er uns von Sauron gegeben wurde, anstatt der Herrschaft über alle Königreiche Mittelerdes. Ich fühle genau dasselbe. Du fragst dich bestimmt, wie ich so gut in deinen Augen lesen kann. Dies ist eine Gabe, die mir von meinem Vater in die Wiege gelegt wurde. Er ist Anführer der Stadtwächter von Gortharia und bekannt dafür, jedem Menschen durch seine Augen in die Gedanken zu blicken."
Oran erinnerte sich, er hatte schon vom berüchtigten Bralon gehört, dem bis auf die gelben Schatten noch niemand entkommen war. Nie hatten sie es gewagt, ihn herauszufordern, nie hatten sie sich in die Nähe der Stadtwächter getraut. Um nicht unhöflich zu erscheinen, antwortete er ihr: "Du meinst sicher den berühmten Bralon, dem nur selten jemand entwischt ist?"
Merissa machte nun eine kurze Pause. Wahrscheinlich überlegte sie gerade, was sie ihm sagen sollte. Sie nahm den Schleier von ihrem Gesicht, sodass Oran ihr gesamtes Gesicht sehen konnte. Sie war gerade in ihren besten Jahren, wahrscheinlich ein wenig jünger als Semiramis. Eine gewisse Ähnlichkeit zu seiner Frau könnte er ihr tatsächlich zusprechen.
Ihre Lippen formten jedoch kein Lächeln mehr, sondern gingen in eine ausdruckslose Position, während ihre Augen plötzlich leer erschienen. "Mein Vater war in gleichem Maße schlecht zu uns, wie er berühmt war. Meine Mutter hat er beinahe jeden Tag blutig geprügelt, und mich und meine ältere Schwester hat er auch häufig geschlagen. Sie ist vor mehr als zwanzig Jahren von zu Hause weggelaufen, und Vater hat keinen Finger gerührt, um sie wieder zu finden! Als er mich dann noch gegen meinen Willen verheiraten wollte, habe ich auch die Flucht ergriffen und bin zum Heer gegangen. Ich kann mich nicht beklagen, obwohl ich bei der ersten Belagerung des Erebor nicht ungeschoren davongekommen bin."
Oran musste sich bemühen, seinen Mund nicht ungläubig aufklappen zu lassen. Diese Ähnlichkeit zu Semiramis... Ihre ältere Schwester, vor zwanzig Jahren davongelaufen... War sie etwa gar ihre Schwester? Er entschied sich, nicht zu fragen, und zog stattdessen seine Axt aus seinem Reisegepäck. "Was für Sorten von Holz sind denn am Besten geeignet für Belagerungswaffen, Waffenmeisterin?"
Ihre Lippen formten wieder ein Lächeln. ihr wunderschöner, leicht rosig umrahmter Mund formte Worte, die sofort an Orans Ohr drangen: "Danke, dass du das Thema wechselst. Ich rede eigentlich nicht gerne über meine Familie, ich weiß selbst nicht, warum ich dir das erzählt habe..." Sie machte eine kurze Pause, und dann setzte sie nach: "Also, eine Belagerungswaffe besteht nicht nur aus einer Art von Stämmen. Jeder Teil braucht seine eigene Biegsamkeit und Widerstandskraft..."
« Letzte Änderung: 17. Aug 2016, 09:04 von Fine »
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Khamul

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Re: Ebenen vor Thal
« Antwort #1 am: 24. Mär 2009, 19:58 »
Die Sonne war gerade dabei, hinter dem Nebelgebirge zu versinken. Es waren mehrere Töpfe auf kleinen Lagerfeuern aufgesetzt und die Abendrationen verteilt worden. Die vierzehnte Horde hatte gute Arbeit beim Bau der Belagerungswaffen geleistet, denn beinahe jededer fünfzig Gruppen hatte schon je ein Katapult fertig gestellt. Obwohl die Gruppen zu je zwanzig Soldaten eingeteilt worden waren, hatte jede auf Befehl von Feldherr Brodda zwei Mitglieder als Wachen entbehren müssen. Und der fette Günstling des falschen Königs Khamûl hatte natürlich bei keinem einzigen Handgriff mit angepackt!
Merissa war, wie Oran es erwartet hatte, äußerst streng mit ihrer Gruppe umgegangen. Sie hatte jedoch die beruhigende Eigenschaft, ihre Gedanken jederzeit laut auszusprechen. Somit wusste jeder, was sie dachte. Nur Brodda gegenüber verbarg sie, was sie dachte. Das war auch gut für sie, ansonsten wäre sie wahrscheinlich schon längst am Galgen gehangen.
Wie sehr sich Oran auch nach ihrer gemeinsamen Unterhaltung bemüht hatte, Merissa nicht mehr zu nahe zu kommen, er hatte einfach nicht gegen seine Gefühle ankämpfen können. Sie wirkte auf ihn extrem anziehend, und er wusste, dass seine Gefühle für Merissa seiner Frau Semiramis gegenüber Betrug waren. Irgend etwas in seinem Inneren wollte jedoch ständig Blickkontakt zu ihr halten und jeden einzelnen Zentimeter ihres vollkommenen Körpers betasten. Und sie hatte dies mit Sicherheit bereits bemerkt, mit ihrer Gabe. Bestimmt war es bereits jedem in seiner Gruppe aufgefallen, dass er sich hoffnungslos in Merissa verliebt hatte.
Vor beinahe zwanzig Jahren habe ich einer Frau ewige Treue geschworen. Ich habe ihr versprochen, sie nie zu betrügen. Doch genau das tue ich jetzt schon alleine durch meine Gedanken! Warum passiert mir das gerade jetzt! Ich muss mich voll und ganz auf meinen Auftrag konzentrieren und nicht wie ein verliebter Pfau eine Frau anbalzen!

Abgelenkt stocherte Oran in der Schüssel mit seiner Abendration herum. Sie bestand aus einem einfachen Eintopf, zusammengekocht aus Speck, Zwiebeln und Korn. Dieser Schweinefraß war das Einzige, was es während der Reise zu Essen gab, und er schmeckte abscheulich! Doch er konzentrierte sich gar nicht auf den Geschmack, denn sein er mit dem Essen begonnen hatte, musterten seine Augen wieder Merissa, die unweit von ihm saß. Er verfluchte sich selbst dafür, doch er brachte nicht genug Willenskraft zusammen, seinen Blick von ihr abzuwenden.
Sie sah eben von ihrer Schüssel auf, und ihre Blicke kreuzten sich. Verlegen wandte sie sich ab, beinahe wie ein schüchternes Schulmädchen. In Oran regte sich der unerklärliche Drang, sich zu ihr setzen zu wollen. Er wollte jedoch nicht nachgeben! Er wollte Semiramis nicht betrügen!
Merissa sah wieder zu ihm. Als sie bemerkte, dass er sie immer noch anstarrte, erhob sie sich und ging in seine Richtung. Sein Herz begann zu rasen. Sein Verstand sträubte sich, doch sein Körper verfiel in Aufregung. Er reagierte genau gleich wie bei seinem ersten Treffen mit Semiramis! Obwohl es schon beinahe zwanzig Jahre her war, konnte er sich noch genau daran erinnern. Er hatte damals genau dasselbe gefühlt!

Merissa setzte sich ihm gegenüber. Er öffnete den Mund, doch kein Laut kam heraus. Er war es nun, der sich verhielt wie ein Schulmädchen! Nach endlos langen Sekunden begann sie schließlich das Gespräch mit ihm: "Unsere Rationen werden von Tag zu Tag schlechter. Es müsste mal ein wenig Abwechslung her."
Orans Herz pochte so heftig, dass er es schon direkt in seinen Ohren dröhnen hören konnte. "Abwechslung wäre nicht schlecht", brachte er mit großer Mühe hervor.
Sie lächelte: "Weißt du, dass du deine Gefühle ebenso schlecht verbergen kannst wie ein kleines Kind? Ich sage zwar oft, was ich denke, doch auch ich kann meine Gedanken verbergen. Du jedoch bist wie ein offenes Buch, jedenfalls für mich."
"Also weißt du..."
"Ja, weiß es."
Für einen Moment lang schien die Zeit stillzustehen. Oran hörte sein pochendes Herz nicht mehr, fühlte nicht mehr den ekligen Geschmack des Essens auf seiner Zunge, dachte nicht mehr an Semiramis. Sein gesamtes sein, all seine Sinne waren nun auf Merissa konzentriert.
Sie berührte seine Hand.
Er bekam eine Erektion.
"Komm mit mir mit", sagte sie.
Und Oran hatte nun die schwierigste Entscheidung seines Lebens vor sich.
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Re: Ebenen vor Thal
« Antwort #2 am: 18. Apr 2009, 22:18 »
Am nächsten Tag war Oran mit gemischten Gefühlen gefüllt. In der Nacht hatte er sein größtes Versprechen gebrochen, seinen Eid fürs Leben. Und doch fühlte er sich ebenso glücklich wie schuldig. Merissa war eine andere Frau, ihr gegenüber konnte niemand seine Gefühle verbergen. Besonders er nicht.

Die Sonne strebte bereits dem Zenit entgegen, an den Belagerungswaffen wurden noch die letzten Handgriffe angelegt. Mehr als zweihundert Katapulte und einige Rammböcke waren in Rekordzeit gefertigt worden. Wie er erwartet hatte, war Merissa mit ihrer Gruppe noch einmal gnadenlos umgegangen, um die letzten Belagerungsmaschinen fertig zu stellen. Oran jedoch wusste, dass sie auch eine weiche und feinfühlige Seite hatte. In dieser Nacht hatte er alle ihre Seiten erlebt, sowohl die äußerlichen, als auch die inneren.
Sie stand in seiner Nähe, während er gerade mit einem Ruck die Festigkeit des oberen Querbalkens des Katapultes zu prüfen. Kurz darauf ertönte ihre Stimme zu ihm hinüber, doch sie hatte eine solche Schärfe inne, dass er innerlich zusammenzuckte: "Soldat! Was prüfst du die Stärke des Balkens mit deinen Armen? Wie stark du auch sein magst, dies hier ist zehnmal mächtiger!" Mit diesen Worten löste sie den Sicherheitshebel an der Seilkurbel, worauf der Wurfarm in die Höhe schoss und gegen den Querbalken krachte. Das gepolsterte Holz jedoch hielt stand.
"Damit wäre die Stabilität dieses Katapultes bewiesen, Oran." Ihre Worte begleitete sie mit einem so wunderschönen Lächeln, dass ihm das Herz zu zerschmelzen drohte. Obwohl seine Schuldgefühle Semiramis gegenüber nur noch lauter wurden, wollte er nicht mehr auf Merissa verzichten. Er traute sich gar nicht, an die vor ihnen liegende Schlacht zu denken. Es war nicht auszumalen, wie stark sich diese verfluchten Zwerge verteidigen würden, welche teuflischen Waffen sie wohl einsetzen würden.
Oran richtete seinen Blick auf die hölzerne Stadt, die man nur verschwommen am nordöstlichen Horizont erkennen konnte. Unter zweihundert Felsen pro Salve würde sie sicher fallen, daran war für ihn kein Zweifel. Doch... Plötzlich wurde ihm etwas klar:
Über Merissa hinweg hatte er seinen Plan vergessen, Khamûl auszuschalten! Die Schlacht stand ihm schon kurz bevor, und er hatte noch keine Idee, wie er vorgehen sollte! Würde er Khamûl während der Schlacht ausschalten, wäre die Armee ohne Feldherr zum Untergang verdammt, und der wahre König Ulfang wäre um mehrere tausend Mann beraubt. Daher musste er die Ohren offen halten und die erste Unzufriedenheit innerhalb der Armee ausmachen. Würde er es schaffen, genug Soldaten auf seine Seite zu bringen, dann hätte er sogar eine Chance, den Anschlag auf Khamûl zu überleben.
Gedankenverloren wandte er sich wieder dem Katapult zu, doch dann merkte er, dass es bereits fertig gestellt war. Irgendwie wünschte er sich bereits den Beginn der Schlacht herbei, um nicht ständig über das Zukünftige nachdenken zu müssen. Er war sich dessen bewusst, dass sich nie die perfekte Gelegenheit ergeben würde, um Khamûl zu töten. Würde er alles einfach nur auf sich zukommen lassen, dann würde sie sich ihm sicherlich bieten. Während er diesen Wunsch noch in seinem Kopf hatte, ertönte ein Signalhorn von Südosten. Er sah in diese Richtung und erblickte neunzehntausend Mann, die in ihre Richtung marschierten. Sie waren hier.
Nun war es nicht mehr lange bis zur Schlacht!
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Khamul

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Re: Ebenen vor Thal
« Antwort #3 am: 28. Apr 2009, 22:49 »
Aus der Sicht Khamûls

Auf seinem stolzen braunen Hengst ritt er an der Spitze des gewaltigen Ostheeres, welches soeben auf den Ebenen vor Thal angekommen war. Dieses Schauspiel war noch prächtiger als der Marsch des Heeres von Mordor nach Minas Tirith, und das aus einem einfachen Grund: Ostlinge trugen Uniformen, wodurch sie allesamt geordneter wirkten. Er erinnerte sich noch an die Zeiten, in denen das Ostreich nur ein kleiner Haufen aus herrscherlosen Stämmen gewesen war, und er diese mit der Hilfe des dunklen Gebieters geeint hatte. Damals hatte er während seiner Herrschaft den Grundstein für dieses prunkvolle Heer gelegt, das nun die Zwerge und ihre Verbündeten zermalmen würde.
Vor zwei Tagen hatte er tausend Mann unter der Führung seines Feldherrn Brodda vorrausgeschickt. Die ständige Gesellschaft dieses Speichelleckers war er längst überdrüssig geworden, und daher war dies ein guter Schachzug gewesen. So hatten sie nämlich auch Belagerungswaffen, die sie vom Beginn an gegen die Menschen aus Thal und die Zwerge vom Erebor einsetzen konnten.
Wenige Meter vor dem Lagerplatz der Vorzügler hielt er sein Pferd an und hob seine Rechte Hand. Sofort verstummte der gleichmäßige Marschschritt der Soldaten, und sie blieben wie ein Mann stehen. Diese Disziplin hatte er jahrtausende lang in den Orkheeren vermisst. Trotz seiner schweren Rüstung glitt er schier geräuschlos wie ein Schatten vom Pferd und richtete seine Schritte direkt auf das prunkvolle Zelt Broddas. Die Soldaten, an denen er vorbeiging, wichen allesamt vor ihm zurück und hielten ihre Blicke gesenkt. Sie zollten ihm den Respekt, der ihm gebührte! Noch ehe er an den seidenen Zeltwänden angekommen war, wurde die Plane am Eingang zurückgeschlagen. Das bleiche Gesicht Broddas erschien über einer Uniform, die eigentlich nicht für Männer mit seinem Bauchumfang gefertigt worden war. Der Feldherr konnte es äußerst schlecht verbergen, wie viel Angst er vor Khamûl hatte.
Er begann mit zitternder Stimme zu sprechen, doch hatte sich bald schon unter Kontrolle: "M-Mein König... Ich bin sehr... sehr erfreut, Euch zu sehen! Wir haben bereits mehr als zweihundert Katapulte vorbereitet und warten nur noch auf Euren befehl."
"Ich bin zufrieden mit Euch, Feldherr. Und ich habe vor, Euch für die erfolgreiche Ausführung Eures Auftrages zu belohnen. Ihr werdet die Armee in vorderster Reihe anführen, um der erste zu sein, der durch das Tor der Stadt stürmt!"
Falls dies noch möglich war, wurde das Gesicht des Feldherrn noch blasser. Deutlich roch man den Angstschweiß, der ihm nun über die Stirn strömte. "Danke, mein König. Do-Doch das wäre wirklich nicht nötig, es gibt bestimmt einige, nein, genug andere Männer in dieser Armee, die dieser Aufgabe gewachsen wären!"
Es bereitete Khamûl sadistische Freude, den fetten Ostling vor ihm so leiden zu sehen. Außerdem wäre er mit dem Tod von Brodda den mächtigsten Adeligen los, und könnte sich dessen Reichtümer zu eigen machen. Also antwortete er, während er sich zum Gehen wandte: "Ich dulde keine Widerrede, Feldherr! Euer Ruhm wird unsterblich sein, wenn ihr die reiche Stadt Thal einnehmen werdet!" An der Schwelle des Einganges verharrte er aber noch eine Weile und rief Brodda zurück: "Weniger Speichellecken hätte Euch dieses Schicksal erspart! Steht es durch, oder Ihr werdet ein schlimmeres Schicksal erfahren als den Tod!" Den noch mehr verstärkten Geruch von Angstschweiß nahm Khamûl noch wahr, bevor er aus dem Zelt hinaus ins Freie trat.
Dort rief er sofort seine ersten Befehle aus: "Alle Bataillione sollen sich sofort formieren und in Reihen zu je fünfhundert Mann, bestehend aus je fünf Bataillionen, aufstellen! Quadratische Anordnung der Horden! Der Reihenfolge nach! Ein Mann jedes Bataillions an je ein Katapult!" Die Feldwebel und Gefreiten nahmen sofort die Rufe ihres Königs auf und begannen damit, die Angriffsordnung vorzubereiten. Ein Heer mit Reihen von fünfhundert Mann und vierhundert Schlachtreihen erstreckte sich über eine fläche von zirka zweihundertfünfzig mal zweihundert Metern. Wahrscheinlich würde er die Breite der Reihen noch einmal verkleinern müssen, mit Sicherheit für den Marsch durch das Tor, doch er bezweifelte, dass sich die geordneten Reihen bis dahin halten würden. Einige wenige, verschmerzbare Verluste würden ihnen die Menschen aus Thal dennoch zufügen. Für die Feldschlacht würde er die Kathaphrakten und die Variags aufteilen, um die Flanken zu schützen. Er selbst würde die reichte Flanke übernehmen, da diese dem Erebor zugewandt war und er so den einsamen Berg aus der Ferne beobachten konnte.

Auf dem Weg zu den Reitern kam Khamûl an einem Mann und einer Frau vorbei, die sich voneinander verabschiedeten, doch er nahm keine Notitz von ihnen.


Aus der Sicht Orans

"Wir werden nicht lange getrennt sein, Merissa, doch mir wird jeder Herzschlag wie eine Ewigkeit vorkommen. Ich gehöre zum hundertdreiunddreißigste n Bataillion, und du bist Feldwebel des hundertzweiundvierzigste n. Obwohl die Entfernung zwischen uns beiden in den Schlachtreihen nicht so groß sein wird, ist jeder Meter zwischen uns groß wie eine bodenlose Kluft..." Oran wollte seine Verabschiedung noch weiter ausführen, doch Merissa legte ihm einen Finger auf seinen Mund. "Du musst mir nicht sagen, wie sehr es dir widerstrebt, von mir getrennt zu sein", antwortete sie ihm: "Mir geht es genauso. Wenn wir unseren Abschied noch länger hinauszögern, wird er nur noch schlimmer. Er ist ja nur für kurze Zeit." Sie hauchten sich noch gegenseitig einen zärtlichen Kuss zu, dann trennten sie sich voneinander. Oran nahm seinen Speer und seinen großen viereckigen Schild, dann begab er sich zu seinem Bataillion.

Die Aufstellung des Heeres dauerte nicht lange. Oran stand, soweit er richtig gezählt hatte, in der zweihundertdritten Schlachtreihe. Eigentlich brauchte er sich nicht darauf zu verlassen, da die Reihung sowieso geändert werden würde. Khamûl, der unrechtmäßige König, befand sich bei den Reitern der rechten Flanke, daher sollte Brodda für diese Schlacht das Heer führen. Von den hintersten Reihen aus konnte Oran ihn nicht sehen, doch seine laute Stimme war kaum zu überhören:

"Männer und Frauen des Ostens! Ich bin kein Mann der großen Worte, und ich sage immer: Worte habe noch niemanden weit gebracht! Das einzige, was zählt, ist der blanke Stahl, der den Feinden ihre Adern durchtrennen wird! Seid dieser Stahl, der dem Widerstand gegen den dunklen Gebieter einen seiner Arme abschlagen wird! Vernichtet die Stadt Thal!" Jubel brach im Heer aus.

Khamûl jedoch fiel nicht in den Jubel mit ein. Er war erfreut, dass er seinen Feldherrn nicht foltern hatte müssen, doch sogar durch seinen Gesichtsschleier hindurch sah man die Furcht in seinen Augen. Auch wenn Brodda ein Feldherr war, er hatte nie an vorderster Front gestanden. Dies machte den Unterschied zwischen einem reichen Feldherrn und einem wahren König aus. Und Khamûl würde sich als der wahre König Rhûns erweisen, indem er die Zwerge besiegte!

Auch Oran jubelte dem Feldherrn nicht zu. Ihm war es egal, ob die Menschen Thals Widerstand leistete oder nicht, er musste nur den unrechtmäßigen König Khamûl entmachten und mit Merissa wieder nach Gortharia zu entkommen. Semiramis hatte er schon beinahe vergessen, er beruhigte sein Gewissen mit dem Gedanken, dass sie wahrscheinlich schon tot war oder ihn aufgegeben hatte. Er musste nun einfach überleben, bis sich die Gelegenheit, seinen Auftrag zu erfüllen, endlich ergeben würde.

"Zum Angriff!", ertönte die Stimme Broddas, und die Soldaten marschierten im gleichmäßig schallenden Marschtritt in die Richtung der hölzernen Stadt. Dieser Takt war für viele von ihnen das gleichmäßige Metrum ihres eigenen Todesliedes.
« Letzte Änderung: 17. Aug 2016, 08:52 von Fine »
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Rabi

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Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #4 am: 3. Mai 2009, 23:40 »
Wogrin, Thanderin und Thondin von Thal - In der Stadt


Wogrin konnte es kaum erwarten, dutzende von Ostlingen standen am Ende der Ebene vor ihm, eine riesige Streitmacht unter dessen Füßen die Erde zu beben begann. Nun würde es nicht mehr lange dauern dann würde er endlich die Schädel dieser bösen Menschen spalten können. Er blickte noch einmal zu beiden Seiten, auf einer stand Thondin auf der anderen sein guter und alter Freund Thanderin. "Ich hoffe ihr seid bereit unsere Heimat zu unterstützen.", nun blickte der alte Zwerg kalt nach vorne auf die Ostlinge und fuhr nur wenige Zeit danach fort. "Und deinen Vater.", er erhob seine Hand und klopfte Thondin auf die Schulter. "Bleibt zusammen, damit wir uns nach dieser Schlacht wieder eines guten Stückes Pökelfleisches erfreuen können.", ein leichtes Grinsen konnte sich der Zwerg nun nicht mehr verkneifen, doch dieses Grinsen verging sofort wieder als sich die gewaltige Armee aus dem Osten anfing zu bewegen und Wogrins gesamter Körper zu vibrieren begann. Noch bevor die gewaltige böse Streitmacht bei ihm angekommen war, stieß er einen gewaltigen Kampfschrei aus und stürmte mit erhobener Axt auf seine Feinde zu, als er beim ersten angekommen war sprang er so hoch er konnte in die Luft und schlug dem ersten Ostling direkt in die Brust, sodass er zu Boden sackte. Gleich hinter ihm, als der erste Feind gefallen war, sah er wie seine beiden Freunde die ersten Gegner neben ihm niedermetzelten. Und nur Sekunden darauf folgten die Massen der Thalkrieger und ein paar weitere Zwerge.
« Letzte Änderung: 17. Aug 2016, 08:52 von Fine »
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #5 am: 4. Mai 2009, 21:44 »
Und so beginnt es...
dachte sich Thóndin.
"Bleibt zusammen, damit wir uns nach dieser Schlacht wieder eines guten Stückes Pöckelfleisches erfreuen können." hörte er Wogrin leicht erfreut sagen...
Dieser Zwerg wird mir immer ein Rätsel bleiben... Möge er die Nacht überdauern...
Thóndin war sichtlich nervös, we wollte unbeding zeigen was in ihm steckte. Er wollte Wogrin und Thanderin, 2 Veteranen zeigen, das er etwas Wert war ...
"Sie kommen..." sagte Thanderin leicht flüsternd und fast schon zu sich selbst. Wogrin erwiederte darauf: "Sollen sie! Macht euch bereit Freunde!"
Thónin zitterte, er wollte sofort losrennen und diese "Menschen" oder was immer sie auch sein mögen niedermetzeln.
"Baruk khazad ai-menu!"
Nach diesem Markerschütterden Schlachtruf nahm der Zwerg seine Zweihandaxt und rannte hinter Wogrin her der schon im Blutrausch vorrauseilte ...

Rabi

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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #6 am: 4. Mai 2009, 21:58 »
Wogrin hatte gerade den Schädel eines Ostlings zermatscht als plötzlich neben ihm Thanderin einen bösen Menschen seine Axt tief in die Brust rammte. "Gut gemacht, alter Freund!", brüllte der alte Zwerg förmlich in Richtung seines guten Freundes um gleich darauf einen weitren Ostling zu Boden zu zwingen und noch ein paar Mal auf ihn einzuschlagen um sicher zu gehen, dass er wirklich tot war. Er war ein ausgezeichneter Kämpfer und schaffte es etliche von ihnen niederzustrecken, doch die Ostlinge waren gut ausgebildete Soldaten und schafften es ebenfalls dutzende der Thalkrieger niederzuwerfen und ihnen einen Gnadenstoß zu verpassen. Und plötzlich, mitten in der Schlacht, sah Wogrin abermals zu Thanderin hinüber und konnte hinter ihm einen riesigen Ostling mit einer Lanze direkt über dem Kopf des Zwerges sehen. "THANDERIN!", brüllte der weise Zwerg beinahe panisch und stürmte in Richtung seines Freundes, der noch immer nichtsahnend andere Feinde niedermetzelte und ihnen zeigte, wer der stärkere war. Wogrin gelang es einfach nicht zu ihm vorzudringen, er sah schon wie der Leichnam des Zwerges vor ihm langsam zu Boden sinken würde, da der Ostling hinter ihm schon ausgeholt hatte um einen Stich in seinen Kopf durchzuführen.
Egal wie er versuchte sich durchzukämpfen die Massen der Feinde hielten ihn auf, denn er konnte auch nicht seine Deckung fallen lassen, er musste die Gegner attackieren um sich den Weg frei zu bahnen, doch es gelang ihm einfach nicht. Gerade als der riesige Ostling zustechen wollte, schloss Wogrin für kurze Zeit seine Augen, als er sie wieder öffnete hielt der riesige Gegner die Lanze jedoch noch immer über dem Kopf des Zwerges, der sich bereits umgedreht hatte und seine Axt in seinen Magen gerammt hatte. Zufrieden grinste Wogrin in Richtung seines Freundes, der diese Geste jedoch nicht sehen konnte und kämpfte anschließend weiter.
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

Sauron der Dunkle

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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #7 am: 5. Mai 2009, 00:02 »
Rohnon von Thal - In der Stadt


Rohnon hatte sich von der Wand erhoben. Er war nun bereit zum Kampf.
Nichts wird mich aufhalten...
Er schritt langsam aus der Stadt heraus. Die Ebene war nun übersäht mit Ostlingen. Ihre Zahl war erschreckend und sogar Rohnon lief es kalt den Rücken runter.
Doch er durfte keine Schwäche zeigen. Mit einem ohrenbetäubenden "Ahhhhhhhhhhhhhhhh", stürmte er auf die ersten Feinde zu.
Er machte einen Satz, zog sein Schwert, und stieß es dem ersten Ostling direkt in die Brust. Ein weiterer Stich folgte.
Lange habe ich niemanden mehr getötet, lang war ich auf Reisen, nun kann ich endlich wieder Blut spüren.
Etwas entfernt von ihm, sah Rohnon einen Zwerg stehen, dessen Axt sich gerade in den Magen eines Ostlings grub. Ein Stück weiter links stand ein weiterer.
"Gut so, schlachtet sie nieder", brüllte Rohnon und sprang einen Ostling der direkt vor ihm stand an. Der Ostling brach unter Rohnons Gewicht direkt zusammen und Rohnon hiebte ihm mit seiner Faust schwer ins Gesicht. Ringherum versammelten sich weitere Ostlinge, zum Angriff bereit um Rohnon zu töten. Dieser jedoch, wirbelte herum und mit einer geschickten Drehung brachte er drei der Angreifer zu Fall. Doch ein weiteres Schwert kam auf Rohnon zu.
Verdammt, Rohnon duckte sich im letzten Augenblick weg und durchtrennte dann mit einem gezielten Hieb das Schienbein des Feindes.
Mit einem schrecklichen Schrei ging der Ostling zu Boden und Rohnon konnte sich wieder aufrappeln. Doch er hatte nicht viel Zeit sich zu erholen. Direkt griffen ihn die nächsten Gegner an. Rohnon ergriff mit seiner freien Hand, eins der Schwerter der toten Ostlinge und wirbelte mit beiden Klingen wild um sich. Unter den starken Hieben fiel es den Angreifern schwer Rohnon zu treffen.
Merkwürdig, wieso schießen ihre Bogenschützen nicht? Wieso greifen ihre Katapulte nicht an? Verdammt, sie spielen mit uns.
Er wirbelte herum und Köpfte einen angreifenden Ostling. Ein Schwall Blutes spritze Rohnon direkt ins Gesicht. Er genoss es förmlich und schlug einen weiteren Ostling mit einem schweren Streich in dessen Schulter nieder.
Es sind zu viele, es sind einfach zu viele.
Plötzlich sah Rohnon, wie ein großer Ostling mit einer Keule, auf einen der Zwerge zurannte. Einer der Thalsoldaten wollte ihn warnen: "Wogrim, VOR..". Da traf die Axt eines bösen Menschen den Soldaten schwer am Kopf. Dieser ging direkt zu Boden und der böse Mesch stieß ihm sein Schwert erneut in den Schädel.
Wogrin also, verdammt ich kann ihn nicht sterben lassen.
Rohnon holte mit dem linken Arm weit aus. Der Ostling mit der Keule setzte gerade zum Schlag an. Wogrim schien beschäftigt genug damit zu sein, anderen Ostlingen die Schädel zu zermatschen. Er merkte nicht, wie sich langsam hinter ihm die große Keule erhob. Doch Rohnon war bereit. Mit einem großen Schritt und einer kurzen Armbewegung, schmiss er das Ostlingschwert, welches er noch in der Hand hatte, auf den großen Mann. Zischend schoss es durch die Luft und traf die Brust des großen Mannes. Sie durchbohrte diese und mit einem rumms ging er zu Boden. Wogrin metzelte munter weiter.
Rohnon grinste kurz, er hatte das kämpfen nicht verlernt. Doch leider war er zu übermütig und vergaß kurz seine Deckung. In diesem Moment, durchborhte ein Schwert Rohnons linken Arm. Rohnon drehte sich, vom Schmerz erschrocken, um. Ein Ostling hatte ihm seine Klinge durch den Arm getrieben.
Argh...
Rohnon stieß dem Mann Môrtus in die Brust. Er drehte es in dessen Brust im Kreis um diesem Schmerzen zu bereiten. Dann zog es heraus und durchtrennte die Kelhe des Ostlings.
Verdammt, haben diese Schweine mich erwischt.
Er biss die Zähne zusammen und zog die Klinge aus seinem Arm. Es schien die Schlagader knapp verfehlt zu haben, denn die Blutung war nicht so stark. Doch sein linker Arm war nun größtenteils außer Gefecht gesetzt.
Mist, mist, mist.
Weitere böse Menschen kamen, zähnefletschend, auf Rohnon zu.
Verdammt, was mache ich? ...Ach scheiß drauf
Rohnon schlug den einen Ostling mit einem Schlag nieder und rannte nun auf Wogrim zu.
Zu zweit sind wir besser dran, auch wenn ich diese kleinen Bärtigen Typen nicht besonders leiden kann, besser als zu sterben.
Er hielt ganz in Wogrins Nähe an. "He, Mitstreiter, ich könnte etwas Hilfe gebrauchen", brüllte er dem Zwerg zu und  während er auf dessen Reaktion wartete, machte er sich auf die nahenden Ostlinge gefasst,
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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #8 am: 5. Mai 2009, 15:47 »
Alvias von Thal - In der Stadt


Auf dem Schlachtfeld angelangt, begann der verzweifelte Kampf der Verteidiger schon.
Die riesige Menge schob sich vorwärts, auf die im Vergleich zu ihr winzigen Gruppen zu.
Alvias verschoss seine Pfeile einfach in die Menge, ohne darauf zu achten, ob und wen er traf.
Dann lächelte er nur und stürmte ,das Schwert in der Hand, auf die Gegner zu.
Diese konnten ihm kaum Widerstand leisten, doch ihre schiere Zahl trieb ihn zurück zu einer Gruppe Zwergen, die ihm wage bekannt vorkamen.
Lothlorien dachte er.
Sie hielten sich tapfer, doch ein Ostling kam geradewegs auf einen von ihnen rücklings zu und Alvias sprang vor und köpfte ihn unerbitterlich.
Der Zwerg erschrak leicht, als der Kopf an ihm vorbei segelte.
"Das war knapp!", rief er dem Zwerg zu, dem er das Leben gerettet hatte und setzte sich an seinen nächsten Feind, ohne sich zu weit von den Zwergen zu entfernen.

Für Alvias bestand die Welt nur noch aus zwei Teilen: Der Stadtmauer und den Ostlingen.
Er sah nichts anderes mehr. Spürte nichts anderes mehr als den Hass auf Ostlinge, die Kampflust und einen leichten Schmerz in seiner Narbe, den er nur für ein Zeichen seiner Anspannung hielt.
Sein Körper bestand für ihn nur noch aus seinen Beinen und seinem Schwert.
Er war wie im Rausch. Nein, er war im Rausch. Im Rausch seiner Wut.
Er nahm die Schreie der Sterbenden beider Seiten nicht mehr richtig war, er registrierte nicht den Kampflärm, er achtete nur noch auf sich, seine Feinde und den Zwerg, denn irgendetwas sagte ihm, dass dieser Zwerg etwas mehr war als jeder andere aus dem Volk Aules.

In seinem Rausch hieb Alvias wild auf die Ostligen ein, ihre Rüstungen konnten der Kombination von Zwergenstahl und elbischer Präzision kaum etwas entgegen setzen.
Sie fielen zahlreich unter seinen Hieben und Stößen, die auch noch die kleinsten Lücken und Schwachpunkte ihrer Rüstungen trafen.
So bemerkte er zuerst nicht, dass er immer weiter in die feindliche Menge gedrängt wurde.
Die Menschen des Ostens standen schon im fast geschlossenen Kreis um ihn herum, als er es schließlich wahr nahm.
Sein Rausch legte sich, er sah und dachte wieder klar.
Aussichtslos.
Aber so soll, nein, so darf es nicht enden.

Alvias fasste sich, beschrieb mit seiner Waffe einen weiten Bogen und schlug die Lanzen und Schwerter der Ostlinge bei Seite und versuchte, in Richtung Mauer zu entkommen.
Doch die Menschen drangen immer weiter auf ihn ein, er schaffte es kaum noch, sich gegen ihre Macht zu wehren.
Schon spürte er die ersten Speerspitzen an seiner Rüstung vorbei schrammen.
Diese Tatsache erzürnte Alvias.
Seine Rüstung war ihm fast schon heilig und dass ein Mensch, zudem noch ein Mensch des Ostens, sie möglicherweise beschmutze, oder gar eine Scharte durch die Intarsien zog, brachte sein Blut noch zusätzlich in Wallung und sein Verstand vernebelte wieder.
Holz splitterte, Metall kreischte, Schädel zersplitterten.
Die Lanzenträger wussten nicht, wie ihnen geschah, als ein wütender Elb, der ihnen scheinbar hilflos ausgeliefert war, auf sie einprügelte und ihnen nicht einmal den Tod und damit die Erlösung von ihrem Leiden gönnte.
Der Stahl zog tiefe Wunden, doch tötete er nicht, er ließ sie leiden wie einen aufgespießten Eber, der bei lebendigem Leib gebraten wird.
"Eure Qualen müssen entsetzlich sein. Und alles nur für den Ruhm eines Feiglings, der sich euer Gott nennt", rief er ihnen verächtlich entgegen.
Durch ihre gepeinigten Mitkämpfer, denen zum Teil Augen, Gliedmaßen und Innereien fehlten, die vor ihnen in ihrem eigenen Blut auf dem Boden lagen, wurden die herannahenden Ostlinge am weiterkommend gehindert und das verschaffte Alvias ein Quantum mehr Zeit, zur Zwergengruppe zurück zu kehren.
Auf halbem Wege hörte er ein leises Sirren, ein Pfeil flog Millimeter an seinem Gesicht vorbei und er fühlte, wie sich eine warme Flüssigkeit seine Wange benetzte und einen Stoß gegen seinen Rücken. Alvias machte einen Satz nach vorne, rollte sich ab und stand zum Kampf bereit, die Klinge der Masse entgegen gestreckt da.
Doch er sah keinen Bogenschützen, der auf ihn zielte, nur einen Ostling mit einem filigranen Pfeil ihm Hals, der gerade von seinen Kampfgenossen nieder getrampelt wurde.
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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #9 am: 5. Mai 2009, 16:42 »
Nársim von der Stadtmauer


"EINS", schrie Nársim, als er den ersten Ostling aus vollen Lauf durch einen beherzten, kurzen Sprung zu Boden warf und ihn erstach. Die anderen Ostlinge um ihn herum hielten kurz inne, als sie das sahen; dieser Konzentrationsverlust wurde zwei Ostlingen zum Verhängnis, denn auch die anderen Krieger Thals waren noch da. Er stand in einer kleinen  Schar aus Menschen und Zwergen, mitten an der Front. So habe ich es ja gewollt, dacht er und erschlug den nächsten. Er brauchte sich nur an Júnirs Verrat zu erinnern, dann wurde er schon wütend. Gut, ich weiß zwar nicht, warum ich nicht schon längst in einem Pfeilhagel untergegangen bin, aber soll mir egal sein; der nächste bitte! Nársim war in seinem Element, erfreut, dass sein jahrelanges Training nun Früchte zeigte. Der nächste Ostling war eine größere Herausforderung, er parierte einen Hieb nach dem anderen und trieb Nársim immer weiter zurück. Schließlich holte er zum finalen Schlag aus. So endet es also; etwas früh..., dachte er. Doch im nächsten Moment war der Ostling weg und ein Zwerg mit einer blutigen Axt stand an seiner Stelle. "DANKE!", schrie Nársim durch den Schlachtenlärm. Schon kam ein weiterer Ostling auf ihn zu, auch dieser war kein leichter Gegner. Wollen wir doch mal sehen, wie wenig die wirklich im Kopf haben..., dachte er hämisch, trat zwei Schritte zurück und rief seinem Feind laut und deutlich in der Sprache der Ostlinge ein paar äußerst unschöne Beleidigungen entgegen. Es klappte; der Ostling rannte nun mit erhobenen Schwert und einigen anderen Worten auf den Lippen, die Nársim gar nicht verstehen wollte, auf ihn zu. ...Nicht viel!, dachte er; er machte einen schnellen Schritt zur Seite, versetzte seinem Feind aus einer flüssigen Bewegung einen Hieb ins Bein, machte eine halbe Drehung und durchbohrte den stauchelnden Ostling von der linken zur rechten Seite; dabei fuhr der Stoß des Ostlings nur haarscharf an Nársims Kopf vorbei. Na, ein bisschen Übungsbedarf besteht doch noch, dachte er und blickte den nächsten Ostling an. "Zeit für etwas Praxistraining, Kumpel!", murmelte er und durchtrennte den Speer des Angreifers mit nur einem Streich.

Er war wie in Trance: Er sah nichts mehr außer einem aufgebrachten Zwerg mit einem Schwert, der nach kurzer Zeit hinter einer Wand aus unförmigen Schatten verschwand und ab und an laut eine Zahl wie "SIEBEN!" oder "DREIZEHN!" rief.
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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #10 am: 7. Mai 2009, 19:59 »
Rasch warf Alvias einen Blick in Richtung Mauer und sah nur einen elbischen Bogen aus den groben Menschenwaffen hervor lugen.
Danke Leufir, oder wer auch immer du sein magst.
Dann warf er sich wieder den Feind entgegen, die langsam aber sicher die Überhand gewannen, obwohl sie nur in kleineren Gruppen vom Hauptheer vorrückten.
Ein vergleichsweise großer Ostling kam auf ihn zu gestürmt, in jeder Hand ein gebogenes Schwert.
"Gleich wirrsst du ssterrben, Elblein. Ich werrde dich in Sstücke reißen.", kam es von ihm herüber.
Alvias reagierte gar nicht, er blieb gelassen stehen. Als der kräftige Ostling zum Schlag ausholte, kam Bewegung in ihn. Er drückte sich mit seiner gesamten Kraft vom Boden ab und sprang auf seinen Gegner zu. Dieser schlug geradewegs auf die Position, wo Alvias sich gerade noch befunden hatte. Sein zweites Schwert zuckte in der Überraschung empor, doch er es wurde von einem Elbenfuß herabgestoßen und im Moment darauf lag er am Boden, seine verbliebene Waffe verzweifelt über seinen Kopf erhoben, wehrte er den ersten Hieb von Alvias ab und drehte sich zur Seite, wobei er die Waffe gerade in die Luft streckte.
Darauf war Alvias nicht gefasst und wurde von der Waffe hart am Oberschenkel getroffen, dass er seinerseits einknickte. Jetzt hatte der Ostling die Oberhand und drosch auf Alvias ein, der die harten Schläge mühsam abwehrte, doch dann, als der Mann zu einem besonders wuchtigem Hieb ausholte, drückte er sich mit einem Bein ab und streckte das andere nach vorne, sodass er auf das Becken des Menschen traf. Dieser fiel erneut zu Boden und Alvias streckte ihn mit einem kurzen Stich in den Bauch nieder.
"Werrr ssstirrbt jetzsst?", äffte Alvias den Sterbenden nach.
Es steht schlecht.
Das war alles, was er erkennen konnte, während er kämpfte. Sein Rüstung hatte schon einige Dellen und er blutete aus ein paar Verletzungen im Gesicht und am Hals.
Alvias ging erneut ein Stück in Richtung Mauer zurück, um in Reichweite der Bogenschützen zu kommen, damit er kurz verschnaufen konnte.
Doch seine Pause wehrte nur eine Minute, als er den Zwerg in Bedrängnis sah.
Er rannte durch den Pfeilhagel hindurch, erschlug zwei Ostlinge durch einen sensenförmigen  Schlag.
Dann gelangte er bei dem Zwerg an.
"Läuft nicht wirklich gut, was?", fragte er mit einem irren Grinsen, während er einem Ostling mit einem gewaltigem Hieb den Schädel spaltete und einem anderen einen Tritt in die Magengegend zurück warf.
« Letzte Änderung: 24. Mai 2009, 21:24 von Farodin »

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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #11 am: 7. Mai 2009, 22:51 »
Thóndin rannte voller Bedenken in die Ostlinge...

Warum haben sie es verdient zu sterben? Warum sind sie böse und ich gut? Es sind keine Orks es sind Menschen! Vielleicht wurden sie ja gezwungen ... Vielleicht hat einer unter ihnen Kinder, Frau, Familie ...

Dann kam Thondins Jagdinstink zum Vorschein. Fast wäre er mitten in die Lanzen gelaufen. Unschönes Ende für einen Zwerg seines Kalibers. In einer 360° Drehung packte er seine Wurfaxt aus und warf sie dem nächst liegensten Ostling auf die Brust. Doch der Ostling sackte nicht zu Boden. Was war los?
War die Axt unscharf ? - Außgeschloßen, er hatte sie vor weniger als 1em Tag schleifen lassen.
War der Wurf zu lasch ? - Ebenfalls ausgeschloßen, er war der beste Werfer seiner Schule, ein Meister seines Fachs.
Doch was kommt noch in Frage?

Verdammt

Die einzig plausieble Lösung war für Thondin: Die Rüstung war zu stark.
Aber wenn...
Ein Schwerthieb traf ihn am Nacken.
Thondin zu denkst zu viel! Das war schon immer dein Problem! Jetzt wird gekämpft!
Gut das er einen Nackenschutz trug der eigenst von seinem Vater entworfen wurde. Er war schon immer stolz darauf dieses Unikat tragen zu dürfen ...
"Jetzt stirbst du!" brüllte er dem siegessicher schauenden Ostling entgegen, nahm seinen Zweihänder fest in die Hand und schlug wild auf den Ostling mit seiner Axt in der Brust ein.
Ein Ostling von hinten, er bückte sich und schlug ihm die Beine weg.
"Khagam menu penu shirumund" gab er dem Ostling noch zu guterletzt zu verstehen und beendete dessen Existenz indem er im einfach den Kopf abschlug.
"Mögen diese Menschen Familie haben, so sei es mir nun völlig egal, denn wenn sie versuchen mich zu töten, töte ich sie!" flüsterte er sich entgegen.
Schluss jetzt. Jetzt gehts los!
"Ahhhhhhhhhhaaarr!" schrie er nachdem er seine Zweihandaxt auf den Rücken nahm und statt dessen mit 2 Einhändern zu kämpfen begann
Er rannte durch die gegnerischen Reihen und tötete einem nach dem anderen.
Er merkte das er in Bedrängniss kam. Umzingelt zu sein ist kein schönes Gefühl. Aber ein Gefühl mit dem du klarkommen musst wenn du ein Zwerg sein willst!
"Läuft nicht wirklich gut, was?" fragte Alivias der Elb mit einem für Thondin fürchterlichen lachen...
"Nicht gut? Alles bestens aber schön einen Kameraden an der Seite zu haben"
Er war eins mit seinen Äxten.
"Wir müssen zurück unsere Reihen sind zu dünn! Wir halten es hier nichtmehr lange aus!"
Schrie der Spitzohr Thóndin entgegen und tötete dabei noch 2 Ostlinge.
"Abgesehen davon das unsere Reihen schon immer dünn besetz waren gefällt es mir hier eigentlich" nach fast jeden Wort machte Thondin ein "Huuaa" oder "Ahhh" und gleichzeiten einen manchmal auch 2 Schläge...




Wogrin? Wo ist der Kerl wenn man ihn braucht?
« Letzte Änderung: 7. Mai 2009, 22:59 von Karottensaft »

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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #12 am: 31. Mai 2009, 15:07 »
Rohnon war noch immer mitten im Gefecht. Der Zwerg, welchen er um Hilfe gebeten hatte, ignorierte ihn völlig und die Wunde an seiner Schulter schmerzte sehr.
Verdammt... ich sag das nur ungern, aber ich muss mich zurückziehen.
Er wich herum und erblickte in nicht allzu großer Entfernung das Stadttor.
Ich muss es einfach erreichen.
Rohnon nahm seinen ganzen Mut zusammen. Rund herum kämpften die letzten Überlebenden des aussichtslosen Manövers.
Nur ein paar Meter entfernt standen zwei Krieger aus Thal Seite an Seite und konnten sich mehr schlecht als recht gegen die Massen an Feinden zur Wehr setzten.
"Ey ihr da, schnell wir müssen hier weg. Wenn wir zusammenarbeiten können wir uns den Weg zum Stadttor freikämpfen."
Die beiden Krieger antworteten sofort mit einem nicken.
Rohnon nahm einen kleinen Anschwung und rammte dann die zwei Ostlinge, die gerade in ein Geplänkel mit den Thalkriegern verwickelt waren, zur Seite. Sie stolperten und fielen zu Boden.
"LAAAUFT", rief Rohnon aus voller Kehle und sofort rannten die drei Männer los. Sie waren zum Glück nicht zu weit in die feindlichen Reihen vorgedrungen und hatte so nur relativ wenige Gegner vor sich. Ihre Schwerter um sich schwingend, schlachteten sie sich durch die Ostlinge, nur ein Ziel vor Augen: Endlich das Tor zu erreichen und so erstmal in Sicherheit zu sein.
Nurnoch wenige Meter trennten sie von der rettenden leeren Ebene, als ein Speer einen der Thalkrieger durchbohrte.
Verdammt diese Schweine.
Leider war Rohnon nicht in der Lage etwas zu tun. Es waren einfach zu viele. Weitere Speere sausten in ihre Richtung und nur knapp schoss eines an Rohnons Schädel vorbei. Ein weiteres folgte und streifte sein Ohr.
Rohnon, welcher wegen dem tot des Mannes aus Thal kurz in Gedanken versunken war, reagierte und rannte weiter.
Nurnoch ein Stück, nurnoch ein Stück.
Mit diesen Gedanken stießen Rohnon und der Mann aus Thal nun immer weiter in Richtung des Stadttores vor.
Und tatsächlich, sie schafften es. Zwar knapp, aber dennoch am Leben verließen sie die Massen der Feinde und vor ihnen lag nun wieder die Stadt.
Sie liefen so schnell sie konnten zur Leiter, welche an der Mauer angelehnt war, und stiegen diese schnell hinauf.
"In Sicherheit..", stöhnte Rohnon und verschnaufte erstmal kurz.
Seine Schulter hatte bei der Flucht stark angefangen zu bluten und sein Ärmel färbte sich nun langsam rot.
Er sah sich nach jemandem um der ihm helfen konnte.
Nicht weit entfernt stand eine junge Frau. Klein und zierlich mit schulterlangen Haaren und stechend grünen Augen. An ihrem Gürtel sah er Verbandszeug.
Sich die blutende Schulter halten ging er auf sie zu.
"Hey du, ich könnte deine Hilfe brauchen."
Ihm wurde etwas schwindelig, seine Wunde musste schnell behandelt werden.


Rohnon zum Stadttor Thals
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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #13 am: 2. Jun 2009, 11:22 »
"FÜNFUNDZWANZIG!", hallte er über das Schlachtfeld; Blut spritzte.
Ja, bei dieser Anzahl an gefällten Feinden war Nársim, der mitlerweile voll vom Blut seiner Feinde war, mittlerweile angelangt. Sein Schwertarm wurde langsam müde, doch es kümmerte ihn nicht. Er hatte mehrere Aufschürfungen, Kratzer und Schrammen. Auch das war ihm egal; er hatte im Moment ganz andere Sorgen. Noch nicht mal vierzig und schon in Bedrängnis., dachte er, Schäm dich, Nársim!.
Bedrängnis war das richtige Wort für seine momentane Situation. Als er wieder aus seinem Kampfrausch erwacht und bei voller Besinnung war, stand die Gruppe Thalkrieger, in der er sich befand, stark dezimiert und von Feinden umringt bereits in Sichtweite der Mauern. Mit schnellen Schwerstreichen parierte er die Angriffe seiner Feinde. Ihm musste etwas einfallen. Und zwar schnell. Die Feinde um ihn wurden immer mehr. Verdammt, es hat keinen Sinn mehr. Zur Mauer, da sind die Aussichten besser!
"Zurück zur Mauer!", rief Nársim; die gesamte Gruppe, es waren noch ca. neun Leute, hörte auf ihn, doch er dachte nicht darüber nach, wieso. Er drehte sich ruckartig und riss sein Schwert herum, was einen Ostlinge die Beine kostete. Er schrie laut auf vor Schmerz. Ein weiterer Hieb in entgegengesetzte Richtung sorgte dafür, das er schnell von seinen Schmerzen und dazu noch von seinem Kopf befreit wurde. Nársim staunte
selbst über dieses Kunststück, doch es führte auch dazu, das die übrigen Ostlinge kurze Zeit zurückwichen. Das war seine Chance. "Los!", rief er;und nebenbei freute er sich insgeheim, noch einen Feind niedergemacht zu haben
« Letzte Änderung: 30. Okt 2009, 15:14 von Bombadil, Tom »
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Re: Schlacht auf den Ebenen vor Thal
« Antwort #14 am: 3. Jun 2009, 14:47 »
Alvias hörte die Worte des Zwerges kaum, sie gingen im Kampflärm fast unter.
"Ja, wir waren nie gut besetzt hier unten", erwiderte er, "aber die, die unten sind, machen es doch schon spannend - und das nicht nur für uns."
In einer halben Drehung schleuderte er einen geborstenen Ostlingspeer zurück zu seinem Besitzer, der nicht mehr ausweichen konnte und dessen Kopf halb durchbohrt in den Nacken fiel.
Zwei weitere Ostlinge setzten auf ihn an, der eine stocherte mit seiner Lanze, der andere hieb mit seinem Schwert geschickt auf Alvias ein. Dieser aber hatte sich zu sehr auf den langen Speer konzentriert, so dass er hart vor die Rippen getroffen wurde; er taumelte und  sah nur noch ein gebogenes Schwert auf seinen ungeschützten Kopf zu rasen. Instinktiv hob er sein eigenes über den Kopf, doch die Wucht des Schlages schleuderte es ihm aus der Hand, das des anderen verfehlte abgelenkt nur um eine Handbreit Alvias´Kopf, der sich jetzt nur noch hin und her rollen konnte.
Dann jedoch sackte der Ostling zusammen, aus seinem Brustkorb ragte ein erneuter Elbenpfeil, aber man konnte für Sekunden auch die Schneide einer Axt erkennen.
"Danke", keuchte Alvias.
"Hey Spitzohr, wir sollen uns zur Mauer zurück ziehen. Schnapp dein Schwert und dann nichts wie weg hier. Die werden langsam klüger und setzen noch mehr auf Fernkampf", rief ihm Thondin zu, der gerade den Schädel eines Feindes spaltete, einen Speerstoß unterlief und auf den Bauch zielend nachsetzte.
"Nun mach schon, lange kann ich die nich´aufhalten", kam es energischer vom Zwerg herüber.
Alvias ließ den Blick rasch schweifen, erblickte es einen Meter von sich entfernt auf dem Boden liegen, machte einen Satz auf sein Schwert zu, schnappte es sich im Abrollen und stach zu.
Der Ostling ging schwer atmend zu Boden.
"Stirb", wisperte er tückisch, "und grüß mir die Orks."
"Wo bleibst du?" schrie ein rasender Zwerg, "jetzt mach schon, wir sind die letzten!"
"Na dann los, wir wollen die anderen nicht warten lassen", antwortete Alvias grinsend.
Und sie liefen so schnell, wie ihre Rüstungen und Waffen es zu ließen.