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Autor Thema: Branimir, vierter Charakter von Melkor.  (Gelesen 543 mal)

Melkor.

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Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« am: 24. Apr 2018, 12:26 »


Geschichte

Kindheit
Erneut zog ein Sommersturm über Gortharia. Es war bereits spät am Abend und ein elfjährige Junge stand neben seinem kleinerem Bruder am Fenster und beobachtete das Lichterspiel am Himmel. Ihm gefielen die Lichter, die die dunkle Nacht erhellten. Vor dem folgendem Donner jedoch zuckte er jedoch jedes Mal aufs neue zusammen. Nur wenige kleine Kerzen flackerten ruhig vor sich hin und erleuchteten das Zimmer ein wenig. Die beiden Brüder zählten, wie lange es dauerte bis ein lautes Krachen nach dem Blitz die Stille störte.  Ihr Großvater Dragomir, ein großer und geachteter General Rhûns, der bereits seit einigen Jahren im Ruhestand war, hatte ihnen erklärt, wie man so die Entfernung des Sturmes berechnen konnte. "Ihr solltet doch bereits im Bett sein.  Eurer Vater schimpft euch doch sonst wieder..." sagte er, nachdem er das Zimmer betrat. Erschrocken drehten sich beide um und sprangen schnell auf ihre Betten. "Erzählst du uns eine Geschichte von deinen Erlebnissen,  Großvater?" fragte der Jüngere der Beiden erwartungsvoll.  Dragomir runzelte die Stirn und strich sich mehrmals über sein Kinn. "Was wird eure Mutter wieder dazu sagen? Hmm..., wenn ihr nichts sagt, verrate ich auch nichts." antwortete er schließlich.  Beide nickten und lauschten anschließend, gespannt der Geschichte ihres Großvaters. In ihr ging es um hässliche menschenähnliche Wesen aus einem Land im Süden und bärtige Gnome aus den Bergen. "Branimir, Vadim seid ihr bereits im Bett?" fragte eine sanfte, freundliche Stimme und öffnete schließlich die Tür. "Oh, Dragomir." sagte sie erstaunt." Ich hoffe du erzählst den Kindern nicht wieder irgendeine deiner unheimlichen Geschichten."  Nein,  Nein sicher nicht. Ich erzähle meinen Enkeln nur eine Legende des Königreiches." sagte er beschwichtigend  und zwinkerte seinen Enkeln zu, denen es dabei schwer fiel, dabei nicht zu grinsen. "Gut.  Kasimir ist immer noch im Palast und berät den König in einer, scheinbar dringlichen,  Angelegenheit. " Sie gab einen leichten Seufzer von sich und küsste anschließenden erst Vadim und dann Branimir auf die Stirn. "Schlaft gut meine Engel."  Sie wusste das Dragomir sie anflunkerte, doch wusste sie auch, dass ihr Schwiegervater die richtigen Geschichten für die Erzählstunde wählte.  Auch gab Dragomir sich damit zufrieden, dass beide nicht das Interesse ihres großen Bruders, Lubomir, teilten. jener war bereits seit zwei Jahren Soldat in der Armee Rhuns und konnte dank seines Großvaters eine lange und steile Karriere anstreben. Nachdem ihre Mutter das Zimmer wieder verlassen hatte, begann er die Geschichte weiter zu erzählen.  Erst als beide eingeschlafen waren, löschte er die Kerzen und ließ seine Enkel ihre eigenen Geschichten in der Traumwelt erleben.


19 Jahre später
Branimir saß auf der Veranda des Anwesens seines Vaters.  Er beobachtete, wie dicke Regentropfen auf dem Pflaster zerplatzten und fühlte sich an seine Kindheit erinnert. Zu jener Zeit hatten sein  jüngerer Bruder und er oft im Regen gespielt oder den Stürmen zugeschaut. Während Lubomir, der älteste Sohn Kasimirs, ebenfalls eine steile Karriere durchlebte, er war vor wenigen Wochen zum Hauptmann befördert worden, wurde Vadim bereits vor einigen Jahren von seinem Vater aus dem Haus geworfen und enterbt. Jener hatte sich bereits durch sämtliche Bordelle gevögelt und somit als Sohn des Familienoberhauptes Schande über seine Dynastie gebracht. Selbst die angestrengten Überzeugungsversuche Branimirs konnten an diesem Urteil nichts ändern und so zog Vadim in den Süden.

Ein dicker aufgeklappter Wälzer lag auf seinem Schoß "Geschichte der Sprache Rhûns und ihre Dialekte - Eine Aufzeichnung" Seit dem Tod seines Großvaters vor neun Jahren wuchs das Interesse an Sprachen in ihm. Vielleicht wurde dies auch von seinem Vater gefördert. Jener hatte ihn als seinen Nachfolger als Berater des Königs, den engsten Vertrauten des Monarchen, vorgeschlagen. Was der König natürlich kaum ausgeschlagen konnte, er schätze Kasimir sehr und auch dessen Vater Dragomir ebenfalls. Was er auch mit dem Aufnehmen in den Adelstandes zeigte. Seitdem war die Familie Branimirs als das Adelsgeschlecht der Castavs bekannt und mit Vakrim, Branimirs Erstes Kind, wuchs es weiter.  Vakrims Mutter, Verana, war bereits seit einigen Jahren die geliebte Branimirs  gewesen und noch vor der Geburt heirateten beide. So zog sie auch noch vor der Geburt des Kindes in die Große Villa der Castavs ein. Verana war die Tochter eines reichen, Klein adligen Kaufmannes und hatte noch eine ältere Schwester, Velmira, die später als die Frau Waron Bohzidars bekannt wurde.
 Einige Zeit später kam Verana, mit Vakrim, liegend, auf dem Arm, aus dem Haus, Branimirs Konzentration war jedoch dem Wälzer gegönnt und er bemerkte seine Frau erst gar nicht. "Branimir, Schatz?"  fragte sie, bekam jedoch keine Antwort. "Branimir!"
"Ja?" fragte er fast erschrocken. "Kannst du ihn mir bitte mal abnehmen?" Branimir nickte und legte sein Buch weg.  Verana schnaufte erleichtert auf.  "Geht das so?"  "Ja es geht schon, schläft er wieder nicht?" Verana nickte. "Hmm"  Branimir überlegte und erinnerte sich an ein Schlaflied das seine Mutter ihm und seinem jüngeren Bruder vorsingte.
 " Schlafe, mein Prinzlein, schlaf ein,
   es ruhn Schäfchen und Vögelein.
   Garten und Wiese verstummt,
   auch nicht ein Bienchen mehr summt.
   Luna mit silbernem Schein
   gucket zum Fenster herein.
   Schlafe beim silbernen Schein..."
"Er schläft..." sagte Branimir zu Verana gerichtet. Jene lächelte Ihn jedoch nur zu. "Geh du auch schlafen, Schatz, er schläft ja jetzt auch und ich bleibe bei ihm."  "Hm." Sie küsste Branimir auf die Wange bevor sie rein ging. "Du solltest dich wieder mal rasieren, Branimir." sagte sie anschließend. In der Tat trug Branimir bereits einen leichten, dünnen Vollbart. "Mh, Wieso? Ist es denn so schlimm? Ich dachte er könnte dir gefallen," sagte er. " Na gut...Wenn du meinst, ich könnte mich dran gewöhnen. " sagte sie abschließend mit einem leichten Grinsen und verschwand hinter der Haustür.
 
6 Jahre später
Branimir war nun bereits seit zwei Jahren Berater von König Ulfast. Beide kannten sich bereits seit ihrer Kindheit und kamen damals schon gut miteinander aus. Kasimir war durch den Krebs bereits zu geschwächt um dem König mit Rat und Tat beizustehen und so folgte ihm sein Sohn nach. Branimir hatte in diesen beiden Jahren die enorme Macht der Sprache erkannt. Unermüdlich arbeitete er sich in jeder freien Minute, die er hatte, durch alte Bücher über die verschiedensten Sprachen und versuchte sogar die geheimnisvolle Sprache der Zwerge, das Khuzdul, zu erlernen. Nachdem er jedoch mehrere Male scheiterte, versuchte er sich auf die verschiedensten Sprachen der Menschen und Elben zu konzentrieren.  Doch umso älter der neuste Zuwachs der Familie, die Zwillingsmädchen, Ana und Mhira, wurde desto weniger Zeit konnte er in dieses komplexe Thema investieren. Auch war sein Vater nun sehr geschwächt, seine Lunge war fast vollkommen vom Krebs zerstört und wusste das seine Zeit gekommen war.  Über die Zeit verstaubten die Bücher in seinem Arbeitszimmer und auch die Nachricht das sein älterer Bruder, Hauptmann Lubomir , "Unglücklicherweise", so wurde es zumindest von dessen Vorgesetzten erklärt, von Rebellen erschlagen wurde, verbesserte die Situation und vor allem entstaubte die Bücher vorerst nicht. Branmir war nun das Oberhaupt des Adelsgeschlechts der Castav und obwohl er wusste das sein Vater und sein Bruder in Hass und Wut auseinander gingen, so empfand er es als wichtig diese Nachricht persönlich an Vadim zu überbringen.


2996
Branimir war nun bereits 43 Jahre alt. Er war nun ebenfalls seit mehr als sieben Jahren Berater König Ulfasts und die Freundschaft, die seit ihrer Kindheit bestanden hatte, wuchs stets weiter. Als Zeichen seines Vertrauens hatte Ulfast Branimir zu dem Lehrer seiner Söhne ernannt. Vor allem zu Ulfang und Ulfwarth hatte er eine gute Beziehung. Obwohl sich Ulfang, der später den Thron seines Vateres erben würde, und er nicht immer gleich verstanden, schätze der Prinz den Rat von Branimir sehr. Ebenso wuchs das Vermögen der Familie zusehends. Sein Vater hatte Einige alte Grundbesitze in Form von Ackerböden und Mietshäuser, die er mühsam restaurieren ließ. Außerdem erwarb er vor kurzem einige Weinberge und lebte neben der Bezahlung des Königs von den Pachterträgen und Verkaufserlösen des Rotweins.  Seine Kinder waren nun bereits auch älter und so konnte er seinem Hobby, wieder nachgehen. Branimir bildete seine rhetorischen Fähigkeiten nun stets weiter und konnte so einige Debatten unter den Boyaren1 zu seinen Gunsten ausrichten und erntete so viel Ansehen aber auch genauso viel Spott unter den Geblütsadligen. Nebenbei knüpfte er auch Briefkontakte zu Fürsten und Adligen aus Harad und Khand und wurde so zu einem guten Brieffreund Awarfiula, dem Zweiten, einem Fürsten in einem südlichen Königreich Harads und dessen Königs. Beide Haradrim teilten das Interesse Branimirs an der Vielfältigkeit der Sprache und zu Dritt teilten sie sich gelegentlich gegenseitig Fortschritte über Briefe mit. 


9 Jahre später
"Wer ist der Vater?!" schrie Branimir, seine Hände waren zu Fäusten geballt und sein Kopf war Blutrot angelaufen. Ana, die jüngere der beiden Zwillinge saß weinend auf ihrem Bett. "Branimir beruhige dich doch nun endlich, du machst es für sie nicht leichter," redete seine Frau auf ihn ein. Selten hatte sie ihn so impulsiv gesehen, noch nie war er Blutrot angelaufen. Branimir wusste jedoch, dass Bastarde in der Gesellschaft Rhuns nicht angesehen waren und vor allem als Adlige ein schweres Leben vor sich hatten, auch würde es den Ruf seiner Familie, den er sich hart und mühsam aufgebaut hat sehr beschädigen. Nur langsam wurde er ruhiger. "Wer ist der Vater, Ana? Ist es Suno?"
Obwohl Suno aus einem wohlhabendem Hause kam, gehörte er dennoch nicht zum Adel. Sein Vater war ein angesehener Kaufmann in Gortharia und vor allem für seine exotischen Waren aus Gondor und Harad bekannt. Er selbst jedoch wollte das Familienunternehmen seinem jüngerem Bruder überlassen und als Soldat Rhuns für die Familienehre kämpfen. Suno war deutlich Älter als Ana und beide führten bereits seit längerem ein geheime Affäre worüber nur wenige bescheid wussten.

Sein Kopf nahm nun allmählich wieder normale Farbe an. Ana jedoch schaute beschämt zu Boden.  "Du musst ihn noch vor der Geburt heiraten, bitte?. " Mit diesen Worten verließ Branimir das Anwesen.  Hunderte Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf und sein Weg führte ihn in ein angesehenes Gasthaus in dem er stunden überlegte und einige Gläser leerte.  Erst am späten Abend kehrte er leicht angetrunken zurück. Noch nie zuvor hatte er so über den Durst getrunken.  "Ich werde ihn heiraten," sagte Ana an ihren Vater gerichtet, der durch die Tür stolperte. " So? ehrlich? Dass ist Gut... Sehr gut, du weißt ich meine das nicht böse, du bist meine Tochter." lallte er ein bisschen und  beide fielen sich Um die Arme und lösten sich erst einige Zeit später wieder voneinander.

Sieben Monate später wurde Branimirs erstes Enkelkind geboren. Ana hatte auf Drängen ihres Vaters Suno geheiratet, der jedoch wenige Wochen später in einem Gefecht erschlagen wurde.  Melina sollte das jüngste Mitglied des Hauses heißen.  Voller Stolz war er nun mit knapp 52 Jahren Großvater geworden, so ließ er auch eines seiner Studierzimmer in ein Kinderzimmer für seine Enkelin umbauen.  Auch hatte er noch Kontakt zu seinem Brieffreund, dem er bereits in dessen Muttersprache schreiben konnte, und teilte selbst ihm voller Stolz diese Neuigkeit mit.

Einige Monate später

Jenes Glück das Branimir seit der Geburt seiner Enkelin erfahren hatte, sollte er teuer bezahlen. So wurde ihm an jenem Tage beigebracht das man seine Ana nackt und blutüberströmt leblos in einem Gebüsch in einer Dunklen Gasse wieder fand. Während Verana schreiend in die Knie ging blieb Branimir regungslos stehen.  Sein Blick ging ins Leere und seine Augen füllten sich schnell mit Tränen die allmählich über seine Wangen liefen.  Mit Müh versuchte er seine Frau und seine anderen beiden Kinder zu trösten so gut er konnte. Branimir wurde zusehends verschlossen und kapselte sich allmählich von der Gesellschaft ab. Seine Tätigkeit als Berater des Königs konnte er seitdem nicht mehr ausüben. Auch als seine Dienerin ihm einige Tage später beichtete, die Ermordung seiner Tochter beobachtet hatte, verschlimmerte den Zustand von Branimirs Gemüt zusehends. Das Oberhaupt des Hause Castav verbitterte zusehends, die Trauer wich, im Gegensatz seiner Frau, nun dem Hass. Anas Tocher wurde von keinem geringerem als Goran, einem Mitglied des Königshaus Rhuns ermordet. Goran war auch nur wenige Jahre älter als Vakrim und so wurden beide gute Freunde. Branimir jedoch schwörte dem Mörder seiner Tochter Rache auch seinem Sohn, jenem war Macht und Einfluss wichtiger als Familie. Und so zerbrach das Band zwischen beiden.
 
Ein Jahr nach der Ermordung seiner Tochter verstarb nun auch seine Frau, Verana, am ersten Todestag Anas, ihr Herz war an der großen Trauer vollends zerbrochen. Branimir verbitterte nun Zusehens. Sein ruhiges und offenes Gemüt wich nun einer verschlossenen und verschrobenen Person. Das einzige Licht in der Dunkelheit das er hatte war nun Melina, seine Enkeltochter, die er von nun an mit der Unterstützung seiner Tochter, Mhira, großzog.


Einige Jahre später
Acht Jahre waren nun bereits seit der Geburt Melinas vergangen. Branimirs andere Kinder waren bereits beide ebenfalls ausgezogen: Während Mhira ebenfalls zum zweiten Mal Mutter geworden war und nun mit ihrem Ehegatten einen eigenen Gutshof erstanden hatte, packte Vakrim die Wanderlust. Er zog mit Goran durch das große Königreich von Rhun. Obwohl er es ihnen nicht verübeln konnte, wohnte Branimir nun alleine mit Melina und wenigen Dienern in dem großen Anwesen. Auf seine Bitte und nach einigen Überredungsversuchen konnte er seinen Bruder  Vadim und dessen Ehefrau davon überzeugen bei ihm einzuziehen. Zu Vadims erschrecken war Branimir nicht mehr derselbe den er vor 10 Jahren gekannt hatte. Aus dem offenen und freundlichen Mann war ein grimmiger, verschlossener Mann geworden - Ein "Miesepeter" wenn man Melina Glauben schenken wollte.

Branimir hatte vor kurzem wieder versucht seinem altem Freund, dem König von Rhun, als Berater beizustehen, doch nun merkte er dass, das Alter ihn bereits eingeholt hatte. So war er froh, dass er nun seinen Bruder hatte und teilte mit ihm die Aufgabe der Verwaltung seines Grundbesitzes. Auch versuchte er wieder mehr Briefkontakt zu Awarfuila aufzubauen -  Sein anderer Brieffreund war bereits seit einigen Jahren verstorben.  Dennoch trauerte er immer noch um seine Tochter und seine Frau.


3022 Mühsam baute sich Branimir  bereits seit einigen Jahren in ganz Rhûn ein Spionage Netzwerk auf, das er nach und nach sogar bis nach Gondor ausweiten konnte.  Er wusste das er Goran niemals direkt schaden konnte und so versuchte er das Gefolge des Königs durch Fehlinformationen zu manipulieren. Auch trat er nie selbst in Erscheinung, sondern hielt mit seinen Informanten stets Briefkontakt.  Nur wenige, meistens die engsten vertrautesten seines Netzwerkes, hatten manchmal  persönlichen Kontakt zu ihm.  Sein Unterfangen war riskant. Er wollte nicht nur Rache für seine Familie, sondern verabscheute die zunehmende Sklaverei im Königreich.
Außerdem wurde sein Sohn zum Fürsten von Govedalend ernannt. Zu Branimirs entsetzen nahm Vakrim dieses Angebot Gorans dankbar an, obwohl er von dessen furchtbaren Tat bereits lange wusste,  doch seine Gier nach Macht war größer als die Loyalität zur Familie. Es bestätigte jedoch auch seinen Verdacht, sein Sohn war ein Loyaler Gefolgsmann Gorans geworden, zerfressen von der Gier nach Macht und Einfluss. So begann er auch langsam aber vergleichbar harmlos gegen seinen Sohn zu operieren. Dennoch hielt er die Schein "Vater-Sohn" Beziehung stets aufrecht.
Zu seiner Enkelin hingegen pflegte er jedoch die beste Beziehung. Sie war  die einzige die Branimirs strenges Gemüt über Jahre hinweg wieder bessern konnte.   Auf ihren Wunsch hin, bat er Vadim, ihr die wenigen Kniffe im Kampf, die er noch von seinem Großvater kannte, beizubringen. Schnell wurde sie so zur einer sehr begabten Kämpferin, lernte jedoch auch benehmen am Hofe. So war sie stets seine Begleitung zu den Gelagen der Adligen.
Die nächste Feier, die beide besuchen wollten, fand im Bohzidar Anwesen, dem Anwesen seiner Schwägerin, Velmira Bohzidar, statt. Er würde sich diese Chance nicht entgehen lassen. Schließlich war es die erste große Feier, die er besuchen würde, seitdem seine Frau verstorben war. Es wäre somit die beste Gelegenheit Informationen zu seinem Interesse zu sammeln und diese falls möglich auch gegen Goran einzusetzen.


1 Boyar=Adliger

« Letzte Änderung: 7. Mai 2018, 22:45 von Melkor. »
Er hat noch gezuckt weil ich ihm meine Axt in seine Nervenstränge getrieben habe.

-Gimli Gloinssohn zu Legolas, Schlacht bei Helms Klamm-

Rohirrim

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #1 am: 24. Apr 2018, 18:11 »
Juhu, ein neuer Char :).

Aus Zeitgründen splitte ich mein Feedback mal in zwei Teile. Hier jetzt zunächst der Teil zur Rechtschreibung, Grammatik und Formulierung. Ich habe im Folgenden mal alles markiert, was mir beim Lesen aufgefallen ist.
-Rot markiert sind Rechtschreibfehler, falsch gesetzte Kommas, und Tempusfehler
- Grün markiert sind Wörter und Zeichen, die von mir ergänzt wurden.
- Blau markiert sind Anmerkungen
- Orange markiert habe ich alle Formulierungen, die ich für unklar/seltsam/falsch halte. Leider habe ich gerade keine Zeit mehr, genauer auf diese Punkte einzugehen und wollte zumindest diesen Teil des Feedbacks gerne noch vorher abschicken. Daher lasse ich das jetzt erstmal so.
- Violett markiert habe ich es, wenn du statt nem Punkt ein Komma gemacht und den Satz fortgeführt hast, obwohl du eigentlich einen neuen Satz beginnen müsstest
Durchgestrichen sind die Wörter, die ich an der entsprechenden Stelle für unpassend halte.

Mein inhaltliches Feedback kommt dann hoffentlich morgen.


Steckbrief:
Name: Branimir
Alter: 67
Rasse: Mensch (Ostling)
Geburtsort/datum: Gortharia, 2953 D.Z.


Aussehen:
Branimir ist ein schlanker,  ungefähr 1,90m großer Mann. Er hat ein freundliches, offenwirkendes Gesicht mit normalen Zügen. Er trägt kurzes, schwarzgraues, krauses Haupthaar zudem und einen ergrauten, dichten Vollbart, den er penibel pflegt. 

Seine grünbraunen Augen sind an der Seite von vielen kleinen Falten umgeben, die sein hohes Alter wiederspiegeln.  Ebenso wie sein Haupthaar sind seine dichten Augenbrauen schwarzgrau, seine Wimpern sind sehr kurz. Branimir hat große, an seinen ovalen Kopf anliegende Ohren sowie eine hohe Stirn.

Er hat eine breitere Nase sowie einen breiteren Mund mit dünnen Lippen.  Zudem hat er wenige sichtbare Falten, die vor allem bei einem Lächeln, ebenso wie seine weißen Zähne, sichtbar werden. Er hat einen recht kurzen Hals und ein breites Kinn.
 
Branimir versucht stets aufrecht zu gehen. Er hat eine große Garderobe und trägt Hauptsächlich feine Bürgerliche Kleidung. Zu besonderen Anlässen trägt er jedoch auch Adlige Gewänder.  Außerdem trägt er sehr gerne schlicht gehaltene, dennoch edle Ringe, die er meistens Sonderanfertigen lässt.

Er hat eine kräftige, tiefe (fast rauchige) jedoch warme Stimme. Durch die Erziehung seines Vaters lernte er bereits im Kindesalter Klar und sehr deutlich zu sprechen.


Charakter:

Branimir hat ein Ruhiges Gemüt so wird er sehr selten ausfallend oder gar unhöflich. Er ist eine offene Person, die stets freundlich auftrat und dafür geschätzt wird. Er ist außerdem äußerst Intelligent, protzt damit jedoch nicht.

Als ehemaliger Berater lernte er die Macht der Sprache kennen. Über Jahrzehnte perfektionierte er seine Wortwahl und Redensart. Zudem lernte er einige Sprachen und kann diese auch fließend Sprechen. Er weiß welche Wörter er benutzen muss um, mit geschickten Beeinflussungen, andere Menschen zu manipulieren.

Durch einen Schicksalsschlag vor einigen Jahren wurde vor allem sein Auftreten äußerst Streng, so zeigt er äußerst selten Emotionen. Über die Jahre hinweg verbesserte sich dasein wenig (?), jedoch wenn auch nur sehr langsam.  Trotzallem blieb die Verbundenheit zu seiner Familie, insbesondere zu seiner Enkelin Melina, die er selbst großzog, sehr eng. So ist auch Melina die einzige Person die ihn beeinflussen kann, wenn auch nur selten und ihm auch wieder mehr Lebensfreude schenkte.

Seit dem Schicksalsschlag ist er Skrupellos und schreckt vor fast gar nichts mehr zurück. So arbeitet er intensiv gegen Goran und entwickelte fast Rachsüchtige Gedanken gegen den König Rhuns.


Fähigkeiten
+Intelligent
+Sehr Rhetorisch begabt
+Experte der Informationsbeschaffung
+Hat einen "Natürlichen Charme"

-Äußerst Nachtragend
-beharrt auf seine Meinung.
-Er hat kaum Erfahrung im Umgang mit größeren Waffen, trägt jedoch stets einen Dolch oder ein kleines Messer mit sich und weis damit auch umzugehen. Dennoch wäre er im Zweikampf hoffnungslos unterlegen.
-Skrupellos
 

Geschichte

Kindheit
Erneut zog ein Sommersturm über Gortharia. Es war bereits spät am Abend und ein 11 Jahre junger  Junge stand neben seinem kleinerem Bruder am Fenster und beobachtete das Lichterspiel am Himmel. Ihm gefielen die Lichter, die, die dunkle Nacht erhellten. Vor dem folgendem Donner jedoch zuckte er jedoch jedes mal aufs neue zusammen. Nur wenige kleine Kerzen flackerten ruhig vor sich hin und erleuchteten das Zimmer ein wenig. Die beiden Brüder zählten, wie lange es dauerte, bis ein lautes Krachen nach dem Blitz die Stille störte.  Ihr Großvater Dragomir, ein großer und geachteter General Rhûns, der bereits seit einigen Jahren im Ruhestand war, hatte ihnen erklärt, wie man so die Entfernung des Sturmes berechnen konnte. "Ihr solltet doch bereits im Bett sein.  Eurer Vater schimpft euch doch sonst wieder..." schimpfte er, nachdem er das Zimmer betrat. Erschrocken drehten sich beide um und sprangen schnell auf ihre Betten. "Erzählst du uns eine Geschichte von deinen Erlebnissen,  Großvater?" fragte der jüngere der beiden erwartungsvoll.  Dragomir runzelte die Stirn und strich sich mehrmals über sein Kinn. "Was wird eure Mutter wieder dazu sagen? Hmm..., wenn ihr nichts sagt, verrate ich auch nichts." antwortete er schließlich.  Beide nickten und lauschten anschließend, gespannt der Geschichte ihres Großvaters, in ihr Ging es um hässliche, menschenähnliche Wesen aus einem Land im Süden und Bärtige Gnome aus den Bergen. "Branimir, Vadim seid ihr bereits im Bett?" fragte eine sanfte, freundliche Stimme und öffnete schließlich die Tür. "Oh, Dragomir.", sagte sie erstaunt." Ich hoffe du erzählst den Kindern nicht wieder(?) irgendeine deiner unheimlichen Geschichten."  Nein,  Nein sicher nicht. Ich erzähle meinen Enkeln nur eine Legende des Königreiches." sagte er beschwichtigend  und zwinkerte seinen Enkeln zu, denen es dabei schwer fiel, dabei nicht zu grinsen. "Gut.  Kasimir ist immer noch im Palast und berät dem König in einer, scheinbar dringlichen,  Angelegenheit. " sie gab einen leichten Seufzer von sich und küsste anschließenden erst Vadim und dann Branimir auf die Stirn. "Schlaft gut meine Engel."  Sie wusste das Dragomir sie anflunkerte, doch wusste sie auch, dass ihr Schwiegervater die richtigen Geschichten für die Erzählstunde wählte.  Auch gab Dragomir sich damit zufrieden, dass beide nicht das Interesse ihres großen Bruders, Lubomir, teilten. jener war bereits seit 2 Jahren Soldat in der Armee Rhuns und konnte dank seines Großvaters eine lange und steile Karriere anstreben. Nachdem ihre Mutter das Zimmer wieder verließ, begann er die Geschichte weiter zu erzählen.  Erst als beide eingeschlafen waren, löschte er die Kerzen und ließ seine Enkel ihre eigenen Geschichten in der Traumwelt erleben.


19 Jahre später
Branimir saß auf der Veranda des Anwesens seines Vaters.  Er beobachtete, wie dicke Regentropfen auf dem Pflaster zerplatzten und fühlte sich an seine Kindheit erinnert. Zu Jener Zeit hatten sein  jüngerer Bruder und er oft im Regen gespielt oder den Stürmen zugeschaut. Während Lubomir, der älteste Sohn Kasimirs, ebenfalls eine steile Karriere durchlebte, er war vor wenigen Wochen zum Offizier befördert worden, wurde Vadim bereits vor einigen Jahren von seinem Vater aus dem Haus geworfen und enterbt, jener hatte sich bereits durch sämtliche Bordelle gevögelt und somit als Sohn des Familienoberhauptes Schande über seine Dynastie gebracht. Selbst die angestrengten Überzeugungsversuche Branimirs konnten an diesem Urteil nichts ändern und so zog Vadim in den Süden. Hier würde sich ein Absatz anbieten Ein dicker aufgeklappter Wälzer lag auf seinem Schoss "Geschichte der Sprache Rhûns und ihre Dialekte - Eine Aufzeichnung" Seit dem Tod seines Großvaters vor neun Jahren wuchs das Interesse an Sprachen in ihm. Vielleicht wurde dies auch von seinem Vater gefördert. Jener hatte ihn als seinen Nachfolger, als Berater des Königs, den engsten Vertrauten des Monarchen, vorgeschlagen. Was der König natürlich kaum ausgeschlagen konnte, er schätze Kasimir sehr und auch dessen Vater Dragomir ebenfalls. Was er auch mit dem Aufnehmen in den Adelstandes zeigte. Seitdem war die Familie Branimirs als das Adelsgeschlecht der Castavs bekannt und mit Vakrim, Branimirs erstes Kind, wuchs es weiter.  Vakrims Mutter, Verana, war bereits seit einigen Jahren die geliebte Branimirs gewesen und noch vor der Geburt heirateten beide. So zog sie auch noch vor der Geburt des Kindes in die Große Villa der Castavs ein. Verana war die Tochter eines reichen, Kleinadligen Kaufmannes und hatte noch eine ältere Schwester, Velmira, die später als die Frau Waron Bohzidars bekannt wurde.
 Einige Zeit später kam Verana, mit Vakrim, liegend, auf dem Arm, aus dem Haus, Branimirs Konzentration war jedoch dem Wälzer gegönnt und er bemerkte seine Frau erst gar nicht. "Branimir, Schatz?"  fragte sie, bekam jedoch keine Antwort. "Branimir!"
"Ja?" fragte er fast erschrocken. "Kannst du ihn mir bitte mal abnehmen?" Branimir nickte und legte sein Buch weg.  Verana schnaufte erleichtert auf.  "Geht das so?"  "Ja es geht schon, schläft er wieder nicht?" Verana nickte. "Hmm"  Branimir überlegte und erinnerte sich an ein Schlaflied das seine Mutter ihm und seinem jüngeren Bruder vorsang.
 " Schlafe, mein Prinzlein, schlaf ein,
   es ruhn Schäfchen und Vögelein.
   Garten und Wiese verstummt,
   auch nicht ein Bienchen mehr summt.
   Luna mit silbernem Schein
   gucket zum Fenster herein.
   Schlafe beim silbernen Schein..."
"Er schläft..." sagte Branimir zu Verana gerichtet, jene lächelte ihn jedoch nur zu. "Geh du auch schlafen, Schatz, er schläft ja jetzt auch und ich bleibe bei ihm."  "Hm." Sie küsste Branimir auf die Wange bevor sie rein ging. "Du solltest dich wieder mal rasieren, Branimir." sagte sie anschließend. In der Tat trug Branimir bereits einen leichten, dünnen Vollbart. "Mh, Wieso? Ist es denn so schlimm? Ich dachte er könnte dir gefallen.", sagte er. " Na gut...Wenn du meinst, ich könnte mich dran gewöhnen. " sagte sie abschließend mit einem leichten grinsen und verschwand hinter der Haustür.
 
6 Jahre später
Branimir war nun bereits seit zwei Jahren Berater von König Ulfast. Beide kannten sich bereits seit ihrer Kindheit und kamen damals schon gut miteinander aus. Kasimir war durch den Krebs bereits zu geschwächt um den König mit Rat und Tat beizustehen und so folgte ihm sein Sohn nach. Branimir hatte in diesen beiden Jahren die enorme Macht der Sprache erkannt. Unermüdlich arbeitete er sich in jeder freien Minute, die er hatte, durch alte Bücher über die verschiedensten Sprachen und versuchte sogar die Geheimnisvolle Sprache der Zwerge, das Khuzdul, zu erlernen. Nachdem er jedoch mehrere male scheiterte, versuchte er sich auf die verschiedensten Sprachen der Menschen und Elben zu konzentrieren.  Doch umso älter der neuste Zuwachs der Familie, die Zwillingsmädchen, Ana und Mhira, wurde desto weniger Zeit konnte er in dieses komplexe Thema investieren. Auch war sein Vater nun sehr geschwächt, seine Lunge war fast vollkommen vom Krebs zerstört und wusste das seine Zeit gekommen war. Über die Zeit verstaubten die Bücher in seinem Arbeitszimmer und auch die Nachricht, das sein älterer Bruder, Hauptmann Lubomir , "Unglücklicherweise", so wurde es zumindest von dessen Vorgesetzten erklärt, von Rebellen erschlagen wurde, verbesserte die Situation und vor allem entstaubte die Bücher vorerst nicht. Branmir war nun das Oberhaupt des Adelsgeschlechts der Castav und obwohl er wusste, das sein Vater und sein Bruder in Hass und Wut auseinander gingen, so empfand er es als wichtig, diese Nachricht persönlich an Vadim zu überbringen.


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Branimir war nun bereits 43 Jahre alt. Er war nun ebenfalls seit mehr als sieben Jahren Berater König Ulfasts und zwischen den beiden wuchs eine enge Freundschaft. Als Zeichen seines Vertrauens hatte Ulfast, Branimir zu dem Lehrer seiner Söhne ernannt. Ebenso wuchs das Vermögen der Familie zusehends. Sein Vater hatte einige alten Grundbesitze in Form von Ackerböden und Mietshäuser, die er mühsam restaurieren ließ, außerdem erwarb er vor kurzem einige Weinberge und lebte neben der Bezahlung des Königs von den Pachterträgen und Verkaufserlösen des Rotweins.  Seine Kinder waren nun bereits auch Älter und so konnte er seinem Hobby, wieder nachgehen. Branimir bildete seine Rhetorischen Fähigkeiten nun stets weiter und konnte so einige Debatten unter den Boyaren zu seinen Gunsten ausrichten und erntete so viel Ansehen aber auch genauso viel Spott unter den Geblütsadligen. Nebenbei knüpfte er auch Briefkontakte zu Fürsten und Adligen aus Harad und Khand und wurde so zu einem guten Brieffreund Awarfiula dem Zweiten, einem Fürsten in einem Südlichen Königreich Harads und dessen Königs. Beide Haradrim teilten das Interesse Branimirs an der Vielfältigkeit der Sprache und zu dritt teilten sie sich gelegentlich gegenseitig Fortschritte über Briefe mit. 


9 Jahre später
"Wer ist der Vater?!" schrie Branimir, seine Hände waren zu Fäusten geballt und sein Kopf war Blutrot angelaufen. Ana, die jüngere der beiden Zwillinge saß weinend hier fehlt etwas. "Branimir beruhige dich doch nun endlich, du machst es für sie nicht leichter.", redete seine Frau auf ihn ein. Selten hatte sie ihn so impulsiv gesehen, noch nie war er Blutrot angelaufen. Branimir wusste jedoch, das Bastarde in der Gesellschaft Rhuns nicht angesehen waren und vor allem als Adlige ein schweres Leben vor sich hatten.  Nur Langsam wurde er ruhiger. "Wer ist der Vater, Ana? Ist es Suno?" sein Kopf nahm nun allmählich wieder normale Farbe an. Ana jedoch schaute beschämt zu Boden.  "Du musst ihn noch vor der Geburt heiraten, ok?. " Mit diesen Worten verließ Branimir das Anwesen.  Hunderte Gedanken schwirrten ihm durch die Köpfe und sein Weg führte ihn in ein Angesehenes Gasthaus, in dem er stundenlang überlegte und einige Gläser leerte.  Erst am späten Abend kehrte er leicht angetrunken zurück, noch nie zuvor hatte er so über den Durst getrunken.  "Ich werde ihn heiraten.", sagte Ana an ihren Vater gerichtet, der durch die Tür stolperte. "Gut... Sehr gut, du weißt ich meine das nicht böse, du bist meine Tochter.", lallte er ein bisschen und  beide fielen sich um die Arme und lösten sich erst einige Zeit später wieder voneinander (?).
Sieben Monate später wurde Branimirs erstes Enkelkind geboren. Ana hatte auf Drängen ihres Vaters Suno geheiratet, der jedoch wenige Wochen später in einem Gefecht erschlagen wurde.  Melina sollte das jüngste Mitglied des Hauses heißen.  Voller Stolz war er nun mit knapp 52 Jahren Großvater geworden, so ließ er auch eines seiner Studierzimmer in ein Kinderzimmer für seine Enkelin umbauen.  Auch hatte er noch Kontakt zu seinem Brieffreund, dem er bereits in seiner Muttersprache schreiben konnte, und teilte selbst ihm voller Stolz diese Neuigkeit mit.

Einige Monate später

Jenes Glück, das Branimir seit der Geburt seiner Enkelin erfahren hatte, sollte er Teuer bezahlen. So wurde ihm an jenem Tage beigebracht das man seine Ana nackt und blutüberströmt leblos in einem Gebüsch in einer Dunklen Gasse wieder fand. Während Verana schreiend auf Knie ging blieb Branimir regungslos stehen.  Sein Blick ging ins Leere und seine Augen füllten sich schnell mit Tränen, die allmählich über seine Wangen liefen.  Mit Müh versuchte er seine Frau und seine anderen beiden Kinder zu trösten so gut er konnte. Branimir wurde zusehends verschlossen und kapselte sich allmählich von der Gesellschaft ab. Seine Tätigkeit als Berater des Königs konnte er seit dem nicht mehr ausüben. 
Ein Jahr nach der Ermordung seiner Tochter verstarb nun auch seine Frau, Verana, am ersten Todestag Anas, ihr Herz war an der großen Trauer vollends zerbrochen. Branimir verbitterte nun Zusehens. sein Ruhiges und offenes Gemüt wich nun einer verschlossenen und verschrobenen Person. Das einzige Licht in der Dunkelheit, das er hatte, war nun Melina, seine Enkeltochter, die er von nun an mit der Unterstützung seiner Tochter großzog.


Einige Jahre später
Acht Jahre waren nun bereits seit der Geburt Melinas vergangen. Branimirs andere Kinder waren bereits beide ebenfalls ausgezogen: Während Mhira ebenfalls zum zweiten Mal Mutter geworden war und nun mit ihrem Ehegatten einen eigenen Gutshof erstanden haben, packte Vakrim die Wanderlust. Er zog alleine durch das große Königreich von Rhun. Obwohl er es ihnen nicht verübeln konnte, wohnte Branimir nun alleine mit Melina und wenigen Dienern in dem großen Anwesen. Auf seine Bitte und nach einigen Überredungsversuchen konnte er seinen Bruder  Vadim und dessen Ehefrau davon überzeugen bei ihm einzuziehen. Zu Vadims erschrecken war Branimir nicht mehr derselbe den er vor 10 Jahren gekannt hatte. Aus dem offenen und freundlichen Mann war ein grimmiger, verschlossener Mann geworden - Ein "Miesepeter" wenn man Melina Glauben schenken wollte. Diesen Teil hatte ich dir schonmal per Skype korrigiert
Branimir hatte vor kurzem wieder versucht seinem altem Freund, dem König von Rhun, als Berater beizustehen, doch nun merkte er, dass, das Alter ihn bereits eingeholt hatte. So war er froh, das er nun seinem Bruder hatte und teilte mit ihm die Aufgabe der Verwaltung seines Grundbesitzes. Auch versuchte er wieder mehr Briefkontakt zu Awarfuila aufzubauen -  Sein anderer Brieffreund war bereits seit einigen Jahren verstorben.  Dennoch trauerte er immer noch um seine Tochter und seine Frau.


3022
In den darauf folgenden Jahren füllte sich das Herz Branimirs, mit einem Schlag, mit purem Hass. Die Trauer war vollständig gewichen, als eine seiner Dienerinnen verzweifelt, beichtete, dass sie die Ermordung Anas beobachten konnte. Sie wurde von niemand geringeren als von Goran, einem Mitglied des Königshaus und denn derzeit amtierenden Königs vergewaltigt und schließlich, um diese perverse Tat zu verheimlichen, ermordet.  Branimir schwor sich an jenem Tag Rache. Mühsam baute er sich bereits seit einigen Jahren in ganz Rhûn ein Spionage Netzwerk auf, das er nach und nach sogar bis nach Gondor ausweiten konnte.  Er wusste, dass er Goran niemals direkt schaden konnte und so versuchte er das Gefolge des Königs durch Fehlinformationen zu manipulieren. Auch trat er nie selbst in Erscheinung, sondern hielt mit seinen Informanten stets Briefkontakt.  Nur wenige, meistens die engsten Vertrautesten seines Netzwerkes, hatten manchmal  persönlichen Kontakt zu ihm.  Sein Unterfangen war riskant, er wollte nicht nur Rache für seine Familie, sondern verabscheute die zunehmende Sklaverei im Königreich.
Außerdem wurde sein Sohn zum Fürsten von Govedalend ernannt, Vakrim und Goran waren bereits seit ihrer Kindheit gute Freunde und sehr loyal zueinander. Zu Branimirs entsetzen nahm Vakrim dieses Angebot Gorans dankbar an.  Branimir konnte nicht begreifen, was sein eigen Fleisch und Blut zu so einem gewaltigen Verrat an seiner eigenen Familie bewegen konnte. So begann er auch langsam aber vergleichbar harmlos gegen seinen Sohn zu operieren. Dennoch hielt er eine Schein "Vater-Sohn" Beziehung aufrecht.
Zu seiner Enkelin hingegen pflegte er jedoch die beste Beziehung. Sie war  die einzige die Branimirs strenges Gemüt über Jahre hinweg wieder bessern konnte.   Auf ihren Wunsch hin, bat er Vadim, ihr die wenigen Kniffe im Kampf, die er noch von seinem Großvater kannte, beizubringen. Schnell wurde sie so zur einer sehr begabten Kämpferin, lernte jedoch auch benehmen am Hofe. So war sie stets seine Begleitung zu den Gelagen der Adligen.
Die nächste Feier, die beide besuchen wollten, fand im Bohzidar Anwesen, dem Anwesen seiner Schwägerin, Velmira Bohzidar, statt. Er würde sich diese Chance nicht entgehen lassen, schließlich war es die erste große Feier, die er besuchen würde, seitdem seine Frau verstarb. Es wäre somit die beste Gelegenheit Informationen zu seinem Interesse zu sammeln und diese falls Möglich auch gegen Goran einzusetzen.
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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #2 am: 25. Apr 2018, 16:31 »
Okay, also da hat mir Rohirrim ja eigentlich schon fast alle Arbeit abgenommen :D

Grob kannte ich die Geschichte des Charakters ja eigentlich schon und sie ist für mich soweit stimmig. Man sieht, wie sich Branimirs Wesen im Laufe der Zeit verändert und er zu dem wird, der er heute ist.
Inhaltliche Fehler hat Rohirrim dir ja angestrichen, das waren auch genau die Stellen bei denen für mich noch Unklarheiten bestanden. Da würde ich dann erst drauf eingehen wenn diese Stellen korrigiert sind.

Ich hätte dann noch ein paar Planungsfragen. Bei Cynewulf hattest du damals das Problem, dass du nicht wusstest, was du mit dem Charakter tun solltest, nachdem er angenommen wurde. Deswegen fände ich es wichtig, dass du mit Branimir auf jeden Fall eine Idee für grob fünf Posts hast, die nicht von anderen Charakteren abhängen. Ein Charakter sollte immer auch auf sich allein gestellt funktionieren können. Natürlich sind Interaktionen immer gerne gesehen, aber ein Charakter sollte nicht abhängig davon oder von anderen Leuten sein.
Daher meine Frage: was hast du mit Branimir vor, sobald er angenommen wurde?

Alles weitere dann sobald du Rohirrims Korrekturen angewendet hast.

Melkor.

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #3 am: 25. Apr 2018, 17:08 »
Zitat
Ich hätte dann noch ein paar Planungsfragen. Bei Cynewulf hattest du damals das Problem, dass du nicht wusstest, was du mit dem Charakter tun solltest, nachdem er angenommen wurde. Deswegen fände ich es wichtig, dass du mit Branimir auf jeden Fall eine Idee für grob fünf Posts hast, die nicht von anderen Charakteren abhängen. Ein Charakter sollte immer auch auf sich allein gestellt funktionieren können. Natürlich sind Interaktionen immer gerne gesehen, aber ein Charakter sollte nicht abhängig davon oder von anderen Leuten sein.
Daher meine Frage: was hast du mit Branimir vor, sobald er angenommen wurde?
Natürlich habe ich mir dazu schon einige Pläne gemacht, Branimir wird mit einigen Gleichgesinnten eine Intrige, die seit Jahren geplant wurde, gegen den Rat der Zehn durchführen. Bestenfalls sollte dann der Rat der Zehn um ein Mitglied schrumpfen bzw. sollte einer der Mitglieder die Intrigierenden unterstützen.

Sein großes Ziel ist natürlich aber seinen Sohn des Amtes zu entheben und Goran zu entthronen.

Außerdem habe ich mal die meisten angestrichenen Fehler von Rohirrim ausgebessert.
Danke nochmal dafür ;)
« Letzte Änderung: 25. Apr 2018, 17:51 von Melkor. »
Er hat noch gezuckt weil ich ihm meine Axt in seine Nervenstränge getrieben habe.

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #4 am: 27. Apr 2018, 13:58 »
Branimir versucht stets aufrecht zu gehen. Er hat eine große Garderobe und trägt hauptsächlich feine bürgerliche Kleidung. Zu besonderen Anlässen trägt er jedoch auch  Adlige Gewänder.  Außerdem trägt er sehr gerne schlicht gehaltene, dennoch edle Ringe, die er meistens sonderanfertigen lässt.

Warum versucht er aufrecht zu gehen? Fällt ihm das schwer?
Was ist der Unterschied zwischen „feiner bürgerlicher“ und „adeliger“ Kleidung? Kann Kleidung überhaupt adelig sein?
Ich glaube, bei Ringen sind „schlicht“ und „edel“ eher gegensätzlich zu betrachten. Meiner Meinung nach geht nicht beides gleichzeitig.

Als ehemaliger Berater lernte er die Macht der Sprache kennen. Über Jahrzehnte perfektionierte er seine Wortwahl und Redensart. Zudem lernte er einige Sprachen und kann diese auch fließend Sprechen. Er weiß welche Wörter er benutzen muss um, mit geschickten Beeinflussungen, seine Mitmenschen zu manipulieren.

Ist dir bewusst, dass du diese Fähigkeit dann in deinen Posts auch so wirken lassen musst, wie du sie hier beschreibst?
Also nicht dass dann da immer sowas wie „Er überredete Person X mit seiner Sprachkunst, Sache Y zu tun" steht.

Seit dem Schicksalsschlag ist er skrupellos und schreckt vor fast gar nichts mehr zurück. So arbeitet er intensiv gegen Goran und entwickelte fast rachsüchtige Gedanken gegen den König Rhuns.

Ist er denn nun rachsüchtig oder nicht? „Fast rachsüchtig“ kann man meiner Meinung nach nicht sein. Entweder man sinnt auf Rache, oder nicht.

"Ihr solltet doch bereits im Bett sein.  Eurer Vater schimpft euch doch sonst wieder..." schimpfte er, nachdem er das Zimmer betrat.

Was haben sie davon, wenn er sie davor warnt, dass ihr Vater sie schimpfen könnte, wenn er dann selbst mit ihnen schimpft?

Erst als beide eingeschlafen waren, löschte er die Kerzen und ließ seine Enkel ihre eigenen Geschichten in der Traumwelt erleben.

Den Satz finde ich sehr gelungen. Gut gemacht!

...und so ziehte Vadim in den Süden.

Ich dachte du hast die Fehler die Rohirrim angestrichen hat, schon verbessert?
„Ziehte“ gibt es nicht, das muss „zog“ heißen.


Beide kannten sich bereits seit ihrer Kindheit und kommten damals schon gut miteinander aus.

Bitte keinen neuen Wortformen erfinden. „Kommten“ gibts nicht xD

Branimir war nun bereits 43 Jahre alt. Er war nun ebenfalls seit mehr als sieben Jahren Berater König Ulfasts und zwischen den Beiden wuchs eine enge Freundschaft.

Ich würde da eher schreiben, dass die Freundschaft zwischen ihnen Bestand hatte. Da du sagtest, dass sie sich schon als Kinder gut verstanden, wäre es merkwürdig, wenn sie erst nach sieben Jahren ihre Freundschaft wachsen lassen.


Nebenbei knüpfte er auch Briefkontakte zu Fürsten und Adligen aus Harad und Khand und wurde so zu einem guten Brieffreund Awarfiula, dem Zweiten, einem Fürsten in einem südlichen Königreich Harads und dessen Königs. Beide Haradrim teilten das Interesse Branimirs an der Vielfältigkeit der Sprache und zu Dritt teilten sie sich gelegentlich gegenseitig Fortschritte über Briefe mit. 

Interessant, von welchem Königreich sprechen wir hierbei denn? Auch wenn ich mir die Antwort ja denken kann ^^

"Du musst ihn noch vor der Geburt heiraten, ok?. " Mit diesen Worten verließ Branimir das Anwesen. 

Niemand in Mittelerde sagt „OK“. Bitte ändern.

Hunderte Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf und sein Weg führte ihn in ein angesehenes Gasthaus in dem er stunden überlegte und einige Gläser leerte.  Erst am späten Abend kehrte er leicht angetrunken zurück. Noch nie zuvor hatte er so über den Durst getrunken.

Ist er nun „leicht“ angetrunken oder so richtig? Wenn er da stundenlang gesoffen hat, sollte er deutlich mehr weggetreten sein,

Ana hatte auf Drängen ihres Vaters Suno geheiratet, der jedoch wenige Wochen später in einem Gefecht erschlagen wurde.

Wie praktisch! Wer war das überhaupt?

Das einzige Licht in der Dunkelheit das er hatte war nun Melina, seine Enkeltochter, die er von nun an mit der Unterstützung seiner Tochter großzog.

Ja hä und was ist mit seiner anderen Tochter? Kehrt sie ihm den Rücken?
Weiter unten steht, dass sie einfach auszieht? Warum?

In den darauf folgenden Jahren füllte sich das Herz Branimirs, mit einem Schlag, mit purem Hass. Die Trauer war vollständig gewichen als eine seiner Dienerinnen verzweifelt beichtete, dass sie die Ermordung Anas beobachten konnte.

Interessant, aber warum kommt das Ganze erst jetzt, Jahre später, raus?


Mühsam baute er sich bereits seit einigen Jahren in ganz Rhûn ein Spionage Netzwerk auf, das er nach und nach sogar bis nach Gondor ausweiten konnte.

Die politische Landschaft in Gondor ist uns ja dank dem Wiki sehr gut bekannt. Da wäre meine Frage ob Branimir Kontakt in die von Mordor besetzten Gebiete hat oder tatsächlich in das noch freie Gondor.


Vakrim und Goran waren bereits seit ihrer Kindheit gute Freunde und sehr loyal zueinander. Zu Branimirs entsetzen nahm Vakrim dieses Angebot Gorans dankbar an. Branimir konnte nicht begreifen, was sein eigen Fleisch und Blut zu so einem gewaltigen Verrat an seiner eigenen Familie bewegen konnte.

Ich kann der Logik hier gerade nicht ganz folgen. Einerseits sind Vakrim und Goran seit Jahren Freunde, also seit ihrer Kindheit. Und Ana ist Vakrims Schwester, oder? Wieso hat Branimir seinem Sohn nicht erzählt, dass dessen bester Freund seine Schwester vergewaltigt und ermordet hat? Und wieso ist er überrascht, dass Vakrim Gorans Angebot annimmt, wenn die beiden beste Freunde sind und Vakrim nichts von der Vergewaltigung und dem Mord weiß?

Das wäre auf die Schnelle erstmal alles was ich dazu zu schreiben habe, hoffe mal du kannst die paar Unstimmigkeiten aufklären :)
« Letzte Änderung: 3. Mai 2018, 23:44 von Fine »

Eandril

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #5 am: 3. Mai 2018, 23:08 »
Warum versucht er aufrecht zu gehen? Fällt ihm das schwer?
Was ist der Unterschied zwischen „feiner bürgerlicher“ und „adeliger“ Kleidung? Kann Kleidung überhaupt adelig sein?
Ich glaube, bei Ringen sind „schlicht“ und „edel“ eher gegensätzlich zu betrachten. Meiner Meinung nach geht nicht beides gleichzeitig.

Ich finde die Aussage, dass er versucht stets aufrecht zu gehen, impliziert nicht automatisch, dass es ihm auch schwer fällt. Von daher sehe ich da kein Problem ^^
Auch bei den anderen beiden Dingen: Es gibt denke ich in einer solchen Gesellschaft durchaus einen Unterschied zwischen der üblichen Kleidung der Bürgerschicht und dem, was die Adligen normalerweise tragen. Und ein schlichter Ring kann trotzdem edel bzw. hochwertig gefertigt sein - der Eine Ring ist da ein Paradebeispiel für ^^ Genauso können natürlich prunkvolle/protzige Ringe gleichzeitig auch billig oder minderwertig sein.


So. Jetzt mal zum Char an sich.
Die Beschreibung ist sehr detailliert, und man kann sich Branimir dadurch lebhaft vorstellen. Der Charakter an sich ebenfalls, allerdings steige ich nicht ganz durch wie genau er nun drauf ist - ist er nun offen und freundlich, oder streng und verschlossen? So ganz eindeutig finde ich das nicht.
Die Fähigkeiten passen zur Story und Charakterbeschreibung, und sind relativ ausgewogen - du solltest allerdings bedenken, dass du die dann natürlich auch möglichst so umsetzen solltest.

Die Story ist soweit in Ordnung, und vor allem die Anfangsteile gefallen mir gut. Später wird es sprachlich und formulierungstechnisch etwas holprig, und da sind dann auch einige inhaltliche Details nicht ganz stimmig. Ich geh mal genauer drauf ein, was ich so meine:

Auch war sein Vater nun sehr geschwächt, seine Lunge war fast vollkommen vom Krebs zerstört und wusste das seine Zeit gekommen war.
Also strenggenommen sollte auf dem Entwicklungsstand keiner wissen, was Krebs eigentlich ist - und folglich auch nicht, dass er an Krebs erkrankt ist. Hier wüsste also jeder nur, dass er an irgendwas stirbt, nicht woran genau. Nur so nebenbei ^^

Branimir bildete seine rhetorischen Fähigkeiten nun stets weiter und konnte so einige Debatten unter den Boyaren zu seinen Gunsten ausrichten und erntete so viel Ansehen aber auch genauso viel Spott unter den Geblütsadligen.
Zwei Dinge hier. Erstens: Was sind Boyaren? Nie gehört, und du hast es noch nie vorher erwähnt ^^
Zweitens: Die Begründung, warum der unter den geborenen Adligen für sein Hobby Spott erntet, wäre hier noch interessant.

Nebenbei knüpfte er auch Briefkontakte zu Fürsten und Adligen aus Harad und Khand und wurde so zu einem guten Brieffreund Awarfiula, dem Zweiten, einem Fürsten in einem südlichen Königreich Harads und dessen Königs.
Auch wenn ich es mir natürlich denken kann, wär hier doch interessant, wer dieser König ist ;)

Dann kommt der Teil mit Anas Kind, und da macht wie ich finde einiges noch keinen wirklichen Sinn. Warum wird Branimir derart wütend, als er (wie eigentlich?) erfahren hat, dass sie ein Kind bekommt? Ja okay, Bastarde sind nicht unbedingt ein Pluspunkt, aber seine Reaktion ist doch sehr heftig und passt nicht so recht zu einem ruhigen und offenen Gemüt.
Dann verstehe ich die Sache mit dem Vater nicht so recht. Wer ist dieser Suno eigentlich? Ein Adliger, in den Ana verliebt ist? Dann ist doch die Frage, warum sie ihn bislang noch nicht geheiratet hat. Branimir scheint dem ja nicht im Wege zu stehen, er fordert sie ja noch dazu auf, es zu tun.
Anas Ermordung kommt sehr plötzlich, ist aber ein schlüssiger Grund für seine nachfolgende Charakterentwicklung. Hier finde ich den Grund, warum siebzehn Jahre später plötzlich rauskommt, dass Goran sie vergewaltigt und ermordet hat, immer noch etwas seltsam. Wie kommt die Frau des Dieners jetzt plötzlich auf die Idee es Branimir zu erzählen, und wieso hat sie es vorher nie getan? So ganz logisch ist das alles nicht.

Die Freundschaft zwischen Vakrim und Goran kommt auch etwas aus dem Nichts. Hier wäre es schön, wenn du noch ein bisschen erklären könntest, wieso Vakrim Goran so toll findet, dass ihn nicht mal interessiert, dass dieser seine Schwester ermordet hat.
Auch der Punkt, dass Branimir der Lehrer von Ulfasts Söhnen war, ist eigentlich interessant, wird von dir aber nicht wirklich ausgeführt - hier wäre es auch noch nett, mal zu erwähnen, wie da das Verhältnis zwischen ihnen ist. Immerhin ist einer dieser fraglichen Söhne Ulfang, der ja durchaus keine kleine Rolle spielt ^^

Abgesehen davon hab ich momentan nicht wirklich was anzumerken.

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #6 am: 10. Mai 2018, 23:18 »
Die neuen Änderungen sehen gut aus. Von meiner Seite steht einer Annahme nun nichts mehr im Wege.

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #7 am: 11. Mai 2018, 06:55 »
Wenn auch etwas verspätet: mein (relativ kurzes) Feedback zu Branimir. Mag vielleicht etwas unbarmherzig klingen, aber es steht nicht der Autor im Mittelpunkt, sondern der Text an sich - das Endprodukt und nicht der Schöpfer.

Eigentlich wurde fast alles von den werten Mitschreibern schon gesagt, dass ich im Kopf hatte. Naja, hab ich weniger zu tippen  [ugly].

Die Geschichte habe ich nur überflogen, da ich sie ja schon zum Großteil kenne und nach den Nachbesserungen (nach Fines Post gehe ich davon aus, dass sie jetzt schon mit dabei sind) gehe ich auch nicht mehr so stark ins Detail.

Trotzdem solltest du noch mal unbedingt die Rechtschreibung im letzten Drittel nachbessern (aber nicht nur ausschließlich). Stellenweise hackst du Wörter auseinander, die zusammen gehören oder schreibst Adjektive groß. Auch mit den Leerzeichen genauer achten, du hast nach einem Punkt öfters zwei, was den Text für meine Augen recht unschön wirken lässt. Mir und anderen Schreibern passiert das zwar auch paar Mal, was man in der Regel überliest, aber hier ist's mir schon stärker aufgefallen.

Beispielstellen:
Zitat
Dennoch hielt er die Schein "Vater-Sohn" Beziehung stets aufrecht.

Ich würde "er hielt die Beziehung zu seinem Sohn nur noch zum Schein aufrecht". Klingt mMn flüssiger. (Außerdem hätten da sonst Bindestreiche hingemusst, weil die "Scheinbeziehung" für den Einschub getrennt wurde.)

Zitat
Sein anderer Brieffreund war bereits seit einigen Jahren verstorben.  Dennoch trauerte er immer noch um seine Tochter und seine Frau.

Doppeltes Leerzeichen, eine von mindesten sechs Stellen, die ich entdeckt habe, auch in der ersten Hälfte.

Zitat
[...]Spionage Netzwerk [...]

Gehört zusammen. Das passiert dir leider öfters. Ich kann nur von mir persönlich reden - Ich lese sehr schnell und da stolpere ich bei solchen Patzern, dass es mich aus dem Lesefluss komplett rausholt und das frustriert auf Dauer.

Zitat
"Wer ist der Vater?!" schrie Branimir, seine Hände waren zu Fäusten geballt und sein Kopf war Blutrot angelaufen

Adjektive immer stur klein schreiben!
Fragen a lá "Was/wie ist es?
"Es ist groß, klein, schimmernd, blutrot"
helfen da immer...

Inhaltlich gibt es bei der Geschichte noch zwei Unstimmigkeiten:

Das Spionagenetzwerk
geht mir viel zu einfach von der Hand. Erst stellst du Branimir als den verbitternden Witwer dar, der sich von Trauer zerfressen lässt und der nur seine Enkelin an sich heranlässt*, aber dann kommt einfach ein Absatz und ein paar Jährchen später hat er schon sein Netzwerk, einfach so.
Mag sein, dass er Verbindungen hat bei Hof und als Berater. Allerdings müssen diese Kontakte wenn, dann schon deutlich früher und öfters genutzt worden sein - in seinem Interesse und nicht des Königs, sonst hätten die guten Leute ja keinen Grund irgendwas für ihn zu tun. Das mit den Briefen klingt für mich etwas zu simpel. Boten nutzte man dafür eher, selbst wenn er im Adel ist, kann er nicht für jeden unbedeutenden Wicht Pergament verschwenden.
Zusätzlich sagst du, dass das Unternehmen riskant ist, schweigst aber über die Risiken. Hochverrat? Todesstrafe? Warum? Bisher weiß man ja noch nicht genau wofür er überhaupt das Netzwerk gebrauchen will. Klar, Rache und so *gähn*, aber ehrlich: Das kannst du besser, bin ich mir sicher.

Zweite Sache*: Was ist mit seiner Familie? Die ziehen aus, ja schön... und dann? Verschwinden die einfach aus seinem Leben? Nur seine Enkelin wird am Ende nochmal kurz erwähnt, deren Namen ich mir nicht merken kann - die er als einzige näher an sich ranlässt. Und warum? Weshalb diese spezielle Verbindung? Diese Begründung verleiht deinem Charakter Tiefgang (bzw. könnte sie, wenn die Begründung gut ist) und die fehlt hier wirklich sehr. Da kann man wirklich großartige Szenen mit bauen. Unschuldige Kinderaugen, die einem gealterten, gebrochenen Mann in das Gesicht starren und auf eine unaufdringliche Art Fragen stellen... Und noch viel mehr. Eine Opa-Enkel-Szene, in der sie ganz unschuldig nach den Sinn des Lebens fragt. Branimir hat seines ja fast hinter sich und muss dementsprechend auch über Lebenserfahrung verfügen. Ein krasses Beispiel an Kontrast. Kontraste und Konflikte sind neben dem Salz (also Konfliken und Dialogen) das Suppengewürz in der Brühe. Der Plot ist der Pfeffer, der bringt Schärfe, als Spannung... aber Plot ist hier nicht Thema.

So, das wars erstmal zur Geschichte.

Jetzt zum Steckbrief:

Soweit sieht es ganz gut aus, allerdings habe ich auch hier zwei Dinge anzumerken:

- Bei so vielen Namen und Beziehungen, mach am besten in den Steckbrief einen neuen Punkt für Familie und trage alle Familienangehörigen ein, die nötig oder eng Verwandt sind. Da prasseln nämlich einem in der Geschichte dutzende Namen entgegen und keiner bleibt einem länger als vier Sätze länger in Erinnerung. Und es ist etwas nervig immer kurz zu pauseren mit "öh, wer war das nochmal?".

- Der schwerwiegenste Punkt, den man eigentlich als mein Steckenpferd bezeichnen kann: Was treibt ihn an? Was macht ihn aus und was ist seine Motivation das zu tun, was er tut? 
Rache ist so ein abgefressener Teller, den man keinem mehr servieren kann - nicht bös gemeint - denn fast jeder Antiheld oder tragische Held hat diesen Antrieb, oder den das sie die Gesellschaft an sich hassen und nicht angesehen werden wollen, trotzdem tun was sie tun, um in Ruhe gelassen zu werden. Das schwingt da bei Branimir mit, wenn ich so über ihn nachdenke, nachdem ich ihn so wie er hier steht kennengelernt habe. Er wirkt für mich eher wie jemand, der sein Leben gelebt hat und an dem Verlust zerbrochen ist, jetzt sammelt er die Scherben ein und versucht sie krampfhaft zusammenzuhalten, scheitert jedoch. Will heißen: Er wirkt ohne Antrieb, was ihn schwach erscheinen lässt. Damit meine ich nicht physisch - er ist ja wirklich alt - sondern auch - und vor allem - psychisch. Ich weiß nicht, was in seinem Kopf jetzt gerade vorgeht, evt. am Ende der Geschichte nochmal aus seiner persönlichen Sicht einen kleinen Einstieg oder sonstwas basteln. Eine Kostprobe, wirf einen Knochen, der neugierig macht und mal den Branimir zeigt, der er jetzt ist. Du schreibst oft, wie er damals war, aber so hart es auch klingen mag, es interessiert im Moment nicht. Das jetzt zählt und wie er jetzt drauf ist. Das Warum, das ist es, was dann die Leute reizt. Warum er so geworden ist, wie er ist.

Etwas generelles Geschwätz von meiner Seite an dich (und vielleicht auch die anderen Schreiber, wen's interessiert):

Vielleicht solltest du dir darüber Gedanken machen, wofür dieser Charakter steht. Was ist die Botschaft? Oder was war die Idee dahinter.

Als Anregung gebe ich meine Charaktere. Mathan ist für mich eine Versinnbildlichung des Fortschritts und der Drang sich selbst zu übertreffen (was er natürlich selbst nicht weiß). Seine Geschichte ist eine immerwährende Reise, die für mich persönlich eine ganz wertvolle Erfahrung beinhaltet, die ich hier nicht preisgeben will. Dragan ist dagegen die Stimme des Antihelden. Der, der sich nicht anpasst, aber trotzdem mitzieht, weil man manchmal einfach nicht anders kann. Weil man nicht alleine loslaufen lernen kann, denn er will immer mit den Kopf durch die Wand, scheißegal was ihm in den Weg kommt. Und trotzdem er mit seiner Art viele von sich wegstößt, mit seinen extremen Höhen und Tiefen, gibt es Leute, die zu ihm halten. Er selbst ist sich dem aber nicht bewusst. Aglarân steht dagegen für den Wahnsinn - positiv, als auch negativ, aber auch für die Abgründe der Seele. Mit ihm war/ist es immer eine schmale Wanderung zwischen Eigennutz und Überlebenswillen. Er erfreut/klammert sich an der Freude anderer Menschen, da er selbst kaum welche mehr verspürt und meidet sie (die Freuden und Menschen), da sie ihn letztendlich verlassen oder verletzen, manchmal auch beides...Verdandi steht dagegen näher bei Mathan und steht wortwörtlich für Potential. Leider war ich bei ihr noch nicht so aktiv und ich möchte nicht vorgreifen, was ich mit ihr vorhabe.

Wie du siehst: Jeder Charakter trägt ein Stück von dir mit sich, sei es noch so winzig. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig verdeutlichen, was ich meinte, obwohl ich es irgendwie nicht so ganz in Worte fassen kann, wie ich es in einem echten Gespräch getan hätte. So klingt das schriftlich ein wenig gestelzt oder schmalzig... Naja, wie man im Englischen sagt: Who cares, idgaf  :P

Bin mal auf deine Antwort gespannt,
mfg Curry
« Letzte Änderung: 11. Mai 2018, 07:01 von Curanthor »

Eandril

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #8 am: 16. Mai 2018, 14:19 »
So, bevor ich es schon wieder vergesse: Für mich stehen die Mängel, die jetzt noch vorhanden sein mögen, einer Annahme generell nicht im Weg. Verbesserungen wären natürlich an einigen Stellen (besonders deutlich im sprachlichen Bereich) noch schön, aber für mich nicht so dringend notwendig, dass ich die Annahme noch weiter rausschieben würde.

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Re: Branimir, vierter Charakter von Melkor.
« Antwort #9 am: 20. Mai 2018, 23:11 »
Also dann, angenommen.  ;)