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Autor Thema: Der Thron von Mittelerde  (Gelesen 246 mal)

>Darkness<

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Der Thron von Mittelerde
« am: 2. Nov 2018, 17:58 »
Hey User der MU!

Ich habe mich an eine "Der Herr der Ringe" FanFiction getraut und vorne vorweg:
Sehr vieles wird nicht im Kanon mit der wirklichen Geschichte von "Der Herr der Ringe" stehen. Also bitte kritisiert diese Dinge nicht.
Es ist auch mehr eine "Was wäre wenn..." Geschichte und soll nicht den Verlauf der wahren Geschichte Mittelerdes wiedergeben. Vielleicht werdet ihr auch andere Charaktere, Namen oder Inspirationen aus anderen Geschichten/Filmen/Serien wiederfinden, aber bitte seid nachsichtig.  :)

Ich habe noch viel zu schreiben, aber ich möchte schon die ersten Zeilen mit euch teilen.
Im laufe der nächsten Tage/Wochen oder Sogar Monate werde ich immer wieder etwas von meiner FF veröffentlichen.

Vorgeschichte:

Für die Leute die die Vorgeschichte interessiert werde ich die auch hier reinstellen, allerdings ist die wirklich nicht gut geschrieben. Bei der aktuellen versuche ich besser zu werden und noch einiges zu lernen.

Kapitel1
Kapitel2
Kapitel3
Kapitel4
Kapitel5

Hier könnt ihr euer Feedback und eure kritik äußern!


Die ersten Teile der neuen Geschichte folgen in den nächsten Tagen und werdeb in unregelmäßigen Abständen hier gepostet
« Letzte Änderung: 4. Nov 2018, 21:55 von >Darkness< »
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #1 am: 2. Nov 2018, 19:15 »
Anarya saß auf ihrem Bett in ihren Gemächern. In ihren Händen hielt sie ein altes schwarzes Buch. Sie konnte noch nicht verstehen, wie es in ihre Gemächer gekommen ist. Irgendjemand musste es hineingeschmuggelt haben,. Nach dem großen Krieg gegen Angmar und die Truppen von Thurion wurde Anarya festes Mitglied und Anführerin des Rates des Königs von Gondor.. Der zurückgekehrte König Aragorn hatte ihr die Position angeboten, da sie im Kampf in Carn-Dûm Thurion besiegt, getötet hatte und in ihr die selbe Blutlinie floss.  Aber hat sie den König von Angmar wirklich getötet? Anarya legte das Buch wieder unter ihrem Kissen und stand auf . Die junge Frau ging zum Balkon ihres Zimmers und blickte auf die Hauptstadt Gondors. Die spätherbstliche Sonne schien gerade zu diesem Zeitpunkt und ließ die weiße Stadt förmlich erstrahlen. Anarya hielt sich mit ihrer rechten Hand den Bauch. Sie erinnerte sich noch genau an den Schwertstoß, den sie dorthin bekommen hatte. Thurion durchbohrte sie tief mit seinem Schwert, worauf hin sie zu Boden sackte und das Bewusstsein verlor. Und doch soll sie ihn getötet haben. Laut Aragorn und den anderen Hauptmännern wurde aber seine Leiche und sein Schwert dort gefunden. Seitdem hat sie das Schwert von Thurion in ihren Gemächern. An Vollmonden leuchteten die Runen auf dem Schwert im kühlen blau und manchmal hatte sie das Gefühl als würde es pulsieren, oder als würde es in einer alten Sprache flüstern.
Auch wenn Anarya sich mit der Rolle im Rat abgefunden hatte, ließ sie nicht den Gedanken ruhen, selbst die legitime Königin Gondors zu sein. Im Grunde hatte sie nämlich genauso viel Anspruch auf den Thron wie Aragorn.
Gerne hätte sie damals Thurion auf ihrer Seite gehabt. Er wollte sich auf ihr Angebot damals aber nicht einlassen, da er seine eigenen Pläne verfolgte. Thurion wollte nämlich ganz Mittelerde unterwerfen. Vor sehr vielen Jahren, im ersten Zeitalter, war er mit Sauron im Dienste von Melkors, den sie Morgoth, den „schwarzen Feind der Welt“, nannten. Morgoth war einer der mächtigen Valar, entschied sich aber bei der Erschaffung der Welt dazu, die Welt böse zu machen, wurde aber letzten Endes von den anderen Valar in das dunkle nichts verbannt. Seitdem wird Morgoth von vielen Anhängern, besonders im Osten von Rhûn und Khand, im Süden von Harad und Umbar und im Norden in Forodwaith und Angmar als Gott verehrt.   
Thurion ist einer der Maiar. Sie waren ähnliche Wesen wie die Valar, aber in schwächerer Form. Er schlug sich damals zusammen mit Sauron auf die Seite von Morgoth und befahl die Truppen der Dunkelheit. Aber vom Aussehen alleine, würde man denken Thurion wäre ein ganz normaler Mensch, deshalb hatte Anarya ihn von Anfang an unterschätzt.
Vielleicht war es deshalb dumm gewesen, zu hoffen dass er auf Anaryas Seite wechselt. Sie streichelte mit ihrem Daumen über die Stelle, auf der die verheilte Wunde war. Durch die Heilkünste von Aragorn blieb nicht einmal eine Narbe zurück. Aber sie hatte das Gefühl sie würde die Wunde trotzdem immer spüren.
Die junge Frau schloss kurz die Augen, als die warmen Sonnenstrahlen auf ihre Haut schienen. Anarya dachte kurz an ihre Vergangenheit zurück. Sie weiß nur noch, dass ihr Dorf in Gondor damals überfallen worden war, sie gefangengenommen und auf ein Schiff von Sklavenhändlern gelangte. Dort wurde sie lange missbraucht und irgendwann tief im Süden Mittelerdes, in Umbar, auf die Straßen geworfen und sich selbst überlassen. Kurz bevor es so schien, als würde es keine Hoffnung mehr geben, beugte sich ein großer schwarzer Mann über sie. Aus Mitleid nahm er sie mit und brachte sie in den Osten ins ferne Rhûn. Dort zog er sie auf, lehrte ihr viele Dinge über die Welt. Der Mann war Abbas, der Berater des Königs von Rhûn. Von ihm wurde sie auch im Schwertkampf ausgebildet und er zog sie als Assassine groß. Seitdem tötete sie alle Feinde, die dem damaligen König von Rhûn Borchant, im Weg standen. Denn er wollte aus Rhûn, Khand, Harad und Umbar ein vereintes Königreich erschaffen, um gegen die Mächte des Westens anzukommen und den Glauben an Morgoth zu verbreiten.
Als das Land geeint war, wurde Borchant im Kampf getötet. Ab dann übernahm sein Sohn Murgoz den Thron und war Blind vor Rache und ignorierte die Ratschläge von Anarya. Abbas brachte Anarya aber auch den Glauben an Morgoth nah und sie wurde mit neunzehn Jahren sogar zur hohen Priesterin.
Als die Armeen des vereinten rhûnischen Reiches endlich gegen Gondor marschierten, wollte Murgoz wieder nicht auf die Ratschläge von Anarya hören und verspottete sie. Er wollte Anarya sogar wieder zurück nach Mistrand, der Hauptstadt Rhûn schicken.
Sie konnte es nicht zulassen, dass Murgoz die eigentlichen Pläne missachtete und so das ganze Vorhaben gefährden würde. So entschloss sie sich Murgoz zu erstechen. Die Hauptmänner des rhûnischen Reiches wussten, dass Murgoz ein schwacher Anführer und Anarya die bessere für diesen Posten war. Sie wurde nie Königin des Reiches und es gab seitdem auch keinen König mehr. Das Reich liegt seitdem in den Händen Abbas, bis sich alle Fürsten geeinigt haben was nun passieren sollte.
Anarya hatte es  geschafft, Minas-Tirith, die Hauptsatdt Gondors, und somit ganz Gondor zu erobern. Aber dann kam der Krieg mit Angmar dazwischen und Aragorn, der im Exil lebte, kehrte zurück.
Die junge Frau seufzte, ging wieder in die Gemächer zurück und sammelte einige Schriftstücke zusammen. Sie machte sich auf dem Weg zum Ratssaal und schlenderte die langen Korridore des Palastes entlang. Vor einer großen dunklen Eichentür blieb sie stehen. Die Tür war nicht fest verschlossen, sondern angelehnt. Anarya vernahm mehrere Stimmen. Sie erkannte die Stimmen von Faramir, Denethor und leider auch von Imrahil, den Prinzen von Dol-Amroth. Sie sammelte sich kurz und betrat den Raum. Sofort verstummten die Gespräche während sie zu ihrem Platz des großen runden Tisches ging. Ihre Schritte hallten auf dem steinernen Boden im großen Raum.
Wie immer kommt ihr zu spät!“, beschwerte sich Imrahil und sah sie abwertend von oben bis unten an. Anarya trug keine traditionellen Gondorianischen Kleider oder Kleidung, sondern eher ihre provokanten freizügigeren Kleider aus Rhûn. Meist in schwarz mit goldener Verzierung. Sie sah an sich herab und lächelte den Prinzen nur zurück.
Sie wusste genau, dass Imrahil eher konservativ und traditionell eingestellt war. Er legte viel Wert auf die alten Traditionen von Gondor. Anarya warf ihre Schriftstücke auf den Tisch und überschlug ihre Beine auf den Tisch. Aus dem Augenwinkel sah Anarya wie Imrahil die Augen verdrehte und sich zusammenriss nichts zu sagen.
Wie ich mir denken kann, seid Ihr nicht wirklich über den Krieg im Norden informiert, da ihr die letzten Sitzung nicht beigewohnt habt?“ In Imrahils Stimme lag ein abfälliger Ton. Anarya verstand nicht, warum Imrahil immer noch gegen sie schoss. Klar, Anarya hat damals Gondor durch eine List erobert und es gab Differenzen, aber Anarya hat im Grudne dazu beigetragen, dass Angmar die Hauptstadt Gondors nicht erobern konnte und hat sie durch ihre Taktik gut und lange verteidigt, bis die Truppen von Aragorn, die Truppen aus Rohan und Imladris eintrafen.
Überwiegend ignorierte sie die Sprüche und Provokationen des Prinzen von Dol-Amroth nur noch. Ab und an rutschte ihr mal eine zickige Antwort heraus.
Dann erzählt doch mal... Was passiert gerade im Norden?“, dabei verschränkte Anarya die Arme und Kniff sich dabei selbst in den Arm damit sie ruhig blieb. Imrahil wollte gerade Luft holen um zu sprechen, da ergriff Faramir vorher das Wort, um Konfliktsituationen zu vermeiden: „Aragorn müsste die nächsten Tage zurück nach Gondor reisen.... Irgendwas oder irgendjemand lässt die Truppen  von Angmar noch weiterkämpfen. Carn-Dûm ist halt, wie du weißt, eine sehr starke Festungsstadt. Das Volk will aber auch keine Kapitulation  und keinen weißen Frieden. Und unsere Truppen die wir in Angmar stationiert haben, mussten sich auch langsam nach Arnor zurückziehen, der Winter kommt so langsam wieder, die Verpflegung wird knapp und die Moral der Truppen schwindet so langsam. Immerhin geht der krieg jetzt schon seit drei Jahren...“;
Anarya überlegte kurz. Was lässt die Truppen von Angmar so weiterkämpfen. Aber was hält ihre Moral und die Motivation bestehen, Ihr König war tot und der krieg verloren.
Ist Angmar unter Thurion einfach wie jedes andere Land und hat nach den tot des Königs den Herrscher ausgetauscht und dieser will einfach die Niederlage nicht einsehen?
Das konnte sie nicht wirklich glauben. Gerne hätte sie Angmar besucht und mehr erfahren. Aber der krieg macht es unmöglich.
Aber wollt ihr damit sagen, dass der Krieg in Angmar verloren ist?“, fragte Anarya stutzig.
Naja, hätten wir es damals geschafft, als ihr den König besiegt habt, Carn-Dûm zu erobern, wäre es mit den anderen Städten, die gut befestigt sind, auch leichter... Und dann ist das Problem mit unserer aktuellen Truppensituation in Arnor nicht gerade leicht, da viele mit dem Wiederaufbau beschäftigt sind....“, Faramir machte eine kurze Pause. Er seufzte und fuhr fort: „Also ja, ich fürchte Angmar, insbesondere Carn-Dûm, ist für uns uneinnehmbar....
Anarya atmete stark aus und ging dabei nervös mit den Fingern durch ihre Haare.
Und wenn wir noch mehr Truppen aus Gondor in den Norden schicken?“ Fragte Anarya und wickelte dabei eine Haarsträhne um ihren Zeigefinger. Faramir schüttelte den Kopf und antwortete: „Wir haben schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft, vor allem da sich einige Städte und Dörfer in Gondor im Wiederaufbau durch den Krieg befinden.
Anarya ließ die Haarsträhne los. „Wahrscheinlich ist es dann einfach besser auf Aragorn zu warten...“, sagte Anarya.. Denethor und Boromir nickten ihr nur zu. Imrahil verdrehte nur die Augen und sagte abfällig: „Unser König wird schon die richtige Entscheidung treffen. In ein paar Tagen sollte er ja wieder hier sein...“ Anarya verspürte ein Verlangen, etwas zu sagen. Sie riss sich zusammen und stand auf. „Wenn ihr das meint...“, mit diesen Worten, wendete sie sich vom Tisch ab und ging Richtung Tür. Sie wollte nur so schnell wie möglich den Raum verlassen, damit sie nicht etwas gehässiges gegen den Fürsten von Dol-Amroth sagte.
Sie war gespannt, was Aragorn zu berichten hatte. Es dürfte ja nicht mehr so lange dauern, vielleicht würde er Imrahil etwas zurechtweisen, dachte sie sich.
Für die nächsten Tage nahm Anarya sich vor, nach Rhûn zu reisen. Es stand eine schwarze Messe zu Ehren von Morgoth an. Als hohe Priesterin der Priesterschaft von Morgoth, ist es Pflicht für sie dort zu erscheinen. Sie überredete Faramir, der ihr ein Freund geworden war, mit ihr nach Rhûn zu reisen und ihm ihre Heimat zu zeigen. Die Leibgarde aus Rhûn und ihr Kommandant Darius begleitete sie dorthin.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #2 am: 3. Nov 2018, 22:40 »
Die Reise war weit. Sie ritten über Osgiliath, durch Nord-Ithilien, am Norden Mordors vorbei, Richtung Osten nach Rhûn. Mistrand, die Hauptstadt Rhûns, warm am rhûnischen Meer gebaut. So war die Stadt ein perfekter Handelsort. Es gab so Anbindungen zu den anderen großen Städten am rhûnischen Meer und über den Fluss Celduin nach Esgaroth, nach Thal und sogar zum einsamen Berg, der Erebor, in dem die Zwerge und deren König Dain Eisenfuss lebten.
Die Stadt war von einer hohen Mauer umgeben. Am Tor befanden sich einige Soldaten die die Tore bewachten. Die Bewohner waren überwiegend Handelsleute, Gelehrte, Priester oder höhere Kommandanten. Sie bewohnten die prächtigen,schönen Anwesen und Viertel. Schöne Gärten und Brunnen zierten die Gegenden. Die arme und mittlere Bevölkerung lebte eher in Lehmhausartigen Häusern und Baracken.
Lange ist es her, dass Anarya das letzte mal in Mistrand war. Voller Stolz betrachtete sie die verzierten Tore der Stadt. Sie erklärte Faramir den Aufbau und Struktur der Stadt, während sie durch die Straßen ritten.
Die beiden saugten förmlich die Eindrücke der Stadt auf. Anarya vernahm die vertraute Sprache und den Tumult auf den Straßen. All das erinnerte sie an die ersten Tage in der Stadt. Sie ritten an Märkte vorbei, durch die „Straße der Gelehrten“, bis die Truppe schließlich den Palast erreichte.
Anarya stieg vom Pferd und ging die hohen Stufen hinauf. Faramir folgte ihr rasch. Oben angekommen öffneten Wachen die Tore des Palastes.
Leise schallten die Schritte von Anarya und Faramir auf den Marmorboden der Halle. Am Ende des Saals saß ein dunkelhäutiger Mann in prächtigen Roben.
Lange ist es her, das ich dich das letzte mal sah!“, sagte der Mann laut, während er sich von seinem Platz erhob. Anarya war die Stimme sehr vertraut. Sie und Faramir machten eine leichte Verbeugung. Dabei erwiderte sie: „Vieles ist in der Zeit geschehen, doch der Krieg der über Gondor und ganz Mittelerde zog ließ es nicht zu, euch zu besuchen...“ Der Mann ging auf die Besucher zu. Anarya sah ihn nicht an. Zu groß war die Scham und der Respekt. Der Mann, der Abbas war, antwortete: „Sagt mir Anarya, wie war eure Reise und wie ich sehe habt ihr noch jemanden mitgebracht?“ Seine Stimme klang dabei freundlich und gar nicht verärgert. „Erzählt mir von den letzten Jahren, ihr habt bestimmt einiges zu erzählen!“ Dabei führte Abbas Anarya und Faramir durch die Hallen zu einer Ecke, die mit einem Tisch und Sitzkissen auf dem Boden dekoriert war. Anarya erkannte dass Faramir das so nicht kannte. In Gondor hatte man stets Stühle, oder wenigstens Hocker. Mit einer Geste brachte sie ihn dazu sich doch auf die Sitzkissen zu setzen. Anarya erzählte bis in den späten Abend von den ganzen Geschehnissen in Gondor, ihre wahre Herkunft, ihre Blutlinie und den Krieg.
Abends stand die schwarze Messe an. „Willst du dabei sein?“, fragte Anarya Faramir unsicher. Dieser war fasziniert von der Kultur des Landes und willigte ein. „Aber bitte verurteile mich dafür nicht...“ Waren noch ihre letzten Worte, bevor Faramir mit Abbas und Darius richtung des Tempels gingen. Anarya benutze einen anderen Eingang, da sie noch ihre Kleidung wechseln musste. Ihr kamen viele Menschen mit schwarzen Umhängen entgegen, die auf dem Weg zu der Messe waren. Schließlich erreichte sie auch den Tempel und zog dort ihre Reisekleidung aus und zog sich eine seidige schwarze Robe über. Die Robe lag eng an ihrem Körper an. Sie musste für das dunkle Ritual eine Maske tragen. Diese Maske bildete eine Fratze die auch auf Anaryas schwarzem Buch zu finden ist.
Als sie aus der Umkleide herauskam, warteten dort schon die anderen Priesterinnen und Priester die Fackeln in den Händen trugen. Sie wurden auch von Wachen begleitet gingen durch den Innenhof, zum Haupteingang und gingen im Tempel den langen Flur, der durch die Sitzbänke entstand, entlang. Der Tempel war voll und alle Menschen dort standen und richteten die Blicke auf Anarya und ihr Gefolge. Die Menschen im Tempel trugen ebenfalls Masken und schwarze Umhänge. Vorne angekommen, erkannte sie kurz Faramir. Er trug ebenfalls die Maske und einen schwarzen Umhang den Faramir von Abbas erhalten hatte.
Vorne befand sich ein großer  Altar hinter dem eine Statue von Morgoth Stand und auf der Wand dahinter waren Bilder von Schlachten des ersten Zeitalters gemalt. Vor den Altar blieb Anarya stehen, während die anderen Priesterinnen und Priester sich auf Stühlen um den Altar verteilten und setzten. Es war ganz Still. Man hörte nur das Knistern der Fackeln und den leichten Wind. Anarya ging zum Altar und nahm eine Schale, in der sich eine rote Flüssigkeit befand. Sie wusste dass es Blut war. Es war nicht unüblich, dass Opferungen zu Ehren von Morgoth stattfanden. Sie nahm die Schale mit den Blut und zeichnete einen Kreis um sich und darum nochmal einen Außenkreis. Im Zwischenraum der Kreise, malte sie einige Symbole. Dabei flüsterte Anarya auch Worte in der dunklen Sprache. Einige von diesen Worten wurden von den Priestern wiederholt. Einer der Priester reichte Anarya ein Zeremoniemesser. Damit schnitt sich die junge Frau in ide Handfläche und flüsterte erst leise die Worte der dunklen Sprache, bis sie schließlich immer lauter wurde. Am Ende standen die Besucher der Messe auf und Anarya sprach einen Spruch vor und die anwesenden wiederholten diese lautstark.
Anarya nahm endlich die die Maske ab. Sie hatte das Gefühl als könnte man nicht richtig darunter atmen. Sie wartete am Seiteneingang des Palastes auf Abbas und Faramir. Diese beiden kamen auch kurz darauf und Abbas klatschte in die Hände. „Das hast du gut gemacht, ich wusste du wirst mich nicht enttäuschen!“, rief er. Anarya entgegnete ihn nur ein lächeln und nickte. Ihr Blick richtete sich wieder zu Faramir, in der Hoffnung, er würde sie jetzt nicht verleugnen. Doch dieser sah zufrieden aus. „Kommt mit mir ihr habt eine lange Reise hinter euch und es ist sehr spät, ihr solltet noch was essen und schlafen!“; Bot Abbas an. Faramir und Anarya nickten. Aber Anarya spürte etwas. Sie hatte das ganze Ritual über das Gefühl wieder die Stimmen im Kopf zu hören die sie damals hörte, als sie damals Gondor eroberte. Sie starrte die ganze Zeit in eine Richtung. „Ist was?“ , fragte Faramir. Mit finsterer Miene schaute sie zu Faramir. Sie erwiderte nur: „Wir müssen morgen, wieder abreisen. Es tut mir leid mein Herr, aber König Aragorn müsste wieder da sein...
Natürlich, ich werde, sobald wir am Palast sind, alles anordnen um deine Abreise vorzubereiten, meine Tochter!“ ; Abbas hatte dabei eine sehr ruhigen und verständnisvollen Ton in der Stimme. Tief im inneren war Anarya heilfroh wieder bei ihm zu sein und solche Worte zu hören. Er war ihr nicht verpflichtet und doch behandelt er sie wie sein leibliches Kind
Am nächsten Tag zuppelte Anarya nochmal den Sattel und die Unterdecke am Pferd zurecht. Abbas kam ihr entgegen und sprach: „Ich habe einigen Soldaten angewiesen mit dir zu Reisen. Ich weiß, dein Freund Faramir, Darius und deine Leibwache wird auf dich aufpassen, aber man kann trotzdem nie vorsichtig genug sein. Immerhin sollst du sicher in Minas-Tirith ankommen!
Anarya antwortete: „Ich danke euch, Herr!“ Abbas lachte darauf herzhaft und laut:
Du weißt dass du mit mir nicht wie mit einem Fürsten reden musst, ich meine ich hab dich großgezogen und hab dich bei mir aufgenommen, wie mein eigenes Kind und das bist und bleibst du auch für mich!“ Anarya und Abbas umarmten sich. Anarya spürte, wie ihre Augen nass wurden und versuchte die Tränen zu unterdrücken. Daraufhin stieg sie auf ihr Pferd.
Was wirst du jetzt machen? Ich meine das rhûnische Reich hat keinen König, wie wird es damit weitergehen?“ Abbas sah sie liebevoll an und sagte: „Du kennst die Traditionen und Gesetze in Rhûn. Es kann nur der jenige König sein, der auch in der Familie der Königslinie ist. Und nach Murgoz gibt es keinen wirklichen legitimen König mehr. Nach den Gesetzen würde das Land also an Morgoth fallen. Aber der ist nicht hier in unserer Welt, also werde ich es als Regent weiterführen, bis sich eine Lösung finden lässt...
Anarya nickte ihm zu und ritt mit ihrem Gefolge aus der Stadt.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #3 am: 4. Nov 2018, 21:52 »
Der Himmel war bewölkt und ein kühler Wind zog durch das Land. Auch als Anarya mit ihrer Truppe wieder in Gondor angekommen waren, änderte sich nicht viel am Wetter. Als Anarya am Palasthof angekommen war und den Thronsaal betrat, sah sie Imrahil, Denethor und Boromir dort stehen. Vor ihnen stand ein Soldat aus Arnor. Seine Rüstung war zerschlissen und kaputt. Anarya ging einige Schritte auf die Männer zu. Als Imrahil Anarya entdeckte hörte er auf zu sprechen. „Gibt es ein Problem?“, fragte die junge Frau. Der Fürst von Dol-Amroth versuchte Worte zu finden und erwiderte: „Was soll es denn für ein Problem geben? Wieso seid ihr überhaupt jetzt schon zurück?“ Anarya blickte misstrauisch in die Runde. Mittlerweile haben auch Faramir und Darius den Thronsaal erreicht. „Wo ist Aragorn? Wo ist der König?“, fragte sie. Imrahil sagte nichts. Boromir und Denethor sahen sich nur gegenseitig an. Sie ging zu dem Soldaten und blieb dicht an ihm stehen. „Sprecht, ich bin die Ratsherrin, Beschützerin von Minas-Tirith, solange der König fort ist und habe das selbe Blut wie er in seinem Blut!“ Der Soldat aus Arnor sah verängstigt und verstört aus. „Seht ihr denn nicht dass er erschöpft ist und lasst ihn doch erstmal zur Rast kommen... los geht...“, versuchte Imrahil zu sagen. Anarya fiel im aber ins Wort und befahl: „Los, sprecht was ist hier los?“ Der Soldat stammelte und stotterte zunächst und schaffte es dann aber Worte auszusprechen: „Der König... Wir wurden.... Wir haben es nicht geschafft ihn zu.... Der König ist tot!
Anarya konnte nicht verstehen was er dort von sich gibt. Der König, Aragorn... Er ist tot? Sie sah Imrahil mit einem erschrockenen und gleichzeitig bösen Blick an. Wie konnte er ihr nur so eine Nachricht verheimlichen wollen. „Wo ist Arwen und ihr Sohn?“, wollte Anarya wissen. Imrahil antwortete wieder nicht. Er sah so aus als würde er in Gedanken versinken. Boromir erwiderte nur gestresst: „Wir wissen es nicht, beide sind verschollen und auch bei Herr Elrond in Bruchtal sind sie nicht...
Anarya versank ebenfalls in Gedanken. Wenn Der König tot ist, der Erbe verschwunden und nicht auffindbar... Das würde ja bedeuten, dass der Thron an den nächsten Blutsverwandten gehen würde.
Sie sah Faramir hilflos an. Er kam einige Schritte auf sie zu und sagte: „Streng genommen wisst ihr dann wer die neue Königin von Gondor und Arnor ist und das ist dann Anarya!“ Imrahil schüttelte nur den Kopf. „Nein, nein, nein!“, rief er wütend. Denethor warf stumpf in den Raum: „Unser König ist tot, lang lebe die Königin!“ Der Fürst von Dol-Amroth warf ihm einen finsteren Blick zu. Es entstand eine Stille im großen Saal. Imrahil murmelte etwas vor sich hin und verließ den Thronsaal.
Anarya ging einige Schritte auf den Thron zu. So lange hatte sie darauf gewartet und nun gehört die Krone Gondors ihr! Faramir stellte sich neben ihr. Sie drehte sich zu ihm und sagte mit leiser Stimmt: „Lasst es in ganz Gondor verkünden, der König ist tot und ich bin jetzt die rechtmäßige Königin des Reiches Gondor und Arnor!“ Faramir verneigte sich nur und ging ebenfalls aus dem Saal.
In alle Himmelsrichtungen ritten Boten um die Nachricht zu verkünden. Anarya hat es geschafft. Endlich hat sie das bekommen, was sie die letzten Jahre gewollt hat und jetzt ist es zum greifen nahe!
Aber sollte es wirklich so einfach sein?
Einige Tage vergingen und viele Briefe gingen in der Hauptstadt ein. Anarya saß mit Denethor und seinen beiden Söhnen Faramir und Boromir am Ratstisch. Sie lasen alle die Briefe während Anarya ihre Füße auf dem Tisch hatte und nachdenklich an ihren Harren spielte.
Nun ja, hier sind nicht viele erfreuliche Nachrichten drinnen...“, fing Faramir an. „Die Fürsten von Lamedon, Anfalas, Belfalas und Lebennin wollen euch nicht als Königin anerkennen...“ Anarya seufzte genervt. Sie konnte es nicht verstehen, warum die Fürsten von Gondor so Probleme verursachten, wenn jemand anders als Herrscher des Reiches eintritt.
Die Folge für das Reich Gondor und Arnor war zerschmetternd. Die Fürstentümer erkannten das Reich Gondor nicht mehr  als ein Königreich an. Sie hatten das vertrauen verloren und beschlossen unabhängig zu sein. So gab es nun das Fürstentum Anfalas, Lebennin, Lossarnach, Ringló-Tal und Mordor. Imrahil konnte einige Lehen zusammenhalten. So zählte er Lamedon, Lebinnin und Belfalas zusammen.
Anarya war inzwischen verzweifelt. Sie saß vor einem Berg von Papieren und wusste nicht wirklich was sie damit anfangen sollte. Lange wurden auch keine Ratssitzungen mehr abgehalten, da niemand mehr erschien. 
Sie ließ Denethor und seine beiden Söhne mit einer dringenden Nachricht in den Ratssaal berufen. Kurz darauf erschienen die drei Männer auch. Anarya erhob sich. Sie holte tief Luft und sprach mit ausgestreckter Brust: „Ich weiß, das Reich ist am zerfallen, ich weiß auch, dass ihr mir wahrscheinlich nicht so vertraut und ich weiß auch dass eure Herzen für Gondor schlagen...“ Sie seufzte kurz und fuhr fort: „Aragorn ist leider tot, auch ich habe damit zu kämpfen, da er mir in der kurzen Zeit so viel gegeben hat wie schon lange keiner mehr . Ihr wisst auch dass der Sohn von Aragorn nicht mehr auffindbar ist und ich somit den legitimen Anspruch auf die Krone habe, deshalb frage ich euch alle, ob ihr auf meiner Seite seid und diesen Kampf mit mir beginnen wollt, mir den Thron zu sichern, auch wenn es schwer wird?“ Sie sah verzweifelt in die Runde und stützte ihre Hände auf den Tisch. Faramir schritt ein paar Schritte nach vorne und erwiderte; „Du täuschst dich, ich habe dir vertraut und vertraue dir immer noch. Wenn jemand richtige Entscheidungen für unser Land treffen wird, dann weiß ich dass du das machen wirst. Ich werde dich mit Ihtilien unterstützen!“ Anarya nickte Faramir zu und blickte zu Denethor und Boromir. Die beiden Männer sahen sich gegenseitig an. Boromir ergriff dann das Wort: „Vielleicht mögt ihr recht haben, vielleicht vertraue ich euch nicht direkt. Aber ich vertraue meinem Bruder. Ich weiß dass er mit vielen Sachen recht behielt. Osgiliath ist auf eurer Seite!“ Daraufhin sagte Denethor direkt: „Ich denke dass ihr das es schafft, eine richtige und gute Königin zu werden und ihr seid noch Jung, Anorien wird auch hinter euch stehen,vor allem auch deshalb weil ich hinter meinen Söhnen stehe!“ In Anarya machte sich Erleichterung breit. Sie überlegte einige Zeit. Alle im Raum schwiegen. Die junge Königin Gondors breitete eine Karte der Gebiete von Gondor aus. Sie murmelte leise Worte vor sich hin und ging verschiedene Szenarien im Kopf durch, wie sie das ganze Land wieder vereinen konnte. Fragend wendete sie sich an ihre drei Fürsten: „Ihr kennt das Land noch immer besser als ich, ihr kennt die Fürsten. Was also sollen wir vorgehen um das Königreich wieder zu einen?“ Boromir ergriff sofort das Wort: „Wenn ihr mich nach meiner Meinung fragt, sollten wir das Land nicht durch Kriege weiter spalten. Wir sollten vielleicht etwas Zeit vergehen lassen und versuchen diplomatisch vorzugehen.“ Anarya sah auf die Karte. Sie glaubte nicht daran, dass die Fürsten sich auf diplomatische Verhandlungen einlassen würde. Sie wollte es sich aber nicht anmerken lassen und stimmte Boromir erstmal zu. Anarya wies an, Boten auszuschicken, die die Fürsten zu Verhandlungen einluden.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #4 am: 5. Nov 2018, 22:51 »
Weitere Tage vergingen und Anarya entwarf ihr eigenes Wappen. Auf dem Wappen zierte ein weißer Falke, der zu einer Mondsichel empor stieg. Der Grund war blau.
Außerdem ließ sie auch die Rüstungen der Soldaten Gondors ändern. Die wurden mit schwarzen Stoffumhängen versehen und trugen nun auch das neue Symbol Anaryas auf der Rüstung und den Waffenrock.
All die Banner und Fahnen der Stadt Minas-Tirith und der Unterstützer Anaryas, wurden ausgetauscht um den Einfluss Anaryas zu demonstrieren.
Die letzten Herbsttage des Jahres wurden nun auch Kühler. Oft wehte ein kalter Nordwind durch die Ländereien Gondors.
Eines Nachts saß Anarya auf ihrem Bett und schaute dabei das schwarze Buch an und Blätterte in den Seiten. Auf vielen Seiten des Buches befanden sich unleserliche Notizen. Anarya versuchte sie ständig zu lesen, aber bis auf einzelne Wörter konnte sie den Zusammenhang nicht ganz verstehen. Es klopfte heftig an ihrer Türe und die Stimme Faramirs rief immer „Anarya!". Sie bat ihn hinein und er betrat außer Atem den Raum.  „Ich habe schlechte Neuigkeiten... Leider...“, stammelte Faramir heraus. Anarya seufzte und legte das Buch auf ihr Kissen: „Und welche sind es diesmal?“ Faramir nahm hektisch einen zerknüllten Brief aus seiner Tasche und entfaltete ihn. „Arnor wird sich nicht einer falschen Königin unterwerfen. Wir sind Stolz auf unsere gemeinsamen Vorfahren und das Númenorische Blut. Es gibt nur einen wahren König für uns und das ist der Sohn des Königs: Eldarion! Solange werden wir den Prinzen von Dol-Amroth unser vollstes Vertrauen schenken!“, las er vor. Anarya ballte die Fäuste und schlug auf ihr Bett. Anarya besaß ebenfalls das selbe Blut. „Unsere Truppen die wir mit dem Boten nach Arnor schickten sind alle getötet worden und als Symbol aufgehangen worden, damit jeder der auch nur den Gedanken hat sich euch anzuschließen, weiß was ihm erblüht... Ich hab solch eine Reaktion von Arnor nicht erwartet, es tut mir leid...“, sagte Faramir bedrückt. Anarya stand auf auf. Noch immer hatte sie die Hände zu Fäusten geballt. Sie schüttelte verständnislos den Kopf und erwiderte: „Es ist nicht deine Schuld, Faramir. Sie haben selbst so entschieden, aber wir müssen dagegen angehen! Ruf den Rat zusammen, ich denke wir haben einiges zu besprechen...
Faramir nickte und machte sich sofort auf den Weg. Anarya verspürte einen stechenden Schmerz im Kopf. Auch ihre verheilte Wunde machte sich bemerkbar. Für einen kurzen Moment wurde ihr schwarz vor Augen und sie vernahm leises Flüstern, das immer lauter wurde. Sie konnte die Stimmen nicht verstehen. Die Wörter waren in einer anderen Sprache. Anarya fasste sich an den Kopf um den Schmerz irgendwie entgegenzuwirken, aber es brachte nichts. Sie versuchte sich zusammenzureißen und sammelte sich für einen Moment.
Die junge Königin machte sich auf den Weg zum Ratssaal. Dort warteten auch schon Denethor, Boromir und Faramir.
Wollt ihr noch immer diplomatisch vorgehen?“, fragte sie energisch Boromir mit einem leicht verspottenden Unterton in der Stimme. Der sah sie nur mit einem erschrockenen Blick an und wusste zunächst nicht was er antworten sollte.
Ich habe so ein Handeln, von den Fürsten in Arnor nicht erwartet....“, versuchte er sich zu verteidigen. Denethor warf nur in den Raum: „Wir müssen aufpassen, dass dieser Funke nicht auch auf die anderen Lehen überschlägt und auf die Bevölkerung in unseren Gebieten.“ Faramir nickte und sprach: „Ich werde so schnell wie möglich ein treffen mit allen Fürsten von Gondor organisieren. Umso mehr wir auf unserer Seite ziehen, desto eher werden die restlichen auch nachgeben...“ Anarya war froh, jemanden wie Faramir an ihrer Seite zu haben. Er wusste sofort, wenn sie nicht weiter wusste und versuchte so viel Arbeit wie möglich abzunehmen.
Dieser machte sich auch sofort auf den Weg. Boromir machte sich daran, die Truppen in den Städten für den Ernstfall zu sammeln. In den darauffolgenden Tagen, hatte man das Gefühl, dass sich selbst die Bevölkerung in Minas-Tirith zu spalten begann. So kam es das Anarya zunächst mit vielen Leibwächtern durch die Straßen der weißen Stadt unterwegs war. Viele riefen Beleidigungen wie „Schlampe aus Rhûn, mach das du zurück gehst wo du her kommst!“ oder auch „Thronräuberin“. Auf der anderen Seite gab es auch viele Menschen die sich auf ihrer Seite schlugen. Besonders die junge Bevölkerung, denen die alten Traditionen Gondors sowieso nicht mehr zusagten.
Viele Anhänger Anaryas demonstrierten gegen die alten Traditionen und die Gegner der Krone . Dabei trugen sie viele selbstgebastelte Fahnen und Banner mit sich.
Ab und zu kam es zwischen beiden Gruppierungen zu Auseinandersetzungen. Die Wachen Gondors versuchten dies immer zu verhindern.
Eines Abends konnte man einen langen Fackelzug durch die Ebenen der Stadt marschieren sehen. Mit Gesängen und Rufen huldigten sie ihrer neuen Königin. Anarya vernahm diese Laute bis zu zur obersten Ebene.
Anarya genoss dies, da sie so das Gefühl hatte, dass wenigstens ein Teil der Bevölkerung hinter ihr stand. Sie wusste dass am nächsten Tag ein anstrengender Tag bevor stand. Sie hielt ihre erste Rede vor den Bewohnern von Minas-Tirith und sie reist richtung Nord-Ithilien um sich dort mit dem Fürsten von Mordor zu treffen. Von der obersten Ebene blickte sie auf die Stadt und  und beobachtete die Lichter. Es war kalt geworden und der Winter stand kurz vor der Tür. Sie wickelte sich in ihren Umhang und ging in Richtung des Palastes.
Der folgende Tag fing für Anarya schon schwierig an. Sie hatte die Nacht kaum geschlafen. Müde rieb sie sich die Stirn während sie sich ihre Kleidung anzog. Es klopfte an der Tür und Faramir betrat den Raum. „Meinst du ich kann so vor unser Volk treten?“; fragte sie nervös ihren Freund. Faramir lächelte nur sanftmütig und entgegnete: „Ich finde du sieht in allem wunderschön aus!“ Daraufhin konnte Anarya ihr verlegenes Grinsen nicht verstecken. „Auch wenn es gegen deine Prinzipien verstößt, aber vielleicht solltest du in solchen schwierigen Zeiten lieber nicht unbedingt die Kleidung aus Rhûn tragen... Vielleicht sehen die Menschen dann ein, dass du zu uns gehört!“ , sagte er und machte eine kurze Pause. „Du gehörst jetzt schon zu uns und hast du im Herzen schon immer!“ Daraufhin sah Anarya an sich hinunter und blickte in den Spiegel. Vermutlich hatte Faramir recht. Wenn sie als wahre Königin Gondors auftreten will und ernst genommen werden will, muss sie sich ein kleinen wenig anpassen.
Anarya verschwand hinter der holzigen Trennwand und zog sich ein seidiges, enganliegendes schwarzes Kleid an. Darüber zog sie einen roten seidigen Mantel an und zog sich einen schwarzen Kapuzenumhang über. Als sie von der Trennwand hervortrat, staunte Faramir nicht schlecht. „Unglaublich, ich denke... Nein, ich weiß dass ihr so vor dem Volk treten könnt als würdige und rechtmäßige Königin Gondors!
Zufrieden harkte sie sich bei Faramir ein und machte sich auf dem Weg zu der Volksversammlung. Viele Menschen waren dort versammelt und die Flaggen wehten im Wind. Sie ging auf einem Podest und stellte sich Richtung der versammelten Menschen. Man hörte viele jubeln und singen, aber auch einzelne Buhrufe. Sie blickte zu Faramir und ihren Hauptmännern Gondors die hinter ihr standen. Anarya hob beide Hände um die versammelte Masse zu beruhigen. Sofort verstummten alle. Nur vereinzelt hörte man Menschen die abwertende Sprüche riefen. „Verschwindet aus Gondor!“, riefen die einen, „Rhûn Schlampe!“ die anderen. Auf jeden der Sprüche folgten Buhrufe der Anhänger Anaryas.
Sie ließ sich davon nicht aufhalten und Sprach: „Wir alle wissen, es sind schwierige Zeiten, König Aragorn ist tot und seine Familie auch. Es ist wahrlich ein Verlust für unser land und für den Frieden Mittelerdes.“ Sie machte eine kurze Pause. „Auch wenn es viele Menschen in Gondor missbilligen, dass ich nun die Königin Gondors bin, werde ich es sein. Ich werde bei meinem Leben und bei meinem Blute schwören, dass ich die Interessen Gondors vertreten und das Reich beschützen werde! Auch wenn es mir das Leben kosten mag, wie es schon König Aragorn erfahren musste...“ Viele Menschen in der Masse nickten ihr zu. „Wie ihr wahrscheinlich auch schon mitbekommen habt, haben sich einige Fürstentümer Gondors für unabhängig erklärt und meinen sich der Verantwortung entziehen zu können. Ihr alle zahlt Steuern, ihr alle zahlt euren Beitrag zum Erhalt des Reiches. Sei es nun mit Geld, Pferden, oder Nahrung.  Die Fürsten der anderen Fürstentümer entziehen sich ihrer Pflicht und denken nur weil eine andere Königin an der Macht ist...“ Wieder nickten viele Menschen zu und stimmten ihren Worten zu. „Ich werde euch versprechen, ich als eure Königin, ich werde jeden Fürsten dafür verantwortlich machen, dass er das Reich und euch alle im Stich lässt! Egal welchen Stand er hat! Niemand sollte sein Volk so im Stich lassen!“ Die Menschenmasse jubelte ihr zu. „Zusammen werden wir Gondor wieder vereinen und erstrahlen lassen, so wie es immer in der Geschichte war und sein sollte!“ Mit diesen Worten stieg sie vom Podest hinunter. Faramir half ihr dabei. Lautstark rief das Volk „Anarya, Anarya, Anarya!“. Anarya  versuchte ihr grinsen zu unterdrücken, damit sie ihre Kalte Maske nicht verlor.
Anarya, Faramir und Boromir machten sich auf dem Weg nach Osgiliath. Dort machten sie eine Rast, da sie am folge Tag den Fürsten aus Mordor trafen. Am Palast angekommen, erklärte Boromir, er würde lieber ins Gasthaus „zum Weißen Baum“ gehen. Er hielt es für üblich mit den Soldaten zu trinken um die Moral und den Kontakt aufrecht zu halten.
Vielleicht wäre es für euch gar nicht so schlecht, wenn ihr euch auch von dieser Seite zeigt!“, schlug er rasch vor. Anarya zögerte erst, willigte aber dann ein. Im Gasthaus war es laut und man hörte viel Gelächter. Die Gäste waren überwiegend Soldaten und Hauptmänner Gondors. Als die Gäste die drei Ankömmlinge sahen, wurde es sofort still und keiner traute sich mehr aus seinem Krug zu trinken. „Heil, Anarya unsere Königin!“, rief einer der Soldaten und alle Anwesenden verneigten sich vor ihr. Anarya erhob ihre Stimme: „Ich bin nicht hergekommen, um euren Gehorsam zu prüfen, trinkt und habt den Abend Spaß! Die nächste Runde geht auf die Kosten der Krone“ Die Soldaten im Gasthaus hoben ihre Krüge in Anaryas Richtung und jubelten. Boromir klopfte ihr auf die Schulter und lachte dabei, während er zum Wirt ging.
Anarya und Faramir hingegen setzten sich an einen Tisch in einer Ecke. Boromir kam später mit drei Krügen voller Bier wieder. „Heute, ist das Leben schön!“, sagte er und nahm einen kräftigen Schluck. Anarya nahm ihren Krug in beide Hände und trank wenige Schlücke. Die drei unterhielten sich eine Zeit lang, bis weitere Hauptmänner aus Osgiliath sich zu ihnen an den Tisch setzten und alte Geschichten mit Boromir und Faramir austauschten. Anarya blickte durch den Raum. Sie sah viele betrunkene Soldaten die sich über diverse Dinge belustigten.
Ihre Blicke streiften sich mit einer Gestalt die in einer anderen Ecke des Raumes saß. Die Gestalt war ein Mann. Er trug einen Kapuzenumhang und hatte die Kapuze weit über das Gesicht gezogen.Erschrocken senkte Anarya ihren Blick. Faramir der dies bemerkte sprach sie sofort an: „Was ist denn los? Hast du zu viel getrunken?“ Dabei lachte er etwas. Anarya schüttelte nur den Kopf und fragte: „Siehst du den Mann in der Ecke?“ Faramir schaute dorthin und sagte: „Ja, was ist mit ihm?“ Anarya erwiderte mit zittriger Stimme: „Er starrt zu uns seit wir hier sind...“ Als sie das sagte stand der Mann auf und verließ das Gasthaus. Faramir versuchte sie zu beruhigen: „Das ist bestimmt nur ein Waldläufer der hier seine Rast macht!“ Anarya nickte daraufhin nur. Es ließ ihr aber keine Ruhe. Sie hatte dabei ein seltsames Gefühl.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #5 am: 6. Nov 2018, 21:08 »
Am nächsten Morgen stand das Treffen mit dem Fürsten von Mordor an. Der Fürst von Mordor war Lerion, ein militant. Dies zeigte er auch direkt: Ihm folgte eine starke Truppe aus voll ausgerüsteten Soldaten.
Anarya stand auf ihrem Pferd dagegen auf der anderen Seite mit ein wenig Soldaten. Die Banner wehten im Wind, der stark durch die Ebenen von Ithilien wehte.
Seht an, wen haben wir denn da?“; fing der Fürst an. Bevor er weiter sprechen konnte, fiel Faramir ihm ins Wort: „Das ist Anarya, erste ihres Namens, Königin der Númenorer, rechtmäßige Herrin von Gondor und Arnor und Beschützerin des Reiches!
Lerion lachte dabei laut. Anarya zog die Augenbrauen hoch. „Was ist das für ein Banner? Sieht das Banner der Könige von Gondor nicht anders aus? Wo ist der weiße Baum?
Anarya sah auf das Banner des Fürsten, wollte antworten doch Faramir antwortete schneller: „Anarya wählte das Symbol der Freiheit, mit den alten Traditionen Gondors zu brechen, die dieses Land lange gefesselt haben und das Licht des Mondes, welches sie leiten wird!
Anarya richtete sich auf ihrem Pferd auf. Sie sagte schließlich: „Euer Banner zeigt ebenfalls keinen weißen Baum, selbst als ihr noch treu zu Gondor wart!“ Dabei blickte sie auf das rote Banner Mordors, auf dem eine wolfsähnliche Gestalt den Turm von Barad-dûr umklammerte.
Lerion räusperte sich und erwiderte: „Ihr wisst durch wen Mordor stark geworden ist, der Wolf ist sein Wappen. Es ist ein Jammer, dass er nicht mehr unter uns weilt...
Anarya spürte die Anspielung auf Thurion. Sie wusste nich, ob sie das als Provokation werten sollte, da sie sich selbst nicht einmal Sicher ist, ob sie ihn wirklich getötet hatte.
Die junge Königin versuchte ihren inneren Ärger darüber zu verbergen. „Der Thron von Gondor gehört mir, ich alleine habe den legitimen Anspruch!“, sprach sie.
Lerion runzelte die Stirn. Dann erwiderte er: „Niemand will euch als Königin, ihr habt nicht wirklich Freunde hier in Gondor und ein Fürst ohne Freunde, ist ein Fürst ohne Macht!
Faramir ergriff wieder das Wort: „Anarya hat mich als Fürsten von Ithilien auf ihrer Seite, meinen Bruder Boromir als Herr von Osgiliath und Anorien und die Hauptstadt steht hinter ihr!
Er machte eine kurze Pause. Anarya spürte dass er kurz überlegt bis er noch hinzufügte: „Außerdem scheint Fürst Forlong von Lossarnach kurz davor zu stehen sich uns anzuschließen!
Der Fürst von Mordor sah zu seinen Hauptmännern als er dies hörte. Anarya erhob arrogant die Stimme: „Ich gebe euch einen Tageslauf, unterstellt mir eure Banner und akzeptiert mich als rechtmäßige Königin, oder ich werde euch wie die anderen Fürsten vernichten!
Mit diesen Worten drehte sie mit ihrem Pferd um, die Wachen Anaryas folgten ihrer Königin. Anarya überlegte: War der Fürst von Lossarnach wirklich auf ihrer Seite, oder war das ein Trick Faramirs? Fragend wendete sie sich an ihn: „Sag mir Faramir, ist Fürst Forlong wirklich auf unserer Seite?“ Faramir wischte sich verlegen über die Stirn, bis er antwortete: „Nicht direkt, aber wir stehen schon länger im Kontakt und ich weiß dass er einen Krieg abgeneigt ist. Er findet er ist unseren Grenzen dafür zu nah und möchte nicht als Schutzschild für Dol-Amroth fungieren...
Anarya seufzte daraufhin verzweifelt. Sie hoffte dass der Fürst von Mordor und Lossarnach nicht im Kontakt standen und der Schwindel so auffliegt.
Noch in der selben Nacht erreichte Anarya ein Bote Lerions. Dieser teilte mit, dass Mordor und Anarya die selben Ansichten vertreten würden und schon bald Truppen aus Mordor nach Minas-Tirith eilen würden, bevor die ganze Armee aufmarschiert. Anarya war heilfroh. Sie berief sofort den Rat zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Während die Bevölkerung von Minas-Tirith Anarya als Königin akzeptierte, lehnten sich die Bewohner, die  Anarya als Königin ansahen, in den anderen Fürstentümer gegen ihre Herren auf. Der Schrei nach Veränderung im Land war groß und so gab es immer wieder Auseinandersetzungen in Dol-Amroth. Diese Nachrichten erreichte auch die junge Königin. Anarya erlangte dadurch große Genugtuung. Sie wurde inzwischen mit großem Jubel in den Straßen der Hauptstadt Gondors empfangen.Die Fürstentümer, die Anarya treu waren profitierten mit dem Handel in den Osten, während die anderen eher langsam zerfielen und mit dem Winter zu kämpfen hatten der sich schleichend im ganzen Land breit machte.
Im Ratssaal angekommen konsultierte Anarya ihre Fürsten. Boromir, Faramir und Lerion waren anwesend. Das Feuer der Feuerstelle knisterte vor sich hin und Anarya rieb sich fröstelnd die Hände. „Wie ist die Lage? Ich will gerne das Land unter meiner Kontrolle haben, bevor der Winter ganz einbricht und wir wissen nicht wie lange er dauern wird...“, fing Anarya harsch an. Faramir blätterte durch seinen Stapel an Papieren, bis er antwortete: „Durch den Handel mit dem rhûnischen Reich, Thal und Dorwinion füllen sich unsere Geldreserven sehr gut. Allerdings haben wir natürlich auch sehr hohe Ausgabe durch die Aufrüstung für den Krieg. Aber im großen und ganzen sollten wir genug haben...
Faramir war der Fürst von Ithilien und im Rat von Anarya zum Meister der Schatzkammer ernannt worden. Die junge Frau wusste, dass sie ihm damit vertrauen konnte, da Faramir sehr genau und vor allem sparsam mit Geld war.
Anarya nickte ihm zufrieden zu. Ihr Blick richtete sich an Boromir und Lerion. „Unsere Männer hier sind ebenfalls bereit in den Kampf zu ziehen, solltet ihr dies wünschen!“ versicherte Boromir. Lerion übernahm sofort danach das Wort: „Meine Armee befindet sich auf den Weg nach Minas-Tirith! Schon bald dürften meine Truppen hier sein um euch zu unterstützen, meine Königin!
Anarya freute sich dies zu hören. Gespannt sah sie auf eine Karte Gondors. Sie überlegte sich, wie sie denn am besten vorgehen sollte. Anarya wollte so wenig wie möglich von den Städten die am unteren Anduin lagen zerstören. Pelagir und Linhir waren zu wichtige Handelsstädte. Sie wusste, dass es die Fürsten nur verärgern würde, sollten die Städte in Trümmern liegen. Außerdem konnte Gondor es sich nicht leisten, zwei Städte gleichzeitig neu aufbauen zu müssen.
Anarya  stand auf der Mauer der untersten Ebene der Stadt, als der Truppenzug aus Mordor in die Stadt marschierte. Mit Mordor hat sie das Fürstentum mit der größten Armee auf ihrer Seite. Sie wickelte ihren Mantel fester um sich, damit sie sich vor der Kälte schützen konnte. Die Rüstungen der Soldaten aus Mordor waren überwiegend schwarz, die Kleidung darunter war rot und viele von ihnen trugen aber auch rote Mäntel. Es befanden sich viele Schaulustige auf den Straßen um das Schauspiel des Marsches mit anzusehen.
Anarya stieg die Mauer hinunter um Lerion in Empfang zu nehmen.
Meine Armee steht euch zur Verfügung, euer Gnaden!“, sprach Lerion der mit seinem Pferd vor Anarya halt machte. „Trefft mich im Thronsaal, Fürst Lerion, wir werden alles weitere dort besprechen!“, sagte Anarya und machte sich auf den Weg in die oberste Ebene. Sie wurde immer von Wachen begleitet.
Im Thronsaal angekommen, warteten schon einige Hauptmänner auf ihre Königin.
Wenn wir jetzt wirklich angreifen wollen, wäre der nächste logische Schritt zuerst Richtung Lossarnach zu marschieren, Fürst Forlongs Reich befindet sich direkt an unserer Süd-Westlichen Grenze!“, schlug Boromir vor. Anarya erwiderte: „Aber Lossarnach ist nicht so strategisch bedeutend wie Pelagir...“ Lorevir, ein Hauptmann der Armee Gondors entgegnete: „Aber bis nach Pelagir ist es weit, wir würden riskieren, dass sich die Fürsten darauf  vorbereiten oder Dol-Amroth um Hilfe bitten...“
Für Anarya hörte sich das Argument schlüssig an. Sie könnten es nicht gebrauchen, wenn alle Fürstentümer sich gegen ihre Armeen auflehnen würden. So stimmte die junge Königin dem Plan zu. Kurz darauf machte sich die Armee auf den Weg nach Lossarnach. Die Soldaten wurden auf den Straßen von Minas-Tirith bejubelt. Anarya ritt mit ihren Hauptmännern in vorderster Reihe. Lerion nahm beim vorbeireiten einen selbstgesteckten Blumenstrauß einer Frau ab, der ihm als Glücksbringer entgegengestreckt wurde. Er übergab ihn Anarya. Anarya lächelte daraufhin. Während der Fürst aus Mordor herzlich auflachte.
Außerhalb der Stadt formierten sich die Reiter der Armee zu mehreren Bataillonen. Die Banner Anaryas wehten im Wind stark, obwohl die Armee sich nur mit einem langsamen Tempo fortbewegte.
Nach einigen Stunden des Marsches, kamen ihnen ein kleiner Trupp an Reitern entgegen. Die grünen Banner zeigten sich zwei überkreuzende Äxte.
Anarya wies dem Heer an, stehen zu bleiben. Einer der Männer, die ihnen entgegenritten, war dick und es schien so, als wäre ihm der grüne Waffenrock fast zu eng.
Forlong der Dicke!“, fing Lerion an. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr eigentlich gar nicht mehr kämpft?“ Lautes Gelächter brach von Seiten des Heeres Anaryas aus. Die Königin dagegen, war davon eher weniger beeindruckt. Forlong versuchte sich auf seinem Pferd aufzurichten um größer zu wirken.
Endlich erhob er seine Stimme: „Mögt ihr mich nur verspotten Fürst Lerion, ich aber bin ebenfalls wie ihr hier um unserer rechtmäßigen Königin meine Treue zu beweisen!
Anarya zog dabei ihre Augenbrauen hoch. „Meint ihr nicht dass es dafür etwas spät ist? Ihr hattet genug Möglichkeiten, um euer Knie zu beugen, aber die Königin erhielt nie eine Antwort....“ entgegnete Lerion. Forlong versuchte sich aus der misslichen Lage raus zu reden: „Ihr wisst, dass es wegen euch sehr viele Spaltungen im ganzen Reich gibt, ich musste erst die Lage abwarten, ein nicht geeintes Fürstentum hätte euch auch nicht weitergeholfen...“ Forlong stieg von seinem Pferd. „Ich weiß, es war ein Fehler... ich kann nur um Vergebung bitten!“, sagte er demütig. Lerion lachte nur. Die Begleiter von Forlong des Dicken und auch die Hauptmänner aus Gondor sahen zu Anarya auf. Diese schwieg für einen kurzen Moment und erwiderte: „Es gibt nichts zu vergeben mein Fürst!“ Forlong zog sein Schwert aus der Scheide und kniete sich auf den Boden. „Ihr seid die Königin von Gondor und  Haus Beakon von Lossarnach wird hinter euch stehen!“ Die Soldaten beider Seiten jubelten ihnen zu. Auch Boromir konnte man die Erleichterung förmlich ansehen.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #6 am: 7. Nov 2018, 21:21 »
Am Abend schlug das Heer das Lager am Erui auf. Anarya befand sich in ihrem Zelt. Auf dem Tisch in der Mitte war eine große Karte von Gondor ausgebreitet.
Boromir, wie schwer wird es sein Pelagir zu erobern?“, fragte sie direkt. Boromir kratzte sich am Kopf während er überlegte. Sie wusste, dass es am einfachsten wäre, die Stadt über den Flußweg zu überfallen, da sich dort nur dünne Mauern und schwache Tore befanden. Nur besaß sie kaum Schiffe um die Armee über den Anduin zu befördern. Imrahil von Dol-Amroth besaß fast die ganze Flotte von Gondor.
Boromir erwiderte schließlich: „Pelagir ist gut befestigt. Allerdings würde die Stadt nicht lange einer Belagerung standhalten. Aber jeden Tag den wir für die Belagerung bräuchten, wäre ein Tag mehr, dass Lebinnin Verstärkung aus Dol-Amroth erhält. Außerdem haben sie viel mehr Männer als Forlong mitbringen wird!“ Der Hauptmann Gondors machte eine kurze Pause. Dabei sah er sich die Karte genau an. „Es ist wirklich Schade, dass sich Lebinnin als Vasall Imrahils unterworfen hat...“ Er wollte gerade seinen überlegten Plan erläutern, da stürme Lerion schon in das Zelt. Er war außer Atem und versuchte Luft zu holen. „Vergibt mir euer Gnaden, aber ich habe hier jemanden mit dem ihr euch auf jeden Fall unterhalten müsst!
Anarya befürchtete schon schlimmes. Sie konnte keine schlechten Neuigkeiten gebrauchen, wenn eine Schlacht kurz bevorstand. Sie folgte dem Fürsten von Mordor der sie in sein Zelt führte. Dort warteten bereits zwei weitere Männer. Der eine war mittleren alters. Die Kleidung kannte sie nicht und der andere Trug eine Kapuze und war in seinem Mantel eingehüllt.
Aufgebracht wollte sie antworten wissen: „Was ist hier los Fürst Lerion?“ Lerion saß sich auf einen Stuhl und erwiderte nur leise: „Das können die beiden euch selbst sagen, meine Königin!
Daraufhin nahm der Mann seine Kapuze ab. Anarya konnte ihren Augen nicht trauen. Kann das wirklich sein? Sie hatte also die ganze Zeit mit ihren Gefühlen recht!
Erschrocken wich sie einige Schritte zurecht. Als der Mantel sich etwas öffnete erkannte sie auch das Symbol auf den Brustpanzer. Es zeigte einen Wolfskopf, den Anarya noch zu gut kannte.
Wie kann das sein, ich dachte ihr wärt tot?“, fragte sie mit aufgerissenen Augen. Der Mann antwortete: „Wenn ich, tot sein will dann kann ich das, ich habe euch alle im Glauben lassen...“ Anarya verstand die Welt einfach nicht mehr. „Hättet ihr gewusst, dass ich noch Lebe, wäre die Schlacht um Carn-Dûm noch weitergegangen und viele hätten ihr Leben verloren. Ich musste meine Männer schützen und vor allem euch!“ Der Mann hielt kurz inne. Warum sollte ausgerechnet er Anarya schützen wollen. „Ich habe gespürt, dass etwas größeres in euch ist... Ihr wisst wovon ich rede... Ihr hört ihn sprechen....
Anarya wusste genau wovon er sprach, war aber zunächst misstrauisch. Sie war zunächst sprachlos und versuchte Worte für all das zu finden. Der Mann war niemand anderes als Thurion, der König von Angmar. „Hätte ich euch nicht verletzt und hätte ich mich nicht als tot ausgegeben, würdet ihr jetzt in ketten liegen, oder schon lange ohne Kopf unter der Erde.... Und wie ich hörte, hattet ihr die letzten Jahre ein angenehmes leben und seit jetzt auch die Erbin der Krone von Gondor!
Anarya sammelte sich und versuchte zu antworten: „Aber... Aber was macht ihr hier? Wir standen im Krieg immerhin nicht auf der selben Seite... oder bedeutet das ihr habt eure Armee hier?“ Sie hatte das unangenehme Gefühl, sie würde Thurion die ganze Zeit mit offenem Mund anstarren. Dieser lachte und erwiderte: „Nein, deshalb bin ich wahrlich nicht hier... Den Umständen entsprechend  habe ich nicht mehr wirklich eine Armee. Ich habe dreitausend Mann und eine Burg weit im Osten Angmars...
Anarya verstand dies nicht wirklich, immerhin konnte sich Angmar bis zum Ende des Krieges im Norden sehr gut verteidigen. Sie nutze die Gelegenheit und fragte Thurion: „So weit ich weiß, hat es Aragorn nie geschafft Angmar zu erobern und laut den Berichten solltet ihr noch viele weitere Männer haben?
Die Miene von Thurion verfinsterte sich. Sein Blick wirkte jetzt leer bis er schließlich antwortete: „Durch meine Entscheidung, habe ich mein Land verloren. Fürst Gulzar hat mich verraten und das Land unter seinen Nagel gerissen, er kontrolliert den Großteil der Armee und die anderen Fürsten haben sich ihm angeschlossen... Ich befinde mich im offenen Krieg gegen mein eigenes Volk, aber ich habe nicht die Armee und die Mittel, mir das Reich zurückzuholen....
Anarya wurde nachdenklich. Sie hätte niemals Gedacht, dass der König von Angmar das selbe Problem hat, wie sie in Gondor. Bei der Schlacht um Carn-Dûm hatte sie immer den Eindruck, als würden seine Männer hinter seiner Sache stehen. Sie sah in eine Leere Ecke des Zeltes. Thurion bemerkte dies und sagte: „Nur die, die Treu zu ihrem König sind, stehen mir zur Seite...
Die junge Königin verstand die ganze Situation noch nicht. Immerhin war er kein Mensch. Er sah zwar so aus, ist aber was weitaus mächtigeres. Sie hatte so viele Fragen, aber sie wusste nicht womit sie anfangen sollte. Schließlich entschied sie sich zu fragen, warum er denn hier sei: „Warum seid ihr dann hier und nicht im Norden?“ Thurion ging einige Schritte auf sie zu, während Anarya ängstlich einige Schritte zurücktrat. Sie hatte Respekt vor ihm und wusste wozu er fähig war. Sie spürte dass dem König von  Angmar etwas auf der Zunge lag, er zögerte allerdings das auszusprechen. Dann aber sagte er: „Ich weiß, euer Königreich befindet sich ebenfalls in einer Krise, aber in diesem Zeitpunkt beherrscht ihr die größte Armee in ganz Mittelerde! Deshalb ersuche ich euch darum, mir gegen die Verräter in Angmar zu helfen!
Der König von Angmar, ein mächtiger Maiar, brauchte die Hilfe von Anarya, einer einfachen Frau, aus der Blutlinie der Númenorer? Sie witterte dahinter eine Falle und wurde sehr misstrauisch. Die junge Königin konnte doch nicht ihr eigenes Land, das sich im Krieg befand, zurücklassen und so Imrahil freie Hand lassen. So antwortete sie: „Ich habe selber damit zu tun mein eigenes Land zu vereinen und ich brauche jeden Soldaten dafür...“ Thurion erwiderte rasch: „Wenn ich meinen Thron wieder habe und meine Armee, können wir zusammen Gondor von den Abtrünnigen befreien und vereint ganz Mittelerde zu einem Land unterwerfen! Mit Melkors hilfe werden wir den Glauben weiterverbreiten!
Anarya war sich nicht sicher. Den Glauben Melkors. Als sie das letzte mal mit ihm gesprochen hat, kam Thurion eher weniger Fromm vor und verleugnete Melkor aufgrund seiner Vergangenheit eher.
Und was ist dann? Dann fallt ihr mir in den Rücken um Gondor selbst für euch zu erobern?“, zweifelte Anarya. Sein Angebot war nicht schlecht, wie sollte sie ihm allerdings trauen können. Thurion versuchte sie zu überzeugen: „Ihr seid selbst eine Priesterin Melkors, ihr wisst am besten was sein Wille ist! Nämlich ganz Mittelerde, nicht nur Gondor, nicht nur Angmar....
Anarya wusste dies. Schließlich steht es oft genug in den schwarzen Schriften geschrieben. Allerdings vertraute sie Thurion nicht wirklich. „Wie kommt es denn, dass ihr so plötzlich eure Fromme Seite entdeckt habt? Ich erinnere mich noch an ganz andere Worte...“, fragte sie. Er schüttelte den Kopf und sagte: „Ihr kennt meine Vergangenheit, natürlich hatte ich meine Zweifel,aber eine Priesterin Melkors hat mir die Augen geöffnet und hat mir die Macht gezeigt, die er noch immer auf diese Welt ausübt! Ihr könnt auch dazu beitragen, den Glauben zu verbreiten und  ihr seid die Königin Gondors und Arnors, wenn das Volk von Arnor sieht, dass ihr Angmar besiegt, werden sie euch auch wieder folgen!
An sich klang das alles für Anarya plausibel und einleuchtend. Sie wusste aber auch, dass sie ihre Armee in Gondor genauso brauchte. Sie lehnte erneut ab: „Es tut mir leid, ich kann euch nicht helfen...“ Daraufhin verzog Thurion die Lippen und mit den Worten „Euer Gnaden“ und einer kurzen Verbeugung verschwand er aus dem Zelt. Seine Begleitung folgte seinem Herren, blieb aber am Eingang stehen und drehte sich nochmal zu Anarya: „Euer Gnaden, ich bin Davos Schneewert, ich bin kein Frommer Mensch, Götter und der gleichen sind für mich nur Hexerei, ich kenne den König jetzt schon seit einigen Jahren und ja ich weiß er ist hin und wieder kompliziert, aber er sieht etwas in euch...
Anarya erwiderte nur: „Dann tut es mir leid ihn enttäuscht zu haben...
Er hat den legitimen Anspruch auf den Thron von Angmar und er will so viel mehr erreichen. Doch ganz Mittelerde wird immer leiden müssen, solange gewisse Leute am herrschen sind und kein Frieden im ganzen Land verbreitet wird. Denkt drüber nach...“ Mit diesen Worten ging Davos Schneewert aus dem Zelt und verschwand. Anarya ging ebenfalls aus dem Zelt und blicke den beiden hinterher die in die Dunkelheit ritten. Lerion kam zu ihr raus und fragte direkt: „Was denkt ihr?“ Anarya schüttelte nur den Kopf, während sie in die Dunkelheit starrte. „Ihr solltet schlafen, wenn wir morgen nach Pelagir marschieren solltet ihr ausgeschlafen sein!
Anarya stimmte ihm zu und lief zurück zu ihrem Zelt. In ihrem Bett überlegte sie lange über das  geschehen nach. Sie konnte es im inneren noch immer nicht wirklich glauben.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #7 am: 8. Nov 2018, 21:34 »
Am nächsten Tag machte sich das Herr auf dem Weg nach  Pelagir. Forlong hat inzwischen seine Truppen aus Lossarnach mitgebracht. Anarya war noch in Gedanken versunken, was Boromir auch sofort bemerkte: „Was ist los? Ihr seid seit heute Morgen schon so ruhig? Macht ihr euch Sorgen ob Faramir Minas-Tirith gut verwalten kann?
Anarya erschreckte schon fast davor, weil sie nicht damit gerechnet hat angesprochen zu werden. Sie schüttelte aber den Kopf. „Nein, das ist es nicht, ich denke ich bin  nur aufgeregt...
Vom weiten konnte man die Stadt Pelagir schon sehen. Es fing an zu regnen während die Truppen versuchten die Belagerungsgeräte an den Mauern in Stellung zu bringen. Dies wurde durch den nassen und schlammigen Boden erschwert. Das stöhnen der Soldaten, die versuchten die Geräte gut zu positionieren war vor der Stadt zu hören, auch die Befehle die gerufen wurden. Anarya blickte auf die Mauern, dort standen einige Bogenschützen bereit. Auf einem Turm wehte eine zerrissene Flagge. Durch den Bewölkten Himmel und den starken Regen wirkte das Bild fast schon traurig. Lerion ritt zum Tor und versuchte die Verteidiger zur Kapitulation zu bringen. Der Kommandant von Pelagir antwortete nur mit „Sie ist nicht unsere Königin und wir werden bis zum letzten Mann kämpfen!
Lerion ritt zu Anarya zurück und berichtete ihr davon. Sie befahl den Angriff auf die Stadt. Sie konnte alles von einer Anhöhe beobachten. Die Truppen rannten mit Belagerungsleitern an die Mauern. Einige wurden schon vorher von den Bogenschützen Pelagirs erschossen. Die Truppen Anaryas schafften es schließlich auf die Mauer und dort kämpften sie, während das nächste Battalion mit einen Rammbock anrückte und versuchte das Tor zu brechen. Als dies endlich gelang, stürmte Lerion mit der Hauptarmee in die Stadt. Nach einiger Zeit rückte auch die junge Königin mit der Nachhut in die Stadt ein. Etliche tote Körper lagen in den Straßen verteilt. Die meisten trugen die Rüstungen mit dem Wappen Pelagirs. Anarya ritt weiter, bis sie schließlich bei Lerion ankam, der mit seinen Männern, die Soldaten von Pelagir einkreiste. Anarya stieg von ihrem Pferd und ging auf den Kommandanten der Stadt zu. Sie erkannte die Furcht der Soldaten Pelagirs. Sie erhob ihre Stimme: „Ich bin die rechtmäßige Königin von Gondor ergebt euch und erkennt mich als eure Königin an, oder sterbt für diesen unnötigen Aufstand!“ Der Kommandant erwiderte: „Niemals!“ Er griff den Schaft seines Schwertes fest und stürmte auf Anarya zu. Drei weitere Soldaten taten es ihm gleich. Sofort stellten sich die Männer Lerions vor ihr und wehrten die Angreifer ab und erschlugen sie. Lerion selbst schnappe sich den Kommandanten und tötete ihn. Daraufhin ließen die anderen Männer Pelagirs ihre Waffen fallen und verbeugten sich vor ihrer neuen Königin. Sie spürte wieder diese Genugtuung und stieg auf ihr Pferd, während sie mit ihren Soldaten durch die Stadt zum Palast ritt.
In der ganzen Stadt wurden die Banner der Stadt und die von Dol-Amroth abgehangen und die von Anarya aufgehangen und gehisst. Zusätzlich mussten wurden die Schilde beschlagnahmt und vernichtet.
Das Wetter verbesserte sich nicht. Der Regen spülte das Blut von den Straßen und ein starkes Gewitter zog über das Land. Dies ließ die Stimmung düster wirken.
Anarya und ihre Hauptmänner bezogen in der Zeit der Aufräumarbeiten Quartier im Palast der Stadt.
Sie sah aus dem Fenster während die anderen den nächsten Schritt berieten. Nur noch Linhir musste erobert werden, dann wäre Lebinnin unter ihrer Herrschaft und das Ziel, ganz Gondor zu beherrschen ein Stück näher. Anarya schloss die Augen, hörte dem Donnern und dem plätschern des Regens zu. Ihre Gedanken waren Leer und in gewisser Weise fühlte sie sich einsam. Einsam. Obwohl so viele Menschen um sie herum waren. Innerlich fühlte sie eine Kälte obwohl der Raum gut beheizt war. Wieder erschienen dies Stimmen in ihrem Kopf. Immer wieder wurden die selben Worte in einer ihr unbekannten Sprache wiederholt. Es bereitete der Königin Kopfschmerzen und so lehnte sie sich erschöpft gegen die steinerne Wand. 
Die Stimmen wurden immer lauter und sie sah Bilder in ihrem Kopf. Bilder von großen Schlachten im Schnee. Überall lagen tote Körper und sie ging einfach durch das Schlachtfeld. Ein Mann erhob sich vom Schlachtfeld und versuchte sich auf seinem Schwert abzustützen. Anarya rannte zu ihm. Es war niemand anders als Thurion. Sein Gesicht war von vielen Wunden übersät. Seine Gesichtszüge wirkten leer und traurig. Sie wollte sein Gesicht berühren, doch als sie es berührte zerfiel er in Staub. Eine laute Stimme hallte über das Schlachtfeld. Sie verstand diese Worte nicht, doch sie machten ihr Angst. Als sie sich langsam umdrehte, sah sie eine dunkle Gestalt hinter sich stehen.Es schien als würde die Gestalt von einer Art dunklen Wolke bedeckt werden. So konnte sie nicht recht erkennen wer oder was sie war. Sie hörte nur diese dröhnende Stimme. Langsam schwappten die Worte in die ihr verständlichen Sprache um. „Du gehörst mir, du gehörst mir!“ Wiederholte die Stimme immer wieder. Anarya wollte weglaufen, doch sie hatte das Gefühl, sie würde nicht von der Stelle kommen, aber die Gestalt kam näher. Sie stolperte über die Leichen und kroch nun zwischen ihnen davon. Verzweifelt versuchte sie vorwärts zu kommen, doch der nasse verschlammte Boden erschwerte dies. „Du hast dich mir verschrieben, genau wie Thurion wirst du immer mir gehören und meinen Willen ausführen, niemand kann sich dem entziehen!“, dröhnte die Stimme erneut. Anarya schossen die Tränen in die Augen und sie versuchte sich aus den Schlamm zu winden. Die seltsame Gestalt befand sich jetzt direkt vor ihn und wirkte sehr groß und mächtig. Die verzweifelte Frau hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ihr Körper fühlte sich sehr schwer an, aber sie versuchte mit aller Kraft aufzustehen.Ihr gelang das schließlich. Ihr ganzer Körper schmerzte. Die Stimme sprach erneut: „Sieh dich um...“ Anarya drehte sich um sich selbst herum und sah nichts außer tausende von Leichen. Verschiedene Fahnen stecken verstreut im Boden. Sie war erschrocken und hatte Angst. Vom weiten sah sie wieder Thurion, der gegen verweste Menschen kämpfte, aber immer wieder stürmten neue auf ihn ein. „Bald wird die Welt vom Schrecken überrannt werden, denn es gibt kein Leben für diese Welt.....“ Daraufhin ergriffen kalte knochige Hände ihre Beine und versuchten sie in den Boden zu ziehen. „Nein! Nein! Nein!“, schrie die junge Frau immer wieder. Sie rief nach Thurion, der sich daraufhin zu ihr drehte, der dann von den toten übermannt wurde und zu Boden fiel. Das Geschehen wurde dunkler und dunkler. Sie wollte einfach nur dort weg, einfach nur wieder zurück!
Sie erschreckte, als jemand sie an der Schulter berührte. „Ist alles in Ordnung mit euch?“, fragte Boromir besorgt. Anarya fühlte sich erschöpft und sie war am ganzen Körper voll geschwitzt.
Ihr seht echt nicht gut aus...“, sagte Boromir erneut. Anarya hatte endlich das Gefühl wieder normal atmen zu können. Sie erwiderte: „Es geht mir gut, es liegt wahrscheinlich am kalten Wetter...“ Sie ging zu den anderen Hauptmännern. Boromir folgte ihr und beobachtete sie mit besorgten Blicken. „Wie gedenkt ihr Linhir zu erobern? Es ist nur noch die einzige Stadt die zwischen uns und dem ganzen Fürstentum steht...“ Dabei versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen. Lerion antwortete zügig: „Wir möchten bei Sonnenaufgang nach Linhir marschieren, wenn wir Glück haben hat Dol-Amroth die Nachricht noch nicht erreicht, dass wir Pelagir erobert haben, so wird er keine Truppen nach Linhir schicken können!
Anarya nickte ihm zu. Sie kippte die Schwan Figuren auf der Karte Gondors auf Lebinnin um und sagte: „Somit gehört das Land uns,ich werde dann bereit sein!“ Mit diesen Worten drehte sie sich um, verlor für einen kurzen Augenblick das Gleichgewicht, doch Boromir konnte sie gerade noch auffangen. „Ist mit euch alles in Ordnung?“, fragten die Fürsten und Hauptmänner. Anarya erwiderte nur „Mir geht es gut!“ Die Hauptmänner und Fürsten warfen sich besorgte Blicke zu bis Boromir schließlich sagte: „Vielleicht wäre es besser, wenn ihr morgen nicht mit nach Linhir reitet, der Krieg ist noch lange und ihr müsst ausgeruht sein. Das Volk braucht seine Königin Gesund!“ Anarya wollte mit. Sie wollte sich die Schlachten nicht entgehen lassen. Boromir erkannte dies. „Ich werde die Truppen anführen und zusammen werden wir Linhir erobern, ihr habt mein Wort, euer Gnaden!“ Fürst Forlong und Fürst Lerion stimmten Boromir zu. Sie gab nach. Die junge Königin ließ sich dazu überreden nach Minas-Tirith zu reiten und sich auszuruhen.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #8 am: 9. Nov 2018, 20:59 »
Anarya stand stand auf der Obersten Ebene der Stadt Minas-Tirith und Blicke in die weite Ferne. Faramir entdeckte sie und ging zu ihr. „Ihr seid hier? Ich dachte ihr zieht mit meinem Bruder und den anderen Fürsten in die Schlacht?“ Anarya drehte sich zum Fürsten von Ithilien um.
Nein, mir ging es nicht gut...“, versuchte sie abschüttelnd zu erklären. Ihre Stimme klang leer. Faramir aber ließ nicht locker: „Ist was passiert? Bist du krank?“ Anarya zog ein leidendes und genervtes Gesicht. „Nein, Faramir...“ ,sagte sie. „Ich bin mir im Moment unsicher und weiß nicht was ich denken, geschweige denn, machen soll...“ Sie seufzte.
Komm mit mir, ich denke ich muss dir einiges erzählen!“, dabei ging sie einige Schritte vor und wartete auf Faramir, der ihr daraufhin folgte. Anarya erzählte ihn vom Besuch Thruions in ihrem Lager. Lange diskutierten sie über das Vorhaben und die Pläne des Herren von Angmar. Faramir selbst war verwundert, dass das Volk Angmars seinen eigenen König verraten hatte. Lange schwiegen beide, während sie über den Hof der obersten Ebene spazierten. Man hörte nur die Schritte auf den steinernen Boden und den heulenden Wind, der über die Stadt zog. Anarya wickelte sich in ihren Umhang ein. Lange überlegte sie sich, ob sie auch den Vorfall des vorherigen Abends Faramir mitteilen sollte. Plötzlich blieb die junge Frau stehen. Verwundert drehte sich Faramir zu ihr.
Ich muss dir etwas erzählen...“ Eine gewisse schwere lag in ihrer Stimme. Sie räusperte. „Aber bitte halte mich nicht für verrückt...
Faramir lächelte ihr zu. „Ich würde dich niemals für verrückt halten und wenn. Dann bin ich es schon lange!“, erwiderte er. Anarya konnte sich das leise Lachen nicht verkneifen. Sie war froh ihn als Freund gefunden zu haben. Nie wich er von ihrer Seite, egal wie schwer auch die Vergangenheit war. Sie harkte sich bei Faramir ein und lief weiter. Anarya erzählte von ihrem Tagtraum und wie echt er sich anfühlte. Der Fürst von Ithilien schwieg die meiste Zeit.
Ich habe diese Träume in letzter Zeit häufiger und es fühlt sich so an als würde ich durchdrehen, oder als wäre ich verrückt...“ Besorgnis lag in ihrer Stimme. „Ich habe Angst... Ich habe Angst Faramir!“ Faramir griff ihre Hände und umklammerte sie fest. Beide Blicke kreuzten sich. Eine Träne lief ihre Wange hinunter. Daraufhin senkte sie ihren Blick. Faramir erwiderte: „Das hört sich wahrlich nicht gut an, vielleicht weiß ich wie ich dir helfen kann, allerdings brauche ich dafür ein wenig Zeit.“ Anarya nickte ihm zu und wischte sich die Tränen vom Gesicht. „Ich hoffe Boromir kommt bald mit guten Nachrichten zurück!“ Dabei lag plötzlich wieder eine gewisse Kälte in ihrer Stimme. „Wir sollten alles weitere besprechen, damit wir gut gewappnet sind!“ Anarya ging in Richtung des Thronsaals. Faramir blieb noch einen Moment in Gedanken versunken stehen, folgte ihr aber kurz darauf.
Im Thronsaal blickte Anarya auf eine Karte von Mittelerde. Sie suchte die Stelle in der Angmar lag und strich mit den Fingern über das Land. Sie dachte an die Worte von Thurion. Etwas größeres zu schaffen, als nur Gondor zu vereinen. Im Endeffekt sprach es ihr sehr zu. Allerdings konnte sie sich nicht vorstellen , was genau Thruion damit meinte.
Wie lange dauert es bis der Winter hereinbricht?“, fragte sie Faramir, der gerade den Saal betrat. Dieser zögerte nicht lange und antwortete: „Nicht mehr allzu lange und es soll ein sehr harter Winter werden. Alles was wir davor nicht schaffen zurückzugewinnen, wäre reinster Selbstmord...
 „Und meinst du unsere Armeen schaffen es vor Wintereinbruch Dol-Amroth zu erobern?“ , fragte sie, während sie auf die Karte starrte.
Faramir, der sie erschrocken ansah erwiderte: „Dol-Amroth ist gut befestigt und Imrahil hat viele treue Männer, die auch bereit dazu sind, für seine Sache zu sterben...“ Er machte eine kurze Pause. „Ich bin ganz ehrlich, nein, es wäre fast unmöglich. Wir würden wahrscheinlich unsere Männer während der Belagerung verlieren durch die Kälte!
Anarya verdrehte die Augen. Warum musste Dol-Amroth auch genau auf einem Felsen am Meer liegen. Hätte sie wenigsten genug Schiffe um die Festungsstadt von zwei Seiten zu belagern. Die Männer hätte die Königin von Gondor. „Was mache ich hier eigentlich...“, murmelte sie vor sich hin. Anarya wusste nicht, warum ihr kurz der Gedanke kam, den Krieg schnell zu beenden um Thurion schnell zur Hilfe zu eilen.
Vergiss es Faramir, natürlich werden wir den Winter abwarten, wenn wir müssen und es keine andere Möglichkeit gibt...“ Dabei machte sich ein gereizter Unterton in ihrer Stimme breit. Faramir sah sie nur verwirrt an. So sprunghaft hat er seine Königin noch nie erlebt. Natürlich sorgte er sich um sie, vor allem, nachdem was sie ihm erzählte. Doch er schwieg zunächst.
Ich werde sehen was ich für dich tun kann, Anarya!“, sagte er mit gedämpfter Stimme. Die junge Frau dagegen sah nur nachdenklich auf die Karte und bemerkte es zunächst nicht, dass Faramir den Saal verließ.
Nur wenige Tage vergingen, da erreichte auch schon Boromir Minas-Tirith. Gefolgt von einer Garnison betrat er den Thronsaal. Anarya saß regenslos auf den Thron. Boromir machte eine Verbeugung. „Linhir ist unser, die Schlacht war lang und viele Männer sind gefallen...“ ,verkündete der Hauptmann Gondors. Anarya stand auf und stieg die Stufen hinunter. „Wir haben leider auch etliche Verluste zu beklagen, denn als wir die Stadt gerade hatten, wurden wir aus Truppen von Dol-Amroth überrascht, aber wir konnten sie zurückdrängen, euer Gnaden!“ Dabei sprach er bedrückt. Anarya verzog dabei keine einzige Miene. Sie ging einige Schritte um Boromir herum. Es machte den Herren von Osgiliath etwas nervös, besonders da sie keinen Ton sagte.
Und der Fürst von Lebinnin?“ , fragte sie kalt. Daraufhin drehte Boromir sich zu seinen Soldaten und winkte sie herbei. Zwischen ihnen war ein älterer Mann gefesselt. Seine Rüstung war beschädigt und die Stoffe zerfleddert. Er deutete auf die Fesseln und die Wachen lösten sie klirrend. Anarya sah den Mann fragend an und blickte dann zu Boromir. Sie zog fragend die Augenbrauen hoch. Der Mann ging einige Schritte auf die Königin zu. „Ihr brachtet großes Unheil über das Land, eure Krönung hat das ganze Land erschüttert, liegt in Flammen und ihr brachtet den Schatten über uns...“ , sprach er. Anarya zog die Augenbrauen höher. Fast arrogant blickte sie den Mann an. „Ich möchte nicht, dass mein Volk weiter leidet und ich weiß nicht, welche Gerüchte wirklich stimmen, die Pinz Imrahil mir erzählte, aber ich, Durnevir  aus dem Hause Pfahlstand, werde euch als rechtmäßige Königin anerkennen und mein Fürstentum unter eurem Banner stellen, euer Gnaden!“ ,bekannte sich der Fürst von Lebinnin. Anarya lächelte zufrieden. „Ich verzeihe euch, euren Verrat. Ich denke viele Fürsten Gondors werden die Lügen des Prinzen von Dol-Amroth erkennen und die Rebellion niederlegen...“ , behauptete sie einer arroganten Art. Anarya ging wieder einige Schritte zum Thron zurück. Boromir ging zu seiner Königin. „Wo ist mein Bruder?“ , flüsterte er. Anarya erwiderte nur: „Faramir ist vor einigen Tagen verreist, er meinte nur dass er jemanden treffen muss...“ Boromir gab sich mit der Antwort nicht zufrieden und harkte weiter nach: „Wohin ist er gereist?
Anarya antwortete genervt: „Ich weiß es nicht, er sagt nur dass es dringend sei und wichtig...“ Boromir fand Anaryas Verhalten seltsam. Er fand sie schon immer als anders, desinteressiert und Stur. Doch sie verhielt sich so ruhig und distanziert. Der Herr von Osgiliath versuchte mehr aus ihr herauszukitzeln: „Wie geht es euch, konntet ihr euch erholen?“ Anarya würdigte ihn nicht eines Blickes und erwiderte knapp mit „Ja“. Boromir versuchte es erst gar nicht weiter. Er verließ den großen Saal mit lauten Schritten, die durch den Saal schallten. „Und Fürst Boromir?“ , rief sie noch, aber von ihn abgewandt. Dieser blieb stehen und drehte sich noch einmal um. „Ich danke euch, ihr habt gute Arbeit in Linhir geleistet!
Er hielt inne und sagte zunächst nichts. Ihn ließ das Gefühl nicht los, dass seine Königin etwas auf dem Herzen hatte. Diese leere in ihrer Stimme verunsicherte ihn. „Euer Gnaden...“, erwiderte Boromir und ging aus dem Saal. Die großen Tore öffneten sich laut und schlossen sich kurz danach mit einem dumpfen knall. Daraufhin seufzte Anarya. Sie rieb sich die Stirn. Die ewigen Kopfschmerzen machten ihr zu schaffen. Sie ging zu den Tisch, auf dem die Karte Gondors ausgebreitet war und nahm die Schwan Figuren aus den Gebieten von Lebinnin und platzierte stattdessen die hölzernen Drachen auf das Land. Die Drachen hatte sie noch aus Rhûn, während   Borchant und Abbas Pläne schmiedeten. Dabei fiel ihr ein, sie hatte nie Drachen gesehen. Sie kannte nur die Erzählungen aus alten Geschichten, dass früher welche Mittelerde bewohnten. Kurz dachte sie an die Worte von Fürst Durnevir. Großes Unheil, Schatten und Flammen über Gondor. Es schien fast so, als wäre sie einer der alten Wesen aus vergangen Tagen. Ihr kam eine Idee. Sie griff sich ein Blatt Papier, nahm eine Feder und kritzelte drauf los. Viele Blätter zerknüllte sie wieder und warf sie auf den Boden. Nach einiger Zeit war sie mit ihrer Zeichnung zufrieden. Stolz betrachtete die Königin ihr Kunstwerk. Es zeigte einen Drachen roten Drachen auf schwarzen Grund. Anarya beschloss die Zeichnung für ihr eigenes Haus zu wählen. Falls sie jemals sterben sollte, sollten sich alle an das Wappen erinnern können. Anarya beauftragte Darius mit der Herstellungen von Fahnen und Bannern. „Kümmert euch darum, dass überall neben den Falken auch der Drache weht!“, befahl sie ihrem Kommandanten aus Rhûn.  Dieser machte sich sofort auf den Weg. Anarya spielte sich nachdenklich an den Haaren herum. Ihr fiel ein, dass sie gar nicht ihren Nachnamen wusste. Nie wurde er erwähnt, nie hatte Abbas ihr einen gegeben. Sie beschloss in der Bibliothek von Minas-Tirith nachzuforschen. Die junge Königin wusste von einem Buch, in dem alle Könige Gondors und deren Blutlinie verzeichnet war. Immerhin hat Faramir so ihre wahre Herkunft herausfinden können. Hektisch durchsuchte sie die ganzen Stapel, bis sie ein dickes verziertes Buch gefunden hatte. Sie fand die Liste Anárions.  Mit dem Zeigefinger ging sie den Aufzeichnung entlang. Die Haut ihres Fingers wurde durch die alten stauben Seiten des Buches trocken, doch sie störte sich nicht daran. Zu sehr war die Neugier, nach ihren Vorfahren zu suchen. Schließlich fand sie einen Zweig, der ihre Linie und ihr Recht auf den Thron von Gondor bestätigte. Sie staunte nicht schlecht, als sie selbst ihren Namen, als letzten Namen des Zweiges entdeckte. Doch wie konnte das sein? Wusste etwa jemand  schon vorher von ihrer wirklichen Herkunft, aber hat nie jemand etwas gesagt? Anarya sah auf die Namen ihrer Eltern. Valacar Vaneryen, ihr Vater und Ellena Vaneryen ihre Mutter. So kannte sie jetzt ihren Familiennamen. Sie fragte sich ob ihre Eltern je davon wussten und daran dachten, dass sie eines Tages auf den Thron Gondors sitzen würden. Aber es war ihr egal. Es gab ihr ein ganz anderes Gefühl. Nicht mehr das Gefühl nirgends zugehörig zu sein, einsam und von der Welt verstoßen, sondern auch ein Teil dieser Welt zu sein. Der Mond stand schon hoch am Himmel und Anarya bemerkte gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Hektisch suchte sie sich die Bücher und Schriftstücke zusammen und legte sie wieder zurück auf die Regale, die sich schon in der Mitte bogen. Rasch machte sie sich auf den Weg zu ihren Gemächern. Lange konnte sie nicht mehr schlafen, denn sie hatte am folgenden Tag noch einiges vor.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #9 am: 10. Nov 2018, 21:39 »
Faramir betrat den großen Thronsaal. Viele Menschen befanden sich dort und hingen Banner auf und entfernten die Statuen, die sich links und rechts des Saals befanden. Er entdecke Anarya und gin auf sie zu. Die Königin war damit beschäftigt, sich die Pläne des Baumeisters anzuhören. Er erklärte ihr seine Vorstellungen und Anarya nickte ihm immer wieder zu. Schließlich blieb Faramir vor ihnen stehen. „Was sind das für Banner und was geschieht hier?“, fragte der Fürst von Ithilien. Überrascht wandte sich Anarya zu Faramir und erwiderte: „Gefällt dir mein Hausbanner nicht?“ Faramir war etwas verwirrt und stotterte vor sich hin: „Ich dachte du hast dich schon für ein Banner entschieden?“ Daraufhin ging Anarya zu einer Stelle, an der gerade ein großes Banner aufgehängt wurde und betrachtete es stolz.
Der Falke mit der Mondsichel wird auch das Wappen des Königreichs von Gondor bleiben, der Drache aber wird mein persönliches Hausbanner sein. Wenn ich schon als Schrecken Gondors zähle, warum sollte ich auch nicht so in den Köpfen des Volkes bleiben?“ ,erklärte sie.
Faramir verstand nicht recht worauf sie hinaus wollte und fragte vorsichtig: „Warum willst du denn als Schreckensherrscherin bekannt sein, ich glaube nicht dass du das wirklich sein wirst!“ Anarya spielte sich etwas nervös an den Haaren und erwiderte: „Du hörst doch was all die Fürsten sagen, warum sollte ich es also nicht tun?“ Ihre Stimme klang dabei harsch. Man konnte Faramir das Unverständnis förmlich ansehen, aber er sagte nichts mehr darauf. Anarya störte sich nicht daran. Außerdem war er mit ganz anderen Sachen innerlich beschäftigt. Die junge Königin fragte dann doch endlich: „Was ist?“ Dabei hörte sie sich launisch an. Faramir überlegte noch kurz bevor er antwortete. Schließlich sagte er: „Wegen den Träumen, von denen du mir erzählt hast...“ Er machte eine kurze Pause. Anarya sah ihn nur fragend an. „Ich glaube ich weiß wie ich dir helfen könnte, allerdings müssten wir weit reisen...“ Anarya ging einige Schritte auf die Karte von Mittelerde zu. Erst wusste sie nicht was sie sagen sollte. „Wie weit?“, fragte sie. Der Fürst von Ithilien stellte sich nah neben ihr und zeigte auf eine Stelle auf der Karte. Er zeigte auf Bruchtal. Anarya runzelte die Stirn und sah Faramir daraufhin an. „Wir müssten nur demnächst abreisen, der Fürst von Bruchtal wird nicht mehr lange in seinem Haus verweilen, bevor er aus Mittelerde segeln wird...
Sie versank in ihre Gedanken. Anarya konnte ihr Königreich doch nicht einfach so zurücklassen. „Und was geschieht in der Zeit mit  Gondor?“ , misstrauen lag in ihrer Stimme. Faramir antwortete mit beruhigenden Worten: „Mein Vater und Boromir werden in der Zeit schon ganz gut dafür sorgen, dass wir unsere Stellungen halten können, außerdem beginnt der Winter und da wird Imrahil auch keinen Krieg wagen!
Obwohl sie skeptisch war, fand Faramir immer wieder Worte um sie zu beruhigen und ihr gut ins Gewissen zu reden. Anarya stimmte ihn zu.
Wann gedenkst du abzureisen?“, fragte sie direkt. Faramir antwortete rasch: „Am liebsten noch heute!
Für die junge Frau ging das alles ziemlich schnell. Schließlich erwiderte sie: „Dann lass mir wenigsten noch den heutigen Abend und morgen früh reisen wir dann ab...
Faramir nickte ihr freundlich zu. Sein warmes lächeln drang tief zu ihr durch. Anarya seufzte nur. Bis auf Abbas, hatte sich nie jemand Fremdes  so für sie eingesetzt, doch Faramir tut dies ohne mit der Wimper zu zucken. Sie konnte es nicht nachvollziehen, immerhin hat er nichts mit ihr zu tun und doch versucht er ihr zu helfen. Anarya verabschiedete sich für den restlichen Abend von Faramir. Sie brauchte etwas Zeit für sich.
In ihren Gemächern angekommen, holte sie das schwarze Buch hervor. Sie betrachtete das Buch genau und blätterte ein wenig darin. In diesen Augenblick zweifelte sie an Melkor. Bis jetzt hatte sie den Eindruck, nur durch ihm würde sie noch leben. Nur durch ihn hätte sie so viel erreicht. Doch wo war er all die Zeit? Ihr wurde bewusst, dass es nicht Melkor auf den Straßen von Umbar fand und rettete, nicht er zog sie groß, nicht er brachte ihr so viel bei. Es waren alles Menschen, die Anarya vertrauten. Die in ihr eine Zukunft sahen. In den schwarzen Büchern standen nur Worte über Krieg, Zerstörung und Dunkelheit. Anarya schüttelte nur den Kopf. Wie konnte sie überhaupt so etwas denken. Sie legte das Buch in eine Tasche, damit sie es mitnehmen konnte und legte sich kurz darauf schlafen, denn die Reise wird schwer und anstrengend.
Am folgenden Tag wartete Faramir schon in den Ställen der Stadt auf seine Königin. Müde betrat sie den nach frischen Heu riechenden Stall. Sie trug unauffällige Reisekleidung, damit man sie in den anderen Ländern nicht sofort erkannte, so wie Faramir es ihr riet. Darius, der Kommandant der Wache der Königin begleitete beide. Der Fürst von Ithilien half ihr auf das Pferd, bevor er auf seines stieg.
Sie ritten aus der Stadt und auf einer erhöhten Ebene blieb Anarya stehen. Faramir und Darius taten es ihr gleich und richtete sich fragend zu ihr. Anarya aber blickte nochmal auf die Hauptstadt Gondor zurück. Sie atmete stark ein und wieder aus, bevor sie weiter ritt. Die junge Königin Gondors hatte einfach kein gutes Gefühl dabei, das ganze Land so  zurückzulassen.
Sie ritten über Anorien, durch Rohan, über die weiten Eben von Endewaith, bis nach Arnor. Anarya war müde durch das ganze Reisen. Überwiegend schliefen sie draußen. Spontan entschieden sie sich in Tharbad, das zu einer prächtigen Stadt Arnors wuchs, rast zu machen und sich ein Gasthaus zu suchen. Es war zwar ein Umweg, um nach Bruchtal zu gelangen, aber das nahmen die drei Reisenden in Kauf. Am Abend waren noch viele Menschen auf den Straßen. Darius nahm die Pferde mit sich, während Anarya und Faramir schon in das Gasthaus gingen. In der Taverne hielten sich viele Gestalten auf. Sie gingen an die Theke zum Wirt, der sich ihnen sofort zuwendete: „Willkommen im tanzenden Becher! Was kann ich euch für euch tun?
Der Wirt wirkte sehr freundlich. Anarya erwiderte: „Wir sind auf der Durchresie und suchen nach einem Zimmer!“  Der Mann sah in sein Gästebuch und und sagte: „Ihr habt Glück, dass ich hier noch ein Zimmer für euch und eure Begleiter frei ist! Wir war noch gleich euer Name?
Anarya überlegte kurz. Sie konnte ja nicht ihren richtigen Namen verraten, dafür war es viel zu gefährlich. „Ellena, ich bin Ellena Winterberg!“, der Name ihrer Mutter fiel ihr sofort ein und dürfte wohl kaum auffallen. Der Wirt notierte den Namen und gab ihnen einen rostigen Schlüsser für das Zimmer. Die drei Reisenden saßen sich noch an einen Tisch. Darius brachte allen einen Krug Bier mit. Anarya lehnte sich erschöpft auf ihren Stuhl zurück und streckte die Beine aus. Während Faramir und Darius sich unterhielten, schaute Anarya in die Runde. In einer Ecke neben der Theke, spielten einige Leute Musik. Nach einiger Zeit betrat eine Gruppe von Männern das Gasthaus. Sie trugen Rüstungen, durch die Menschenmenge konnte man aber nicht erkennen, welches Wappen sie führten. Die Gruppe der Männer setzten sich an den Tisch nebenan. Einer von ihnen blickte immer wieder zu Anarya rüber. Sie fühlte sich dadurch unwohl und wendete sich ganz ab.  Der Mann fing plötzlich immer wieder zu Pfeifen an, aber Anarya reagierte nicht drauf. Darius war der Meinung Männer aus Rhûn entdeckt zu haben. Kurz darauf ging er zu ihnen an die Theke um etwas über die Lage im Norden herauszufinden.
Anarya wagte ein Blick zu den Männern in Rüstung, doch dabei bemerkte sie dass der pfeifende Mann sie die ganze Zeit anstarrte. Kurz darauf rief er: „Was ist Weib? Noch nie einen echten Mann gesehen?“ Dabei deutete er abwertend auf Faramir.  Anarya zog nur die Augenbrauen hoch und drehte sich weg. Gekränkt in seinem Stolz stand er auf und ging zu ihrem Tisch. „Oh, die feine Dame will wohl ihre Ruhe haben!
Die feine Dame findet, ihr solltet euch einfach verziehen!“, erwiderte Anarya energisch. Der Mann  wollte dies nicht auf sich sitzen lassen: „Was sonst? Willst du mir etwa Benehmen beibringen?“ Etwas spöttisches lag in seiner Stimme. Einige seiner Kumpanen kamen ebenfalls zum Tisch. „Ich glaube wir müssen dir erst mal zeigen wie man sich richtig benimmt, Weib!“ Dabei lehnte er sich über den Tisch und kam Anarya ziemlich nahe. „Ich hatte lange schon kein hübsches Mädchen mehr...“ , sagte der Mann, während er sich mit seiner Zunge über die Lippen ging. Faramir erhob nun auch endlich das Wort und erwiderte: „Habt ihr das nicht verstanden? Sie will dass ihr verschwindet!“ Die Männer lachten laut. Anarya hatte ihren Schaft des Schwertes schon Griffbereit. Nun erkannte Anarya auch das Wappen auf ihren Waffenrock. Es war der Schwan von Dol-Amroth!
Im gleichen Moment zeigte Darius in ihre Richtung und rief lautstark: „Natürlich kenne ich die Königin Gondors, ich bin der Kommandant ihrer Leibwache und dort drüben sitzt sie!
Erschrocken stand Anarya von ihrem Platz auf. Sofort war es im Raum Still und auch die Musik verstummte. Alle Blicke richteten sich gegen die Königin von Gondor. „Hast du gehört Hectorian? Das ist die Thronräuberin Gondors! Der Prinz wird uns einen hübschen Preis dafür zahlen!“ Der Mann der wohl Hectorian hieß lachte und sprach mit lauter Stimmte: „Heute ist wohl unser Glückstag! Er sagte aber nicht wie wir sie ihn liefern sollen! Holt sie euch!
Faramir suchte verzweifelt nach einer Lösung. Die Männer Dol-Amroths griffen sich Anarya. Der Fürst von Ithilien nahm einen Krug und warf ihn gezielt gegen den Kopf eines großen Bärtigen Mannes. Wütend erhob er sich von seinem Platz. Er sah auf die Soldaten Dol-Amroths und rief: „Kommt Männer, seit ihr hier in Arnor seid gibt es nichts als Ärger! Los holt sie euch!“ Die Begleiter des bärtigen Mannes standen auf und rannten auf die Soldaten los. Kurz darauf entfachte eine Schlägerei im Gasthaus. Tische flogen um und Stühle wurden hin und her geworfen. Faramir und Anarya versuchten nur aus dem Gasthaus zu flüchten, sie nahmen ihre Pferde. Gerade als sie aufsattelten, kam auch Darius dazu.
Es tut mir leid, euer Gnaden, ich weiß nicht was ich mir dabei gedacht habe....“, versuchte er sich schnaufend zu entschuldigen.
Anarya schüttelte nur den Kopf und wies ihn an  schnell auf sein Pferd zu steigen. Viele Wachen der Stadt waren auf den Weg zum Gasthaus, während die drei Reisenden sich auf den Weg machten.
Endlich hatten sie es geschafft. Sie konnten Bruchtal schon vom weiten sehen.
An den Toren wurden die Reisenden schon von Elrond, dem Herrn von Bruchtal empfangen.
Seid gegrüßt, Reisende, ihr habt einen weiten Weg hinter euch und hier im Hause Elronds sollt ihr Rast finden!“, sprach der Fürst von Imladris. Elrond führte sie in das Haupthaus. Darius sah sich dabei erstaunt um. Anarya blieb eher distanziert und sagte nicht viel. Faramir unterhielt sich mit Elrond. Die Königin Gondors konnte aber kein Wort verstehen.
Ein Elb führte Anarya zu ihrem Zimmer. Dort sah sie sich misstrauisch um. Sie setzte sich erschöpft auf das Bett und ließ sich nach hinten fallen. Es fühlte sich sehr angenehm und Weich an, so dass sie sofort einschlafen könnte. Die junge Frau entschloss sich dazu, endlich ein Bad zu nehmen. Der Frost und die Reise lag ihr in den Knochen.
Am späten Abend erschien Faramir im Zimmer und überredete sie, mit ihm zu kommen. Er führte sie in die Bibliothek des Hauses. Dort warteten schon Elrond und ein alter Mann, mit langem weißen Haar und einem Bart. Sie setzten sich zu ihnen an den Tisch. Anarya schwieg zunächst. Der alte Mann begutachtete sie genau. Anarya störte sich nicht daran.
Faramir erzählte mir von euren Träumen. Zunächst wusste ich nicht genau, was ich über solche Träume denken sollte, doch nun spüre ich es auch...“, fing Elrond an. Anarya sah ihn dagegen nur fragend an. „Ich spüre die Dunkelheit in euch, sie ist seit eurer Ankunft allgegenwärtig!
Anarya wusste noch immer nichts mit seinen Worten anzufangen.
Sprecht und erzählt mir von euren Gedanken und Träumen!“ , sagte er. Anarya zögerte zunächst. Sie sah Faramir hilflos an, der ihr aber nur warmherzig zunickte und lächelte. Anarya seufzte  und fing dann langsam an ihre Geschichte ,von ihren Träumen und den Stimmen zu erzählen, die sie hörte.
Versteht ihr? Es lässt mich nicht in Ruhe, ich weiß nicht was es ist aber es tut so unendlich weh!“ , sagte Anarya mit weinerlicher Stimme. Eigentlich wollte sie sich fremden gegenüber gar nicht so sentimental präsentieren, doch sie konnte nicht anders. Faramir griff nach ihrer Hand und Anarya umklammerte seine fest.
Elrond erwiderte daraufhin: „Ihr habt die Dunkelheit schon viel zu lange in euer Herz gelassen,auch wenn ihr denkt, dass er habe euch überleben lassen und euch zu dem werden lassen was ihr heute seid, Er würde dies niemals ohne seine eigenen Absichten machen!
Anarya wischte sich die Tränen aus ihrem Gesicht.
Und so wie es scheint, hat Er euch schon fest in seiner Hand. Er sitzt tief in eurer Seele und saugt euch aus, bis ihr Sein Diener!“, sagte Elrond.
Tief im inneren wusste Anarya wen der Fürst von Imladris meint, allerdings wollte sie es nicht wahrhaben. Sie fragte vorsichtig: „Wer ist Er
Elrond erwiderte bestimmend: „Der dunkle Feind der Welt, Morgoth!
Für einen kurzen Moment herrschte Stille. Der alte Mann erhob seine Stimme: „Verzeiht mir, aber mir bereitet dies Sorgen...“ Alle blicke richteten sich auf ihn. „Wir kennen uns  nicht, ich bin Saruman der Weiße! Einer der fünf  Istari, die nach Mittelerde entsandt wurden, um gegen Sauron zu kämpfen. Er war auch von seiner Natur her böse,aber ihr erscheint mir keineswegs  böse, was sollte Melkor denn von ihr wollen?
Thurion von Angmar ist auf der gleichen Stufe wie Sauron, allerdings ist seine Macht noch geschwächt, so dass er sie nicht gegen uns einsetzen konnte, zu unserem Glück!“, antwortete Elrond.
Direkt erwiderte Anarya: „Nein, Thurion ist anders... Niemals würde er jemanden anders Dienen wollen... Er hat ganz andere Visionen... Er erzählte mir neulich davon...
Elrond sah sie nur erschrocken an. „Was? Wann?“, dabei klang er aufgebracht. Anarya erwiderte nur leise: „Er kam in unser Lager, als wir nach Pelagir marschierten...
Der Fürst von Imladris konnte nicht glauben was er da hörte. „Ist das so?“, murmelte Saruman in seinen Bart.
Ich dachte er sei tot?“, sagte der Elbenfürst entsetzt. Traurig senkte Anarya den Kopf. Sie hatte das Gefühl, die Stimme würde wieder leise zu ihr flüstern. Die Stimme war aber so leise, dass sie kein Wort verstehen konnte. Schmerzend rieb sie sich die Stirn. Mit der anderen Hand packte sie fest ihre Tasche, die sie dabei hatte. Fast hatte sie vergessen, dass sie das Buch mit sich führte. Sie holte es heraus und legte es auf den Tisch. Alle sahen es an. Elrond riss die Augen auf.
Woher habt ihr das?“, fragte er. Anarya antwortete kurz und knapp: „Ich weiß es nicht...
Anarya seufzte und sagte: „Allerdings kann ich es nicht lesen...
Vorsichtig nahm Elrond das Buch in seine Hände und öffnete es. Er blätterte in einigen Seiten.
Lange ist es her, als ich die dunkle Sprache gesehen habe... Aber es beschreibt das, was ihr in eurem Traum gesehen habt!
Saruman nahm das Buch ebenfalls und sah sich einige Seiten an. Anarya wollte unbedingt wissen, warum Thurion dann in ihren Träumen vorkam. So zögerte sie nicht lange und fragte.
Der Elb erwiderte: „Thurion ist ein Diener von Morgoth und das schon seit sehr langer Zeit, auch wenn er es gerne so hätte, so wird er sich niemals von seinem Griff lösen können!
Anarya überlegte und versank in Gedanken. Saruman erhob wieder seine Stimme: „Was denkt ihr, Herr Elrond? Wenn ich die Zeilen richtig lese wird er eines Tages wiederkommen, und die Welt in Dunkelheit stürzen wollen!
Leise antwortete Elrond: „Ich befürchte es auch...“ Der Elb wandte sich zu Anarya. Sie schrack kurz auf, als seine Stimme sie ansprach: „Ihr sollt wissen, dass meine Tochter Arwen am Leben ist. Auch ihr Sohn. Ich möchte euch nicht den Thron von Gondor streitig machen, es war Aragorns und Arwen Entscheidung, ihren Sohn Eldarion nicht zum Erben von Gondor zu ernennen, so floh sie in die unsterblichen Landen...
Anarya dachte sie hört nicht richtig. Aragorn hat ihr absichtlich den Thron hinterlassen und doch stellt sich Imrahil quer.
Ihr seid jetzt die Königin von Gondor, ihr müsst das Land vereinen um wieder Frieden nach Mittelerde zu bringen! Lasst den Schatten der Vergangenheit ruhen und lasst die Dunkelheit hinter euch! Lasst nicht zu, dass Morgoth euch ganz auffrisst! Lasst das Licht in euer Herz!
Daraufhin sah die junge Königin den Herren von Bruchtal mit großen Augen an.
Sollte der Tag eintreffen, an dem die Dunkelheit versucht uns zu vernichten sollte ganz Mittelerde vereint stehen und nicht mit Streitereien untereinander sich selbst vernichten...“, fügte er noch hinzu. Anarya fragte nur wie das funktionieren sollte. Es gab immer wieder Streitigkeiten zwischen Königen von Mittelerde. Sei es nur wegen alten Kriegen, oder durch unterschiedliche Ansichten.
Sie fühlte eine gewisse Verzweiflung. Sie dachte sich, dass es doch gut wäre, wenn Melkor zurückkommen würde, und die Welt in Dunkelheit versetzen würde. Immerhin ist das das, was seine Anhänger immer wollten. Sie war selbst eine Priesterin von Melkor, warum also sollte das schlimm sein. In ihr kamen wieder die Bilder des Traumes hoch. Die junge Frau schüttelte den Kopf. „Nein!“, dachte sie sich und schlug den Gedanken aus den Kopf.
Saruman riss sie aus ihren Gedanken: „Vor einigen Tagen wurde ich von einen Gesandten aus Dorwinion. Die große Bank bot mir eine Stellung an, aber ich lehnte ab...
Faramir erwiderte: „In die große Bank von Dorwinion zu kommen ist eine gute Partie, viele wollen dies erreichen...“ Saruman entgegnete nur ein lächeln und nahm das schwarze Buch wieder in die Hände. „Die Bank beeinflusst heutzutage Kriege, zahlt ihr das geliehene Geld nicht zurück, werden eure Feinde finanziert, ich stehe lieber einem Herrscher zur Seite, bei dem es sich auch lohnt, weil man ihm vertraut...“ Dabei sah er zu Anarya rüber, die seinen Blick erwidert.
Ich habe lang nichts mehr von den Kriegen in Mittelerde mitbekommen, nur im Norden. Solltet ihr jemals einen Berater brauchen, so biete ich mich an!“, bot er der Königin Gondors an.
Diese nickte ihm zu.
Elrond erhob wieder seine Stimme: „Meine Späher berichten, dass Thruion  die Bank von Dorwinion konsultieren will, er hat weder Geld noch die Männer dafür, Angmar zurückzuerobern!
Anarya dachte sich für einen Moment, sie hörte nicht richtig. Der König von Angmar wollte also seinen Feldzug gegen die Verräter starten, um sein Land zurückzuerobern.
Geht nun und Ruht! Ihr hattet eine lange Reise und auch die Rückreise wird nicht leichter!
Daraufhin verschwand Anarya in ihr Zimmer. Nachdenklich lag sie in ihrem Bett. Der Gedanke ließ ihr keine Ruhe, dass Thurion in sein Verderben laufen konnte. Die ganze Nacht drehte sie sich schlaflos in ihrem Bett.
« Letzte Änderung: 11. Nov 2018, 01:30 von >Darkness< »
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #10 am: 12. Nov 2018, 00:45 »
Der Weg zur großen Bank von Dorwinion war weit und anstrengend. Die ersten leichten Schneeflocken fielen schon zu Boden. Die Pferde stießen große Wolken beim atmen aus, die durch die Kälte entstanden. Die kleine Truppe aus Soldaten waren zusätzlich zu ihren Rüstungen in ihren Umhängen eingewickelt um sich vor den Frost zu schützen. Die Banner wehten heftig im starken Wind. Die große Stadt Dorwinion war schon zu sehen. Dorwinion wurde alleine schon durch die Weinproduktion enorm reich und wohlhabend. Die Stadt war unabhängig und wurde von einen Rat verwaltet. Am Tor angekommen, sah die Truppe die großen Banner der Stadt an der großen Mauer hinunter hängen. Sie zeigten einen weißen Kelch, der von einem Lorbeerkranz umrandet war. Der Grund des Banner war in einem pinken Ton.
Als sie die Tore durchquerten, sahen sie die prächtigen und sauberen Straßen. Ein Gebäude viel sofort auf. Es war sehr groß und prunkhaft. Gemischtes Volk befand sich auf den Straßen.
Bei der Bank angekommen, gingen Thurion und Davos die langen Treppen hoch zum Eingang.
Die beiden Männer wurden in einem Saal gebracht. Für den Bau wurden die hochwertigsten Steine verwendet. Der Raum an sich wirkte eher kahl. Es befand sich lediglich ein großer hölzerner Tisch mit drei steinernen Stühlen dahinter. Vor den Tisch befanden sich eher schlichte, aber gut verarbeitete Holzstühle.
Nervös ging Thurion den Saal auf und ab. Es dauerte ihm viel zu lange, bis der Vorstand der Bank von Dorwinion erschienen.
Ich hoffe es ist richtig, was wir hier tun...“, murmelte der König von Angmar. Davos entgegnete: „Ihr wisst um unsere finanzielle Lage und wir brauchen das Geld, wenn ihr wieder auf dem Thron von Carn-Dûm sitzen wollt!
Thurion wollte gerade antworten, da öffnete sich ein große Tür und drei stattliche Männer betraten den großen Saal. Sie setzten sich auf ihre steinernen Stühle, während Thurion und Davos auf den Tisch zukamen.
Willkommen in der Bank von Dorwinion, ich hoffe ihr hattet eine angenehme Reise bei diesen Wetterverhältnissen, bitte setzt euch!“, sagte der Mann der in der Mitte saß und anscheinend der Oberste der drei war.  Vorsichtig ging Thurionauf einen der Stühle zu und setzte sich. Der Stuhl knarrte als er sich setzte. „Was kann die Bank für euch tun, Fürst Thurion?
Sofort ergriff Davos das Wort und korrigierte: „Das ist Thurion, rechtmäßiger König von Angmar!
Der Mann der Bank warf Davos einen genervten Blick rüber und mit einer Handbewegung wies er ihn an sich zu setzen. Kurz darauf setzte er sich. Der Mann der Dorwinion Bank sprach: „Soweit wir wissen, regiert Gulzar aus dem Hause  Hendor das Reich, als König von Angmar...
Sofort entgegnete Thurion: „Er ist ein Verräter, Gulzar war nie mein Erbe und er teilt auch nicht mein Blut!
Der Mann der Bank lachte und erwiderte: „Könige werden gestürzt und neue kommen an die macht... Uns kamen da einige Dinge zu Ohren
Thurion sah den Mann fragend an. „Ihr seid kein Mensch, ihr seid ein Maiar, von der einen Seite könnte man es so sehen, ihr hättet euer ganzes Leben Zeit, das Geld zurück zu zahlen, aber es wäre auch für uns ein Risiko, mit so einem mächtigen Mann zu verhandeln und der Krieg kostet ganz Mittelerde schon viel Gold und Blut...
Es war still im Saal und der Mann der Bank fuhr fort: „Ihr habt vielleicht viele Titel, viele glorreiche Taten vollbracht, vielleicht sind die Bücher mit euren Geschichten gefüllt, unsere Bücher dagegen sind mit Zahlen, die sprechen nämlich ihre eigene Geschichte...
Noch immer war es still im ganzen Raum. Selbst Davos Schneewet wusste nicht, was er dazu sagen sollte.
Wie viele loyale Männer kämpfen für euch?“, wollte der Mann wissen. Thurion überlegte nicht lange und antwortete genervt: „ Dreitausend..
Der Mann der Bank fragte sofort wieder: „Wie viel Nahrung produziert ihr in Schwarzfeste um eure dreitausend Mann zu versorgen?
Auf die Frage überlegte Thurion genau, erwiderte aber kurz und knapp: „Nichts...
Schnell versuchte der Mann einen Abschluss zu finden und sagte: „Ihr seht, diese Zahlen sprechen für sich... Ich muss euch so leider euer Ersuchen ablehnen. Es würde sonst nicht gut ausgehen für uns...
Thurion warf Davos einen vorwurfsvollen Blick zu. Missmutig erhob sich Thurion und wollte gerade aus dem Saal gin, da stand Davos ebenfalls auf und wendete sich an den Mann der Dorwinion Bank. „Entschuldigt mich mein Herr...“, dabei zog Davos seinen Handschuh aus und zeigte seine Hand, an der ihm alle Finger fehlten. „Seht, das ist was ich für meine Verbrechen bezahlen musste und halte es für eine Gerechte Bestrafung für einen Schmuggler!“ Er zog seinen Handschuh wieder an und fuhr fort: „Ihm ist es egal, aus welchen Stand, oder welche Beziehung ihr zu ihm habt ihm ist die Ehre und die Gerechtigkeit wichtig , deshalb ist er eure beste Möglichkeit euer Gold zurückzubekommen, welches ihr schon in Mittelerde gesteckt habt! Kriege sind teuer, das stimmt...“ Der Mann der Bank unterbrach ihn: „Der Krieg in Angmar ist so gut wie vorbei und auch in Mittelerde...“ Davos ergriff sofort wieder das Wort: „So lange Thurion lebt, ist der krieg nicht vorbei! Er hat ein viel höheres Ziel, er will die Länder Mittelerdes in einem Königreich vereinen... Wer hat aktuell  und die letzten Jahre die Macht in Mittelerde gehabt?
Dem Mann der Bank wurde es zu viel „Fürst Davos..“, wollte er Davos Schneewert unterbrechen.
Dieser wollte aber seine Frage beantwortet haben, so erwiderte der Mann: „Gondor...
Davos fuhr fort: „Wer regiert in Gondor in welches ihr diel etzten Jahre viel Geld gesteckt habt?“ Der Mann der Dorwinion Bank seufzte und erwiderte: „Königin Anarya....
Und was ist mit Gondor im Moment los? Es ist gespalten, Arnor hat sich losgesagt, die Königin hat nicht einmal einen Erben, wenn es dann zum Tod der Königin kommt, fällt das Reich nur weiter in sich zusammen... Etwa Imrahil von Dol-Amroth, der gegen seine eigenen neffen in den krieg zieht und sein eigenes Land verrät, dass er geschworen hat zu beschützen?
Davos machte eine kurze Pause. „Wenn Anarya stirbt, wer bezahlt dann euer Gold zurück?
Der Mann der Bank lächelte nur und erwiderte: „Darüber machen wir uns erst dann Gedanken!
Nervös erwiderte Davos: „Verzeiht mir mein Herr, aber das Problem besteht ja schon jetzt! Es gibt nur noch einen fähigen Herrscher in Mittelerde, Thurion!“ Dabei zeigte er auf seinen König.
Er ist in seinen besten Jahren, könnte sofort einen Erben zeugen, er ist ein gut geübter Anführer und er redet nicht darüber, seine Versprechen einzuhalten sondern tut es auch!
Dabei deutete Davos Schneewert auf seine Hand.
Nach einiger zeit kamen die beiden Männer die hohen Treppen der Bank wieder hinunter. Er wendete sich an Davos und sagte: „Da habt ihr unser Gold noch gerettet...“ Dabei klang er sehr erleichtert. Davos seufzte nur und erwiderte: „Allerdings tut es mir wegen der Klausel leid, ich wusste nicht dass die auf eine Hochzeit wert legen, euer Gnaden...
Thurion lachte nur antwortete: „Nein, wahrlich nicht. Aber darum werde ich mich nach dem Krieg kümmern, dafür gab die Bank zum Glück etwas Zeit!
Thurion und Davos stiegen auf ihre Pferde. Kurz darauf kam ein großer Trupp von schwer gerüsteten Soldaten. Dies war die Garde, die das Gold zum Besitzer eskortierte, in  diesem Fall nach Schwarzfeste in Angmar.
Dort angekommen, rüstete er seine Armee zum Krieg. Er wartete allerdings auf die Söldnerarmee, die ihm nochmal zehntausend Männer brachte.
Als diese auch eintraf, wurden die Soldaten in die Rüstungen von Angmar gesteckt. Abmarschbereit stand das große Heer vor den Toren von Schwarzfeste. Als sie endlich los ritten, wehte die endlose Anzahl  der Banner im Wind. Alle zeigten den Wolfskopf den Thurion auf seinem Banner trug. Thurion ritt ganz vorne mit Davos und Naruphel, einer Priesterin von Melkor, die Thurion in sein Gewissen redete, seit er seine Macht verlor und ihm versprach mit Melkors Hilfe diese zurück zu erlangen. Es war inzwischen sehr kalt geworden und viele dicke Schneeflocken fielen auf das Land. Der Schnee lag schon hoch. Ihr erstes Ziel war Grauwacht. Eine Stadt die gut befestigt war.
Dort angekommen, kam ein Späher von Thurions Armee zu ihnen geritten.
Euer Gnaden, die Armee von Grauwacht scheint aus der Stadt zu ziehen, wie es aussieht marschieren sie nach Carn-Dûm!
Thurion spürte die Gelegenheit, einer Belagerung aus dem Weg zu gehen und die Armee auf offenen Feld zu schlagen. Sofort wies er seinen Generälen an, sich für den kommenden Ansturm vorzubereiten. Er befahl seinem besten General, Thir aus dem Hause Stark, die eine Hälfte der Armee mit sich zu führen um die Truppen aus Grauwacht zu flankieren.
Ohne dass die Truppen von Grauwacht damit rechneten, stürmte Thurion mit seinen Reitern auf seine Gegner zu. Im letzten Moment versuchten diese sich noch zu formieren, allerdings ging das nicht wirklich auf. Die Reiter Thurions ritten durch die Reihen ihrer Feinde und erschlugen etliche. Viele gingen dabei zu Boden und der sonst so weiße Schnee färbte sich rot.
Von der anderen Seite erschien nun auch Thir mit der der anderen Hälfte der Armee. In der Mitte des Geschehen trafen sie aufeinander und kämpfen sich durch die Reihen der Soldaten aus Grauwacht. Der Anführer der Truppen warf sein Schwert auf den Boden als Zeichen der Aufgabe. Thurion und Davos kamen zu ihm geritten. Beide stiegen vom Pferd und gingen auf den Anführer zu. „Laphrador, Fürst von Grauwacht...“, fing Thurion an. Laphrador sah Thurion nur fragend an. „Das ist Thurion, der wahre König von Angmar!“ , sagte Davos bestimmend.
Fürst Laphrador staunte nicht schlecht, als er dies hörte. Er beugte das Knie und sank dabei den Kopf. „Euer Gnaden!“, stammelte er. Der König von Angmar entgegnete: „Erhebt euch und unterstellt mir eure Truppen und ich werde euch und eure Männer verschonen! Ich will keine geschlagenen Hunde abschlachten!
Der Fürst von Grauwacht war dankbar, für seine Entscheidung. „Ich werde alles anordnen lassen und lasse eure Männer versorgen!“ Das große Heer machte Rast in Grauwacht, da es heftiger zu schneien begann.
Es vergingen einige Tage, bis der Schnee weniger wurde. Den Tag wollte Thurion aber sofort nutzen. Es war noch ein weiter Weg bis nach Carn-Dûm. Und auch Laphrador machte ihn darauf aufmerksam, dass die Vorräte in Grauwacht zu ende gingen. Mindestens zwei tage ritten sie noch bis sie die mächtige Festungsstadt erreichten.
Inzwischen wurde es noch kälter und am Abend fing wieder an stärker zu schneien. Das große Heer  schlug das Lager auf. Thurion wusste, dass es gefährlich war, aber ihnen blieb nichts anderes übrig, da die Männer nicht mehr weiter konnten. Klar waren die Menschen aus Angmar schon starke Winter gewohnt. Dieser aber schien besonders kalt zu sein.
Das husten der Männer war weit zu hören und manche versuchten verzweifelt die Belagerungsgeräte vom Schnee zu befreien.
Davos kam in Thurions Zelt. Er wollte dringen mit ihm sprechen. Naruphel war ebenfalls im Zelt. Davos warf ihr nur einen gehässigen Blick rüber. „Unsere Vorräte werden langsam knapp und wir können durch das schlechte Wetter keine Versorgungsroute öffnen...“ Dabei sah der enge Berater des Königs Thurion besorgt an. Dieser erwiderte: „Was noch?“ Seine Stimme klang ebenfalls besorgt. Davos sagte: „Die purpurrote Truppe ritt letzte Nacht davon...
Verärgert nahm Thurion eine Figur von der Schlachtfeldkarte und warf sie weg. „Zweitausend Männer...Söldner sind nur loyal zu ihrem Gold...“, ärgerte sich der König.
Davos räusperte sich und versuchte Thurion zu überreden: „Wir sollten zurück nach Grauwacht reiten,das ist nicht unsere Gelegenheit, das Wetter macht jeden Marsch unmöglich...
Thurion unterbrach seinen Berater und erwiderte: „Ich habe mich aus Minas-Tirith zurückgezogen, bin damals aus Carn-Dûm geflohen und habe mein Land zurückgelassen... Ich werde mich nicht ein weiteres mal zurückziehen! Wenn wir nach Grauwacht zurückgehen und dort überwintern.. Wer weiß schon wie lange der diesmal dauern wird...
Davos versuchte ihn wieder zu überzeugen: „Euer Gnaden, wir sollten auf den richtigen Moment warten...“ Sofort entgegnete Thurion: „Dies ist der richtige Zeitpunkt, wenn wir nicht alles riskieren, sind wir sowieso verloren! Also marschieren wir in den Sieg oder in den Tod... Aber wir werden immer weiter gehen und nur nach vorne!
Sein Berater sah ihn skeptisch an. Er selbst hörte dass Thurion besorgt war. Immerhin kannte er ihn schon einige Jahre.
Davos sah zu Naruphel rüber, die ihn nur kalt anstarrte. Der Berater verließ das Zelt.
Die Priesterin von Melkor wendete sich an Thurion. „Ihr seid der Auserwählte, mein König ihr wisst dass nur ihr den Willen Melkors vollenden könnt!“, flüsterte sie in Thurions Ohr. Dieser erwiderte skeptisch: „Seid ihr euch da noch sicher?
Die Priesterin sah den König geschockt an. : „Ihr habt gesehen, wozu er in der Lage ist, durch ihn konnten wir mit wenigen Männern Schwarzfeste erobern!
Thurion reagierte darauf nicht. Er sah die Karte an. „Ich habe euch auch die Macht gezeigt, die er noch in dieser Welt hat, ich könnte ihn noch einmal um Hilfe bitten, allerdings müssten wir ein Opfer bringen...
Thurion sah nun Naruphel an. Sie beugte sich über die Schlachtfeldkarte und nahm einige Figuren, die den Gegner darstellten und nahm sie in die Hand. „Damit werden wir die Schlacht gewinnen!“, sagte sie dabei. Thurion hörte ihr nun gespannt zu: „Seine Familie hat sich schon einmal für euch geopfert, so dass der Krieg beendet werden konnte! Sein Blut wird das Land für euch zurückholen!
Nun sah der König von Angmar sie angewidert an. Er wusste genau von wem sie sprach. Aber er konnte doch nicht einfach den Sohn von Drauglin töten lassen. Sein Vater hatte sich geopfert damit der Eindruck entstand, Thurion wäre im Kampf gefallen und er hatte im Gegenzug versprochen auf den Sohn aufzupassen. „Habt ihr den Verstand verloren?“. Dabei klang er sehr wenig begeistert. Naruphel  nahm Thurions Gesicht in ihre Hände und versuchte ihn zu überzeugen: „Ich habe euch die macht Melkors gezeigt und ihr wollt eure alte Macht von vergangen Tagen zurückerlangen! Einen anderen Weg gibt es nicht und seine Mutter ist der selben Meinung!
Thurion wendete sich von ihr ab. „Verschwindet!“, schrie er.
Daraufhin ging sie aus dem Zelt des Königs. Thurion überlegte. Natürlich wollte er sein Reich endlich zurückhaben, seine alte Macht wiedererlangen und seine Pläne in die Tat umsetzen. Doch wie kann Naruphel so etwas von ihm verlangen. Nach einiger Zeit hatte er einen Entschluss gefasst.
Draußen standen viele der Soldaten in mehreren Reihen. Vor ihnen war ein Tisch neben einen Scheiterhaufen aufgebaut, auf den mehrere Utensilien lagen. Einige Wachen  brachten Aphant, den Sohn von Drauglin zu den Tisch. Naruphel wartete schon. Arphant wurde ihr übergeben und sie hielt ihn an den Schultern fest. Der Sohn von Drauglin ahnte von nichts. Thurion sah sich das geschehen von weiter weg an. Die Mutter von Aphant stellte sich zu ihm und sprach mit leiser Stimme: „Es ist eine gute Sache, der Herr wird uns so helfen uns nicht  verhungern und  erfrieren zu lassen...“ Thurion zeigte keine Reaktion. Er wusste, dass Drauglins Frau sehr gläubig war. Aphant schrie währenddessen nach seiner Mutter, da er nun verstanden hatte was Naruphel vor hatte. Einige der Soldaten hielten ihn fest, während die Priesterin Worte Sprach. Sie schnitt ihm mit einem Messer in die Arme und ließ Blut in eine Schale laufen. Thurion sah sich alles emotionslos an. „Wir opfern dir dieses Leben, damit du uns den Weg zeigen kannst! Akzeptiere unser Zeichen und beschütze uns!“, solche und noch mehr Worte wurden von der Priesterin Melkors gesprochen. Schließlich wurde Aphant an den Scheiterhaufen gebunden. Naruphel zündete das Heu an, welches aus den aufgebauten Scheiteln hervor hing. Der Junge schrie weiter nach seiner Mutter, während die Flammen langsam immer näher kamen. Einige der Soldaten drehten sich vom Geschehenen weg. Aphants Mutter konnte das nun nicht mehr mit anhören, sie wollte nach vorne gehen und ihren Sohn retten, doch Wachen hielten sie fest. Der Scheiterhaufen stand nun ganz in Flammen. Die Schreie wurden immer lauter bis sie schließlich verstummten. Nun konnte der König von Angmar sich das Schauspiel nicht mehr mit ansehen und so drehte er sich um. Zweifel überkamen ihn. War es wirklich die richtige Entscheidung? Aphant war ein kleiner Junge, der nichts für die Kriege konnte. Wie konnte Melkor nur so ein Opfer verlangen. Thurion hatte geschworen den Jungen zu beschützen und doch griff er nicht ein. In Gedanken versunken schlenderte er in sein Zelt zurück, während derstürmische Wind  durch das Lager fegte.
Davos rannte aufgebracht in das Zelt seines Königs. „Was habt ihr da getan?
Thurion antwortete nicht. Generell saß er nur regungslos auf einen Stuhl. Davos Schneewert schüttelte verständnislos den Kopf und verschwand wieder.
Am nächsten Tag war es wie durch ein Wunder deutlich milder. Es schneite nicht mehr und das Eis schmelzte.
Thurion machte sich zum Aufbruch bereit, zog sich seinen Brustpanzer an und befestigte sein Schwert. Naruphel kam zu ihm und sagte: „Seht ihr, Melkor lässt uns nicht im Stich!
Thurion schenkte ihr eher wenig Beachtung. So zog er seinen Mantel an, während sie behauptete: „Ich habe in meinen Träumen die Banner von Gulzar brennen sehen, Carn-Dûm wird unser sein!
Der König Angmars erwiderte: „Wir sind bereit für Carn-Dûm...
Mit den Worten verließ er sein Zelt um die Vorbereitungen zu sehen. Die Priesterin Melkors war ihm dicht auf den Versen. Thir Stark kam zu ihm geeilt. Thurion wollte gerade die befehle abgeben, da sagte Thir schnaufend: „Viele Männer desertierten in der Nacht...
Thurion fragte niedergeschmettert wie viele Männer das Lager verlassen hatten. Thir antwortete nur mit: „Mehr als die Hälfte..“ Thurion versank wieder in Gedanken. Wenn mehr als die Hälfte abgehauen ist, dann blieben ihnen nur noch knapp fünftausend Männer. „Die Söldner nahmen auch alle Pferde mit sich...“, fügte Thir noch hinzu. Die Lage schien aussichtslos, da kam schon ein weiterer General zu Thurion und bat ihn mit zu kommen. Thir Stark folgte seinem König. Der Genral führte beide Männer in einen Wald. An einen Baum hing die Mutter Aphants mit einem Strick um den Hals. Thurion hatte dies schon befürchtet. Der Tag konnte schon nicht mehr schlimmer werden, da teilte eine Wache mit dass Naruphel das Lager verlassen hatte. Thurion fragte sich nun erst recht, ob das alles richtig war, ob Melkor ein Gott ist, an den man glauben sollte.
Es gab sowieso keinen Weg mehr zurück, so beschloss er seine Truppen in Marschstellung zu bringen und nach Carn-Dûm zu marschieren.
Schließlich erreichte die Streitmacht Thurions die Festungsstadt Carn-Dûm. Die vielen Banner des Wolfes wehten im Wind, während sie ihren König folgten.
Thurion kannte die Festung sehr gut und er gab Befehle, wie die restlichen Männer die Stadt belagern sollten.
Die Belagerung beginnt heute Nachmittag!“ , sagte er noch zuversichtlich, da sagte sein General Thir: „Es wird keine Belagerung geben, euer Gnaden!
Verwundert sah der König zu Thir und dann in die Richtung in die er starrte. Die gesamte Streitmacht aus Carn-Dûm ritt auf sie zu. „Wir haben keine Chance!“ und „Wir sind verloren!“, hörte man viele der Soldaten rufen.
Thurion wusste nun, er konnte nicht mehr zurück und alles schien aussichtslos.Innere Gedanken quälten seine Seele. Wie konnte er nur einer Priesterin Melkors glauben schenken, er hat in der Vergangenheit für den Glauben viele schlimme Dinge getan und sein Berater Davos hatte die ganze Zeit recht. Naruphel hatte den König Angmars die ganze Zeit in der Hand. Mit einem kurzen Lächeln, nicht aus Freude sondern eher aus Verzweiflung und Ärger über sich selbst, zog er sein Schwert aus der Scheide und ging einige Schritte vorwärts. Viele der Soldaten taten es ihm gleich. Einige die in den hinteren Reihen standen, rannten um ihr Leben. Die Kavallerie des Feindes kam immer näher
Speere zu mir!“, befahl er. Die Männer versuchten verzweifelt eine geeignete Formation aufzustellen. Als die Gegnerische Kavallerie zum Angriff bereit war, stachen die Speerträger die Reiter von ihren Pferden, aber viele wurden auch  überritten und erschlagen . Sie standen sich einer Übermacht entgegen. Thurion war weit vorne dabei. Er kämpfe sich mit seinen Männern durch die Armee. Viele seiner Männer wurden neben ihm einfach umgeritten oder erschlagen. Die Schlacht wurde chaotisch und durch die feindlichen Reiter war es schwer die Truppe zusammen zu halten. Thurion erschlug viele Feinde und es schien, als würden die Männer  des wahren Königs von Angmar gut durchhalten. Gulzar nahm aber keine Rücksicht auf Verluste. So ließ er viele Pfeilsalven auf das Schlachtfeld niederregnen.
Vom weiten konnte Thurion Davos erkennen, der mit einigen hundert Reitern die Schlacht erreichte. Dieser versuchte verzweifelt die Übermacht zurück zu drängen, allerdings wurden seine Männer auch schnell von ihren Pferden geholt. Thurion versuchte sich zu seinem Berater zu kämpfen.. Wieder kam eine Salve niedergeregnet, und viele der eigenen Männer Gulzars wurden getroffen. Endlich erreichte der König Davos. „Wir müssen uns neu formieren sonst überleben wir  nicht!“, rief der Berater.
Sein König kämpfte sich nur weiter blind durch die Massen der Feinde. So entschloss sich  Davos selbst das Kommando zu übernehmen und rief die Truppen zusammen. Die übrigen Männer bildeten nun einen Block und versuchten so stand zu halten.
Davos zog seinen König in den Block und versuchte ihn irgendwie fest zu halten, der vollkommen in einen Blutrausch verfallen war. General Thir half Davos dabei. „Es bringt nichts, wenn ihr euch jetzt opfert!“, rief Davos.
Wieder regnete es eine Pfeilsalve. Die Männer hielten ihre Schilde hoch um wenigstens einige der Pfeile ab zu fangen. Sie waren nun von ihren Feinden eingekesselt.  Keiner der Armee Thurions wusste wirklich was er nun machen sollte. Im Endeffekt wussten sie, dass es nun das Ende war. Thurion versank in Gedanken. Ist er wirklich den Tricks einer Hexe reingefallen. Wieso hatte er sich auf sie verlassen. Wütend wurde sein Griff um das Schwert fester.
Los Männer brecht ihre Reihen!“, rief er und stürmte nach vorne. Seine Männer folgten ihm.
Die Lage schien aussichtslos. Der Kreis schloss sich enger und seine Soldaten hatten fast keinen Platz mehr um überhaupt mit den Schwerter auszuholen. Der König selbst sah nur verzweifelt zu Davos rüber. Thir tötete gerade einen General Gulzars der ihm zu nah gekommen ist.
Im gleichen Moment ertönte ein Horn durch die Ebene. Sie sahen sich um, doch man erkannte nicht woher es kam. Wieder wurde das Horn geblasen.
Dann endlich sah man Reiter, die von einem Hügel aus den Süden angeritten kamen. Es war zunächst nicht klar wer diese Reiter waren, bis das Banner sichtbar wurde: Die blau weißen und schwarz roten Banner wehten im Wind. Es war der Falke von Gondor und der Drache Anaryas. Thurion traute seinen Augen kaum. Als der König auf den Hügel sah, konnte er Anarya sehen, die der Schlacht zu sah.
Die Männer Gondors fielen den Feinden in den Rücken, erschlugen sehr viele und retteten die Soldaten des Königs von Angmar.
Gulzar flüchtete sich mit seinen Soldaten in die Festung zurück.
Thurion nutzte die Gelegenheit: „Männer, folgt mir wir holen uns die Verräter!
Daraufhin rannte er auf die Festung zu und seine Männer folgten ihm. Die Festung hatte noch keine neuen Tore erhalten, so befanden sich nur dünne Holztüren als Provisorium an den Toren. Einige Bogen- und Armbrustschützen standen noch auf den Mauern und schossen auf die Soldaten Thurions, die die Schilde hochhielten, während die anderen versuchten das provisorische Tor auf zu brechen. Endlich bekamen sie die Türen aus den Tor gerissen und stürmten in die Festung. Dort erschlugen sie die restlichen Männer Gulzars. Der Verräter stand im Hof. Alleine. Die Männer Thurions  umzingelten den Mann. „Lasst es uns auf die alte Weise machen, nur ihr und ich!“, schlug er Thurion aus Verzweiflung vor. Der König von Angmar zögerte nicht lange und stürmte auf Gulzar zu. Der Schwertkampf dauert nicht lange, denn Thurion entwaffnete seinen Gegner recht schnell. Er warf sein Schwert weg und schlug auf ihn ein. Er ließ all seinen Frust raus, der sich die letzte Zeit angestaut hatte.
Nach einigen Minuten kam auch Anarya mit ihren Männer in die Festung geritten. Thurion sah zu Anarya und ließ von Gulzar los. Erzürnt ging er in Richtung der Burg, in der sich auch der Thronsaal befand. Davos Schneewert folgte ihm, ebenso Anarya und einige ihrer Männer.
Er öffnete die großen Türen des Saals, in dem sich noch einige Soldaten befanden. Diese legten ihre Waffen nieder und beugten das Knie. Thurion schenkte ihnen wenig Beachtung, denn er ging schnurstracks auf den Thron zu.
Eine gewisse Erleichterung machte sich in Thruion breit. Seine Männer rissen die Banner herunter, die im Ganzen Saal hingen.
Endlich wendete er sich Anarya zu: „So habt ihr euch doch anders entschieden...
Die Königin erwiderte: „Wir tragen das selbe Schicksal und in solchen Zeiten müssen wir zusammenhalten!
Der Königs von Angmar verstand zunächst nicht was sie damit meinte, nickte ihr aber zu. „Aber wir müssen reden, es gibt einiges das wir zu besprechen haben!“, dabei klang Anaryas Stimme sehr bestimmend.
Thurion wollte zunächst die Festung sichern. Als er aus dem Thronsaal ging standen seine Soldaten bereit. Sie jubelten Thurion und Anarya zu und immer wieder riefen sie: „Thurion! Thurion!THURION!
Am späten Abend traf Anarya in die Gemächer von Thurion ein. Beide schwiegen zunächst. Nur das warme knisternde Geräusch des Feuers und das heulen des Windes war zu hören. Der König von Angmar saß an eine Schreibtisch und starrte die Papiere an die vor ihm lagen.
Anarya versuchte die Stille zu brechen: „Was gedenkt ihr jetzt zu tun?
Thurion nahm einige der Papiere in die Hand, warf sie aber kurz darauf wieder auf den Tisch.
Wisst ihr, ich habe schreckliche Dinge getan, nur um meinen Thron wieder zu erlangen...“, er wirkte dabei ruhig und doch in sich gekehrt. „Mein Reich hat geblutet und ich habe dazu beigetragen...
Anarya kannte solche Worte von Thurion nicht. Immerhin war er ein Mächtiger Mann, der auch nicht vor Gräueltaten halt machte. „Nie hatte ich mich so leer gefühlt... Auch wenn ich ein selbst ein Diener Melkors war, weiß ich nun dass er abgrundtief böse ist...
Anarya ging daraufhin einige Schritte auf ihn zu. Der König Angmars legte sein Gesicht in seine Hände. „Ich habe einen guten Freund versprochen, auf seinen Sohn aufzupassen und ihn großzuziehen, weil er sich für mich und sein Land opferte...“ Er machte eine Pause. Anarya kniete sich neben Thurion und griff seinen Arm. „Und was hab ich getan? Ich hab ihn verbrennen lassen, damit wir Melkor ein geeignetes Opfer darbringen können...
Die Königin Gondors wusste zunächst nicht was sie sagen sollte. Ihr fehlten die richtigen Worte. So ließ sie Thurion weiter reden: „Vielleicht ist das für euch ein ungewohntes Bild, wenn man an meine Vergangenheit denkt, aber ich will Melkor nicht mehr dienen, ganz gleich was passieren mag...
Anarya sah ihn besorgt an. Dann endlich antwortete sie: „Auch ich habe mich am Anfang Melkor verschrieben, ich dachte er hat mich gerettet und mich zu dem werden lassen was ich heute bin. Aber es war nicht er, es war ich alleine! Ich weiß weiß auch, dass Melkor nichts gutes für diese Welt will, deshalb hab ich mich von seinem Glauben gelöst....
Thurion sah sie innig an. Dann sagte er: „Ich will kein König mehr sein, ich habe Angmar schon lange genug in den Abgrund geführt...
Die junge Frau wollte den Worten nicht glauben, die sie hörte. Geschockt erwiderte sie: „Aber ihr hattet so großes vor, schmeißt das nicht einfach weg!
Der König von Angmar erwiderte nur: „Wofür lohnt es sich denn noch zu kämpfen, wenn nichts mehr da ist und Melkor mein Leben bestimmt...
Dann sagt euch auch von ihm los, so wie ich es getan habe! Ich hatte eine Vision in der er mir zeigte, wie die Welt aussehen wird und das dürfen wir nicht zulassen! Ihr wolltet Mittelerde vereinen und ihr hattet recht, schon alleine dafür müssen wir das tun“, mit aller Kraft versuchte sie ihn zu überzeugen. Dieser lachte nur. „Es gibt immer etwas gutes in der Welt, wofür es sich zu kämpfen lohnt!“, sie unterbrach sich kurz. Fast flüsternd fuhr sie fort: „Manchmal erkennt man es nicht sofort...
Thurion erhob sich von seinem Platz und ging an einen Schrank. Er kramte eine alte Kiste heraus und stellte sie auf den Tisch.
Mein Entschluss steht fest...“, beschloss er. Anarya stand ebenfalls auf und fragte sich was er nun vor hatte.
Ihr seid eine bessere Königin, vereint das Land und setzt das Vorhaben um!“ , dabei öffnete er die alte Kiste. Der Deckel fiel laut auf den Tisch. Viele Leinentücher waren in der Kiste und Thurion befreite einen Gegenstand von ihnen.
Es war eine Krone. Sie war schwarz und, sah nicht aus wie eine klassische Krone. Der König von Angmar übergab Anarya die Krone mit den Worten: „Angmar ist dann das erste Land welches sich dem Vorhaben beugt, Angmar ist euer, euer Gnaden!
Er verneigte sich vor ihr. Anarya hielt die Krone in der Hand wusste, allerdings nicht was sie darauf antworten sollte. Zu geschockt war sie im selben Moment.
Thurion sammelte einige Sachen ein, bevor er sich seinen Mantel schnappte. Verwirrt fragte Anarya: „Was habt ihr denn dann jetzt vor?
Thurion lächelte ihr nur zu und erwiderte: „Ich habe hier nichts mehr zu suchen, meine Zeit ist vorbei...
Die junge Königin Gondors schüttelte den Kopf. „Wir brauchen euch doch für die Kriege die bevorstehen, für den großen Krieg der eintrifft.... Und... Ich brauche euch...
Sie senkte ihren Kopf. Thurion ging einige Schritte auf die junge Frau zu. „Wenn ihr es wünscht, dann werde ich euch begleiten, meine Königin!“ Dabei nahm er ihre Hände. Sie nickte.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #11 am: 16. Nov 2018, 01:30 »
Am nächsten Morgen machte sich die Armee Gondors für den Abmarsch bereit. Auch einige Soldaten aus Angmar marschierten mit. Thurion traf sich vorher noch mit Thir.
Thir, ich habe die Krone Angmars abgelegt, ich werde dir Carn-Dûm übertragen und dir die Befehlsgewalt über Angmar geben!“, überraschte er seinen General.
Aber mein Herr, was ist mit euch was ist...“, Thurion unterbrach ihn aber: „Euch vertraue ich, ihr seid jetzt viele Jahre an meiner Seite und werdet fort an als Fürst Thir Stark von Carn_Dûm bekannt sein!“ Mit diesen Worten wendete er sich ab und ging zu Anarya, wo er auf sein Pferd stieg. Davos Schneewert begleitete seinen Herren. „Aber mein Herr!“, rief Fürst Thir noch hinterher, doch das Heer machte sich auf den Weg.
In Eregion wurde die Armee schon von den Elben aus Bruchtal erwartet. Elrond war schwer gerüstet mit seinen Soldaten aus Imladris angereist.
Saruman war ebenfalls dabei. „Wir hörten von euren Taten in Angmar und ich dachte mir, ihr könntet Verstärkung gebrauchen wenn ihr nach Arnor marschiert!“, rief er.
Überrascht erwiderte Anarya: „Eigentlich war Arnor gar nicht unser Ziel, denn der Winter ist über das Land gekommen und es macht eine Belagerung unmöglich, wenn ich nicht viele Männer verlieren will!
Der Elebenfürst lachte. Anarya konnte ja nicht wissen, dass er noch ein Ass im Ärmel hatte. So antwortete er zuversichtlich: „Die Fürsten von Arnor wissen wer ich bin und sie vertrauen mir und Saruman! Ich habe einen Rat zusammenrufen lassen, deshalb sollten wir nach Annuminas reiten!
Anarya nickte ihm zustimmend zu. Saruman erkannte Thurion in den vorderen Reihen. „Thurion!“, rief er erleichtert. Dieser sah zu den Zauberer rüber und erkannte ihn auch sofort: „Saruman! Es ist schon eine Zeitlang her!
Wie ich hörte, habt ihr euer Reich wieder?“, wollte Saruman wissen. Der ehemalige König Angmars konnte sich sein Lächeln nicht verkneifen und sah Anarya dabei an. Der Zauberer wusste sofort was er damit sagen wollte. „Also habt ihr euch endlich von der Hexe befreit, was ist mit ihr geschehen?
Thurion zögerte zunächst. Davos rief: „Sie ist vor der Belagerung Carn-Dûm abgehauen, wahrscheinlich aus Angst für ihre schrecklichen Taten belangt zu werden! Ich habe versucht sie aufzuhalten, hab dann aber einige Männer getroffen, die in der Nacht desertierten und habe sie überzeugt für ihr Land zu kämpfen!
Saruman schüttelte den Kopf. „In letzter Zeit sind viele Priester Melkors auf Reisen, aber mit Thurion haben die Anhänger einen sehr mächtigen Mann verloren...“.
Er klang dabei zufrieden. Schon vor einiger Zeit hat er versucht Thurion davon zu überzeugen, sich von Melkor loszusagen.
Das Heer machte sich nun auf dem Weg nach Annuminas, der Hauptstadt von Arnor. Es war eine der größten Städte in ganz Mittelerde. Auf den Mauern tummelten sich viele Soldaten, die sich für den Kampf rüsteten als sie die Armee aus Gondor sahen.
Anarya gab ebenfalls ihren Truppen den Befehl sich in geeignete Formationen zu stellen.
Sie ritt zusammen mit Elrond, Thurion und Faramir zum Tor. Davos, Saruman und einigen Bannerträgern folgten ihnen. Sofort richteten sich Armbrüste und Bögen auf sie. Ein Kommandant kam zum Torhaus und rief: „Seid gegrüßt Fürst Elrond, ihr seid ein Freund Arnor und doch verwundert es mich, dass ihr mit unseren Feinden reitet!
Die Königin Gondors schmunzelte und stieß dabei einen Abwertenden Ton heraus. „Ich habe den Rat von Arnor um ein Ersuchen gebeten und ich wurde eingeladen!
Der Kommandant verschwand vom Torhaus. Kurz darauf wurden die Schweren Tore der Stadt geöffnet. Der Mann Arnors bat die Truppe hinein. Anarya spürte die verspottenden Blicke der Soldaten Arnors, die sich alle hinter dem Tor aufgestellt hatten.
Sie ritten die breite gepflasterte Hauptstraße der Stadt entlang. Viele Schaulustige versammelten sich dort um die Anreisenden zu betrachten. Ein Mann kam angerannt und spuckte der jungen Frau vor das Pferd. Einige andere riefen beleidigende Wörter. Thurion drängte sich zwischen Anarya und Faramir und beruhigte sie, denn er konnte es schon förmlich erkennen wie sie innerlich kochte. Dem Fürsten von Ithilien gefiel es gar nicht, dass er jetzt die Nähe seiner Königin suchte.
Schließlich erreichten sie den prächtigen Palas von Annuminas. Große Banner hingen von den Mauern, die die Insignien Arnors repräsentierten. Daneben hingen aber auch die aus Dol-Amroth.
Als sie den Palast betraten, kamen ihnen schon Männer aus Dol-Amroth entgegen.
Ich kann euch nicht so bewaffnet zum Rat durchlassen!“, sagte der Soldat.
Anarya erkannte ihn sofort. Es war der Mann, der sie neulich im Gasthaus belästigte.
Wir sind nicht hier um jemanden zu verletzen...“, wollte Elrond gerade sagen, da unterbrach ihn der Mann Dol-Amroths: „Ich kann das nicht zulassen...“, dabei erblickte er Anarya und erkannte diese ebenfalls. “Seht mal an, wen haben wir denn da, sehr großzügig von euch uns die Verräterin zu bringen!“ Der Mann, der Hectorian hieß, ging auf Anarya zu. „Lasst eure dreckigen Finger von mir!“, schrie Anarya und schlug ihren Ellbogen gegen sein Gesicht, als er versuchte sie zu packen.  Von einem Moment zum Nächsten wurden die Schwerter gezogen.
Ihr habt hier gar nichts zu sagen, Weib!“, er spuckte dabei das Blut aus seinem Mund. „Es ist noch ein langer Weg bis Dol-Amroth, nur meine Gefangene zu sein werdet ihr euch dann nur noch wünschen!“ Gerade wollte er Anarya am Arm packen, da schritt Thurion vor ihr und schubste Hectorian von sich. Außer sich vor wut schlug der Mann Dol-Amroths mit seinem Schwert zu, doch Thurion parrierte den Schlag. Es kam zu einen kurzen Schwertkampf, dann kamen die Fürsten von Arnor schon in den großen Saal geeilt. „Hectorian, es ist jetzt Schluss!“, rief einer von ihnen.
Daraufhin steckten alle ihre Schwerter zurück in die Scheide. Der Mann aus Angmar hielt sein aber noch fest in der Hand. Beide Männer warfen sich verachtende Blicke zu. Anarya fasste Thurion beruhigend an. „Es ist gut...“, sagte sie mit leiser Stimme. Nun steckte er auch sein Schwert weg.
Verzeiht mein Fürst, wir sind nicht hergekommen um uns zu streiten..“, entschuldigte sich Elrond. „Ich weiß, aber seit dem die Männer aus Dol-Amroth hier sind, herrscht totales Chaos im ganzen Land!“, erwiderte der Fürst. „Kommt, lasst uns im Ratssaal alles weitere besprechen!
Der Fürst von Arnor führte die Besucher in den Ratssaal des Palastes. Alle setzten sich an den großen Runden Tisch. Es war still, da zunächst niemand etwas sagte. Lediglich die das rascheln der Papiere, die der Fürst von Annuminas zurechtlegte hörte man. Nervös räusperte sich die Herrin von Gondor. Endlich ergriff der Fürst das Wort: „Ich bin Fürst Fubuky Turmbauer, ich bin der Fürst von Annuminas und Ratsherr der Fürsten von Arnor!“ Bevor Thurion antworten konnte, ergriff Faramir lieber vorher das Wort: „Ihr sprecht zu Anarya, erste ihres Namens, Königin der Númenorer, rechtmäßige Herrin von Gondor und Arnor und Beschützerin des Reiches!“ Thurion wartete einen Augenblick.„Das ist Thurion...“, sagte Davos. Thurion sah zu ihm und die Blicke kreuzten sich. „...Er war der König von Angmar!“, fügte Davos noch hinzu. Der ehemalige König Angmars schüttelte sanft den Kopf.
Wie kommt es, dass unser Feind, der König von Angmar, mit euch reitet, euer Gnaden?“, wollte Fubuky wissen. Anarya überlegte kurz und wartete , ob jemand anders was dazu sagen wollte. Doch niemand antwortete. So erwiderte sie: „Uns erwartet ein böses Unheil und ganz Mittelerde muss zusammenstehen, damit wir die kommende Bedrohung vernichten können! Die kleinen Streitereien untereinander werden uns nur in den Abgrund treiben!“
Die Fürsten von Arnor sahen sich skeptisch an. Anarya versuchte ihre Pläne so gut es geht zu erläutern: „Wenn ihr das wüsstet, was ich gesehen habe, dann gibt es für uns alle nur den Tod! Melkor wird versuchen uns alle zu vernichten!“ Fürst Fubuky erwiderte: „So weit jeder weiß, betet ihr doch Melkor an und somit dient ihr ihm und dann verbündet ihr euch noch mit einem seiner alten Generäle...“ Dabei warf er Thurion einen bösen Blick rüber.
Die junge Königin Gondors antwortete: „Ich habe mich von Melkor abgewandt... Und auch Thurion steht hinter mir, er legte seine Krone für mich ab und hat die selbe Entscheidung getroffen!“
Ein Fürst flüsterte Fubuky etwas ins Ohr, dann sagte er: „Ihr seid die Königin von Gondor, würde sich Arnor eurer Sache beugen,bleibt uns die Angst, was nach euch passiert... Ihr seid nicht vermählt und habt keinen Erben, solltet ihr Fallen würde das Land wieder in den Abgrund stürzen...
Anarya wusste darauf zu nächst keine Antwort. Hilflos lehnte sich sich in ihrem Stuhl zurück. Der Mann Angmars ergriff so das Wort um ihr zu helfen: „Die Königin ist jung, sie wird schon einen geeigneten Gatten finden und so ihre Linie weiterführen können!“
Gebt uns einige Minuten, euer Gnaden, wir werden uns zurückziehen und beraten!“, bat der Fürst von Annuminas und verwschwand mit den anderen Fürsten.
Die junge Frau ging im Ratssaal nervös auf und ab. Sie wusste nicht, wie sich die Herren von Arnor entschieden. Faramir redete ihr immer wieder gut zu.  Im Saal hörte man nichts, außer die Schritte Anaryas und das Flüstern zwischen Davos, Saruman und Thurion.
Nach einer Weile öffneten sich die Türen des Hinterraumes. Fürst Fubuky Turmbauer betrat als erster den Raum.
Ich weiß nicht was ich von euren Geschichten halten soll, ich weiß nicht was ihr gesehen habt, aber Arnor ist des Krieges Müde. Dol-Amroth macht uns Druck und der Krieg den wir hier im Norden hatten,hat das land sehr geschwächt....“, der Herr der Stadt machte eine Pause. „Wenn ihr uns versichern könnt, dass wir keinen Krieg mehr gegen Angmar zu befürchten haben und ihr einen passenden Gemahl findet, werden wir uns der rechtmäßigen Königin von Gondor und Arnor beugen!
Anarya war heilfroh dies zu hören. Sie versprach es dem Fürsten von Annuminas. Dieser ließ anordnen, dass die Truppen von Dol-Amroth aus Arnor abzogen. Auch die Bevölkerung atmete auf, die Fremden aus Dol-Amorth los zu sein. Zu viel Ärger bereiteten sie den Bewohnern.
Die Banner des silbernen Schwanes wurden abgehangen und die von Anarya aufgehangen.
Die Königin von Gondor wusste aber auch, dass sie sich das Vertrauen der Bevölkerung von Arnor erst einmal verdienen musste. So beschwerte sie sich über die Kommentare einzelner Menschen auf den Straßen nicht, während die Truppe aus der Stadt ritt.
Am Tor versicherte Fubuky Turmbauer seine Unterstützung in den folgenden Schlachten zu.
Auch Elrond verabschiedete sich von Anarya: „Ich werde euch verlassen müssen... Sobald ich mit meinen Männern bereit bin, werde ich zu euch stoßen!
Die Königin Gondors nickte ihm zu. Saruman, Davos und Thurion begleiteten sie zurück nach Gondor. Schließlich machte sich das Heer auf dem Weg in die Heimat.
Grüße Darkness


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