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Autor Thema: Der Thron von Mittelerde  (Gelesen 1116 mal)

>Darkness<

  • Edain Betatester
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #15 am: 19. Jan 2019, 03:23 »
Der Feldzug gegen Dol-Amroth startete auch sofort am Folgetag. Die Armee aus Arnor, Angmar, Gondor und Lindon zog unter den Banner des neuen Gondors, der Schwalbe die zu einer Mondsichel emporstieg, und viele Banner des Hauses Vaneryen, welche den roten Drachen auf schwarzen Grund zeigten, los. Das Heer durchstreifte Lebinnin und machte sich direkt auf den Weg nach Dol-Amroth. Würde die große Festungsstadt fallen, würden die anderen Fürsten schon von alleine nachgeben. Aber Thurion ging davon aus, dass  sich die Soldaten von Anfalas und Lamedon sowieso schon in Dol-Amroth versammelten.
Der Weg nach Dol-Amroth war nicht leicht. Die vielen Gebirge und engen Wege, verlangsamten die Fortbewegung rapide. Sie kamen an vielen Dörfern und Burgen vorbei, in denen sich aber so gut wie keine Wachen befanden. Also war Thurions Vermutung richtig, dass der Prinz von Dol-Amroth seine komplette Streitmacht in seine Festung berufen hatte.
Endlich war die Festung sichtbar. Die Armee aus Gondor baute das Lager auf. Kurz darauf wurden auch schon die mächtigen Trebuchets aufgebaut. Boromir hingegen machte sich mit einen Teil der Armee auf um die Hauptstraße zu besetzen, damit die Verpflegung ausblieb.
Viele Tage lang wurde die mächtige Festungsstadt beschossen und belagert. Doch Dol-Amroth hielt sich wacker.
Die Belagerung macht wenig Sinn!“, beschwor Thurion im Hauptzelt, in dem Hauptmänner Rat hielten.
Dol-Amroth wird über den Seeweg weiter versorgt, wenn wir das nicht unterbinden können, belagern wir die Festung noch weitere Jahre!“, man hörte förmlich die Verärgerung in seiner Stimme.
Anarya erwiderte: „Was schlägst du also vor?“ Sofort antwortete Thurion: „Wir müssen die Schiffe zerstören, was aber unmöglich ist, da Dol-Amroth die stärkste flotte hat, oder wir müssen vom Meer aus die Stadt überfallen!
Boromir schüttelte den Kopf: „Wir würden zu viele Männer dabei verlieren und es wäre ein Himmelfahrtskommando...“
Thurion lächelte provozierend und erwiderte: „Habt ihr etwas Angst?
Bevor der Forst von Osgiliath etwas dazu sagen konnte, griff Anarya ein um die Situation zu entspannen: „Wir können es nicht riskieren viele Männer zu verlieren...
Der Mann von Angmar blieb stur. So schlug er vor er würde den Angriff führen. „Nein!“, entgegnete Anarya sofort. „Ich brauche dich hier bei mir!“  Daraufhin nahm Thurion ihre Hände: „Du willst Gondor endlich vereinen haben und diesen krieg beenden, also vertraue mir!
Die Königin von Gondor sah ihn traurig an. Seufzend  willigte sie seinem Plan ein und Thurion machte sich sofort mit seinen Truppen auf den Weg zu den nächstgelegenen Hafen. Ein Reiter  machte sich auf den Weg nach Linhir um von dort aus Schiffe nach Dol-Amroth zu bringen. Es vergingen nun weitere Tage, in der die Festung belagert wurde. Mittlerweile nahmen die Verteidiger ihre mächtigen Mauerkatapulte in Betrieb und versuchten die Trebuchets aus Gondor zu zerstören. Lerion, der Fürst von Mordor kam zu Anarya die das Spektakel von der Ferne beobachtete.
Meine Späher berichten, dass Boromir von einigen Truppen angegriffen wurde. Die Verräter sind wohl zu motiviert und wagen nun Ausfälle aus der Stadt. Wir sollten uns nicht scheuen das Isenfeuer einzusetzen!
Das Isenfeuer. Saruman hatte dies in Isengard erschaffen. Es war kein normales Feuer, welches man mit Wasser löschen konnte. Anarya weigerte sich bisher es einzusetzen. Es war grausam und würde Unmut in der Bevölkerung streuen. Die junge Frau wollte aber den Krieg gewinnen, so willigte sie doch ein das Isenfeuer zu benutzen. Lerion machte sich sofort auf den Weg um Anweisungen zu geben. Große Gefäßen wurden auf die Triböcke geladen, angezündet und verschossen. Als das erste Gefäß an der Mauer zerbracht, sah es vom weiten aus, als würde glühende Lava die mauer hinunterlaufen. Die Angreifer jubelten, während man schreie von der Mauer hörte. Schon bald wurden die nächsten Triböcke mit Isenfeuer beladen und beschossen die Festung.
Anarya gefiel der Anblick so ganz und gar nicht. Der Fürst von Mordor und seine Männer lachten. Dies widerte die Königin an. Am späten Nachmittag erreichten endlich die Schiffe die Sichtweite. Tief im inneren betete Anarya, dass Thurion nichts geschehen würde. Sie würde es einfach nicht verkraften. Wie es aussah kamen die Schiffe sehr gut im Hafen voran und versanken einige Schiffe der Verteidiger, was eigentlich gar nicht passieren dürfte. Boromir kam entsetzt in das lager geritten: „Was geht hier vor sich? Ich dachte wir haben uns geeinigt Isenfeuer nur im Notfall zu benutzen...
Lerion erwiderte genervt: „Was habt ihr denn? Man könnte meinen ihr wollt den Krieg nicht gewinnen...
Anarya wollte gerade antworten da kam ein Reiter abgehetzt in das Lager an und suchte Anarya auf. „Euer Gnaden, ich habe sehr dringende Nachrichten aus minas-Tirith!
Er übergab seiner Königin einen Brief. Er war von Saruman. „Was ist los was gibt es?“, wollte Boromir sofort wissen. Anarya wusste nicht was sie sagen sollte und sie drückte den Brief Boromir in die Hand. Dol-Amroth hatte wohl auch in Friedenszeiten einige Gefäße von Isenfeuer gekauft. Sie dachte sofort an ihren Gatten. „Ich muss ihn warnen!“, sagte sie vor sich hin. Sie griff sich ein Pferd und ritt so schnell es geht zur Küste. Lerion und Boromir folgten ihr sofort. An der Küsste stieg sie vom Pferd und ging einige Schritte in das Wasser und so wie es kommen musste, erhellte ein grelles Licht die Bucht, in der die Häfen von Dol-Amroth waren und viele der Schiffe gingen in Flammen auf oder wurden durch die Explosion zerborsten. 
Neeeiiin!“, schrie Anarya und fiel auf die Knie. Boromir und Lerion griffen ihr unter die Arme und hoben sie hoch. Sie versuchten die junge Frau von dort wegzuziehen, die sich dagegen aber heftig wehrte.
Wieder im Lager angekommen, setzte Boromir seine Königin auf einen Stuhl. Anarya umklammerte sich selbst und sagte nichts. Sie stand unter Schock. „Wenn Faramir ur jetzt hier wäre...“, dachte sich Boromir. Das schlimmste was sich die junge Frau denken konnte, ist eingetroffen. Der Fürst von Osgiliath wich ihr nicht von der Seite und versuchte immer wieder beruhigend auf sie einzureden.
Am nächsten Morgen raffte Anarya sich auf. Getrieben von Rache befahl sie den Angriff auf die Festung. Sie wies Lerion an die Mauern zu stürmen, während Boromir das Tor angreifen sollte. „Euer Gnaden, wir werden zu viele Verluste haben!“, warnte Boromir. Anarya zuckte mit den Schultern und erwiderte: „Wir stürmen die Festung und das ist ein Befehl!
Kurz darauf ging der Angriff los. Die Männer unter Lerion versuchten die Festung mit Leitern zu stürmen, während der Hauptmann von Osgiliath das Tor mit Rammböcken stürmte. Hunderte von Pfeilen regneten auf die Angreifer nieder und viele Männer verloren ihr Leben. Anarya setzte sich auf ihr Pferd und nahm viele Reiter mit zum Tor. Am Tor angekommen, rissen die Männer endlich das Tor auf und sprangen zur Seite während ihre Königin in die Festung ritt. Die Männer Gondors folgten ihr. „Beschützt die Königin, beschützt eure Königin!“, rief Boromir. Von einer Stachelschweinformation der Pikenträger überrascht, stieg die junge Frau von ihrem Pferd und Kämpfte sich so durch die Reihen der Feinde. Ihre Soldaten versuchten ihre Königin zu beschützen und versuchten mit erhobenen Schilden die Pfeile abzufangen. Es war ein blutiger Kampf. Die Angreifer kämpften sich weit zum Marktplatz der Festung durch. Anarya befand sich im Blutrausch und tötete jeden der ihr in den Weg kam. Einer der Männer von Dol-Amroth wollte gerade mit einem Hieb ausholen, da zog Anarya einen Dolch heraus und stieß ihn in den Hals des Mannes. Den nächsten der sich irgendwie versuchte zu schützen schlug sie die Hand ab und verpasste den Gnadenstoß. Sie sind weit vorgedrungen bis hin zu den Toren der Burg. Schnell rückte ein Rammbock an, der das Tor öffnete. Ein Glück für die Angreifer, dass Imrahil die Tore noch nicht richtig befestigen ließ nach den letzten Angriff. Von der Erhöhung der Burg konnte Anarya die Häfen erkennen und somit einige Männer aus Angmar die dort an Land gingen und kämpften. Die junge Frau kämpfte sich weiter vor, aber ihre Soldaten kamen nicht mehr wirklich hinterher. In den engen Gängen der Burg erschlug sie noch weitere Amrother. Sie erkannte den Thronsaal und betrat diesen rasch. Dort wartete Imrahil schon mit vielen seiner Wachen.
Ihr habt es also gewagt Dol-Amroth anzugreifen...“, sagte er arrogant. Anarya erwiderte: „Dachtet ihr wirklich ihr könnt eure sinnlose Rebellion gegen mich weiterführen?
Imrahil  lachte. „Wie ich hörte habt ihr nun den König von Angmar geheiratet? Damit habt ihr nur wieder bewiesen, dass ihr euer Volk verraten habt...
Anarya war verärgert über diese Aussage: „Er steht zu mir und ich zu ihm...
Wieder lachte der prinz. Diesmal nur lauter. „Denkt ihr wirklich dieser Mann, ein Maiar im Dienste Merlkors, würde echte Gefühle für euch hegen?
Anarya sagte zunächst nichts. „Er ist ein Monster genau wie sein Meister und ihr habt ihn Gondor mit eurer Hochzeit direkt auf einem Silbertablett serviert, er musste nicht einmal Krieg dafür führen...“, sagte Imrahil. Die Königin von Gondor griff den Schafft des Schwertes Fester. Die Wut kochte in ihr. „Seht euch an, ihr steht hier alleine und ich bin noch so gütig euch die Wahl zu lassen, euch zu ergeben oder zu sterben!
Anarya spuckte auf den Boden und erwiderte: „Niemals werde ich mich ergeben, die Schlacht habt ihr verloren Verräter!
Die Wachen zogen ihre Schwerter und wollten auf die junge Frau losgehen. Imrahil aber stoppte diese. „Nein, ich werde das übernehmen...“, daraufhin zog er sein Schwert. Es kam zu einem Kampf zunächst behielt Anarya die Oberhand, doch Imrahil war ein guter Duellant und konnte das Blatt schnell wenden. Beide fügten sich einige leichte Schnittverletzungen zu, bis Anarya endlich einen tieferen Schnitt am rechten Oberschenkel gelang. Der Prinz hielt sich für einen kurzen Moment die wunde, aber aus Wut schlug er ihr mit geballter Kraft und Faust in das Gesicht. Die Königin taumelte einige Schritte zurück. Imrahil ging auf sie zu und hielt sein Schwert an ihren Hals.
Seht wo euch eure angebliche Liebe hingeführt hat.... ihr seid die Verräterin...“, sagte er, aber Anarya hörte alles nur noch gedämpft. Er gab ihr nochmal eine Ohrfeige, durch die zierliche Frau zu Boden fiel und ihr Schwert verlor. Imrahil trat es mit seinem Fuß weg. Er packte sie sich und schlug nochmal zu. Die Schmerzen waren heftig, doch versuchte sie nicht das Bewusstsein zu verlieren. Sie spürte wie das warme Blut aus ihrer Nase und einer Platzwunde an der Stirn über ihr Gesicht floss.
Im gleichen Moment sieht sie im Augenwinkel wie jemand den Thronsaal betrat. Die Wachen stürmten sofort los aber diese Person streckte nur die Hand aus und die Wachen flogen zu Boden. Das selbe geschah auch mit Imrahil. Nun erkannte Anarya die Person. Es war Thurion, er lebte also doch noch. Er schien Imrahil und seine Wachen alleine mit Handbewegungen zu bekämpfen. Allerdings konnte sie es nicht richtig erkennen und dachte ihr Verstand spielt ihr nun einen Streich.
Schließlich ging er zu Imrahil und schlug mehrere Male auf ihn ein. Das Gesicht war schon nicht mehr richtig zu erkennen. Er zog seinen Dolch raus und wollte gerade die Kehle des Prinzen von Dol-Amroth durchschneiden, da hielt ihn Anarya doch noch ab. „Nein, bitte nicht...“, stammelte sie heraus. Daraufhin ließ Thurion den Prinzen zu Boden fallen und widmete seine Aufmerksamkeit seiner Gattin. Er nahm sie in seine Arme und richtete ihren Kopf etwas auf. Irgendwie versuchte er das Blut wegzuwischen. Obwohl sie unglaubliche Schmerzen hatte, fühlte sie sich in seinen Armen mehr als geborgen und sicher.  Ihr Augenlicht verschwamm immer mehr. Von den Schmerzen übermannt verlor sie das Bewusstsein nun doch.
Geblendet vom hellen Licht der Sonne blinzelte Anarya und versuchte die Strahlen vom Gesicht abzufangen. Mit zugekniffenen Augen sah sie sich im Raum um. Er wirkte unbekannt. Das Gemäuer war nicht das selbe wie von Minas-Tirith. Die junge Frau setzte sich auf und rieb sich die Stirn. Dabei bemerkte sie den Verband, der um ihren Kopf gewickelt war. Sie hörte viele Geräusche und Stimmen, die von draußen kamen. Gespannt lauschte sie den Tönen um irgendwie herauszufinden wo sie war und wer denn die Schlacht gewonnen hatte. Sie erinnerte sich nur dunkel an die Momente im Thronsaal von Dol-Amroth. Sie versuchte aufzustehen, doch schien ihre kraft noch nicht zurückgekommen zu sein. Erschöpft ließ sie sich wieder auf das Bett fallen. Die Königin von Gondor hatte keine Ahnung, ob sie nun eine Gefangene vom Prinzen war, die Festungsstadt besetzt war oder ob sie aus der Stadt gebracht wurde.
Endlich öffnete sich die Tür zu ihrem Raum und niemand anders als Thurion betrat das Zimmer. Anarya war erleichtert. Dieser setzte sich zu ihr an das Bett, während sie schnell versuchte ihre zerzausten Haare zu richten. Der Maiar streichelte ihr über das Gesicht. Anarya genoss die zärtlichen Berührungen und schloss ihre Augen.
Da hast du mir aber einen Schrecken eingejagt!“, sagte er mit besorgter Stimme. Anarya versuchte unschuldig zu wirken und erwiderte: „Es tut mir leid, ich hatte nur Angst um dich!
Thurion setzte ein verzweifeltes Lächeln auf.
Wir hatten nochmal Glück gehabt, die Festung gehört uns, aber hätte Imrahil dich gefangen genommen ,hätte die ganze Schlacht anders ausgehen können...
Die junge Königin rutschte näher zu Thurion und klammerte sich an ihn. „Dafür warst du ja rechtzeitig da!“, sagte sie mit leiser Stimme. „Hilfst du mir aufzustehen? Ich muss es mit meinen eigenen Augen sehen!
Thurion half ihr auf und machte sich mit ihr auf den Weg zum Thronsaal. Anarya harkte sich bei Thurion ein.  An einem Mauerabschnitt blieb sie für einen Moment stehen. Tatsächlich hatten ihre Truppen die Festungsstadt besetzt. Gerade wurden die Banner des silbernen Schwans demontiert und die schwarzen Banner des roten Drachen entrollt. Erleichtert atmete sie tief ein und wieder aus. Endlich war der krieg vorbei. Endlich hatte sie ganz Gondor unter Kontrolle. Im Thronsaal angekommen, verneigten sich viele der Hauptmänner vor ihrer Königin. Viele warteten schon gespannt auf sie. Demonstrativ setzte sie sich auf den ehemaligen Thron des Prinzen von Dol-Amroth. Mit ihrer Hand strich sie über das hochwertig bearbeitete Material der Armlehnen. Fürst Lerion trat hervor. Anarya wies ihn an zu sprechen. „Was soll mit den Gefangen passieren?
Thurion antwortete entschlossen: „Wir sollten sie hängen, damit jeder weiß, was mit Verräter passiert...
Anarya dagegen überlegte kurz. Sie sah den Vorschlag als falsch. Die Fürsten von Gondor sollten ihr freiwillig folgen, sonst wäre der nächste Aufstand schon in greifbarer Nähe.
Nein, sagt ihnen, ich werde jeden begnadigen, der sein Knie vor der wahren Königin von Gondor beugt!“, beschloss sie.
Thurion verstand ihre Entscheidung nicht: „Du hast die Verräter dann noch immer in hohen Positionen, die nur darauf warten die nächste Rebellion anzuzetteln!“
Die Königin Gondors nahm seine Hand um ihn zu beruhigen. „Dann werden sie sterben!

Wo ist Imrahil? Wo ist der Prinz von Dol Amroth?“, fragte sie in die Runde.
Tief in den Verliesen der Burg saß der Fürst gebrochen in seiner Zelle. Anarya blickte auf ihn herab, sagte aber zunächst kein Wort. Schließlich wagte Imrahil zu sprechen: „Hab ihr mich genug angestarrt?
Sie ging einige Schritte auf die eisernen Gitterstäbe zu. „Imrahil der kireg ist vorbei. Es ist jetzt an der Zeit euren Stolz runter zu schlucken!“, fing sie an. Der Prinz lachte darauf hin und stand auf. Seine sonst edle Kleidung war dreckig, zerrissen und voller Blut beschmiert.
Meinen Stolz herunter schlucken...“, dabei klang er angewidert. „Wie kann ich meinen Stolz verlieren, wenn ihr euren schon lange verloren habt, nachdem ihr dieses Monster, Thurion, geheiratet habt und in euch eindringen lassen habt...
Anarya spürte regelrecht seinen missachtenden Blick, der sie von oben bis unten musterte. „Imrahil, ich bin bereit eure Fürsten und euch zu begnadigen, akzeptiert mich als eure Königin und ich lasse euch sofort frei..“, versuchte sie ihn zu überzeugen.
Dieser überlegte zunächst. Doch dann sagte er: „Ihr wisst, dass ich euch niemals lieben werde, doch um den Willen von Gondor werde ich euch als Königin anerkennen...
Anarya fragte sich, warum der Prinz nicht sofort so entschied. So hätte der Krieg vermieden werden können und Mittelerde wäre schon lange eine Vereinte Nation. Zum Unmut der Anhängerschaft Anaryas wurde der Amrother freigelassen.
Am Abend traf auch Saruman in der Hauptstadt von Belfalas ein. Er kümmerte sich um die Wunden von Anarya und mahnte sie, solche Vorgehensweisen demnächst zu unterlassen, da sie als Königin viel zu wichtig für das Reich war.
Der Zauberer wickelte einen neuen Verband um ihre Stirn und tastete sie vorsichtig ab. An manchen stellen zuckte die zierliche Frau zusammen, da diese Stellen noch vom Kampf schmerzten.
Habt ihr sonst noch etwas?“, fragte Istari besorgt. Anarya überlegte nicht lange und antwortete schnell: „Sonst ist alles in Ordnung, nur meine Mensis sollte schon vor einigen  Wochen auftauchen...
Saruman wurde nun hellhörig und murmelte: „Ist das so...“ Die junge Königin Gondors sah ihn  fragend an. So antwortete er: „Wenn ich die Zeichen richtig deute, sieht es so aus, das ein Kind in euch heranwächst...
Sie staunte nicht schlecht als die Worte aus Sarumans Mund kamen. Anarya war nun also Schwanger. Sie war sich unsicher dieser Aufgabe gewachsen zu sein, denn sie hatte noch das Königreich von Gondor zu führen. Die junge Frau war aufgeregt und wollte dringend Thurion davon erzählen. Saruman sagte ihr, dass sie nun sehr auf sich Acht geben musste, da es nicht leicht war ein Kind eines Maiars in sich zu tragen.
So war es nun so wie es sein sollte. Gondor war wieder vereint. Es begannen die Vorbereitung um ein geeintes Mittelerde zu erschaffen. Während sich Anarya zur Königin von Mittelerde ausriefen ließ, machte auch schnell die Nachricht die Runde, dass die Königin bald ein Erben gebären wird. Dies sorgte für mehr Zufriedenheit innerhalb der Bevölkerung.
Manche, wie die Waldelben aus Düsterwald, wehrten sich zunächst gegen Herrscherin die ganz Mittelerde beansprucht, doch ließ sich König Thranduil schnell durch verlorene Schlachten und der Überzeugungskraft Elronds, umstimmen.
Eines Abends saß Anarya mit ihrem Kind auf den Armen vor der wärmenden Feuerstelle in ihren Gemächern des Palastes von Minas-Tirith. Thurion kniete vor ihr.
Ich hatte gedacht, es würde noch schwieriger werden...“, scherzte Anarya. „Sieh ihn dir an, er wird eines Tages über Mittelerde herrschen...
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>Darkness<

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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #16 am: 24. Jan 2019, 23:11 »
Was in den nächsten vierzig Jahren passiert:

In den nächsten zwanzig Jahren erlebte das neue Reich Mittelerde einen enormen Aufschwung. Viele Elben und Zwerge siedelten in die von Menschen dominierten Länder und einige Menschen in die der anderen. Das Land wurde in verschiedene Fürstentümer unterteilt, die wiederum ihre Unterfürsten hatten. So gab es das Fürstentum Angmar im Norden. Arnor im Westen, Rohan in der Mitte, den Düsterwald im Nord-Osten, Mordor im Osten und Gondor als Kronlande mit Minas-Tirith als Hauptstadt des Reiches Mittelerdes. Minas-Tirith wuchs weiter, so entstand vor den Mauern ein weiterer Abschnitt, in denen überwiegend die Händler, Handwerker und die ärmere Schicht lebte. Die Mauer die diesen Teil umgab, war nicht ansatzweise so dick, wie die der alten weißen Stadt. Die Soldaten der Armee trugen ähnliche Rüstungen zu denen von Angmar.
Der Kurs den Anarya anstrebte führte so hohen Wohlstand innerhalb der Bevölkerung, allerdings stieß ihre offene Politik auf viel Kritik auf Seiten der konservativen Fürsten aus Gondor und einigen aus Arnor. Auf der Insel Tolfalas am Anduin Delta wurde eine Festung errichtet, die zum Schutz der Erben des Throns errichtet wurde und gleichzeitig um den Flussweg nach Minas-Tirith zu sichern. Minas-Alagos wurde sie getauft.
Aranion, der Sohn Anaryas und Thurions, wuchs in Minas-Tirith auf. Viel lernte er von Faramir und Saruman. Der Istari erkannte das Potenzial seines Schützlings ziemlich früh und er versuchte immer wieder die innere Macht aus ihm herauszuholen. Allerdings funktionierte dies nicht. Neben dem das sich Aranion nicht dafür interessiert, kam auch noch dass er sich in eine Frau verliebte. In die Nichte von Thir Stark, Fürst von Carn-dûm und Wächter des Nordens. Beide verbrachten viel Zeit miteinander, da  Fürst Thir Elina nach Minas-Tirith schickte, damit sie viel von Thurion und Saruman lernte. Das Problem daran war, dass Elina an den Prinzen von Dol-Amroth versprochen war, um das Bündnis zu festigen.
Zunächst bekam niemand etwas davon mit. Als der Tag der Hochzeit näher rückte, verschwand Aranion mit einigen Männern für eine Weile, die Elina mit sich nahmen. Imrahil blieb ohne seine versprochene Frau an seinen Hochzeitstag stehen. Es entstand ein Konflikt mit Angmar, weil niemand wusste wo sich Elina aufhielt. Fürst Thir beteuerte seine Unwissenheit.Als Aranion schließlich nach Minas-Tirith zurückkehrte, wurde Anarya schnell klar, wer hinter dem verschwinden von Elina steckt. Thurion positionierte sich schnell hinter seinen Sohn. Er verachtete Imrahil zu sehr um ihn auch nur etwas zu gönnen. Er wusste das es umgekehrt genauso war. Die Königin von Mittelerde versuchte zunächst  diplomatisch vorzugehen. Der Prinz von Dol-Amroth spürte schnell, dass das Haus Vaneryen dahinter steckte.
Er schwor sich Rache zu nehmen, für den Verrat. Er ließ Boten nach Angmar schicken um den Fürsten von Carn-dûm dazu aufzufordern, Imrahil in einen möglichen Kampf zu unterstützen, damit seine zukünftige Frau aus den Fängen des Hauses Vaneryen befreit werden konnte. Dieser machte sich auch sofort auf den Weg. Nicht um Imrahil zu unterstützen, sondern um Anarya und Thurion vor Imrahil zu warnen. Bevor Fürst Thir Minas-Tirith erreichen konnte, zettelte der Prinz von Dol-Amroth eine Rebellion an. Sie schien am Anfang klein zu sein und Thurion wollte sie sofort ersticken. Doch mit einigen Siegen schlossen sich weitere Häuser an. Arnor konnte nicht als Verstärkung herbei eilen, da Imrahil dort schon für Aufstände gegen die Krone gesorgt hatte. Die konservativen Fürsten und Adeligen sammelte viele Männer die bereit waren für Imrahil zu kämpfen und zu sterben. Fürst Lerion von Mordor verlor viele Männer und wurde schließlich gefangen genommen. Zu allen Unheil bekam die Königin die Nachricht von Saruman, dass sie erneut schwanger war. Sie wusste nicht wie sie mit dieser Nachricht umgehen sollte und behielt dies  für sich. Die Belagerung von Minas-Tirith sah zunächst sehr gut für die Verteidiger aus, bis das Tor zur alten Stadt aufgebrochen wurde. Die meisten Truppen waren mit Thurion unterwegs, der den Fürsten von Dol-Amroth in Pelagir erwartet hatte.
Anarya versuchte mit ihren Sohn aus der Stadt zu fliehen. An den Toren wurde Aranion gefangen. Seine Mutter hatte keine Gelegenheit ihn zu retten. Ihre Wachen rissen sie mit sich mit, da die Königin viel zu wichtig für das Reich war.
Thurion ließ sie nach Minas-Alagos schicken, während er versuchte mit der Armee die verloren Städte zurückzuerobern.
Thir Stark suchte währenddessen nach seiner Nichte um sie zurück zu bringen.
Faramir kümmerte sich um die erschöpfte Anarya. Sie hatte kein bisschen von ihrer Schönheit verloren. Sie spürte dass diese Geburt viel schwerer werden würde als die von Aranion. Viele Monate vergingen und Thurion befand sich weiter in Schlachten gegen die Rebellen. So bekam er nichts von der Schwangerschaft mit.
Als es endlich soweit war, stand Faramir ihr zur Seite. Anarya verlor sehr viel Blut und Kraft. Diesmal bekam die Königin von Mittelerde eine Tochter. Der Fürst von Ithilien. musste ihr schwören sie an einen Sicheren Ort zu bringen und sie zu ihren richtigen Weg zu führen. Anarya starb kurz daraufhin. Faramir wusste, dass es nicht genug Zeit zum trauern gab und so machte er sich Nachts bei stürmischen Wetter auf den Weg in die Ferne.
Thurion erkannte schließlich, dass er nichts gegen die Truppen von Imrahil ausrichten konnte. Zu viele hatte er verloren und seine Vorräte gingen zu neige.
Er zog sich nach Minas-Alagos zurück.
Nachdem die Schlachten vorbei waren, erklärte Fürst Thir Imrahil, dass Elina verstorben war, nachdem sie von den Vaneryens entführt wurde. Der Anführer der Rebellion ließ den Fürsten von Carn-dûm so gewähren und mit den Gebeinen seiner Nichte zurück in die Heimat reisen.
Imrahil sicherte sich die Unterstützung der Fürstentümer und ließ einige Fürsten, die noch Anhänger von Anarya und Thurion waren, hinrichten.Dazu gehörte auch Lerion, der bis zum Moment der Hinrichtung den Fürsten von Dol-Amroth verspottete und seinen Tod hervorsagte. Mit der Unterstützung der Häuser von Mittelerde krönte er sich zum König von Mittelerde um das Reich vor Melkors Einfluss zu schützen. Fürsten die nach wie vor an Anaryas Seite standen und nicht hingerichtet worden sind, wurden ihre Titel entzogen und  unbeliebte Stellungen gegeben. So erhielt Fubuky, hoher Fürst von Arnor den neuen Titel Fubuky Turmbauer, Fürst von Mordor.  Zum Spott ernannte er Thurion zum Fürsten von Minas-Alagos, da dies nur eine Insel mit einer Festung war. Beide Seiten gingen zunächst ein Friedensabkommen ein. Der Maiar wollte allerdings nur Zeit gewinnen um seine Vorbereitungen treffen zu können.
Diese Zeit zog sich schon auf weitere zwanzig Jahre. Thurion veränderte sich in dieser Zeit. Er wurde verschlossener und verbrachte sehr viel Zeit mit sich allein. Davos Schneewert machte sich große Sorgen konnte aber nicht viel dagegen ausrichten.
Vor vierzig Jahren, haben seine Armeen noch die Truppen von Imrahil besiegt. Vor zwanzig Jahren wurde seine Armee besiegt, seine Familie abgeschlachtet und er sitzt auf einer Insel fest. Thurion wusste immerhin nichts von seiner Tochter, die Faramir mit sich nahm.
Diese Tochter brachte Faramir weit in den Osten: Nach Mistrand in Rhûn. Er ließ sie bei dem deutlich gealterten Regenten Abbas, der schon Anarya aufzog. Faramir selbst begab sich ins Exil. Er wusste, wenn Imrahil ihn finden würde, würde ihm das selbe Schicksal ereilen, welches auch schon Lerion zu spüren bekam.
Doch als nun zwanzig Jahre nach der Rebellion vergangen waren, machte er sich erneut auf den Weg nach Rhûn um nach der Tochter seiner Königin zu sehen und sie auf den richtigen Weg zu führen.
Als er am Palast der Hauptstadt Rhûn ankam, konnte er  seinen Augen nicht glauben....
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #17 am: 2. Feb 2019, 20:38 »

Kiana wuchs ihr ganzes bisheriges Leben in Mistrand, die Hauptstadt des rhûnischen Reiches welches sich in Rhûn, Harad und Khand unterteilte, auf. Sie war zwanzig Jahre alt.
 Abbas, der Regent des gebrechlichen rhûnischen Reiches, zog Kiana wie seine eigene Tochter auf und lehrte sie viel, er erzog sie im Wissen, dass sie die rechtmäßige Erbin des Thrones von Mittelerde war. Und das war nicht immer einfach, denn anfangs wehrte sich der Regent Rhûns sich seiner Ziehtochter den Schwertkampf beizubringen. Er wusste aber auch, dass wenn er es ihr verbat, sie es heimlich machen würde. Also war ihm lieber, er bringt ihr das richtig bei, denn die junge Frau
spürte ziemlich früh, dass sie nicht war wie die normalen Menschen denn wenn sie wütend war spürte sie eine aufsteigende Wärme und eine Kraft in sich und Sie wusste nicht woher diese Gefühle kamen. Doch eines Tages, als sie  noch klein war, wurde sie von Kindern in ihrem Alter gehänselt, getreten, geschupst und  zu Boden gestoßen .Die Kinder die über sie lachten und beschimpften, taten dies nicht lange, denn sie stand voller Wut auf, und fokussierte ihre Hass auf die Kinder so das diese quer durch den ganzen Hof flogen.
Kiana fühlte sich nach solchen Taten erschöpft, aber auch gleichzeitig machte sich eine Genugtuung in ihr breit, dass sie zu so etwas in der Lage war.
Die Eltern der Kinder und die Kinder selbst verspotteten sie dafür und nannten sie ein Monster und hatten nur böse Worte für sie, aber gleichzeitig hatten sie auch großen Respekt vor Ihr doch das ganze hatte einen bitteren Nachgeschmack.... Kiana fühlte sich ausgestoßen und alleine.
Abbas war der einzige der sie beruhigen konnte und er spürte auch, dass sie etwas besonderes war.
So ließ der alte Regent des rhûnischen Reiches sie nicht mehr aus den Augen und er studierte in verschiedenen Schriftrollen und Büchern um etwas über ihre Kraft herauszufinden, wurde aber nicht fündig. Er war völlig verzweifelt, denn er wollte seiner Kiana unbedingt helfen, denn er sah ihre Traurigkeit aber er sah auch Ihr Talent.
Abbas lernte aus seinen Fehlern, die er bei Anarya tat und benutzte Kiana nicht für politische Interessen und hielt jede Art von Problemen von Ihr fern, so kam es sehr oft vor, dass sich die junge Frau langweilte und einfach nur raus wollte um die Welt zu sehen, denn sie war voller Energie und Neugierde auf das Leben, doch Abbas ließ dies nicht zu, weil er die junge Kiana beschützen wollte, denn er hatte doch versprochen auf sie Acht zu geben, bis seine Ziehtochter alt genug war den Thron von Mittelerde für sich zu beanspruchen.
Doch er machte einen Fehler, er nahm die junge Frau überall mit hin, es gab keinen Freiraum für sie, sie konnte keine Erfahrungen sammeln. Es kam zwar mal vor, dass sie es schaffte sich heimlich raus zu schleichen, aber spätestens an den Toren der Stadt wurde sie von den Wachen aufgehalten und zurück zum Palast gebracht.
Sie bekam mehrere Gespräche,von verschiedenen Gelehrten mit und interessierte sich für die Abläufe der Rituale und den Kult um Melkor. Zum Unmut von Abbas: Er versuchte sie mal wieder davon fernzuhalten.
Immerhin erinnerte er sich an Anaryas Warnungen und Visionen. Kiana aber hatte in ihren Gemächern einige Bücher versteckt, in denen sie immer wieder nachforschte....denn die Neugierde wuchs immer mehr und sie verstand nicht , warum Ihr Ziehvater sie daran hindern wollte, denn immerhin war dies der Hauptglaube Ihrer Eltern und des Landes, wo sie immerhin aufgewachsen war.
Nachschub erhielt sie ständig aus der Bibliothek der Gelehrten, in die sich die Ziehtochter des Regenten immer wieder schlich. Zu ihrem sechzehnten Geburtstag bekam sie eine Kiste geschenkt, in der sich zwei eiförmige Steine befanden, die unglaublich schön funkelten und eine Blutrote Farbe hatten. Abbas erzählte ihr von einer Legende, dass dies mächtige Steine waren, die Reiche ins verderben bringen konnten. Kiana hielt nicht viel von der Erzählung,aber sie tat so, als glaubte sie ihm. Sie fand die Steine einfach wunderschön und manchmal wenn sie Nachts nicht schlafen konnte, schaute sie sich die Steine an und erzählte den Steinen Ihre Sorgen und Ängste und sie hoffte insgeheim dass die Steine doch magische Kräfte hatten. Wenn sie sich besser fühlte kam sie sich stets paranoid vor, sich das gewünscht zu haben.
Kiana fragte sich immer wieder wann denn endlich der Tag war, an dem sie die Welt sehen würde und wann sie den Thron von Mittelerde besteigen sollte denn sie konnte es nicht abwarten.....
Die Sonne schien über Mistrand und die warmen Sonnenstrahlen erwärmten das Land. Der Sommer war sehr heiß. Viele Kinder spielten in den Brunnen der Stadt oder hielten sich am Hafen auf. Kiana  stand am Fenster und lauschte den Geräuschen der Stadt. Seufzend klappte sie das Buch, welches sie in ihren Händen trug, zu und richtete ihre langen blonden Haare, welche einige leichte schwarze Strähnen hatten, zur Seite um den Nacken zu befreien. „Kiana!“, ertönte gleichzeitig eine Stimme hinter ihr. Erschrocken drehte sie sich um. Dort stand ein Mann mittleren Alters. Sein starker Bartwuchs und seine zerzausten Haare ließen ihn etwas schmuddelig wirken. Skeptisch blickte die junge Frau den Mann an. Sie fragte sich woher er ihren Namen kannte und hatte keine Idee wer er war. Der Mann wirkte auf sie so fremd und doch gleichzeitig vertraut. Gerade als sie sich zusammenraffte um ihn zu fragen wer er war, erschien Abbas im Raum und begrüßte den Besucher:
Faramir, lange ist es her wie geht es euch?
Der Mann der scheinbar Faramir hieß antwortete: „Es war eine lange Reise nach Mistrand, jetzt bin ich hier und heilfroh euch zu sehen!“ dabei strahlte er und kam mit offenen armen auf Kiana zu, doch sie ging einige Schritte zurück, denn das war ihr nun gar nicht geheuer. Kiana hatte Faramir noch nie gesehen, doch  Abbas kannte ihn hingegen sehr gut. Was Kiana sehr verwunderte.
Sieh dich an, ihr seid noch hübscher als ich es mir erahnt habe!“, sagte der Fremde. Kiana zog ihre Augenbrauen hoch und verschrenkte die Arme vor der Brust. Sie wusste nicht was sie dazu sagen sollte. Immerhin kannte sie ihn nicht. Sie schwieg zunächst. Ihre violetten Augen sahen fragend zu Abbas. Dieser sagte daraufhin: „Kiana, das ist Faramir, er war ein Freund deiner Mutter und brachte dich hier her als die Rebellion losging!
Die junge Frau machte dabei aus Höflichkeit einen kleinen Knicks. Faramir dagegen nickte ihr lächelnd zu. „Ihr hattet eine anstrengende Reise, ruht euch aus und lasst uns heute Abend zusammen essen! Ihr habt bestimmt einiges zu erzählen!“, bot der Regent des rhûnischen Reiches an. Der Besucher sagte dazu nicht nein und ließ sich zu den Schlafräumen bringen, wo er sich was frisch machen konnte.
Kiana war skeptisch und neugierig dazu, denn endlich passierte mal was in Ihrem langweiligen Leben und war gespannt, was der Fremde zu berichten hatte.
Am Abend wollte die junge Frau zum gemeinsamen Essen erscheinen, da hörte sie schon die Stimmen von Faramir und Abbas, die sich über diverse Themen unterhielten. Besonders interessierte sie sich für das Gespräch, welches um den Besucher ging. Sie blieb im Gang stehen um die beiden zu belauschen.
Er erzählte von seinen Reisen durch die fernen Länder und wie er sich durch das Leben schlug.
Imrahil ist alt und schwach geworden und Thurion ist nach Angmar marschiert um Fürst Stark auf seiner Seite zu ziehen und soll im Schlachtfeld gefallener sein...“, sagte die Stimme des Fremden.
Als Kiana dies hörte erfüllte ein Schmerz ihr Herz, ihre Augen füllten sich mit Tränen und gleichzeitig spürte sie eine große Wut denn nun hatte sie niemanden mehr, selbst ihren Vater nicht, den sie nie getroffen hatte, dabei war sie durch Erzählungen sehr neugierig auf ihn.
... Das muss aber schon vor einigen Jahren passiert sein...“, ertönte die Stimme Faramir erneut. Kiana wollte gerade den Raum betreten, als sie mitbekam, dass der Fremde Abbas flüstert:
Ihr wisst, dass es an der Zeit wird, sie zu ihrem Weg zu führen..“
Kiana stürmt daraufhin in den Raum und fragt mit entzückender Stimme: „Worüber redet ihr?

Ihr Ziehvater versucht sie abzuwimmeln und dass das Gespräch nur um die Reisen von Faramir ging. Doch Kiana lässt sich nicht abwimmeln und blickt erwartungsvoll den Fremden an. Dieser zögerte nicht lange und erzählt mich ruhiger Stimme: „Kiana du weißt du bist was besonderes und du weißt, dass dich das Reich braucht! Du bist die rechtmäßige Königin von Mittelerde!
Abbas unterbricht Faramir beschwor, dass seine Ziehtochter noch nicht so weit war. Kiana hüpft vor Freude, endlich durfte sie etwas erleben und schaut Faramir erwartungsvoll an, in der Hoffnung, er half ihr dabei, Abbas zu überzeugen.
Der Regent des rhûnischen Reiches war erschrocken über die Entschlossenheit, die Kiana ausstrahlte. Gleichzeitig machte es ihn innerlich Stolz, dass sie so erwachsen und Reif zu sein schien.
Es ist nicht der richtige Zeitpunkt... Das Reich hält sich nur noch ganz knapp und vor kurzem erhielte ich Briefe von den Fürsten aus Khand und Harad... Sie denken wir würden indirekt das Knie vor Mittelerde gebeugt haben und ihr wisst um die Einstellung, welche die Menschen des Osten gegenüber den Westen haben...“, sagte er mit fester Stimme.
Kiana konnte nicht glauben, was sie da hörte. Das rhûnische Reich war kurz vor dem zerbrechen und Abbas verlor kein Wort darüber.
Faramir erwiderte: „Dann schickt sie mit einer Armee los um Anhänger zu finden.. In Gondor gibt es noch genug Anhänger des Hauses Vaneryen...
Verzweifelt rieb Abbas sich die Stirn. „Selbst die Fürsten aus Rhûn stehen nicht mehr hinter mir, da sie Angst vor einer Abhängigkeit gegenüber Mittelerde und vor allem von Gondor fürchten! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Fürsten einen neuen König gewählt haben...
Faramir ist fassungslos und sagt mit energischen Ton: „Dann ist sie hier nicht mehr sicher!
Der Regent des Reiches beschließt, eine Nacht drüber zu schlafen und am folgenden Tag weiter zu diskutieren.
Enttäuscht ging Kiana in ihre Gemächer und konnte vor Aufregung nicht schlafen. Tausende Dinge gingen ihr durch den Kopf.
Tief in der Nacht, wurde Kiana von lauten Geräuschen wach. Es hörte sich so an, als würde Gegenstände zu Boden fallen und Metall auf Metall prallen. Sie richtete sich in ihrem Bett auf und versuchte die Geräusche zuzuordnen. Plötzlich ging die Türe auf und Faramir betrat den Raum und packte sie am Arm: „Schnell, wir müssen hier weg!“, sagte er hektisch.
Die junge Frau wollte gerade noch einige Dinge einpacken. Sie schaffte es nur ihre kleine Kiste mit den besonderen Steinen unter ihrem Arm zu nehmen, bis Faramir sie mit sich zog. Auf den Korridoren des Palastes lagen einige tote Männer. Kiana verstand nicht, was vor sich ging und ließ sich weiter von Faramir führen.
Am Hinterhof angekommen, wartete dort schon Abbas mit einigen Wachen.
Kiana, du musst so schnell wie möglich hier weg! Die Fürsten von Rhûn haben Mistrand angegriffen!“, sagte der Regent während er versuchte nach Luft zu schnappen.
Kiana verstand noch nicht ganz. Sie flehte ihn an mit ihr zu kommen. Er schüttelte daraufhin nur den Kopf. „Ich muss hier bleiben, vielleicht kriege ich die Situation noch beruhigt!
Die junge Frau setzte sich auf ein Pferd.
„Ich werde einige Wachen mit dir schicken! Reitet nach Persus, in der Stadt solltet ihr vorerst sicher sein!“, dabei klang seine Stimme sehr Aufgebracht und Abbas wirkte sehr verwirrt.
Faramir mischte sich nun ein und sagte: „Ich werde dich begleiten...
Kiana nickte ihm zu. Sie wollte sich noch von ihrem Ziehvater verabschieden, doch dieser sagte mit einem rauen Ton, dass sie nicht mehr viel Zeiten hatten. Widerwillig zog sie die Zügel von ihrem Pferd in die andere Richtung um aufzubrechen. Sie blickte erneut zurück zur Stadt. Man hörte, dass die Bewohner in großer Aufruhr gewesen waren. Die junge Frau hatte das Bedürfnis zurückzureiten, doch sie wusste, dass dies nicht mehr ging.
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #18 am: 8. Feb 2019, 18:14 »
Thirak erinnerte sich noch sehr gut an die Zeit, in der sein Vater Thir, der Fürst von Carn-Dûm und Wächter des Nordens, mit den Usurpator Thurion in die Schlacht zog. Am liebsten wäre er sofort mit ihnen in die Schlacht gezogen, doch sein Vater fand dass sein Sohn dafür zu jung war. Nachdem sein Vater im Schlachtfeld gefallen war, gab es keinen Fürst mehr aus dem Hause Stark in Angmar. Der junge Mann hatte ein direkten Anspruch auf den Titel, da er nur ein uneheliches Kind des Fürsten war. Außerdem hatte König Imrahil schnell einen vertrauten General seiner Seite zum Fürsten von Carn-dûm ernannt und somit als Wächter des Nordens, um weitere Aufstände zu vermeiden.
Thirak wurde von seinem Vater  in eine Festung  weit im Norden Angmars gebracht um dort die wilden Menschen und Orks, die versuchten in Angmar einzufallen, zu abzuwehren. Fürst Thir glaubte an die Visionen, die die frühere Königin Anarya hatte, und wollte eine mögliche Invasion Melkors verhindern. Gleichzeitig versuchte Thir seinen Sohn vor den Anhängern Imrahils zu schützen. Thirak hatte auch eine Halbschwester, die aber ein legitimes Kind seines Vaters war. Der neue Fürst von Carn-dûm, Adahil Breune, hielt sie gefangen, um Rebellionen im Norden zu vermeiden. Er wollte sie aber auch heiraten, sobald sie alt genug war um seine Positionen in Angmar zu stärken. Lynn Stark schaffte es aber mit einigen Anhängern des Hauses Stark aus Carn-dûm zu fliehen und nach Festung Nordwacht zu fliehen.  Thirak war froh Lynn nach so langer Zeit wiederzusehen. Sie versuchte ihm ständig einzureden, dass er der letzte männliche Erbe des Hauses Stark sei und den alten Familiensitz zurückholen musste. Er allerdings, hielt seine Aufgabe für wichtiger. Wenn er sich einer Rebellion anschloss, blieben die Aktivitäten hoch im Norden verborgen. Die einzelnen Stämme der Orks und wilden Menschen griffen die Grenzfestungen inzwischen schon mit größeren Truppenverbänden an, was ihm und den anderen Männer der Grenze Sorgen bereitete.
Der Hauptmann der Wache beschloss daraufhin eine Expedition in den Norden zu starten, um die Ereignisse zu erkunden. Thirak wurde dazu auserwählt mit ihnen zu reisen. Zum Unmut von Lynn Stark. Lange diskutierten sie über das leidige Thema der Rückeroberung von Carn-dûm.
Obwohl es Sommer war, lag der eisige Schnee weit im Norden auf der Landschaft. Die Soldaten der Expedition waren neben ihren Mänteln in viele Stoffteile eingewickelt um etwas vor der Kälte geschützt zu sein. Sie marschierten in Laufschritt, mit zwanzig Männern, in den unerforschten hohen Norden. Es fanden sich wenige Tiere oder andere Lebewesen auf ihren Weg. Hier und da hörte man das entfernte heulen der dort ansässigen Wölfe.
Als die Nacht hereinbrach, entfachte der Trupp ein Lagerfeuer um etwas zu rasten, bevor es weiterging. 
Thirak suchte in seiner Tasche das große Brot, welches mit mitgebracht hatte und teilte es unter den Männern auf. Der Hauptmann erhob daraufhin seine Stimme: „Die Wilden schließen sich offenbar zusammen. Wenn sich wirklich alle Stämme zusammenschließen, werden wir die Grenzfestungen nicht lange halten können...“, sagte er mit besorgter Stimme.
Ein anderer Mann erwiderte: „Es wurde doch eine Mauer zwischen den Grenzfestungen errichtet, sie werden wohl kaum durch sie brechen!
Thirak musste schmunzeln. Er wusste, dass die Mauer an manchen Abschnitten nicht einmal fertig errichtet wurde. Außerdem ist sie in den Jahren spröde geworden. Sonderlich Hoch war sie auch nicht. Der Hauptmann antwortete: „Es werden nicht mehr so viele Männer an die Grenzfestungen geschickt, lediglich die Deserteure, die dem alten Haus Vaneryen die Treue halten oder sonstige Verbrecher... Die Mittel hat König Imrahil ebenfalls gekürzt...
Das Lachen auf Thiraks Lippen verschwand und seine Mundwinkel bewegten sich nun eher nach unten. Wie konnte der König von Mittelerde die Mittel und die Männer streichen, die für die Verteidigung doch so Notwendig waren. Thiraks versuchte sich schlafen zu legen. Nah am Feuer und in Decken eingewickelt versuchte er sich zu wärmen. Gleichzeitig umklammerte er sein Schwert. Er erhielt es von seinem Vater, als Fürst Thir in die Schlacht zog.  Manchmal hatte er Nachts das Gefühl, das Schwert würde zu ihm sprechen und es würde Leben. Auch diese Nacht hörte er ein leises Flüstern und ein leichtes pulsieren. Der junge Mann zog das Schwert etwas aus der Scheide und erkannte, dass die eingravierten Runen blau leuchteten. Er fragte sich, ob es der selbe Effekt war, der bei Elbenschwertern eintrat wenn Orks in der Nähe waren. Nun war es an der Zeit zu schlafen. Der Trupp wollte schon früh bei Sonnenaufgang aufbrechen und bis dahin war nicht mehr viel Zeit.
Am nächsten Tag ging alles sehr schnell: Die Sachen wurden eingepackt und alle waren abmarschbereit. Der Himmel verdunkelte sich und es hörte sich an, als würde weit in der Ferne ein Gewitter einbrechen. Und schon nach einigen Stunden schneite es leicht. Der Hauptmann wies seine Männer an, zügiger aufzuschließen, bevor sie noch an einen Kältetod sterben würden und scherzte dabei.
Der Schneefall wurde heftiger und ein eisiger Wind zog über das Land. Selbst die eigene Hand war kaum noch zu sehen.
Rundherum war nichts außer Weiß zu sehen. Thirak hörte förmlich das Zähneklappern seiner Kameraden. Verzweifelt versuchte er etwas in der Nähe zu entdecken und so ging er einige Schritte vor, um wenigstens einen Unterschlupf zu finden. Er erkannte einen leichten Umriss von etwas, doch konnte er nicht ganz erkennen was es war. „Seht, vielleicht können wir dort einen Unterschlupf finden!“, rief er. Sein Hauptmann sah zu der Stelle hin, auf die Thirak zeigte. Er wies seine Männer an, sich zusammenzureißen und schnell dorthin zu marschieren.
Thirak atmete auf, als die Umrisse nun deutlicher wurden. Es war ein altes Gebäude aus schwarzem Stein. Es wirkte so, als würde es im Schnee versinken. Das Gebäude sah aus wie ein Tempel, doch dies war egal, dachte er sich. Es war kalt und der Trupp wollte sich einfach nur aufwärmen. Thir ging die hohen Treppen im schnellen Tempo hoch und Stand vor den Türen. Es lagen einige tote Gestalten auf den Boden. Thirak untersuchte sie und sah zu seinem Hauptmann, der dies mit einem Kopfnicken bestätigte. Der junge Mann öffnete die Türen und schüttelte den Schnee von seinen Schultern. Einer der Kameraden versuchte einige Fackeln zu entzünden. Das Feuer erhellte die Halle etwas. Dort auf dem Boden befanden sich weitere Leichen.
Sie liegen hier noch nicht lange...“ , sagte der Hauptmann. Thirak erwiderte: „Aber was wollten die hier?
Das werden wir schon bald herausfinden!“, sagte der Hauptmann neugierig und schnappte sich eine Fackel, während er im schnellen Schritt vorwärts ging.
Thirak folgte seinem Herren mit 5 weiteren Männern. Ihre Schritte schallten laut in den langen Korridoren des alten Gebäudes. Der weitere Weg war mit Geröll verschüttet, aber es führte ein weiterer Weg eine Treppe hinunter. Rasch folgten sie ihr und es ging tief runter. Tort fanden sie eine große Halle, in der viele Tische und Stühle auf dem Boden herumlagen. Auch viele Kerzenständer lagen dort. Thirak ging weiter vor, während die anderen Männer einige der Kerzenständer aufhoben und sie anzündeten um etwas mehr Licht zu haben. Die Halle fühlte sich nun viel Kälter an, als die Temperatur, als sie noch draußen waren.
Es wurden hier vor kurzem Rituale oder Ähnliches durchgeführt, seht euch das an!“, dabei deutete der junge Mann auf einen Kreis aus Kerzen und verschiedenen Linien die zwischen die Kerzen gemalt wurden. Er versuchte herauszufinden, mit was diese Linien aufgetragen wurden. Die rötliche Farbe bildete ebenfalls einen Kreis, um den verschiedene Runen waren. Diese Runen erinnerten ihn an die seines Schwertes. Was sie bedeuteten wusste er allerdings nicht. Plötzlich vernahm er aus einer dunklen Ecke ein Keuchen. Er hielt die Fackel etwas nach vorne um was sehen zu können, es war aber zu dunkel und das Licht der Fackel erhellte nicht den ganzen großen Saal. Vorsichtig ging Thirak einige Schritte weiter. Sein Herz pulsierte und der Dampf der beim Atmen auftauchte wurde mehr. Dann stand etwas genau vor ihm. Erschrocken hörte er auf zu atmen, denn er konnte nicht glauben was er da sah. Eine Gestalt stand vor ihm, er konnte nicht erkennen was es war. Es sah aus wie ein Mensch, ähnelte einem aber nicht mehr wirklich. Die Haut hing nur noch mit einigen Fetzen  und es schien, als wenn viele Stellen am Körper offen waren. Thirak sprang einige Schritte zurück und mit einem lauten Schrei stürmte die Gestalt auf ihn los. Er rannte zurück zu den anderen und schrie nur noch „Lauft!“. Erschrocken sahen die anderen Männer zu ihm und zu dem Etwas , welches ihn verfolgte. Mit einem Schwertschlag stieß der Hauptmann die Gestalt zu Boden, doch diese raffte sich wieder auf. Einer der Soldaten ging auf sie zu und versuchte das Ungetüm mit einen Gnadenstoß zu töten. Der Mann drückte sein Schwert tief in den Körper.
Ihr seid doch ein Soldat und dann lauft ihr um euer Leben? Der Ort ist Gruselig ja, aber...
Der Soldat bemerkte nicht, dass die Kreatur hinter ihm wieder auf den Beinen Stand und bevor er den Satz weiter aussprechen konnte, sprang sie auf ihn und riss ihm einen Teil seines Halses weg. Der Mann stammelte nur noch, während das Blut aus der Wunde floss. Verzweifelt versuchte er die offene Stelle zuzuhalten, bis er umfiel. Weitere Schreie ertönten aus der Dunkelheit.
Los raus hier!“, befahl der Hauptmann und sie rannten Richtung Ausgang. Die Kreatur verfolgte sie und als Thirak nach hinten blickte, erkannte er, dass noch weitere dort waren und sie verfolgten. Als sie wieder an Türen ankamen, sahen die Soldaten, die auf sie warteten verdutzt drein.
Was waren das für Geräusche?“, wollte einer wissen. „Dafür haben wir keine Zeit!“, antwortete der Hauptmann hastig. Sie packten ihre Sachen wieder ein und wollten den alten Tempel gerade verlassen, da erreichten die Kreaturen ebenfalls den Korridor. Einige der Männer zogen ihre Schwerter und versuchten sie zu bekämpfen, aber sie starben vergebens. Thirak zog daraufhin auch sein Schwert und rette seinen Hauptmann der von zwei der Gestalten angegriffen wurde. Er durchbohrte eine der Kreaturen und daraufhin ertönte ein Lauter Schrei und sie viel zu Boden. Die andere schlitzte er mit einen weit ausgeholten hieb den Brustkorb und auch diese fiel zu Boden. Er zog seinen Hauptmann nach draußen und verschloss die Türen.
Wie viele haben überlebt?“, wollte der Hauptmann wissen, während er sich an die Mauer um sich auszuruhen. Nach Luft ringend sah sich Thirak um. Es war nur noch der Hauptmann, er selbst und zwei weitere am leben. Er bat einen der Soldaten nach etwas zu suchen, womit sie die Tür versperren konnten. Thirak selbst und der andere Soldat hielten die Tür weiterhin zu, bis er mit einen großen Ast zurückkam. Sie klemmten den dicken Ast zwischen den Griffen der Türen um sie zu versiegeln.
Kommt, wir müssen zurück!“, sagte Thirak, als er versuchte dem Hauptmann hoch zu helfen. Dieser schüttelte nur den Kopf und deutete dabei auf seinen Bauch. Sein Waffenrock war schon bereits in Blut getränkt. „Du musst einen Boten nach Minas-Tirith schicken... Der König muss Bescheid wissen...“, sagte er noch. Thirak nickte ihm zu und wickelte den Mann noch in einen Umhang. Sofort machte er sich auf den Weg zurück nach Nordwacht. Das Wetter wurde in der Zwischenzeit nicht besser, doch sie machten so schnell sie konnten.  Der Norden und der König mussten gewarnt werden..
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #19 am: 30. Mär 2019, 19:57 »
Die Sonne ging gerade auf, da wurde die Stadt Perseus schon sichtbar. Kiana war hier schon einmal, allerdings ist dies schon viele Jahre her. Sie lockerte den Mantel, der sie vor der Kälte der Nacht schützte, als die ersten Sonnenstrahlen auf ihre Haut trafen. Noch immer konnte sie die Geschehnisse, der Tages ihrer Abreise begreifen. Die junge Frau wollte immer raus aus dem Palast um ihrer Bestimmung zu folgen, doch das nun alles so plötzlich und schnell ging wollte sie auch nicht. Sie nutzte die Chance Faramir auszufragen, bevor sie die Stadt erreichten.
Wenn mein Vater erst vor einigen Jahren gefallen ist, warum hat er mich nie geholt?“, wollte sie wissen. Faramir zögerte zunächst.
Thurion wurde nach dem Tod deiner Mutter verrückt... Er brachte erneut großes Unheil über Mittelerde...“, antwortete er. Kiana erwiderte zynisch: „Er ist doch auch der rechtmäßige König gewesen, warum sollte er also einen Rebellen freiwillig die Krone überlassen?
Faramir behauptete: „Hätte er von dir gewusst, hätten andere das auch und du wärst in großer Gefahr gewesen. Das wollte weder Abbas noch ich und...“ Er versank kurz in Gedanken und seufzte. „Deine Mutter wollte es ebenfalls nicht...
Kiana hätte zu gerne ihre beiden Eltern kennengelernt. Sie hasste Imrahil dafür, was er ihrer Familie angetan hatte. Schließlich erreichten sie die Tore der Stadt. Es tummelten sich schon einige Menschen auf den Straßen. Perseus schien von den Angriffen verschont geblieben zu sein. An den Marktständen warben die Verkäufer um ihre Ware. Einer lauter als der andere.
Inzwischen schien die Sonne hoch am Himmel und die warmen Strahlen breiteten sich über das ganze Land aus. Kiana legte ihren Mantel ab und verstaute ihn in die Satteltaschen ihres Pferdes. Gespannt sah sie sich auf dem Marktplatz um. Faramir wich ihr nicht von der Seite und erzählte ihr von seinen Reisen. Es hallten laute Hörner durch die Straßen, begleitet von Trommelschlägen und die Menschen gingen an Seite um Platz zu machen. Kiana wusste zunächst nicht was denn los war so blieb sie stehen, bis sie einen Reiter in schwarz-silberner Rüstung sah, hinter dem Infanteristen im Gleichschritt marschierten. Gefesselt vom Anblick starrte die junge Frau förmlich in die Richtung. „Geh aus dem Weg!“, rief eine Wache der Stadt unfreundlich.
Kiana wollte gerade zur Seite gehen, da stand der Reiter schon dicht bei ihr und der Zug hielt an. Der Graubärtige Mann stieg von seinem Ross und musterte Kiana.
Sagt mir, ihr trägt die Edelsten Stoffe aus Rhûn und doch scheint ihr mir nur eine Bürgerin der Stadt zu sein... ich bin etwas verwirrt...“, sprach er mit tiefer Stimme.Gerade wollte Faramir antworten um die Situation zu entspannen, da erwiderte Kiana voreilig: „Ich bin Kiana aus dem Hause Vaneryen, Tochter von Thurion und Anarya und rechtmäßige Königin von Mittelerde!“ Faramir legte die Hand an den Griff seines Schwertes und umklammerte diesen fest. Der Graubärtige Mann dagegen starrte Kiana sprachlos an.
 Er ging einige Schritte auf sie zur und sein Blick wich nicht von ihr. „Verzeiht mir, ich hatte nicht die leiseste Ahnung!“, dabei kniete er sich hin und senkte den Kopf. Der Mann zog sein Schwert und hielt es Kiana entgegen. Dabei sagte er: „Ich bin Darius von Perseus, ich war der Hauptmann der Wache eurer Mutter. Und wenn ich jetzt euch dienen kann, so werde ich dies tun!“
Dabei erhob er sich wieder und blickte zu Faramir der Darius skeptisch betrachtete. „Faramir, seid ihr es?“, fragte er daraufhin. Dieser nickte ihm zu und Dairus kam auf ihn zu und beide Männer umarmten sich. „Was macht ihr hier?“, wollte der Mann aus Rhûn wissen. Stolz erwiderte Faramir: „Ich bin hier um der rechtmäßigen König auf den Thron von Mittelerde zu verhelfen und die Verräter aus Minas-Tirith zu vertreiben!“ Es machte den Anschein, als würde Faramirs Brust dabei anschwellen und breiter werden.
Was habt ihr nun vor?“, wollte Darius wissen. Kiana antwortete sofort: „Ich brauche eine Armee, ohne diese kann ich nicht nach Minas-Tirith reisen und die Stadt erobern...
Darius stellte sich demonstrativ vor seine Soldaten und zeigte auf sie: „Meine Männer stehen euch zu Verfügung! Es sind zwar nur Zweihundertfünfzig Mann, aber es ist schonmal ein Anfang...
Kiana nickte ihm Dankbar zu. „Wir können aber nicht hier bleiben, wir hörten von einer großen Söldnerarmee die an den Grenzen Khands ausgebildet wird, wir wollen diese rekrutieren bevor die Fürsten des Ostens auf die Idee kommen...“, warf Faramir rasch ein.
Lasst mich euch und meiner Königin wenigstens diesen Abend meine Gastfreundlichkeit erweisen, bevor wir dann morgen früh aufbrechen! Es ist ein weiter weg bis Ammu-Khand...“, schlug der Mann aus Perseus noch vor.  Innerlich war Kiana froh, eine Pause einlegen zu können. Sie war diese langen Reisen überhaupt nicht gewöhnt.
Den ganzen Abend unterhielten sie sich beim Essen über die Taten von Anarya, die Schlachten um Gondor und den Krieg mit Angmar. Aber auch über die Unterwerfung Angmars und schließlich ganz Mittelerdes.
Faramir erzählte Kiana von den Visionen ihrer Mutter und den möglichen Krieg gegen Melkor. „Ich verstehe nicht recht, warum sollte Melkor unser Feind sein, wenn mein Vater Thurion doch   gedient und ein Teil seiner Macht durch Melkor erfuhren hat...“ Sie hielt kurz inne und überlegte. Auch viele Menschen aus Rhûn verehrten Melkor und wie es scheint, hat durch den Glauben an Melkor Anarya vieles errungen und Thurion wurde so zum Sieg verholfen.
Eure Mutter hat sich von Melkor distanziert, weil sie wusste was er für Schrecken mit sich bringt... Bei eurem Vater bin ich mir nicht so sicher... Er hat es zwar behauptet, aber er war von Grund auf böse...
Kiana reagierte darauf zunächst nicht. Sie starrte tief in die Flammen der Feuerstelle im Raum des Palastes von Perseus.
Vielleicht sind beide ja auch deshalb gestorben...“, dabei klang ihre Stimme leer. Und ihr Blick hing weiter an der selben Stelle. Faramir sah sie erschrocken an, sagte jedoch nichts.
Die junge Frau fing an sich Gedanken darüber zu machen, was gewesen wäre, wenn sie bei ihrem Vater aufgewachsen war. Wäre der Ausgang des Krieges dann anders? Würde ihr Vater jetzt auf den Thron sitzen? Sie fragte sich auch warum ihre Mutter nicht wollte, dass Thurion nichts von seiner eigenen Tochter wusste. Log Faramir vielleicht? Hatte sie Angst? Ihr gingen so viele Fragen durch den Kopf. Kiana erhob sich und und entfernte sich einige Schritte vom Tisch. „Morgen früh brechen wir dann auf, schlaft gut...“, sagte sie mit leiser Stimme.
Kiana wusste nicht genau was sie denken sollte. Die ganze Situation verwirrte sie. Die junge Frau ging in ihre Gemächer. Sie ging zu der Kiste mit den Steinen und stellte in der Kiste einige Kerzen auf. „Könnte ich doch nur mit euch tatsächlich die Welt erschüttern lassen, wie der alte Abbas immer sagte...“, flüsterte sie seufzend.
Sie wusste, dass sie dafür bestimmt war, über Mittelerde zu herrschen, doch wusste sie auch, dass sie dafür noch sehr geduldig sein musste, auch wenn dies sehr schwer fiel.
« Letzte Änderung: 31. Mär 2019, 16:19 von >Darkness< »
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #20 am: 14. Mai 2019, 16:49 »
Während der Flucht aus Mistrand in Minas-Tirith, der Hauptstadt des Königreiches Mittelerde.


Viele Menschen tummelten sich auf den Straßen der Stadt. Von allen Ecken strömten die Massen zu den Marktplätzen. Überall wurden waren angeboten, ob Werkzeuge, Nahrung oder sogar Waffen. Soldaten in silbernen Rüstungen marschierten die Straßen entlang. Einige liefen wachend auf den Mauern. Die neue Stadt die vor der Festung Minas-Tirith errichtet wurde, erblühte förmlich und wirkte sehr lebendig. Die Stadt ist kräftig herangewachsen und mit allen Mitteln fertig errichtet worden. Auch die letzten Mauerabschnitte standen nun befestigt zum Schutz des Volkes bereit. Über den Toren der alten Festung Minas-Tirith, die nun überwiegend für Adelige und Soldaten zur Verfügung steht, während das einfache Volk in der neuen Stadt, vor den Mauern der weißen Festung steht,  leben, weht ein violettes Banner, welches einen silbernen Schwan als Zeichen trug. Sein Hals schlängelte sich durch eine Krone und er wirkte majestätisch im flattern des Windes.
Der König sah es nachdenklich an. Nie hatte er gedacht selbst über Gondor und somit Mittelerde zu herrschen. Es überkam ihm ein erleichterndes Gefühl, wenn er daran dachte, dass das Haus Vaneryen zerschlagen war. Anarya brachte großes Unheil über das Land und mit der Hochzeit mit Thurion große Schande, da er als ehemaliger Diener Melkors und Schreckenskönig in weiten Teilen Mittelerdes bekannt war. Zwar hatte das Reich durch die Reformen Wirtschaftliche Vorteile, aber die Traditionen Gondors wurden übergangen, Anarya war eine Thronräuberin und durch die Veränderungen wurde der Schwund der Elben und Zwerge eingeleitet, da sie sich mit den Menschen mischten oder aus Mittelerde verschwanden. Dies war kein sonderliches Problem für den König von Mittelerde, oder für viele andere Bewohner des Reiches, aber viele Künste gingen dadurch verloren. Einige Sprachen davon, dass Thurion Anarya nur umgarnt hat um dies einzuleiten und Melkor so die Rückkehr zu ermöglichen. Andere wiederum sagen, dass Anarya dies selbst geplant hatte.
Seufzend  blickte er über die Stadt. Auf der obersten Ebene der Festung Minas-Tirith konnte er sogar noch die Umrisse der stolzen Stadt Osgiliath sehen. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als plötzlich hinter ihm eine tiefe Stimme ertönte:
Die Ratsmitglieder sind alle eingetroffen, wir können somit mit der Sitzung anfangen euer Gnaden!
Imrahil erkannte die Stimme seines engsten Vertrauten Remerif sofort. Zwanzig Jahre regierte er nun über das Reich, aber nie konnte er sich daran gewöhnen als König betitelt zu werden. Zwanzig Jahre... Dies war inzwischen eine sehr lange Zeit... Zwanzig Jahre des Friedens, nachdem Haus Vaneryen und Thurion aus Mittelerde getilgt wurden.
Nachdem Anarya und ihr Sohn starben, ließ Thurion keine Gnade walken und brachte großen Krieg über das Reich. Er sah sich selbst als rechtmäßiger König von Mittelerde und ließ viele Menschen leiden. Imrahil war froh, dass diese zeit nun vorbei ist. Wenn er sich selbst betrachtete, konnte man ihm das hohe Alter kaum ansehen. Abgesehen von einzelnen grauen Strähnen im Bart und Haar. Dies lag wohl am Mischblut, welches er besaß.
Ich finde mich gleich im Ratssaal ein, gibt mir einen Moment...“, erwiderte der König. Remerif verbeugte sich und ging in Richtung des Palastes, während Imrahil sich an die Stirn fasste und sie mit seinem Daumen und Zeigefinger massierte.
Wenig später traf er im Ratssal ein. Die Teilnehmer erhoben sich von ihren Plätzen und verbeugten sich. Als der König Platz nahm, setzten sich auch die anderen wieder auf ihre Stühle.
Euer Gnaden, zunächst hielten wir dies für Gerüchte, doch unsere Spione haben nun die Bestätigung... Das Vaneryen-Mädchen existiert wirklich... Sie befand sich vor einigen tagen auf den Weg nach Perseus, da sie aus Mistrand fliehen musste, während des Aufstandes im rhûnischen Reiches...“, sagte ein Mann namens Norys. Imrahil sah daraufhin besorgt drein. „Kann man dieser Quelle denn bestimmt vertrauen?“, wollte er vorab wissen.
Norys nickte dann und erwiderte: „Diese Informationen kommen aus erster Hand, mein König...
Wenn dies wirklich stimmte, stand vieles auf dem Spiel. Er wusste, dass er sofort etwas dagegen unternehmen musste. So antwortete er bestimmend: „Das Mädchen darf nicht weiter leben... Wir wissen alle, was dies für das Reich bedeuten würde. Ich möchte nicht wieder einen Krieg über Mittelerde haben...
Und wenn sie sich erst einmal verheiratet und Kinder in die Welt setzt, die meinen sie hätten einen Anspruch auf den Thron, werden wir nie wieder Frieden haben...“, fügte Norys noch hinzu. Ein alter Mann mit langem silbernen Haaren und weiß-grauem Bart ergriff daraufhin zynisch das Wort: „Sie ist doch noch fast ein Kind, was ist aus uns geworden, dass wir uns vor einem Kind fürchten und sie umbringen...
Norys lachte kurz auf. Es hatte fast etwas spöttisches.
Sie hat schon lange das gebärfähige Alter erreicht... Wie alt ist sie jetzt? Vielleicht zwanzig? Ihr müsstet dies doch besser wissen, ihr wart doch damals schon ein Vaneryen-Sympathisant, Saruman!“, dabei klang der Mann sehr höhnisch.
Genug jetzt!“, rief der König mahnend.  Sie hatten mit dem Vaneryen-Mädchen schon ein zu großes Problem, da brauchten sie keine Streitereien untereinander.
Wir werden das Mädchen sterben lassen, ich mag mir nicht ausmalen, was passiert wenn sie einen einflussreichen Fürsten heiratet.... Was ist ein Leben im Gegensatz zu tausenden Unschuldigen die sterben würden...
Saruman wollte gerade etwas erwidern, da erntete er einen bösen und erneut mahnenden Blick seines Herren. Imrahil ärgerte sich innerlich, denn er spürte erneut ie Präsenz des Hauses Vaneryen innerhalb seiner eigenen Mauern. Innerhalb des Thronsaals. Das Problem musste schnell behoben werden. Eine unheimliche Stille herrschte für einen kurzen Moment im Raum. Einzig das Rascheln des Papiers der Briefe, die Remerif durchsah war zu hören.
Schließlich ergriff er das Wort: „Die Wächter von Nordwacht erbitten um mehr Männer, sie sagen der Tod würde über uns marschieren, wenn wir die Mauern nicht bald befestigen... Und ihr Hauptmann ist gefallen...
Imrahil seufzte laut. Der neue Wächter von Angmar sollte sich doch um dieses Problem kümmern. Er hielt es für Hirngespenster der Nordmänner, die von Anarya gesät wurden. Niemals würde Melkor zurückkehren. Aber die Menschen des Nordens waren dauerhaft von Kälte und trostlosem Land umgeben. Mit irgendetwas mussten sie sich ja beschäftigen.
Schickt ihnen Verbrecher und die restlichen Rebellen, die dem Hause Vanyeren treu zur Seite standen... Sollen diese für die Sache ihrer Herren sterben und im Norden erfrieren... Und für den Tod des Hauptmannes von Nordwacht könnt ihr ihnen einiges Material für ihre Mauern schicken... Als kleine Anteilnahme...“, befahl Imrahil genervt.
Er hatte über vieles nachzudenken. Sein Kopf schien voller Gedanken doch er wusste nicht wohin mit ihnen. Er erhob sich schließlich und verließ den Saal....
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Re: Der Thron von Mittelerde
« Antwort #21 am: 21. Mai 2019, 22:23 »
Die einzelnen Schneeflocken auf Thiraks dunklen Haaren waren gut zu sehen. Er starrte fassungslos auf ein Stück Papier, welches er in den Händen hielt. Die Nordwache wurde erschaffen um ganz Mittelerde zu beschützen und der König hatte angeblich nicht die Mittel um die Wache zu unterstützen. Bestürzt ließ er sich auf einen Stuhl in seiner Kammer fallen. Mit einem weiten Schwung öffnete sich die Tür. Lynn trat in schnellen Schritten herein. Sie wollte gerade etwas sagen, da unterbrach sie sich schon selbst, als sie ihren Bruder nachdenklich vorfand. Der Wind toste gegen die Fensterläden und ließ sie gegen die Wände klappern. Schließlich wagte sie sich zu fragen was los sei. Thirak erwiderte: „Der König schickt uns lediglich Gefangene als Verstärkung in den Norden...Er sagt er kann keine weiteren Schicken..
Lynn seufzte. Sie nutzte aber ihre Chance: „Du wirst auch keine Hilfe erwarten können, Thirak! Überlege doch mal von wem die Nordwache erschaffen wurde... Der König wird es niemals glauben, wozu sie ins Leben gerufen wurde...
Sofort unterbrach er seine Schwester: „Wenn du gesehen hättest, was die Männer und ich draußen hinter der Nordmauer gesehen, wärst du genauso verärgert darüber...
Lynn kniete sich vor Thirak und nahm seine Hände in die ihre: „Wenn das alles stimmt und die Legenden wahr sind, dann müssen wir etwas unternehmen, da gebe ich dir recht... Aber wenn wir keine Unterstützung aus Gondor erwarten können und nicht mal aus Angmar, sind wir hier verloren... Du bist der einzige lebende Sohn von Thir Stark, dem wahren Lord von Carn-dûm und somit Wächter des Nordens! Die Breunes haben unsere Heimat gestohlen und wir müssen sie uns zurückholen, Thirak!
Er verdrehte seine Augen und befreite seine Hände, denn er hatte schon mit dieser Konfrontation gerechnet. „Ich bin ein Bastard...“, sagte er schnell. Thirak wusste, dass er als uneheliches Kind eines Fürsten keinen legitimen Anspruch auf die Erbfolge hat. Er hatte ja nicht mal den Namen seines Vaters. So war er ein Eisen. Im Süden, in Gondor, war man ein Stein, in Arnor ein Hügel, im Gebiet, welches sich noch Düsterwald nannte und die weite umliegende Umgebung, ein Blatt und in Rohan ein Mark und in den Ländern in denen die Menschen über die alten Hallen der Zwerge herrschten und Thal ein See. Viele von ihnen befanden sich auch in Nordwacht. Ihre Väter schickten sie aus Scham und um Schande über ihr Haus abzuwenden zur Nordwacht. Lynn schüttelte daraufhin nur den Kopf: „Den Männern des Nordens wird es recht sein, das Blut des Hauses Stark fließt auch in deinen Adern!
Thirak erhob sich nun. Er konnte die ständigen Versuche seiner Schwester nicht verstehen. Er hatte sich der Nordwacht verschrieben um das Reich gegen Feinde zu warnen und beschützen. Er hatte einen Eid geschworen dem Hauptmann gegenüber und seinem Vater.
Selbst wenn ich wollte, könnte ich das nicht tun... Ich kann die Männer hier nicht im Stich lassen, vor allem wissen wir nicht genau mit wem wir es hier zu tun haben, ich muss einfach mehr herausfinden... verstehst du denn nicht?“, verteidigte sich der junge Mann. Enttäuscht erhob sich nun auch wieder Lynn und verließ die Kammer. Thirak überlegte noch, ob er ihr hinterher laufen sollte, entschied sich aber dies nicht zu tun.
Wenige Tage später erreichte die Verstärkung die Festung. Thirak war gerade damit beschäftigt die Namen der Neuen auf einer Liste abzuhaken, da kam ein Mann auf ihn zu.
Verzeiht, habt ihr einen neuen Hauptmann erwählt?“, wollte er wissen. Thirak erwiderte: „Wer will das wissen? Aber nein... Wir kommen sehr gut ohne aus...
Der Mann zuckte mit den Schultern und sagte: „Wie ihr meint... Ach ich bin Galador Imrazor, ich bin der Bruder des Königs Imrahil!
Thirak staunte daraufhin nicht schlecht. Er konnte sich nicht vorstellen warum der Bruder des Königs zur Nordmauer geschickt werden würde. Er traute sich dann zu fragen: „Was macht ihr dann hier? Irgendwelche verbrechen verübt oder auch ein Bastard?
Der Mann lachte laut auf und antwortete: „Nein, gar nichts von beiden, mein bruder beauftragt mich gerne mit niederen Arbeiten. Unser Verhältnis ist kompliziert wisst ihr, ich soll nur darauf aufpassen, dass auch das Material hier ankommt... Aber er ist halt der König...
Thirak konnte sein lachen daraufhin auch nicht unterdrücken. „Seid ihr nicht Thir Starks Bastardsohn?“
Schnell verwandelte sich das Lächeln Thiraks in gesenkte Mundwinkel. „Ja, der bin ich...
Warum gehen wir nicht rein und unterhalten uns ein wenig? Hier draußen im Norden ist es ziemlich kalt im Vergleich zum Süden....“, dabei rieb sich Galador eifrig die Hände. Thirak blieb das Schmunzeln nicht aus.
In der Halle der Versammlungen aßen sie zusammen und unterhielten sich über die Nordwacht und über das Reich. Die Nacht zog dahin und nach einigen Tagen war es nun für Galador Zeit wieder zurückzukehren.
Es hat mich gefreut, Thirak Eisen, ihr scheint  ehrenvoller zu sein, als viele andere die ich kenne, ich weiß nur nicht was ich von euren Geschichten halten soll, aber ihr werden wissen was ihr gesehen habt!
Thirak nickte ihm freundlich zu. „Ihr seid hier immer willkommen, Galador habt eine angenehme Reise!
Er blickte ihm und sein Gefolge noch hinterher, als sie durch die hölzernen Tore der Festung ritten. Er sammelte sich kurz und rief einige seiner Männer zusammen, denn er wusste er musste wieder in den tiefen Norden um mehr über die Geschehnisse zu erfahren. Er machte sich sehr bald auf dem Weg. Diesmal hatten sie Glück, denn das Wetter war ihnen zu Gunsten ziemlich klar...

Tief im Norden des unbekannten Landes

In der Ferne schienen Lichter zu brennen. Thiraks Freund, Lohr, behauptete, es waren die wilden die dort lebten, doch Thirak musste einfach wissen, was es wirklich war. Die Pferde wurden unruhiger, desto näher sie dem Leuchten kamen.  Endlich wurde das undeutliche Bild sichtbar. Es waren etliche Zelte die vor einem eingeschneiten Steingebäude aufgestellt waren. Das Gebäude wirkte wie eine alte zerfallene Festung. „Ich weiß nicht, Thirak, aber ich fühle mich hier gerade gar nicht wohl...“, stotterte Lohr hervor. Der junge mann verspürte aber ebenfalls dieses Gefühl. Und so wie es kommen sollte, ertönte ein greller Schrei. Als er sich erschrocken umdrehte, erkannte er dunkle Gestalten  die sich um sie versammelten. „Was sind das? Doch keine der alten Orks, oder?“ stotterte Lohr erneut. Für Thirak sahen sie nicht aus wie normale Orks, besonders da ihnen an vielen Stellen Haut fehlte oder manchen der ganze Unterkiefer. Der Mann zog daraufhin sein Schwert, auf dem die Runen blau leuchteten. Sein Gefolge tat es ihm gleich. Einige versuchten durch die einkreisenden Gestalten zu reiten, wurden aber von ihren Pferden gerissen und getötet. Thiraks Herz fing an zu rasen und er verspürte die angst seiner Männer. Er schloss seine Augen und kehrte tief in sich. Eigentlich wollte er sich nur beruhigen, doch er spürte eine wärme in sich, die ihm die Angst vergessen ließ. Er stieg vom Pferd ohne zu wissen was er wirklich tat, es fühlte sich an, als hätte er keine Kontrolle mehr über seinen eigenen Körper. Thirak lief daraufhin mit erhobenen Schwert auf die Gestalten zu. Er erschlug einige von ihnen. Das Blau leuchtete weiter stärker auf seinem Schwert. Die Feinde schienen von  Thirak zu weichen. Im ordentlichen Abstand versammelten sie sich um ihn. Ihm kam die Idee so seine Männer durch die Reihe der gestalten zu kriegen und dies taten sie auch sofort. Einige der Angreifer rannten denen hinterher, die es durch die Reihen schafften. Lohr kam mit Thiraks Pferd.
Komm schnell wir müssen hier weg!“, sofort sattelte er auf und beide ritten so schnell sie konnten zurück.
Er konnte sich das alles nicht erklären. Der Feind scheint sich versammelt zu haben, doch wer es war, daraus wurde der junge Mann aus Angmar noch nicht schlau. War die Prophezeiung etwa wahr und Melkor betritt wieder diese Welt?
Dies war zunächst nebensächlich. Er wollte so schnell wie möglich zurück zur Nordwacht und seine Männer sicher zurückbringen....
Grüße Darkness


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