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Autor Thema: Taur Orthonn / Südliche Wälder Lothlóriens  (Gelesen 20699 mal)

Logrim

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Re: Wälder Lothloriens
« Antwort #90 am: 20. Mai 2008, 15:35 »
Auch Drellir musste über ihre Worte lächeln, das erste mal seit langer Zeit, als würde sie ihn aus seiner Verbitterung auftauen. Er schaute sie nochmal an bevor er zu reden begann und fuhr sich mit der linken Hand an den Wangen herunter durch den Bart.
Sie hat etwas an sich, das habe ich noch nie erlebt, mit ihren feuerroten Haaren...
"Ich denke was das Wetter betrifft habt ihr wohl recht, außer es würde Steine regnen. Aber ich vermute, dass wir ihnen die Kehlen durchschneiden werden, wird sie schon einiges mehr interessieren."
Auch er konnte sich das Schmunzeln in seinem Gesicht nach seinen Worten nicht verkneifen und blickte wieder in die wachsende Menge vor den beiden.

Vexor

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Re: Wälder Lothloriens
« Antwort #91 am: 20. Mai 2008, 16:54 »
Ein Lächeln... interessant...ganz so kühl zu sein, wie ich dachte, ist er nun doch nicht... Interessant...Dennoch finde ich ihn abweisend zu gleich und einschüchternd
" Hmm..ob es sie interessiert, dass wir ihnen die Kehlen durschneiden denke ich auch, aber viel mehr wird es sie stören und vor allem ihren Heerführer".
Gwilwileth lachte kurz auf und sah sich in der Menge um. Viele waren es in den wenigen Minuten geworden und der Zuwachs nahm kein Ende.Celeborn wurde unruhig und Gwilwileth merkte, dass er anfangen wollte, aber noch nahmen die Ströme, die sich dort versammelten kein Abriss.
Wo ist Jutan? Er müsste doch langsam fertig sein...Wahrscheinlich hat er sich verlaufen oder schafft es nicht seine Rüstung anzuziehen.Gwilwileth lachte in sich hinein. Ich habe diesen Jungen..oder sagen wir viel mehr jungen Mann sehr in mein Herz geschlossen.Ein Lichstrahl, der letzte den Lothlórien in den nächsten Tagen sehen würde, erleuchtete das Podest auf dem Celeborn stand und tauchte die Rüstungen der Anwesenden in ein seltsames Licht.Gwilwileth begann zu leuchten und ihre Augen zu glitzern, wie ein Sternenteich leuchteten und glänzten sie, und man könnte meinen ihr Haar ging in Flammen auf, so sehr erstrahlte es im kühlen Winterlicht.
Sie wandte sich wieder Drellir zu," Ich vergaß meinen Namen zu nennen; ich bin Gwilwileth-Dúlin, aber man nennt mich meistens nur Gwilwileth. Doch nun würde es mich interessieren, was euch nach Lorien verschlagen hat! Die reine Kampfeslust oder doch die Rach, oder ein anderer Grund?".
Sie redete freundlich und einschmeichelnd mit ihm, obwohl sie das Spiel mit den Worten nicht so gut beherrschte, hatte sie doch viel in den Jahren in Sarumans Diensten von ihm gelernt.


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Logrim

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Re: Wälder Lothloriens
« Antwort #92 am: 21. Mai 2008, 13:59 »
Durch das bald fahle Licht erschien Drellir wie ein wandelner Schatten, der alles um sich herum verschlang, sein Mantel schien pechschwarz und wurf einen großen und tief dunklen Schatten. Sein Gesicht wirkte blass als wäre er schon gar nicht mehr am Leben und das Grün in seinen Augen kam stark zur Geltung. Er schaute abwesend zum Podest wo das Licht her kam.
Es ist als würde mein Blut kochen und brodeln, ich fühle wie es durch meine Adern peitscht aber ich bin mir nicht sicher ob es durch die bevorstehende Schlacht ist oder wegen ihr...
Drellir war so sehr in Gedanken versunken, dass er die Frage von Gwilwileth beinahe überhört hätte.
"Ein schöner Name....nunja und dass ich hier bin, ist für mich selbst ein wenig überraschend. Das Leben welches ich früher geführt habe, war in dieser Form nicht mehr möglich und ich hatte die Option wie viele in den Norden zu fliehen und dort auf den Tod zu warten oder mich aber diesem zu stellen. Wie hättet ihr euch entschieden?"
Er blickte ihr dabei erneut in die Augen.
« Letzte Änderung: 21. Mai 2008, 14:01 von Logrim »

Vexor

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Re: Wälder Lothloriens
« Antwort #93 am: 21. Mai 2008, 14:41 »
" Wie ich mich entschieden hätte? Eine gute Fragen, aber ich weiß es nicht, da ich selber in dieser Situation war. Ihr müsst wissen, dass ich ursprünglich aus Imladris komme und nur die dringende Bitte Elronds mich beweget hat, meine Heimat zu verlassen. Jedoch bereue ich meine Entscheidung nicht, denn viel Gutes hat diese Reise bisher gebracht!".
Gwilwileths Nachtigall kam herbei geflattert und lies sich auf ihre Schulter nieder.
Gwilwileth streichelte sie und wechselte mit ihr ein paar Sätze in einer Sprache, die Drellir nicht verstand.
So ein störrisches Vieh...da befehle ich ihr bei Galadriel zu bleiben und trotzdem kommt sie..Naja ich wäre auch nicht geblieben..Sie ist mir einfach zu ähnlich.
Erst jetzt bemerkte sie, dass Drellir ihr in die Augen sah. Auch wenn er es nicht lange aushielt, so hatte er es doch länger durchgehalten als die meisten Lebewesen, die sie bis jetzt getroffen hatte.
" Eine Frage bleibt mir nun noch zu stellen und das wäre die Beziehung die ihr zu Nîdanadh pflegt. Ich kann euch nichts böses aberkennen, auch wenn etwas dunkles in euch haust, welches ich noch nciht erkannt habe."


Gwilwileth und Drellir zu Celeborns Rede
« Letzte Änderung: 16. Feb 2016, 10:45 von Fine »


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Gnomi

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Re: Wälder Lothloriens
« Antwort #94 am: 4. Dez 2008, 08:56 »
Nîdanadh aus den Heilhäusern Lóriens


Nîdanadh lief unentwegt weiter in den Wald.
Er wusste nicht wohin er wollte, er wollte nur weg von den Feiern. Alle feiern sie, weil sie eine Schlacht gewonnen haben... aber jeder von ihnen vergisst all die Freunde, all die Menschen, Elben und Zwerge die im Kampf gefallen sind. Ihnen gehört unser Dank und sie müssen wir verehren, anstatt die Lebenden zu feiern. Ach... warum müssen alle sterben und ich weiterleben, warum kann ich nicht endlich erlöst werden. Seit Miluiwen nicht mehr ist, gibt es keinen Sinn mehr zu leben. Nur die Rache für die ich lebe, nichts weiter. Doch sie gibt mir Genugtuung. Doch jetzt muss ich nicht nur sie rächen, nun muss ich Maedhros Tod auch noch ahnden. Warum wird mir so eine schwere Bürde auferlegt, warum kann ich nicht ruhen oder rasten. Ich bin ein Sklave meines Willens, ein Sklave der Rache. Nie zu ruhen, das ist meine Bestimmung und selbst Melkor könnte mich nicht davon abhalten.
Das Lachen und die Freudenrufe waren verstummt. Nîdanadh lauschte in die Nacht. Er war weit weg von jeglicher Feier. Das einzige was er hörte waren einige zwitschernde Vögel. 
Unentwegt ging er weiter, bis er zu einem See kam. Vorsichtig setze er sich an das Ufer und schloss die Augen. Bilder längst vergangener Tage verstrichen vor seinem geistigen Auge. Bilder von den wenigen, die ihm etwas wert waren und die nun für immer verschollen waren.
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 12:15 von Fine »

Gnomi

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Re: Wälder Lothloriens
« Antwort #95 am: 19. Dez 2008, 22:03 »
Die nächsten Tage lief Nîdanadh schlaflos im Wald umher. Das Treffen am See hatte ihn überwältigt. Seine Gedanken überschlugen sich, während er immer weiter herum lief, ohne etwas anderes als sich selbst wahrzunehmen. Er wusste nicht, ob jemand ihn angesprochen hatte, oder ob er immer allein gewesen war, ob er gehalten hatte, oder durchgehend gewandert war.
Erst als sich der Wald lichtete und er die Morgensonne erblicke, blieb er zum ersten Mal bewusst stehen und schaute zurück. Hinter ihm erhoben sich die riesigen Bäume aus Lorien.
Irgendwas stimmt mit diesem Wald nicht dachte Nîdanadh. Nie wieder, nie wieder werde ich einen Schritt dort hinein setzen.
Er drehte sich wieder um und rannte weiter. Immer wieder strauchelte er und war knapp davor zu stürzen, doch jedes Mal raffte er sich wieder auf und rannte weiter. Gerade erhellte das erste Licht des Mondes die Welt um ihn herum, als plötzlich am Horizont vor ihm ein großes dunkles Etwas auftauchte. Erst als er näher kam erkannte Nîdanadh, dass es sich auch hier um einen Wald handelte. Doch dieser Wald wirkte anders als Lorien... Er war finster und strahlte ein gewisses Maß an uralter Kraft und etwas Geheimnisvollem aus.
Obwohl er noch weit entfernt war erkannte Nîdanadh all dies. Er atmete einmal kurz durch und lief weiter. Noch in der Nacht wollte er diesen geheimnisvollen Wald erreichen.


Nîdanadh nach Fangorn
« Letzte Änderung: 12. Feb 2016, 15:04 von Fine »