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Star Wars
Fine:
Ich habe den Film nun auch gesehen, komme grade aus dem Kino.
Grundsätzlich kann ich vorweg sagen, dass ich ihn echt super fand! Ich kann jedem empfehlen, ihn sich anzuschauen.
Was mir besonders gefallen hat:
* Die Kämpfe zwischen TIE-Jägern und X-Wings. Das war stets super umgesetzt!
* Rey und Finn, sie haben durchweg überzeugt (sowohl von der schauspielerischen Leistung als auch von dem Aufbau ihrer Charaktere) und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit ihnen weitergeht, besonders mit Rey.
* Han und Chewie, allein schon die Sprüche... dass Han gestorben ist habe ich kommen sehen und fand es sehr schade, aber dennoch passend. Mal sehen ob Chewie jetzt Reys Copilot bleibt...
* BB-08, denn er hat meiner Freundin während dem Film sehr viel Freude bereitet ("Ooohh ist der süß!")
* Das Design der Outfits und Rüstungen sowie Waffen der Charaktere (z.b. Sturmtruppen)
Was mir jedoch nicht so gefallen hat:
* Kylo Ren. Er sagt mir weder mit noch ohne Maske zu, sein Lichtschwert erscheint mir sehr unpraktisch und den Umgang damit muss er wohl noch üben... mal sehen, wie es mit ihm weitergeht.
* Snokes (oberster Anführer?) - sieht für mich eher nach Weltraum-Voldemort aus. Ich fand ihn als Oberbösewicht eher blass (pun intended)
* Die Superwaffe... das war schon echt Overkill. Und dann nochmal genau derselbe Plan wie in Episode IV? Naja.
Inhaltlich hat man oft das Gefühl, dass noch einige große Enthüllungen folgen werden, das war ja in der ursprünglichen Trilogie ebenfalls der Fall, deswegen bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Lukes Verschwinden erkläre ich mir damit, dass er nach Bens Fall zur dunklen Seite die Verantwortung übernahm und kein weiteres Leid auslösen wollte, indem er neue Jedi ausbildete die sich zur dunklen Seite wenden könnten.
Auch zu Rey sind noch ein paar Fragen offen, wenn ich raten müsste würde ich eine nahe Verwandtschaft zu Luke vermuten, der sie wahrscheinlich auf Jakku abgesetzt hat bevor er ins Exil verschwand, weil er befürchtete dass sie sich ebenfalls zur dunklen Seite wendet. Ich hoffe, er bildet sie nun aus und gemeinsam besiegen sie die Erste Ordnung (blöder Name wenn ihr mich fragt).
Erzmagier:
Kann ich im grossen und ganzen Nachvollziehen, obwohl mir Kylo eigentlich sehr gut gefallen hat (bis auf sein Schwert, aber das habe ich als Zugeständnis an Hollywood verbucht). Bei Snokes könnte ich mir auch noch die eine oder andere Überraschung vorstellen, letztlich hat man nur ein Hologramm von ihm gesehen. Bei der ersten entsprechenden Szene habe ich das erst nicht realisiert und fand die immense Grösse sehr unpassend (v.a. wenn man sich einen Kampf vorstellt). Allerdings heisst ja ein Hologramm nicht gerade viel. Auch wenn er tatsächlich so aussehen würde, könnte er dennoch die Grösse von Yoda haben, was sehr unterhaltsam wäre :D
Aber etwas düsterer hätte er schon sein können, da stimme ich dir zu.
Der Dunkle König:
Gestern habe ich den Film im Kino gesehen, und er hat mir wirklich gut gefallen. Meiner Meinung nach wird er Krieg der Sterne gerecht.
Erstmal zu dem Positiven, das eindeutig überwiegt:
Die Hauptcharaktere waren sehr überzeugend und gut gespielt, Rey und Finn haben ein gutes Duo abgegeben. Besonders Finn, der als desertierter Sturmtruppler mal etwas anderes war, ein Charakter, den man so noch nicht hatte. Was Rey angeht, die weißt recht große Parallelen zu Luke auf, finde ich, und ich erwarte, dass es bezüglich ihr auch noch einige Enthüllungen geben wird - verwandschaftliche Verhältnisse vor allem.
Die Raum-/Luftschlachten waren auch wirklich gut gelungen, da kam richtige Begeisterung auf. Die neuen Designs für X-Flügler und Tie-Jäger gefallen mir richtig gut, sie wirken moderner, aber sind eben immer noch die alten. Das gleiche gilt für Sternenzerstörer und Sturmtruppler.
Die neue Superwaffe hat mir übrigens auch sehr gut gefallen, obwohl ihre Zerstörung doch gewisse Parallelen zu der des Todessterns aufgewiesen hat - wirklich kopiert war es allerdings nicht. Ich finde sie sogar erheblich beeindruckender und bedrohlicher als die alten Todessterne, was vor allem daran liegt, dass das Abfeuern erheblich besser inszeniert war als bei der Zerstörung Alderaans. Von der Ansprache von General Hux - kranker Fanatismus pur -, über den Lichtstrahl, der den Horizont erleuchtet hat, dazu die Unterlegung mit Musik und vor allem, dass man von einem der zu zerstörenden Planeten aus die Vernichtung gesehen hat: Da hbe ich wirklich Anteil genommen, beim Ersten Todesstern hat es mich völlig kalt gelassen.
Was mir zudem wirklich gut gefallen hat, war Kylo Ren/Ben Solo: Das fängt tatsächlich schon beim Aussehen der Rüstung an, mir gefällt auch das Lichtschwert mit der Parierstangen - man hat ja sogar kurz gesehen, wozu es gut ist. Der innere Konflikt war meiner Meinung nach gut dargestellt; wie er zur Dunklen Seite überläuft und welche Motive er hat war viel besser nachvollziehbar als bei Vader in der Klassischen Trilogie. Ich finde tatsächlich bisher, dass er ein interessanterer Charakter ist als Vader in der Klassischen Trilogie: Bösewichte sollen nicht einfach bedrohlich, böse und übermächtig sein, sondern Ecken und Kanten haben. Dass er zweimal wegen Wutausbrüchen alles kurz und klein geschlagen hat passt da sogar dazu und ist auch nicht anders als bei Vader: Der hat dann halt jemanden erwürgt, da ist Kylos Methode eigentlich besser(, wenn vielleicht auch nicht so würdevoll).
Ein Höhepunkt war natülich die Konfrontation mit Han Solo, wo man wirklich nicht weiß, was jetzt passieren wird: Wird die Dunkle oder Helle Seite gewinnen?
Der Kampf am Ende hat mir auch sehr gut gefallen, und dass Rey einen ausgebildeten Sith-Lord besiegen konnte, kann ich eigentlich nachvollziehen: Immerhin war er emotional aufgewühlt und wohl immer noch voller Selbstzweifel, während sie gewütet hat wegen Han Solos Tod; dazu kommt noch Glück, Schicksal, Bestimmung, wie man es nennen will.
Und jetzt mal negative Aspekte:
Die Handlung war sehr stark an die von Episode IV angelehnt. Ich finde, man hätte sich da mehr trauen können, aber es hat mich nicht so besonders gestört. Der Film hat durchaus seinen eigenen Weg gefunden.
Wie die neue Superwaffe funktioniert, wüsste ich dann doch gerne: Sie saugt der Sonne Energie ab? Hat sie eigentlich das Plasma der Sonne abgesogen, oder nur das Licht? Und nachdem sie abgefeuert wurde, woher kam dann die Sonne wieder, die war doch eigentlich erloschen/weg? Und wie konnte der Planet selber zu einer Sonne werden?
Zudem stehe ich dem neuen Imperator kritisch gegenüber. Ich weigere mich, ihn von vornherein abzulehnen, da ich ihn dann, falls er doch ganz gut wird, nicht akzeptieren könnte. Als er zuerst auftrat, war ich kurz geschockt, weil er so albern groß war. Das war dann zum Glück nur ein Hologramm: Ich finde sowas ehrlich gesagt eher lächerlich als beeindruckend, aber nun gut, dass hat Palpatine in Episode V auch gemacht. Seinen Namen finde ich auch komisch, "Snoke" klingt nicht sehr beeindruckend. Außerdem finde ich es furchtbar, dass er animiert war, Masken sind um so vieles besser! (Man denke nur an Herr der Ringe-Orks und Hobbit-Orks.) Wie ihr merkt, ging es vor allem ums Design, und ich bin gespannt, wie er in den nächsten Episoden weiterentwickelt wird.
Dann hat mich noch das Ende des Filmes gestört. Ich finde, man hätte es eher dort ansetzen sollen, wo Rey in den Hyperraum springt. Dass man Luke nochmal sieht, schien mir nur ein Dienst an den Fans zu sein.
Was mich zu meinem letzten Kritikpunkt führt: Mich hat es gestört, dass manche im Kino meinten klatschen zu müssen, als das Star Wars-Logo, Han Solo oder Luke auftraten. Da kann man aber nichts machen.
(Palland)Raschi:
--- Zitat ---mir gefällt auch das Lichtschwert mit der Parierstangen - man hat ja sogar kurz gesehen, wozu es gut ist.
--- Ende Zitat ---
Eigentlich machen die Vorteile vllt. 10 % aus, und die Nachteile 90 %
Tatsächlich wurde das Lichtschwert unteranderem einem Waffenschmied (Kevin Cashen) mal "vorgelegt", sein Urteil:
--- Zitat ---„Das Problem ist, dass man sich 80 Prozent der Zeit der ernsten Gefahr aussetzt, sich selbst zu verstümmeln.“ Gerade bei den schnellen Kampfstilen, die die Filme der jüngeren Trilogie geprägt haben, dürfte der Träger schnell ein Körperteil verlieren.
--- Ende Zitat ---
Also kann man das genau genommen nicht wirklich gut finden ^^
--- Zitat ---Der Kampf am Ende hat mir auch sehr gut gefallen, und dass Rey einen ausgebildeten Sith-Lord besiegen konnte, kann ich eigentlich nachvollziehen: Immerhin war er emotional aufgewühlt und wohl immer noch voller Selbstzweifel, während sie gewütet hat wegen Han Solos Tod; dazu kommt noch Glück, Schicksal, Bestimmung, wie man es nennen will.
--- Ende Zitat ---
Das reicht vllt. um auf die dunkle Seite der Macht zu wechseln, und mächtig (im Sinne einer potentiell nutzbaren Kraft) zu werden. Aber man muss diese Macht eben auch faktisch nutzen können, und das muss man erst (lange !) lernen. Die Machtfähigkeit alleine reicht also schlicht und einfach nicht aus, und macht die Sache extrem unglaubwürdig. Pures Glück reicht bei solchen Situationen auch nicht aus (es wäre vergleichbar mit 6 Richtigen beim Lotto), und Bestimmung ist kein Mittel, die Realität derart zu verdrängen. Jedenfalls nicht im SW Universum.
Melkor Bauglir:
Ist der Sinn hinter der Macht nicht gerade, dass sie eben ein Mysterium bleiben sollte und sie das Fantasy-Element in StarWars stellt? Daran zeigt sich doch auch wunderbar, wie himmelschreiend daneben, falsch und einfach dumm das "Midiclorians"-Konzept eigentlich ist, weil sie das ganze Geheimnis aus der Sache nimmt. (Das ist so, als würde jemand sagen: Hey, die Ringgeister sind eigentlich nicht wirklich unheimlich, sie verströmen nur ein haluzinogenes Reizgas, das allen Einatmenden den Wille zum Kämpfen nimmt und sie ins Chaos stürzt. xD)
Entsprechend waren gerade die Ray / Rey (wie heißt sie eigentlich?) und Kylo Ren Szenen wunderbar, weil eben Ren versucht seine angebliche Überlegenheit auszuspielen und Ray, über die wahre Form der Macht verfügend, ihm einfach mal zeigt, was Sache ist. Den inneren Kampf in der Verhörszene fand ich grandios und den Waldkampf sehr schön durchgeführt -eben, weil Ray nicht direkt die Oberhand hat (die Szene beginnt schließlich damit, wie Kylo Ren sie wie eine Puppe beiseiteschleudert und deshalb der Kampf überhaupt so erst stattfinden kann).
Nun, ja, ich als jahrelanger StarWars-Verweigerer, habe mir den Film von Sonntag auf Montag auch angesehen. (Grund hierfür ist, dass die Prequels einfach bodenloser Schrott sind, und mich die Originaltrilogie lange nicht so recht interessiert hat -und jetzt, nachdem ich sie gerne mal gucken würde, kommt man häufig nur an die grottige Special Edition. :D
Von der Umsetzung her ein super Film, die Charaktere sind sympathisch, die Optik ist stimmig und sieht wunderbar aus. Haufenweise Fehler der Prequels wie konsequenzlose, langweilige und überzogene Kampfszenen wurden wieder gutgemacht, indem man wirklich sieht, dass die Leute kämpfen (ermüden, sehen abgekämpft aus und legen wirklich Kraft in die Hiebe -in den Prequels stehen sich die Leute immer nur gegenüber und hauen minutenlang mit zwei Plastikstöckern aufeinander ein, wo sie dann im Nachhinein ein Lichtschwert draus gemacht haben).
Der große Kritikpunkt, den ich habe: Es ist 1:1 "A New Hope"! Nachdem ich den RLM-"Half in the Bag"-Review gesehen hatte, stehe ich dem etwas gnädiger gegenüber, weil sie es dort als "soft reboot" bezeichnet haben, was für mich Sinn ergibt, weil StarWars in dieser Form eben effektiv seit 35 Jahren tot ist.
Trotzdem... Etwas mehr neues hätte ich schon gerne gesehen, dies allerdings rein in puncto Handlung, alles, was die Umsetzung betrifft, war richtig gut!
Ich hätte eigentlich Lust, noch viel mehr hierzu zu schreiben, aber dieses eine Mal mache ich das nicht. Interessiert sich eh keiner für und es würde Zeit kosten wie nichts. ;)
Gruß
Melkor Bauglir
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