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Autor Thema: Der Rothornpass  (Gelesen 4827 mal)

Thorondor the Eagle

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Der Rothornpass
« am: 3. Aug 2010, 21:06 »
Aphadon und Amrûn von Caras Galadhon


Silbern reflektierte sich das Licht des Mondes im stillen Wasser des Spiegelsees. Die Sterne von Valacirca krönten ein Haupt, doch Amrûn sah nicht sich selbst in den Untiefen des Gewässers, sondern eine Elbe.

Die Umrisse ihrer zarten Wangen waren sichtbar und die Furchen, welche die zahllosen Tränen in ihre Wangen gegraben hatten; es war Celebithiel.
...so kurz unsere Freundschaft auch war, umso tiefer reichten unsere Wurzeln. Es tat weh dich einfach so zurück zu lassen. Mit all den Lasten auf deinen Schultern, doch kann ich dir auch kein Helfer sein, denn mein Päckchen zwingt mich auch schon in die Knie. Dennoch sehe ich einer Zukunft entgegen, in der wir uns wieder sehen. Auf Gefilden deren Küsten und Gebirge sicher sind. Mit Mithrandir und seinen Herren an unserer Seite. In einem Land in dem Wunder tagtäglich geschehen und nichts Böses auf uns lauert. Dort können wir die Welt überdauern, in ewiger Freundschaft.

Wäre nur der Augenblick da gewesen um dich in meine Pläne einzuweihen…


„Amrûn! Lasst uns weiter gehen“ sagte Aphadon von seinem Spähposten im Baum „Ich kann kaum noch etwas erkennen in der Dunkelheit und ich fühle mich hier nicht sehr behaglich.“
Der Elb versuchte die Herkunft der Stimme auszumachen, doch außer einer unklaren Silhouette konnte er nichts erkennen, denn diese Nacht war dunkel und sternenklar. Eisige Kälte bohrte sich durch ihre dicken Gewänder. Der Weg über den Rothornpass war beschwerlich, aber dieser Tage wohl der sicherste. Die schmalen Stege entlang der Felsflanken waren von Schnee und Eis bedeckt, was den Aufstieg noch gefährlicher machte.

Erst weit oben, in den Hängen des Caradhras machten sie unter einem kleinen Felsvorsprung halt und wagten es ein Feuer zu entzünden.
„Aphadon, es gibt etwas, dass ich dir vorenthalten habe.“
Der Blick des Menschen wanderte von den wärmenden Flammen zu Amrûns Augen.
„Ich habe dir gesagt, dass wir nach Mithlond gehen werden. Dies ist auch richtig, doch ist dort mein Weg nicht zu Ende.“
„Werden wir wieder in den Krieg ziehen?“, fragte er.
„Es ist ungerecht, dass ich dir nicht eher davon erzählt habe. Dass Celebithiel nun nicht mit uns gekommen ist, hat all meine Pläne verworfen“, für einen Moment war er still. Der warme Hauch kam aus seinem Mund und vereinte sich mit dem Rauch des Feuers: „Ich werde nicht in Mithlond bleiben; meine wohl einzige Liebe im Leben wartet auf mich im Elbenhafen, um von dort zu einem Ort aufzubrechen zu dem du keinen Zutritt hast. Ich werde in das Segensreich gehen zu meinen Verwandten und zu den Herren dieser Welt.“
Ein Ausdruck von Ungewissheit überkam den Menschen und sein Gesicht konnte dies nicht verbergen.
« Letzte Änderung: 12. Feb 2016, 11:41 von Fine »
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Thorondor the Eagle

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Re: Der Rothornpass
« Antwort #1 am: 22. Aug 2010, 15:06 »
Schweigend folgen die beiden dem Pfad des Passes. Zeitweise führe er über steil hinauf ragende Felswände, die sie erklimmen mussten. Amrûn ging immer hinter Aphadon. Seit seinem Geständnis blickte er in kaum noch an und wechselte fast kein Wort mit ihm, abgesehen von oberflächlichem Geschwafel oder dem noch bevorstehenden Weg. Immerfort fragte sich der Elb, ob sich der Mensch von ihm trennen würde, wenn sie den Pass überschritten hätten oder ob er trotzdem mit bis an die Küsten des Meeres mitkommt. Aber was macht er dort, abgesehen von Amrûn hatte er dort keine Bezugsperson.

Vorsichtig tastete er die Felswand nach Vorsprüngen ab, die sich die letzten Jahrtausende schon gebildet hatten und durch zahllose Hände abgenutzt waren. Meter für Meter handelten sich die beiden den Pass hinauf. Südlich von ihnen erhob sich königlich die Silberzinne in rötlichem Sonnenlicht und nördlich der Caradhras mit seinem bedrohlichen, steilen Bergrücken. Und endlich, nach einem langen und anstrengenden Tag erreichten sie den westlichen Hang, der ihnen den Weg nach Eriador ebnete. Das schwierigste hatten die beiden hinter sich. Von nun an war es nur noch ein langer Spaziergang bis in das verborgene Tal. Aber vorerst machten der Elb und der Mensch eine Pause für diese eine Nacht.

„Aphadon“, sagte er in die Dunkelheit der Nacht. Der Elb bekam keine Antwort, aber er stichelte nach: „Was hast du nun vor? Kommst du mit mir nach Imladri… ah Bruchtal? An diesem Ort bist du sicher und kannst dich erstmal so richtig erholen. Die Elben dort sind freundlich gesinnt, vor allem gegenüber Freunden von anderen Elben.“

Amrûn hörte wiederum keine Reaktion.
„Oder gehst du nun fort. Schlägst dich durch zur Pforte von Rohan. Aber wen hast du dort? Auf wen hoffst du zu treffen oder kennen zu lernen?“
Gespannt wartete der Elb auf eine Antwort.


Aphadon und Amrûn in die Straßen von Imladris
« Letzte Änderung: 12. Feb 2016, 11:42 von Fine »
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Gothmog der Balrog

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Re: Der Rothornpass
« Antwort #2 am: 4. Okt 2010, 18:23 »
Start von Kelâdt

Ein eiskalter Wind peitschte ihm entgegen, er schloss seine Augen soweit es ging, wieder kam ihm ein eiskalter Wind entgegen, diesesmal konnte er seine Augen nicht schließen, da sein ganzes Gesicht zugefroren war.
Worauf habe ich mich da eingelassen? Das ist ne Sache von ein, zwei Stunden, genau das waren die Worte des Wanderers. ICH war schließlich noch nie hier oben, ICH war nur im westlichen Teil von Mittelerde, wenn ich ihn finde bring ich ihn um, das schwöre ich. Ich glaube er hat auch etwas davon gesagt das es ein bisschen kalt werden kann nichts schlimmes, und ich bin auch noch so blöd und glaub ihm das.
Damit schlug er sich gegen den Kopf, was er sogleich bereute, alles tat ihm weh. Er schaute nochmal in seinen Rucksack, ein Leib Brot das bereits zugefroren ist, Geld und einen Schal. Er griff nach dem Schal und band ihn sich um den Kopf, er merkte wie das Blut wieder ein bisschen mehr in seinem Kopf wurde. Er fragte sich wie lange er schon hier oben war, sechs, sieben Stunden vielleicht und wie weit war er in dieser Zeit gekommen, er schaute zu seiner linken am Rothorn hoch. Das bedeutete das er etwa die Hälfte geschafft hatte. Er ließ sich in den Schnee fallen, die Kälte war ihm egal, er wünschte sich nur ein Lager zu haben in dem er die Nacht schlafen konnte. Er suchte die Sonne um zu wissen wann es Nacht sein wird, er fand sie im Westen , das hieß es würde bald Nacht werden. Er setzte sich auf und versuchte seine Gedanken zu sortieren.
Beruhig dich Kelâdt, alles wird gut, du wirst hier oben nicht an Unterkühlung sterben, sondern von den Orks aufgeschlitzt. Wo wollte ich eigentlich nochmal hin?? Nach Osten, so viel weiß ich, vielleicht Sauron bezwingen. Nein, unmöglich für mich zu schaffen, da ist es sogar wahrscheinlicher das ich einen Troll mit meiner blossen Faust umhau. Naja egal, Hauptsache ich komm von diesem Berg herunter. Jetzt such ich mir einen Platz wo ich die Nacht über schlafen kann.
Er stand auf, klopfte den Schnee von seinen Klamotten und suchte nach einem Unterschlupf. Es dauerte zwar nochmal zwei Stunden aber schließlich fand er eine Höhle in der er schlafen konnte. Er machte es sich gemütlich und nahm sein Brot, er versuchte ein kleines Stück abzureisen, aber das Brot war immer noch gefroren, also versuchte er ein Stück mit den Zähnen abzureisen, doch das Brot war steinhart und er bekam dadurch nur Zahnschmerzen. Er musste also mit knurrendem Magen sich schlafen legen.
Er schreckte auf, es war mitten in der Nacht und somit stockfinster, Kelâdt hatte sich schon seit langem abgewönnt mit dem Körper hochzufahren wenn er in der Nacht aufschreckte, stattdessen blieb er ruhig liegen. Er hörte Stimmen, es waren keine Menschen, Elben oder Zwerge, dass hörte er an der Sprache. Bevor er auf den Gedanken kommen konnte, dass es Orks waren, packte eine der Gestalten seine Waffe und hackte auf sein Bein ein. Zum Glück konnte Kelâdt es noch rechtzeitig zurückziehen, seine Dolche packen und einen der Dolche direkt in den Kopf der Gestalt rammen. Es war ein Ork, die anderen Orks, es waren zwei weitere, ließen das nicht auf sich sitzen und schlugen mit ihren Waffen auf Kelâdt ein. Dieser warf den zweiten seiner Dolche auf einen der Orks und traf ihn mitten in der Brust, schnell zog er seinen ersten Dolch aus dem Kopf des einen Orks und parrierte den Schlag des letzten Orks. Kelâdts Chancen lebend aus diesem Kampf heraus zukommen waren eins zu einer Millionen. Der Ork schlug zu, Kelâdt parrierte wieder erfolgreich mit seinem Dolch, noch ein Hieb des Orks Kelâdt wich zurück und stolperte, zu seinem Glück, der Ork hatte nämlich zugeschlagen als Kelâdt gerade fiel und ihn somit verfehlt. Kelâdt am Boden liegend nahm seinen Dolch und stieß ihn in den Ork der sich gerade über Kelâdt beugte um ihm sein Schwert in den Magen zu rammen. Schwarzes warmes Orkblut tropfte auf Kelâdt runter, er stand auf und trug die Leichen in eine Ecke der Höhle, dann steiß er seinen Dolch noch ein paar mal in sie rein um auch hundertprozentig sicher zusein das sie tot waren und legte sich in das warme Blut der Leichen um sich wärmen, dann schlief er ein.
Am nächsten Morgen packte Kelâdt seine Sachen und ging. Als er gerade die Höhle verlassen hatte, schaute er an sich runter "Verdammt, alles voller Blut, wie soll ich das bloß wieder aus der Kleidung bekommen.", sagte er zu sich selbst, plötzlich schrie er auf "OH NEIN, meine Dolche, meine wunderschönen Dolche mit Orkblut verschmiert.". Er regte sich wieder ab und endlich fiel ihm das Ziel für seine Reise wieder ein, er wollte nach Düsterwald, bloß wieso wußte er nicht. Und mit diesem Ziel vor Augen, setzte er sich in Richtung Düsterwald in bewegung.
« Letzte Änderung: 19. Feb 2016, 08:39 von Fine »

Gothmog der Balrog

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Re: Der Rothornpass
« Antwort #3 am: 5. Okt 2010, 16:51 »
Kelâdts Magen knurrte. Er nahm seinen Rucksack und holte sich sein Leib Brot, steckte es sich in den Mund und biss auf ihm herum. "Immer noch hart, und so kalt.", sagte er, dann stieß er sich die flache Hand gegen die Stirn, er hatte doch tatsächlich geglaubt sein Brot würde in dieser Eiseskälte auftauen. Ein knacksen und gleich noch eins, er drehte sich um, aber da war nichts, noch eine Drehung, wieder nichts. Vielleicht hatte er sich das ja bloß eingebildet aber zugleich taten sich hunderte düstere Gedanken auf, er schüttelte den Kopf und dachte an die Elbenwälder während er weiter ging.
Die Elbenwälder im richtigen Licht betrachtet haben etwas magisches an sich, sie scheinen in allen Farben des Regenbogens zu scheinen, zu funkeln, zu strahlen, um erlich zu sein gibt es keinen Begriff auf der Welt der diese Schönheit beschreibt, leider sehen diese Schönheit nicht alle.
Genau in diesem Moment fiel ihm ein Lied ein und er begann lauthals zu singen:
            
Die Sonne scheint, die Sonne lacht auf den kleinen Elben Bach,
            Das Dorf am Bach ist des Lebens froh und in der Nacht singen sie ebenso
            Von ihrem Dorf mit kleinem Bach das das Leid nicht inne hat.
[/size]
Er lachte auf, dieses Lied hatte er schon lange nicht mehr gesungen, er wollte gerade ein weiteres Lied singen als ihm ein strenger Geruch in die Nase kam. Er schaute an sich herunter, fasste seine Kleidung an, zog sie zu seiner Nase und roch an ihr "VERDAMMT!", fluchte Kelâdt laut. Seine Kleidung roch nach toten Orks und er wurde damit zur Zielscheibe von Aasfressern. Er schaute sich um, nichts, er sah nichts, ein Knacksen erschrack ihn.
Dieses Knacksen war ganz nah. Ich muss aufpassen und ....
Er konnte nicht fertig denken, denn im nächsten Moment sprang ein schneeweißer Wolf auf ihn zu. Kelâdt schaffte es gerade so diesem Wolf auszuweichen, welcher eine Unsanfte Landung hatte. Noch bevor der Wolf zu einem weiteren Sprung ansetzen konnte, war Kelâdt schon am weglaufen. Wenn man das weglaufen nennen konnte, seine Beine waren bis zu den Knien im Schnee und dadurch kam er eher joggend voran, als vollsprintend. Er schaffte es zumindest drei Minuten lang vor dem Wolf wegzulaufen, bevor ihn seine Kräfte verliesen.
Das ist selbstmord, ich schaffe es nie ihm zu entkommen. Aber natürlich, wenn ich meinen Umhang wegwerfe, dann wird sich der Wolf erstmal auf den stürzen und ich habe ein bisschen Zeit um zu fliehen.
Sogleich zog er seinen Umhang aus, sein Kettenhemd glänzte im Licht der Sonne, und warf den Umhang über seine Schulter. Er wartete kurz bis der Wolf auch ganz sicher den Umhang angriff und lief dann davon. Er hörte noch ein kurzes Heulen des Wolfes und dann das Zerreißen des Umhangs.
Er war jetzt über drei Stunden schnellen Schrittes unterwegs, seine Kräfte hatten ihn schon vor langer Zeit verlassen, trotzdem ging er weiter, er musste es tun, er konnte schließlich schon den Düsterwald sehen. Langsam wurde es immer steiler, diesen Vorteil nutzte er und rollte den Berg hinab, Kelâdt glaubte das er dadurch Zeit und Kraft sparen konnte auch wenn es kalt war. Er kapierte dass das eine blöde Idee war, als er unter sich Steine fühlte. Er bremste indem er sich senkrecht zum Grund legte, ihm war schlecht, er konnte es noch kurz unterdrücken dann übergab er sich. Als er wieder fit war, rannte er das letzte Stück runter, hin und wieder fiel er und rollte ein kleines Stück. Doch er ließ sich nicht beirren. Es dauerte noch geschätzt eine weitere Stunde bis er endlich den Pass verlies.

Kelâdt nach Lothlorien
« Letzte Änderung: 8. Okt 2010, 16:50 von Gothmog der Balrog »