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Allgemeiner Smalltalk
Vexor:
Es kommt meiner Erfahrung nach immer um die Zusammensetzung der Schüler und auf die Chemie zwischen Lehrer-Schüler und Schüler-Schüler an. Stimmt eine von beiden nicht, führt das zu Problemen und da ist es egal, ob es 10 oder 30 Schüler sind.
ICh hatte Klassenkonstellationen mit 30 Schülern, wo man mehr "Lernerfolg" (obwohl sowas ja eh subjektiv und ein sehr dehnbarer Begriff ist) feststellen konnte, als in manchen Kurs, wo wir 14 Leute waren.
Im Prinzip alles relativ und es kommt immer auf die individuelle Klasse an, da kann man nichts pauschalisieren.
(Palland)Raschi:
Nunja, es ist ja bei Klassengrößen so, dass die Schülermenge auf eine Lehrperson verteilt. Hat man 2 Schüler, ist mehr zeit für einen dar. Hat man 30 wird die Zeit theoretisch auf 30 aufgeteilt. Da bleibt dann deutlich weniger übrig. geht man davon aus, dass der Lehrer sich mit den Schülern, die sowiso schon gut sind (aufgrund Interesse oder guter elterlicher schulischer Mitwirkung), beschäftigt, fällt für die schlechten noch weniger ab. In der Regel folgt daraus, dass den guten Schülern eine größere Klasse nichts ausmacht, den schlechteren jedoch enorm schadet.
Zum Vergleich die Universitäten. In Vorlesungen sind knapp 150 leute, vllt. sogar noch mehr. Der Dozent kann kaum auf Fragen eingehen, und alles für alle erklären. Man versteht vieles nicht. Dazu gibt es aber auch Arbeitsgemeinschaften. Die bestehen zumeist aus 20 Leuten. Der Lernerfolg ist hier enorm. natürlich kommt dazu, dass es sich um 2 unterschiedliche Unterrichtsarten handelt. Aber in erster Linie ist die Größe der Faktor, der limitiert.
Aufgrund dieser uns anderer Überlegungen sehe ich das keinesfalls als überzogen an.
--- Zitat ---Im Prinzip alles relativ und es kommt immer auf die individuelle Klasse an, da kann man nichts pauschalisieren.
--- Ende Zitat ---
Stimmt natürlich auch. Unfähige Lehrer können auch wenigen Schülern nichts beibringen, allerdings sind kleinere Klassen sicher hilfreich, denn irgendwo muss man ja anfangen ;)
Lord of Arnor:
Raschi, dass Problem ist: Das klingt alles logisch und ich würde daher auch kleinere Klassen befürworten. Der Haken ist nur, dass sämtliche Versuche, dass zu beweisen, gescheitert sind,alle Studien-und auch praktische Erfahrungen wie die von mir, SavT und Vexor- belegen, dass die Klassengröße an sich keine Rolle spielt.
MfG
Lord of Arnor
(Palland)Raschi:
Sie spielen eine Rolle. Aber natürlich nur dann, wenn die Vorraussetzungen bei allen gleich wären. Doch hier sind die Förderungsunterschiede zwischen den Schülern derart eklatant, dass es kaum ins Gewicht fällt, da einfach zu viel eine Rolle spielt. Würde eine ungefähre Leistungsgleicheit hergestellt, also die reduzierung von anderen Faktoren durch Förderung und Einsatz guter Lehrkräfte, würde die Klassengröße eine große Rolle spielen, da bin ich mir sicher.
Erzmagier:
Ich denke du kannst nicht wirklich herausfinden, ob Äpfel oder Birnen besser schmecken, wenn du den Testpersonen wunderbar reife Äpfel und alte, vergammelte Birnen gibst. Du musst schon beide Testprodukte bei gleicher Qulität anbieten. ;)
Ich denke Raschi liegt da durchaus richtig.
Man kann es nie so stark vereinfachen, aber kleinere Klassen haben grösseres Potenzial für den Lernerfolg, ich würde mal sagen, das ist eine Tatsache.
Hier noch einige interassente Ansätze, die ganz klar für kleinere Klassen sprechen:
http://www.forum-allgemeinbildung.ch/files/haselbeck_klassengroesse.pdf
(Wer des Lesens überdrüssig ist: ab Seite 16, Kapitel 6 gibts eine kurze zusammenfassung)
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