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Autor Thema: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht  (Gelesen 3702 mal)

Gnomi

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Gwilwileth, Nînadadh und Maedhros vom Ausfall


Nîdanadh stand wie ein Fels in der Brandung. Um ihn herum unterlagen immer mehr Verteidiger der Flut der Angreifer. Die Orks starben, doch für jeden gefallenen Ork kamen zwei neue. Um Nîdanadh herum stand aber noch die Verteidigung.
Die Waldläufer kämpften Seite an Seite mit Nîdanadh. Doch vor Nîdanadh häufte sich der größte Leichenberg.
Langsam schritt er sogar vorwärts, immer weiter in die Horden der Orks hinein. Hinter sich hinterließ er eine Spur aus erschlagenen Orks.  Zum ersten Mal seit langem fühlte Nîdanadh etwas, das man Befriedigung nennen könnte. Er war in seinem Element, kein Ork konnte sich ihm widersetzen. Brüllend durchschlug er den Stiel einer Axt und mit dem gleichen Hieb starb auch der Ork, der das nutzlose Holzstück in der Hand hielt. Er erschlug mit einem weiteren raschen Hieb zwei weitere Orks.
Zum ersten Mal seit Beginn der Schlacht versuchte er seine Kampfeslust aufzuhalten, damit sie ihm nicht vollständig den kopf vernebelte. Er blickte um sich. Er war mit neun weiteren Waldläufern, einer davon Maedhros, mehrere Meter vor der eigentlichen Verteidigungslinie. In der Zwischenzeit hatten die Orks sie schon umzingelt, vor Nîdanadh wichen sie aber zurück. Als Maedhros sah, dass nîdanadh kurz innehielt brüllte er ihm zu: „Wir können nicht weiter vorrcken, wir müssen zurück, sonst werden wir alle getötet!“
Nîdanadh war sich dessen durchaus bewusst... Doch er lächelte Maedhros kurz an und flüsterte ihm zu: „Geht zurück.“ Danach drehte er sich um und stürzte sich wieder in die Orkmassen. Bestürzt schüttelte Maedhros den kopf. Wie sollte das nur gut ausgehen... Wider besseres Wissen gab er kurz einen Befehl und die Waldläufer folgten Nîdanadh, um ihm Rückendeckung zu geben.  Die Orks bedrängten die kleine Gruppe immer stärker, doch noch hielten die Waldläufer stand. Verzweifelt überlegte Maedhros, wie er Nîdanadh dazu bringen konnte umzudrehen. Auf einmal durchfuhr es ihn wie einen Geistesblitz und ohne Nachzudenken rief er: „Wilde Menschen, dort!“ und zeigte in Richtung der Verteidiger.
Als Nîdanadh diesen Ruf vernahm drehte er sich ohne Zögern um und rannte in die Richtung, in die Maedhros zeigte. Wie im Wahn tötete er alle Orks, die ihm in den Weg kamen. So schnell sie konnten rückten die Waldläufer nach, immer näher zu den Linien der Verteidiger. Fast schon im Laufschritt kam Nîdanadh den Reihen der Verteidiger wieder näher. Kurz bevor er dort ankam hob er den Kopf und überblickte das Schlachtfeld. Danach drehte er sich zu Maedhros um und fragte: „Wo?“
« Letzte Änderung: 12. Feb 2016, 14:56 von Fine »

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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #1 am: 14. Jun 2008, 16:22 »
//Aus Sicht von Gwilwileth

Gwilwileth war zu spät gekommen. Sie sah, wie sich Nîdanadh mit einer Gruppe aus einigen wenigen Waldläufern. von Orks umzingelt, immer weiter von der Verteidigungslinie entfernte. Sie wollte zu ihm gelangen, doch ihr Verstand sagte ihr, dass sie es nicht schaffen konnte. Nur weil diese Kraftwelle mich daran gehindert hatte schnell genug zu ihm zu kommen...Unglücklich darüber machte sie sich daran bei den Verteidigungslinien auszuhelfen. Schnell erkannte sie eine Stell an der die Orks die Übermacht zu gewinnen drohten. Binnen weniger Sekunden war sie dort angelangt und lies ihre Klingen durch die Luft sirren.
Bevor ihre Feinde merkten, fielen die ersten drei Orks getötet zu Boden.
Ohne zu stoppen lies sie ihre Klingen weiter durch die Reihen der Angreifer fegen. Doch schon schnell hatten die Orks sich wieder gesammelt und stellten sich dem neuen Feind.
Das Überraschungsmoment war verflogen und selbst Gwilwileth musste sich nun anstrengen nicht überrannt zu werden. Dennoch hielt nun die Verteidigung stand.
Plötzlich ertönten Rufe der Waldläufer um sie herum. Sie blicke auf und sah in die Richtung in die ihre Verbündeten deuteten. Ihr Herz machte einen Freudensprung, als sie sah, dass sich Nîdanadhs Gruppe wieder den Linien der Verteidiger näherte.
Sofort lies sie sich leicht zurückfallen, sodass sie nicht mehr an vorderster Front war und rannte zu dem Stelle, der sich Nîdanadh näherte. Als sie dort angelangt war erstarrte sie.
Nur wenige Meter trennte sie von der Gruppe von Nîdanadh, doch diese Meter wurden durch Orks versperrt.
Und Nîdanadh hatte aufgehört zu kämpfen und starte nun hasserfüllt Maedhros an. Was war dort nur vorgefallen?
Im nächsten Moment schlug Nîdanadh den Waldläufer mit einem einzigen Faustschlag nieder und rannte in die Entgegengesetzte Richtung und begann wie von Sinnen auf die Orks einzuschlagen.
Doch dieses Mal wollte sie nicht zu spät kommen. Gwilwileth atmete kurz ein und rannte dann los. Sie lies ihre Klingen auf die Orks neben ihr einschlagen, sodass keiner von ihnen auch nur daran dachte sie anzugreifen. So mähte sie sich durch die feindlichen Reihen, bis sie schließlich bei der Gruppe der Waldläufer angekommen war. Es waren nur noch Nîdanadh, sechs Waldläufer, die ihm verzweifelt den Rücken frei hielten und Maedhros, der langsam wieder zu sich kam. Gwilwileth bückte sich zu ihm und half ihm auf. Als er wieder stand fragte sie ihn: „Was ist passiert?“
« Letzte Änderung: 14. Jun 2008, 16:23 von Gnominator »

Gnomi

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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #2 am: 19. Jun 2008, 14:20 »
// wieder Nîdanadh... ab jetzt ist Vexor endlich wieder da =D

Nîdanadh glühte vor Zorn.
Er hatte ihn belogen. Maedhros, sein einziger Freund hatte ihn verraten. Hier waren keine wilden Menschen, nur Orks und eigene Soldaten. Maedhros wollte nur sein eigenes unwürdiges Leben retten.
Ohne darauf zu achten, was er genau tat erschlug er immer mehr Orks und mit jedem Hieb wuchs auch sein Zorn gegen den Waldläufer. Wem sollte er jetzt noch vertrauen? Er konnte niemandem vertrauen, jeder würde ihn verraten, so wie es Maedhros gemacht hatte.
Von Sinnen schlug er immer weiter auf die Orks ein und bemerkte nicht, wie die Waldläufer hinter ihm langsam immer weiter zurückfielen...

Vexor

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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #3 am: 19. Jun 2008, 18:58 »
Gwilwileth saß neben den, immer noch, benommen Maedhros. Er blutete aus der Nase und hielt sich die Hände vors Gesicht.
Sie streckte ihm die Hand hin und zog in mit einem Ruck nach oben. Die übrigen Waldläufer hatten sich in einem Halbkreis aufgestellt und verteidigten, so sie könnten, Gwilwileth und Maedhros.
Langsam mit faler Stimme antwortete er Gwilwileth:" Ich kann euch nicht die ganze Geschichte erzählen, da ihr sie von Nîdanadh selbst hören müsst. Nur soviel sage ich euch. Die wilden Menschen sind ein rotes Tuch für Nîdanadh. Er vergisst die gesamte Welt, Hunger und Schmerz wenn er nur die Möglichkeit hat ihnen Schmerz zuzufügen. Ich wollte seine Aufmerksamkeit auf mich lenken und habe ohne Vorsicht gehandelt."
Wilde Menschen?..Ein rotes Tuch... Ich verstehe nun Nîdanadhs gekränkte Seele besser, obwohl mir der Großteil noch verborgen ist.
"Wie geht es euch? Ist die Verletzung schlimm?", fragte ihn Gwilwileth mit matter Stimme, denn die Schlacht zehrte langsam an ihren Kräften.
"Mir geht es gut", antwortete Maedhros mit ernsten Gesichtausdruck," doch um das Wohl Nîdanadhs bin ich mehr besorgt. Er ist im Kampfesrausch und hat nicht mitbekommen, dass wir uns zurückziehen werden".
Ein Pfeile surrte an Maedhros Schlefe vorbei und bohrte sich Zentimeter tief in das weiche Erdreich hinter ihnenen. " Ich bitte euch, werte Gwilwileth-Dúlin, nun um einen Gefallen. Bringt Nîdanadh zur Besinnung. Ihr mögt ihn und auch er empfindet für sie mehr als Gleichgültigkeit, die er den meisten Menschen gegenüber an den Tag legt. Ich werde mich mit den übrigen Waldläufern nun zurückziehen und euch Rückendeckung geben".
Noch ein Pfeil ging Nieder und traf einen der Waldläufer direkt in den Kopf. Dieser ging wortlos zu Boden und in den Reihen der Verteidiger wurde es langsam hektisch.
Gwilwileth zog ihr Schwert und nickte in Maedhros Richtung, um ihn zu symbolisieren, dass sie verstanden hatte. Sie schob sich an den Waldläufern vorbei und enthauptete einen Ork mit einem Streich.
Sie sah sich um und sah, wie Maedhros sich gerade umdrehte um den übrigen Waldläufern den Rückzug zu deuten, als zwei Pechschwarzgefiederte Orkpfeile Maedhros in die Schulter und einer in die Kehle trafen. Er fiel um, wie ein abgehackter Baum, gerade, aber langsam.
Oh nein!..
Gwilwileth spurtete los, denn die brüllenden Orks rückten den Waldläufern auf die Pelle.
Mit einem Stoß durchborte sie mit der leichten Elbenklinge, auf die sich Blut, schwarz wie Tinte, gegelgt hatte, den Körper eines Orks.
Sie warf sich auf den Knie und merkte, dass Maedhros kaum noch atmete.
Die übrigen Waldläufern befahl sie, die beiden zu decken, da sie versuchen werde ihn zu verarzten.
Sie hob den Kopf, und blickte wieder umher.
Wieder ein Schrei! Aber keiner der geflügelten Nazgûl...Es war...es war... Nîdanadh...Die Orks haben ihn fast umringt.
Gwilwileth war nun den Tränen nah. Sie war überfordert. Zum einen konnte sie Maedhros nicht hier liegen lassen, aber zum anderen zog es ihr Herz zu Nîdanadh, denn diesen liebte sie und eben jener war in Gefahr. Ihre Gedankengänge wurden jeh unterbrochen als Maedhros röchelnd und hustend anfing zu sprechen.
"Gwil...Gwilwileth..i...i ch bitte dich-" er hustete und spuckte Blut," Ich bitte..dich, dass...du..auf Nîdanadh aufpasst...Ich weiß es klingt..kom...komisch, aber er hat eine schwere Vergangenheit und...ich sehe in dienen Augen, dass du ihn liebst oder wenigstens dein Herz zu ihm strebt...Lass ihn...nicht...nicht den Tod in der Abgestumpftheit erleiden."
Sein Kopf sackte nach hinten. Maedhros war verstorben. Gwilwileth schloß ihm mit den silbernen Handschuhen den Augen und sprach ein paar Zeilen eines elbischen Totengebetes.
Ich habe eine neue Aufgabe. Ich werde nun nicht mehr von Nîdanadhs Seite weichen!
Sie hörte ein seltsames Geräusch und drehte sich um. Die übrigen Waldläufer waren verschwunden und einer lag tot vor ihren Füßen. Anstatt schauten sie acht gefühllose Augen an.
Eine Spinne!...
Das Untier sah Gwilwileth an; Jene war unfähig sich zu bewegen, unfähig sich zu rühren.Der Schreck saß ihr in den Knochen.
Doch als das Getier ein seltsames Geräusch von sich gab, kehrten Gwilwileths Lebensgeister zurück. Sie parierte einen Angriff des mächtigen Kiefers der Spinne mit ihrme Schwert und stand blitzschnell auf.
Die beiden Kontrahenten gingen nun um Kreis, beide gespannt, wann der andere angreifen würde. Ein Feuer loderte in Gwilwileths Augen und die Spinne bewegte ihren abscheulichen Kiefer.
Die Spinne setzte zum Sprung an und warf die unvorbereitete Gwilwileth um. Das Untier lag nun über ihr und holte zum tödlichen Stich aus. Gwilwileth spannte ihre Beine gegen die faltige Unterseite der Spinne und zog ihren Dolch und rahmte ihn mit voller Wucht in eines der acht Beine. Die Spinne schrie auf und Gwilwileth konnte entkommen.
Pfeile schwirrten an ihrem Kopf vorbei, so dass sich ihr Haar kunstvoll im Wind bewegte. Sie trafen die Spinne im Hinterkörpfer.
Es ist noch ein Kleintier...Die Bauchseite ist noch ganz weich...Ein Stoß mit meinem Schwert und sie ist Tod.
Doch so einfach, wie Gwilwileth es sich vorgestellt hatte, war es nicht. Die Spinne warf sie wieder um und riß ihr dabei den Armschutz herunter. Gwilwileth blutete und war kurz bewegeungslos. Die Spinne reagierte blitzschnell und holte zum Hieb mit den Stachel aus. Schnell zog Gwilwileth den Arm weg, doch der Stachel streifte ihren Arm und hinterlies eine schmerzende Schürfwunde.
Gwilwileth ergriff ihr Schwert und verstezte dem Untier den Todestoß.
Wild zappelnd torkelte es durch die Reihen und überrante die Orks bis es schließlich sich einkringelte und starb.
Erst jetzt sah Gwilwileth die überwältigende Masse der Orks, die nun herangerückt waren und verzweifelt musste sie ansehen, wie die Örks die Leiche Maedhros geschändet hatte und jetzt auf sie zurannten.
Sie schrie Nîdanadh verzweifelt an, der immer noch im Kampfrausch Orks erlegte.
"Nîdanadh, komm endlich, bitte!"


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Gnomi

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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #4 am: 25. Jun 2008, 13:39 »
Nîdanadh fühlte sich deutlich besser, als er merkte, wie die Orks unter seiner Kraft zusammen brachen und einer nach dem anderen starb. Vielleicht hatte er Maedhros wirklich Unrecht getan, er hatte immer nur das Beste für ihn gewollt. Er drehte sich um und erkannte, dass er sich von den Waldläufern entfernt hatte und die Orks ihn umzingelt hatten.
Das ist also das Ende
Mit einem Schrei fing er wieder an auf die Orks einzuschlagen. Er spürte immer wieder, wie einzelne Schläge an seinem Kettenhemd abrutschten oder manche ihm auch die Haut aufschnitten, doch es war ihm egal. Er erschlug wieder einen Ork, der vor ihm stand und drehte sich um, um zu schauen ob ein Ork ihn von hinten angriff. Mitten im drehen stockte er.
Direkt vor sich stand ein Ork mit einer großen Axt, die schon zum Schlag ausgeholt war. Nîdanadh wusste es. Er konnte nicht mehr rechtzeitig das Schwert zur Verteidigung hochziehen.
Müde lächelte er auf. Das war also sein Ende... Doch der Ork schlug nicht zu. Ohne mit der Wimper zu zucken fiel er tot zur Seite. Verwirrt blickte Nîdanadh auf. Plötzlich spürte er einen leichten Luftzug während ein Pfeilhagel ihn knapp verfehlte und die Orks hinter ihm niederstreckte.
Er blickte zurück zu den Verteidigungslinien und sah, dass sämtliche Bogenschützen der Waldläufer in seine Richtung schauten und die Orks erschossen.
Gleichzeitig sah er wie Gwilwileth zu ihm schaute und hörte ihre Rufe, dass er kommen solle. Ein paar Sekunden zögerte er. Auf der einen Seite kamen die Orks. Ohne Rücksicht auf die gefallenen Kameraden rannten sie wieder auf ihn und die Verteidigungslinien zu.
Auf der anderen Seite war die Sicherheit.
Ich muss mich bei Maedhros entschuldigen, bevor ich hier sterbe.
Mit diesem Gedanken drehte er sich zu der schützenden Linie der Verteidiger und rannte los. Gerade als er zusammen mit Gwilwileth die Reihen der Verteidiger passierte ertönte ein greller Schrei. Wie vom Schlag getroffen fiel Nîdanadh zu Boden und blickte in die Reihen der Orks. Mitten unter ihnen erhob sich eine schwarze Gestalt. Was zum Teufel ist das? Kann das ein Nazgul sein? Hier?Er hatte das Gefühl, dass der Nazgul ihn direkt mit seinem unsichtbaren Gesicht anschauen würde. Langsam wurde ihm immer kälter, er spürte wie alle dunklen Erinnerungen in ihm wach wurden. Danach wurde ihm Dunkel vor den Augen.

Er stand in einem Wald, den er nur allzu gut kannte.  Es war der Wald um Bree.
Unsicher machte er ein paar Schritte nach vorne. Im selben Moment versank die Sonne hinter den großen Bäumen und Dunkelheit legte sich über das Land. Verwirrt blickte er sich um, wie kam er hierher? Plötzlich ertönte ein langer Schrei aus der Dunkelheit. Nîdanadh zuckte zusammen und rannte in die Richtung aus der der Schrei kam... Er erkannte die Stimme sofort. Immer schneller rannte er. Die tiefer hängen Äste schlugen ihm ins Gesicht, doch er merkte es kaum... er musste nur diese Person erreichen...Mehrere Minuten rannte er durch den Wald und die Schreie kamen nicht näher. Doch plötzlich lichtete sich der Wald und vor ihm war eine große Lichtung und an der anderen Seite eine Straße. Dort sah er sie.
In der Ferne lag sie gefesselt und mit vor Entsetzen geweiteten Augen auf einem Wagen, der immer schneller von ihm weg fuhr. Er rannte so schnell er konnte, doch er kam nicht näher, immer wenn er schneller rannte fuhr der Wagen wieder schneller. Ohne Vorwarnung tauchte vor ihm ein Erdloch auf. Er strauchelte, verlor das Gleichgewicht und stürzte.
Doch er landete nicht wie erwartet auf dem Gras vor ihm. Er stürzte immer weiter, immer tiefer in eine Dunkelheit herab.

Bevor er aufschlug wachte er schweißgebadet auf. Er war wieder in dem Wald von Lothlorien. Als er aufblickte erkannte er, dass man ihn weiter hinter die Verteidigungslinien gebracht hat. Er blickte um sich und erkannte, dass um ihn ein paar wenige Personen standen. Drei davon identifizierte er als Waldläufer, zwei weitere waren Soldaten, die er nicht zuordnen konnte und die letzte Person, die direkt vor ihm kniete war Gwilwileth.
Schwankend stand er auf. Seine Beine drohten sofort wieder nachzugeben, doch er biss die Zähne zusammen und blieb stehen. Er schaute sich noch einmal um.
Wo war Maedhros?Er war doch sonst immer da.
Unsicher schaute er Gwilwileth an. „Wo ist Maedhros, ich muss mit ihm reden...“

Vexor

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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #5 am: 25. Jun 2008, 15:26 »
Gwilwileth war schlecht. Sie hatte das Bild noch nicht aus ihren Gedanken und ihren Geist verbannen können. Wie Ungolinath selbst nistete es sich in ihren Kopf ein und spann dunkle Netze aus bösen Erinnerungen und Bildern.
Sie hatte zugesehen, wie du Orks über Maedhros Leichnam hergefallen waren; wie sie ihm das Kettenhemd heruntergerissen und ihm Schwert, Schild und Helm genommen hatten.
Sie war daneben gestanden und hatte zugesehen. Wie die Bestien Maedhros Bauch auffetzten und Magen und Darm, wie nutzloses Material herausrissen und fraßen.
Das Blut tropfte ihnen von den Spitzen zähnen auf die dreckige Rüstung. Sie waren in ein wildes, grunzendes und abscheuliches Gelage verfallen und in Blutrausch verfallen schändeten sie seinen Körper. Sie durchschnitten Kehle und Pulsadern und sogen das Blut, wie Vampire der Nacht, aus seinen Adern. Augäpfel und Zunge wurden, wie Blumen aus der Erde, gerissen und verschlungen.
Gwilwileth stand daneben; sie konnte nicht handeln, sich nicht bewegen oder noch schreien. Sie zitterte vor Wut, vor Trauer vor bleicher Abscheu. Auf Hals und Wange hatten sich rote Flecken gebildet. Die Lider waren von Tränen verquollen und ihr Arm war nun an der Wunde, der Spinnen grün, rings herum lila geworden.
Doch das Kampfgeschehen setzte nicht aus und schön stürmten bis zu drei Orks auf Gwilwileth zu schlugen auf sie ein.
Einer hatte eine schwere Eisenkeule, die matt schimmerte. Schwarzes Blut klebte an seiner Oberfläche. Die anderen beiden waren mit Kursäbeln bewaffnet, aber schwach gepanzert.
Die Orks hatten von der bleichen Elbin nicht erwartet, dass sie reagieren würde und so verlor einer, der mit Krummsäbeln bewaffneten Orks, seinen Kopf.
Gwilwileth wurde schwarz vor Augen. Sie hatte die schwere Eisenkeule in den Magen bekommen. ALs die Keule auf das Metall ihrer Rüstung traf, erschallte ein dumpfer Ton, ähnlich dem Geräusch der Schmiede von Gwilwileths Vater in Imladris.
Sie stand da, für einige Sekunden regungslos, die beiden Orks sahen sich verdutzt an. Sie hatten erwartet, dass Gwilwileth bewusstlos sei, oder ihnen Parade bieten würde.
Doch schon in den Moment als sie ihren Gedanken abgeschlossen hatte, knickte Gwilwileth ein und sank zu Boden.
Sie spuckte Blut und dieses rann ihr auch aus den Mundwinkeln. Die Orks merkten, dass die Elbin schwach war und so töteten sie sie nicht gleich, sondern hatten ihren Spaß mit ihr.
Sie traten auf Gwilwileth ein, mit ihren eisenbeschwerten Schuhen, aber Gwilwileth spürte nichts. Sie war physisch, wie psychisch, wie betäubt und wäre ein Mumakil über sie getrampelt wäre, sie hätte nichts gespürt.
Einer der Orks griff sie unsanft an den Haaren und fuhr mit seinen Säbel über die reine Haut der Elbin. Die rostige Klinge hinterließ einen schmutzigen Strich auf ihrer Wange; Er sprach zu ihr in seiner schwarzen Sprache, während er über ihre Narbe fuhr," Schau dir das an. So hilflos und schön liegt die edle Elbenfrau hier am Boden."
Er spuckte ihr ins Gesicht und fügte ihr einen leichten Schnitt im Gesicht zu.
Der stinkende Körper des Orks sackte auf Gwilwileth nieder und der andere gab einen kurzen, aber lauten Schrei von sich. Der Körper würde herunter gezogen und Gwilwileth wurde eine Hand entgegengestreckt.
Vor ihr stand ein Mann in heller Kleidung mit weißblonden Haar; es war Celeborn, der ihr geholfen hatte. Er drückt Gwilwileth ein Bündel Kräuter und eine kleine Flasche mit Flüssigkeit in die Hand und verschwand gleich wieder.
Dannach ging für Gwilwileths alles sehr schnell. Sie sah Nîdanadh auf sie zukommen und hörte den Schrei des Nazgûls. Dann sah sie, wie Nîdanadh Unmächtig wurde, und sie sich in die hinteren Reihen zurückgezogen haben.
Ich habe ja noch das Bündel und das Fläschchen von Celeborn.
Sie entpackte das Bündel und sah darin ein paar Kräuter darinnen. Ohne darüber nachzudenken nahm sie ein paar Kräuter kaute darauf und spülte sie mit der milchigen Flüssigkeit herunter. Die Flüssigkeit schmeckte zuerst kalt und heiß, scharf und süß, und abscheulich und dennoch hervorragend.
Ihr ging es sofort besser, aber bevor sie über die Wirkung der Kräuter und das Plötzliche Auftauchen Celeborns nachdenken konnte erwachte Nîdanadh.
Sie nahm seine Frage war und ihr wurde wieder schlecht. Die Bilder tauchten wieder auf, aber dann entschloss sie sich doch ihm zu antworteten.
„ Nîdanadh ich hoffe dir geht es gut? Ich muss dir etwas Schreckliches sagen. Meadh....Maedhros ist...er ist...Nîdanadh...er ist tot. Doch ich soll dir sagen, dass er dir nicht böse ist und du nicht schuld bist.“
Sie streichelte ihn kurz und zart über die Wange bevor sie ihre Hand wieder in ihren Schoß legte.


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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #6 am: 28. Jun 2008, 00:21 »
Nîdanadh blieb ein paar Sekunden regungslos stehen. Tot? Maedhros?
Langsam begann er zu realisieren, was er da gerade erfahren hatte. Er lies sich wieder zu Boden sinken. Nichts war mehr von dem Krieger, der vor wenigen Minuten noch gekämpft hatte geblieben.
Maedhros war tot und er war Schuld daran...Nîdanadh hatte nur diesen Gedanken im Kopf.
Hätte ich ihn nur nicht angegriffen, er würde noch leben... Es war doch noch nur ein  Kampf wie jeder andere auch gewesen, warum hätte es dieses Mal sonst für Maedhros so anders verlaufen sollen, als in den letzten Kämpfen?Langsam sank er zu Boden und sackte dort leblos zusammen. Der Lärm des Kampfes verschwand langsam und sein Blick trübte sich. Er sah sich selber wieder, wie er voll von Zorn seinen Freund niedergeschlagen hatte. Ohne einen Ausdruck in seinen Augen starrte er auf das Gras unter ihm, doch sah auch dort immer wieder, wie er seinen Freund verraten hatte... Ja, verraten, ich habe ihn verraten... Er wusste nicht wie lange er so da saß, für ihn waren es Stunden gewesen, die er so da saß.
Schließlich stand er auf, er konnte nicht mehr zwischen diesen Leuten sitzen, er musste weg von hier, weg von dem Ort Maedhros gestorben war. Er hob seinen Kopf wieder und starrte die Personen an, die um ihn standen. Es waren weniger geworden, vor ihm kniete Gwilwileth und etwas weiter hinten standen noch ein Waldläufer und die zwei ihm unbekannten Soldaten. Als er sie anblickte starrten die drei sofort zu Boden und niemand traute sich ihn anzuschauen. Danach wendeten auch sie sich um und ließen Gwilwileth und Nîdanadh allein.
Nîdanadh hatte jede Art von Körperspannung verloren. Seine Arme hingen schlaf von seinem Körper herab.
„Warum...“ flüsterte er leise. „Warum musste er sterben... warum hat es nicht mich erwischt, ich hätte es noch mehr verdient, als jeder andere. Mein Leben ist wertlos...“
« Letzte Änderung: 28. Jun 2008, 00:25 von Gnominator »

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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #7 am: 28. Jun 2008, 13:27 »
Gwilwileth war in Gedanken versunken und so merkte sie nicht, wie der Waldläufer und die zwei Soldaten verschwanden.
Soviel Grausamkeit und Tod...Die Orks haben seinen Körper....sie haben ihn...ihn..
Ihr wurde wieder schlecht und sie hielt sich die Hand vor den Mund, um  den Brechreiz zurückhalten.
Sie hörte Nîdanadh leise flüstern.
Mein Leben ist wertlos?....Wieso denkt er das?...Jetzt verstehe ich, das meinte Maedhros damit.
Sie strich sich langsam das rote Haar hinter die spitzen Ohren. Alle Geräusche des Kampfes wurden ausgeblendet. Es war, wie wenn Gwilwileth unter einer Glaskuppel steckte und jeglicher Ton prallte an der Kuppel ab. Sämtliche Geräusche, selbst die grausamen Schreie der Neun, die sich noch immer zwischen den Reihen der Kämpfenden aufhielten, um Angst und Schrecken zu verbreiten.
Plötzlich stand Gwilwileth auf und umarmte den  vor sich hin flüsternden Nîdanadh, der sich von nichts unterbrechen lies und scheinbar in eine Art Singsang verfallen war.
Sie drückte ihn fest und sie spürte sein Herz in der Brust pochen und ihr um ihr eigenes wurde Gwilwileth warm.
Die Welt glitt an ihnen vorbei und lange verharrten sie so. Dennoch regte sich Nîdanadh nicht, weder sich wehrend, noch die Geste erwidernd. Doch hatte Gwilwileth dies auch nicht erwartet.
Sie flüsterte ihm leise ins Ohr mit solcher süßer Stimme, die nur die Elben zu sprechen vermochten. Ihre Stimme klang, wie Blütenhonig aus  fernen Ländern, aber auch schwer und edel, wie blutroter Wein in einer warmen Sommernacht; Wie ein Orchester war ihre Stimme, leise und schmeichelnd, doch zugleich pompös und liebevoll.
„ Es war nicht deine Schuld! Ich half ihm auf und wir machten uns auf den Weg in die hinteren Reihen, als Orkpfeile Rücken und Hals durchbohrten. Es wäre so und so geschehen, denn das war sein Schicksal. Ich weiß es ist nicht leicht zu akzeptieren und niemand verlangt dies. Doch musst du ihn gehen lassen und es wäre nicht sein Wunsch gewesen, dass du dich mit Schuldgefühlen quälst und dein Leben lang die Schuld bei dir suchst.“
Sie sah ihm lange in die braunen Augen, die soviel Leid und Trauer beherbergten, dass Gwilwileths Gemüt für einen kurzen Moment getrübt wurde; Sie wandte den Blick von ihm ab und küsste ihn kurz auf die Wange und flüsterte kaum wahrnehmbar, „ Ich passe jetzt auf dich auf“.
Damit löste sie die Umarmung und bot Nîdanadh, der nun aufgehört hatte vor sich hin zu reden, ein paar der Kräuter und die kleine Glasflasche an.
„ Nimm ruhig, es sind Elbenkräuter vom Herrn Celeborn persönlich.“ Sie lindern den Schmerz und geben dir neue Kräfte.
Nîdanadh regte sich immer noch nicht, aber Gwilwileth brach die Geste nicht ab, denn selber war sie nicht ganz bei der Sache und dachte lange nach und so kam ihr die Situation kurz vor.
Ich war die letzten Jahre nie für jemanden verantwortlich, fühlte mich nirgends daheim und jetzt? Es gibt jetzt so viele um die ich mir Sorgen machen muss. Um Galadriel, um Celeborn, um Jutan und jetzt auch um Nîdanadh. Ich hoffe so sehr, dass es Jutan gut geht...Vielleicht hat er die Schlacht gar nicht miterlebt und versteckt sich irgendwo in den Häusern bei Caras Galadhon...und Galadriel?.. Haben sie und die zwei Zauberer die Magie des Hexenkönigs zurückgedrängt. Auch Celeborn muss es geschafft haben, denn ohne seine Hilfe wäre ich jetzt schon tot.
Unbewusst fuhr sie erst über ihre alte Narbe und danach über die frische Schnittwunde, die ihr der widerliche Ork zugefügt hatte. Es brannte und frisches Blut trat aus der Wunde, aber Gwilwileth nahm es nicht wahr. Sie dachte wieder an ihren Vater.
Bist du stolz auf mich Vater? Habe ich dir, oh du Drachentöter, Ehre gemacht? Ich hoffe es so sehr. Auch euch Celebrian, Elladan und Elrohir werde ich rächen, aber bei dieser Schlachte habe ich die Ehre meines Vaters wiederhergestellt.
Gwilwileht strahlte und auch Nîdanadh regte sich wieder.
« Letzte Änderung: 28. Jun 2008, 13:45 von Vexor »


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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #8 am: 17. Jul 2008, 20:00 »
Jeder der ihm Nahe gewesen war tot. Er war ein Fluch für alle, dessen war er sich sicher. Lange redete er sich diesen Gedanken ein, so lange bis er fest entschlossen war sich niemals wieder jemandem anzuvertrauen. Ganz ins ich versunken merkte er nicht, was um ihn herum passierte. Nach einer schier endlosen Zeit blickte er schließlich mit glasigen Augen auf. Er sah Gwilwileth direkt vor sich mit einer Glasflasche, die sie ihm anbot.
Sie sagte irgendwas, doch er verstand nur irgendetwas mit „Elbenkräutern“, weil seine Gedanken noch weit in der Ferne waren. Zitternd streckte er seine Hand aus und packte ungeschickt die kleine Flasche. Langsam trank er ein paar Schlucke und gab Gwilwileth die Flasche zurück. Die ganze Zeit über lächelte sie ihn an.
Er wandte sich von ihr ab. Er wollte niemanden sehen, der lächelt, nichts das ihn aufhören könnte.
Unsicher stand er auf und lief lautlos immer weiter von dem Schlachtfeld weg. Er wollte nichts mehr von dieser Schlacht wissen. Sollten die Orks sie doch gewinnen. Die einzigen Personen, die ihm jemals wirklich viel bedeutet hatten waren Tod.

Er wusste nicht, wie lange er lief, ebenso wenig wusste er wohin er lief. Sein Weg führte ihn nur immer weiter in den Wald hinein, weg von dem Schlachtfeld.
Immer wieder sah er sich, wie er Maedhros niederschlug und sofort danach, wie Miluiwen verschleppt wurde. Gwilwileth hatte zwar gesagt, dass er unschuldig sei, doch woher sollte sie es wissen?
Nichts konnte er mehr wahrnehmen, was wirklich war. Er versuchte sich auf den Weg zu konzentrieren, doch er sah nur die Schatten seiner dunklen Vergangenheit. Auf einmal trat er gegen eine Wurzel und stürzte zu Boden. Reglos blieb er liegen während ihm langsam die Tränen über die Wangen liefen.

Vexor

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Re: Nîdanadhs und Gwilwileths Sicht der Dinge in der Schlacht
« Antwort #9 am: 21. Jul 2008, 18:58 »
Gwiliwleth saß da und starrte den Fleck an, an dem gerade noch Nîdanadh gesessen hatte.
Er ist einfach so los gestürmt. Habe ich etwas Falsches gesagt?
Sie saß verunsichert da und ein plötzliches Gefühl von Kälte überkam sie.
Alleine...Wieder sitze ich allein hier; Allein mit meinen Gedanken...alleine...all ein.
Niemand ist für mich da. Celebrían gegangen, mein Vater gegangen, Elladan und Elrohir gegangen...Vielleicht ist es Zeit zu gehen? Welch Zweck hat das Leben für mich noch.
Gwilwileth rührte sich nicht. Sie kniete im feuchten und kalten Boden und starrte in die Wälder. Tränen liefen ihr übers Gesicht und ihre tiefblauen Augen waren rot unterlaufen.
Ich zeige sie wieder...Die erbärmliche Schwäche...schwäche, etwas was ich vor Jahren aufgeben wollte. Diese Ländereien haben sie wieder zum Vorschein gebracht.
Immer noch rannen ihr Tränen übers Gesicht. Ihr rotes Haar, welches schmutzig und mit Laub besetzt war, hing freudlos herunter und verdeckte ihr Gesicht.
Gwilwileth wusste nicht, wie lange sie so gesessen hatte, als wäre sie in einen tiefen Brunnen des Selbstmitleids gefallen, der mit den grausamen Erinnerungen der Schlacht gefühlt war.
Jedoch kehrte nun langsam ihre Wahrnehmung zurück und Gwilwileth nahm wieder die Schreie der Soldaten und das Gebrüll der Orks war.
Sie wollte sich gerade wieder in die Schlacht stürzen, als ihre Nachtigall auf ihrer Schulter landete.
Und, wie als würde die Sonne nach langer Dunkelheit wieder scheinen, breitete sich Wärme in ihren ganzen Körper aus und sie hörte auf zu weinen, denn Galadriel sprach zu ihr.
„ Lass dir das Herz nicht schwer werden, mein geliebtes Kind. Es liegt nun nicht mehr an dir, die Dinge der Schlacht zu regeln. Du hast deinen Teil geleistet und solltest du dich, wider meiner Bitten, in den Kampf stürzen, so wirst du den sicheren Tod erleiden; und dies würde mir und Celeborn, das Herz im Leibe zerreißen. Doch eine Aufgabe hast du, denn ein Versprechen hast du geleistet, dass du erfüllen musst. Nun geh mein Kind erfülle dein Versprechen und vergiss nicht, dass wir dich lieben und du es nicht bereuen wirst, dass du dich auf deine Familie eingelassen hast.“
Familie...das bedeutet Familie...und meine Aufgabe ist es Nîdanadh bis zum Tode beizustehen...Maedhros zu Ehren....denn Nîdanadh gehört nun auch zu meiner Familie.Wie von einer Fremden Macht geleitet fand Gwilwileth Nîdanadh erstaunlich schnell.
Sie sah ihn kurz an, wie er schluchzend am Boden lag und beugte sich vor über und legte ihm die Hände aufs Gesicht und beruhigte ihn.
Dann nach richtete sie einen kleinen Hügel auf und stimmte ein Lied an, indem sie Maedhros Tod besang und ihn als Helden ehrte.
Als sie geendet hatte sah sie Nîdanadh an, der ihr nu zu nickte und half ihm auf die Beine.


Gwilwileth und Nînadadh zu den Heilhäusern Lóriens
« Letzte Änderung: 22. Feb 2016, 12:10 von Fine »


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