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Autor Thema: Heilhäuser Lothlóriens  (Gelesen 27136 mal)

Rabi

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #45 am: 22. Sep 2008, 21:27 »
Wogrin war bog sich gerade leicht über einen am Boden liegenden Elb, die eine Hand hatte er zu einer Faust geballt – mit der anderen hielt er den Elben gerade am Kragen fest, er war kurz davor dem Spitzohr mit der Faust ins Gesicht zu schlagen, doch dann hörte er hinter sich eine Stimme. Er drehte seinen Kopf zur Seite damit er aus dem Augenwinkel heraus die Person hinter sich erkennen konnte, leicht verschwommen konnte er einen Zwerg wahrnehmen, jedoch kannte er ihn nicht. Wogrin ließ den Elben los und überließ Thanderin seinem Schicksal, der alte Zwerg war sich ziemlich sicher dass sein zwergischer Freund die beiden Elben leicht alleine unter Kontrolle halten konnte, während er sich in ein Gespräch mit dem anderen Zwerg vertiefte.

„Ein Zwerg, hier in Bruchtal?“, Wogrin strich sich mit beiden Händen ein paar Mal über seinen langen weißen Bart der während der Schlägerei ordentlich zerzaust wurde. „Woher wisst ihr meinen Namen? Bin ich mittlerweile so eine Legende in meiner Heimat geworden dass mein Name dauernd in den Hallen wiederhallt?“, mit einem zufriedenen Grinsen strich sich der weise Zwerg weiterhin über den Bart und wartete gespannt auf eine Antwort seines gegenüber.     
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #46 am: 22. Sep 2008, 21:42 »
Maethor blinzelte verdutzt und sah Gwilwileth eine Weile nur schweigend an. Ihre plötzliche Freundlichkeit überraschte ihn, doch sie erleichterte ihn auch - er mochte von ihren Einstellungen bezüglich des Kampfes immer noch nicht viel halten, doch er war weder in der Verfassung noch in der Stimmung, erneut einen Streit mit ihr zu führen, der ohnehin kein Ergebnis bringen würde.

"Euer Angebot überrascht mich zwar, doch ich nehme es gerne an.", erwiderte er schließlich. "Je schneller diese Wunden verheilen und ich wieder die Herausforderung suchen kann, desto besser."
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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #47 am: 22. Sep 2008, 21:47 »
Er war es. Es war Wogrin. Einer der meistgeschätztesten Zwerge Thóndins Zeit. Thóndin war leicht nervös mit ihm zu reden. "Ja, so ist es, oder zumindest in meiner Familie. Ihr werdet hoch geschätzt in der Heimat."Wogrin gab ein leichtes Verlegenheitsgrinsen von sich. "Ich habe schon viele Geschichten über euch gehört, aber warum seid ihr in Lothlorien?"
« Letzte Änderung: 22. Sep 2008, 22:11 von König Thranduil »

Rabi

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #48 am: 22. Sep 2008, 22:36 »
Wogrins leicht verlegenes Grinsen löste sich in Luft auf als er Lothlorien hörte. „Was, habe ich richtig gehört, wir sind in Lothlorien?“, Wogrins Mimik wechselte beinahe ins bedrohliche und sein Schädel wurde plötzlich extrem rot, das Blut schoss ihm regelrecht in den Kopf. Thondin hob langsam seinen Arm und wollte ihn auf Wogrins Schulter legen um ihn zu beruhigen, doch als er seinen Arm langsam wieder senkte um ihn abzulegen, drehte sich Wogrin blitzschnell um und schritt auf die Elben und seinen Freund Thanderin zu. „Schluss jetzt damit!“, Wogrin brüllte regelrecht die Elben und Thanderin an, plötzlich blickten alle Menschen und Elben in Lothlorien auf den Zwerg, doch dieses Mal nicht mit enttäuschter und etwas zorniger Miene sondern eher mit erstaunter interessierter. Wogrin stieß den einen Elben von Thanderin weg, seinen Freund selbst riss er vom zweiten Elben fort und schmiss ihn hinter sich. „Wir sollten uns nicht bekämpfen! Wir haben doch einen gemeinsamen Feind, wir sind die Verbündeten Mittelerdes, warum bekämpfen wir uns gegenseitig wenn doch die viel größere Bedrohung wo ganz anders auf uns wartet! Also lasst es endlich sein, schließen wir wieder Frieden und kämpfen endlich wieder Seite an Seite!“, Wogrin warf den beiden verwundeten Elben noch einen schnellen, vernichtenden Blick zu und drehte sich dann wieder um zu Thondin.

„Ich hoffe die lassen uns jetzt in Frieden.“, Wogrin warf noch schnell einen Blick über die Schulter um sich zu vergewissern dass Thanderin nicht vielleicht wieder über einen der Elben herfallen würden, sowie es in seinem Gemüt lag, oder eventuell sogar die Elben noch einmal zurückkommen würden. Doch alles verlief genau so wie er es wollte, die Elben starrten die beiden Zwerge, nun vorallem Wogrin, zornig an und gingen zurück in eines der Heilhäuser. Als er wieder nach vorne zu Thondin blickte, wollte dieser gerade sein Wort erheben als Wogrin ihn wieder unterbrach: „Ihr hättet dass mit Lothlorien nicht früher erwähnen können, dann hätten wir uns diese ganze Schmach ersparen können.“, Wogrin ballte vor seinem Gesicht eine furchteinflößende Faust. „Aber..“, versuchte der fremde Zwerg einzulegen, doch Wogrin ließ ihn einfach nicht zu Wort kommen. „Diese ganzen Schmerzen, dieser ganze Streit, wir hätten es uns alles ersparen können. Alles...“, doch als sein alter Freund Thanderin Wogrin plötzlich anstieß und ihm einen bösen Blick zuwarf, verstummten seine Worte langsam in ein böses Brummen bis man schließlich gar nichts mehr hören konnte.

„Also sprecht mein Freund.“, fing Thanderin zu sprechen an, damit es endlich zu einer Diskussion kommen würde, denn Wogrin war nun zu sehr in seine Gedanken und seinen Zorn vertieft um noch einen vernünftigen Satz heraus zu bekommen. „Àlso ihr seid Wogrin, ich habe schon viele Heldentaten von euch gehört, doch ich hätte mir euch anders vorgestellt.“, wieder einmal unterbrach der mürrische Zwerg die Worte seines gleichen und ballte eine Faust vor seinem Gesicht, hinter der Faust konnte man nur noch ein böse dreinblickendes Zwergengesicht erkennen. „Nein, nein, nein... Werter Wogrin, ich meinte es im Guten.“, die Faust und der Gesichtsausdruck verloren langsam wieder an ihrer Stärke. „Doch lasst mich zu meinem eigentlichen Grund zurückkommen, warum ich euch aufgesucht habe.“, Wogrins Gesicht war nun wieder bleich, das Blut hatte sich wieder im gesamten Körper verteilt und seine Faust war auch schon wieder ganz nach unten gesunken, endlich hatte er sich beruhigt und war wieder fähig für ein richtiges Gespräch. „Vielleicht kennt ihr ja meinen Vater, Thórondin, er hat mir viel von euch erzählt.“, Wogrins Augen wurden plötzlich riesig, sein Mund formte sich zu einem riesigen Lächeln und plötzlich stieß er ein gewaltiges, typisch zwergisches, Lachen. „Du bist also der Sohn Thórondins! Na dann müssen wir gleich auf einen Schluck Met gehen mein Freund.“, Wogrin stellte sich neben Thondin und legte seinen linken Arm hinter seinem Kopf herum, sodass sie auf der linken Seite wieder herunter hang. „Verrat mir deinen Namen Junge, damit wir die Förmlichkeiten hinter uns haben.“ Mit dieser Reaktion hatte nicht einmal Thondin gerechnet, zuerst musste er überlegen was er nun eigentlich sagen sollte, er dachte gut über seine nächste Wortwahl nach, und antwortete dem weisen Zwerg schließlich: „Ich bin Thondin, wie gesagt Thórondin  Sohn. Er hat mich geschickt, um euch um Hilfe zu bitten.“, Wogrins gute Stimmung verging abermals von einer Sekunde auf die andere und er ging wieder ein paar Schritte von Thondin weg. „Also Thondin, was ist geschehen? Sind die Dunklen Streitmächte über unsere Heimat hergefallen?“, Wogrins Blick durchstieß fast die Gedanken Thondins, dieser wieder, sehr nervös, versuchte eine Antwort zu geben.       
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #49 am: 22. Sep 2008, 23:19 »
Thóndin war überrascht über die Reaktionen des Zwerges, doch er fand ihn sympatisch. Nach gutem überlegen was er jetzt sagen sollte übernahm er schließlich eine ernsthafte Mimik. "Der Met muss noch warten. Als ich vor genau 4 Tagen losbrach um die Eisenberge zu besuchen und dort alte Bekanntschaften zu treffen, wanderte ich den Eilend Süd-Westlich entlang. Als ich an den Einlauf des Carnen gelang, graute es mir."
Die beiden Anderen Zwerge lauschten interessiert zu.
"Ich sah eine riesige Armee Rhûn-Soldaten, sie sammeln sich.Denn ich bezweifle nähmlich das sie schon wieder so stark sind um einen erneuten Angriff zu wagen. Ich dachte es wäre die beste Idee hierher zukommen und um beistand zu bitten."

"Wisst ihr was Jungs?" fragte Thanderin der sich nach Alkohol besann.
"Sicherlich weis ich was." Sagten die Andern fast gleichzeitig.
"Wie wäre es darüber in Ruhe bei einem oder auch zwei Krügen Met nachzudenken?"
Die Sache war schon zu dem Moment beschlossen als Thanderin die letzten Buchstaben über seine leicht angetrockneten Lippen brachte.
Als der Neuankömmling seinen ersten Schluck zu sich nahm, stellte er kurz daruf die frage:
"Was denkt ihr? Was sollen wir tun?"

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #50 am: 23. Sep 2008, 15:14 »
Alvias' Start:

Schwert, Bogen, Pfeile, Tasche mit Zeichenkram, Ring. Den neuen Umhang habe ich schon an, Rüstung auch. Lembas werde ich gleich bekommen
Alvias überlegte, ob er alles hatte, um zum Erebor zu reisen. Er sah sich ein letztes Mal in dem Zimmer um, das seit dem Ende der Schlacht seinens war. Noch einmal würde er hier nicht hinkommen. Dann hob er die zweite Tasche mit einer Decke und ein paar Kräutern der Heiler auf, hängte sie sich um.
Er verließ das Zimmer, verabschiedete und bedankte sich bei seiner Heilerin, die ihm tatsächlich ein Bündel Lembas in die Hand drückte, welches Alvias sofort in seiner Tasche verschwinden ließ.
Nachdem er die Heilhäuser hinter sich gelassen hatte, machte er sich auf, um den Wald in nördlicher Richtung zu verlassen.
Er ließ es sich aber nicht nehmen, vor seiner Abreise noch einmal bei Rúmil und Orophin verbei zu schauen.


Alvias weiter ins Tal des Anduin
« Letzte Änderung: 11. Aug 2016, 11:29 von Fine »

Rabi

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #51 am: 23. Sep 2008, 20:12 »
Wogrin blickte seinen neu gewonnen Freund genau an, er war sich nicht ganz sicher, auch wenn es einer seiner Art war, er war jung und höchstwahrscheinlich sehr unerfahren, er wusste nicht genau ob er diesem Jungspund vertrauen konnte, dass musste er erst unter Beweis stellen... und da gab es bei Wogrin nur eine Lösung. „Ich würde vorschlagen, wir machen uns jetzt noch keine großen Gedanken darüber.“, schwer schaffte es Wogrin nur diese Worte über seine Lippen zu bekommen, denn in seinen wahren Gedanken war er bei seiner Heimat mit Wahnvorstellungen der Zerstörung und Vernichtung von ihr. Doch er wusste schon genau was er zu tun hatte, doch er würde es dem Zwerg ihm gegenüber erst verraten wenn er seine Prüfung bestanden hatte. „Wir trinken jetzt erst einmal gemütlich ein paar Gläser Met und danach können wir uns Gedanken machen.“.

Wogrin konnte in Thondins Gesicht einen wahrhaft schockierten Blick feststellen, doch er ignorierte ihn einfach und forderte ihn mit seinem nächsten Satz zu einem „Duell“. Immer wieder bestellte Wogrin ein Glas Met nach dem anderen, immer weiter, dass war seine Prüfung.
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #52 am: 23. Sep 2008, 21:01 »
„Ein Trink-Duell?“ fragte Thóndin.“Meinetwegen, warum nicht?“
Warum ein Trinkduell zu dieser Stunde. Das versteh ich nicht.
Die beiden älteren Zwerge erzählten ihre Heldengeschichten die aus Thóndins Sicht aus längst vergangenen Tagen stammen zu schienen und währenddessen sie dies taten lauschte er aufmerksam zu und trank ohne Pause weiter. Zwischendurch konnnte man immer wieder die Worte: „Da geht noch was.“ herraushören...
„Noch bin ich nicht am Ende.“ sagte er halblachend nachedem er seinen 4. Krug Met zu sich nahm. Doch der Zwerg gegenüber schien nicht ganz bei der Sache zu sein, er dachte über irgendetwas nach. Irgendetwas über Thóndin. Doch es störte ihn wenig denn er dachte er mache sich Sorgen um seine Heimat. Thóndin schüttete nun sein 6. Krug zufrieden in sich hinein worauf Wogrin ein leichtes Lächeln von sich gab.
« Letzte Änderung: 29. Sep 2008, 22:21 von König Thranduil »

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #53 am: 26. Sep 2008, 14:58 »
Die Schüssel hielt Jutan zwischen seinen Beinen fest, während er mit dem Löffel in seiner Rechten die Suppe zu seinem Mund führte. Seinen linken Arm konnte er noch nicht richtig bewegen, ohne dass es ihm große Schmerzen bereitete. Die Kälte in seiner Wunde hatte bereits ein wenig nachgelassen, doch noch existierte sie darin. Gwilwileths Suppe tat gute Arbeit darin, seine Wunden zu lindern und zu heilen.
Nebenbei bemerkte er noch, wie Gwilwileth auch Maethor eine Schüssel von ihrer Suppe gab.
Sie hat sich wirklich große Sorgen um mich gemacht... Das nächste Mal sollte ich mich nicht in solch große Gefahr begeben. Ich scheine ihr wirklich etwas zu bedeuten.

Als er mit seiner Suppe fertig war, hatte sich Gwilwileth wieder an sein Lager gesetzt. Lächelnd sah sie ihn an. Jutan erwiderte ihr Lächeln und fragte sie, mit Kräftigerer Stimme als vorhin: "Wohin wird uns wohl dieser Krieg als Nächstes führen?"
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Ab heute Nacht ist jede Nacht Walpurgisnacht!

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #54 am: 26. Sep 2008, 15:28 »
" Ach, mein lieber Jutan, der Krieg hält nie bestimmte Wege ein, und so weiß man auch nicht wohin er uns führen wird", antwortete Gwilwileth mit sanfter Stimme," aber eins ist sicher, nämlich, dass Sauron noch nicht geschlagen ist, und sich an Lorien nur die Fingersptizen, und nicht die gesamte Hand verbrannt hat.
Galadriel wird auch bald eine Rede halten, und dann wissen wir mehr.
Aber momentan, ruhst du dich lieber aus."
Gwilwileth küsste ihn flüchtig auf die Stirn, und beobachtete nun Maethro, während sie Jutans Hand streichelte, beim essen.


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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #55 am: 1. Okt 2008, 17:49 »
"So schwer vorauszusehen, wie manche zu denken scheinen, sind die Wege des Krieges nicht", sagte Maethor zwischen zwei Löffeln Suppe. "Wir haben einen klaren Sieg errungen, und nun muss mindestens eine der beiden Seiten darauf reagieren. Menschen tendieren dazu, nach einer Schlacht mit solchem Symbolwert wie die, die hinter uns liegt, ungewöhnlich viel Mut zu fassen... ich rechne damit, dass sie bald einen Versuch unternehmen werden, das Land Rohans dem verwundbaren Mund Annatars zu entreißen.

Andererseits hat Annatar noch nie eine Niederlage auf sich beruhen lassen... er wird höchstwahrscheinlich bald einen neuen Angriff befehlen, und da bleiben ihm wenige Ziele. Entweder wird er erneut versuchen, die Elben Loriens oder Bruchtals zu vernichten, oder er wird seinen Zorn gegen die Zwerge wenden. Hinter dem Nebelgebirge gibt es wenig, das für ihn gefährlich ist, daher glaube ich nicht, dass wir dort mit Problemen rechnen müssen."

Er schwieg eine Weile, während er seine Mahlzeit beendete. Selbst er musste zugeben, dass die Suppe der Elbin ein ungewöhnlich starkes Gefühl der Stärke und Wärme in seinem zerschundenen Körper entfachte. Er musste sich eingestehen, dass er nach einem Streit wie dem, der zwischen ihm und Gwilwileth vorgefallen war, keineswegs überrascht oder gekränkt gewesen wäre, hätte sie sie ihm verweigert. Im Gegenteil hatte er Mühe gehabt, seine Überraschung zu unterdrücken, als sie über ihren Zwist so einfach hinweggesehen hatte.

"So oder so", sagte er nach einer Zeit, "eine Speise wie diese ist unschätzbar im Angesicht der Gefahr." Er setzte ein Lächeln auf. "Viele unterschätzen den Wert einer stärkenden Mahlzeit vor dem Konflikt. Ich selbst habe, dank meiner... vernachlässigbaren Kockünste gelernt, ohne auszukommen, doch eine Wohltat ist es dennoch."
« Letzte Änderung: 1. Okt 2008, 17:52 von Lord of Mordor »
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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #56 am: 1. Okt 2008, 18:26 »
Gwilwileth musste schmunzeln, denn sie erkannte die Geste, hinter Maethors Worten, den Streit von ihnen beizulegen.
Es war ein sinnloser Streit, und wir waren alle erschöpft und müde von der Reise.
" Wahrlich habt ihr Recht, was beide eure Aussagen betrifft. Und die Worte eines großen Kriegers sind sie", sagte Gwilwileth mit ehrenvoller Stimme.
Sie nahm sich den roten Pferdeschwanz und öffnete das Band mit einem Zug. Wie ein roter Vorhang legten sich die dünnen Haare fein um ihren nackten Nacken, und bedeckten ihre Schultern.
" Ich selbst weiß noch nicht wo mein Weg mich führen wird, aber habe ich neben Jutan, noch einen weiteren, um den ich mich sorgen muss."
Ihre Gedanken schweiften zu Nîdanadh, den sie einfach so stehen gelassen hatte. Schuldgefühle krochen in ihr hoch, aber andererseits würde er sie schon suchen kommen, wenn es nötig war. Sie musste jetzt erst einmal bei Jutan bleiben.
" Große Geschichten habt ihr mir erzählt von euren Taten ich würde gern mehr davon erfahren, wenn ihr erlaubt?"
Prompt nach diesen Worten hörte sie ein flattern und ihre Nachtigall setzte sich auf ihre Schultern. Sie fing an zu zwitschern, und es war wie Balsam führ ihre Ohren, nach den Schlachtschreien der letzten Tage.
" Ihr werdet euch vielleicht freuen zu hören, dass Galadriel bald eine Rede zu Ehrung der Siegreichen und Toten halten wird", sagte Gwilwileth strahlend, " aber ich wollte euch nicht in eurem Redefluss dämmen".
Damit setzte sich in den Schneidersitz, und lehnte sich an Jutans Matratze während sie auf Maethors Antwort wartete.


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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #57 am: 3. Okt 2008, 18:45 »
Entgegen dessen, was man nach seinem Ausbruch in ihrem vorherigen Streit hätte annehmen können, war Maethor es nicht gewohnt, über seine eigene Vergangenheit zu reden, insbesondere nicht im Detail - genau so wenig, wie er sich für gewöhnlich für die Vergangenheit anderer interessierte, abgesehen von den Teilen, die die Gegenwart direkt beeinflussten.

"Das einzige Ereignis meiner Vergangenheit, das heute noch eine Rolle spielt, war der Kampf, der mich meinen Arm kostete", sagte er schließlich. "Doch diese Geschichte ist lang, und ich will die Rede zu Ehren derer, die an meiner Seite gefallen sind, nicht versäumen. Sie sind es wert, dass man sich ihrer erinnert."

Damit erhob er sich mühsam. "Ein andermal jedoch werde ich euch gerne davon erzählen, wenn es euch tatsächlich interessieren sollte. Doch nun, lasst uns die Herrin des goldenen Waldes nicht warten lassen."
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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #58 am: 5. Okt 2008, 21:33 »
Miluinwen...
Allein der Gedanke an sie lies ihn den Schmerz von Maedhros Tod fast vollständig vergessen.
Wie wäre es wohl verlaufen, wenn sie noch da wäre? Wie würde sein Leben jetzt aussehen, wenn sie noch leben würde?
Langsam döste Nîdanadh ein und vertiefte sich immer weiter in die Erinnerungen an sie.
Der Mond war rund und erhellte den gesamten Wald.
Mitten in einem Wald saß er zusammen mit ihr vor einem beinahe heruntergebrannten Lagerfeuer.
Er musste nicht nachdenken, er erkannte alles sofort wieder. Es war ein Wald etwas nördlich von Bree gewesen. Sie waren so oft schon hier gewesen, immer dann, wenn sie alleine sein wollten. Vorsichtig drehte er den Kopf und schaute in die blauen Augen der Frau, die er so liebte. Vorsichtig legte er seinen Arm um sie, so zart, als ob er Angst hätte mit jeder noch so kleinen Berührung könnte alles verblassen und er würde wieder allein in den Wäldern Loriens sein.  Doch sie blieb und lehnte sich an ihn an. „Weißt du noch?“ fragte sie ihn schließlich langsam. „Damals, als wir uns das erste Mal gesehen hatten...“ Er musste lächeln. Natürlich wusste er es noch.  „Es war wie in einem Traum... so wie jetzt.“

Er wollte noch etwas hinzufügen, doch plötzlich durchfuhr ein Ruck seinen Körper.
Er schlug die Augen auf und sprang mit hasserfüllten Augen auf. Wer konnte es wagen hier seine Ruhe zu zerstören?
Er erkannte einen Menschen direkt vor sich. Doch er erkannte auch sofort, dass dies kein Waldläufer war, sondern einer von den Schwachen, von den Menschen, die sich selbst gegenseitig vernichten und die an seinem Unglück Schuld waren.  Mit einem hasserfüllten Flackern in den Augen stand er auf.
Er wollte gerade sein Schwert ziehen, als er einen in der Nähe rufen hörte: „Schnell, Galadriel will ihre Rede halten! Wir sollen alle zu ihr kommen.“
Nîdanadh blickte noch einmal zu dem Mann vor ihm, entschied dann aber, dass es ihm nicht helfen würde ihn jetzt anzugreifen. Irgendetwas zog ihn zu der Rede. Es war ein Gefühl, dass er schon lange nicht mehr gespürt hatte.
Nachdem er ein paar Waldläufer gefunden hatte folgte er ihnen bis zu dem Platz an dem Galadriel ihre Rede halten wollte...

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Re: Heilhäuser Lothloriens
« Antwort #59 am: 6. Okt 2008, 19:52 »
" Das ist sehr weise Herr, der mir immer noch nicht seinen Namen preisgegeben hat. Doch habt ihr Recht und wir sollten so schnell wie möglich zu der Stelle aufbrechen, wo Galadriel eintreffen wird."
Sie nahm eine Silberne Spange, die sie in einer Tasche hatte, und steckte sich ihr rotes Haar hoch. Es wirkte nicht streng, doch verlieh es Gwilwileth eine gewisse Würde und Ansehen. Ihr Narbe jedoch war nun deutlich zu sehen, aber sie verunstaltete das zierliche Gesicht der Elbin nicht, sondern verlieh ihr eine gewisse Abstraktheit, wie eine zerstörte Mühle auf einen vom gelben Raps erleuchteten Feld.
Sie richtete sich auf, und strich ihr Kleid glatt.
Sie sah, dass Maethor sich alleine aufgerichtet hatte, und eilte deshalb zu Jutan, und stützte diesem unter dem Arm.
Gemeinsam verließen sie das Lager, und schritten zu der Lichtung, wo eine große Menschenmenge bereits versammelt war.


Maethor, Jutan und Gwilwileth zu Galadriels Rede
« Letzte Änderung: 11. Feb 2016, 00:29 von Fine »


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