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Geschichtsthread
Linwe:
Zum einen sicher die von dir erwähnte, zum anderen zum beispiel auch die Homophobie.
Nur mal so am Rande, ich finde sie nicht gut, aber ich tolleriere sie.
Zum Beispiel Rom:
In der Blütezeit und dannach gab es in Rom homophobie, zuvor nicht.
Und wir sind im Moment in unserer Blütezeit, alle anderen Zivilisationen sind auch zugrunde gegangen, nach ihrer Blüteziet.
Sie haben, glaube ich, auch die Natur ein bisschen zu sehr ausgenutzt, sicher nicht so wie wir, aber trotzdem
kolibri8:
--- Zitat von: Thorin der Geblendete am 27. Jul 2015, 00:31 ---Ich habe mit Kirche ausschlißlich das Christentum gemeint und hier sind meine Beipiele nochmal und verzeihung, dass ich dieses wichtige Detail vergessen hab :)
politisch: Demokratie abgeschafft
Kriegsführung: Teilweise Sinnfreie zerstörung (damit mein ich nach einem Sieg alles was dort voher gelebt hat zu töten) und vergreifung an Zivilisten (Hexenverbrennung)
Lebensumstände: nicht gläubige wurden gefoltert/umgebracht was einen zu einem Christlich geprägten Leben gezwungen hat für die Menschen...
Wissenschaft: Leonardo Davinci und weitere Forscher!
Ich hoffe das stimmt was ich hier schreibe, sonst war der Geschiets untericht in der Schule zu nichts nütze! [uglybunti]
MFG
Thorin
--- Ende Zitat ---
Ich glaube wir haben in diesem Thread keinen Beistrag, die mehr negative Stereotypen übers Christentum enthielt, als diese.
Abschaffung der Demokratie? Welche Demokratie soll das Christentum abgeschafft haben? Die antiken Demokratien haben sich wunderbar selbst ohne Christentum abgeschafft, genauso wie die römische Republik sich selbst abgeschafft hat.
Im Mittelalter enstanden auf nichtstaatlicher Ebene sogar demokratieartige Strukturen trotz Christentum!
--- Zitat ---Kriegsführung: Teilweise Sinnfreie zerstörung (damit mein ich nach einem Sieg alles was dort voher gelebt hat zu töten)
--- Ende Zitat ---
Ich wüsste nicht das das irgendwas wirklich passiert ist. Gut die (heidnischen) Römer haben schonmal ein paar Völker vernichtet, wenn die zu gefährlich und rebellisch waren. Aber die christlichen Reiche des Mittelalters? Ganz sicher nicht. Und wenn du auf das Massaker in Jerusalem auf dem ersten Kreuzzug anspielst, das war ein Vorfall in Tausend Jahren, da kann man bei bestem Willen kein Muster rauslesen. Außerdem wenn man die Leute umbringt, die einem das Feld bestellen, denn die Meisten Menschen damals waren ja Bauern, dann verhungert man selbst, ist also keine gute Idee.
--- Zitat ---und vergreifung an Zivilisten (Hexenverbrennung)
--- Ende Zitat ---
Die Hexenverbrennung setze erst nach dem Mittelalter an, und ging mehrheitlich von weltlichen Gerichten aus. Vor geistigen Gerichten (wie die Inquisition) wurden Hexen meist begnadigt.
Ansonsten gab es natürlich Plünderungen, Vergewaltigungen und teilweise sicherlich auch Totschlag im Krieg, die hätte es aber auch ohne Kirche/Christentum gegeben.
--- Zitat ---Lebensumstände: nicht gläubige wurden gefoltert/umgebracht was einen zu einem Christlich geprägten Leben gezwungen hat für die Menschen...
--- Ende Zitat ---
Es gab die Mission durch das Schwert (Sachsenkriege, Kreuzzüge im Baltikum). Für die meisten Heiden hieß das aber, dass die sich mit Wasser begießen lassen und dan Jahwe in ihr Pantheon aufnehmen, neben Wodan oder Perkunas. Folter gab es damals für Gläubige wie Nichtgläubige, und hat weniger mit der Religion, sondern mehr mir einem anderen Rechtsverständnis zu tun. Damit ein Strafstäter bestraft werden kann musste er gestehen (so könnte er auch im Himmel absolution erfahren), wie das Geständnis letzten Endes zustande kommt, ist dabei unerheblich gewesen.
--- Zitat ---Wissenschaft: Leonardo Davinci und weitere Forscher!
--- Ende Zitat ---
Die Kirche hat nie oder zumindest für den Großteil des Mittelalters keine Wissenschaften unterdrückt.
--- Zitat ---Ich hoffe das stimmt was ich hier schreibe, sonst war der Geschiets untericht in der Schule zu nichts nütze! [uglybunti]
--- Ende Zitat ---
Welche Bewertung ich deinem Geschichtsunterricht beimesse sollte wohl klar sein [ugly].
--- Zitat von: (Palland)Raschi am 26. Jul 2015, 22:40 ---Solange allerdings das eigene Leben elend war, und sich nichts ändern konnte (Vorallem wegen der Ständegesellschaft), glaubte man gerne an das Leben ins Jenseits und die Kirche.
--- Ende Zitat ---
Ich hab dir eigendlich immer Recht gegeben Raschi, aber hier muss ich mal einhaken. Eine Ständegesellschaft gab es nicht (zumindest nicht so, wie man sie sich immer vorstellt, "Ständegesellschaft" ist im übrigen auch nicht identisch mit Feudalismus oder der Reichsschildordnung). Stände sind keine Kasten. Außerdem wurden die Stände in ihrer ursprünglichen Form (wie z.B. bei Adalbero von Laon) rein nach ihrer Funktion eingeteilt: In Krieger (Bellatores), Beter (Oratores), und Arbeiter (Laboratores). Sprich wenn man seine Funktion wechselte, wechselte man auch seinen Stand. Ministerialengeschlechte r und Maier sind im übrigen wunderbare Beispiele dafür, das man gesellschaftlich aufsteigen konnte. Die einzigen Hinweise die auf eine in Stände eingeordnete Gesellschaft hindeuten finden sich in Texten und von Priestern, die damit die Menschen auffordern sich ihrer Stände zu besinnen. Die soziale Wirklichkeit sah also anders aus.
(Vgl. z.B. Otto-Gerhard Oexle: Die funktionale Dreiteilung der "Gesellschaft" bei Adalbero von Laon. Deutungsschemata der sozialen Wirklichkeit im frühen Mittelalter.)
Gnomi:
--- Zitat ---Wie sollte so unendliches Wachstum möglich sein?
--- Ende Zitat ---
Kurzer Einwurf von mir:
es wäre theoretisch möglich. :P
Nehmen wir an, dass 100% quasi "voll ausgenutzt" ist.
Wenn man jetzt ein Wachstum hat, sodass du im Jahr n bei zum Beispiel 100*(1-1/n)% bist hast du für größer werdende n auch immer ein Wachstum, sodass du jedes Jahr immer wächst.
Jedoch halt irgendwann nur noch sehr wenig und hier gibt es dann Probleme, wo dann eben das andere, was ja genannt wurde reinspielt: Der Mensch will meeeeehr.
Aber theoretisch wäre so ein unendliches Wachstum möglich.^^
(Palland)Raschi:
Also erstmal hat Kolibri8 mir die Arbeit abgenommen, etwas zum obrigen Kommentar zu schrieben und richtig geantwortet ^^
--- Zitat ---Ich hab dir eigendlich immer Recht gegeben Raschi, aber hier muss ich mal einhaken. Eine Ständegesellschaft gab es nicht (zumindest nicht so, wie man sie sich immer vorstellt, "Ständegesellschaft" ist im übrigen auch nicht identisch mit Feudalismus oder der Reichsschildordnung).
--- Ende Zitat ---
Habe ich auch nicht geschrieben. Es hängt allerdings zusammen. Denn gerade im Mittelalter hieß Land zu besitzen auch Macht zu haben. Daran orentiert man sich natürlich auch bei der Einteilung der Stände.
Man kann natürlich theoretisch annehmen, diese seien funktionaler Natur, und das mag auch gedanklich richtig sein, dass ein schnelles Wechseln der Stände gewünscht war. Faktisch allerdings war der Austausch zwischen den Ständen recht selten und sehr schwierig. Gerade auch weil Land eben ein endliches Gut ist, und das Lehen relativ schnell erblich wurde, war beispielsweise der Wechsel in den Wehrstand höchst kompliziert.
Das dürfte auch das reiche Stadtbürgertum sehr gestört haben.
Ich habe wegen der theoretischen Möglichkeit des Wechsels ja auch nicht von Kaste geschrieben, wie man sie in Indien findet.
Gerade allerdings für die Mehrheit der Menschen, das heißt unfreie Bauern dürften diese Gedanken in sehr weiter Ferne gelegen haben.
Ich gebe allerdings zu, dass dies auch in der gesamten Neuzeit und teilweise auch darüberhinaus der Fall war.
Einzig die geistlichen Ämter waren gangbar, und vielleicht von Erfolg gekrönt.
Insofern wieder ein Punkt für die Kirche, der durchaus fortschrittlich war.
@CynasFan:
--- Zitat ---Ich weiß wirklich nicht, wann auch unsere "Zivilisation" untergeht, es könnte morgen sein oder in 1000 Jahren, aber der momentane Weg ist eine Eisenbahn die auf einen tiefen Abgrund zurast. Doch wie "Mutti" Merkel da schon einmal zu sagte: "Die Richtung ist alternativlos."
Frage: Warum dann wählen oder arbeiten oder lernen gehen?
Wenn es zur Katastrophe kommt und wir eh nur den Lokführer mit den Worten "Halt Kurs, gib Gas" neu "wählen" können, welchen Sinn haben dann Demokratie und Kapitalismus?
--- Ende Zitat ---
Frei nach Volker Pispers (dem derzeit ungekrönten König des Kabaretts) ;)
CynasFan:
@Gnomi
--- Zitat ---
--- Zitat ---Wie sollte so unendliches Wachstum möglich sein?
--- Ende Zitat ---
Kurzer Einwurf von mir:
es wäre theoretisch möglich. :P
Nehmen wir an, dass 100% quasi "voll ausgenutzt" ist.
Wenn man jetzt ein Wachstum hat, sodass du im Jahr n bei zum Beispiel 100*(1-1/n)% bist hast du für größer werdende n auch immer ein Wachstum, sodass du jedes Jahr immer wächst.
Jedoch halt irgendwann nur noch sehr wenig und hier gibt es dann Probleme, wo dann eben das andere, was ja genannt wurde reinspielt: Der Mensch will meeeeehr.
Aber theoretisch wäre so ein unendliches Wachstum möglich.^^
--- Ende Zitat ---
Theoretisch
Theoretisch wäre es aber ebenfalls möglich, dass man in ein Schwarzes Loch fliegen kann, der Mensch ohne Probleme und ohne Hilfsmittel am Meeresgrund des Challengertiefs (11KM unter der Wasseroberfläche) oderdass ich die Edain Mod 27.drei/dröfltl spiele (Übdrigens ne sehr schöne Version [uglybunti]).
Theoretisch ist fast alles möglich, die Praxis ist nur leider nicht so geduldig und schießt uns sehr oft quer.
@(Palland)Raschi
Es heißt vom besten zu lernen :D
Beziehungsweise vom zweitbesten für mich, mein absoluter Lieblingskabarettist ist und bleibt Georg Schramm.Gruß, CynasFan
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