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Geschichtsthread

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CynasFan:

--- Zitat von: Whale Sharku am 13. Sep 2015, 15:32 ---Warum sollte das moralisch relevant sein ob man jemanden mit einem Apache-Kampfhubschrauber tötet oder mit einem Küchenmesser?
--- Ende Zitat ---
Wo habe ich je von Moral gesprochen?
Moralisch gesehen, sind der Mörder, Massenmörder und Kinderschänder (die ich auf die selbe Stufe stelle) für mich auf der untersten Stufe die es überhaupt geben kann. Moral gilt da (meiner Ansicht nach) nicht mehr und man könnte höchstens noch davon reden, wie Effektiv (mit welcher Qualität) wurde gemordet.
Ob man etwa den Kannibalen von Rothenburg wie einen Ted Bundy von der Qualität/Effektivität und Grausamkeit seiner Tat behandeln könnte. Gibt da einen amerikanischen Psychologen (ich weiß gerade nicht mehr den Namen) der versucht mittels einer Skala die Grausamkeit eines Mörders zu ermitteln, das ist vielleicht möglich, aber der Moral entzieht sich ein derartiges Verhalten vollkommen.
Und bevor du fragst, Soldaten die töten halte ich für ebenso unmoralisch. Da bin ich ein kleiner verblendeter Idealist, der sich eine friedliche Welt ohne Waffen wünscht.
Gruß, CynasFan

kolibri8:
Das die Weltwirtschaftkrise dafür gesorgt hat, dass die Nazis an die Macht gekommen sind, habe ich nirgens behauptet:


--- Zitat von: kolibri8 am 13. Sep 2015, 15:00 ---
--- Zitat von: CynasFan am 13. Sep 2015, 13:35 ---[...]Putin muss man zumindest lassen, dass er, als er zum ersten Mal Präsident wurde, ein eigentlich zerstörtes und ausgebeutetes Russland vorfand, dass sich kaum von der Auflösung der Sowjetunion erholt hatte. Heute geht es vielen Menschen Russlands wieder sehr viel besser, sicherlich nicht allen und Kriminalität ist noch immer sehr hoch, aber zumindest konnte Putin die Situation seines Landes verbessern, hat also das getan, was er als Präsident tun soll(te).
--- Ende Zitat ---
Das kann man über Hitler vor Beginn des Krieges auch sagen. Nach der Weltwirtschaftkrise '29 hat er Deutschland innerhalb kürzester Zeit wieder zu einer Wirtschaftlichen Weltmacht aufgebaut, wir wissen heute zu welchem Preis. Für welchen Preis Putin Russland möglicherweise wiederaufgebaut hat, kann man noch nicht sagen. Vielleicht ist er auch ein wirtschaftliches Genie, ich weiß es nicht.

--- Ende Zitat ---

Weltmacht mag vielleicht etwas übertrieben sein, aber ich habe nur gesagt, das Hitler scheinbar (aus Sicht der Zeitgenossen wohlgemerkt) für einen offenkundigen Wirtschaftsaufschwung nach einer Krise (Weltwirtschaftskrise '29) gesorgt hat. Wie das genau funktioniert hat wissen wir heute. Und wir wissen auch heute, das der Wiederaufschwung bereits vor Hitler eingesetzt hat und wir wissen das es nicht lange gedauert hat. Aber alles Dinge, die wir heute wissen und der normale Bürger in den 1930ern nicht umbedingt wusste, der sah nur das es den Leuten scheinbar wieder besser geht, seit Hitler an der Macht ist.

Genauso wie Putin scheinbar für einen offenkundigen Wirtschaftsaufschwung in Russland nach einer Krise (Untergang der UdSSR) gesorgt hat. Da wäre natürlich die Frage ob Jelzin das nicht auch geschafft hätte, hätte er mehr Zeit gehabt, oder ob's nicht einfach ne natürliche Entwicklung war die einfach erst unter Putin eingesetzt hat.

Beide "Herrscher" wurden/werden von ihren Untertanen dafür geschätzt.
Es gibt nicht umsonst den Ausspruch, das wenn Hitler '39 gestorben wäre, wir ihn als Helden feiern würden. Genauso wird Putin jetzt in Russland gefeiert. Er hat der NATO politisch die Stirn geboten, verlorenes Territorium zurückgeholt und die Wirtschaft ausgebessert.

@Raschi, das Thema ist in gewisserweise Zeitgeschichte: Russland unter Putin/Kritik an Russland/USA usw. Oder sollte es zumindest sein. So hab ich es zumindest verstanden, als die Diskussion losging.

Whale Sharku:

--- Zitat ---Moralisch gesehen, sind der Mörder, Massenmörder und Kinderschänder (die ich auf die selbe Stufe stelle) für mich auf der untersten Stufe die es überhaupt geben kann. Moral gilt da (meiner Ansicht nach) nicht mehr und man könnte höchstens noch davon reden, wie Effektiv (mit welcher Qualität) wurde gemordet.
--- Ende Zitat ---

Okay also sind wir hier auf einer Ebene, auf der überhaupt kein logisches Kriterium zur Bewertung angewandt wird sondern du redest davon worüber du wie empfindest. So zu bewerten, wie man empfindet, hat nur mit einer allgemeingültigen Theorie der Menschenrechte und der Gerechtigkeit überhaupt nichts zu tun und ist stattdessen das krasseste Gegenteil.

Damit erübrigt sich die Diskussion also, was "Qualität" als sachliches Kriterium neben der "Quantität" zu suchen haben soll und wir sind wieder bei der Quantität als alleinigem Kriterium zur Ermittlung des schlimmsten Massenmörders aller Zeiten... zumindest solange bis jemand ein ernstzunehmendes Argument dagegen machen kann.

Natürlich können wir das Thema auch sehr gerne fallen lassen. Ich war einfach bloß neugierig, wovon die Rede war, und bin einem Themawechsel jetzt wo ich es weiß nicht abgeneigt.

(Palland)Raschi:

--- Zitat ---Moralisch gesehen, sind der Mörder, Massenmörder und Kinderschänder (die ich auf die selbe Stufe stelle) für mich auf der untersten Stufe die es überhaupt geben kann.
--- Ende Zitat ---

So ? Die Frau die ihren Mann im Schlaf (heimtückisch) vergiftet (ermordet), weil dieser sie mehrere Jahre schlägt und missbraucht steht also moralisch für dich auf unterster Stufe ?
Oder ein Mensch, der sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlt, und diesen Trieb auslebt, ist für dich auf unterster Stufe, obwohl er möglicherweise nicht gegen seine Neigung machen kann (wie es auch bei vielen anderen Neigungen der Fall ist) ?
Wieso ist jemand, der andere Menschen ausbeutet, um sich selbst zu bereichern auf der anderen Seite weniger verabscheuungswürdig ?

Ich denke, es ist immer eine Einzelfallbetrachtung angemessen, die auch die individuelle Vorwerfbarkeit berücksichtigt.

@kolibri8:
Dann wäre das Missverständnis geklärt.

Whale Sharku:

--- Zitat ---Ich denke, es ist immer eine Einzelfallbetrachtung angemessen, die auch die individuelle Vorwerfbarkeit berücksichtigt.
--- Ende Zitat ---

Amen. Eben eine sachliche Beurteilung, die sich um irgendeinen Wertmaßstab dreht (wie z.B. andere Leute nicht in ihrer Freiheit einzuschränken).
Dass es meistens nicht sehr reflektiert zugeht, wenn jemand von "Kinderschändern" redet, erkennt man schon am Wort.
Es ist mWn der einzige Kontext, in dem sich das moralisch komplett irrationale Wort Schande in seiner stärkeren Bedeutung in unserer Gesellschaft noch am Leben hält.

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