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Autor Thema: Galadriels Rede  (Gelesen 11061 mal)

Vexor

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Galadriels Rede
« am: 3. Okt 2008, 19:00 »
Maethor, Jutan und Gwilwileth von den Heilhäusern Lóriens
Wogrin, Thanderin und Thondin von der Siegesfeier
Aglareb und Aiwyn vom ehemaligen Schlachtfeld von Lothlórien


Galadriels Rede
Aus der Sicht Galadriels

Galadriel stand auf einem Balkon, der zu ihren und Celeborns Gemächern führte.
Sie hatte sich auf das Geländer gelehnt und beobachtete mit abwesendem Blick das Treiben auf den Straßen.
Der einkehrende Herbst hatte nun den Boden völlig in ein Farbenspiel aus kräftigen Rot, edlen Braun und matten Gelb verwandelt.
Wie sie aussehen, wie Ameisen, die unruhig anfangen ihr zerstörtes Nest aufbauen... oder besser gesagt, wie Bauern in einem Schachspiel, welches fast schon verloren war.
Galadriel war nicht pessimistisch, aber ihr war durchaus bewusst, dass der Sieg gegen den Hexenkönig ein verlustreicher Gewinn für die Guten war, aber ein verschmerzbarer für IHN.
Sie ließ ihre langen Finger über das mit edlen Stoffen verzierten Geländer wander, während sie unruhig auf und abging. Obwohl Galadriel Nenya nicht mehr offen tragen konnte, war sein Abdruck immer noch deutlich an Galadriels linken Ringfinger zu sehen. Wie ein klaffendes Mahnmal für die Überlegenheit Saurons und den baldigen Untergang Mittelerdes zeichnete es sich auf ihrer Hand ab.
Nenya lag nun bewahrt vor fremden Blicken und Händen in einer Schatulle in ihren Gemächern.
Ein eisiger Wind kam auf, und die uralten Bäume, die länger als Galadriel in diesem Wald verweilten, bogen sich gefährlich unter dem Windstoß. Galadriel fröstelte es, und plötzlich schauderte sie es, denn ein hämisches und grausames Lachen wurde mit diesem Wind mitgetragen, der diese Mal auch nicht aus Weste, vom Nebelgebirge, sondern aus Osten, jenseits der Schattengebirge.
Dies ist kein normaler Wind... Es ist eine Botschaft von ihm. Eine hämische Gratulation für unseren Sieg und eine Warnung zugleich, dass dies erst der Anfang war.
Galadriel verfiel in langes Schweigen und tiefe Konzentration, denn sie wollte ihren Blick gen Osten richten um zu sehen, was im Schwarzen Land vor sich ginge, aber die Macht Saurons schirmte ihren Blick ab und so verfiel sie in stumme Trauer.
Niemand kann sagen, wie lange sie so da stand, im Zwiespalt zwischen ihrer inneren Müdigkeit und dem Verlangen die nötige Kraft aufzubringen, um die Blockaden Saurons zu durchbrechen.
Eine Nachtigall landete auf dem hölzernen Geländer, und Galadriel blickte auf und musste lächeln. Sie riss sich aus ihrer Trägheit hinaus, und streckte dem Vogel ihre rechte Hand hin.
Der Vogel hüpfte mit einem Satz auf die Hand der weißen Frau, und schüttelte sein braunes Gefieder aus, und winzig kleine Wassertropfen fielen, wie reife Früchte im Herbst, von diesem ab.
Galadriel lachte laut auf, und sie flüsterte dem Vogel leise etwas zu, und entließ in wieder in die Lüfte.
Was würde ich nur dafür geben frei zu sein, wie ein Vogel. Ohne Verantwortung und nicht gefangen in dem großen Schachspiel, welches ER mit uns allen spielt.

Jäh wurde sie erneut aus den Gedanken gerissen als ihr Gemahl Celeborn den Balkon betrat. Auch er trug Zeichen der Schlacht, denn sein Haar hing freudlos und schlaff hinunter, und sein rechter Arm war einbandagiert. Seine Augen waren freudlos und müde, und nichts war mehr zu erkennen von dem edlen Herrscher und großen Schlachtenführer Celeborn.
Er ging auf sie zu und schlang die Arme um ihre schlanke Taille, und vergrub sein Gesicht in ihren Nacken, wo er sie sanft küsste. Für einen Moment bildeten sie eine Einheit, sie verschmolzen zu einer Person, vernahmen den Herzschlag des anderen, dachten die Gedanken des anderen, und fühlten die Emotionen des anderen.
Dieses Gefühl der Glückseligkeit hielt nur einen kurzen Moment an, bis erneut ein kalter Wind aufkam, dieses mal aber aus Westen, und ohne Gelächter des Dunklen Herrschers.
Galadriel wand sich aus seiner Umarmung, und legte ihm die Hände auf die Schultern.
„Liebster, ich habe Angst. Ich hab Angst uns alle in schreckliche Gefahr zu bringen, wenn ich ihnen nicht klar mache, dass dieser Sieg, nur ein kleiner Teil einer größeren Aufgabe war.,“ Ihre Worte überschlugen sich, denn plötzlich stieg Panik in Galadriel auf, die sie seit Jahrtausenden schon nicht mehr gefühlt hatte.
Celeborn schloss sie fest um sich, und ihr warmer Körper schmiegte sich an seinen.
„Ruhig, Liebste, ganz ruhig. Die Lebewesen Mittelerdes haben bis jetzt jedem Schatten getrotzt, der sich über sie ausgebreitet hat. Und auch du , du schönste aller Frauen, brauchst keine Angst zu haben. Deine Familie war es, die viel schlimmeren getrotzt hat, als IHM,“ sagte Celeborn mit ruhiger und einfühlsamer Stimme, und Galadriel merkte, wie die Panik wich.
„Nur habe ich ohne den offenen Besitz von Nenya bald keine Kraft mehr, solcher Willenstärke, wie der der geflügelten Schatten zu trotzden, geschweige dem IHM persönlich. Der Kampf mit dem Fürsten der Úlairi und die Zerstörung Dol Guldurs haben mich viel Kraft gekostet.“
„Niemand verlangt von dir, dass du dich erneut in einem Kräfteaustausch mit einem der Diener des Schwarzen Landes misst. Das Einzige, was das Volk nun von dir erwartet ist eine Rede, in der du die Gefallenen in der Schlacht ehrst und den Ausgang der Schlacht befeierst.“ Er machte ein kurze Pause und fuhr dann fort.“ Denn so hoffnungslos der zukünftige Weg auch wird, man sollte auch immer die kleinen Siege ehren, denn falls wir alle sterben können wir in unserer letzten Stunde noch daran denken, wie wir diese eine Schlacht gegen IHN gewonnen haben, und sie gebührend gefeiert haben.“
Galadriel erwiderte nichts auf Celeborns Worte, sondern gab nur ein kurzes Nicken von sich, und drehte sich wieder zum Geländer und starrte auf die arbeitenden Wesen dort unten.
Er hat recht. Wozu bin ich die Herrin des Goldenen Waldes wenn ich meinen Bürgern nicht einmal Trost und Mut spenden kann, wenn sie es nötig haben. Ich habe mich zu sehr auf meine eigenen Probleme konzentriert.
Sie drehte sich um, und küsste Celeborn innig auf den Mund, als Mithrandir den Balkon betrat, und angekündigte, dass sich nun die Meisten zur Rede eingefunden hatten.
Galadriel lächelte, nahm Celeborns Hand, und machte sich auf den Einwohnern Loriens und allen Flüchtlingen in den Lagern, neuen Mut zu geben, denn schon einst, war ein großer Schatten besiegt worden.

-

Galadriel war zusammen mit Celeborn und Mithrandir die große Treppe hinuntergestiegen, und war nun auf den Weg zu den Heilhäusern, wo die meisten Verletzten und Gesunden sich versammelt hatten um Galadriel in der Stunde des Triumphes zu hören.
Sie schritten über den bunten Waldboden, als Galadriel plötzlich stehen blieb. Sie hatte einen kleinen Garten entdeckt, wo alle möglichen Blumen wuchsen und gediehen. Sie beugte sich zu den Rosen hinunter, und vernahm ihren süßlichen, aber dennoch scharfen, Geruch. Ebenso atmete sie tief von Flieder und Tulpen ein, als sich wieder die alten Lebensgeister in Galadriel rührten.
Die Stunden, in denen sie mit den Hexenkönig gerungen hatte, und dann dafür gesorgt hatte, dass die schwarzen Zinnen und Grundmauern Dol Guldurs einstürzten, hatte sie alles Schöne verdrängt.
Gerade eben noch, war sie an einem Abgrund gestanden, und sie wäre fast gefallen, doch die Worte Celeborns und der Duft dieser einfachen Blumen hatten sie eindeutig wieder von dem Abgrund weggezogen, und sie zurück in den Goldenen Wald, ihre Heimat, getragen.
Sie erreichten eine Biegung, wo schon eine immense Menge an Elben, Menschen und Zwergen ungeduldig auf die Weiße Herrin wartete.
Im Schutz einer Trauerweide atmete sie tief durch, und sah sie noch einmal kurz um.
Überall sah sie die Banner Lóriens, aber auch vereinzelt den Weißen Baum Gondors, und das Pferd auf grünen Boden, welches das Zeichen Rohans war. Und an zwei oder drei stellen konnte sie auch die Flaggen des Erebor im Wind flattern sehen.
Sie verließ ihr Versteck im Wald, und trat nun für alle sichtbar, auf das Podest, wo bereits Celeborn, Mithrandir, Radagast, und Thranduil auf sie warteten.
Ein Jubel und Menschengeschrei ging von der Menge los, als das schönste aller Wesen, das sie je erblickt hatten das Podest betrat.
Trompetenschall ertönte, und die Elben fingen an ein Loblied auf die Herren der Wälder zu singen.
„Cenin i Herumor, Sámarya hanyenye
Oio mahta-mahtala, Cenien sanwenya
Ananta...Pahta i ando!
Ela i cá(le!)
Nenya sina
Corma ûhátima
I haryanye.“

Diese Worte vernahm man von allen Orten.

Galadriel lachte, und unterbrach den Gesang mit einem kurzen Heben der Hand.
Schlagartig wurde es still, und alle geblickten wie gebannt auf die Weiße Herrin.
„Meine Brüder und Schwestern“, fing sie an mit lauter, aber sanfter Stimme zu erzählen,“ viele Schlachten haben einige von euch geschlagen, und für einige war es die letzte. Gedenken wir in diesen Stunden des Triumphes auch den kleinsten unter uns, die ihr Leben für die Freiheit einer der letzten Zufluchtsorte vor dem großen Schatten, der uns alle erwartet.“
Sie schloss die Augen, und legte eine Schweigeminute für die gefallenen Männer und Frauen ein. Danach fuhr sie fort.
„Doch ebenso, wie den Toten Ehre gebührt, so gebührt auch den Überlebenden Ehre, die ihr Leben riskiert haben, und uns damit alle vor dem Untergang bewahrt haben.
Doch muss ich von euch ehrenvollen Männern und Frauen, jene besonders loben, die sich auf die riskante Mission begeben haben, sich dem Hexenkönig von Angmar zu stellen, und...“.
Sie zögerte einen Moment, denn über den wirklichen Tod des Hexenkönigs war nichts bekannt. Schon einmal hatte man ihn für tot gehalten, und öfters haben die Nazgûl erstaunliches Geschick im Überleben bewiesen. Danach erinnerte sie sich an die Worte ihres Ehemannes, und so setzte sie ihre Rede fort.
„...und er ist geschlagen.“ Tosendes Geschrei brach los, und Siegeshymnen für die tapferen Krieger wurden angestimmt, bis Galadriel erneut die Hand hob.
„ Vergesst, aber nicht, dass die Leute die auf dem großen Schlachtfeld ebenso zum Sieg beigetragen haben, wie die den Hexenkönig angegriffen haben.
Nun möchte ich mich, aber noch vor allem bei der Unerstützung Faramirs und der Zwerge aus dem Erebor, wie allen anderen Helfern, die jenes Verteidigten was nicht einmal ihre eigene Heimat ist.
Großen Dank spreche ihnen aus, denn in dieser Stunde der Hoffnungslosigkeit und der Zwietracht, ist ein Zusammenhalt zwischen den freuen Völkern Mittelerdes unabdingbar.
Ich möchte euch nicht den Triumph des Sieges nehmen, denn der Dunkle Herrscher wird nun in seinen düsteren Kammern sitzen und grübeln über den Mut, und die Entschlossenheit der Menschen, Elben und Zwerge. Doch war dies nicht die letzte Schlacht, der wir ausgesetzt sein werden.
Lothlórien ist fürs Erste sicher, und auch der Düsterwald steht vor der Befriedung, denn zusammen mit Mithrandir ist es mir gelungen, Dol Guldur zu zerstören. Der überlebende Abschaum floh in alle Richtungen und wird nun von den patrouillierenden Armeen aufgerieben.
Rohan, die Heimat der Pferdeherren, ist jedoch immer noch unter der strengen Regentschaft des Mundes Saurons. Auch die Gefilde westlich und östlich des Anduins stehen unter Kontrolle des Schwarzen Landes.
Doch lasst euch das Herz nicht schwer werden, und denkt daran, dass die Macht des Feindes nicht unermesslich ist, jedoch unser Mut und unsere Hoffnung ist es.
Schon mehrmals konnte der Schatten abgewehrt werden, und in diesen Zeiten war wir nicht immer einig, aber jetzt, ab dem heutigen Tag, werden wir gemeinsam kämpfen, und den Schatten ein für allemal ein Ende bereiten, und wenn wir dabei sterben, damit unsere Nachfahren in einem friedlichen Mittelerde leben können.
Ich hoffe und vertraue auf eure Unterstützung, wenn wir die schwierige Aufgabe die uns gestellt wurde vollenden. Also lasst uns nun gemeinsam daran arbeiten, unter dem Banner der Freien Völker, für unsere Freiheit, unser Leben, und unsere Geliebten.“
Als sie den Satz beendet hatte, ertönte tosendes Geheul, und alle Versammelten begannen die Freien Völkern Mittelerdes hochleben zu lassen, und bezeichneten sich nicht mehr als Zwerge, Rohirrim, oder Elben aus Lórien. Nein sie waren Teil der freien Völker und sie würden kämpfen, kämpfen bis zum letzten Manne
Galadriel winkte noch einmal zur Ruhe, und erhob für einen kurzen Augenblick das Wort.
„Höret, meine Brüder und Schwestern. Nun haben wir lange genug geredet, und bevor uns alle Hunger und Durst übermannt, schlage ich vor, dass die Festivitäten eröffnet sind, zu Ehren der siegreichen Toten, und der triumphierenden Lebenden.“

Mit diesen Worten setzte sich Galadriel auf den Sessel neben Celeborn, küsste ihn erneut, und bedankte sich für den guten Zuspruch von vorhin.
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Rabi

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Re: Galadriels Rede
« Antwort #1 am: 18. Okt 2008, 20:54 »
Wogrin lauschte der weisen Rede, er war begeistert wie weise die Wortwahl der Herren des Lichtes war, sie hatte ihren Titel wirklich verdient. Zuerst im Hintergrund gehalten konnte der alte Zwerg auch Mithrandir erkennen,  Wogrin hatte ihn schon lange nicht mehr gesehen, es kam ihm fast so vor als hätte Gandalf die Zeit auch eingeholt. Als die Rede schließlich endete und Galadriel sich nach hinten zu ihrem Ehemann setzte, nutzte Wogrin die Gunst der Stunde und drängte sich an den vor ihn stehenden Elben vorbei. Noch bevor die Festivitäten anfingen musste an auf das Podest, er musste noch etwas verkünden, die Elben und Menschen, denen er zuvor geholfen hatte, musste er um Hilfe bitten sein Land, seine Heimat zu verteidigen und zu retten. Durch seine Größe musste er vielen Elben genau in die Rippen stoßen um an ihnen vorbei zu kommen, manche störte es nicht, andere wiederum konnten sich einen Kommentar nicht sparen, auch wenn er nicht unhöflich war. Wogrin ignorierte einfach alles um ihn herum, er drückte sich an allen vorbei, bis er schließlich vorne stand, an der Treppe die nach oben zum Podest führte.

„Herrin, ihr Herrin des Lichtes.“, Wogrin ging langsam die Treppe nach oben, er hechelte schon ein wenig und versuchte ihr noch zuzuwinken damit sie ihn nicht übersehen konnte. „Bitte, haltet ein mit den Festivitäten, ich bitte euch, lasst mich für mein Volk sprechen.“, Galadriel konnte anscheinend schon an Wogrins Blick erkennen, was geschehen war. Aus seinen Augen sprachen Worte wie: „Bitte helft uns, mein Volk es braucht Hilfe.“ Die Herrin des Lichts erhob sich noch einmal von ihrem Sithplatz und ging etwas nach vorne an das Geländer. „Werte Menschen, Elben und auch Zwerge, bitte lauscht abermals meinen Worten.“, der Wirbel der in der Menge herrschte erlosch von einem Augenblick auf den anderen, den die Worte der Elbin hallten durch den gesamten Wald und sie waren mächtig, schon beinahe furchteinflößend. „Ich habe hier an meiner Seite, einen Sprecher der Zwerge.“, sie zeigte mit ihrer rechten Hand langsam zu Wogrin, der mit einem freundlichen Nicken die Menge begrüßte, hinunter. „Bitte höret seine Worte, es betrifft uns alle.“, die Herrin ging wieder ein paar Schritte nach hinten, setzte sich jedoch diesesmal nicht neben ihren Geliebten, sondern blieb hinter dem Zwergen stehen.

„Mein Volk, alle Völker Mittelerdes, Elben, Menschen als auch wir Zwerge. Ich richte mich hiermit an euch alle.“, Wogrin räusperte sich noch einmal schnell bevor seine richtige Rede begann: „Manch einer von euch weiß es vielleicht bereits, meine Heimat, Erebor ist in Gefahr. Die Wurzeln des Bösen reichen nun schon bis in das Reich der Zwerge und die Truppen sind zahlreich. Denn in meiner Heimat hausen keine Orks, nein, es ist etwas viel schlimmeres, etwas Mächtigeres.“,  Wogrin verstärkte seine Stimme noch um einiges mehr, denn er merkte dass manch ein Mensch ich nicht zuhörte und deshalb erhob er seine Stimme: „Meine Heimat, die Heimat der Zwerge, sei wurde von Menschen heimgesucht. Doch nicht von Menschen eurer Art. Sondern denen, die aus dem Osten kommen.“, der alte Zwerg verscrhänkte beide Arme hinter dem Rücken und ging ein paar Schritte an Geländer hin und her: „Und deshalb will ich, Wogrin, Thoras Sohn, euch bitten, an meiner Seite und an der Seite dutzender Zwerge nach Erebor zu ziehen und es zu retten, meine Brüder zu retten und die Wurzeln des Bösen zu ihrem Ursprung zurück zu treiben.“, Wogrins Worte wurden immer lauter und er sprach immer schneller und deutlicher, der anfängliche Zweifel verschwand vollkommen und die Worte rasten nur so über seine Lippen: „Wir haben bereits in der letzten Schlacht, Seite an Seite gekämpft. Kämpfen wir noch ein zweites Mal miteinander, beweist meinem Volk das die Opfer die wir in dieser Schlacht gebracht haben, nicht umsonst waren! Kämpft mir mir!“, Wogrin brüllte die letzten Worte lauter, als Galadriel es je tat. Es war unglaublich, wie ein Zwerg die Menge zum toben bringen konnte. Während dem Jubel ging Wogrin ein paar Schritte zurück und stellet sich neben Galadriel.

„Ich danke euch Herrin.“, nun ging er wieder ein paar Schritte vor sie und tat etwas, was er nicht oft machte und wirklich nur wenn er sich jemandem wirklich ergiebig zeigte. Er verbeugte sich vor der Herrin der Elben. „Euch habe ich es zu verdanken, dass mein Volk weiterleben wird.“, die Herrin streckte ihre Hand in Richtung des Zwerges und legte sie leicht an seinem Kinn an, der Bart störte bei dieser Berührung wenig, denn sie hob nur ihren Kopf, den Wogrin gesenkt hatte, wieder nach oben, damit sie dem Zwerg in die Augen sehen konnte. „Ich danke euch, dass ihr meine Heimat verteidigt habt, dies ist das geringste Opfer dass ich für euch bringen konnte.“, Wogrin erhob sich langsam wieder und nickte der Elbin noch einmal zu, anschließend schritt er wieder vom Podest.

Wogrin schritt durch die enorme Ansammlung von Menschen, Elben und auch an manchen Stellen waren ein paar Zwerge versammelt, vorbei. Mit angeschwollener Brust und einem neutralem Gesichtsausdruck ging er auf seine beiden Freunde Thondin und Thanderin zu, diese jedoch seine Rede nicht weiter beachteten sondern ihn toternst musterten: „Wir müssen los.“, erklang Thanderins Stimme, ungewohnt leise für einen Zwerg: „Unser Volk braucht uns, wir können nicht auf den nächsten Sonnenaufgang warten.“, obwohl man in Thanderins Gesicht erkennen konnte, dass sich seine Lippen gerade zu einem nächsten Buchstaben formten fing Thondin an zu sprechen: „So ist es! Wir haben keine Zeit zu feiern.“, die beiden älteren Zwerge schwenkten ihren Blick blitzschnell zu dem noch etwas unerfahrenerem Zwerg und brachten ihn somit zu schweigen. „Er hat aber recht, Thanderin. Wir müssen los.“, keiner von den Zwergen fing noch einmal an zu sprechen, alle drei musterten sich nur mit ernster Mine und nickten sich nach ein paar Minuten alle nach der Reihe zu und anschließend machten sie sich auf den Weg zu den Zelten und Versorgungsstationen um noch Nahrung und Wasser von den Elben zu bekommen.

Nach ein paar Minuten hatten sich die Zwerge endlich durch die Ansammlung gekämpft und waren wieder auf einigermaßen freie und begehbare Flächen gekommen, nun war nur noch ihr Ziel zu den Zelten zu kommen und danach endlich aufzubrechen, einer von ihnen um seinen Vater zu sehen und die anderen um ihre alten Freunde und Mitstreiter endlich wieder kennenzulernen, mit ihnen Seite an Seite gegen die dunklen Streitmächte zu kämpfen.
Alle hatten sich einen Rucksack zusammengepackt, Wogrins war ungewöhnlich dick für eine Reise die nicht all zu lange dauern sollte. Als Thondin den alten Zwerg darauf ansprach warum er so einen dicken Rucksack truge, antwortete Wogrin nur mit einem zwergischen Lachen: „Ich esse doch kein Elben-Brot, ein wahrer Zwerg isst nur...“, Wogrins Lachen verstummte und er schleckte sich einmal um die Lippen wobei ihm einige Haare seines weisen Bartes in den Mund gerieten: „Pöckelfleisch.“, mit einem ungewöhnlichen Nuscheln drückte Wogrin diese Worte gerade noch aus seinem Mund. Ein kleiner Spucketropfen ronn ihm sogar aus dem Mundwinkel in Richtung Kinn, anschließend wischte er sich mit dem Handrücken über den Mund und wechselte seinen Gesichtsausdruck wieder vom verfallenen zum ernsten. „Also gut, seid ihr alle fertig. Dann können wir ja los.“, ohne auf eine eindeutige Antwort der anderen beiden zu warten übernahm der Älteste von ihnen die Führung über die Gruppe und er ging aus dem Zelt, sein einziges Ziel war Erebor und das war noch ein weiter Weg.

   
Wogrin, Thanderin und Thondin zum ehemaligen Schlachtfeld
« Letzte Änderung: 11. Aug 2016, 12:01 von Fine »
RPG: Mainchar - Wogrin, Zwerg

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Re: Galadriels Rede
« Antwort #2 am: 31. Okt 2008, 21:42 »
Gwilwileth hatte sich von Maethor und Jutan gelöst. Sie starrte nun nur noch auf Galadriel, beobachtete jede einzelne Bewegung ihrer Lippen und folgte ihren Blick.
Zeit und Raum existierten für die jungen Elbin nicht mehr, denn sie hatte eine Familie. Sie hatte diese eine Person, die sie nie im Stich lassen würde.

Der Applaus und Jubel der Leute rissen Gwilwileth aus ihren Gedanken, und nun bemerkte sie den Zwerge an der Seite Galadriels.
Sie suchte erneut den Blick Galadriels und schließlich trafen sie sich. Die blauen Augen Galadriels verschlungen Gwilwileth, und sie fühlte sich, wie von einer warmen Woge erfasst.
Gwilwileth meine Liebe...die Festivitäten hier dauern noch, gehe doch bitte in meine Gemächer in Caras Galadhon und ruhe dich dort aus bis ich komme.

Gwilwileth tat wie ihr geheißen, und so machte sich auf nach Caras Galadhon und legte sich in eines der warmen Betten.


Gwilwileth nach Caras Galadhon
Jutan zu den den Heilhäusern Lóriens
« Letzte Änderung: 15. Feb 2016, 08:21 von Fine »


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Re: Galadriels Rede
« Antwort #3 am: 28. Nov 2008, 17:40 »
Was ist denn hier los? Haben wir jetzt den Krieg gewonnen? So viel jubelnde Menschen hab ich seit Rückeroberung von Osgiliath nicht mehr gesehen. Doch hatte ein echter Soldat die Siegesrede gehalten und keine Hexe...

Aglareb stand am Rand der Menschenmenge, die Arme verschränkt neben Aiwyn und schaute nach vorne.
Plötzlich sah er neben Galadriel auf dem Podest ein kleineres Geschöpf wild mit den Armen herumwedeln, er stellte sich auf die Zehnspitzen um mehr zu sehen. Sieh ihn dir an...Wogrin...der Berserker der Schlacht steht bei der hohen Gesellschaft und lässt sich bejubeln...Nein, er machte sonst nie den Anschein einer zu sein, der sich viel mit Ruhm bestickt. Er muss etwas Wichtiges gesagt haben.

Aglareb wandte sich zu Aiwyn:
„Wie es scheint haben wir die Rede verpasst. Um so schneller können wir nun mit dem Feiern beginnen....Habt ihr den Zwerg gesehen?“
« Letzte Änderung: 10. Aug 2016, 15:39 von Fine »
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #4 am: 29. Nov 2008, 14:30 »
Überall feiern die Leute und denken schon alles gewonnen zu haben...als ob ein paar tausend Orks Sauron groß kümmern würden. Während wir hier den Verlust von gut der Hälfte unserer Armeen feiern, hat er noch die zehnfachen Armeen im Osten, Süden und in Mordor stationiert, Armeen, die selbst das ach so große Gondor in mehreren Zeitaltern nie entscheidend bezwingen konnte...Solange ich nicht Saurons Kopf am Boden sehe, gibt es hier absolut nichts zu feiern!

"Habt ihr den Zwerg gesehen?“, hörte sie Aglareb neben sich fragen. Sie durchstreifte die Menge, Elben und Menschen, Bauern und Soldaten, alls dies konnte sie erkennen, doch ein Zwerg sah sie nirgends. Nach einem kurzen Seitenblick zu Aglareb folgte sie senem Blick zu einem Podest, auf dem mehrere Wesen, die obwohl sie wie Elben oder einfach wie alte Menschen aussahen und doch ganz anders waren, saßen: Zwei alte Männer, einer in Braun und in einer in Weiß stütztensich scheinbar ausdruckslos auf große Holstücke, neben ihnen saßen zwei Elben, beide groß und in edle Gewänder gehüllt. Aiwyn konnte sich nicht erklären warum, doch alle vier wirkten bei weitem anders als die anderen Elben oder Menschen, die sie je gesehen hatte. Sie schweifte ihren Blick weiter über das Podest. In der Mitte sah sie dann die Person, die sie bisher nur als "Hexe" kennengelernt hatte: Galadriel, Herrin des Lichts.
"Sie wirkt gar nicht wie die Hexe, als die sie dauernd bezeichnet wird", kam es Aiwyn durch den Sinn. Aber eine andere Bezeichnung für sie kam ihr auch nicht in den Sinn, denn es war schwer etwas über sie sagen zu können: Galadriel war weder jung, noch alt, weder besonders fröhlich, noch besonders ernst und weder ruhig, noch angespannt, "rätselhaft" oder "undurchsichtig" waren das einzige, was ihr durch den Kopf schoss.

Neben der hohen Herrin stand ein anderes Geschöpf, weder so machtvoll, noch so geheimnisvoll wie die anderen fünf Gestalten auf dem Podest, doch kraftvoll und beinahe wild. Die Gestalt war klein, hatte einen langen Bart und fuchtelte mit seinen Armen durch die Gegend.
Wenn das kein Zwerg ist, weiß ich auch nicht weiter, zumindest ein Volk, was sich so verhält, wie ich es kennen gelernt habe...

"Ja, habe ich, was ist mit ihm", antwortete sie, "Aber bevor wir nicht wissen, was sie gesagt hat, macht es wenig Sinn in die Feier einzusteigen. Vielleicht hatte sie erwähnt, wo der Feind als nächstes zuschlägt oder wie der Plan für die Zukunft aussieht, solange wir das nicht wissen, ist zumindest mir nicht sonderlich zu Feiern zu Mute.
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #5 am: 29. Nov 2008, 17:37 »
Und ich dachte ich könnte sie zu einem Krug Met einladen...wenn sie es weiß wo die nächste Schlacht uns zum Rande des dunklen Abgrund  treibt, wird sie wahrscheinlich überhaupt nicht mehr feiern gehen. ...Das liegt doch auf der Hand, dass die Arme des Bündnisses  irgendwo in den Norden zieht, sonst würde bestimmt kein Zwerg da oben stehen. ... Verdammte Ostlinge. Verkauften ihre Seelen, an den dunklen Herrscher... Schon immer plünderten sie die Zwergenreiche.

„Nun ja, ich denke nicht, dass der gute alte Wogrin alle zum Met trinken eingeladen hat.“
-grinste Aglareb Aiwyn an.- „Wenn du mich fragst, kam Botschaft aus dem Norden, sei es Erebor oder die Eisenberge, dass eine weitere Armee Mordors auf dem Vormarsch ist. Was für uns ein großer Sieg bedeutete, ist für den Namenlosen nur ein kleiner Verlust. Die vorhergegangene Schlacht war der Funke der nun den richtigen Krieg entzündete. Womöglich kommen jetzt seine Verbündeten zum Zug. Verlaustes Ostpack“
-während Aglareb dies erzählte strich er sich mit seinen Fingern, über die Stirn seiner zerstörten Gesichtshälfte um die Gedanken am liebsten aus seinem Kopf zu wischen.

Na jetzt hab ich es fast geschafft, mir selbst die Feierlaune zu verderben...oder eher ein Grund die Probleme noch tiefer versinken zu lassen...

„Kommt, wir suchen meinen Heeresführer. Er weis bescheid. Und vor allem erzählt er es uns auf menschliche Weise, statt in den unverständlichen Tönen der Elben.“
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #6 am: 30. Nov 2008, 20:44 »
Keine Woche zuvor war ich noch im ganzen Körper zornig, als man Sachen wie 'Verlaustes Ostpack' gesagt hatte, doch jetzt spür ich irgendwie...nichts. Absolut nichts.

Aiwyn hatte sich innerlich schon auf einen Ausbruch vorbereitet, doch nichts passierte. Sie wunderte sich kurz darüber, da sie sich das absolut nicht erklären konnte und sagte dann: "Gut, wollen wir hoffen, dass er sich noch nicht neben sich getrunken hat oder mittlerweile heiser geschrien hat."
Und dass er und seine Mannen vernünftiger als die Beorninger sind...
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #7 am: 3. Dez 2008, 22:54 »
Aglareb lief zu einer Gruppe von Soldaten, die das Banner des Weißen Baumes trugen. Er schritt auf einen zu: „Kannst du mir vielleicht sagen, wo sich Heerführer Faramir aufhält?“

„Hee! Na wenn das nicht unser mutiger Nazgulschlächter ist!“ *hiks*  – der Soldat klopfte Aglareb auf die Schulter –
„Ich? Was?.... Achso.“ – „Na so ein „hübsches“ Gesicht vergisst man doch nicht so schnell. Du wurdest schon in den Heilhäusern gesucht. ... *hiks* Per-thîr ja, so nannten sie dich.“ – Etwas Bier schwappte leicht über Aglareb als der Mann ihn ins Ohr lallte.
„Ach... wie nett. Wo ist Faramir ich muss ihn sprechen.“
„Einfach immer in Richtung Podest, dann einbisschen links... kannst ihn gar nicht verfehlen. *hiks* Sag mal wer ist deine hübsche Freundin?“
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The Chaosnight

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Re: Galadriels Rede
« Antwort #8 am: 4. Dez 2008, 15:28 »
Genau wie ich es mir vorgestellt habe, ein ganzer Haufen sturzbetrunkener Soldaten...immerhin bin ich für sie nur die "hübsche Freundin" anstelle eines der ältesten Feindbilder ihres Landes...

Sie sah dem Mann ins Gesicht und sagte knapp: "Mein Name ist Aiwyn."
Ihr Blick schweifte an ihm vorbei in die Richtung, wo der Heerführer sein sollte. Die Reihe der feiernden Menschen war zu dicht um etwas sehen zu können und ihre Geräusche waren zu laut, um etwas hören zu können, doch sie war sich sicher, am Boden noch recht frische Hufspuren erkennen zu können, die auch zur linken Seite der Bühne führten.
Merkwürdig, was macht ein Pferd auf solch einer Massenrede? Aber das soll mich nicht weiter kümmern, ich bin schießlich nicht wegen einem Tier hier...

"Kommt Aglareb, machen wir uns auf den Weg", murmelte sie ihm zu.
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #9 am: 15. Dez 2008, 00:16 »
Aglareb befreite sich aus den übelriechenden Fängen des betrunkenen Soldaten und ging in die Richtung wie er es ihm mitteilte. Er musste sich richtig durch die Menschenmassen hindurchschlängeln, überall sprangen sie herum, jubelten und betranken sie sich. Es rief einige Erinnerungen wach: ...

„Nun geh Aglareb und bring dem Heerführer und seinen Männern das Bier!“
Ein gestresster, älterer aber gut genährter Mann war dabei einen Bierkrug nach dem anderen zu füllen und auf den Tresen zu stellen.
„Wenn er ein Heer führen kann, warum bemüht er sich nicht selbst um das Bier seiner Männer! ... Schick Beill hin, er ist doch einer seiner Fanatiker!“ Aglareb saß am Tresen, rauchte Pfeife und aß Nüsse aus einer Schüssel.
„Das ist also der Dank, für alles was wir euch gegeben haben! Siehst du nicht dass die Soldaten unsere besten Kunden sind. Wir haben heute seit langem wieder mal volles Haus und das ist nur Herr Boromir zu verdanken.“ Mit mürrischem Blick legte Aglareb seine Pfeife weg und nahm das Tablett, dann legte sein Vater die Hand auf seine Schulter: „Du weist doch dass ich dich hier brauche. Bis nächstes Jahr haben wir genug verdient, dann kann ich noch jemanden Einstellen und du kannst dann endlich von mir aus in die weite Welt. Ich verspreche es.“
Aglareb nahm das Tablett und lief seitwärts in Richtung Tisch an dem die Soldaten feierten. Sie sangen lustige Lieder, schrieen unverständliche Parolen durcheinander und verschütteten mehr vom Bier als sie tranken. Als er am Tisch war donnerte Aglareb das Tablett auf den Tisch, wütend über die vielen Ellbogen, Bierkrüge und deren Inhalt auf seinem Hemd....
Das waren Zeiten...

Aglareb kam an eine freie Stelle mit freier Sicht.
Faramir! Na endlich. Und seine Gemahlin Eowyn. Aber da ist wieder dieser Reiter, dieser verdammte. Ruhig Blut, du brauchst nicht schon wieder  den Verrückten zu spielen, vor allem nicht  in dieser Gesellschaft.

Aglareb schritt auf  Faramir und Eowyn zu. Er sah wie der Rohirrim vom Pferd abstieg und sich ebenfalls in ihre Richtung begab, doch bevor er irgendwas sagen konnte viel Aglareb ihm ins Wort.
„Seid gegrüßt Heeresführer Faramir! Habt ihr schon auf den Sieg angestoßen oder wartet ihr, um mit alten Freunden zu trinken.“ Lächelnd ging er auf Faramir zu, dann sank er seinen Kopf und grüßte Eowyn ebenfalls.
„Aglareb! Ist heute ein besonderer Anlass, oder warum hast du dich so fein gemacht.“
Beide umarmten sich freundschaftlich und klopften sich auf die Schultern.
„Ja... ehm. Nun ich war noch bis vor kurzem...“
„In den Heilhäusern. Das wusste ich. Ich habe nach dir schicken lassen, doch warst du nicht mehr dort.“
„Ich war auf dem Schlachtfeld. Ich suchte nach meiner Axt. Ein Erbstück meiner Mutter aus ROHAN.“ Bei diesem Wort wandte er sich mit tiefem wütendem Gesicht zu dem Rohirrim, dieser blieb wie eingefroren stehen und bekam nicht den Mund auf.
„Keine Angst die finden wir schon, wie sollst du denn sonst weiter so ehrbar kämpfen. Du hast alles gegeben und dir deinen Sold redlich verdient. Obwohl du nicht mehr im Dienste Gondors stehst, hast du gekämpft als würdest es du mit deinem Leben verteidigen wollen.“
-Stolz trat in Aglarebs Augen-
„Ich brauche kein Gold. Ich hab das Söldnerdasein hinter mir gelassen. Faramir, ihr habt mir das Leben gerettet. Nehmt mich auf, schlagt mich zum Ritter, vereidigt mich Gondor erneut die Treue zu schwören. Das einzige was ich möchte ist das Wappen des weißen Baumes auf meiner Brust zu tragen. ...“
„Haltet ein mit euren Schwuren. Es ist mir nichts lieber, als dass du auf meiner Seite kämpfst. Ich wusste dass du zurückkehren würdest, ich wusste es als ich dir diese Aufgabe anbot. Ich wusste wie du unter den Verlust deines Bruders gelitten hast. Doch allein auf Rache wirst du untergehen, du muss loslassen können. Mir wurde dasselbe Schicksal zuteil, doch habe ich standgehalten und weiter gekämpft.“ – Faramir schwieg für einen Moment – „Was ist mit deinen anderen beiden Brüdern“

„Wir trennten uns. Neled fand seine Liebe bei einer Wirtin in Thal. Und mit Beill trennte ich mich an der Alten Waldstraße. Er wollte gen Westen nach Bree, ich aber nach Süden. Es gab einen Streit. ... Das tut nun nichts mehr zur Sache, ich möchte nicht darüber sprechen. Ich begleite euch nach Rohan um gegen Isengart zu kämpfen.“ - Aglareb ballte seine Hand zur Faust.
„Nein. Du kämpfst für mich. Du kämpfst für Gondor. Aber nicht an meiner Seite. Der Feind erstärkt schneller von neuem als wir. Es wird ein Zweifrontenkrieg geben. Der dunkle Herrscher schickte seine Verbündeten, die Ostlinge, mit einer noch stärkeren Armee, zum Erebor als er nach Lorien schickte. Ich habe genug Mannen doch nicht viele sind bereit für einen Marsch in den Norden. Die meisten sind nicht besonders gut auf Zwerge zu sprechen. Aber ich gebe dir einige meiner besten Männer mit.“
„Die Zwerge sind tapfere Kämpfer, ich habe mit ihnen geblutet. Sie können auf mich zählen“
„Ich wusste ich kann mich auf dich verlassen. Gehe zum 2. Zelt in der 5. Reihe, dort findest du alles was du brauchst. Du hast freies Geleit.“ – Auf Faramirs ernstem Gesicht erschien ein schmunzeln – „Du musst wissen, dass es im Norden kälter ist, als dass man mit Nachthemd bekleidet herumspaziert.“
„Ich danke euch.“ – Faramir nickte, dann schenkte er auch Aiwyn ein Lächeln.

Aglareb wollte gerade kehrt machen als...
„Mein Herr. Bitte entschuldigt mich, ich habe voreilig gehandelt. Geblendet durch den Tod eines Freundes“ Der Rohirrim kam auf Aglareb zu und reichte ihm die Axt hin.
„Vergeben und Vergessen, die Zeiten sind für uns alle etwas schwierig. Ich bedauere es ebenfalls, er war ein entfernter Verwandter von mir, den ich nie kennengelernt habe. Lasst uns einen Trinken gehen, und diesen tollen Moment genießen. Morgen wird er vorbei sein.“ Aglarebs Blick wandte sich nun auf Aiwyn.
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #10 am: 15. Dez 2008, 22:42 »
Innerlich tobte ein Sturm in Aiwyn. Eine noch größere Armee von Soldaten die nicht aus dummen Orks und Trollen besteht marschiert zum Erebor und hier wird...gefeiert und gesoffen?
Sie wusste, dass sie nicht selbst zurück konnte, immerhin war sie eine Flüchtige in der Begleitung eines Mannes, den sie laut offiziellen Angaben entführt hatte, doch wurde sie schon fast wieder zurückgezogen, als ob ihr Geist ihr sagte, dass sie sich ihrer Vergangenheit stellen und ihr Wissen, das sie niemanden mitteilen durfte, zum Sieg einsetzen musste. Als der innere Konflikt an seinem Höhepunkt war, mahnte sie sich selbst streng zur Ruhe: "Ruhig bleiben...Noch habe ich zumindest etwas Zeit, mir das durch den Kopf gehen zu lassen. Bis dahin sollte ich an irgendetwas anderes denken, etwas...nicht so gefährliches."

Sie wandte sich zu Aglareb: "Meine Meinung zum Feiern und Trinken kennt ihr ja, zu einem vollem Krug würde ich jetzt jedoch nicht nein sagen. Vorher solltet ihr jedoch die Gelegenheit nutzen und euch umziehen, wenn man euch hier so gut kennt, wäre es schade, wenn Faramirs beste Truppen den ersten nüchternen Eindruck von euch in diesem Aufzug bekommen würden."
Sie musste kurz loskichern, bevor sie sich wieder fasste und etwas beschämt murmelte: "'Tschuldigung..."
Sie wollte noch etwas zu Faramir sagen, doch ihr viel absolut nicht ein, was sie sagen könnte, weshalb sie nur kurz den Kopf in seine Richtung neigte und sich wieder Aglareb zuwandte.
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #11 am: 30. Dez 2008, 01:30 »
Aglareb grinste aber sparte sich den roten Kopf, da er sich schon fast an seinen Aufzug gewöhnt hatte. Und als Aiwyn die Einladung annahm strahlte er auf:
„Na wunderbar! Ich wusste doch dass ihr auch gesellig sein könnt und sich eure stets grimmige Miene auch zum Guten wenden kann. Es sieht immer so aus, als würden euch schlimme Gedanken quälen, aber ihr dürft dabei nicht die schönen Dinge im Leben vergessen, sonst vergisst ihr eines Tages wofür wir kämpfen.“
 –Aglareb ballte seine Hand zur Faust und sah hoffnungsvoll in den Himmel, bis er merkte wie er sprach und dann doch seinen Kopf langsam zum Glühen brachte –
“Ich will nicht die wirklichen Propheten ersetzen oder so, eigentlich will ich nur endlich was zu trinken und mir was Anständiges hinter die Kiemen schieben, bevor man nur wieder Lembasbrot als Verpflegung mitbekommt.“

-Schweigen-

Aglareb räusperte sich, und fuhr in leisen Tönen fort:
„Ich würde sagen wir treffen uns dort vorne am Ausschank. Ich werde mir nun eine etwas ansehnlichere Kleidung besorgen. Was sollen denn die Männer sonst von mir denken. ... Wenn ihr mich entschuldigt.“
Gerade als Aglareb sich umdrehte, fiel ihm doch noch was ein. Er drehte sich zu Aiwyn:
„Wartet dort bitte auf mich, ich habe noch eine wichtige Frage!“
Dann drehte er sich um und ging.


Aglareb fand das Zelt sehr schnell, was ihm Faramir beschrieb. Von weitem erkannte er ein größeres weißes Rundzelt an dessen Spitze die Fahnen von Gondor und Rohan wehten. Als er näher kam erkannte er auch weitere Banner am Eingang, rechts eines mit dem Weißen Baum gekennzeichnet und das linke trug einen Pferdekopf auf grünen Grund.
1. Zelt der 5. Reihe... nun dann muss das dahinter wohl das 2. sein. Richtig prunkvoll, das Gemach unserer Anführer. Woher hat er in diesen miesen Zeiten den ganzen Reichtum her?
 Er ging an dem großen Zelt vorbei und weiter zum nächsten. Das muss es sein. Eine Wache stand davor, er schritt auf sie zu.
„Seid gegrüßt Wächter! Ist es nicht Last hier Wache zu schieben während andere ausgiebig feiern.“
Die Wache schaute Aglareb hinterfragend an und musterte ihn mit scharfen Augen.
„Ich bin kein Freund sinnesberauschender Mittel und kein Freund neugieriger Leute. Aber wenn mich nichts täuscht seid ihr Aglareb. Hab ich recht, Per-thîr?“
„Eure Augen zeugen von Wahrheit, ich bin Aglareb Caelebs Sohn. Darf ich eintreten?“
„Ihr habt freies Geleit in unserer „königlichen Rüstkammer.“ –Antwortete die Wache in ironischem Ton, schob die Zelttür beiseite und bat Aglareb herein.

Als Aglareb eingetreten war musste er sich zunächst zurecht finden. Das ganze Zelt war voller Rüstungen, Waffen, Stoffe und ein bisschen Proviant. Als erstes ging er zu den Kisten mit den Stoffen darauf und suchte sich eine passende schwarze Leinentunika und dickere lange Unterhosen. - Morgen werden wir aufbrechen... ich werde mich gleich richtig rüsten ... der Norden kann grausam sein...
Er nahm sich ein kurzärmeliges Kettenhemd und zog es über, danach suchte er nach weiteren Stoffen um dieses zu bedecken, da dass Kettenhemd aufpoliert war und blinkte und glitzerte wie der weiße Turm im Sonnenaufgang. Er nahm sich ein einfaches dunkelgrünes Wams.
Nun ging er zu den Rüstungen. Er legte sich einen braunen ledernen Brustharnisch mit dem Zeichen des weißen Baumes an und sprach leise vor sich hin: „Hier gelobe ich dem Reiche Gondor und seinem Herrn und Statthalter Lehenstreue und Dienstbarkeit, im Reden und Schweigen...“
- Dann nahm er sich eine Armschiene, schwarz, ebenfalls trug sie das Wappen Gondors, und legte sie an den rechten Arm
„im Frieden wie im Kriege...“
- Aglareb zog sich braune Stiefel an und nahm sich trotz seines schlechten Gedankens von Waldläufertradition und richtigem Tarnen schwere Schulterplatten.
„im Leben wie im Sterben...“
-Er nahm sich einen Gürtel mit Brustriemen, welcher  Schlaufen für einen Köcher an der einen Seite befestigt hatte, schnürte ihn fest und steckte seine Axt in diese.
„von dieser Stunde an...“
-Einen Buckelschild, schwer aber klein, nahm er auf den Rücken.
„bis mein Herr mich aus meiner Pflicht entläßt, der Tod mich hinrafft oder die Welt endet.“
Er griff sich nun aus einer anderen Kiste am anderen Ende des Zeltes einen Armschutz heraus. Er war weinrot, ledern und mit einem prunkvollen Pferdbestickt.

Aglareb stand still da und starrte an die Fahne im hinteren Bereich des Zeltes, die halb an der Decke und halb an der Rückwand hing. „So spreche ich, Aglareb, Caelebs Sohn, aus Gondor.“

Ach ja es könnte schneien ..., im Norden. Schmunzelnd nahm er sich noch einen dunkelgrünen Umhang, rollte in ein und holte sich noch ein kleineres Tuch aus einer Kiste mit vielen Stofffetzen und steckte es zwischen seinen Brust und dem Lederharnisch.

Er lief zurück zur Stelle an der er sich verabredete.
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #12 am: 30. Dez 2008, 20:41 »
Kaum hatte Aglareb ausgesprochen und sich umgedreht, ging Aiwyn zu dem Ausschank, um dort auf ihn zu warten. Sie lehnte sich gegen einen der Holzpfähle, die in den Boden geschlagen wurden, um das Gebilde zu befestigen und war wieder mit allem möglichen beschäftigt, was in letzter Zeit so vorgefallen war.
Was er wohl so wichtiges fragen will...

Doch kaum hatte sie angefangen, fragte sie schon einer der Mäner: "Wie viel wollt ihr?" Aiwyn brauchte etwas Zeit um überhaupt zu verstehen, was er meinte, nach einem Blick auf die Krüge in seiner Hand sagte sie schnell: "Erstmal nichts, ich warte noch auf jemanden."
Der Mann verdrehte die Augen und sagte: "Dann sorgt dafür, dass er schnell kommt, wenn hier weiter so getrunken wird, gehen mir zum ersten Mal in meiner fast dreißigjährigen Zeit als Braumeister die Getränke aus..."
Ihr Blick schweifte in die Umgebug um zu gucken, ob irgendwo Aglareb zu sehen war, doch überall lagen oder wankten nur Soldaten in ziemlich ähnlich aussehender Ausrüstung herum. Als sie sich umdrehte, stand er jedoch schon fast wieder neben ihr, auch wenn sie ihn erst beim zweiten oder dritten Blick erkannte: Nun trug er ein dunkelgrünes Wams, schwere Schulterplatten und zwei verschiedene Armschienen, je eins mit den dominierenden Wappen der Menschen dieser Feier.
"Mensch Aglareb, kaum lässt man euch mal 5 Minuten aus den Augen erkennt man euch nicht mehr wieder", sagte sie lachend. Gerade setzte sie zum weitersprechen an, da kam wieder der Wirt an: "Wollt ihr nun etwas, eure Begleitung scheint ja da zu sein."
Sie drehte sich zu ihm um und sagte: "Zwei mal bitte."
Der Mann lachte: "Zwei Mal? Eine ganz sparsame wie mir scheint..."

Sie wandte sich wieder an Aglareb: "Ich nehme an ihr befolgt Faramirs Wunsch und werdet nach Thal gehen, oder? Lasst euch über diesen Bereich Mittelerdes eines gesagt sein: Was Sauron und seine Machenschaften angeht sind sie da oben sehr empfindlich, sobald sie irgendwas auch nur mit ihm in Verbindung bringen wird es weggesperrt oder anderweitig entfernt. Egal was über Sauron wisst oder denkt zu wissen, drängt es nicht in die Öffentlichkeit, sondern benutzt es nur gegen ihn und seine Mannen."
Sie holte einmal tief Luft. Der Gedanke an die Nordgebiete erfüllte sie noch immer mit Hass und Abscheu. Zögernd und stockend setzte sie fort: "Da wäre noch was...die Ostlinge, die unter seinem Banner kämpfen, sie..."
Sie machte eine kurze Denkpause um zu überlegen, wie sie es ihm sagen konnte, ohne gegen einen ihrer Eide zu verstoßen. Wie gerufen, um ihre Gedankenpause nicht zu offensichtlich zu machen, kam der Wirt mit den zwei Krügen an und drückte sie ihr in die Hand. Den einen drückte sie schweigend Aglareb in die Hand, den anderen trank sie sofort an einem Stück aus. Sie wischte sich mit der freien Hand den Mund ab und fuhr langsam fort: "Sie kämpfen nicht wie die Orks ohne Sinn und Verstand und nur weil es ihnen befohlen wird, für sie sind wir alle das, als das ihr sie sieht, wenn nicht noch schlimmer. Ihr größter Antrieb ist ihr Glaube an eine bessere Zukunft für sie und ihr Reich und solange der intakt ist, werden sie nie aufgeben. Auch wenn diese Schlacht gewonnen werden sollte, war das für sie erst der Anfang. Wenn ihr sie besiegen wollt, vernichtet den Schatten, der sie umgibt und vielleicht wird euch dann die Vernunft weiter bringen als blanke Waffengewalt, sonst seid ihr und alle anderen Verteidiger des Nordens zum Sterben verdammt."

Sie atmete einmal tief aus.
Puh, hoffentlich versteht er, was ich ihm erklären wollte, noch offensichtlicher kann ich es ihm nicht sagen und selbst das was ich gesagt hatte war schon nah an der Grenze des Erlaubten...
"Nun ja, dies hier ist eure Arena, ich sollte hier nicht so viel von meiner alten erzählen, was wolltet ihr mich so wichtiges fragen?"
« Letzte Änderung: 2. Jan 2009, 15:09 von The Chaosnight »
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #13 am: 5. Jan 2009, 19:40 »
Mmmmh das nenne ich einen göttlichen Geschmack...
- Aglareb nahm einen tiefen Schluck während Aiwyn ihre Erfahrungen aus Thal schilderte-
Da trinkt das dürre Mädel den ganzen Krug auf einen Schluck leer... nicht schlecht...

...„größter Antrieb ist ihr Glaube an eine bessere Zukunft für sie und ihr Reich“....

Hör sie dir an, sie redet schon fast wie eine von... Aglareb blieb das Bier im Halse stecken. Er klopfte sich auf die Brust und lauschte ihr weiterhin mit großen Augen.

...“ich sollte hier nicht so viel von meiner alten erzählen“...

EINE SPIONIN! ... Bist du nicht bei Trost? Dann wäre sie eine sehr törichte Spionin. Warum hätte sie sonst gewartet. Ein guter Spion hätte sich das Notwendige aufgeschnappt und wäre schon längst über alle Berge. ... Dann ist sie eine Verräterin an ihrem eigenen Volk, und einem Verräter traut man nicht.

„Nun hab ich doch glatt vor lauter Schaum im Bier vergessen was ich fragen wollte.“
–Doch gleich wie dieser Satz aufmunternd wirken sollte war Aglarebs Blick stechend scharf und tief in die Augen Aiwyns gerichtet.
„Jeder Einzelne, der unter dem Banner des dunklen Herrschers kämpft ist ein Feind. Diesen sollte man entschlossen entgegentreten, keine Gnade wallten lassen und mit dem Tode bestrafen. Sie verdienen kein Mitleid, sie haben sich ihre Seite ausgesucht. Egal welcher Herkunft sie sind, sie haben ihren Platz in der Dunkelheit gefunden.“
- Aglareb neigte sich vor zu Aiwyn und flüsterte ihr ins Ohr: „Ich hoffe für euch, dass ihr den euren auf der richtigen Seite gefunden habt.“
- Wieder lauter fügte Aglareb hinzu und sah sich um:
„Die Zwerge haben eine langjährige Erfahrung im Kampf gegen sie. Gondor -  konnte sich schon immer gegen die zerstreuten Stämme aus Rhun behaupten. Und eher verrecke ich elend auf dem Schlachtfeld vor den Mauern von Thal, als dass ich mich mit den Ostlingen verbünde.“
Manche Soldaten die das gehört hatten, drehten sich zu den beiden um. Dann wendete sich Aglareb wieder Aiwyn direkt zu und flüsterte ihr ins Ohr:
„Ich danke euch für euren Rat, doch würde er mir weißer  erscheinen, wenn ich ihn aus einem anderen Mund gehört hätte. Ostling.“
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Re: Galadriels Rede
« Antwort #14 am: 5. Jan 2009, 23:30 »
Mit jedem Satz Aglarebs steigerte sich der Zorn in Aiwyn. Jedes einzelnes Wort traf sie wie Gift, sie konnte einfach nicht fassen, dass auch er, mit dem sie einige Zeit ohne Probleme ausgekommen war, genau wie all die anderen dachte.
"Ihr Idiot", zischte sie ihm zu, "Ihr denkt genau wie die Ostlinge in den letzten zwei Zeitaltern, außer dass ihr "Banner Saurons", anstelle "Banner des Westens" sagt. Und genau deshalb werdet ihr untergehen, weil ihr nur Feinde und Verbündete kennt! Aber wenn ihr eh verrecken wollt, habt ihr ja euer Ziel erreicht!"
Sie schnaubte einmal aus und fuhr ohne Pause und ohne Nachdenken fort: "Und ja, ich habe meine Seite gefunden, ich steh auf der gegen Sauron, wie ihr, wie die Elben, wie eure betrunkenen Freunde,  wie die Ostlinge. Ich bin...neben einigen Gründen, die euch nichts angehen hier, da sich alles verändert hatte, was einst war. Alles an das ich glaubte starb an einen Tag, alles, auf das hingearbeitet wurde, ging verloren. Es ist sinnlos alleine gegen eine solche Macht anzukämpfen, doch sowohl ihr, als auch die Ostfürsten erliegen diesem Gedanken und rotten sich gegenseitig aus, bis nur noch Sauron steht. Egal wer am Erebor gewinnt, der Sieg gehört ihm.
Ich muss gestehen, ich verabscheue selber Großteile der Nordmenschen und die Elben, doch ich versuche immerhin mit ihnen zum Wohl des Widerstandes gegen Sauron auszukommen.
Doch das ist euch wohl zu hoch..."
Jedes ihrer Worte steigerte sich in seiner Feindseligkeit und Abneigung, lediglich der letzte Satz war pure Enttäuschung, Enttäuschung darüber, dass einer der wenigen Menschen im Westen, der sie auch als gleichwertiger Mensch ansah, dies nur aus Unwissenheit über ihre Herkunft tat.

Wütend und zugleich zutiefst verletzt, richtete sie sich energisch auf und wandte sich ab. Sie ging ein paar Schritte und blieb dann noch kurz stehen, um noch einmal mit ihm zu reden: "Ihr seid so ein Trottel, Aglareb...und ich dachte ihr währt anders als die anderen..."
Keine Feindseligkeit war mehr in ihrer Stimme zu hören, keine Ablehnung, sondern nur noch Enttäuschung und Trauer: "Ich ertrag es nicht mehr, in eurer Nähe zu sein, lebt wohl. Ich hoffe, ihr trefft die richtige Entscheidung."
Erneut setzte sie sich in Bewegung, um möglichst viel Abstand von ihm und diesen Ort zu gewinnen. Mit jedem Schritt, den sie ging, gingen ihr auch nach und nach wieder feste Gedanken durch den Kopf, auch wenn sie unfähig war, diese zu ordnen.


Aiwyn, nach: Wälder Lothlóriens II
« Letzte Änderung: 11. Feb 2016, 13:52 von Fine »
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